PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007009697U1 29.11.2007
Titel Kettenfahrzeug mit Zusatzeinrichtungen
Anmelder Airmatic Gesellschaft für Umwelt und Technik mbH, 58675 Hemer, DE
DE-Aktenzeichen 202007009697
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 11.07.2007
IPC-Hauptklasse A62C 27/00(2006.01)A, F, I, 20070711, B, H, DE

Beschreibung[de]

Der Anmeldung 10 2004 058 357.9 liegt die Idee zugrunde, Kettenfahrzeuge wie sie aus der militärischen Nutzung bekannt sind, als Löschfahrzeuge zu konzipieren, da diese Fahrzeuge selbst in unwegsamsten Gelände einsatzfähig sind, dabei wird insbesondere die Umrüstung von ausgemusterten Kettenfahrzeugen, die sonst nicht mehr verwendbar sind, angestrebt. Die Löschanlage eines solchen Fahrzeugs wird mit Hochdruck-Löschnebelerzeugung ausgeführt. Das mit einem Tensid versetzte Wasser wird dabei durch ein Strömungsrohr und Düsen über eine größere Entfernung als Löschnebel zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die Löschwirkung wird durch die mit dem Tensid herabgesetzte Oberflächenspannung des Wassers und die größere Oberfläche der kleinen Nebeltröpfchen erheblich gesteigert; gleichzeitig muss deutlich weniger Löschwasser eingesetzt werden.

An dem Fahrzeug wird flächendeckend eine Sprüheinrichtung vorgesehen, die das Fahrzeug, wenn es sich in unmittelbarer Nähe des Brandherdes oder im Brandherd selbst befindet, in einen Wassernebel hüllt und damit sicher vor einer Brandeinwirkung schützt. Diese Selbstschutzeinrichtung besteht vorzugsweise aus kleinen rotierenden Düsenbalken, die über ein nach Außen gerichtetes Strahlrohr einen großvolumigen Nebel erzeugen.

Bei Dunkelheit oder Rauch kann durch einen ausfahrbaren Lichtmast das Gelände ausgeleuchtet werden. Der ehemals militärische Nutzraum wird überwiegend mit Wasserbehälter bestückt, dabei kann der Behälter abgesprengt werden, um schlagartig Platz für die Verletztenaufnahme während einer Bergungsaktion zu schaffen. Im Fahrzeug befindet sich ferner ein ausreichender Sauerstoffvorrat, der bei Sauerstoffknappheit in Brandnähe die Einsatzkräfte im Fahrzeug und den Verbrennungsmotor des Fahrzeugs versorgen kann.

Es ist darüber hinaus ein Stromgenerator vorgesehen, der den z.B. für die Lichtanlage und die Hochdruckpumpanlage benötigten Strom liefert. Die Hochdruckpumpanlage liefert das Löschwasser mit einem Druck, der in der Regel größer als 20 MPa ist. Das Löschwasser wird über Düsen vernebelt und dann über die Löschkanone zur Brandbekämpfung verwendet. Die Löschkanone kann vom Bedienungspersonal im Fahrzeug ferngesteuert werden.

Solche ehemals militärisch genutzten Fahrzeuge haben sehr häufig, ergänzend zur Primärpanzerung, eine Zusatzpanzerung, die sich dadurch auszeichnet, dass zwischen den beiden Panzerungen ein Luftspalt mit einem bestimmten Abstand realisiert wird.

Die beschriebenen Zusatzeinrichtungen am Fahrzeug müssen mittels Verbindungsleitungen wie z.B. Rohrleitungen, Kabeln oder Schläuchen mit Energie, Stoffen oder/und Informationen oder/und Signalen versorgt werden. Um zu verhindern, dass die Primärpanzerung an vielen Stellen zur Versorgung dieser Zusatzeinrichtungen aufwändig durchbohrt werden muss, sofern die Verbindungsleitungen im Fahrzeuginneren verlegt werden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, alle Verbindungsleitungen zu den Zusatzeinrichtungen in dem Luftspalt zwischen Primär- und Zusatzpanzerung geschützt gegen äußere Einwirkungen wie z.B. extreme Hitze zu verlegen. Eine äußere Verlegung der Verbindungsleitungen auf der Zusatzpanzerung scheidet von vorneherein aus, da die extremen Betriebseinsätze zu einer Schädigung der Verbindungsleitungen, und damit zum Ausfall des Fahrzeugs führen würden. Alle Verbindungsleitungen zwischen Primär- und Zusatzpanzerung werden zentral und geschützt aus dem Fahrzeuginneren durch die Primärpanzerung in den Luftspalt geführt.

Die sich im Inneren des Fahrzeugs 1 befindlichen Quellen 7 für Energie, Stoffe, Informationen und/oder Signale werden mittels Verbindungsleitungen 5, die an mindestens einer gegen äußere Einflüsse geschützten Stelle 6 durch die Primärpanzerung 2 des Fahrzeugs 1 in einen zwischen der Primär- und Zusatzpanzerung 3 befindlichen Luftspalt 8 und über mindestens eine Durchführung 9 durch die Zusatzpanzerungen 3 geführt werden, mit den zu versorgenden Zusatzeinrichtungen 4 verbunden, 1.

1
Fahrzeug
2
Primärpanzerung
3
Sekundärpanzerung
4
Zu versorgende Zusatzeinrichtung außerhalb des Fahrzeugs
5
Verbindungsleitung
6
Geschütze Durchführung vom Fahrzeuginneren durch die Primärpanzerung in den Luft
spalt
7
Energie-, Stoff-, Informations- und/oder Signalquelle im Fahrzeuginneren
8
Luftspalt zwischen Primär- und Zusatzpanzerung
9
Durchführung vom Luftspalt durch die Zusatzpanzerung zur äußeren zu versorgenden
Zusatzeinrichtung


Anspruch[de]
Kettenfahrzeug, bekannt aus der militärischen Nutzung, versehen mit am Fahrzeug angebrachten Zusatzeinrichtungen zur Verwendung als Löschfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass die notwendigen Verbindungsleitungen für die Verbindung von Quellen für Energie, Stoffe, Informationen und/oder Signale im Fahrzeuginneren mit den zu versorgenden Zusatzeinrichtungen außerhalb des Fahrzeugs im Luftspalt zwischen Primär- und Zusatzpanzerung des Fahrzeugs verlegt sind. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitungen an mindestens einer geschützten Stelle durch die Primärpanzerung des Fahrzeugs geführt werden. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug fernsteuerbar ist. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Löschwasser über Düsen mit Hochdruck vernebelt und dass der Sprühnebel zur Brandbekämpfung eingesetzt wird. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug eine Selbstschutzvorrichtung, bestehend aus einer Sprühvorrichtung mit drehbaren Düsenbalken, gegen Feuer hat. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte des Fahrzeugs mit Feuerfestplatten versehen ist. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug mit eine Feuerfestschicht überzogen ist. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug Wasservorratsbehälter mit sich führt, von denen mindestens einer zur Personenaufnahme schlagartig aus dem Fahrzeug entfernt werden kann. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Fahrzeug ein Sauerstoffvorratsbehälter befindet. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Fahrzeug ein zusätzlicher Stromerzeuger befindet. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Fahrzeug ein ausfahrbarer Lichtmast befindet. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Fahrzeug ein Räumschild befindet. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Fahrzeug eine Funkortungsanlage befindet. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dass sich am Fahrzeug eine Vorrichtung befindet, die das Starten und Landen von unbemannten Fluggeräten erlaubt. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das sich im Fahrzeug eine Überwachungseinrichtung zur Beobachtung von Ereignissen außerhalb des Fahrzeugs befindet.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com