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Dokumentenidentifikation DE202007011166U1 29.11.2007
Titel Rollladen für ein Dachfenster
Anmelder Arnold, Jürgen, 74629 Pfedelbach, DE
Vertreter Patentanwälte Dipl.-Ing. Hans Müller, Dr.-Ing. Gerhard Clemens, 74074 Heilbronn
DE-Aktenzeichen 202007011166
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 09.08.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/17(2006.01)A, F, I, 20070809, B, H, DE

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft einen Rollladen für ein schräges Dachfenster, beispielsweise für ein Wohndachfenster. Die Rollläden können dabei sowohl der Verdunklung der Räume als auch als Sonnenschutz und zur Wärmedämmung dienen.

STAND DER TECHNIK

Dachfenster-Rollläden besitzen regelmäßig einen Rollladenkasten zur Aufnahme eines Rollladenpanzers im aufgewickelten Zustand sowie zwei im Seitenbereich des Dachfensters angeordnete seitliche Führungsschienen für die beiden seitlichen Ränder des Rollladenpanzers. Diese seitlichen Führungsschienen schließen an den Rollladenkasten an.

Bekannt sind Rollläden, die außenseitig an einem Dachfenster montierbar sind. Dabei wird üblicherweise der Rollladen auf dem Dachfensterflügel aufgesetzt montiert. Die Führungsschienen des Rollladens liegen somit auf den vertikalen Schenkeln des Dachfensterflügels auf und befinden sich ebenso wie der Rollladenkasten im Lichtraumprofil des Dachfensterrahmens. Dadurch wird das Dachfenster mit dem vollen Gewicht des Rollladens belastet. Diese Belastung erschwert nicht nur ein Öffnen des Dachfensters insbesondere bei geschlossenem Rollladen, auch können die Scharniere des Dachfensters durch übermäßige Belastung beschädigt werden. Ein Auswechseln des Dachfensters, beispielsweise bei Beschädigung desselben, ist schwierig, da der Rollladen direkt am Dachfenster befestigt ist. Darüber hinaus handelt es sich bei den handelsüblichen Rollläden um Konstruktionen, die eine gewisse Höhe aufweisen und sich damit optisch auffällig darstellen.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen technisch verbesserten Rollladen anzugeben, der auch optisch ansprechend gestaltet ist.

Die Erfindung ist durch die Merkmale des Hauptanspruchs gegeben. Sinnvolle Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von sich an den Hauptanspruch anschließenden weiteren Ansprüchen.

Erfindungsgemäß sind zumindest Teile des Rollladens so gelagert, dass zumindest nicht das volle Gewicht des Rollladens den Dachfensterflügel und/oder den Dachfensterrahmen und damit das Dachfenster belastet. Dadurch, dass der Rollladen nicht mit seinem gesamten Gewicht auf dem Dachfenster aufliegt, kann das Dachfenster auch bei abgewickeltem Rollladenpanzer leicht geöffnet und geschlossen werden. Auch werden die Scharniere des Dachfensters nicht übermäßig durch das Gewicht des Rollladens belastet, so dass die Lebensdauer der Scharniere verlängert werden kann.

Diese Lagerung des Rollladens kann dadurch erreicht werden, dass die beiden seitlichen Führungsschienen so gelagert sind, dass sie den Dachfensterflügel und damit das Dachfenster zumindest nicht durch ihr volles Gewicht belasten. Vorzugsweise wird dies dadurch erreicht, dass die beiden seitlichen Führungsschienen nicht auf den beiden vertikalen Schenkeln des Dachfensterflügels vorhanden sind, sondern seitlich neben dem Dachfensterrahmen. Die Befestigung der Führungsschienen muss dann nicht am Dachfenster selbst erfolgen. Statt dessen können die beiden Führungsschienen an einem Traggerüst befestigt werden, das sich seitlich neben dem Dachfensterrahmen befindet. Dadurch wird das Gewicht der Führungsschienen, und damit ein Teil des Gewichts des Rollladens, über das Traggerüst auf die Dachkonstruktion übertragen. Dieses Gewicht lastet folglich nicht mehr auf dem Dachfenster selbst.

Das das Dachfenster belastende Gewicht des Rollladens kann auch dadurch verringert werden, dass der Rollladenkasten zumindest mit seiner Welle außerhalb des vom Dachfensterrahmen eingenommenen Lichtraumprofils vorhanden ist. Der Rollladenkasten kann sich somit hinter (oberhalb) der Oberkante des Dachfensters befinden. Damit kann nicht nur das auf dem Dachfenster ruhende Gewicht des Rollladens verringert, sondern auch eine Höhenreduktion der Rollladenkonstruktion ermöglicht werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind beide oben genannten Varianten der Lastreduzierung gemeinsam ausgebildet. Sowohl die seitlichen Führungsschienen des Rollladens als auch der Rollladenkasten befinden sich somit außerhalb des vom Dachfensterrahmen eingenommenen Lichtraumprofils. Der Rollladen kann damit – abgesehen von einer Halteeinrichtung, mit der die Vorderkante des Dachfensterflügels befestigt wird – quasi berührungslos über das Dachfenster übergestülpt werden. Die Gewichtsbelastung des Dachfensters durch den Rollladen ist somit minimal. Darüber hinaus kann die gesamte Rollladenkonstruktion deutlich flacher als bei handelsüblichen Außenrollläden ausgebildet sein. Der Rollladen kann damit optisch unauffällig und höhenmäßig sich kaum von einem mit Dachziegeln bedeckten Dach abgehoben ausgebildet werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Rollladen mittels einer Tragkonstruktion, die dem Traggerüst der Führungsschienen entsprechen kann, an der Dachkonstruktion aufgelegt und seitlich am Dachfensterblendrahmen spritzwassergeschützt befestigt. Diese Befestigung kann dabei in verschiedenen Positionen variabel arretierbar sein, um den Rollladen an die Dachschräge und an die Höhe der Dachziegel anzupassen. Insbesondere der Rollladenkasten kann in Bezug auf die von dem Dachfensterrahmen eingenommene Ebene höhenverstellbar ausgebildet sein. Auch der Winkel zwischen der Oberseite des Rollladenkastens und den beiden seitlichen Führungsschienen kann variabel einstellbar sein.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform weist darüber hinaus zumindest ein Dämpfungsglied auf, das zumindest zwei Dämpfungsstellungen einnehmen kann. In einer ersten Dämpfungsstellung ist das Dämpfungsglied so vorhanden, dass zumindest eine der beiden Führungsschienen bei teilweise geöffnetem Fenster auf diesem Dämpfungsglied auflegbar ist. Das Dämpfungsglied trägt in dieser Position einen Teil der Last des Rollladens, so dass das Fenster beispielsweise zum Lüften aufklappbar ist, und nicht durch das Gewicht des Rollladens zuklappt. Das Dämpfungsglied kann darüber hinaus in eine zweite Dämpfungsstellung gebracht werden, um das Fenster vollständig verschließen zu können. Diese zweite Dämpfungsstellung kann beispielsweise durch das Überwinden eines gewissen einstellbaren Widerstandes erreicht werden.

Vorzugsweise ist zumindest ein elastisches Zugglied vorhanden, das an dem vorderen Endbereich des Rollladenpanzers insbesondere lösbar befestigt ist. Dieses elastische Zugglied übt auf den Rollladenpanzer eine Zugkraft aus, die das Abwickeln des Rollladenpanzers, das heißt das Schließen des Rollladens, unterstützt.

Das elastische Zugglied kann dabei als Umlenkeinheit ausgebildet sein, die beispielsweise ein mehrfach, insbesondere vierfach um Leitrollen umgelenktes Expanderseil aufweist. Das Expanderseil kann beispielsweise mittels eines Hakens unmittelbar oder mittels einer endseitig angeschlossenen Feder mittelbar am vorderen Endbereich des Rollladenpanzers befestigt sein. Diese Umlenkeinheit kann in einen inneren Bereich der Führungsschiene einschiebbar sein. Das Verschließen dieses inneren Bereichs kann beispielsweise über ein aufklippbares Führungsschienenendstück geschehen, das die Umlenkeinheit in der Führungsschiene hält.

Damit das Dachfenster auch bei montiertem Rollladen noch geöffnet werden kann, befindet sich an den beiden Führungsschienen eine Halteeinrichtung, mit der die Vorderseite des Dachfensterflügels an dem Rollladen befestigt. An den Führungsschienen kann auch eine zweite Führungsschiene angeordnet sein, die für die Führung der Halteeinrichtung ausgebildet ist. Bevorzugt ist diese zweite Führungsschiene einteilig mit der seitlichen Führungsschiene verbunden. Durch die Ausbildung dieser zweiten Führungsschiene ist ein Öffnen des Dachfensterflügels nach wie vor möglich, obwohl das Dachfenster und der Rollladen zwei verschiedene Kippachsen aufweisen.

Eine besonders benutzerfreundliche Ausführungsform weist eine elektrische Antriebseinheit auf, mit der ein Aufwickeln des Rollladenpanzers, das heißt ein Öffnen des Rollladens, möglich ist. Diese elektrische Antriebseinheit kann insbesondere so vorhanden sein, dass die Rotation der Wickelwelle des Rollladenpanzers blockiert ist, wenn der Rollladenpanzer in seiner momentanen Position gehalten werden soll; dagegen wird die Rotation der Wickelwelle beim Abwickeln des Rollladenpanzers, also beim Schließen des Rollladens, nicht behindert. Diese Antriebseinheit kann beispielsweise über ein Funksignal betätigbar sein. Auch die Betätigung über einen Schalter ist möglich. Die Energieversorgung der Antriebseinheit kann über eine Solareinheit, über einen extern aufladbaren Akkumotor oder über einen Stromanschluss geschehen.

In vorteilhafter Weise weist der vordere Endbereich des Rollladenpanzers ein Anschlagelement auf; ein Gegenanschlagelement der elektrischen Antriebseinheit befindet sich am Außenbereich des Rollladenkastens. Durch Kontakt dieser beiden Elemente wird eine Überlastabschaltung der elektrischen Antriebseinheit herbeigeführt. Dabei geraten die beiden Elemente dann in Kontakt, wenn der Rollladenpanzer vollständig aufgewickelt ist.

Der Rollladenpanzer kann beispielsweise als Lamellenbehang ausgebildet sein, der vorteilhafterweise gegenseitig arretierte Lamellenprofile besitzt, die insbesondere als stranggepresste Aluminiumprofile ausgebildet sind.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den in den Ansprüchen ferner angegebenen Merkmalen sowie dem nachstehenden Ausführungsbeispiel zu entnehmen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines teilweise geöffneten Dachfensters mit einem erfindungsgemäßen Rollladen,

2 eine perspektivische Detail-Seitenansicht des am Traggerüst montierten Rollladenkastens des erfindungsgemäßen Rollladens gemäß 1,

3 eine perspektivische Ansicht ähnlich 1, mit fast vollständig geöffnetem Dachfensterflügel,

4 eine perspektivische Detailansicht des Traggerüsts nach 3,

5 eine perspektivische Detailansicht einer seitlichen Führungsschiene mit elastischem Zugglied und Halteeinrichtung bei geöffnetem Dachfenster,

6 eine schematische Seitenansicht von Teilen des erfindungsgemäßen Rollladens mit daran gehaltenem Dachfensterflügel in zwei verschiedenen Positionen.

WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG

1 zeigt einen Rollladen 10, der über einem teilweise geöffneten Dachfenster 12 auf einem Dach 14 montiert ist. Das Dach 14 ist teilweise mit Dachziegeln 16 bedeckt, die seitlich neben dem Dachfenster 12 auf jeweils einem Materialstreifen 17 aufliegen, die im vorliegenden Beispielsfall aus Schaumstoff bestehen. Jeder Materialstreifen 17 ist auf einer Abdeckplatte 18 angeordnet, die jeweils von außen an die jeweiligen seitlichen Schenkel 42 des Dachfensterrahmens 40 des Dachfenster 12 anschließt. Der Dachfensterflügel 44 ist leicht geöffnet dargestellt.

Der Rollladen 10 besitzt einen Rollladenkasten 20, an dem zwei seitliche Führungsschienen 22 angeschlossen sind, die etwa E-förmig ausgebildet sind, mit ihrem jeweiligen Längsschlitz zum Rollladenpanzer 24 hin gerichtet. Der Rollladenpanzer 24 ist im vorliegenden Beispielsfall vollständig abgewickelt. In seinem aufgewickelten Zustand kann der Rollladenpanzer 24 vollständig im Rollladenkasten 20 Platz finden. Im vorliegenden Beispielsfall ist der Rollladenpanzer 24 aus gegenseitig arretierten Lamellen 25 aufgebaut, die einen Lamellenbehang bilden. Es sind jedoch auch andere geeignete Ausführungsformen des Rollladenpanzers 24 denkbar. Die Führung der beiden seitlichen Ränder des Rollladenpanzers 24 erfolgt in einem oberen Bereich 28 der Führungsschiene 22 (siehe auch 5).

An der vorderen Kante des Rollladenpanzers 24 befindet sich ein Anschlagprofil 26, das im vorliegenden Beispielsfall fast über die gesamte Breite des Rollladenpanzers 24 reicht. Dieses Anschlagprofil 26 soll ein zu weites Aufwickeln des Rollladenpanzers 24 verhindern. Das Anschlagprofil 26 könnte im Gegensatz zum hier dargestellten Ausführungsbeispiel auch nur abschnittsweise, beispielsweise im seitlichen Randbereich des Rollladenpanzers 24, vorhanden sein.

Die Vorderkante 46 des Dachfensterflügels 44 ist über eine stabförmige Halteeinrichtung 80 (5) an den beiden seitlichen Führungsschienen 22 beweglich gelagert. Bei einer Kippbewegung des Dachfensterflügels 44 folgt der Rollladen 10 mit einer entsprechenden Kippbewegung um eine Kippachse 50, die mit der Welle 52 des Rollladenkastens 20 zusammen fällt. Der Dachfensterflügel 44 kann somit nach wie vor in verschiedene Auf-Stellungen geöffnet werden.

In optisch ansprechender Weise können die Führungsschienen 22 auch an ihrer Vorderseite um einen Bogen 56 erweitert werden, was durch strichpunktierte Linien in der 1 dargestellt ist. Auf diese Weise könnte der Rollladenpanzer 24 bis über die Vorderkante 46 des Dachfensterflügels 44 abgewickelt werden. Dadurch wäre eine noch dichtere Abdeckung des Dachfensters 12, beispielsweise zur vollständigen Verdunkelung oder zur besseren Wärmedämmung, möglich.

Die Befestigung des Rollladens 10 erfolgt über ein Traggerüst 30, das beidseitig und im hinteren Bereich der Führungsschienen 22 vorhanden ist. Das Traggerüst 30 mit daran montiertem Rollladenkasten 20 befindet sich seitlich neben dem jeweiligen seitlichen Schenkel 42 des Dachfensterrahmens 40.

Das Traggerüst 30 ist etwa U-förmig ausgebildet, wobei der zum Dachfenster 12 gelegene Innenschenkel 32 eine etwa konstante Höhe aufweist. Der Außenschenkel 34 des Traggerüsts 30 ist im vorliegenden Beispielsfall in Form eines abgerundeten Trapezes (2) gestaltet, wobei seine zum Rollladenkasten 20 gelegene rückwärtige Kante 35 höher ausgebildet ist als seine vordere Kante 33. Das Traggerüst 30 kann beispielsweise mittels hier nicht dargestellter Dichtungsschrauben wasserdicht an der Dachkonstruktion, insbesondere an der Abdeckplatte 18 befestigt werden.

Eine Seitenplatte 38 ist innerhalb des U-Profils an dem Außenschenkel 34 des Traggerüsts 30 befestigt. Diese Seitenplatte 38 kann wahlweise mittels hier nicht dargestellter Schrauben über Schraubenlöcher 36 am hinteren Bereich des Außenschenkels 34 befestigt werden. Eine zweite Befestigung der Seitenplatte 38 erfolgt über ein Schraubenloch 37 im vorderen Bereich des Außenschenkels 34. Durch die Wahlmöglichkeit bei den Schraubenlöchern 36 kann die Seitenplatte 38 somit in ihrer Ausrichtung höhenverstellbar an dem Außenschenkel 34 befestigt werden. Der an der Seitenplatte 38 befestigte Rollladenkasten 20 ist somit ebenfalls höhenverstellbar ausgebildet.

Der Rollladenkasten 20 weist eine zylindrische Form mit zwei Stirnseiten 60 auf, die die Form etwa eines Tropfens ohne Spitze haben. Die runde Seite der Stirnseite 60 ist dabei nach hinten gerichtet, der Zylindermantel 62 lässt die gerade Vorderkante 63 der Stirnseite 60 frei. Die beiden einander gegenüber liegenden Stirnseiten 60 des Rollladenkastens 20 sind an den Seitenplatten 38 des Traggerüsts 30 lageveränderlich befestigt. Die Befestigung erfolgt dabei im Bereich der Welle 52 so, dass die Stirnseite 60 um die Welle 52, und damit um die Kippachse 50, rotierbar gelagert ist, bei ortsfest vorhandener Seitenplatte 38.

Innen an den Stirnseiten 60 werden die beiden seitlichen Führungsschienen 22 durch nicht dargestellte Befestigungsmittel befestigt. Die Länge der geraden Vorderkante 63 der Stirnseite 60 entspricht dabei etwa der Breite der Führungsschienen 22. Im vorliegenden Beispielsfall liegt die untere Kante 70 der Führungsschiene 22 parallel zum unteren Schenkel 64 der Stirnseite 60. Die Führungsschiene 22 ist in dieser Position an der Stirnseite 60 fixiert und kann nicht verschoben werden. Im Gegensatz zum hier gezeigten Ausführungsbeispiel könnte auch die obere Kante 74 der Führungsschiene 22 parallel zum oberen Schenkel 66 der Stirnseite 60 liegen. Diese beiden Positionen der Führungsschiene 22 stellen die beiden Extrempositionen dar, auch Positionen zwischen diesen beiden Extrempositionen sind möglich.

Diese variabel arretierbare Befestigung der Führungsschienen 22 an der Stirnseite 60 ermöglicht insbesondere in Kombination mit der Höhenverstellbarkeit des Rollladenkastens 20 eine einfache Anpassung des Rollladens 10 an die gegebenen Neigungswinkel und Dachaufbauhöhen der verschiedenen Dächer.

3 zeigt eine Darstellung ähnlich der Darstellung in 1, allerdings ist der Dachfensterflügel 44 fast vollständig um seine Kippachse 54 gekippt geöffnet. Die Vorderkante 46 des Dachfensterflügels 44 ist mittels der Halteeinrichtung 80 (siehe 5) in einem unteren Bereich 78 der beiden Führungsschienen 22 beweglich gelagert. Der zwischen den beiden Führungsschienen 22 befindliche, im vorliegenden Beispielsfall vollständig abgewickelte Rollladenpanzer 24 ist ebenfalls um seine Kippachse 50 gekippt vorhanden. Durch die beiden unterschiedlichen Kippachsen 50 beziehungsweise 54 des Rollladens 10 und des Dachfensterflügels 44 ist die Halteeinrichtung 80 ein Stück weit in dem unteren Bereich 78 der Führungsschiene 22 nach hinten verschoben. Die Kippbewegung des Rollladens 10 folgt somit der Kippbewegung des Dachfensterflügels 44.

Bei dem Dachfenster 12 handelt es sich um ein Kippfenster, das etwa um die Mittelachse gekippt wird. Der erfindungsgemäße Rollladen 10 könnte jedoch auch an ein Dachfenster 12 montiert werden, dessen Kippachse im Bereich des hinteren Schenkels 47 des Dachfensterrahmens liegt.

Der Dachfensterflügel wird im vorliegenden Beispielsfall mittels einer handbetätigbaren Stange 48 verschwenkt, die an dem hinteren Schenkel 49 des Dachfensterflügels 44 angebracht ist. Auf die Stange 48 könnte auch zugunsten anderer Hilfsmittel, wie beispielsweise eines Elektromotors, verzichtet werden.

Eine perspektivische Detailansicht des hinteren Eckbereiches eines Rollladens 10.3 ist in 4 dargestellt. Der Rollladen 10.3 unterscheidet sich von dem Rollladen 10 durch sein Traggerüst 30.3, und zwar durch eine nach vorne verschobene Anordnung der Schraubenlöcher 37.3 zur Befestigung der Seitenplatte 38.3. Die Seitenplatte 38.3 geht im vorliegenden Beispielsfall bis zum vorderen Endbereich des Außenschenkels 34.3, die Löcher 37.3 sind daher ebenfalls näher am vorderen Endbereich des Außenschenkels 34.3 angeordnet.

Die Befestigung des Zylindermantels 62 des Rollladenkastens 20 erfolgt im vorliegenden Beispielsfall über zwei Schrauben 65, die den Zylindermantel 62 am Umschlagsrand 68 der Stirnseite 60 anschrauben. Der Zylindermantel 62 kann an der runden Seite der Stirnseite 60 auch durch zusätzliche Schrauben weiter befestigt werden. Im vorliegenden Beispielsfall wird der untere Schenkel 64 der Stirnseite 60 nicht vollständig vom Zylindermantel 62 bedeckt.

An dem hinteren Schenkel 47 des Dachfensterrahmens 40 ist eine Verriegelungseinheit 76 sichtbar, die mit einem nicht dargestellten Verriegelungsmechanismus des hinteren Schenkels 49 des Dachfensterflügels 44 zusammenwirkt und den Dachfensterflügel 44 in seiner verschlossenen Stellung verriegelt.

An jedem der beiden Traggerüste 30.3 ist ein Dämpfungsglied 72 angeordnet, das im vorliegenden Beispielsfall in einer ersten Dämpfungsstellung dargestellt ist. Das Dämpfungsglied 72 ist dabei so positioniert, dass beim teilweise Schließen des Dachfensterflügels 44 die Führungsschiene 22 auf dem Dämpfungsglied 72 aufliegen kann. Das Gewicht der Führungsschiene 22, und damit zumindest ein Teil des Gewichts des Rollladens 10, wird dabei auf dem Dämpfungsglied 72 gelagert. Somit kann das Dachfenster 12 beispielsweise zum Lüften in einer teilweise geöffneten Position gehalten werden. Soll das Fenster wieder geschlossen werden, kann das Dämpfungsglied 72 in eine zweite Dämpfungsstellung abgesenkt werden, die hier nicht dargestellt ist, bei der das Dachfenster 12 vollständig geschlossen werden kann.

Eine perspektivische Teilansicht der Führungsschiene 22 mit daran befestigter Halteeinrichtung 80 sowie einem elastischen Zugglied 90 ist in 5 dargestellt. Die Halteeinrichtung 80 besitzt eine an ihren jeweiligen Enden mit Laufrollen 82 versehene Stange 84. Die Laufrollen 82 laufen im unteren Bereich 70 der E-förmigen Führungsschiene 22. Die Stange 84 ist mittels zweier Winkel 86 an der Vorderkante 46 des Dachfensterflügels 44 befestigt. Bei Bewegung des Dachfensterflügels 44 um seine Kippachse 54 werden die beiden Führungsschienen 22 somit über die Halteeinrichtung 80 mit nach oben oder unten bewegt.

Im oberen Bereich 28 der Führungsschiene 22 laufen die beiden seitlichen Ränder des Rollladenpanzers 24. Bei der Darstellung nach 5 ist der Rollladenpanzer 24teilweise aufgewickelt, so dass die Führungsschiene 22 leer erscheint. Zwei Auswölbungen 88 im äußeren Bereich der Führungsschiene 22 verhindern ein Herausrutschen des Rollladenpanzers 24 aus der jeweiligen Führungsschiene 22.

In einem inneren Bereich 92 des oberen Bereichs 28 jeder Führungsschiene 22 ist ein elastisches Zugglied 90 angeordnet. Dieser innere Bereich 92 kann durch ein hier nicht dargestelltes aufklippbares Führungsschienenendstück verschlossen werden, welches ein Herausrutschen des elastischen Zugglieds 90 aus dem inneren Bereich 92 verhindert. Das elastische Zugglied 90 weist mehrere Leitrollen 94 auf, von denen hier nur die vorderste dargestellt ist, um die ein Expanderseil 96 mehrfach umgelenkt ist. Das Expanderseil 96 ist mittels eines hier nicht dargestellten Hakens am vorderen Endbereich des Rollladenpanzers 24 lösbar befestigt.

Das elastische Zugglied ist dabei so ausgebildet, dass eine permanent wirkende Zugkraft auf den Rollladenpanzer ausgeübt wird. Dieser Zugkraft, die ein Abwickeln des Rollladenpanzers 24 ermöglichen soll, wirkt eine die Rotation der Welle 52 des Rollladenkastens 20 abbremsende Kraft durch eine nicht dargestellte motorische Antriebseinheit entgegen. Die Rotation der Welle 52 wird somit verhindert. Soll der Rollladenpanzer 24 abgewickelt werden, wird die Rotation der Welle 52 nicht länger von der motorischen Antriebseinheit blockiert. Im Gegensatz dazu erfolgt beim Aufwickeln des Rollladenpanzers 24 eine aktive Rotation der Welle 52, die durch die motorische Antriebseinheit angetrieben wird; dabei muss die Zugkraft, die das elastische Zugglied 90 auf den Rollladenpanzer 24 ausübt, überwunden werden.

Eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Rollladens 10 mit einem daran gehaltenen Dachfensterflügel 44 ist in zwei verschiedenen Positionen in 6 dargestellt. Die insgesamte Höhe des Rollladens 10 ist dabei nicht wesentlich höher als die Höhe des Dachfensterflügels 44 und damit des Dachfensters 12. Der Rollladen 10 ist daher optisch unauffällig und daher ansprechend gestaltet.

Das Dämpfungsglied 72 ist hier in seiner zweiten Dämpfungsposition dargestellt, in der der Dachfensterflügel 44 vollständig verschließbar ist, ohne durch das Dämpfungsglied 72 blockiert zu werden.

Die Rotation des Dachfensterflügels 44 und die Rotation des Rollladens 10 erfolgen um zwei getrennt voneinander liegende Kippachsen 50, 54. Diese unterschiedlich liegenden Kippachsen 50, 54 werden durch die Halteeinrichtung 80 ermöglicht, die in einem unteren Bereich 78 der Führungsschiene 22 gelagert ist. Der Rollladenkasten 20 liegt relativ dicht an den Dachziegeln 16 an. Bei höher ausgebildeten Dachziegeln kann der Rollladenkasten 20 wie oben beschrieben entsprechend höher angeordnet werden. Der Rollladen 10 kann somit flexibel an unterschiedliche Gegebenheiten angepasst werden.


Anspruch[de]
Außenrollladen (10, 10.3) für ein Dachfenster (12),

– dessen Dachfensterflügel (44) schwenkbar am Dachfensterrahmen (40) des Dachfensters (12) gelagert ist,

– mit einem Rollladenkasten (20) zur Aufnahme eines Rollladenpanzers (24) im aufgewickelten Zustand,

– mit zwei im Seitenbereich des Dachfensters (12) angeordneten, an den Rollladenkasten (20) anschließenden seitlichen Führungsschienen (22) für die beiden seitlichen Ränder des Rollladenpanzers (24),

– und mit einer die Vorderkante (46) des Dachfensterflügels (44) an den beiden Führungsschienen (22) haltenden Einrichtung (80),

– dadurch gekennzeichnet, dass

– zumindest Teile des Rollladens so gelagert sind, dass zumindest nicht das volle Gewicht des Rollladens den Dachfensterrahmen (40) und damit das Dachfenster (12) belastet.
Rollladen nach Anspruch 1,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– die beiden seitlichen Führungsschienen (22) so gelagert sind, dass sie den Dachfensterflügel (44) und damit das Dachfenster (12) zumindest nicht durch ihr volles Gewicht belasten.
Rollladen nach Anspruch 2,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– die beiden Führungsschienen (22) an einem Traggerüst (30, 30.3) gelagert sind, das seitlich außerhalb des Dachfensterrahmens (40) vorhanden ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– der Rollladenkasten (20) zumindest mit seiner Welle (52) außerhalb des vom Dachfensterrahmen (40) eingenommenen Lichtraumprofils vorhanden ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– der gesamte Rollladen mittels eines Traggerüstes (30, 30.3) an der Dachkonstruktion oder am Dachfensterblendrahmen befestigbar, insbesondere variabel arretierbar befestigbar ist.
Rollladen nach Anspruch 5,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– der Rollladenkasten (20) in Bezug auf die von dem Dachfensterrahmen (40) eingenommene Ebene höhenverstellbar ausgebildet ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– der Winkel zwischen dem oberen Schenkel (66) des Rollladenkastens (20) und den beiden Führungsschienen (22) variabel arretierbar ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– zumindest ein Dämpfungsglied (72) in einer ersten Dämpfungsstellung so vorhanden ist, dass bei teilweise geöffnetem Dachfensterflügel (44) zumindest eine der beiden Führungsschienen (22) auf diesem Dämpfungsglied (72) aufliegt.
Rollladen nach Anspruch 8,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– das Dämpfungsglied (72) in eine zweite Dämpfungsstellung bringbar ist, in der der Dachfensterflügel (44) vollständig verschlossen ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– zumindest ein elastisches Zugglied (90) vorhanden ist, an dem der vordere Endbereich des Rollladenpanzers (24) derart befestigbar, insbesondere lösbar befestigbar ist, dass mit dem elastischen Zugglied (90) eine das Abwickeln des Rollladenpanzers (24) zumindest unterstützende Zugkraft herbeiführbar ist.
Rollladen nach Anspruch 10,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– das elastische Zugseil (90) mittels eines Hakens entweder unmittelbar oder mittelbar mittels einer endseitig angeschlossenen Feder am vorderen Endbereich des Rollladenpanzers (24) befestigbar ist.
Rollladen nach Anspruch 10 oder 11,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– das elastische Zugglied (90) als Umlenkeinheit ausgebildet ist,

– diese Umlenkeinheit ein mehrfach, insbesondere vierfach um Leitrollen (94) umgelenktes Expanderseil (96) aufweist.
Rollladen nach Anspruch 12,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– die Umlenkeinheit in einem inneren Bereich (92) der Führungsschiene (22) einschiebbar ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– an der Führungsschiene (22) eine zweite Führungsschiene (78) zur Führung der haltenden Einrichtung (80) für die Vorderkante (46) des Dachfensterflügels (44) angeordnet, insbesondere einteilig mit derselben verbunden ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– eine motorische Antriebseinheit zum Aufwickeln, d.h. zum Öffnen des Rollladenpanzers (24) vorhanden ist.
Rollladen nach Anspruch 15,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– die Antriebseinheit so vorhanden ist, dass durch sie die Rotation der Wickelwelle (52) für den Rollladenpanzer (24) beim Abwickeln desselben, d.h. beim Schließen des Rollladenpanzers (24) nicht behindert wird.
Rollladen nach Anspruch 15 oder 16,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– die Antriebseinheit über ein Funksignal betätigbar ist.
Rollladen nach einem der Ansprüche 15 bis 17,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– die Antriebseinheit über eine Solareinheit, über einen Akkumotor oder über einen Stromanschluss mit Energie versorgbar ist.
Rollladen nach einem der Ansprüche 15 bis 18,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– der Rollladenpanzer (24) ein Anschlagelement aufweist, das mit einem Gegenanschlagelement der elektrischen Antriebseinheit so zusammenwirkt, dass bei Kontakt dieser beiden Elemente eine Überlastabschaltung der elektrischen Antriebseinheit herbeiführbar ist.
Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– der Rollladenpanzer (24) als Lamellenbehang ausgebildet ist.
Rollladen nach Anspruch 20,

– dadurch gekennzeichnet, dass

– der Lamellenbehang gegenseitig arretierte Lamellenprofile besitzt, die insbesondere als stranggepresste Aluminiumprofile ausgebildet sind.






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