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Dokumentenidentifikation DE202007011571U1 29.11.2007
Titel Stützhülse für dünne und/oder hohe Absätze von Damenschuhen
Anmelder Epping, Astrid, 21521 Wohltorf, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202007011571
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 17.08.2007
IPC-Hauptklasse A43B 21/00(2006.01)A, F, I, 20070817, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 23/30(2006.01)A, L, I, 20070817, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Stützhülse für dünne und/oder hohe Absätze von Damenschuhen, mit einem auf einen Absatz aufsetzbaren Hülsenkörper.

Hohe Absätze von Damenschuhen besitzen zumeist nur eine geringe Aufstandsfläche, so dass sie auf dem Untergrund einen entsprechend hohen Druck ausüben. Deshalb können derartige Absätze auf wertvollen Parkettböden oder auf hochwertigen Booten nicht benutzt werden. Andererseits ist das Gehen mit derartigen Schuhen auf bestimmten Flächen, etwa Rasen oder Kiesflächen, Kopfsteinpflaster, Gullideckeln, Gitterrosten, und dergleichen problematisch. Es besteht nicht nur die Gefahr, dass die Trägerin in den Boden einsinkt. Der Untergrund kann auch beschädigt werden, oder es kann auch zu einem Sturz der Trägerin oder einer Beschädigung der Absätze kommen.

Es gibt zahlreiche Vorschläge für hülsenförmige Gebilde, die auf die hohen Absätze von Damenschuhen aufgebracht, zumeist aufgeschoben werden können. Sofern diese nicht rein dekorativen Zwecken dienen, handelt es sich zumeist um die Schonung der Absätze beim Autofahren. Andere Vorschläge zielen darauf ab, eine Notreparatur bei einem beschädigten oder gebrochenen hohen Absatz vornehmen zu können. Zum Stand der Technik wird auf die US-PS 3,035,357 und die US-PS 5,357,694 hingewiesen. Eine bekannte Lösung, die auf die Vergrößerung der Stützfläche der Absätze abzielt, ist in dem deutschen Gebrauchsmuster 20 2006 004 256 offenbart.

Nach diesem Gebrauchsmuster ist vorgesehen, eine Stützhülse zu verwenden, die seitlich aufgeklappt werden kann und nach Einfügen des Absatzes in die Stützhülse wieder zugeklappt wird. Die in diesem Gebrauchsmuster dargestellte Konstruktion erscheint wenig praxisgerecht und nicht ausreichend robust. Sie wird im übrigen in der Praxis wohl auch nicht angeboten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, die es gestattet, Trägerinnen von Schuhen mit hohen Absätzen auch auf weichen oder unregelmäßigen Bodenflächen in ausreichendem Maße abzustützen.

Die Lösung der gestellten Aufgabe ist in Anspruch 1 offenbart.

Eine erfindungsgemäße Stützhülse weist einen Hülsenkörper auf, bei dem die Hülsenbohrung an der Innenseite vorspringende, einen Gewindegang bildende Rippen aufweist, derart, dass die Stützhülse von unten auf den Absatz aufschraubbar ist.

Vorzugsweise ist die Stützhülse an einem Ende durch einen Boden geschlossen, so dass auch von einer Stützkappe gesprochen werden könnte. Die Stützkappe wird von unten auf den hohen Absatz aufgeschraubt und vergrössert die Standfläche des Absatzes erheblich. Eine echte Stützhülse kommt nur in Betracht, wenn mehrere Stützhülsen sowie eine Stützkappe auf einen sehr hohen Absatz aufgeschoben werden sollen. Das kommt beispielsweise in Betracht, wenn unter anderem auch der dekorative Effekt der Stützhülsen genutzt werden soll und ein Puffereffekt einen harten Auftritt verhindern soll.

Die Stützhülse besteht vorzugsweise aus elastischem TPU oder aus Silikon-Gummi. Die Shore-Härte zu bestimmen kann einem Fachmann überlassen werden. Zum einen müssen die Rippen mit den Gewindegängen auf der Innenseite der Hülsenbohrung relativ weich sein, damit sie empfindliche Absätze nicht beschädigen. Auf der anderen Seite muß aber der geschlossene Boden stabil genug sein, um die Last des Absatzes zu tragen. Die Stützhülse könnte daher auch örtlich unterschiedliche Härte aufweisen.

Die Stützhülse muß auf der Außenseite nicht im wesentlichen zylindrisch ausgebildet sein, wie es der Begriff der Hülse suggerieren könnte. Vielmehr kann die Stützhülse auf der Außenseite eine abgerundete, schließlich sogar kugelige Form aufweisen. So kann insbesondere die Form der Stützhülse auch optischen, dekorativen Aspekten untergeordnet werden. Dies kann durch Farbe geschehen, aber auch durch Form. Beispielsweise kann die kugelige Stützhülse auf der Außenseite abgeflachte Facetten aufweisen und den Eindruck eines geschliffenen Steins erwecken.

Die gewindeförmigen Rippen im Inneren der Hülsenbohrung können auf ihrem Rücken im wesentlichen keilförmige ausgebildet sein, so dass sie sich gut auf dem Absatz, den sie schützen sollen, halten können. Andererseits sollen sie auch solche Absätze, die beispielsweise mit feinem Leder bezogen sind, nicht beschädigen. Das Material ist daher insbesondere im Bereich dieser Gewindegänge vorzugsweise relativ weich.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Stützhülse einen oder mehrere elastische Ringe, die aufeinanderfolgend auf den Absatz aufgesteckt werden können und ihn über seine gesamte Höhe hinweg abdecken.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 ist eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Stützhülse;

2 ist ein vergrößerter senkrechter Schnitt durch eine erfindungsgemäße Stützhülse; und

3 ist eine Ansicht von der Unterseite der Stützhülse.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Stützhülse. Es ist ersichtlich, dass die Stützhülse zwar hülsenförmig ausgebildet ist und einen inneren Hohlraum aufweist. Die äußere Form ist jedoch stark kugelig ausgerundet und im übrigen mit Facetten versehen, die Zwecken der Dekoration dienen. Im übrigen ist im Inneren andeutungsweise ein Gewindegang aus elastischen Rippen gezeigt, die einen Gewindegang 10 bilden, die es gestatten, die Stützhülse regelrecht auf einen hohen Absatz aufzuschrauben. Auf diese Weise erlangt die Stützhülse einen festen Sitz auf dem Absatz, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Absatz beim Befestigen der Stützhülse beschädigt wird.

2 zeigt einen vergrößerten senkrechten Schnitt durch eine Stützhülse gemäß 1. Erkennbar ist in 2 insbesondere der Gewindegang 10 im Inneren der Hülsenbohrung. Erkennbar ist auch die stark ausgerundete äußere Form.

Es ist erkennbar, dass die Rippen 10 auf ihren Rücken, die nach innen gerichtet sind, keilförmig zugespitzt sind. Auf diese Weise lassen sich die Rippen leicht auf den Absatz des Schuhs aufschrauben, und sie erreichen einen relativ festen Halt auf dem Absatz.

3 zeigt eine erfindungsgemäße Stützhülse von der Unterseite. Die facettenförmige Gestaltung der Stützhülse auf der Außenseite wird hier ebenfalls erkennbar.

Die hier gezeigte Stützhülse kann durch zusätzliche elastische Stützhülsen ergänzt werden, die nach dem gleichen Prinzip wie die hier gezeigte Stützhülse konstruiert sind, jedoch keinen geschlossenen Boden aufweisen. Durch mehrere solcher Stützhülsen läßt sich der Absatz über seine gesamte Höhe abdecken, und es wird ein Puffereffekt beim Auftritt erzeugt. Die Stützhülse selbst kann aus solchen Ringen gebildet sein, die den Absatz über seine gesamte Höhe umschließen.


Anspruch[de]
Stützhülse für dünne und/oder hohe Absätze von Damenschuhen, mit einem auf einen Absatz aufsetzbaren Hülsenkörper, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenbohrung an der Innenseite vorspringende, ein Gewindegang bildende Rippen aufweist, derart, dass die Stützhülse von unten auf den Absatz aufschraubbar ist. Stützhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützhülse als an einem Ende geschlossene Kappe ausgebildet ist. Stützhülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützhülse aus Silikon-Gummi besteht. Stützhülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützhülse aus elastischem TPU besteht. Stützhülse nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützhülse kugelförmig ausgebildet ist. Stützhülse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützhülse auf der Außenfläche facettenförmig ausgebildet ist. Stützhülse nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem geschlossenen Boden der Stützhülse eine Einlage aus härterem Material, insbesondere Metall befindet. Stützhülse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Stützhülse örtlich unterschiedlich hart ist. Stützhülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gewindeförmigen Rippen auf der Innenfläche der Hülsenbohrung einen keilförmigen Rücken aufweisen. Stützhülse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützhülse aus einem oder mehreren elastischen Ringen zusammengesetzt ist, welche im aufgeschraubten Zustand den Absatz über seine gesamte Höhe verdecken.






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