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Dokumentenidentifikation DE202006014106U1 29.11.2007
Titel Lichtwand, Nischenlichtwand für Möbel insbesondere Küchenmöbel
Anmelder Warendorfer Küchen GmbH, 48231 Warendorf, DE
Vertreter Patentanwälte Meldau - Strauß - Flötotto, 33330 Gütersloh
DE-Aktenzeichen 202006014106
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 11.09.2006
IPC-Hauptklasse F21V 33/00(2006.01)A, F, I, 20060911, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21S 8/00(2006.01)A, L, I, 20060911, B, H, DE   F21V 7/22(2006.01)A, L, I, 20060911, B, H, DE   
IPC additional class F21W 131/301  (2006.01)  A,  L,  N,  20060911,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lichtwand, Nischenlichtwand für Möbel insbesondere Küchenmöbel, welche ein tafelförmiges Gehäuse umfasst, das zur Frontseite eine transparente Fläche aufweist, wobei die Rückwand lichtundurchlässig ausgestaltet ist, und wobei im Kantenbereich des Gehäuses wenigstens ein stabförmiges Leuchtmittel vorgesehen ist, welches in den Gehäuseraum derart ausstrahlt, das die gesamte transparente Fläche ausgeleuchtet ist.

Aus dem Stand der Technik sind beispielsweise Rückwandflächen bei Küchen insbesondere im Arbeitsbereich bekannt, die mit einer so genannten Lichtwand oder Nischenlichtwand ausgestattet sind. Bei diesen bekannten Lichtwänden handelt es sich um ein flächendeckendes Gehäuse, in dem ein Leuchtmittel vorgesehen wird, welches dann seine Strahlwirkung auf die ganze transparente Fläche der Rückwandfläche abgibt. Somit wird neben einer optischen Wirkung zusätzlich auch der Arbeitsflächenbereich indirekt ausgeleuchtet.

Bei dieser nach dem Stand der Technik bekannten Lichtwand bzw. Nischenlichtwand ergibt sich das Problem, dass die Strahlwirkung der Gesamtflächen bei Arbeiten auf der Arbeitsfläche blendend wirkt. Die Strahlwirkung erstreckt sich somit in den Raum, wobei die Arbeitsfläche dabei weniger ausgestrahlt wird. Bei Arbeiten auf der Arbeitsfläche wird man somit durch die aufgehellte Rückwandfläche geblendet, was bei der Küchenarbeit äußerst störend wirkt.

Daraus ergibt sich die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe eine Licht- bzw. Nischenlichtwand für Möbel insbesondere für ein Küchenmöbel derart weiter zu bilden, die hinsichtlich ihrer optischen Wirkung für Arbeitsvorgänge auf der Arbeitsplatte wesentlich ergonomischer ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Anspruch 1 gelöst. Weiterbildende Ausführungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist in dem Gehäuse eine Reflektorplatte angeordnet, die sich diagonal über die gesamte Höhe des Gehäuses erstreckt. Dabei ist die obere Kante der Reflektorplatte zur Rückwand hin und die untere Kante zur Frontseite hin angeordnet. Auf Grund dieser Anordnung ergibt sich ein Lichtausstrahlwinkel, der zur Arbeitsplatte gerichtet ist. Die erfindungsgemäße Licht- bzw. Nischenlichtwand wirkt somit nicht mehr störend im Arbeitsbereich, weil sie nicht dieses Blendverhalten aufweist. Die Lichtstrahlen treffen auf den Reflektor in der Art auf, dass sie zur Fläche hin gerichtet sind.

In Weiterbildung der Reflektorplatte ist diese mit als Prismen ausgebildeten Streifen versehen. Die einzelnen Prismenstreifen beeinflussen den Strahlgang des Lichtes in der Weise, so dass sich eine Art abgeblendetes Licht ergibt, welches zur Arbeitsoberfläche hin gerichtet ist.

In Weiterbildung der Erfindung sind die als Prismen ausgebildeten Streifen derart ausgebildet, dass sie sich zum Leuchtmittel hin verjüngen.

In Weiterbildung insbesondere des Gehäuses bestehen die obere und die untere Kante des Gehäuses aus U-förmigen Profilen, an deren Schenkeln jeweils die transparente Fläche bzw. die Rückwand befestigt ist.

Dabei ist in vorteilhafter Weise an der oberen Gehäusekante eine Halteleiste angeformt bzw. befestigt, die dazu benutzt werden kann, um vor der leuchtenden Fläche Behältnisse für Küchenutensilien unter zu bringen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der nachstehenden 1 bis 3 näher erläutert, dabei zeigen:

1: Eine erste Ausführungsform in geschnittener Ansicht einer Licht- bzw. Nischenlichtwand;

2: Eine weitere Ausführungsform gemäß der 1, ebenfalls in geschnittener Darstellung; und

3: Eine perspektivische Ansicht einer Lichtwand mit Utensilienbehälter.

Die 1 zeigt in der geschnittenen Seitenansicht eine Licht- bzw. Nischenlichtwand 1, wie sie sich beispielsweise zwischen einer Arbeitsfläche 2 bis zu einem Oberschrank 3 erstrecken kann, näher dargestellt in der 3. Die Lichtwand 1 umfasst dabei ein tafelförmiges Gehäuse 4, dass zur Frontseite eine transparente Fläche 5 aufweist, wobei die Rückwand 6 lichtundurchlässig ausgestaltet ist. Insbesondere im oberen Kantenbereich 7 des Gehäuses 4 befindet sich ein stabförmiges Leuchtmittel 8, welches in den Gehäuseraum 9 derart ausstrahlt, dass die gesamte transparente Fläche 5 ausgeleuchtet ist.

Wie insbesondere aus den 2 und 3 zu erkennen ist, ist in dem Gehäuse 4 eine Reflektorplatte 10 angeordnet, die sich diagonal über die gesamte Höhe des Gehäuses 4 erstreckt. Dabei ist, wie in der 2 zu erkennen ist, die obere Kante 11 der Reflektorplatte 10 zur Rückwand 6 hin und die untere Kante 12 zur Frontseite hin angeordnet. In Folge des Strahlenganges des Lichtes, wie er insbesondere in der 2 dargestellt ist, fällt das Licht auf die diagonal angeordnete Reflektorplatte 10 und wird entsprechend des Ausfallwinkels unter einem schräg nach unten hin gerichteten Winkel zur Arbeitsfläche 2 hin abgestrahlt. Somit ergibt sich für den Betrachter ein abgeblendetes Licht, welches nicht störend wirkt, wobei es insbesondere hier den Arbeitsflächenbereich 2, wie er sich in der perspektivischen Ansicht der 3 darstellt, ausleuchtet. Die 2 zeigt noch eine Weiterbildung der Erfindung, die darin besteht, dass die reflektierende Seite der Reflektorplatte 10 mit als Prismen 13 ausgebildeten Streifen 14 versehen ist. Somit kann der Strahlengang, auf die Diagonallage entsprechend beeinflusst werden. Hierzu sind die als Prismen 13 ausgebildeten Streifen 14, wie aus der 2 in der geschnittenen Ansicht zu erkennen ist, nach oben hin verjüngt ausgebildet, so dass Ein- und Austrittswinkel so gestaltet sind, dass eine abgeblendete Lichtkraft gegeben ist, die, wie bereits schon beschrieben, die Arbeitsfläche 2 im Besonderen ausleuchtet.

In Weiterbildung der Erfindung, dargestellt in den 1, 2 und 3, besteht die obere und untere Kante 11, 12 des Gehäuses 4 aus U-förmigen Profilen 15 und 16, wobei an deren Schenkel 15.1, 15.2 bzw. 16.1 und 16.2 jeweils die transparente Fläche 5 bzw. die Rückwand 6 an den Schenkeln befestigt sind. Die Licht- bzw. Nischenlichtwand 1 kann dabei im oberen Kantenbereich beispielsweise mit einer Halteleiste 17 versehen sein, wie sie in ihrer Funktion beispielsweise in der 3 erkennbar wird. Dabei können insbesondere an der Halteleiste Utensilienbehältnisse angehängt werden, die auf der transparenten Fläche 5 aufliegen.


Anspruch[de]
Lichtwand, Nischenlichtwand für Möbel insbesondere Küchenmöbel, welches ein tafelförmiges Gehäuse umfasst, das zur Frontseite eine transparente Fläche aufweist, wobei die Rückwand lichtundurchlässig ausgestaltet ist, und wobei im Kantenbereich des Gehäuses wenigstens ein stabförmiges Leuchtmittel vorgesehen ist, welches in den Gehäuseraum derart ausstrahlt, das die gesamte transparente Fläche ausgeleuchtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (4) eine Reflektorplatte (10) angeordnet ist, die sich diagonal über die gesamte Höhe des Gehäuses (4) erstreckt, wobei die obere Kante (11) der Reflektorplatte (10) zur Rückwand (6) hin und die untere Kante (12) zur Frontseite angeordnet ist. Lichtwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Seite der Reflektorplatte (10) mit als Prismen (13) ausgebildeten Streifen (14) versehen ist. Lichtwand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die als Prismen (13) ausgebildeten Streifen (14) sich zum Leuchtmittel (8) hin verjüngen. Lichtwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und untere Kante des Gehäuses aus U-förmigen Profilen (15) und (16) bestehen, an deren Schenkeln (15.1, 15.2) und (16.1, 16.2) jeweils die transparente Fläche (5) bzw. die Rückwand (6) befestigt ist. Lichtwand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der oberen Gehäusekante eine Halteleiste (17) angeformt bzw. befestigt ist.






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