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Dokumentenidentifikation DE202007010852U1 29.11.2007
Titel Notenständer mit automatischem Blattwender
Anmelder Fudickar, Eberhard, Dipl.-Kaufm., 83064 Raubling, DE
DE-Aktenzeichen 202007010852
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 03.08.2007
IPC-Hauptklasse G10G 7/00(2006.01)A, F, I, 20070803, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 19/10(2006.01)A, L, I, 20070803, B, H, DE   B42D 9/04(2006.01)A, L, I, 20070803, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Bei dem Gegenstand der Erfindung handelt es sich um eine Vorrichtung/ein Gerät zum automatischen Umblättern der Seiten eines Notenbuches, Notenheftes, Ringordners o.ä.

Vorrangig ist der „Blattwender" im Einsatz bei Musikern (Organisten, Pianisten) gedacht, die beim Spiel selbst nicht in der Lage sind, Blätter eines mehrseitigen Musikstückes im richtigen Moment umzublättern, ohne den Spielfluss zu stören resp. zu unterbrechen. Besonders bei öffentlichen Auftritten/Konzerten ist für das Umblättern eine Hilfsperson mit entsprechenden Fachkenntnissen erforderlich.

Mit Hilfe des erfindungsgemäßen „Blattwenders" hat ein Organist in jeder Phase des Musikstückes beide Hände und beide Füße frei für Tasten, Pedale und Registerzüge.

Ziel der Erfindung ist ein relativ einfach konstruiertes, transportables Gerät ohne äußeren Stromanschluss, das alle technischen Ansprüche erfüllt und auch kostenmäßig für den angesprochenen Verwenderkreis erschwinglich ist.

Die relevanten erfindungsgemäße Merkmale des Gerätes und die Verfahrensabfolge werden nachfolgend beschrieben.:

Das zu wendende Einzelblatt wird durch Ansaugen mit einem relativ dünnen Saugrohr angehoben, wobei das Ansaugen über Rohrdurchmesser, Sogwirkung, Abstand von Öffnung des Saugrohres zur Blattoberfläche so eingestellt werden kann, dass nur ein Blatt angehoben wird. Das Blatt wird mit einem runden, feststehenden oder frei drehbaren „Wendestift", der unter dem angehobenen, zu wendenden Blatt des aufgeschlagenen Notenbuches von der rechten Kante des zu wendenden Blattes aus nach links bis über die Linke Seite des Buches hinaus durchgezogen wird, umgeschlagen.

Bei dieser Art des Umlegens macht das Blatt eine elegante Durchbiegung; es bleibt dabei relativ flach anliegend und nicht, wie von den meisten anderen Geräten bekannt, rechtwinklig aufgerichtet und damit störend für den Organisten, der womöglich über den Spielpult gebeugt gleichzeitig Registerzüge bedienen muss.

Der Wendemechanismus wird mittels eines entsprechenden Sensors im Inneren des Gerätes durch leichtes Blasen/Pusten mit dem Mund in einen Schalltrichter eingeschaltet.

Aufgrund der Gerätekonstruktion besteht auch nicht die Gefahr, dass mehr als ein Blatt gleichzeitig gewendet wird, unabhängig vom Blatt-Format und auch Variation der Papierblätter hinsichtlich Flächengewicht, Dicke, Stärke/Steifigkeit und Oberflächenglätte im üblichen Rahmen.

An den Notenblättern resp. einzelnen Seiten des Notenbuches müssen keinerlei Präparationen, wie Ecke umknicken („Eselsohr"), magnetisches Material oder Klebestreifen anbringen, vorgenommen werden. Notenbuch und Notenblätter verbleiben ohne Veränderung oder gar Beschädigung im Urzustand.

Ohne Veränderung der Abmessungen des Gerätes kann der Einbau eines Mechanismus zum Zurückblättern vorgenommen werden.

Schalt-, Steuer-, Antriebsaggregate und viele sonstige Geräteteile sind im einschlägigen Fachhandel (Computer-, Druckerbau, Notenständerfertigung, Metallspielzeugbau u.a.) aus Serienfertigungen erhältlich.

Aus der Patentliteratur sind einige Vorrichtungen zum Wenden resp. Umblättern von Buchseiten bekannt, die als „Stand der Technik" zu sehen und nachfolgend angeführt sind.

DE 41 17 556 A1

DE 44 43 221

DE 20 2006 016 929

EP 0 937 583

EP 1 426 197

Die meisten Geräte sind sehr aufwendig gebaut, aufgrund von Größe und Gewicht schwierig zu transportieren und am Spielpult einer Orgel bzw. am Klavier zu platzieren. Meist ist ein elektrischer Außenanschluss erforderlich und der Wendemechanismus muß mit Hand oder Fuß eingeschaltet werden.

In der Gestaltung und äußeren Form ist das Gerät in EP 1 426 197 am ehesten vergleichbar. Der Wendemechanismus ist technisch jedoch völlig anders konzipiert und besonders nachteilig für den Organisten ist der Start des Wendevorganges mittels Fußschalter.

Der Gegenstand der Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen sind schematisch und nicht maßstabgetreu angefertigt.

Es stellen dar:

1 Die Vorrichtung zum automatischen Umblättern in der Außenansicht

2 Das Innere des Gehäuses mit Anordnung/Konfiguration der Aggregate und der mechanischen Teile.

10
Vorrichtung zum Umblättern
12
Gehäuse
14
Notenhalter
16
Pustetrichter
18
Saugrohr mit Saugnapf
20
Führungsschlitz für Wendestift
22
Wendestift
24
Gelenkkopf am Wendestift
30
Gehäuse-Inneres (Anordnung/Konfiguration der Aggregate und der mech. Teile)
32
Steuerung
34
Akku/Batterie
36
Saugpumpe
38
Drehkranz
40
E-Motor 1
42
E-Motor 2
44
Antriebsrolle für Transportriemen
46
Rolle für Transportriemen
48
1. Umlenkrolle
50
2. Umlenkrolle
52
Transportriemen
54
E-Motor 3


Anspruch[de]
Vorrichtung (10) zum automatischen Umblättern der Seiten eines Notenbuches, Notenheftes oder Ringordners bestehend aus einem länglichen Gehäuse (12), an dessen Rückseite eine Halterung (14) für ein Notenbuch oder Notenheft, quasi der obere Teil eines Notenständers, angebracht ist. Außerdem ragen an der rechten Seite aus dem Gehäuse ein Saugrohr mit Abstandhalter (18), ein Wendestift (22) mit Gelenkkopf (24), der sich in einem parallel zur Längskante des Gehäuses (12) verlaufendem Führungsschlitz (20) hin und her bewegen lässt und dabei das Blatt umlegt, heraus. In der Mitte der Vorderseite des Gehäuses befindet sich ein Trichter (16), der als „Pusteschalter" fungiert.

Im Inneren des Gehäuse (30) sind die Aggregate, die die zum Wenden des Blattes erforderlichen Werkzeuge-Saugrohr mit Abstandhalter (18), Wendestift (22)-betätigen und eine Stromquelle-Batterie, Akku- (34) installiert.

Bei den Aggregaten handelt es sich:

– um eine Saugpumpe (36), angetrieben von E-Motor 2 (42), die über das schwenkbare Saugrohr mit Abstandhalter (18) das zu wendende Blatt ansaugt und anhebt, damit der Wendestift (22) darunter greifen und durchgezogen werden kann. Das Saugrohr mit Abstandhalter (18) wird mittels Drehkreuz (38), angetrieben von E-Motor 1 (40), an die zu wendende Blattoberfläche herangeschwenkt.

Über Rohrdurchmesser, Sogwirkung und Abstand von Öffnung des Saugrohres zur Blattoberfläche kann das Ansaugen so eingestellt werden, dass nur ein Blatt des Buches resp. des Heftes angehoben wird.

– um einen Transportriemen (52), an dem der Wendestift (22) befestigt ist. Der Transportriemen (52) wird über die Antriebsrolle (44) und Rolle (46) sowie die beiden Umlenkrollen (48, 50) geführt und mit E-Motor 3 (54) angetrieben.

– um einen Einschalter mit Steuerung (32), der so sensibel auf Luftdruck reagiert, dass er sich durch Pusten schalten lässt und in der richtigen Abfolge die E-Motore für Saugpumpe (42), für Drehkranz (40) und für Transportriemen (52) schaltet.
Gerät 10) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Saugrohr mit Abstandhalter (18) sich mittels Drehkreuz (38) schwenken lässt und beim Ansaugen die Öffnung des Saugrohres (18) mindestens 2 mm von der Blattoberfläche absteht.

Der am oberen Teil des Saugrohres angebrachte Abstandhalter ragt 50–70 mm nach links in das Blatt, sitzt beim Ansaugen auf der Blattoberfläche auf und gewährleistet so den Mindestabstand von 2 mm.

Das Saugrohr kann aus Metall oder vorzugsweise aus Kunststoff bestehen.
Gerät (10) nach vorstehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass der Wendestift (22) einen Durchmesser von 5–20 mm hat und in einer Länge von 7–20 cm aus dem Gehäuse (12) herausragt.

Er ist im Inneren des Gehäuses(12) an dem Transportriemen (56) befestigt.

Der Wendestift (22) kann aus Metall, Holz oder vorzugsweise aus Kunststoff bestehen.

Der Neigungswinkel des Wendestiftes (22) ist über einen Gelenkkopf (24) einstellbar. Dieser Gelenkkopf (24) ermöglicht so eine optimale, vorzugsweise parallele Positionierung des Wendestiftes (22) zu dem zu wendenden Blatt.
Gerät (10) nach vorstehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (32) des Wendemechanismus mittels eines pneumatisch-druckempfindlichen Sensors durch Pusten in den außen am Gehäuse (10) angebrachten Trichter (16) eingeschaltet wird.






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