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Dokumentenidentifikation DE20122778U1 29.11.2007
Titel Paneel sowie Befestigungssystem für Paneele
Anmelder Akzenta Paneele + Profile GmbH, 56759 Kaisersesch, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow & Partner, 51427 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 20122778
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 10.08.2001
File number of patent application claimed 101 38 285.5
IPC-Hauptklasse E04F 13/076(2006.01)A, F, I, 20070713, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 15/02(2006.01)A, L, I, 20070713, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem für viereckige tafelförmige Paneele gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Es umfasst an den Schmalseiten der Paneele angeordnete Halteprofile, von denen gegenüberliegend angeordnete Halteprofile derart zueinander passen, dass gleichartige Paneele miteinander verbindbar sind, insbesondere für Fußbodenpaneele, mit gegenüberliegend angeordneten ersten Halteprofilen, die so ausgebildet sind, dass an einem in erster Reihe liegenden Paneel in zweiter Reihe ein neues Paneel verriegelbar ist, in dem das neue Paneel zunächst in Schrägstellung relativ zu dem liegenden Paneel an das liegende Paneel angefügt und nachfolgend in die Ebene des liegenden Paneels herabgeschwenkt wird, sowie mit gegenüberliegend angeordneten zweiten Halteprofilen, die korrespondierende Hakenelemente aufweisen, wobei mit einem der Hakenelemente des neuen Paneels und einem Hakenelement eines bereits in zweiter Reihe liegenden Paneels durch das Herabschwenken des neuen Paneels eine Hakenverbindung herstellbar ist.

Ein Befestigungssystem ist aus der DE 199 29 896 A1 bekannt. Charakteristisch ist für ein solches Befestigungssystem, dass die verwendeten ersten und zweiten Halteprofile stark unterschiedliche Geometrien aufweisen und sich dadurch auch die Fügeweisen der verschiedenartigen Halteprofile sehr unterscheiden. Insbesondere die als Hakenelemente ausgebildeten zweiten Halteprofile, die zu einer Hakenverbindung zusammengefügt werden, bergen ein technisches Problem. Zwar sichert die bekannte Hakenverbindung Fußbodenpaneele gut gegen ebenes Auseinanderschieben rechtwinklig zu den Schmalseiten der verbundenen Paneele. Allerdings bietet sie keine befriedigende Festigkeit gegen ein Lösen der Hakenelemente in einer Richtung senkrecht zu der Verlegeebene der Paneele.

Bevorzugt angewendet wird ein derartiges Befestigungssystem für sogenannten Laminatfußboden, der einen Kern aus Holzwerkstoff, wie MDF, HDF oder Spanplattenmaterial aufweist. Die mechanischen Halteprofile sind zumeist an die Schmalseiten von Holzwerkstoffplatten angefräst.

Laminatfußboden wird überwiegend schwimmend verlegt. Zur Minderung von Trittschall wird üblicherweise eine trittschalldämmende Zwischenlage zwischen dem Verlegeuntergrund und den Laminatpaneelen angeordnet. Auch bekannt ist es, dass eine trittschalldämmende Schicht an der dem Verlegeuntergrund zugewandten Unterseite von Laminatpaneelen fest angebracht ist.

Besonders problematisch ist die Hakenverbindung des bekannten Befestigungssystem dann, wenn im Bereich einer Hakenverbindung nur dasjenige Paneel mit einer großen Last beaufschlagt ist, dessen Hakenelement unten liegt, nämlich dem Verlegeuntergrund zugewandt ist. Das mit diesem verhakte oben liegende Hakenelement des benachbarten Paneels ist nicht belastet daher wird durch die Last nur das Paneel mit dem untenliegenden Hakenelement in die zumeist weiche trittschalldämmende Zwischenlage gedrückt. Dabei löst sich das obenliegende Hakenelement des unbelasteten Paneels aus dem untenliegenden Hakenelement des benachbarten Paneels. Die Hakenverbindung ist außer Funktion und die Funktion meist nicht wieder herstellbar.

Nach dem Stand der Technik sind Hinterschneidungen in die Hakenverbindung integriert, durch die ein Lösen der Hakenverbindung senkrecht zur Verlegeebene der Paneele verhindert werden soll. Diese Hinterschneidungen haben sich jedoch als unzureichend erwiesen, dieser Art von Befestigungselementen eine ausreichende Festigkeit zu verleihen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Befestigungssystem anzugeben, das mit einer Hakenverbindung ausgestattet, die sich auch dann nicht löst, wenn auf dem Paneel mit dem untenliegenden Hakenelement eine Last aufsteht und das obenliegenden Hakenelement des benachbarten Paneels ohne Last ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch ein Befestigungssystem mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1. Dies umfasst, dass jeder Hakenverbindung ein zusätzliches Sperrelement zugeordnet ist, das im verhakten Zustand zweier Paneele ein Lösen der Hakenverbindung in einer Richtung senkrecht zu der Ebene der verlegten Paneele unterbindet.

Bei dem Sperrelement kann es sich um ein sehr einfaches Bauteil handeln, für das es vielfältige konstruktive Ausgestaltungen gibt. Es kann sich um ein Sperrelement handeln, das an einem der Hakenelemente vormontiert ist, um ein loses Sperrelement, das nach dem Verhaken der Hakenelemente angebracht wird, oder um ein in das Kernmaterial des Paneels integriertes Sperrelement.

In einer besonders einfachen Ausführung weist jedes der Hakenelemente der gegenüberliegenden Schmalseiten eines Paneels eine Sperrnut auf, die sich in Längsrichtung der Schmalseite erstreckt. Die Sperrnuten zweier Paneele grenzen dabei im verbundenen Zustand der Hakenelemente aneinander und bilden eine gemeinsame Sperrausnehmung. Bei der Profilierung der Hakenelemente mit Fräswerkzeugen lassen sich die Sperrnuten sehr einfach mitfräsen. Hierzu müssen entsprechende Konturen an den Fräswerkzeugen vorgesehen sein.

Wenn die Sperrausnehmung einen runden oder rechteckigen Querschnitt aufweist, hat dies den Vorteil, dass als Sperrelemente besonders kostengünstiges Standardmaterial verwendet werden kann. Es kommen beliebige Werkstoffe für Sperrelemente mit rundem oder rechteckigem Querschnitt in Frage. Entsprechendes Stangenmaterial kann beispielsweise fertig konfektioniert bezogen oder als Meterware in Sperrelemente entsprechender Länge aufgetrennt werden. Für Sperrnuten, die gemeinsam eine Sperrausnehmung mit rundem Querschnitt bilden, ist es besonders günstig, wenn als Sperrelement ein Nagel verwendet wird, oder das Sperrelement nach Art eines Nagels ausgebildet ist. Der Kopf eines Nagels vereinfacht sowohl während der Verlegung das Einfügen des Sperrelements in die Hakenverbindung als auch das Entfernen des Sperrelements, wenn die Hakenverbindung zwecks Demontage der Paneele nochmals gelöst werden muss.

Es ist sehr nützlich, wenn das Sperrelement im verhakten Zustand zweier Paneele einfach in die Sperrausnehmung einfügbar ist und der Querschnitt zumindest teilweise in den Querschnitt der Sperrnut des einen Paneels und teilweise in den Querschnitt der Sperrnut des anderen Paneels ragt. Die Querschnittsaufteilung zwischen den Sperrnuten ist nahezu beliebig. Sie kann beispielsweise davon abhängig gemacht werden, ob eines der Hakenelemente, in dem sich die Sperrnut befindet, stabiler ausgebildet ist als das andere. Das Einfügen des Sperrelements in die Sperrausnehmung kann durch Einschieben oder Einschlagen erfolgen. Es ist möglich, die Toleranzen des Sperrelements und der Sperrausnehmung so auszulegen, dass das Sperrelement sich leicht oder straff in die Sperrausnehmung einfügen lässt.

Bevorzugt dann, wenn es sich um ein einfaches Sperrelement mit rundem oder mehreckigem Querschnitt handelt, ist es vorteilhaft, wenn die Sperrnuten an solchen Flächen eines Hakenelements vorgesehen sind, die im verlegten Zustand der Paneele etwa senkrecht zu der Ebene ausgerichtet sind, in der die Paneele verlegt sind.

Eine nicht beanspruchte alternative Konstruktion eines Befestigungssystems mit Hakenelementen sieht vor, dass jedes Paneel im verlegten Zustand auf seiner einem Verlegeuntergrund zugewandten Unterseite hinterschnittene Bodenausnehmungen aufweist, von denen zumindest je eine im Bereich jedes Hakenelements an der Unterseite des Paneels angeordnet ist.

Die Handhabung lässt sich verbessern, wenn die Hinterschneidung der Bodenausnehmung eines ersten Paneels im zusammengefügten Zustand zweier Paneele entgegengesetzt ausgerichtet ist zu der Hinterschneidung der Bodenausnehmung eines zweiten Paneels. Für die Konstruktion des Befestigungssystems mit Bodenausnehmungen im Bereich der Hakenelemente ist das Sperrelement zweckmäßig als U-förmige Klammer ausgebildet, welche die Hinterschneidung der Bodenausnehmung des ersten Paneels sowie die Hinterschneidung der Bodenausnehmung des zweiten Paneels im montierten Zustand hintergreift.

Bei einer dritten Alternative eines Befestigungssystems ist das Sperrelement in einer Sperrnut eines der Hakenelemente eines ersten Paneels angeordnet und weist eine federnde Rastlasche auf. Dabei bildet eine Sperrnut des zugeordneten Hakenelements der gegenüberliegenden Schmalseite eines zweiten Paneels eine hinterschnittene Rastvertiefung, in der die Rastlasche des Hakenelements des ersten Paneels während der Montage selbsttätig einrastbar ist.

Diese Konstruktion kann einfacher weise mit einem Sperrelement versehen sein, das eine im entspannten Zustand von der Schmalseite weit hervorstehende Rastlasche aufweist, die während des Herabschwenkens eines neuen Paneels in die Ebene der verlegten Paneele mit dem Hakenelement des benachbarten Paneels in Berührung kommt und automatisch soweit zurückgeklappt wird, dass die Rastlasche an der Schmalseite nicht mehr über das äußere Ende des Hakenelements hinausragt. Wenn die Hakenverbindung nahezu ihre Verriegelungsposition erreicht hat, federt die Rastlasche selbsttätig in die Rastvertiefung des Hakenelements des benachbarten Paneels hervor und verriegelt die Hakenverbindung in vertikaler Richtung, nämlich senkrecht zur Ebene der verlegten Paneele.

Ein derartig selbsttätiges Rastelement kann in einem der Hakenelemente vormontiert sein oder lose beiliegen, damit es der Verleger selbst während der Verlegung der Paneele an dem dafür vorgesehenen Hakenelement anbringen kann.

Das selbsttätige Sperrelement sowie die Rastvertiefung sind zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass das Sperrelement jederzeit mit einem einfachen Werkzeug, beispielsweise einer spitzen Zange leicht in Längsrichtung der Schmalseiten aus der Hakenverbindung herausgezogen werden kann, wenn die Paneele demontiert werden müssen. Dazu ist zu beiden Seiten der Rastlasche ein freier Zwischenraum vorgesehen, damit eine Zange angesetzt werden kann.

Der prinzipielle Vorteil der Verriegelung mittels eines einrastenden Sperrelements gegenüber einem einzuschiebenden Sperrelement ist, dass vor der Schmalseite einer Paneelreihe kein Raum benötigt wird, um das Sperrelement an eine Sperrausnehmung anzusetzen und in diese einzuschieben. Ein einzuschiebendes Sperrelement lässt sich nahe einer Wand nicht mehr in eine Sperrausnehmung einfügen, wohingegen das einrastbare Sperrelement problemlos seitlich an eines der Hakenelemente angefügt und durch Herabschwenken eines neuen Paneels verriegelt werden kann.

Eine nicht beanspruchte vierte Alternative des Befestigungssystems sieht vor, dass das Sperrelement als Krallstück ausgebildet ist, das im montierten Zustand zwischen sich hintergreifenden Hakenflächen der Hakenelemente angeordnet ist. Das Krallstück weist Krallelemente auf, die in die Oberfläche der Hakenflächen greifen und eine vertikale Auseinanderbewegung der Hakenelemente verhindern.

Vorzugsweise ist zwischen den sich hintergreifenden Hakenflächen ein Zwischenraum für das Krallstück vorgesehen, damit zu starke Zwängungen zwischen den Hakenelementen vermieden werden.

Weiterhin ist es nützlich, wenn das Krallstück in einer dafür vorgesehenen Ausnehmung des Hakenelements arretiert ist und im montierten Zustand der Hakenverbindung beginnend an der Ausnehmung bis über die Hakenfläche an dem Hakenelement angeschmiegt ist.

Einfacherweise kann die Ausnehmung für das Krallstück an dem Teil des Hakenelements angeordnet sein, der das korrespondierende Hakenelement hintergreift, wobei die Öffnung der Ausnehmung an einer Fläche des Hakenelements angeordnet ist, die zum Verlegeuntergrund gewandt ist, und wobei das Krallstück im montierten Zustand der Hakenverbindung derart umgebogen ist, dass es zwischen die sich hintergreifenden Hakenflächen ragt.

Die Handhabung des Krallstücks vereinfacht sich dadurch, dass es L-förmig ausgebildet ist, und dass ein erster Schenkel des L-förmigen Krallstücks in der Ausnehmung des Hakenelements einsetzbar ist und ein zweiter mit den Krallelementen versehener Schenkel in Richtung der Hakenfläche desselben Hakenelements weist. Dabei wird letzterer Schenkel während der Montage automatisch in den Zwischenraum der sich hintergreifenden Hakenflächen hineingebogen.

Mit einer weiteren nützlichen Verbesserung ist bezweckt, dass in ein und derselben Sperrausnehmung, die durch Sperrnuten zweier Hakenelemente gebildet ist, unterschiedliche Sperrelemente verwendet werden können, die unterschiedliche Geometrien aufweisen und durch unterschiedliche Mechanismen der Verriegelung der Hakenverbindung die erforderliche Festigkeit verleihen. Zu diesem Zweck sind die Sperrnuten und Sperrelemente besonders aufeinander abgestimmt. Dabei ist entweder ein stabförmiges Sperrelement in seiner Längsrichtung in die Sperrausnehmung einschiebbar oder alternativ ein Sperrelement in derselben Sperrausnehmung aufnehmbar, das eine federnde Rastlasche aufweist, wobei dann eine der Sperrnuten eine Halteaufnahme für das mit der Rastlasche versehene Sperrelement bildet und die zugeordnete Sperrnut eine hinterschnittene Rastvertiefung bildet, in die die federnde Rastlasche während der Montage der Hakenverbindung selbsttätig einrastbar ist.

Ein Paneel mit einem erfindungsgemäßen Befestigungssystem weist zwei unterschiedliche Arten miteinander zusammenwirkender Halteprofile auf. Diejenigen Halteprofile, über die die einzelnen Verlegereihen eines Fußbodens miteinander verriegelt sind, weisen Halteprofile auf, die nach dem Prinzip: Schräges Ansetzen eines neuen Paneels und anschließendes Herabschwenken desselben verriegelt werden. Die hierfür benötigte Art Halteprofil ermöglicht es, ein neues Paneel durch eine scharnierartige Schwenkbewegung an einer verlegten Paneelreihe mechanisch zu verriegeln. Die einzelnen Paneelreihen sind dadurch gegen ebenes Auseinanderziehen in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Halteprofilen gesichert.

An den übrigen beiden Schmalseiten eines Paneels sind Halteprofile in Form von Hakenelementen angebracht, wobei ein erstes Hakenelement von der Schmalseite hervorsteht und im verlegten Zustand dem Verlegeuntergrund zugewandt ist und das zweite Hakenelement von der Schmalseite hervorsteht und der dekorativen Oberseite des Paneels zugewandt ist. Beide Hakenelemente einer Hakenverbindung sind durch ein zusätzliches Sperrelement gegen ein Auseinanderbewegen senkrecht zur Ebene der verlegten Paneele gesichert.

Nachstehend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispielhaft dargestellt und anhand der Figuren detailliert beschrieben.

Es zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung eines Halteprofils, das durch schräges Ansetzen eines neuen Paneels und anschließendes Herabsenken in die Verlegeebene mechanisch zu verriegeln ist,

2 das schräge Ansetzen der Halteprofile gemäß 1,

3 die Halteprofile gemäß 1 im verriegelten Zustand,

4 Halteprofile in Form von Hakenelementen gemäß dem Stand der Technik,

5-10 Ausführungsformen einer Hakenverbindung mit einem oder mehreren zusätzlichen Sperrelementen mit rechteckigem Querschnitt,

11-14 eine Konstruktion einer Hakenverbindung mit einem oder mehreren zusätzlichen Sperrelementen, die einen runden Querschnitt aufweisen,

15/16 Ausführungsformen einer Hakenverbindung mit Sperrelementen, die im verlegten Zustand der Paneele in solche Flächen der Hakenelemente eingelassen sind, die etwa horizontal liegen,

17-20 eine Ausführungsform einer Hakenverbindung mit einem Sperrelement mit einer federnden Rastlasche, die während der Montage der Hakenverbindung selbsttätig in eine zugeordnete Rastvertiefung eingreift

21 eine Hakenverbindung mit einem als Krallstück ausgebildeten Sperrelement,

22 eine Hakenverbindung mit einem als Klammer ausgebildeten Sperrelement an der Unterseite der Paneele,

23 ein weiteres Sperrelement mit einer federnden Rastlasche sowie eine Sperrnut, die zur Aufnahme des Sperrelements angepaßt ist,

24 eine Hakenverbindung mit dem Sperrelement gemäß 23, während des Fügevorgangs,

25 eine Hakenverbindung mit dem Sperrelement gemäß 23 im eingerasteten Zustand,

26 eine Hakenverbindung mit denselben Sperrnuten und derselben Sperrausnehmung, wie gemäß 25, wobei das Rastlaschen-Sperrelement ersetzt ist durch ein Sperrelement mit rundem Querschnitt.

Nach 1 der Zeichnung ist eine Art der Halteprofile des erfindungsgemäßen Befestigungssystems 1 perspektivisch dargestellt. An der jeweils gegenüberliegenden Schmalseite von Paneelen 2 und 3 sind korrespondierende Halteprofile vorgesehen, so dass sich die benachbarten Paneele 2 und 3 miteinander verbinden lassen. Bei dieser Art der Halteprofile handelt es sich um eine modifizierte Nut- und Federverbindung, bei der die Feder 4 eine Hinterschneidung in der unteren Nutwand der Nut 5 hintergreift, so dass beide Paneele 2 und 3 im verlegten Zustand gegen ein Auseinanderziehen in der Ebene der verlegten Paneele 2 und 3 und senkrecht zur Richtung der verriegelten Schmalseiten gesichert sind.

2 zeigt das schräge Ansetzen eines neuen Paneels 2. Dabei wird stets die Feder 4 des neuen Paneels 2 in Pfeilrichtung P1 mit der Nut 5 des verlegten Paneels 3 in Eingriff gebracht und das neue Paneel 2 anschließend auf den Verlegeuntergrund V herabgeschwenkt, bis die in 3 dargestellte Lage erreicht ist. Es ist leicht verständlich, dass ein gekrümmter Bereich 4a des Querschnitts der Feder 4 eine im Querschnitt gekrümmte Vertiefung 5a in der unteren Nutwand 5b der Nut 5 derart hintergreift, dass ein ebenes Auseinanderschieben der Paneele 2 und 3 senkrecht zu den verriegelten Schmalseiten verhindert ist.

An den übrigen Schmalseiten eines Paneels 2 bzw. 3, das mit dem erfindungsgemäßen Befestigungssystem 1 ausgestattet ist, sind korrespondierende Halteprofile mit Hakenelementen 6 und 7 vorgesehen. Diese haben den Vorteil, dass sie sich sozusagen gleichzeitig mit der Verriegelung der gemäß 1-3 beschriebenen Halteprofile, Feder 4 und Nut 5, nach dem schrägen Ansetzen durch ein Herabschwenken des neuen Paneels 2 auf den Verlegeuntergrund V miteinander verhaken. Eine irgendwie geartete seitliche Fügebewegung ist zur Herstellung der sich ergebenden Hakenverbindung 8 nicht erforderlich.

Die gemäß 4 dargestellte Hakenverbindung 8 gerät außer Eingriff. Dies beispielsweise auf unebenen Untergründen, mit Luft zwischen den Paneelen und dem Verlegeuntergrund V sowie dann, wenn eine weiche trittschalldämmende Zwischenlage 9 zwischen den Paneelen und Verlegeuntergrund V angeordnet ist. In 4 verdeutlicht das symbolisch dargestellte Gewicht 11, wie ein Paneel, dessen Hakenelement dem Verlegeuntergrund zugewandt ist, unter der Last eines Gewichts 11 in eine weiche trittschalldämmende Zwischenlage 9 einsinkt. Hierbei kommt es zu einem Höhenversatz 12 an der Oberfläche der Paneele 2 und 10.

Die 5-10 stellen unterschiedliche Ausführungsformen von Hakenverbindungen 8 dar, die alle mit einem zusätzlichen Sperrelement 13 verriegelt sind. Das Sperrelement 13 verhindert ein Auseinanderbewegen der Hakenverbindung 8 in einer Richtung senkrecht zur Ebene der verlegten Paneele 2 und 10. Auch bei einer Belastung gemäß 4 verhindert das zusätzliche Sperrelement 13 einen Höhenversatz der verhakten Paneele 2 und 10. Das Sperrelement 13 weist in den Ausführungsformen der 5-10 einen rechteckigen Querschnitt auf. Zur Aufnahme des Sperrelements 13 sind Sperrnuten 14 und 15 vorgesehen, die sich im verhakten Zustand der Hakenelemente 6 und 7 exakt so gegenüberliegen, dass sich eine gemeinsame Sperrausnehmung 16 ergibt, in die das Sperrelement 13 in einer Richtung senkrecht zur der dargestellten Zeichnungsebene eingefügt wird. Die nicht zur Erfindung gehörende Ausführungsform gemäß 5 zeigt einen freien Zwischenraum 17 zwischen dem freien Ende des Hakenelements 7, das dem Verlegeuntergrund V zugewandt ist, und der Schmalseite des zugeordneten Paneels 2.

In der nicht zur Erfindung gehörenden 6 hingegen ist an der gleichen Stelle kein Spiel vorgesehen. Stattdessen ist auch hier eine hinterschnittene Verbindung 18 vorgesehen, die ebenfalls in einer Richtung senkrecht zur der Ebene der verlegten Paneele 2 und 10 verriegelt. An dem Paneel 2, dessen Hakenelement 6 der Oberfläche zugewandt ist, weist das Hakenelement 6 an einer frei hervorstehenden Fläche der Schmalseite die Sperrnut 14 auf, wohingegen die Sperrnut 15 des gegenüberliegenden Hakenelements 7 der Hakenverbindung 8 an einer zurückstehenden Fläche 19 des Hakenelements 7 vorgesehen ist. Das gleiche gilt für die Ausführungsform gemäß 6.

Die nicht zur Erfindung gehörenden 7 und 8 zeigen Beispiele einer Hakenverbindung 8, bei denen das ein zusätzliches Sperrelement 22 auf der Schmalseite an der frei hervorstehenden Fläche 20 eines Hakenelements 7 vorgesehen ist, das dem Verlegeuntergrund V zugewandt ist. An dem korrespondierenden Hakenelement 6 ist die Sperrnut 15 demgemäß an einer zurückstehenden Fläche 21 des Hakenelements 6 an der Schmalseite des Paneels 2 angeordnet. 7 zeigt ein Beispiel, bei dem die Hakenelemente 6 und 7 im Bereich des Sperrelements 22 einen freien Zwischenraum 17 aufweisen. Gemäß 8 hingegen ist im Bereich des Sperrelements 22 kein freier Zwischenraum 17 zwischen den Hakenelementen 6 und 7 vorgesehen. Stattdessen erhöht eine hinterschnittene Verbindung 18 die Festigkeit der Hakenverbindung 8 gegen ein Auseinanderschieben in einer Richtung senkrecht zu der Ebene der verlegten Paneele 2 und 10.

Gemäß der nicht zur Erfindung gehörenden 9 und 10 sind Konstruktionen dargestellt, in denen jede Hakenverbindung 8 mit zwei Sperrelementen 13 und 22 ausgestattet ist. Gemäß 9 sind die Positionen der Sperrelemente 13 und 22 aus 5 und 7 zusammengenommen. In 10 sind die Positionen der Sperrelemente 13 und 22 gemäß 6 und 8 zusammengenommen. 9 ist ein weiteres Beispiel für eine Hakenverbindung 8, bei der das dem Verlegeuntergrund V zugewandte Hakenelement 7 an seinem freien Ende einen Zwischenraum 17 zu der Schmalseite des Hakenelements 6 des benachbarten Paneels 2 aufweist, wohingegen 10 an der gleichen Stelle eine hinterschnittene Verbindung 18 vorsieht.

Gemäß 11-14 sind Sperrelemente mit rundem Querschnitt vorgesehen. Gemäß 11 ist eine Sperrnut mit halbkreisförmigem Querschnitt an dem äußeren freien Ende des Hakenelements 6 angeformt, das der Oberseite des Paneels 2 zugewandt ist. An dem korrespondierenden Hakenelement 7 ist eine Sperrnut 24 demgemäß an einer zurückstehenden Fläche 19 des Hakenelements 7 angebracht, so dass die beiden Sperrnuten 23 und 24 gemeinsam eine Sperrausnehmung 25 mit kreisförmigem Querschnitt ergeben, in der ein Sperrelement 26 angeordnet ist. Das Gleiche gilt für die Ausführungsform gemäß 12. In 11 ist zwischen dem dem Verlegeuntergrund V zugewandten Hakenelement 7 des einen Paneels 10 und einer zurückstehenden Fläche 21 des Hakenelements 6 an der Schmalseite des benachbarten Paneels 2 ein freier Zwischenraum 17 vorgesehen, wohingegen gemäß 12 an der gleichen Stelle eine hinterschnittene Verbindung 18 integriert ist.

Im Unterschied zu 12 ist gemäß 13 der Ort für ein kreisrundes Sperrelement 27 an das freie Ende eines Hakenelements 7 eines Paneels 10 verlagert. Eine Sperrnut 28 des korrespondierenden Hakenelements 6 ist dementsprechend an einer an der Schmalseite zurückstehenden Fläche 21 des benachbarten Paneels 2 vorgesehen. 13 ist ein Beispiel dafür, dass das Sperrelement 27 an einem Ort vorgesehen sein kann, bei dem ein freier Zwischenraum 17 zwischen dem äußeren freien Ende des unteren Hakenelements 7 und der gegenüberliegenden Fläche 21 des korrespondierenden Hakenelements 6 vorgesehen ist. Eine Ausführungsform ohne Freiraum 17, mit flach aneinander liegenden ebenen Flächen sowie eine Ausführungsform mit einer hinterschnittenen Verbindung 18 gemäß dem unteren Hakenelement 7 der 12 kann ebenfalls mit einer Sperrausnehmung und einem Sperrelement 27 ausgestattet werden.

Gemäß 14 ist eine besonders feste Hakenverbindung 8 dargestellt, bei der zwei Sperrelemente 26 und 27 mit kreisförmigem Querschnitt zum Einsatz kommen. Die Orte der Sperrelemente 26 und 27 sind zusammengenommen aus den Ausführungsformen gemäß 11 und 13.

In der nicht zur Erfindung gehörenden 15 und 16 ist der verlegte Zustand von Paneelen 2 und 10 mit einer fertigen Hakenverbindung 8 dargestellt. Dabei sind Sperrnuten 30, 31, 32 und 33 in Flächen vorgesehen sind, die etwa parallel zur Ebene der verlegten Paneele liegen. Wiederum sind die Sperrnuten 30 und 32 des einen Hakenelements 6 sowie die Sperrnuten 31 und 33 des korrespondierenden Hakenelements 7 so angeordnet, dass sie sich exakt gegenüberliegen und gemeinsam je eine Sperrausnehmung bilden, in der ein Sperrelement 34 bzw. 35 angeordnet ist. Sowohl gemäß 15 als auch gemäß 16 ist es möglich, auf eines der Sperrelemente 34 bzw. 35 und die entsprechende Sperrausnehmung zu verzichten, um die Geometrie zu vereinfachen. Da die Sperrelemente 34 und 35 ein Auseinanderbewegen der Hakenverbindungen 8 in einer Richtung senkrecht zu der Ebene der Paneele 2 und 10 verhindern müssen, sind die Sperrelemente 34 und 35 so ausgelegt, dass sie sich seitlich in die Nutwände der Sperrnuten 30, 31, 32 und 33 festsetzen. In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind zu diesem Zweck an der Oberfläche der Sperrelemente hervorstehende Krallelemente 34a und 35a vorgesehen. Diese können auch nach Art von Widerhaken ausgebildet sein, wobei die Widerhaken in der einen Sperrnut 30 und die Widerhaken in der gegenüberliegenden Sperrnut 31 derselben Sperrausnehmung entgegengerichtet angeordnet sind. Das gleiche gilt für die Widerhaken in den Sperrnuten 32 und 33.

Eine weitere Ausführungsform einer Hakenverbindung 8 ist in den 17-20 dargestellt. 17 zeigt ein loses Sperrelement 36 mit einer federnden Rastlasche 37, die im dargestellten entspannten Zustand weit abgespreizt ist. 18 zeigt das allmähliche Ineinanderfügen der Hakenverbindung 8 gemäß Pfeilrichtung P2. Dabei ist das Sperrelement 36 gemäß 17 in einer Nut 38 in der frei hervorstehenden Fläche 38a des oberen Hakenelements 6 eingesetzt. Die federnde Rastlasche 37 ist durch die Fügebewegung selbst zurückgeklappt. Sobald die Hakenverbindung 8 die in 19 dargestellte Verriegelungslage nahezu erreicht, federt die Rastlasche 37 des Sperrelements 36 selbsttätig in eine Rastvertiefung 39 des korrespondierenden Hakenelements 7. In der gezeigten Stellung ist die Rastlasche 37 weniger weit abgespreizt als in ihrer nach 17 gezeigten entspannten Lage, so dass sie permanent einen Federdruck gegen die Rastvertiefung 39 ausübt und die Hakenverbindung 8 sicher arretiert.

Das Sperrelement 36 kann durch einen Verlegehandwerker als loses Element in der dafür vorgesehenen Nut 38 des oberen Hakenelements 6 eingesetzt werden oder herstellerseitig an dem Hakenelement 6 vormontiert sein. Das Sperrelement 36 kann sich über die gesamte Länge der Schmalseite eines Paneels erstrecken oder nur über einen Teil der Länge der Schmalseite. In dem Ausführungsbeispiel erstreckt es sich von einem Ende der Schmalseite über deren halbe Länge.

In 19 ist dargestellt, dass zu beiden Seiten der Rastlasche 37 Freiräume vorhanden sind. Diese können beispielsweise dazu dienen, zwecks Demontage der Paneele 2 und 10 das Sperrelement 36 mit Hilfe einer Spitzzange aus der Hakenverbindung 8 herauszuziehen und diese dadurch zu entriegeln.

Die 18 und 19 zeigen wiederum eine Konstruktion, bei der das dem Verlegeuntergrund V zugewandte Hakenelement 7 an seinem äußeren Ende einen freien Zwischenraum 17 zu dem korrespondierenden Hakenelement 6 aufweist.

Eine weitere Ausführungsform der Hakenverbindung mit einem Sperrelement, 36 das eine selbsttätige Rastlasche 37 aufweist, ist in 20 dargestellt. Der einzige Unterschied zu der Ausführungsform nach 18 und 19 besteht darin, dass das dem Verlegeuntergrund V zugewandte Hakenelement 7 des Paneels 10 an seinem freien äußeren Ende keinen Freiraum 17 zu dem korrespondierenden Hakenelement 6 des verbundenen Paneels 2 aufweist. Stattdessen ist wiederum eine hinterschnittene Verbindung 18 vorgesehen, die ebenso wie das Sperrelement 36 ein Auseinanderbewegen der Hakenverbindung 8 in einer Richtung senkrecht zu der Ebene der verlegten Paneele 2 und 10 verhindert.

Eine andere nicht zur Erfindung gehörende Konstruktion eines Befestigungssystems 1 sieht gemäß 21 ein Sperrelement in Form eines Krallstücks 40 vor, das im montierten Zustand zwischen sich hintergreifenden Hakenflächen 41 und 42 der Hakenelemente 6 und 7 angeordnet ist. Das Krallstück 40 weist Krallelemente 40a auf, die in die Oberfläche der Hakenflächen 41 und 42 greifen und eine vertikale Auseinanderbewegung der Hakenelemente 6 und 7 verhindern. Um Platz für das Krallstück 40 zu schaffen und Zwängungen zwischen den Hakenelementen 6 und 7 zu vermeiden, ist zwischen den sich hintergreifenden Hakenflächen 41 und 42 ein freier Zwischenraum 43 gebildet. In der Darstellung der 21 ist das Krallstück 40 im montierten Zustand der Hakenverbindung 8 gezeigt. Das Krallstück 40 ist in einer dafür vorgesehenen Ausnehmung 44 des Hakenelements 6 befestigt und schmiegt sich beginnend an der Ausnehmung 44 bis über die Hakenfläche 41 an dem Hakenelement 6 an. Die Ausnehmung 44 für das Krallstück 40 ist an dem Teil des Hakenelements 6 angeordnet, der das korrespondierende Hakenelement 7 hintergreift, wobei die Öffnung der Ausnehmung 44 an einer zum Verlegeuntergrund gewandten Fläche 45 des Hakenelements 6 angeordnet ist. Das Krallstück 40 ist dabei derart umgebogen, dass es in den Zwischenraum 43 hineinragt, den die sich hintergreifenden Hakenflächen 41 und 42 bilden.

Das Krallstück 40 ist vor der Montage L-förmig ausgebildet. Ein erster Schenkel des L-förmigen Krallstücks steckt in der Ausnehmung 44 des Hakenelements 6. Der zweite Schenkel ist mit den Krallelementen versehen und weist vor der Montage etwa senkrecht von der Schmalseite des Paneels 10 weg. Letzterer Schenkel wird während der Montage automatisch in den Zwischenraum 43 der sich hintergreifenden Hakenflächen 41 und 42 hineingebogen.

Die in 22 gezeigte nicht zur Erfindung gehörende letzte Konstruktion des erfindungsgemäßen Befestigungssystems macht von einem Sperrelement in Form einer Klammer 46 Gebrauch. Zu diesem Zweck weist jedes Paneel 2 und 10 auf seiner dem Verlegeuntergrund V zugewandten Unterseite hinterschnittene Bodenausnehmungen 47 und 48 auf, von denen je eine im Bereich jedes Hakenelements 6 bzw. 7 an der Unterseite des Paneels 2 bzw. 10 angeordnet ist. In je einer Bodenausnehmungen 47 und 48 zweier benachbarter Paneele 2 und 10 greift eine Klammer 46 ein. Damit die Klammer 46 ein Auseinanderbewegen der Hakenverbindung 8 in einer Richtung senkrecht zu der Ebene der verlegten Paneele 2 und 20 verhindert, weist jede Bodenausnehmung 47 und 48 eine Hinterschneidung auf. Nach 22 ist die Hinterschneidung der Bodenausnehmung 47 eines ersten Paneels 2 im zusammengefügten Zustand zweier Paneele entgegengesetzt ausgerichtet zu der Hinterschneidung der Bodenausnehmung 48 eines zweiten Paneels 10. Die Klammer 46 ist U-förmig ausgebildet. Es ist selbstverständlich, dass die Klammer 46 auch ein ebenes seitliches Auseinanderschieben rechtwinklig zu den Hakenelementen 6 und 7 der Schmalseite der Paneele 2 und 10 verriegelt und somit die Funktion der Hakenverbindung 8 unterstützt.

23 zeigt ein Sperrelement 50 mit besonderem Querschnitt, das in der Praxis durch das in 26 gezeigte Sperrelement 51 ersetzt werden kann. Letzteres Sperrelement 51 weist einen einfachen runden Querschnitt auf. Außerdem zeigt 23 eine leere Sperrnut 52, in der das Sperrelement 51 verliersicher aufnehmbar ist. Die Verliersicherheit gewährleistet während der Handhabung eines Paneels 2 und während der Verhakung der Hakenverbindung 8 gemäß Pfeilrichtung P3, dass das Sperrelement 50 nicht aus der Sperrnut 52 herausfällt. Damit ein Austausch der Sperrelemente 50 und 51 möglich ist, sind die in den Hakenelementen 6 und 7 vorgesehenen Sperrnuten 52 und 53 in besonderer Weise an die Geometrie der unterschiedlichen Sperrelemente 50 und 51 angepaßt.

Das Sperrelement 50 ist eine Weiterbildung des in 17 dargestellten Sperrelements 36. Es weist eine Rastlasche 54 auf, die in 23 in einem weit abgespreizten, entspannten Zustand dargestellt ist. An einem Rücken 55 weist das Sperrelement 50 eine runde Form auf, die sich gemäß 24 passend in die Sperrnut 52 des Hakenelements 6 einfügt. Das Sperrelement 50 ist mit Halteelementen 56 und 57 versehen, über die es in der Sperrnut 52 des Hakenelements 6 verliersicher festlegbar ist. Die Halteelemente 56 und 57 dienen außerdem dazu ein Verrutschen bzw. eine Verdrehung des Sperrelements 50 in der Sperrnut 52 bzw. in der durch die Sperrnuten 52 und 53 gebildeten Sperrausnehmung 58 zu verhindern. Die Halteelemente 56 und 57 sind in der vorliegenden Ausführungsform als stumpfe Nocken ausgebildet. An der leeren Sperrnut 52 der 23 ist zu sehen, dass diese an den Rändern ihres halbkreisförmigen Querschnitts Materialausnehmungen 56a und 57a aufweist, die zur Aufnahme der Halteelemente 56 und 57 dienen. Das an der Sperrnut 52 angegebene Maß A ist etwas geringer ausgeführt als das an dem Sperrelement 50 angegebene Maß B. Dies bewirkt die verliersichere Klemmung des Sperrelements 50 in der Sperrnut 52. In einer anderen Ausführungsform sind die Halteelemente des Sperrelements 50 als Widerhaken oder Krallelemente ausgebildet (nicht dargestellt), die in einem Teil der Nutwand der Sperrnut 52 festsetzbar sind, und das Sperrelement 50 verliersicher an dem Hakenelement 6 festhalten. Die Materialausnehmungen in der Sperrnut 52 sind bei dieser Ausführung nicht erforderlich.

24 zeigt den Fügevorgang einer Hakenverbindung 8. Ein Paneel 2 wird nämlich gemäß Pfeilrichtung P3 auf den Verlegeuntergrund V herabgeschwenkt, wodurch die Hakenelemente 6 und 7 der Paneele 2 und 10 sich miteinander verhaken. Es ist leicht erkennbar, dass das Sperrelement 50 sicher in der Sperrnut 52 gehalten ist, während die Hakenelemente auf die beschriebene Weise verbunden werden. Sobald das freie Ende der Rastlasche 54 eine obere Kante 53a der Sperrnut 53 passiert hat, federt die Rastlasche 54 selbsttätig in die Sperrnut 53, welche ihr als Rastvertiefung dient und verriegelt die Hakenverbindung.

1
Befestigungssystem
2
Paneel
3
Paneel
4
Feder
4a
gekrümmter Bereich
5
Nut
5a
gekrümmte Vertiefung
5b
untere Nutwand
6
Hakenelement
7
Hakenelement
8
Hakenverbindung
9
Trittschall dämmende Zwischenlage
10
Paneel
11
Gewicht
12
Höhenversatz
13
Sperrelement
14
Sperrnut
15
Sperrnut
16
Sperrausnehmung
17
Zwischenraum
18
hinterschnittene Verbindung
19
zurückstehende Fläche
20
hervorstehende Fläche
21
zurückstehende Fläche
22
Sperrelement
23
Sperrnut
24
Sperrnut
25
Sperrausnehmung
26
Sperrelement
27
Sperrelement
28
Sperrelement
30
Sperrnut
31
Sperrnut
32
Sperrnut
33
Sperrnut
34
Sperrelement
34a
Krallelement
35
Sperrelement
35a
Krallelement
36
Sperrelement
37
Rastlasche
38
Nut
38a
hervorstehende Fläche
39
Rastvertiefung
40
Krallstück
40a
Krallelement
41
Hakenfläche
42
Hakenfläche
43
Zwischenraum
44
Ausnehmung
45
Fläche
46
Klammer
47
Bodenausnehmung
48
Bodenausnehmung
50
Sperrelement
51
Sperrelement
52
Sperrnut
53
Sperrnut
54
Rastlasche
55
Rücken
56
Halteelement
57
Halteelement
58
Sperrausnehmung
A
Maß
B
Maß
P1
Pfeilrichtung
P2
Pfeilrichtung
P3
Pfeilrichtung
V
Verlegeuntergrund


Anspruch[de]
Befestigungssystem (1) für viereckige tafelförmige Paneele (2, 3, 10) mit an den Schmalseiten der Paneele (2, 3, 10) angeordneten Halteprofilen, von denen gegenüberliegend angeordnete Halteprofile derart zueinander passen, dass gleichartige Paneele (2, 3, 10) miteinander verbindbar sind, wobei die Halteprofile an gegenüberliegenden Schmalseiten als erste Halteprofile und an den übrigen Schmalseiten als zweite Halteprofile ausgebildet sind, so dass an einem in erster Reihe liegenden Paneel (2, 3, 10) in zweiter Reihe ein neues Paneel (2) verriegelbar ist, indem das neue Paneel (2) zunächst in Schrägstellung relativ zu dem liegenden Paneel (3) an das liegende Paneel (3) angefügt und nachfolgend in die Ebene des liegenden Paneels (3) herabgeschwenkt wird, wobei die gegenüberliegend angeordneten zweiten Halteprofile korrespondierende Hakenelemente (6, 7) aufweisen, und wobei mit einem der Hakenelemente (6, 7) des neuen Paneels (2) und einem Hakenelement (6, 7) eines bereits in zweiter Reihe liegenden Paneels (3) durch das Herabschwenken des neuen Paneels (2) eine Hakenverbindung (8) herstellbar ist, wobei jeder Hakenverbindung (8) ein zusätzliches Sperrelement (36, 50) zugeordnet ist, das im verhakten Zustand zweier Paneele (2, 3, 10) ein Lösen der Hakenverbindung (8) in einer Richtung senkrecht zu der Ebene der verlegten Paneele (2, 3, 10) unterbindet, mit der Maßgabe, dass das Sperrelement (36, 50) in einer Sperrnut (52) eines der Hakenelemente (6) eines ersten Paneels (2) angeordnet ist und die Sperrnut (52) an einer Fläche des Hakenelements (6) vorgesehen ist, die im verlegten Zustand der Paneele (2, 3, 10) etwa senkrecht zu der Ebene ausgerichtet ist, in der die Paneele (2, 3, 10) verlegt sind, insbesondere für Fußbodenpaneele, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein solches Sperrelement (36, 50) vorgesehen ist, das eine federnde Rastlasche (37, 54) aufweist, wobei die Sperrnut (53) des zugeordneten Hakenelements (7) der gegenüberliegenden Schmalseite eines zweiten Paneels (10) eine hinterschnittene Rastvertiefung (39) bildet, in die die Rastlasche (37, 54) des Hakenelements (6) des ersten Paneels (2) während der Montage selbsttätig einrastbar ist. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrnuten (52, 53) an solchen Flächen eines Hakenelements (6, 7) vorgesehen sind, die im verlegten Zustand der Paneele (2, 3, 10) etwa senkrecht zu der Ebene ausgerichtet sind, in der die Paneele (2, 3, 10) verlegt sind. Befestigungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Hakenverbindung (8) ein dem Verlegeuntergrund (V) zugewandtes unteres Hakenelement (7) und ein dem Verlegeuntergrund (V) abgewandtes oberes Hakenelement (6) aufweist. Befestigungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement an dem unteren Hakenelement angeordnet ist. Befestigungssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Hakenelement (7) an seinem freien Ende einen quer zur Paneelebene nach oben weisenden Vorsprung aufweist. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Hakenelement (6) eine zum Verlegeuntergrund (V) offene Ausnehmung aufweist. Befestigungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung des unteren Hakenelements zusammen mit der Ausnehmung des oberen Hakenelements (6) einem ebenen Auseinanderschieben rechtwinklig zu den verbundenen Kanten der Paneele entgegenwirkt. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement teilweise in einer der Sperrnuten eingesteckt ist, wobei die federnde Rastlasche einen abstehenden Teil des Sperrelements bildet, der aus der vorgenannten Sperrnut in der das Sperrelement eingesteckt ist, hervorsteht. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Rastlasche eine Berührungsfläche aufweist, welche während des Herabschwenkens des neuen Paneels in die Ebene der verlegten Paneele mit dem Hakenelement des benachbarten Paneels in Berührung kommt, wobei die Berührungsfläche demjenigen Teil des Sperrelements abgewandt ist, der in der vorgenannten Sperrnut eingesteckt ist. Befestigungssystem nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Rastlasche ein freies Ende aufweist, und dass das freie Ende der federnden Rastlasche schräg nach unten in Richtung der Rastvertiefung des korrespondierenden Paneels vorsteht. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die korrespondierenden Hakenprofile (6, 7) benachbarter zu verriegelnder Paneele (2, 10) so gestaltet sind, dass durch Ineinanderfügen in einer Richtung (P2) senkrecht zur Paneeloberfläche eine Hakenverbindung (8) herstellbar ist. Befestigungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührungsfläche der federnden Rastlasche stets dem korrespondierenden oberen Hakenelement zugewandt ist, welches zwecks Verriegelung in der vorgenannten senkrechten Richtung (P2) heranbewegbar ist. Befestigungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Rastlasche durch Kontakt ihrer Berührungsfläche mit dem oberen Hakenelement des benachbarten Paneels automatisch federelastisch in der Ebene des Paneels zurückklappbar ist. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteprofile an einen Kern angefräst sind, der aus einer Holzwerkstoffplatte gebildet ist. Befestigungssystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die als Rastvertiefung wirkende Sperrnut in den Kern eingefräst ist. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenelemente und das Sperrelement so gestaltet sind, dass dann, wenn das Hakenelement in die Verriegelungsposition der Hakenverbindung herabgeschwenkt ist, die Rastlasche selbsttätig in die Rastvertiefung des Hakenelements hervorfedert und die Hakenverbindung in vertikaler Richtung verriegelbar ist, nämlich senkrecht zur Ebene der verlegten Paneele. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kante unterhalb der Rastvertiefung eine Kantenbrechung aufweist. Paneel mit einem Befestigungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17.






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