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Dokumentenidentifikation DE202006009491U1 29.11.2007
Titel Steckverbinder
Anmelder Kronenberg, Max, 42657 Solingen, DE;
Kronenberg, Ralf Max, 42781 Haan, DE
Vertreter Ernicke & Ernicke, 86153 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202006009491
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 14.06.2006
IPC-Hauptklasse E06B 3/667(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Ein mehrteiliger Steckverbinder ist aus der DE 20 2004 004 734 U1 bekannt. Er besteht aus zwei zusammensteckbaren Verbinderteilen mit einem im wesentlichen U-förmigen oder kastenförmigen Querschnitt. In Steckstellung sind die Seitenwände der beiden schalenförmigen Verbinderteile benachbart und weisen eine formschlüssige Verbindung zur Sicherung des Zusammenhalts der beiden Verbinderteile auf. Die formschlüssige Verbindung oder Clipsverbindung besteht aus mehreren herausgeprägten kegel- oder halbkugelförmigen Vorsprüngen an der Seitenwand des inneren Verbinderteils und entsprechenden Aufnahmeöffnungen an der gegenüber liegenden Seitenwand des äußeren Verbinderteils. Die kreisrunden Aufnahmeöffnungen sind speziell für die Vorsprünge geschaffen und befinden sich in der Nähe der querlaufenden Mittellinie im massiven Seitenwandbereich. Das äußere Verbinderteil weist mehrere federnasenartige Rückhalteelemente an den Seitenwänden auf, die mit Abstand zur Mittellinie und zur Aufnahmeöffnungen angeordnet sind.

Die DE 299 09 413 U1 zeigt eine Variante eines zweiteiligen Steckverbinders, bei der die beiden zusammengesteckten Verbinderteile kraftschlüssig durch eine einfache Verspannung oder Verklemmung gehalten sind.

Die DE 92 09 382 U1 lehrt einen ähnlichen zweiteiligen Steckverbinder wie die vorgenannte DE 299 09 413 U1. Auch hier sind die beiden Verbinderteile durch Klemmschluss zusammengehalten.

Die DE 203 04 330 U1 befasst sich mit einem mehrteiligen Steckverbinder, dessen Verbinderteile dauerhaft und fest miteinander verbunden sind. Einen U-förmigen Querschnitt hat nur das äußere Verbinderteil. Das innere Verbinderteil ist mit Ausnahme des schmalen Mittelbereichs massiv ausgebildet. Die Verbinderteile werden durch Quetschfalten an den freien Seitenstegrändern des äußeren Verbinderteils zusammengehalten, welche in Nuten des inneren Verbinderteils greifen.

Aus der EP 0 283 689 A1 ist ein einteiliger Steckverbinder bekannt, der im Querschnitt eine U-Form und an den Seitenwänden mehrere freigeschnittene und ausgestellte Rückhaltenasen aufweist.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen weiter verbesserten Steckverbinder aufzuzeigen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.

Der beanspruchte mehrteilige Steckverbinder hat den Vorteil, dass durch die Benutzung von Wandöffnungen im Bereich von Rückhalteelementen als Aufnahmeöffnung für eine formschlüssige Verbindung der beiden Verbinderteile der Bauaufwand und die Kosten gemindert werden können. Als äußeres Verbinderteil können Standardverbinder verwendet werden, die z.B. entsprechend der EP 0 283 689 A1 ausgebildet sind und auch als Einzelverbinder benutzt werden können und die in entsprechend großen Stückzahlen vorliegen. Der Standardverbinder erhält dadurch einen größeren Einsatz- und Nutzungsbereich. Für diesen Mehrfachnutzen braucht der Standardverbinder nicht umgerüstet zu werden.

Auf Kundenseite kann die Entscheidung, ob mit einem einteiligen oder mehrteiligen Steckverbinder gearbeitet wird, bedarfsweise getroffen werden. Für die zweiteilige Nutzungsform braucht der Kunde nur die einen, z.B. die inneren Verbinderteile in seinem Lager in bedarfsgerechter Anzahl vorzuhalten. Die äußeren Verbinderteile sind als Standardverbinder ohnehin vorhanden. Dies senkt den Lageraufwand und die Kosten.

Die Benutzung von Wandöffnungen an den Rückhalteelementen als Aufnahmeöffnung für die formschlüssige Verbindung hat weitere Vorteile. Es können ohnehin vorhandene Formgebungen des äußeren Verbinderteils benutzt werden, so dass der Fertigungsaufwand verringert wird. Ferner lassen sich die beiden Verbinderteile leichter zusammenstecken. Dies gilt insbesondere, wenn die Wandöffnung unterhalb eines federnasenartig ausgebildeten Rückhalteelements angeordnet ist, welches beim Zusammenstecken der Verbinderteile leichter nachgibt und federnd ausweicht. Der Eingriff des Vorsprungs an einer unterhalb des Rückhalteelements gelegenen Wandöffnung hat ferner den Vorteil, dass die Federeigenschaft und der Federweg des Rückhalteelements nicht beeinträchtigt werden, wobei trotzdem eine gute formschlüssige Verbindung geschaffen wird, die für einen sicheren Zusammenhalt der Verbinderteile in Steckstellung sorgt.

Der zweiteilige Steckverbinder ermöglicht eine rohrförmige Verbindergestalt, die an der Stoßstelle der Abstandshalterhohlprofile umlaufend geschlossen ist und eine hohe Sicherheit gegen Austritt eines im Abstandshalterrahmen befindlichen granulierten Trocknungsmittels bietet. Zudem kann über Einbringung eines Dichtmittels, z.B. von Butyl, eine gasdichte Verbindung geschaffen werden. Hierfür kann wahlweise das Innere und/oder äußere Verbinderteil im Mittelbereich eine Absenkung aufweisen, in die ein Dichtmittel in geeigneter Form nachträglich bei der Montage im Abstandshalterrahmen eingebracht werden kann. Ein Dichtmittel kann alternativ als Auflage bereits von vorn herein am Steckverbinder angeordnet sein. Der Steckverbinder kann offene Stirnseiten aufweisen, die ein Durchrinnen des Trocknungsmittels und eine Ansammlung von Trocknungsmittel an der Stoßstelle der Hohlprofile ermöglicht.

In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:

1 und 2: eine erste Variante eines mehrteiligen Steckverbinders in Verbindung mit einem Hohlprofil und in zwei perspektivischen Ansichten,

3 und 4: den mehrteiligen Steckverbinder von 1 in Seitenansicht und geklappter Draufsicht,

5: eine Stirnansicht des Steckverbinders gemäß Pfeil V von 3,

6: eine vergrößerte und abgebrochene Detaildarstellung des Bereiches VI von 3,

7: eine zweite Variante des zweiteiligen Steckverbinders in Seitenansicht und

8: eine perspektivische Darstellung des Steckverbinders von 7 mit einem Hohlprofil.

Die Erfindung betrifft einen mehrteiligen Steckverbinder (1) für Hohlprofile (4) von Abstandshalterrahmen für Isolierglasscheiben. Der Steckverbinder (1) besteht aus mindestens zwei zusammensteckbaren Verbinderteilen (2, 3) mit einem im wesentlichen U-förmigen oder kastenförmigen Querschnitt, die in Steckstellung ineinander greifen. Die Erfindung betrifft ferner die Ausgestaltung und gegenseitige Anpassung der Verbinderteile (2, 3).

In 1 bis 6 ist eine erste Variante des mehrteiligen Steckverbinders (1) dargestellt. 7 und 8 zeigen eine zweite Variante, die besonders geeignet ist für eine gasdichte Verbindung.

Das äußere Verbinderteil (2) besitzt im Querschnitt die erwähnte U-Form und bildet eine Schale mit ausreichender Breite für die Steckaufnahme des inneren schmäleren Verbinderteils (3). Das äußere Verbinderteil (2) besitzt eine quer liegende Mittelwand (5) mit zwei hieran randseitig angrenzenden hochragenden, vorzugsweise ebenen Seitenwänden oder Seitenstegen (6), die einen freien Rand (7) aufweisen. Das innere Verbinderteil (3) ist ebenfalls im wesentlichen U-förmig oder schalenförmig gestaltet und besitzt eine Mittelwand (16) und zwei hieran seitlich angrenzende Seitenwände oder Seitenstege (17). In Steckstellung sind die beiden Verbinderteile (2, 3) mit einander zugekehrten Öffnungen quer zur Verbinderlängsachse (22) ineinander gesteckt und bilden miteinander eine Rohrform mit einem innen liegenden Hohlraum (24). 5 zeigt diese Anordnung in der Stirnansicht. Die Seitenwände (6, 17) sind dabei eng benachbart angeordnet und können einander berühren.

Der Steckverbinder (1) kann wahlweise offene oder geschlossene Stirnseiten (23) aufweisen. Bei offenen Stirnseiten (23), die auch bei beiden Verbinderteilen (2, 3) offen sind, kann ein im Abstandshalterrahmen befindliches Trocknungsmittel durch den Steckverbinder (1) fließen. Alternativ kann der Steckverbinder (1) einen an den Stirnseiten (23) und/oder ggf. im Innenbereich geschlossenen Innenraum für einen Granulatstop aufweisen. Das innere Verbinderteil (3) kann alternativ eine zumindest bereichsweise massive oder endseitig geschlossene Form haben.

1 und 2 sowie 8 zeigen den mehrteiligen Steckverbinder (1) in Verbindung mit einem Hohlprofil (4) eines Abstandshalterrahmens. Die Mittelwand (5) des äußeren Verbinderteils (2) kann hierbei zur Rahmeninnenseite und zur Innenseite der Isolierglasscheibe weisen. Die Mittelwand (16) des eingesteckten inneren Verbinderteils (3) weist in diesem Fall zum Dachbereich des Hohlprofils (4) und zur Rahmenaußenseite. Die Anordnung kann alternativ auch umgedreht sein, wobei das innere Verbinderteil (3) mit seiner quer liegenden Mittelwand (16) zur Rahmeninnenseite weist.

Die endseitig auf den Steckverbinder (1) aufgeschobenen Hohlprofile (4) stoßen an der Verbindungsstelle (21) zusammen. Dies kann zugleich die querliegende Mittellinie oder Mittelachse des Steckverbinders (1) sein. In diesem mittleren Bereich hat der Steckverbinder (1) auch mindestens einen Mittenanschlag (8). Der Steckverbinder (1) und seine Verbinderteile (2, 3) sind an die Innenkontur der Hohlprofile (4) angepasst und sind dort formschlüssig geführt. Die Höhenanpassung kann insbesondere durch beidseits der Mittellinie (21) mit Abstand angeordnete und aufragende Höcker (20) an der Mittelwand (16) des inneren Verbinderteils (3) erfolgen. Die Seitenanpassung ist durch die Breite des äußeren Verbinderteils (2) bestimmt. Dessen Seitenwände (6) können z.B. mit dem freien Rand (7) an einer randseitigen Stufe der Hohlprofile (4) (nicht dargestellt) formschlüssig anliegen und hier auch über geeignete Federnasen oder dergleichen eine Höhentoleranz ausgleichen. Die Formgebung der Verbinderteile kann ansonsten ähnlich wie in der DE 20 2004 004 734 U1 sein.

Der Steckverbinder (1) besitzt eine formschlüssige Verbindung (9) seiner Verbinderteile (2, 3), die an den Seitenwänden (6, 17) angeordnet und wirksam ist. Zur Bildung der formschlüssigen Verbindung (9) weist ein Verbinderteil, vorzugsweise das innere Verbinderteil (3), an ein oder beiden Seitenwänden (17) mindestens einen nach außen ragenden Vorsprung (10) auf. Das andere Verbinderteil, vorzugsweise das äußere Verbinderteil (2), besitzt an ein oder beiden Seitenwänden (6) mindestens eine zum Vorsprung (10) passende Aufnahmeöffnung (11), in die der Vorsprung (10) in Steckstellung eingreift. Hierdurch wird eine vorzugsweise nach allen Richtungen formschlüssig führende Clipsverbindung (9) geschaffen. In der gezeigten Ausführungsform sind vier solcher Verbindungsstellen mit einem Vorsprung (10) und einer Aufnahmeöffnung (11) vorhanden. Die Verbindungsstellen sind an beiden Seitenwandpaarungen (6, 17) und dabei jeweils beidseits der quer laufenden Mittellinie (21) des Steckverbinders (1) angeordnet.

Das eine Verbinderteil, vorzugsweise das äußere Verbinderteil (2) kann als Standardverbinder ausgebildet sein und auch für sich allein und in einteiliger Form als Steckverbinder für Hohlprofile (4) von Abstandshalterrahmen dienen. Dieses Verbinderteil kann insbesondere ähnlich wie der Verbinder aus der EP 0 283 689 A1 ausgebildet sein. Dieses Verbinderteil (2) ist somit mehrfach verwendbar und kann wahlweise als Einzelverbinder oder als Bestandteil eines mehrteiligen Steckverbinders (1) benutzt werden.

Das Verbinderteil (2) hat an ein oder beiden Seitenwänden (6) ein oder mehrere Rückhalteelemente (12), die für einen sicheren Sitz im Hohlprofil (4) sorgen und ein unerwünschtes Herausziehen des Steckverbinders (1) aus dem Hohlprofil (4) verhindert. Die Rückhalteelemente (12) können unterschiedlich gestaltet sein. In der gezeigten Form handelt es sich um federnde Rückhaltenasen, die aus der Seitenwand (6) freigeschnitten und schräg nach außen sowie ggf. auch schräg nach oben gestellt sind. Im Mittelbereich der Mittellinie (21) bilden vier solcher Rückhaltenasen die Mittenanschläge (8).

In der gezeigten Ausführungsform sind die Rückhaltenasen (12) am freien Rand (7) der Seitenwände (6) angeordnet und besitzen einen Freischnitt (14), der unterhalb der Federnase (12) angeordnet ist. Der Freischnitt (14) ist schlitzartig ausgebildet und erstreckt sich über das freie Vorderende der Rückhaltenase (12) hinaus in Richtung zur Mittellinie (21). Wie 3 in der Seitenansicht verdeutlicht, sind alle Rückhalteelemente bzw. Rückhaltenasen (12) zur Mittellinie (12) ausgerichtet, wobei sich auch die schlitzartigen Freischnitte (14) zur Mittellinie (21) hin öffnen und am freien Rand (7) münden.

Die Freischnitte (14) stellen Wandöffnungen (13) in den Seitenwänden (6) dar und dienen als Aufnahmeöffnungen (11) für die Vorsprünge (10) zur Bildung der Clipsverbindung (9). Die Vorsprünge (10) am anderen Verbinderteil (3) sind in ihrer örtlichen Lage und in ihrer Formgebung derart an die Wandöffnungen (13) bzw. die Aufnahmeöffnungen (11) angepasst, dass sie in diesen formschlüssig eingreifen. Bei der gezeigten Ausführungsform liegt die Eingriffsstelle in dem unterhalb der Rückhalteelemente (12) liegenden Bereich des Freischnitts (14) und der hier gebildeten Wandöffnung (13).

Die Vorsprünge (10) haben einen für den Formschluss geeignete Formgebung. Dies kann z.B. eine kegelartige oder halbkugelartige Form sein, wie sie in 5 im Querschnitt und in der Eingriffstellung in der Wandöffnung (13) beispielsweise dargestellt ist. Die Vorsprünge (14) liegen dabei am oberen und unteren Rand der Wandöffnung (13) und außerdem an dem von der Mittellinie (21) wegweisenden seitlichen Randbereich (15) der Wandöffnung (13) an. Die Wandöffnung (13) umfasst dadurch den Vorsprung (10) an drei Seiten und führt ihn formschlüssig. Zu diesem Zweck hat der Vorsprung (10) eine entsprechend angepasste Lage und Form.

Zur Bildung einer in allen drei translatorischen Achsen formschlüssigen Verbindung (9) wirken die beidseits der Mittellinie (21) angeordnete Vorsprünge (10) mit den Wandöffnungen (13) und deren seitlichen Randbereichen (15) zusammen. Die jeweils gegenüberliegenden Wandbereiche (15) verhindern eine Relativbewegung der Verbinderteile (2, 3) in beiden Richtungen entlang der Längsachse (22). Nach oben ist die Relativbewegung durch die Rückhaltenasen (12) verhindert. In Querrichtung führt der gegenseitige Kontakt der Seitenwände (6, 17) und ggf. auch eine kegelartige oder keilartige Einspannung des Vorsprungs (10) an der Wandöffnung (13).

In der gezeigten Ausführungsform können eine oder beide Verbinderteile (2, 3) als Metallteile und insbesondere als Stanz- und Biegeteile aus Metall, insbesondere Stahlblech, ausgebildet sein. Die Freischnitte (14) sind hierbei einerseits stanztechnisch günstig und bieten andererseits durch die Freistellung den Rückhalteelementen bzw. Rückhaltenasen (12) die zur Toleranzaufnahme erforderliche Beweglichkeit. Durch ihre federnde Eigenschaft können die Rückhaltenasen (12) an den formschlüssigen Verbindungsstellen beim Zusammenstecken der Verbinderteile (2, 3) auch ausweichen und die Vorsprünge (10) in die zugehörigen tiefer liegenden Wandöffnungen (13) schnappen lassen. Bei Bedarf lassen sich die Verbinderteile (2, 3) auch wieder demontieren.

Ein oder beide Verbinderteile (2, 3) können auch aus einem anderen Werkstoff bestehen und mit einer anderen Fertigungstechnik hergestellt sein. Z.B. können sie ganz oder teilweise aus Kunststoff oder einem Verbundmaterial bestehen. Ein oder beide Verbinderteile (2, 3) können ferner als Gussteile oder Spritzteile aus Kunststoff, Metall oder einem anderen geeigneten Material bestehen.

In einer abgewandelten und nicht dargestellten Ausführungsform können die Wandöffnungen (13) und ihre Zuordnung zu den Rückhalteelementen (12) anders ausgebildet sein. Die Wandöffnungen (13) können z.B. als ein umlaufend begrenzter Freischnitt eines seitlich ausgestellten Rückhalteelements (12) ausgebildet sein und sich in einem vom freien Rand (7) distanzierten Seitenwandbereich befinden. Durch eine seitliche Ausstellung des Rückhalteelements (12) wird der Freischnitt bzw. die Wandöffnung (13) frei und bietet Raum für den Eingriff eines Vorsprungs (10). Der Vorsprung (10) kann dadurch hinter dem ausgestellten Rückhalteelement (12) zu liegen kommen. Der dreiseitige Freischnitt kann in diesem Fall so groß wie das hierdurch gebildete Rückhalteelement sein. Alternativ kann der Freischnitt über das vordere freie Ende des Rückhalteelements hinausragen und hier einen zusätzlichen Öffnungsbereich schaffen, der die besagte Wandöffnung (13) und die Aufnahmeöffnung (11) für den Vorsprung (10) bildet. In diesem Fall ist der in Richtung der Längsachse (22) führende Randbereich der Wand- oder Aufnahmeöffnung (11, 13) zur Mittellinie (12) hin gerichtet. Durch die beidseits an der Mittellinie (21) einander gegenüberliegenden Verbindungsstellen besteht auch in diesem Fall eine nach allen Richtungen formschlüssige Führung und Verbindung (9).

In den gezeigten Ausführungsbeispielen sind vier Verbindungsstellen für die formschlüssige Verbindung (9) vorhanden, von denen jeweils zwei an jeder Seitenwandpaarung (6, 17) und beidseits der Mittellinie (21) angeordnet sind. Die Zahl der Verbindungsstellen kann alternativ kleiner oder größer sein. Insbesondere kann es genügen, zwei Verbindungsstellen vorzusehen, die vorzugsweise beidseits der Mittellinie (21) an der gleichen Seitenwand (6) oder diagonal einander gegenüber liegend an unterschiedlichen Seitenwänden (6, 17) angeordnet sind. Im Extremfall genügt auch eine einige Verbindungsstelle. In diesem Fall empfiehlt sich eine Wandöffnung (13) bzw. Aufnahmeöffnung (11) mit einem umlaufenden und mit dem Vorsprung (10) nach allen Seiten formschlüssig zusammen wirkenden Rand.

Der in den Ausführungsbeispielen gezeigte mehrteilige Steckverbinder (1) kann für eine gasdichte Verbindung der Hohlprofile (4) adaptiert sein. Zu diesem Zweck können ein oder beide Verbinderteile (2, 3), z.B. das innere Verbinderteil (3) im Bereich der Mittellinie (21) eine Absenkung (18) an der Mittelwand (16) aufweisen. Diese Absenkung (18) bietet Platz für ein geeignetes Dichtmittel, welches z.B. aus Butyl besteht. In der ersten Ausführungsform von 1 bis 6 ist diese Absenkung (18) im Ausgangszustand des Steckverbinders (1) leer. Sie wird erst beim Aufschieben der Hohlprofile (4) durch ein von außen zugeführtes pastöses oder flüssiges Dichtungsmittel gefüllt. Das Dichtmittel kann kurz vor dem Zusammenstoßen der Hohlprofile (4) durch den dann noch bestehenden schmalen Schlitz eingefüllt werden. Alternativ kann die Außenwand oder Dachwand eines oder beider Hohlprofile (4) nach Bildung der Stoßverbindung angebohrt werden, wobei das Dichtmittel durch die im Absenkungsbereich angeordnete(n) Bohrung(en) eingefüllt wird.

Wie 4 in der Draufsicht verdeutlicht, kann das innere Verbinderteil (3) außerdem im Bereich der Mittellinie (21) an seinen Seitenwänden (17) eine Einbuchtung (19) aufweisen. Hierdurch wird im Zusammenspiel mit den ebenen und geraden Seitenwänden (6) ein seitlicher Freiraum geschaffen, in dem flüssiges oder pastöses Dichtmittel ebenfalls eindringen kann. Hierdurch umgibt das Dichtmittel das innere Verbinderteil (3) an der Stoßstelle (21) an drei zusammenhängenden Seiten. Nach unten ist die Dichtigkeit durch die Schalenform des äußeren Verbinderteils (2) Gewähr leistet.

Die Seitenwände (6) des äußeren Verbinderteils (2) können im Bereich der Mittellinie oder Stoßstelle (21) eine eigenständig biegestabile Seitenwandhöhe aufweisen. Dies ist günstig, wenn das Verbinderteil (2) als Standardverbinder und als Einzelverbinder genutzt werden soll. Er hat dann an der Verbindungsstelle eine ausreichende Biegefestigkeit. Die in der DE 20 2004 004 734 U1 gezeigte Absenkung der Seitenwandhöhe ist als Abwandlung ebenfalls möglich.

7 und 8 zeigen eine Abwandlung des mehrteiligen Steckverbinders (1). In diesem Fall ist an der muldenförmigen Absenkung (18) eine Auflage (25) aus einem Dichtungsmaterial, z.B. aus Butyl, angeordnet. Die Auflage (25) kann ein kompressibles Dichtkissen bilden. Es kann sich hierbei insbesondere um einen kompressiblen Schaumkörper handeln. Die Auflage (25) ist in ihrer Formgebung an die Absenkung angepasst und füllt diese vorzugsweise genau aus, so dass eine seitliche Führung gegeben ist. Die beidseits an die Absenkung (18) anschließenden Höcker (20) können in diesem Fall länger sein.

Abwandlungen der gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Insbesondere können die Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele beliebig untereinander kombiniert werden. Außerdem können auf Einzelgestaltungsmerkmale, wie die Absenkungen (18) oder die seitlichen Einbuchtungen verzichtet werden. Ferner kann die Zahl, Ausbildung und Anordnung der Rückhalteelemente (12) und der Wandöffnungen (13) beliebig variieren. Auch die Art, Ausbildung und Anordnung eines oder mehrerer Mittenanschläge (8) ist beliebig wählbar. Hierbei kann es sich insbesondere auch um Festanschläge handeln.

1
Steckverbinder
2
Verbinderteil, Außenteil, Unterteil
3
Verbinderteil, Innenteil, Oberteil
4
Hohlprofil
5
Mittelwand Außenteil
6
Seitenwand Außenteil
7
Stegrand, freier Rand
8
Mittenanschlag
9
formschlüssige Verbindung, Clipsverbindung
10
Vorsprung, Clipsnoppe, Ausprägung
11
Aufnahmeöffnung, Clipsöffnung
12
Rückhalteelement, Rückhaltenase
13
Wandöffnung
14
Freischnitt, Hinterschneidung
15
Öffnungsrand
16
Mittelwand Innenteil
17
Seitenwand Innenteil
18
Absenkung
19
Einbuchtung
20
Höcker
21
Mittellinie, Stoßstelle
22
Längsachse
23
Stirnseite
24
Hohlraum
25
Auflage, Dichtkissen


Anspruch[de]
Steckverbinder für Hohlprofile (4) von Abstandshalterrahmen für Isolierglasscheiben, wobei der Steckverbinder (1) aus mindestens zwei zusammensteckbaren Verbinderteilen (2, 3) mit einem im wesentlichen U-förmigen oder kastenförmigen Querschnitt besteht, die in Steckstellung benachbarte Seitenwände (6, 17) aufweisen, wobei die Verbinderteile (2, 3) an den Seitenwänden (6, 17) eine formschlüssige Verbindung (9) mit mindestens einem Vorsprung (10) und einer Aufnahmeöffnung (11) aufweisen und das äußere Verbinderteil (2) an seinen Seitenwänden (6) mindestens ein Rückhalteelement (12) mit einer Wandöffnung (13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in Steckstellung der Vorsprung (10) in eine Wandöffnung (13) greift. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zusammenwirkende Vorsprünge (10) und Wandöffnungen (13) für eine nach allen Richtungen wirksame formschlüssige Verbindung (9) vorgesehen sind. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandöffnung (13) als Freischnitt (14) ausgebildet und unterhalb des zugehörigen Rückhalteelements (12) angeordnet ist. Steckverbinder nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Freischnitt (14) als ein zur Mittellinie (21) des Steckverbinders (1) sich öffnender Schlitz ausgebildet ist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteelemente (12) am freien Rand (7) der Seitenwände (6) angeordnet sind. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandöffnung (13) als ein umlaufend begrenzter Freischnitt eines seitlich ausgestellten Rückhalteelements (12) ausgebildet und in einem vom freien Rand (7) distanzierten Seitenwandbereich angeordnet ist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (10) in der Lage und Form an den von der Mittellinie (21) wegweisenden Randbereich (15) der Wandöffnung (13) angepasst ist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (10) eine kegelartige oder halbkugelartige Form aufweist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seitenwänden (17) des inneren Verbinderteils (3) beidseits der Mittellinie (21) jeweils ein Vorsprung (10) angeordnet ist. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Vorsprünge (10) an die beidseits der Mittellinie (21) benachbarten Wandöffnungen (13) angepasst sind. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Verbinderteil (2) mindestens einen Mittenanschlag (8) aufweist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Verbinderteil (2) im Bereich der Mittellinie (21) eine eigenständig biegestabile Seitenwandhöhe aufweist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Verbinderteil (3) im Bereich der Mittellinie (21) an seiner Mittelwand (16) eine Absenkung (18) aufweist. Steckverbinder nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Absenkung (18) eine Auflage (25) aus einem Dichtungsmaterial, insbesondere aus Butyl, angeordnet ist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Verbinderteil (3) mit Abstand beidseits der Mittellinie (21) Höcker (20) aufweist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Verbinderteil (3) im Bereich der Mittellinie (21) an seinen Seitenwänden (17) eine Einbuchtung (19) aufweist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) offene Stirnseiten (23) aufweist. Steckverbinder nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbinderteile (2, 3) als Stanz- und Biegeteile aus Metall, insbesondere aus Stahlblech, ausgebildet sind. Steckverbinder nach nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbinderteile (2, 3) als Spritz- oder Gussteile aus Metall oder Kunststoff ausgebildet sind. Verbinderteil für einen mehrteiligen Steckverbinder (1) für Hohlprofile (4) von Abstandshalterrahmen für Isolierglasscheiben, wobei das Verbinderteil (3) einen im wesentlichen U-förmigen oder kastenförmigen Querschnitt mit Seitenwänden (17) hat und an mindestens einer Seitenwand (17) mindestens einen seitlichen Vorsprung (10) zur Bildung einer formschlüssigen Verbindung (9) mit einer Aufnahmeöffnung (11) an einem zweiten Verbinderteil (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (10) in seiner örtlichen Lage und seiner Form an eine Wandöffnung (13) im Bereich eines Rückhalteelements (12) an einer Seitenwand (6) des zweiten Verbinderteils (2) angepasst ist.






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