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Dokumentenidentifikation DE202007011119U1 29.11.2007
Titel Befestigungsvorrichtung
Anmelder Fennel GmbH & Co. KG, 32549 Bad Oeynhausen, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 202007011119
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 09.08.2007
IPC-Hauptklasse E04F 19/04(2006.01)A, F, I, 20070809, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16B 13/04(2006.01)A, L, I, 20070809, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung für beispielsweise Fußbodenleisten oder dergleichen an Wänden oder Korpusteilen festzulegende Funktions- und/oder Dekorteilen mit einer Aufnahme zur insbesondere verrastbaren Festlegung eines Funktions- und/oder Dekorteils.

Fußbodenleisten oder dergleichen Wandanschlußprofile, zu denen auch Anschlußprofile von Möbelteilen oder sonstige Gegenstände gehören, die in Kantenbereichen von Gegenständen, Wänden von Baukörpern oder dergleichen vorzusehen sind, werden zum Beispiel direkt an die anzuschließende Fläche geklebt, genagelt oder mit sonstigen Befestigungshilfsmitteln befestigt, aber auch in zunehmendem Maße über Befestigungsvorrichtungen dort festgelegt, wo sie benötigt werden. Die Befestigungsvorrichtung ist dabei ein Teil, das zunächst mit der Wand und dergleichen verbunden wird, so daß nach der Montage der Befestigungsvorrichtung das Funktions- und/oder Dekorteil, insbesondere ein Funktionsprofil bzw. ein Dekorteilprofil an der Befestigungsvorrichtung so festzulegen ist, daß die Befestigungsvorrichtung im montierten Zustand des Funktions- und/oder Dekorteils nicht mehr zu sehen ist.

Dazu hat üblicherweise eine Befestigungsvorrichtung eine Aufnahme, über die das Funktions- oder Dekorteil mit der Befestigungsvorrichtung zu verbinden ist. Bekannt ist, dazu eine Clips- bzw. Rastverbindung vorzusehen.

Nachteilig bei den bekannten Befestigungsvorrichtungen ist, daß diese paßgenau und lagegerecht an zum Beispiel der Wand anzubringen sind. Da es sich bei den Funktions- und/oder Dekorteilen üblicherweise um Meterware handelt, kann es vielfach vorkommen, daß aufgrund einer lageungenauen Festlegung der Befestigungsvorrichtung an der Wand und dergleichen es zu einer lageungenauen Festlegung der Funktionsteile und/oder der Dekorteile kommt, was beispielsweise bei mehreren aneinander zu reihenden Funktionsteilen bzw. Dekorteilen zu einer nicht fluchtenden Anordnung kommt, was zu einem unschönen optischen Eindruck führt. Zudem ist die Befestigungsvorrichtung an zum Beispiel einer Wand mühevoll und zeitaufwändig.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß die Festlegung der Befestigungsvorrichtung an einer Wand oder dergleichen montagefreundlich zu vollziehen ist und die Befestigungsvorrichtung so ausgebildet ist, daß sie mit einfachen Mitteln lagegerecht an einer Wand und dergleichen zu montieren ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch aus, daß die Befestigungsvorrichtung ein angeformtes aufweitbares Dübelelement aufweist.

Durch das angeformte aufweitbare Dübelelement ist die Befestigungsvorrichtung von sich aus so ausgebildet, daß sie zusammen mit dem angeformten Dübel in ein vorgebohrtes Loch einzuführen und dort über ein Aufweitelement direkt festzulegen ist. Eine Bohrung von Bohrlöchern mit separat einzuführenden Dübel ist damit entbehrlich. Da die Lage von Dübel einerseits und Befestigungsvorrichtung andererseits bereits durch die Befestigungsvorrichtung selbst vorgegeben ist, kann es zur Lageungenauigkeit aufgrund einer Relativanordnung von Dübel einerseits und Befestigungsvorrichtung andererseits bei mehreren Befestigungsvorrichtungen in einer Befestigungsreihe von sich über eine gewisse Länge erstreckenden Funktionsteilen bzw. Dekorteilen nicht mehr kommen. Die Montage der Befestigungsvorrichtung ist wesentlich vereinfacht, was sich positiv auf die Montagekosten auswirkt.

Bevorzugtermaßen ist das Dübelelement an der Befestigungsvorrichtung in einer Schrägausrichtung vorgesehen, beispielsweise mit einem Schrägausrichtungsbereich von 7° bis 13° zur Horizontalen, vorzugsweise in einer Winkelstellung von 10° zur Horizontalen. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, mittels einer üblichen Bohrmaschine mit genormtem Bohrkopf eine Bohrung in die Wand einzubringen, bei der die Bohrmaschine schräg von oben zu führen ist, so daß nicht mehr die Gefahr besteht, daß aufgrund des Arbeitens mit der Bohrmaschine nahe zum Beispiel dem Fußboden eine Bohrung verläuft mit der nachteiligen Konsequenz, lageungenau an zum Beispiel der Wand befestigen zu müssen.

Um reproduzierbare Bohrlöcher in der gewünschten Schrägausrichtung und auch in einer gewünschten Bohrlochtiefe vorzusehen, kann in einfacher Weise ein Schablonenaufsatz verwendet werden, der eine Ausnehmung entsprechend einem genormten Bohrkopf hat, der auf zum Beispiel den Fußboden aufzusetzen ist und sodann durch die Zwangsführung der Bohrmaschine das Bohrloch reproduzierbar in die Wand einzubringen ist.

Vorzugsweise ist von vorne herein an der Befestigungsvorrichtung ein Aufweitelement vorgesehen. Dies kann ein solches sein, das zum Beispiel stiftförmig gestaltet, das mit einem Preßsitz in dem Dübelelement vorzusehen ist. Dieses so für den Monteur angelieferte Bauteil kann dann mit dem Dübelelement in die vorgebohrte Bohrung eingeführt werden, wobei durch ein einfaches Einschlagen des Aufweitelementes das Dübelelement aufgeweitet wird und dadurch die Befestigungsvorrichtung sicher an zum Beispiel der Wand festgelegt ist. Dies ist mit nur wenigen Handgriffen zu vollziehen.

Alternativ ist es selbstverständlich auch möglich, das Dübelelement mit einem Innengewinde zu versehen, so daß dann die Befestigungsvorrichtung in herkömmlicher Weise mittels zum Beispiel einer Schraube festgelegt wird.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus weiteren Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen

1 ein Ausführungsbeispiel der Befestigungsvorrichtung nach der Erfindung in einer Perspektivansicht von der Dübelelementseite;

2 eine zu 1 analoge Darstellung in einer Ansicht von vorn; und

3 eine Längsschnittdarstellung des Ausführungsbeispieles nach den 1 und 2.

In den Figuren sind grundsätzlich gleichwirkende Teile mit übereinstimmenden Bezugsziffern versehen.

Allgemein mit 1 ist die Befestigungsvorrichtung beziffert, die einen Bodenbereich 1.1 und einen dazu orthogonal abgewinkelten Wandanschlußbereich 1.2 hat. Im Bodenbereich 1.1 sind Befestigungsnasen 1.3 vorgesehen. Zudem sind an dem rückwärtigen Wandanschlußbereich 1.2 eine Rastnasenprofilierung 1.4 vorgesehen sowie Aufnahmen 1.5, die ebenfalls über Rastnasenprofilierungen 1.6 verfügen. An diesen Teilen 1.3, 1.4, 1.5 und 1.6 ist zum Beispiel eine Fußbodenleiste verrastbar anzubringen.

An der Rückseite des Wandanschlußbereiches 1.2 ist ein aufweitbares Dübelelement 2 vorgesehen. Dieses Dübelelement hat Schlitze 2.1. In seinem dem Schenkel 1.2 zugewandten Bereich 2.2 ist es im Querschnitt kreisrund ausgebildet, so daß ein stiftförmiges Aufweitelement 3 dort vor Montage der Befestigungsvorrichtung sicher zu halten ist. Die Befestigungsvorrichtung mit dem angeformten Dübelelement 2 und dem in diesen das hineingesteckte Aufweitstift 3 ist an einer Baustelle fix und fertig anzuliefern. Die Befestigungsvorrichtung braucht dann nur noch in die vorgefertigte Bohrung eingeführt zu werden, wonach der Monteur durch einfaches Einschlagen des Aufweitelementes 3 die Befestigungsvorrichtung sicher an der Wand befestigen kann.

Da die entsprechende Bohrung mit dem angesprochenen Schablonenaufsatz angefertigt wurde, sind die entsprechenden Bohrlöcher reproduzierbar lagegenau vorzusehen, so daß auch die Befestigungsvorrichtung insgesamt reproduzierbar und lagegenau an zum Beispiel der Wand zu befestigen ist. Das Dübelelement hat eine Schrägausrichtung zur Horizontalen, wobei in dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Schrägausrichtung, d.h. Winkelstellung zur Horizontalen von 10° gewählt wurde. Damit kann der entsprechende Bohrer schräg von oben aufgesetzt werden, wobei aufgrund der Zuhilfenahme des nicht gezeigten Schablonenaufsatz die Bohrlochschrägausrichtung analog zur Schrägausrichtung des Dübelelement reproduzierbar vorgenommen wird.


Anspruch[de]
Befestigungsvorrichtung (1) für beispielsweise Fußbodenleisten und dergleichen an Wänden oder Korpusteilen festzulegende Funktions- und/oder Dekorteile mit einer Aufnahme (1.3, 1.4, 1.5, 1.6) zur insbesondere verrastbaren Festlegung des Funktions- und/oder Dekorteils, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung (1) ein angeformtes, aufweitbares Dübelelement (2) aufweist. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dübelelement (2) in Schrägausrichtung an der Befestigungsvorrichtung (1) festgelegt ist. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägausrichtung 7° bis 13° zur Horizontalen beträgt. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Dübelelement (2) ein Aufweitelement (3) zugeordnet ist, das vor Montage der Befestigungsvorrichtung (1) in das Dübelelement (2) einsteckbar sowie dort haltbar ist und zur Festlegung der Befestigungsvorrichtung zwecks Aufweitung des Dübelelements in dieses einführbar ist. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Dübelelement (2) mit einem Innengewinde versehen und über eine Schraube aufweitbar ist. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit seitlichem Abstand zum Dübelelement zumindest eine Rastnasenanformung (1.5, 1.6) vorgesehen ist. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beidseits des Dübelelementes (2) jeweils eine Rastnasenanformung (1.5, 1.6) vorgesehen ist. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsvorrichtung (1) ein Schablonenaufsatz mit einer Bohrmaschinenkopfausnehmung und einer der Schrägausrichtung des Dübelelementes (2) entsprechenden Bohrerführung zugeordnet ist.






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