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Dokumentenidentifikation DE202007011612U1 29.11.2007
Titel Großdrehlagerung
Anmelder Terex-Demag GmbH & Co. KG, 66482 Zweibrücken, DE
Vertreter Meissner & Meissner, 14199 Berlin
DE-Aktenzeichen 202007011612
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 16.08.2007
IPC-Hauptklasse B66B 9/10(2006.01)A, F, I, 20070816, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Großdrehlagerung zur lösbaren Befestigung des Oberteiles eines Fahrzeugkranes, Baggers oder dgl. Gerätes an dem relativ dazu feststehenden Unterwagen desselben Gerätes, wobei zur Übertragung der Drehbewegung am Oberwagen und am Unterwagen jeweils Laufflächen für Wälzkörper vorgesehen sind, und zwar getrennt für die Übertragung von axialen und radialen Kräften bezogen auf die Lagerachse.

Ein derartiges Großdrehlager ist beispielsweise aus der EP 1 239 172 B1 bekannt. Hierbei sind die Lagerteile jeweils am Oberwagen bzw. am Unterwagen angeschweißt und werden durch einen an beiden Lagerteilen (Lagerringen) umgreifenden Spannring zusammengehalten.

In der Praxis sind auch Drehverbindungen bekannt, bei denen die Lagerteile nicht durch Schweißen, sondern durch Befestigungsschrauben mit dem Oberwagen und dem Unterwagen verbunden sind, wobei für die Befestigung am Obergurt des Unterwagens noch ein Auflagering vorgesehen ist.

Aufgabe der Erfindung ist es die Drehlagerung zu vereinfachen, und zwar einerseits durch die Reduzierung der die Verbindung bildenden Teile und andererseits um die Montage und Demontage zu erleichtern.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass ein Lagerring am Oberwagen lösbar befestigt ist und eine Drehverbindung für den Oberwagen auf dem Unterwagen gelagert ist, wobei die Drehverbindung durch einen radial nach außen und innen wirkenden Spannring lösbar mit dem Obergurt des Unterwagens verbunden ist.

Vorzugsweise ist am Oberwagen ein Lagerring befestigt, der zwei Laufflächen für die Wälzkörper zur Aufnahme axialer Kräfte aufweist, sowie eine Lauffläche für Wälzkörper zur Aufnahme radialer Kräfte,

dass eine ]-förmige Drehverbindung vorgesehen ist, die mit ihrem ⌋-förmigen Fuß auf dem Obergurt des Unterwagens aufliegt und an ihrem ⌉-förmigen Kopf korrespondierende Laufflächen aufweist,

und dass die Drehverbindung mit dem Unterwagen durch einen klauen- oder klammerartig den Fuß der Drehverbindung und den Obergurt des Unterwagens umfassenden, radial nach außen und innen wirkenden, Spannring lösbar miteinander verbunden sind. Der Spannring kann als Ganzes ausgeführt sein oder auch aus einzelnen, miteinander verbindbaren Segmenten bestehen.

Durch diese erfindungsgemäße Art der Verbindung zwischen Oberwagen und Unterwagen entfallen gegenüber der herkömmlichen Montage der aufgeschweißte Auflagering sowie die Drehverbindungsschrauben. Damit entfällt aber auch die Montage und Wartung dieser Schrauben.

Die Erfindung soll nachfolgend an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeipiel erläutert werden, wobei die Drehverbindung hier nur teilweise dargestellt ist, und zwar im Querschnitt.

An dem Untergurt 2 des Oberwagens 1 ist mittels einer Schraubverbindung 3 der Lagerring 4 befestigt. Vom Unterwagen 5 ist ebenfalls nur der Obergurt 6 angedeutet. Der Obergurt ist mit einer offenen Ausnehmung 7 versehen, die einen Fuß 8 oder ein Fußteil einer Drehverbindung 9 aufnimmt.

Die Drehverbindung 9 bildet zusammen mit dem Lagerring 4 die Lager, und zwar die Axiallager 10 und Radiallager 11.

Die Drehverbindung 9 wird am Obergurt des Unterwagens durch einen den Fuß 8 und den Obergurt klauen- oder klammerartig umfassenden Spannring 12 gehalten, so dass damit dann die lösbare Verbindung zwischen Oberwagen 1 und Unterwagen 5 hergestellt wird.


Anspruch[de]
Großdrehlagerung zur lösbaren Befestigung des Oberteiles eines Fahrzeugkranes, Baggers oder dgl. Gerät an dem relativ dazu feststehenden Unterwagen des Gerätes, wobei zur Übertragung der Drehbewegung am Oberwagen (1) und am Unterwagen (5) jeweils Laufflächen für Wälzkörper (10, 11) vorgesehen sind, und zwar getrennt für die Übertragung von axialen und radialen Kräften bezogen auf die Lagerachse, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lagerring (4) am Oberwagen (1) lösbar oder nicht lösbar befestigt ist und eine Drehverbindung (9) für den Oberwagen (1) auf dem Unterwagen (5) gelagert ist, wobei die Drehverbindung (9) durch einen radial nach außen und innen wirkenden Spannring (12) lösbar mit dem Obergurt (6) des Unterwagens (5) verbunden ist. Großdrehlager nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass am Oberwagen (1) ein Lagerring (4) lösber oder nicht lösbar befestigt ist, der zwei Laufflächen für die Wälzkörper zur Aufnahme axialer Kräfte aufweist, sowie eine Lauffläche für Wälzkörper zur Aufnahme radialer Kräfte,

dass eine ]-förmige Drehverbindung (9) vorgesehen ist, die mit ihrem ⌋-förmigen Fuß (8) auf dem Obergurt (6) des Unterwagens (5) aufliegt und an ihrem ⌉-förmigen Kopf korrespondierende Laufflächen aufweist,

und dass die Drehverbindung (9) mit dem Unterwagen (5) durch einen klauen- oder klammerartigen den Fuß der Drehverbindung (9) und den Obergurt (6) des Unterwagens (5) umfassenden, radial nach außen und innen wirkenden, Spannring (12) lösbar miteinander verbunden sind.
Großdrehlager nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannring (12) aus einem Teil besteht oder aus Segmenten zusammengesetzt ist.






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