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Dokumentenidentifikation DE19716820B4 29.11.2007
Titel Auswechselbares Fußbett
Anmelder Jürgens, Ute, 50676 Köln, DE
Erfinder Jürgens, Ute, 50676 Köln, DE
DE-Anmeldedatum 22.04.1997
DE-Aktenzeichen 19716820
Offenlegungstag 29.10.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse A43B 17/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 17/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein auswechselbares Fußbett und den zugehörigen Schuh sowie deren Verwendung.

Aus dem Stand der Technik sind bereits auswechselbare Fußbetten bekannt. Diese vorbekannten Fußbetten weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie sich nicht auf leichte Art und Weise in dem jeweiligen Schuh fehlerfrei auswechseln lassen.

Insbesondere ist es nicht leicht möglich, derartige Fußbetten in die richtige Position innerhalb des Schuhs zu bringen. Insbesondere im Falle der Verwendung orthopädischer Schuhe führt eine falsche Positionierung des Fußbetts im Schuh u.U. zu Haltungsschäden. Fixierungsmittel (statt Führungsmittel) sind z.B. aus der DE 35 21 430 C2 bekannt.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein auswechselbares Fußbett anzugeben, welches eine falsche Positionierung wirksam verhindert.

Dies wird erfindungsgemäß durch ein auswechselbares Fußbett gemäß Anspruch 1 erreicht. Der Schuh zur Aufnahme eines solchen auswechselbaren Fußbetts ist in Anspruch 11 angegeben.

Die Führungsmittel können im Fußbett, nämlich an seiner Unterseite, oder in dem fußbettlosen Schuh, vorzugsweise auf der Oberseite der Brandsohle, ausgebildet sein. Das entsprechende Gegenstück, das als Führung bezeichnet wird, ist dann im jeweils anderen Teil vorgesehen. Vorzugsweise ist das Führungsmittel ein Vorsprung, der ausgehend von einem breiteren Kopfteil eine Verjüngung aufweist, insbesondere ist er pilzförmig. Die Führung, die das Gegenstück zu den Führungsmitteln bildet, ist vorzugsweise eine Rille. Sie hat einen breiteren Einfädelbereich, der insbesondere an einem ihrer Enden, das für den Benutzer sichtbar ist, ausgebildet ist. Von dort aus ist die Rille enger, so dass sie das Führungsmittel so hält, daß es zwar noch in Längsrichtung der Rille bewegt werden kann, ansonsten aber nicht aus dieser entfernt werden kann.

Das vorzugsweise rillenförmig ausgebildete Führungsmittel verläuft insbesondere in Längsrichtung des Schuhs, es beginnt mit der genannten Einfädelstelle vorzugsweise etwa in der Mitte der Längserstreckung des Schuhs bzw. des Fußbetts und endet in dem Bereich, wo sich die Zehen befinden. Wenn nur eine Rille vorgesehen ist, verläuft sie vorzugsweise im Bereich der Längsmitte. Es können aber auch mehrere Rillen vorgesehen sein, beispielsweise zwei parallel zueinander verlaufende Rillen, die dann entsprechend mit zwei Führungen zusammenarbeiten.

Die erfindungsgemäße Ausbildung hat den Vorteil, daß sich ein Benutzer zunächst einen fußbettlosen Schuh aussuchen und in diesen dann aus einer Auswahl unterschiedlich ausgebildeter Fußbetten dasjenige Fußbett einsetzen kann, das seinen Bedürfnissen entspricht. Das Fußbett kann dabei speziell für ihn und die Bedürfnisse seines Fußes ausgebildet sein, beispielsweise mit Vorsprüngen, Noppen, Keilen und dergleichen ausgeführt sein, es kann aber auch vorgefertigt sein. Im letzteren Fall werden mindestens drei unterschiedlich ausgebildete Fußbetten angeboten, die unterschiedliche Härten aufweisen und unterschiedlichen Einsatzbereichen zugeordnet sind. Diese werden serienmäßig in den gängigen Schuhgrößen vorrätig gehalten. Ebenso wird in einem Schuhgeschäft eine Vielzahl unterschiedlicher Schuhe, in die die auswechselbaren Fußbetten eingesetzt werden können, vorrätig gehalten. Der Kunde kann damit eine Schuhform, die ihm zusagt, auswählen. In jede beliebige Schuhform, die er in dem Geschäft ausgewählt hat, kann er nun alternativ mindestens drei unterschiedliche Fußbetten in dem ausgewählten Schuh ausprobieren. Erfindungsgemäß können diese Fußbetten einerseits präzise innerhalb des Schuhs auch von einem Laien positioniert werden, andererseits können sie rasch eingesetzt und wieder entnommen werden.

Als bevorzugt hat es sich dabei herausgestellt, Haftmittel vorzusehen, die bei längerem Druck, insbesondere durch Tragen des Schuhs über mehrere Tage, ihre Klebkraft verstärken. Dadurch wird beim Ausprobieren im Geschäft der Klebeffekt noch nicht entscheidend bemerkbar. Erst wenn der gewählte Schuh und das gewählte Fußbett über einige Tage getragen wurden, ist die Verbindung zwischen Fußbett und Schuh so, daß ein Verschieben praktisch nicht mehr auftritt, aber dennoch, wenn auch mit etwas Mühe, das Fußbett aus dem Schuh entnommen werden kann. Diese Haftmittel sind insbesondere im Fersenbereich vorgesehen. Dieser ist bei einem Schuh frei zugänglich. Die Führungsmittel und das entsprechende Gegenstück sind vorzugsweise im Bereich unter den Zehen und bis zur Mitte des Schuhs bzw. Fußbettes vorgesehen, weil dieser Bereich üblicherweise durch eine Kappe bei einem Schuh abgedeckt ist.

Dabei kann das Fußbett eine Feder als Führungsmittel aufweisen, die in die Nut als Führung des zugehörigen Schuhs einzugreifen vermag. Der zugehörige Schuh weist dann als Führung eine Nut auf. Ebenso kann eine Führungsrille im Fußbett, und zwar an seiner Unterfläche, ausgebildet sein. Der zugehörige Schuh hat dann einen entsprechenden Führungsvorsprung.

Vorzugsweise weist das Fußbett Haftmittel auf, die eine Befestigung an dem zugehörigen Schuh erlauben. Sie sind insbesondere in seinem hinteren Bereich ausgebildet.

Auch der zugehörige Schuh kann erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet sein, daß er insbesondere in seinem hinteren Bereich Haftmittel zur Befestigung des zugehörigen auswechselbaren Fußbetts aufweist.

Diese Haftmittel können sowohl bei dem auswechselbaren Fußbett, als auch bei dem Schuh als Klettverschluß, als formschlüssig eingreifende Mittel, insbesondere Druckknöpfe oder dergleichen ausgebildet sein. Alternativ oder ergänzend kann auch ein Kleber verwendet werden, vorzugsweise ein solcher, der auf Druck seine Klebeeigenschaften entfaltet und mit zunehmender Dauer der Belastung beim Tragen verstärkt.

Das auswechselbare Fußbett kann dabei eine Shore-Härte von 16 bis 20, vorzugsweise 19 aufweisen. Dies ist insbesondere in den Fällen von Vorteil, in denen das Fußbett zur Entgegenwirkung von früh erkannten Schäden Verwendung findet.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Fußbett eine Shore-Härte von 20 bis 26, vorzugsweise von 23 auf, was insbesondere in den Fällen von Vorteil ist, in denen das Fußbett als leichte Unterstützung Verwendung findet In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform weist das Fußbett eine Shore-Härte von 27 bis 32, vorzugsweise von 28 oder 29 auf, was insbesondere in den Fällen Anwendung findet, in denen das Fußbett als tragende Maßnahme Verwendung findet.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform besteht das Material des Fußbetts aus einem Gemisch von Korkteilchen und Latex, insbesondere von 21,5 % Korkschrot, 6,4% Chemikalien, 68,5% Latex (Naturkautschuk) und 3,6 % Emulsion.

Was die Herstellungsbedingungen und Materialien für die erfindungsgemäßen auswechselbaren Fußbetten anbelangt, so sollten sie vorzugsweise den folgend angeführten Bedingungen genügen:

Die Granulatgröße kann je nach Wunsch des Verwenders der auswechselbaren Fußbetten geändert werden. Zusätzlich wird Jute, und zwar für den Boden, verwendet, dies vorzugsweise in grober Ausführung. Diese Jute sollte 220 g/qm wiegen, ebenfalls mit einer maximalen Abweichung von plus – minus 10 g/qm.

Darüber hinaus finden diverse Chemikalien, Emulvin "W", Schmierseife, Lefa und/oder Texon, sowie weitere diverse Einbauteile bei der Herstellung Verwendung, wie etwa Deckleder, vorzugsweise in einer Stärke von 1,4 mm bis 1,5 mm (+/– 0,1mm), wobei besondere Aufmerksamkeit der Weichheit des Materials gilt.

Texon oder Lefa findet vorzugsweise in einer einer Stärke von 0,5 mm Verwendung. Die Materialien sollen bezüglich ihrer Qualitätsanforderungen insbesondere so gewählt sein, daß sie einer Schrumpfung während des Verarbeitungsprozesses widerstehen.

Die Bodenjute kann mit Latex leicht beschichtet werden, was zu einer besseren Planheit in der Herstellungsform führt. Vorzugsweise kann die Bodenjute mittels Stiften in den Herstellungsformen befestigt werden. Der Abstand der Bodenjute zum Formenrand hat an jeder Stelle gleich groß zu sein. Die Menge der Beschichtung bestimmt die Qualität der Fußbetten.

Es können auch gestanzte Juteteile verwendet werden. Dabei sollen die Juteteile diagonal gestanzt werden, d.h., weder Schuß- noch Kettenfadenverlauf weist in Richtung Fußbettlängsachse.

Die zur Herstellung der Fußbetten verwendeten Chemikalien werden vor Verarbeitung vorzugsweise in kleinere Behälter umgefüllt. Vor dem Umfüllen sind die Chemikalien aufzurühren, und zwar bis zum Bodenrand, dies etwa 10 Minuten. In den kleineren Behältern sind die Chemikalien (vor der Produktion) in Intervallen ständig zu rühren. Das Rührwerk sollte vorzugsweise mit 40 bis 50 Um/min eingetaucht werden, 10 Minuten arbeiten und ca. 10 Minuten stillstehen.

Emulvin "W" ist dem Latex als Zusatz hinzuzugeben. Der vorherige Ansatz des Zugabegemisches ist wie folgt vorzunehmen: 1 Teil Emulvin "W", 4 Teile lauwarmes Wasser. Das Wasser-Emulvin-Gemisch muß ausreichend gut durchgerührt werden. Die Menge der Zugabe zu dem Kork-Latex-Brei wird von der geforderten Fußbettqualität bestimmt.

Zur Formentrennung sollte vorzugsweise Schmierseife in Wasser stark und dünnflüssig aufgelöst verwenden. Der Auftrag in den Formen hat dann, gleichmäßig und regelmäßig zu erfolgen. Der Auftrag eines Trennmittels hängt davon ab, wie gut sich die Fußbetten nach dem Öffnen der Herstellform aus dieser ohne Beschädigung herauslösen lassen.

Die Herstellformen können aus Vollaluminium oder Aluguß beschaffen sein. Vorzugsweise auch aus Spezialgußstoffen. Bei Formen aus Vollaluminium ist mit einer Schrumpfzugabe von 0,3 % bis 0,5 %, bei Formen aus Aluguß mit einer Schrumpfzugabe von 1,3 % bis 1,5 zu rechnen. Bei Formen aus Kunststoff ist die Schrumpfzugabe materialabhängig. In alle Formen sind Paßbolzen und Paßbuchsen einzubauen, damit die Passung der Unterform zur Oberform immer gegeben ist.

Sofern die Formenträger nicht beheizbar sind, müssen in die Unter- und Oberform Heizplatten eingebaut werden, die mittels Thermostat genau reguliert werden können. Die Temperaturabweichungen der Thermostate sollte dabei nicht mehr als 5 % bis 8 % betragen.

Ein Mischungssatz besteht vorzugsweise höchstens aus: 3.800 g Latex 1.200 g Kornschrot 350 g Chemikalien 200 g Emulvin-Lösung.

Beim Pressen muß mit einem Druck von mindestens 7 atü gearbeitet werden, vorzugsweise mittels Hydraulik-, Pneumatik-, Wasser- oder Kniehebelpressen. Der Druck sollte regelbar und genau überprüfbar sein. Während der Schließzeit sollte er konstant gehalten werden.

Jeder Formenträger sollte einzeln beheizbar sein, um auf die individuellen Verhältnisse im Einzelfall angepaßt werden zu können.

So wird unter klimatischen Bedingen vorzugsweise die Unterform mit 85 Grad bis 90 Grad und die Oberform etwas geringer beheizt. Brennstellen im Leder sind dabei unbedingt zu vermeiden, wobei auf die unterschiedliche thermische Belastbarkeit verschiedener Lederstärken zu achten ist. Neue Ledersorten sind dabei grundsätzlich zunächst hierauf zu prüfen. Auch die Temperatur muß schnellstmöglich überprüfbar und genau regelbar sein.

Die Mischung aus Latex, Korkschrot, Chemikalien, Emulvin-Lösung, die im Mischungsansatz in verschiedenen Mengen hergestellt werden kann, wird in einem Mischkneter mit einem Fassungsvermögen von vorzugsweise 35 Liter bis 40 Liter gegeben.

Das Latex wird mit Chemikalien und Emulvin-Lösung zuerst in den Kneten geben und ca. 30 Sekunden vermischt. Hierauf wird die erforderliche Korkmenge zugeben und alles zusammen weiter gemischt, bis sich eine Paste bildet. Dabei soll die Paste nicht zu dünnflüssig werden. Auch ist die Bildung eines milchigen Breies ebenfalls zu vemeiden. Die Knetzeit richtet sich nach Außen- und Raumtemperatur bzw. der Luftfeuchtigkeit. Das Korkgranulat soll durch das Latex stark benetzt sein. Der so zubereitete Mischungsansatz soll in etwa 10 Minuten verarbeitet werden.

Was den Arbeitsablauf zu Herstellung der erfindungsgemäßen Fußbetten anbelangt, so findet der im folgenden dargestellte Ablauf hier vorzugsweise Verwendung:

Die mit der richtigen Temperatur beheizten Formen werden mit Seifenlauge mittels Pinsel leicht eingestrichen. Zu dick oder zu stark aufgetragene Lauge läßt man alsdann verdunsten.

Die Bodenjute wird eingelegt, dann mittels Stiften genau positioniert. Hierdurch verschiebt sie sich nicht mehr bei der Befüllung mit der verwendeten Materialmischung. Nun wird die Mischung oder Latex-Kork-Paste eingefüllt. Dabei ist es wichtig, daß die Mischung gut in die Formenränder eingedrückt wird.

Die Zwischensohle wird auf die Mischung gelegt und eingedrückt, danach wird die Lederdecksohle aufgelegt und in den in den Formen angebrachten Haltestiften befestigt. Die Form wird geschlossen und entsprechend lange unter gleichem Druck geschlossen gehalten, vorzugsweise etwa 10 Minuten.

Die genauen Schließ- und Heizzeiten müssen dabei im Einzelfall unter Berücksichtigung der Umwelteinflüsse ermittelt werden. Nach Ablauf der Heiz- bzw. Schließzeit werden die Herstellformen geöffnet und die Fußbetten vorsichtig entnommen.

Alle noch warmen Fußbetten werden auf eine gerade, flache Ablage plan aufgelegt.

Bevor eine neue Befüllung der Formen vorgenommen wird, sind alle Materialmischungsrückstände innerhalb der Herstellformen, sowie in den Passungsbuchsen und an den Passungsbolzen zu entfernen. Eine einwandfreie Passung der Ober- auf die Unterform muß immer gewährleistet sein., d.h., Ober- und Unterform müssen während des Preßvorganges glatt aufeinanderzuliegen kommen.

Alle gefertigten Fußbettungen sind in einem Vortrockenraum bei etwa plus 40 Grad bis 50 Grad Celsius ca. 5 Stunden zu trocknen. Diese Vortrocknung sollte ca. 24 Stunden betragen.

Nach der Trocknung sind die Fußbetten sauber zu beschneiden, d.h., der Überstehende Lederrand wird so entfernt, daß Lederkante und Korkkante deckungsgleich sind.

Dabei müssen die Messer der Beschneidemaschine immer gut geschliffen sein. Auf einen glatten sauberen Schnitt ist zu achten. Die Korkschicht darf in keinem Falle beschädigt werden. Der Anstellwinkel der Messer zum Fußbett muß immer gleich sein. Eine Rollenführung an der Beschneidemaschine sollte vorhanden sein.

Zum anschließendem Halogenierem sollte das Halogeniermittel dünn und gleichmäßig nach dem Beschneiden auf die Korkschicht aufgetragen werden.

Vorteilhaft ist dabei der Auftrag mittels einer Spritzpistole. Nach der Beschichtung mit Halogeniermittel müssen die Fußbetten mindestens 10 Minuten bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius ablüften. Halogeniert wird vorzugsweise mit einer 3 %-igen Lösung TCIK in Aceton.

Nach dem Halogenieren erfolgt der Klebstoffauftrag, vorzugsweise mit dem Kleber IRUTEX 8300. Beschichtet wird dabei die vorher halogenierte Fläche. Der Klebstoffauftrag soll ebenfalls gleichmäßig erfolgen, wobei auf die Unversehrtheit der Klebstoffschicht nach dem Auftrag zu achten ist.

In jedem Falle kann das erfindungsgemäße Fußbett im Fersenbereich durch eine Latexschaumschicht erhöht ausgeführt sein.

Die Latexschaumschicht im erhöhten Fersenbereich weist dabei vorzugsweise eine Shore-Härte von 15 auf.

Das solchermaßen erfindungsgemäß gestaltete austauschbare Fußbett weist alle Vorteile eines austauschbaren Fußbetts überhaupt auf. Es ist insbesondere an die speziellen Bedürfnisse seiner Träger anpassbar, ohne daß der ganze Schuh angepaßt werden müßte, was zu einer erheblichen Kosteneinsparung führt. Gleichzeitig kann jedoch ein wesentlicher Nachteil, nämlich der falsche Sitz des Fußbetts im zugehörigen Schuh nebst seinen unerwünschten Folgeschäden durch die Führung des Fußbetts im Schuh vermieden werden.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung besprochen. In dieser zeigen:

1 die Brandsohle eines Schuhs unterhalb des auswechselbaren Fußbetts nach der vorliegenden Erfindung in Draufsicht,

2 ein auswechselbares Fußbett nach der vorliegenden Erfindung im Längsschnitt, und

3 eine weitere Ausführungsform eines auswechselbaren Fußbetts nach der vorliegenden Erfindung im Schuh liegend im Querschnitt durch Schuh und Fußbett mit Blick zur Schuhspitze.

1 zeigt die Brandsohle 1 eines Schuhs unterhalb des auswechselbaren Fußbetts nach der vorliegenden Erfindung in Aufsicht. Im vorderen Bereich ist eine Nut als Führung 2 vorgesehen, die es ermöglicht, daß ein erfindungsgemäß mit einem pilzförmigen Formvorsprung bzw. einer Feder als Führungsmittel versehenes Fußbett an einer Einfädelstelle 3 in die Nut 2 einzufädeln, wodurch beim Einschieben das auswechselbare Fußbett automatisch entlang der Führungsnut 2 in die richtige Position gelangt. Im hinteren Bereich der Brandsohle 1 ist ein Haftmittel 4, vorzugsweise ein Klettverschluß vorgesehen, der im Zusammenwirken mit einem entsprechenden Gegenstück an dem auswechselbaren Fußbett dort eine Fixierung dieses Fußbetts in der richtigen Position ermöglicht.

2 zeigt ein auswechselbares Fußbett 5 nach der vorliegenden Erfindung im Längsschnitt. Im vorderen Bereich weist es eine Feder als Führungsmittel 6 auf, die geeignet ist in die entsprechende Führungsnut im Schuh einzufädeln. Wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel zu sehen ist, ist die Feder 6 hier so ausgestaltet, daß sie nur an der Einfädelstelle in die Nur eingeführt werden kann. Außerhalb der Einfädelstelle kann die Feder 6 die Nut nicht verlassen. Besonders deutlich wird dieses Prinzip anhand der Detailvergrößerung 7 der Feder 6 und der weiteren zugehörigen Detailvergrößerung 8 der Feder 6 in der Nut 2. Im hinteren Bereich des auswechselbaren Fußbetts 5 ist ein Haftmittel 9, etwa ein Klettverschluß oder Druckknopf angebracht, das eine Fixierung des richtig eingewechselten Fußbetts 5 im Fersenbereich ermöglicht. Selbstverständlich ist auch eine Fixierung in einem anderen Bereich, als der Ferse denkbar, soweit diese den Führungsvorgang nicht behindert.

3 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform eines auswechselbaren Fußbetts 5 nach der vorliegenden Erfindung. Hier ist das auswechselbare Fußbett 5 im Schuh 10 liegend zu sehen; und zwar im Querschnitt durch Schuh 10 und Fußbett 5 hindurch. Es liegt oberhalb von Laufsohle 13, Zwischensohle 14 und Brandsohle 15. Wie in der Detailvergrößerung 11 zu sehen ist, bildet der Schuh an der Innenseite seines Oberleders 12 eine Führungsnut 2 aus, in die das auswechselbare Fußbett 5 mit seinem als Führungsmittel 6 ausgebildeten seitlichen Rand eingreift. Auch auf diese Weise kann eine sichere Führung in die richtige Fußbettposition gewährleistet werden.


Anspruch[de]
Auswechselbares Fußbett (5), dadurch gekennzeichnet, daß es zum erleichterten Einführen oder Entfernen in bzw. aus dem Schuh in seinem vorderen Bereich Führungsmittel (6) aufweist, die in eine Führung (2) eines zugehörigen Schuhs einzugreifen vermögen. Auswechselbares Fußbett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (6) als Feder, insbesondere als pilzförmiger Vorsprung, ausgestaltet sind und so in die Nut als Führung (2) eines zugehörigen Schuhs einzugreifen vermögen. Auswechselbares Fußbett (5) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es in seinem hinteren Bereich unten Haftmittel (4) aufweist, die eine Befestigung an dem zugehörigen Schuh erlauben. Auswechselbares Fußbett (5) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Haftmittel (4) als Klettverschluß ausgebildet ist. Auswechselbares Fußbett (5) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (5) eine Shore-Härte von 16 bis 20, vorzugsweise 19, aufweist. Auswechselbares Fußbett (5) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (5) eine Shore-Härte von 20 bis 26, vorzugsweise 23, aufweist. Auswechselbares Fußbett (5) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (5) eine Shore-Härte von 27 bis 32, vorzugsweise 28 oder 29, aufweist. Auswechselbares Fußbett (5) nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (5) im Fersenbereich durch eine Latexschaumschicht erhöht ist. Auswechselbares Fußbett (5) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Latexschaumschicht im erhöhten Fersenbereich eine Shore-Härte von 15 aufweist. Schuh zur Aufnahme eines auswechselbaren Fußbetts (5) nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh mit einer Führung (2) als Gegenstück zu den Führungsmitteln (6) eines zugehörigen austauschbaren Fußbetts (5) ausgestattet ist. Schuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh als Führung (2) eine Nut aufweist. Schuh nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh in seinem hinteren Bereich Haftmittel (4) zur Befestigung des zugehörigen auswechselbaren Fußbetts (5) aufweist. Schuh nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftmittel (4) als Klettverschluß ausgebildet sind. Verwendung des Schuhs nach Anspruch 10 mit in ihrer Härte und/oder Form unterschiedlich ausgebildeten Fußbetten (5) nach einem der Ansprüche 1–9.






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