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Dokumentenidentifikation DE202004021343U1 29.11.2007
Titel Bedrucktes Trägersubstrat
Anmelder Huhtamaki Ronsberg, Zweigniederlassung der Huhtamaki Deutschland GmbH & Co. KG, 87671 Ronsberg, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202004021343
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 17.08.2004
File number of patent application claimed 10 2004 039 871.2
IPC-Hauptklasse C08J 7/04(2006.01)A, F, I, 20070628, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C08J 5/18(2006.01)A, L, I, 20070628, B, H, DE   C09D 5/38(2006.01)A, L, I, 20070628, B, H, DE  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein bedrucktes Trägersubstrat.

In den letzten Jahren stieg der Bedarf für Verpackungsmaterial und auch Etiketten mit Metalleffekten. Dafür werden in der Regel vollflächig metallisierte Papier- oder Kunststoffbögen verwendet. Sofern unbedruckte Fensterflächen gewünscht sind, muss der Druckbogen partiell wieder demetallisiert werden. Dabei handelt es sich um einen relativ kostenintensiven Prozess. Auch ist es bei der Verwendung metallisierter, z.B. aluminiumbedampfter Druckbögen nicht oder nur mit großem Aufwand möglich, den Metalliceffekt durch mehr oder weniger hohe Dichte der Metallisierung bereichsweise unterschiedlich stark zu gestalten.

Ausgehend vom vorerwähnten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Trägersubstrat zur Verfügung zu stellen, welches bei Verwendung einer Metallicfarbe den optischen Eindruck einer metallisierten Folie vermittelt, jedoch mit erheblich höherer Brillanz.

Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Trägersubstrats durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst, wobei vorteilhafte Details und Ausführungsformen in den Ansprüchen 2 bis 6 beschrieben sind.

Erfindungsgemäß ist das Trägersubstrat eine transparente Trägerfolie aus Kunststoff, insbesondere OPP (orientierte Polypropylen-Folie) oder PET (Polyethylen-Folie), deren eine Seite, und zwar die im Gebrauch Unterseite zumindest teilweise mit einer Metallicfarbe, insbesondere Silberfarbe bedruckt ist (Konterdruck), wobei die Metallfarbe auf Nitrocellulosebasis oder dergleichen Bindemittelbasen aufgebaut ist und Metallpartikel in einer durchschnittlichen Größenordnung von 15 bis ≤ 25 &mgr;m, insbesondere 18 bis ≤ 22 &mgr;m enthält. Mit dieser Zusammensetzung der Metallicfarbe, insbesondere Silberfarbe erhält man im Konterdruck den optischen Eindruck einer metallisierten Folie mit hoher Brillanz durch die Folie hindurch.

Ein großer Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Trägerfolie besteht darin, dass problemlos unbedruckte Fensterflächen, oder schwächer bedruckte Fensterflächen herstellbar sind. Es ist nicht erforderlich, zu diesem Zweck die Folie partiell zu demetallisieren. Vor allem erlaubt das erfindungsgemäße "Konterdrucken" ein aufgerastertes Drucken der Metallicfarbe, so dass ein Farbverlauf von z.B. 100 % Flächendeckung (Vollton) auf Bereiche von ≥ 5 % möglich werden.

Ein besonders hochwertige Ausführungsform, insbesondere optisch hochwertige Ausführungsform ergibt sich dadurch, wenn auf die gegenüberliegende bzw. Sichtseite der Trägerfolie eine stark lasierende Farbe (Farbstofffarbe oder hochtransparent dispergiert) aufgedruckt wird, und zwar insbesondere im Bereich des Konterdrucks. Damit lassen sich ganz spezielle Farbeffekte entsprechend einer metallisierten Folie erreichen. Insbesondere bei Verwendung einer Silberfarbe an der einen Seite und Bedruckung der gegenüberliegenden Seite mit einer gelben, transluszenten Druckfarbe erhält man einen hochbrillanten Goldton, ohne dass dafür eine aufwendige Metallisierung der Trägerfolie erforderlich ist.

Die Metallicfarbe enthält vorzugsweise Aluminium-, Bronze- oder Silberpartikel, wobei die Art des Metalls natürlich Einfluss auf die Färbung der Trägerfolie besitzt, insbesondere natürlich auch abhängig vom Farbton an der gegenüberliegenden bzw. Sichtseite der Trägerfolie.

Von entscheidender Bedeutung für die optische Brillanz ist die Partikel- bzw. Pigmentgröße in der Metallicfarbe. Je kleiner die Partikel bzw. Pigmente sind, desto höher ist die Brillanz. In Bezug auf die oben angesprochene Goldfärbung sei erwähnt, dass es auf dem Markt natürlich eine ganze Reihe von Goldfarben sowohl für den Schön- als auch für den Konterdruck gibt. Diese Goldfarben erreichen aber nicht die Brillanz, wie sie mit einer erfindungsgemäß bedruckten Trägerfolie möglich ist.

Im Vergleich zu einer metallisierten Trägerfolie sei auch noch erwähnt, dass dort ein sogenannter "Primer" notwendig ist, um eine ausreichende Farbhaftung zu erzielen. Bei einem Schöndruck auf einer Konterdruckfolie entsprechend der vorliegenden Erfindung ist ein solcher "Primer" nicht erforderlich.

Es sei noch erwähnt, dass der Schöndruck an der der Metallicfarbe gegenüberliegenden Seite bei Bedarf anschließend oder gleichzeitig mit der Bedruckung der Unterseite mit Metallicfarbe erfolgt. Letztlich hängt dies von der maschinellen Ausrüstung ab. Vorzugsweise erfolgt der Schöndruck jedoch erst nach der Bedruckung der Folie mit einer Metallicfarbe, da der Schöndruck jeweils nach Bedarf ausgeführt werden kann.

Zur Verwendung eines Trägersubstrats gemäß Erfindung sei erwähnt, dass diese sich vorzugsweise als Verpackungsfolie für Lebensmittel, Pasten, wie Zahnpasta, Gele etc. eignet.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.


Anspruch[de]
Bedrucktes Trägersubstrat, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägersubstrat eine transparente Trägerfolie aus Kunststoff, insbesondere OPP oder PET oder dgl., ist, deren eine Seite, im Gebrauch Unterseite zumindest teilweise mit einer Metallic-, insbesondere Silberfarbe bedruckt ist, wobei die Metallicfarbe auf Nitrocellulosebasis oder dgl. Bindemittelbasen aufgebaut ist und Metallpigmente bzw. -partikel in einer durchschnittlichen Größenordnung von 15 bis ≤ 25 &mgr;m, insbesondere 18 bis ≤ 22 &mgr;m, enthält. Trägersubstrat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es unbedruckte oder schwächer (bis zu 95 % schwächer als Vollton) bedruckte Flächen (Fensterflächen) umfasst. Trägersubstrat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallicfarbe Aluminium-, Bronze- oder Silberpigmente bzw. -partikel enthält. Trägersubstrat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenüberliegende bzw. beim Gebrauch Sichtseite der Trägerfolie mit einer transluszenten bzw. lasierenden Farbe bedruckt ist. Trägersubstrat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als transluszente Farbe die Farbe Gelb verwendet ist. Trägersubstanz nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass als transluszente Farbe eine Farbstofffarbe oder eine hochtransparente Dispersionsfarbe verwendet ist.






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