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Dokumentenidentifikation DE202007011832U1 29.11.2007
Titel Illuminationsvorrichtung
Anmelder GBN Systems GmbH, 85656 Buch, DE
Vertreter Naefe, Oberdorfer, Schmidt Patentanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 202007011832
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 24.08.2007
IPC-Hauptklasse F21V 33/00(2006.01)A, F, I, 20070824, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 21/08(2006.01)A, L, I, 20070824, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Illuminationsvorrichtung und insbesondere eine Illuminationsvorrichtung für Gehstöcke.

Es gibt diverse Freizeitsportarten, bei denen Stöcke zum Einsatz kommen, die in ihrer grundsätzlichen Wirkungsweise und Aufbau herkömmlichen Skistöcken entsprechen. Eine dieser Sportarten ist das sogenannte Nordic Walking, bei dem Arm- und Stockbewegung den Bewegungen beim Langlaufen entsprechen. Derartige Stöcke werden jedoch auch bei Rollerskifahren und anderen Sportarten eingesetzt.

Insbesondere im Herbst und Winter werden solche Freizeittätigkeiten häufiger derart ausgeführt, dass sie in der Dämmerung beginnen oder zumindest in die Dämmerung oder Dunkelheit hineinreichen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Sicherheit und Sichtbarkeit von Personen zu verbessern, die Handstöcke mit sich führen und einsetzen.

Die Aufgabe wird mit einer Illuminationsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind in Unteransprüchen gekennzeichnet.

Erfindungsgemäß besitzt eine Illuminationsvorrichtung eine Einrichtung zur Befestigung derselben an einem Handstock, beispielsweise einem Stock für das Nordic Walking, einem Langlaufskistock, einem Rollerskistock aber auch Stöcken die als Gehhilfe dienen.

Zudem besitzt die erfindungsgemäße Illuminationsvorrichtung ein Gehäuse, wobei das Gehäuse eine, bezogen auf die Laufrichtung des Läufers, nach vorne gerichtete, erste Beleuchtungseinrichtung und eine nach hinten gerichtete, der ersten Einrichtung diametral gegenüberliegende, zweite Beleuchtungseinrichtung besitzt.

Vorzugsweise handelt es sich bei den Beleuchtungseinrichtungen um Leuchtdioden.

Weiter bevorzugt ist die nach vorne weisende Beleuchtungseinrichtung eine weiße Leuchtdiode und die nach hinten weisende Beleuchtungseinrichtung eine rote Leuchtdiode. Die Leuchtdioden können hierbei gepulst oder im Dauerbetrieb betrieben werden.

Die Befestigungseinrichtung besteht beispielsweise aus einem oder mehreren Clipsen, die auf einen runden Stock aufclipsbar sind. Beispielsweise sind das Gehäuse und die Clipse einstückig aus Kunststoff gebildet. Besonders bevorzugt können die Clipse mit Spritzpressen umspritzte Gummieinlagen besitzen, die eine Rutschsicherung am Stock darstellen.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Befestigungseinrichtung als Klettbandeinrichtung mit zwei freien Klettbandenden ausgebildet, die um den Stock gelegt und anschließend festgeklettet werden.

Bei der Erfindung ist von Vorteil, dass derartige Beleuchtungseinrichtungen einfach schnell und sicher montierbar sind, durch die verwendeten LED's eine sehr hohe Betriebsfestigkeit besitzen und zudem einen geringen Energieverbrauch besitzen, der es ermöglicht, derartige, auch sehr starke Leuchtdioden mit einer entsprechenden Batterie mit einer langen Betriebsdauer vorzusehen.

Je nach Größe des Gehäuses können in dem Gehäuse weitere Funktionen untergebracht sein, beispielsweise ein Schrittzähler, der die Schritte durch die mit dem Stock ausgelösten Erschütterungen zählt. Ferner kann die Schrittfrequenz und die Laufdauer bestimmt werden. Selbstverständlich können auch einfache elektronische Funktionen, wie die zusätzliche Uhrfunktion vorgesehen sein.

Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung beispielhaft erläutert. Es zeigen hierbei:

1: die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Seitenansicht bezogen auf die Laufrichtung eines Läufers;

2: die Vorrichtung nach 1 in einer Rückansicht bezogen auf die Laufrichtung eines Läufers;

3: die Vorrichtung nach 1 in einer Vorderansicht bezogen auf die Laufrichtung eines Läufers;

4: die Vorrichtung nach 1 in einer Ansicht von oben.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 besitzt ein Gehäuse 2 mit einer bezogen auf einen Läufer Innenseite 3, einer Außenseite 4, einer nach vorne weisenden Fläche 5 und einer nach hinten weisenden Fläche 6. Insbesondere ist die Vorrichtung 1 flachrundlich ausgebildet, wobei die vordere Seite 5 und die hintere Seite 6 zusammen ein angenähertes Oval bilden.

Auch die Innenseite 3 und die Außenseite 4 bilden zusammen einen abgerundeten, beispielsweise in etwa ovalen oder etwas schief ovalen Körper.

An der Innenseite 3 sind vertikal übereinander zwei Kunststoffclipse 7 angeordnet, wobei die Kunststoffclipse 7 über einen Anbindungsbereich 8 verfügen, an dem sie insbesondere einstückig an der Innenseite 3 angeordnet sind und über je zwei Clipsarme 9 verfügen, welche sich etwa halbrundförmig von der Innenseite 3 wegerstrecken. Die Clipse 7 sind in an sich bekannter Art und Weise aus Kunststoff ausgebildet und erstrecken sich bogenförmig über einen Radiusmittelpunkt 10 des die Armkrümmung bestimmenden Radius, um einen sicheren Halt an einem entsprechenden Stock zu gewährleisten.

Das Gehäuse 2 der Vorrichtung 1 ist vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet und nimmt eine elektronische Platine (nicht gezeigt) sowie austauschbare elektrische Energieversorgungseinrichtungen, wie Batterien oder Akkus, auf.

Anstelle der austauschbaren Energieversorgungseinrichtungen, wie Batterien oder Akkumulatoren kann die Vorrichtung 1 auch über fest eingebaute aufladbare Energieversorgungseinrichtungen verfügen, die mit dem Prinzip der Induktionsladung aufgeladen werden. Die kann Aufladung über eine in der Vorrichtung vorhandenen Spule, in die Spannung induziert wird, erfolgen, wobei hierfür eine externe Ladevorrichtung vorgesehen ist, die entsprechend in das Gehäuse 2 eingreift oder ein so genannter Schüttelinduktor, bei dem die Bewegung der Vorrichtung bzw. des Stocks in die Bewegung eines Induktors umgewandelt wird, der eine entsprechende Spannung erzeugt.

Im Bereich der Vorderseite 5 und der Rückseite 6 besitzt das Gehäuse transparente Gehäusebereiche 11 bzw. kuppelartige transparente Gehäusebereiche 11, unter denen, vorzugsweise im Bereich einer horizontal verlaufenden Symmetrieachse 12, je eine Leuchtdiode 13, 14 an der Platine angeordnet sind, so dass die Leuchtdioden 13, 14 im Bereich der transparenten Kuppeln 11 allseitig sichtbar sind.

Im Bereich der Außenseite 4 ist ein Schalter 15 zum Ein- und Ausschalten der Vorrichtung 1 angeordnet.

Von den transparenten Bereichen 11 zum übrigen Gehäusebereich des Gehäuses 2, der vorzugsweise nicht transparent ist, können Trennwandungen (nicht gezeigt) vorhanden sein, wobei die Trennwandungen von den Dioden durchgriffen werden und die Trennwandungen selber zur Erhöhung der Reflektion reflektierend bzw. verspiegelt ausgebildet sind.

Vorzugsweise ist eine vordere Diode 13 eine Diode, die weißes Licht abstrahlt, während die hintere Diode 14 vorzugsweise rotes Licht abstrahlt.

Selbstverständlich ist auch eine Mehrzahl von Leuchtdioden denkbar, welche nach vorne und/oder hinten abstrahlend angeordnet ist, wobei die Dioden einen gemeinsamen Reflektor, keinen Reflektor oder jede für sich einen einzelnen Reflektor oder eine Reflektorgrube, in der die Leuchtdioden angeordnet sind, besitzen können.

Durch die Leuchtdioden ergibt sich für den Betrachter, insbesondere für Autofahrer ein typisches Bewegungsmuster, insbesondere wenn an zwei Stöcken, die betätigt werden, die Vorrichtungen 1 befestigt sind. Dieses Bewegungsleuchtmuster ist genauso typisch wie beispielsweise das Fahrradpedalreflektionsmuster eines Radfahrers.

Um zu verhindern, dass die Vorrichtung 1 mit den Clipsen 7 an einem Stock durch die Erschütterung herunterrutscht, können bei der Herstellung der Clipse 7 und/oder des Gehäuses 2 im Bereich der Flächen, mit denen die Clipse an einem Stock anliegen, weiche Kunststoff- oder Gummieinlagen eingespritzt sein, die eine verbesserte Haftreibung mit der Oberfläche eines Stocks besitzen. Ferner kann an dem Gehäuse 2 ein zusätzlicher O-Ring befestigt sein, der die Haftung verbessert.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind anstelle von Clipsen 7 Textilstreifen vorhanden, vorzugsweise Textilstreifen mit im Textil vorhandenen Weichkunststoff oder Gummifilamenten, wobei die Textilstreifen (nicht gezeigt) über eine Klettverschlusseinrichtung und/oder einer Schnalleneinfädelverschlussvorrichtung oder einer Druckknopfverschlusseinrichtung oder einer sonstigen Verschlusseinrichtung verfügen, die eine eng anliegend straffe Anordnung der Textilstreifen und damit eine Befestigung der Vorrichtung 1 an Stöcken ermöglicht.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind weitere elektronische Funktionen auf der Platine vorhanden und insbesondere eine entsprechende Anzeigevorrichtung, wie ein LCD-Display an einer oder mehrerer Außenflächen 4, 5, 6 der Vorrichtung 1 vorhanden.

Eine solche weitere elektronische Einrichtung ist beispielsweise ein Schrittzähler oder eine Uhr, insbesondere eine Stoppuhr zur Bestimmung der Länge der Betätigung und/oder in Verbindung mit dem Schrittzähler und der Uhr ein Schrittfrequenzzähler vorhanden, der beispielsweise auch aus Kennfeldern aufgrund der Schrittfrequenz den Kalorienbedarf der körperlichen Betätigung anzeigt. Dementsprechend sind für die Funktionen weitere Bedienelemente, vorzugsweise an der Außenseite 4, vorhanden.

Die Gehäuseform kann von der gezeigt eleganten Gehäuseform abweichen und flachkreis-scheibenförmig, flachrundlich, flacheckig, quaderförmig oder in sonstiger Weise ausgebildet sein; die Gehäuseform ist für die Funktion von untergeordneter Bedeutung.

Zudem ist es nicht zwingend notwendig die Dioden bzw. Beleuchtungseinrichtungen von außen mit einer transparenten Kunststoffhaube abzudecken. Für die Funktion kann es ausreichend sein, die Dioden über eine Gehäusewandung vorstehend freiliegend anzuordnen.

1
Vorrichtung
2
Gehäuse
3
Innenseite
4
Außenseite
5
vordere Seite
6
hintere Seite
7
Kunststoffclipse
8
Anbindungsbereich
9
Clipsarme
10
Radiusmittelpunkt
11
transparenter Gehäusebereich
12
Symmetrieachse
13
Leuchtdiode
14
Leuchtdiode
15
Ein-/Ausschaltknopf


Anspruch[de]
Illuminationsvorrichtung zum lösbaren Befestigen an Wanderstöcken, Gehstöcken, Nordic-Walking-Stöcken, Skistöcken und dergleichen, wobei die Vorrichtung (1) ein Gehäuse (2) besitzt und an dem Gehäuse (2) eine Einrichtung (7) zur Befestigung des Gehäuses (2) an einem Handstock angeordnet ist, wobei die Vorrichtung (1) zumindest eine erste Beleuchtungseinrichtung besitzt, die vom Gehäuse (2) weg sichtbares Licht abstrahlt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine zweite Beleuchtungseinrichtung (14) besitzt, die am Gehäuse (2) der ersten Beleuchtungseinrichtung (13) gegenüberliegend angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtungen (3, 4) so am Gehäuse (2) angeordnet sind, dass in an einem Stock befestigten Zustand und bei bestimmungsgemäßen Gebrauch die eine Beleuchtungseinrichtung (13) Licht in Laufrichtung des Stockbenutzers und die andere Beleuchtungseinrichtung (14) Licht gegen die Laufrichtung des Benutzers abstrahlt. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (7) aus einem oder mehreren Kunststoffclipsen (7), Textilstreifen mit einer Verschlusseinrichtung und/oder elastischen Bändern ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) eine elektronische Platine beinhaltet. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) austauschbare oder fest eingebaute, elektrische Energieversorgungseinrichtungen aufnehmend ausgebildet ist, oder elektrische Energieversorgungseinrichtungen umfasst, die mit dem Prinzip der Induktionsladung aufladbar sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer in Laufrichtung liegenden Vorderseite (5) und/oder einer gegen die Laufrichtung befindlichen Rückseite (6) des Gehäuses (2) das Gehäuse (2) transparente Gehäusebereiche (11) bzw. kuppelartige transparente Gehäusebereiche (11) besitzt, unter denen je eine Beleuchtungseinrichtung (13, 14) an der Platine angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse ein Ein-/Ausschaltknopf (15) angeordnet ist, mit dem die Beleuchtungseinrichtungen einzeln oder gemeinsam ein- und/oder ausschaltbar ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtungen (13, 14) Leuchtdioden sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (13, 14) Licht gleicher oder unterschiedlicher Farbe abstrahlen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Platine Funktionselemente angeordnet sind, die über Erschütterung Schritte zählen und/oder eine Uhr und/oder Stoppuhrfunktion auf der Platine angeordnet ist, so dass die Vorrichtung Schrittzahl, Schrittfrequenz und Betätigungsdauer erfassen kann. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kalorienrechner auf der Platine vorhanden ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anzeige der Schrittzahl und/oder Schrittfrequenz und/oder Uhrzeit und/oder Dauer einer Betätigung und/oder Kalorienanzeige eine Anzeigevorrichtung am Gehäuse (2) vorhanden ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Funktionen der Vorrichtung Betätigungseinrichtungen am Gehäuse, insbesondere Schalter, vorhanden sind.






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