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Dokumentenidentifikation DE202007012284U1 29.11.2007
Titel Chirurgischer Retraktor
Anmelder AESCULAP AG & Co. KG, 78532 Tuttlingen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202007012284
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.11.2007
Registration date 25.10.2007
Application date from patent application 01.09.2007
IPC-Hauptklasse A61B 17/02(2006.01)A, F, I, 20070901, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen chirurgischen Retraktor mit einem einen freien Innenraum umgebenden Halterahmen, an dem auf gegenüberliegenden Seiten des Halterahmens jeweils eine Valve gehalten ist.

Derartige Retraktoren werden verwendet, um mittels der Valven Körpergewebe zurückzuhalten und Körperöffnungen zu dilatieren, so dass der Zugang in das Körperinnere durch diese Körperöffnungen freigelegt wird.

Es sind eine große Anzahl derartiger Retraktoren bekannt, beispielsweise können die Retraktorblätter über Zahnradantriebe und Zahnstangen in ihrem Abstand eingestellt werden (DE 197 08 587 C1), oder es ist möglich, den Querschnitt der Zugangsöffnung, den die Valven freigeben, dadurch zu verändern, dass die Valven um eine quer zur Zugangsrichtung verlaufende Achse verschwenkbar gelagert sind (US 7,182,729; US 2003/0191371 A1).

Es sind auch längenveränderbare Valven bekannt, um auf diese Weise die Valven an die anatomischen Gegebenheiten anzupassen (US 2005/0137461 A1). Für verschiedene Operationen und für verschiedene Zugänge zu den Operationsgebieten werden unterschiedliche Anforderungen an derartige Retraktoren gestellt. Es gibt Retraktoren, die nach Art eines Spekulums zwei im Querschnitt etwa halbkreisförmige Valven aufweisen, die aneinandergelegt einen im wesentlichen kreisförmigen Kanal freihalten und die durch gegenseitiges Verschwenken oder durch Vergrößerung ihres Abstandes den Querschnitt des Kanals aufweiten können. Weiterhin sind Retraktoren bekannt, bei denen die Valven nicht halbkreisförmig gebogen, sondern eher blattförmig ausgebildet sind. Diese blattförmigen Valven werden nicht zur Ausbildung eines Kanales verwendet, sondern zum Zurückhalten des Gewebes, dazu weisen die Valven einen relativ großen Abstand voneinander auf, der der Breite des gewünschten Zugangs entspricht. Der Abstand der Valven kann eingestellt werden, so dass auch die Größe der Zugangsöffnung veränderbar ist.

Bei vielen Retraktoren dieser Art sind sehr aufwändige Verstellmechanismen notwendig, um die Retraktoren jeweils an die gewünschten Zugänge anzupassen, und es ist auch in der Regel notwendig, verschiedene Typen von Retraktoren vorrätig zu halten, da teilweise spekulumartige Retraktoren und teilweise Retraktoren mit blattförmigen Valven benötigt werden.

In der Praxis wäre es jedoch wünschenswert, einen chirurgischen Retraktor zur Verfügung zu haben, der an unterschiedliche anatomische Gegebenheiten optimal anpassbar ist, so dass mit einem Typ eines Retraktors unterschiedliche Zugangsarten realisiert werden können.

Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen chirurgischen Retraktor so auszubilden, dass er möglichst vielseitig einsetzbar ist.

Diese Aufgabe wird bei einem Retraktor der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Retraktor modular aufgebaut ist mit zwei jeweils eine Valve tragenden Rahmenhälften, dass jede Rahmenhälfte eine Zahnstange trägt, die zur Verbindung der Rahmenhälften jeweils in einen Führungsschacht der anderen Rahmenhälfte eingeschoben ist, und dass der Abstand der Rahmenhälften durch Verschiebung der Zahnstangen in dem Führungsschaft der jeweils anderen Rahmenhälfte verstellbar ist.

Durch den modularen Aufbau wird es möglich, den Retraktor an die jeweils gewünschte Zugangsart anzupassen, außerdem können auch Größen der einzelnen Module frei gewählt und miteinander kombiniert werden. Die Ausbildung des Rahmens aus zwei Rahmenhälften, die über Zahnstangen miteinander verbunden sind, hat den großen Vorteil, dass der Abstand dieser Rahmenhälften über die Zahnstangen klemmungsfrei und sehr feinfühlig verändert werden kann, und zwar auch nach dem Einsetzen des Retraktors in den Körper, so dass der Operateur jederzeit die Möglichkeit hat, die Größe der Zugangsöffnung anzupassen.

Vorteilhaft ist es, wenn zur Verstellung des Abstandes an jeder Rahmenhälfte ein drehbares Vorschubelement gelagert ist, welches mit den Zähnen der Zahnstange der jeweils anderen Rahmenhälfte kämmt.

Eine besonders günstige Ausgestaltung eines solchen Vorschubelementes trägt zwei Stifte, die mit der Zahnstange kämmen. Ein solches drehbares Vorschubelement hat den Vorteil, dass es sich in bestimmten Winkelstellungen des drehbaren Vorschubelementes selbst verriegelt, das heißt ein Druck auf die Valven, der durch das umgebende Gewebe ausgeübt wird, führt nicht dazu, dass die Valven vollständig zusammengeschoben werden, sondern das drehbare Vorschubelement dreht sich nur um einen bestimmten Winkel und blockiert dann die Valven in dieser Stellung, die beibehalten wird, bis das drehbaren Vorschubelement wieder aktiv von dem Benutzer verdreht wird.

Allerdings erfolgt diese selbsthemmende Blockierung nur in bestimmten Winkellagen, die bei zwei Stiften jeweils um 180° einander gegenüber liegen, so dass eine Fixierung der beiden Rahmenhälften nur in bestimmten größeren Schritten erfolgt. Um eine Festlegung der beiden Rahmenhälften in sehr exakter Weise zu ermöglichen, wird daher gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass das drehbare Vorschubelement und die Rahmenhälfte lösbare Rastelemente tragen, die eine freie Verdrehbarkeit des Vorschubelementes in einer Drehrichtung ermöglichen, die Verdrehung des Vorschubelementes in der entgegengesetzten Drehrichtung aber verhindern und nur nach einer bewussten Lösung der Rastelemente ermöglichen. Das drehbare Vorschubelement wird also mit einem Freilauf kombiniert, so dass der Operateur bei der Vergrößerung des Abstandes der Valven durch die Rastelemente nicht behindert wird, die Valven werden aber gegen eine Annäherung gesichert, und zwar in jeder Position, nicht nur in der bevorzugten Winkelstellung des drehbaren Vorschubelementes, in der durch die zwei Stifte eine Selbsthemmung eintritt.

Beispielsweise können die Rastelemente einen Zahnkranz an dem drehbaren Vorschubelement und eine federbelastete, in den Zahnkranz eingreifende und gegen die Federbelastung vom Zahnkranz entfernbare Rastklinke umfassen. Die Zahnung kann dabei sehr fein gewählt werden, so dass eine Fixierung gegen ein ungewolltes Annähern der Valven in sehr kleinen Schritten erfolgen kann.

Es ist günstig, wenn die Zahnstangen an den Rahmenhälften auswechselbar gehalten sind. Dadurch wird es beispielsweise möglich, aus einem Satz von unterschiedlich langen Zahnstangen die jeweils für einen Einsatzzweck optimale Zahnstangenlänge auszuwählen.

Die Zahnstangen können zur Festlegung an den Rahmenhälften in einen Halteschacht eingeschoben und durch ein federbelastetes Rastelement lösbar in dem Halteschacht festgelegt sein.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das federbelastete Rastelement quer zur Längsrichtung der Zahnstange verschieblich in der Rahmenhälfte gelagert ist und in eine Ausnehmung der Zahnstange eingreift, aus der es entgegen der Federbelastung herausziehbar ist. Zum Zusammenfügen von zwei Rahmenhälften genügt es also, diese mit ihren Zahnstangen in den Halteschacht der jeweils anderen Rahmenhälfte einzuschieben und dann vorzuschieben, bis das federbelastete Rastelement einrastet und die Zahnstange in dem Halteschacht festlegt.

Es ist vorteilhaft, wenn die Rahmenhälften einander soweit angenähert werden können, dass die beiden Valven aneinander anliegen und zwischen sich einen Zugangskanal ausbilden. Man erhält dann einen spekulumartigen Retraktor mit einem allseits von Valven umgebenen Zugangskanal. Insbesondere können die beiden Valven dabei einen halbreisförmigen Querschnitt aufweisen, so dass der entstehende Kanal einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.

Es ist weiterhin günstig, wenn die beiden Valven Durchbrechungen aufweisen. Durch diese Durchbrechungen kann das zurückgehaltene Gewebe geringfügig hindurchtreten und fixiert so die Valven gegen eine Verschiebung gegenüber den Gewebe, insbesondere auch gegenüber einem Herausziehen aus der Körperöffnung.

Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Valven aus einem röntgentransparenten Material bestehen, beispielsweise einem sterilisierbaren Kunststoff, so dass durch die Valven die Röntgensicht auf die knöchernen Strukturen des Körpers nicht behindert wird.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass an einer Valve ein dünnes Rohr gehalten ist, welches einen Lichtleiter umschließt. Dieser kann mit einer herkömmlichen Lichtquelle verbunden werden, so dass in dem Operationsbereich, der von der Valve freigehalten wird, die erwünschte Beleuchtung erfolgen kann.

Günstig ist es dabei, wenn das Rohr in einer Bohrung oder Nut der Valve aufgenommen ist.

Weiterhin kann an der Valve eine lösbare Befestigungsvorrichtung für das Rohr angeordnet sein, so dass das Rohr an der Valve lösbar festgelegt werden kann. Der Operateur hat dadurch die Möglichkeit, das Rohr beispielsweise in seiner Eintauchtiefe zu verstellen.

Die Befestigungsvorrichtung kann bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform ein drehbares Exzenterelement umfassen, das in einer ersten Winkelstellung das Rohr an der Valve festklemmt und ein einer zweiten Winkelstellung freigibt.

Bei einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Befestigungsvorrichtung einen federbelasteten Schwenkhebel umfasst, der das Rohr umgreift und um eine quer zu dessen Längsrichtung verlaufende Schwenkachse verschwenkbar ist, so dass er das Rohr unter der Federbelastung gegen die Valve drückt und dadurch festlegt.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass auf mindestens eine Zahnstange zwischen den beiden Rahmenhälften eine Halterung aufgesetzt ist, die eine seitliche Valve trägt. Dadurch werden zusätzlich zu den beiden Valven der Rahmenhälften noch eine oder zwei seitliche Valven vorgesehen, die insbesondere bei einem größeren Abstand der Valven die Zugangsöffnung zum Körper an drei oder vier Seiten ausbilden.

Durch die Lagerung der Halterung für die seitlichen Valven auf den Zahnstangen werden keine zusätzlichen Lagerungsteile an dem Halterahmen benötigt, so dass ein sehr Platz sparender Aufbau erreicht werden kann.

Die Halterung kann durch einen zwischen die Zähne der Zahnstange eingreifenden Vorsprung längs der Zahnstange festlegbar sein. Vorzugsweise ist der Vorsprung aus dem Eingriff in die Zahnstange entfernbar. Die Zahnstange übernimmt somit zusätzlich auch noch die Aufgabe der Positionierung der Halterung, wobei die Halterung im Bereich zwischen den beiden Rahmenhälften an beliebiger Stelle der Zahnstange positioniert werden kann.

Die Halterung kann insbesondere auf der Zahnstange durch eine lösbare Klemmeinrichtung gehalten sein, beispielsweise kann diese Klemmeinrichtung eine federbelastete, an der Zahnstange anliegende Andruckplatte umfassen.

Auf diese Weise wird die Halterung im Reibschluss an der Zahnstange gehalten und dagegen gesichert, dass sie nach oben abgleitet.

Eine ähnliche Sicherung ist dadurch zu erreichen, dass die Halterung ein die Zahnstange umgreifendes Führungselement trägt.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn die seitliche Valve an der Halterung quer zur Längsrichtung der Zahnstange verschieblich gelagert ist. Dadurch kann die seitliche Valve nicht nur längs der Zahnstange in unterschiedlicher Position angeordnet werden, sondern auch quer dazu. Das heißt, sie kann in Richtung auf die gegenüberliegende seitliche Valve verstellt werden. Diese Verstellung erfolgt unabhängig von der Verstellung der Valven, die an den Rahmenhälften gehalten sind, so dass die Valven insgesamt unabhängig voneinander verstellbar sind.

Zu diesem Zweck kann an der Halterung ein quer zur Längsrichtung der Zahnstange verschiebliches Lagerelement gelagert sein, an dem die seitliche Valve gehalten ist.

Das Lagerelement kann längs des Verschiebeweges auf der Halterung durch eine lösbare Rasteinrichtung festlegbar sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ermöglicht diese Rasteinrichtung in einer Verschieberichtung eine freie Verschiebung, in einer entgegengesetzten Verschieberichtung dagegen blockiert sie die Verschiebung und gibt diese erst nach einer Lösung der Rasteinrichtung frei. Auf diese Weise können die seitlichen Valven ohne weiteres nach außen geschoben werden, also in Richtung einer Dilatation, eine umgekehrte Bewegung ist jedoch blockiert, wenn sie nicht vom Benutzer bewusst freigegeben wird.

Die Rasteinrichtung kann zwei gegen die Wirkung einer Feder zusammendrückbare Schieber umfassen, so dass sichergestellt ist, dass die Freigabe der Rasteinrichtung nur dann erfolgt, wenn beide Schieber gedrückt werden, das versehentliche Drücken eines Schiebers reicht nicht aus, um die Rasteinrichtung freizugeben.

Die Rasteinrichtung kann zwei Zahnreihen umfassen, in die verschiebbare Rastglieder eintauchen.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Valven auswechselbar an den Rahmenhälften beziehungsweise den Halterungen festgelegt sind. Dadurch ist es möglich, die Valven entsprechend den jeweils vorliegenden anatomischen Gegebenheiten einzusetzen, man kann also aus einem Satz von unterschiedlichen Valven, beispielsweise Valven unterschiedlicher Länge, diejenigen auswählen, die für einen besonderen Einsatzzweck geeignet sind.

Es ist vorteilhaft, wenn zur Festlegung der Valven an den Rahmenhälften beziehungsweise den Halterungen eine Aufnahme für einen an den Valven angeordneten Haltebolzen vorgesehen ist, die seitlich offen ist und damit eine seitliche Einführung des Bolzens in die Aufnahme ermöglicht und die eine lösbare Fixiereinrichtung aufweist zur Festlegung des in die Aufnahme eingeschobenen Haltebolzens. Mit einer derartigen Aufnahme ist es möglich, die Valve auch auszuwechseln, wenn der Retraktor eingesetzt ist, da die Valve mit dem an ihr angeordneten Haltebolzen seitlich aus der Aufnahme heraus und gegebenenfalls umgekehrt wieder in die Aufnahme hineingeführt werden kann.

Die Fixiereinrichtung kann vorzugsweise eine Führung umfassen, längs welcher der Haltebolzen geführt in die Aufnahme einschiebbar ist.

Diese Führung kann beispielsweise einen leistenförmigen Vorsprung an der Innenwand der Aufnahme umfassen, der in eine seitliche Vertiefung des Haltebolzens eingreift.

Zur Festlegung der Winkellage des Haltebolzens in der Aufnahme können ineinander greifende Vor- und Rücksprünge an dem Haltebolzen beziehungsweise in der Innenwand der Aufnahme angeordnet sein.

Weiterhin kann ein federbelastetes Rückhalteelement vorgesehen sein, welches den in die Aufnahme eingeschobenen Haltebolzen in dieser eingeschobenen Endstellung lösbar fixiert.

Vorzugsweise ist das federbelastete Rückhalteelement als Kugeldruckstück ausgebildet.

Die Aufnahme kann insbesondere zum Innenraum hin offen sein, so dass die Haltebolzen vom Innenraum aus nach außen gehend in die Aufnahme eingeschoben werden können. Der von den Valven umgebene Innenraum dient damit als Freiraum, durch den die Valven eingeführt und gegebenenfalls auch wieder entnommen werden können.

Die Aufnahme kann geradlinig verlaufen, parallel zu der Längsrichtung der Zahnstangen beziehungsweise bei den seitlichen Valven quer zu dieser Richtung.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist jedoch vorgesehen, dass die Aufnahme von der offenen Seite der Aufnahme zunächst parallel zu der Längsrichtung der Zahnstangen beziehungsweise bei den seitlichen Valven quer zu dieser Richtung verläuft und daran anschließend um etwa 90° seitlich abbiegt. Man erhält damit einen bogenförmigen Verlauf der Aufnahme, der dazu führt, dass der in der Aufnahme festgelegte Haltebolzen gegen eine Verschiebung in Richtung auf den Innenraum gesichert ist. Selbst bei großen Kräften, die die Valven einander annähern, werden diese somit sicher in den Aufnahmen gehalten.

Es ist weiterhin günstig, wenn die Valven an den Rahmenhälften um eine quer zur Längsrichtung der Zahnstangen verlaufende Achse verschwenkbar an den Rahmenhälften gelagert sind.

Desgleichen ist es vorteilhaft, wenn die seitlichen Valven an den Halterungen um eine parallel zur Längsrichtung der Zahnstangen verlaufende Achse verschwenkbar an den Halterungen gelagert sind. Diese Verschwenkbarkeit der Valven ermöglicht es, den Operationsraum zum freien Ende der Valven hin durch Ausschwenken der Valven zu erweitern, und zwar bei Verschwenkbarkeit der Valven und der seitlichen Valven nach allen Seiten hin.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass zur schwenkbaren Lagerung der Valven und/oder der seitlichen Valven die die Valven haltenden Aufnahmen verschwenkbar an den Rahmenhälften beziehungsweise den Halterungen gelagert sind.

Diese Aufnahmen können insbesondere in Lagerplatten angeordnet sein, die verschwenkbar an den Rahmenhälften beziehungsweise den Halterungen gelagert sind.

Dabei ist es vorteilhaft, wenn an der Rahmenhälfte beziehungsweise der Halterung eine Verschwenkeinrichtung für die Aufnahmen angeordnet ist.

Eine solche Verschwenkeinrichtung kann gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform eine Stellschraube umfassen, die im Abstand von der Schwenkachse der Aufnahme an dieser angreift.

Bei einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Verschwenkeinrichtung ein verdrehbares Stellglied umfasst, welches über ein Zahnradgetriebe die Aufnahme verschwenkt. Das Zahnradgetriebe kann insbesondere zwei miteinander kämmende Kegelzahnräder umfassen.

Es ist besonders günstig, wenn die beiden Rahmenhälften gleich ausgebildet sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Retraktor einen Satz unterschiedlich langer Zahnstangen, die es dem Operateur ermöglichen, den Retraktor jeweils mit den Zahnstangen der gewünschten Länge zu bestücken.

Ebenso kann der Retraktor einen Satz unterschiedlich langer Valven und/oder unterschiedlich langer seitlicher Valven umfassen.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:

1: eine perspektivische Ansicht eines chirurgischen Retraktors mit zwei jeweils eine Valve tragenden Rahmenhälften und mit zwei seitlichen Valven;

2: eine vergrößerte Detailansicht der beiden Rahmenhälften des Retraktors der 1;

3: eine Explosionsdarstellung des Retraktors der 1;

4: eine perspektivische Ansicht der beiden Rahmenhälften des Retraktors der 1 ohne eingesetzte Valven und ohne Halterungen für seitliche Valven mit teilweise angehobenen Abdeckungen;

5: eine perspektivische Ansicht der beiden Rahmenhälften der 4 von der Unterseite her mit abgehobenen Abdeckplatten;

6: eine Schnittansicht längs Linie 6-6 in 5;

7: eine Schnittansicht längs Linie 7-7 in 5;

8: eine perspektivische Teilansicht einer Rahmenhälfte mit einer verschwenkbaren Lagerplatte zur Halterung einer Valve mit in eine Aufnahme eingeschobenem Haltebolzen, jedoch ohne Darstellung der am Haltebolzen gehaltenen Valve;

9; eine Draufsicht auf die Rahmenhälfte der 8 im Bereich der verschwenkbaren Lagerplatte;

10: eine Schnittansicht längs Linie 10-10 in 9;

11: eine perspektivische Ansicht einer Rahmenhälfte von der Unterseite her im Bereich der verschwenkbaren Lagerplatte;

12: eine Schnittansicht längs Linie 12-12 in 11;

13: eine Schnittansicht längs Linie 13-13 in 12;

14: eine Vorderansicht einer Rahmenhälfte im Bereich der verschwenkbaren Lagerplatte mit einem Kegelradantrieb zur Verschwenkung der Lagerplatte;

15: eine perspektivische Ansicht einer Rahmenhälfte im Bereich der Lagerplatte mit eingesetzter Valve;

16: Eine Seitenansicht einer Exzenter-Klemmeinrichtung für das Rohr einer Faseroptik in einem Schnitt längs Linie 16-16 in 15;

17: eine perspektivische Ansicht der Exzenter-Klemmeinrichtung der 16 vor dem Einschieben des Rohres einer Faseroptik;

18: eine perspektivische Ansicht einer alternativen Klemmeinrichtung für das Rohr einer Faseroptik mit einem federbelasteten Schwenkhebel;

19: eine Seitenansicht der Klemmeinrichtung der 18;

20: eine perspektivische Explosionsdarstellung der wesentlichen Teile der Klemmeinrichtung der 18;

21: eine perspektivische Ansicht einer auf einer Zahnstange gehaltenen Halterung mit einer seitlichen Valve;

22: eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Rahmenhälfte, einer auf einer Zahnstange der Rahmenhälfte festzulegenden Halterung und eines auf der Halterung verschieblichen Lagerelements mit einer daran gehaltenen seitlichen Valve und

23: eine perspektivische Ansicht der Halterung der 22 mit darauf angeordnetem Lagerelement und mit einem daran gehaltenen Haltebolzen einer seitlichen Valve.

Der in der Zeichnung dargestellte Retraktor 1 umfasst einen sich im Wesentlichen in einer Ebene erstreckenden Halterahmen 2, der aus zwei gleich aufgebauten Rahmenhälften 3, 4 zusammengesetzt ist. Jede Rahmenhälfte 3, 4, von denen nachstehend nur noch eine ausführlich beschrieben wird, weist ein U-förmiges Gehäuse 5 auf mit zwei im Wesentlichen parallelen Schenkeln 6, 7 und einem diese verbindenden Steg 8.

In einem der beiden Schenkel 6 ist ein in Längsrichtung des Schenkels diesen durchsetzender, im Querschnitt rechteckförmiger Führungsschacht 9 angeordnet. Der andere Schenkel 7 weist ebenfalls einen parallel zur Längsrichtung des Schenkels verlaufenden Halteschacht 11 auf, der aber den Schenkel 7 nicht durchsetzt, sondern an der Außenseite der Rahmenhälfte geschlossen ist. In diesem Halteschacht 11 ist eine Zahnstange 10 gelagert, die nach außen über den Schenkel 7 hervorsteht, und zwar parallel zur Längsrichtung des Schenkels 7. Diese Zahnstange 10 ist im Halteschacht 11 an der Innenwand des Halteschachtes 11 anliegend gehalten und wird in Längsrichtung dadurch im Halteschacht 11 fixiert, dass im Schenkel 7 quer zur Längsrichtung der Zahnstange 10 verschieblich eine Klinke 12 gelagert ist, die mittels einer Schraubenfeder 13 mit einem freien Ende 14 in eine seitliche Vertiefung 15 der Zahnstange 10 gedrückt wird. Die Klinke 12 verriegelt damit die Zahnstange 10 gegen eine axiale Verschiebung. Gegen die Wirkung der Schraubenfeder 13 kann die Klinke 12 durch eine Öffnung 16 an der Außenseite des Schenkels 7 in den Schenkel 7 eingedrückt werden, so dass dadurch das freie Ende 14 aus der Vertiefung austritt. Dies gibt die Zahnstange 10 frei. Auf diese Weise kann die Zahnstange ausgewechselt werden, beispielsweise kann sie durch eine Zahnstange mit unterschiedlicher Länge aus einem Satz von Zahnstangen mit verschiedener Länge ersetzt werden. Beim Einschrieben der Zahnstange in den Halteschacht 11 rastet die Klinke 12 automatisch mit ihrem freien Ende 14 in der Vertiefung 15 ein und verriegelt dadurch die Zahnstange 10 selbsttätig. Eine Entnahme ist aber nur möglich, wenn die Klinke 12 durch die Öffnung 16 hindurch gegen die Wirkung der Schraubenfeder 13 eingedrückt wird.

Die beiden Rahmenhälfte 3 und 4 können dadurch zu einem gemeinsamen Halterahmen 2 vereinigt werden, dass jeweils die an einer Rahmenhälfte 3, 4 gehaltenen Zahnstangen 10 in den Führungsschacht 9 der anderen Rahmenhälfte eingeschoben werden. Durch unterschiedlich tiefes Eintauchen der Zahnstange 10 in die gegenüberliegende Rahmenhälfte 3, 4 lässt sich dadurch der Abstand der beiden Rahmenhälften 3, 4 variieren.

Um diese Abstandsvariation kontrollierbar zu gestalten, ist im Schenkel 6 um eine senkrecht auf der Ebene des Halterahmens 2 stehende Drehachse verdrehbar ein Antriebselement 17 gelagert, welches eine obere Lagerscheibe 18 sowie eine untere Lagerscheiben 19 aufweist sowie zwei im gleichen Abstand von der Drehachse und parallel zu dieser verlaufende Mitnahmezapfen 20, 21, die die obere Lagerscheibe 18 mit der unteren Lagerscheiben 19 verbinden. Diese Mitnahmezapfen 20, 21 sind so angeordnet, dass sie in den Führungsschacht 9 eintauchen und mit den Zähnen 22 der Zahnstange 10 kämmen.

In der oberen Lagerscheibe 18 ist an dessen Außenseite ein Innensechskant 23 angeordnet, in den ein Drehinstrument eingesetzt werden kann, mit dessen Hilfe das Antriebselement 17 verdreht werden kann. Beim Verdrehen des Antriebselementes 17 erfolgt eine Verschiebung der Zahnstange 10 und damit eine Änderung des Abstandes der beiden Rahmenhälften 3, 4. Während die Verschiebung in beiden Richtungen ohne weiteres möglich ist, ist es nicht möglich, den Abstand der beiden Rahmenhälften 3, 4 allein dadurch zu verändern, dass die Rahmenhälften 3, 4 einander angenähert oder von einander weggezogen werden, da die Mitnahmezapfen 20, 21 eine derartige Verschiebung hemmen, wenn beide Zapfen in gleicher Weise in den Zwischenraum zwischen Zähnen 22 eintauchen. In dieser Stellung wirkt also das Antriebselement 17 selbsthemmend einer Verschiebung entgegen, diese Selbsthemmung ist nur durch Verdrehen des Antriebselementes 17 mittels eines Werkzeuges aufzuheben.

Allerdings erfolgt eine solche Selbsthemmung immer nur in den um jeweils 180° verschiedenen Winkelstellungen des Antriebselementes 17 und daher relativ grob gerastert.

Aus diesem Grunde trägt die obere Lagerscheibe 18 an ihrem Außenumfang einen fein gezahnten Zahnkranz 24, an dem die Spitze 25 einer Raste 26 anliegt, die im Schenkel 6 quer zu dessen Längsrichtung verschieblich gelagert ist. Die Raste 26 steht aus dem Schenkel 6 hervor und trägt dort eine Druckfläche 27, eine Schraubenfeder 28 verschiebt die Raste 26 im Schenkel 6 derart, dass die Spitze 25 gegen den Zahnkranz 24 gedrückt wird. Durch Druck auf die Druckfläche 27 und gegen die Wirkung der Schraubenfeder 28 kann die Spitze 25 von dem Zahnkranz 24 abgehoben werden. Der Eingriff der Spitze 25 in den Zahnkranz 24 ist dabei so gewählt, dass das Antriebselement 17 in einer Richtung frei verdreht werden kann, wenn die Spitze 25 am Zahnkranz 24 anliegt, in der entgegengesetzten Richtung aber nicht, zur Verdrehung in der entgegengesetzten Richtung muss die Spitze 25 vom Zahnkranz 24 abgehoben sein. Die Spitze 25 der Raste 26 und der Zahnkranz 24 bilden somit einen Freilauf für das Antriebselement 17, das in der Richtung frei verdrehbar ist, in der die Verdrehung zu einer Vergrößerung des Abstands der beiden Rahmenhälften 3, 4 führt. Diese Vergrößerung ist also ohne weiteres erreichbar, dagegen ist es notwendig, die Raste 26 über die Druckfläche zu lösen, wenn die beiden Rahmenhälften 3, 4 einander angenähert werden sollen.

Durch diesen Freilauf ergibt sich eine Hemmung der beiden Rahmenhälften 3, 4 gegen ein Zusammendrücken mit sehr kleinen Schritten, diese kleinen Schritte werden nämlich durch den Abstand der Zähne des Zahnkranzes 24 bestimmt, und dieser Abstand der Zähne ist wesentlich kleiner als der Abstand der Zähne 22 der Zahnstange 10.

Wie aus der Darstellung der 1, 2 und 4 deutlich wird, ist an einer der beiden Rahmenhälften ein Halter 29 befestigt. Mittels dieses Halters 29 kann der gesamte Halterahmen 2 an einer externen, in der Zeichnung nicht dargestellten Haltevorrichtung festgelegt werden, beispielsweise einer Haltevorrichtung an einem Operationstisch.

Die beiden Rahmenhälften 3, 4 tragen jeweils eine Valve 30. Da beide Valven der Rahmenhälfte gleich ausgebildet sind, wird nachstehend nur eine dieser beiden Valven erläutert. Die Valve 30 hat die Form eines halben Kreiszylinders und weist eine größere Anzahl von fensterartigen Durchbrechungen 31 auf, die über die Wandfläche verteilt sind. Am oberen Ende ist die Valve 30 in Form eines radial nach außen abstehenden Flansches 32 umgebogen, und dieser Flansch trägt einen nach unten abstehenden, im Querschnitt kreisförmigen Haltebolzen 33, dessen Längsachse parallel zur Zylindermittelachse der Valve 30 verläuft. Der Haltebolzen 33 ist dauerhaft mit dem Flansch 32 verbunden, beispielsweise durch einen Presssitz oder durch eine Laserschweißung. In der Zeichnung ist teilweise der Haltebolzen 33 isoliert dargestellt, also ohne den Flansch 32 und die zugehörige Valve 30. Diese Darstellungsweise ist gewählt worden, um die Zeichnung zu vereinfachen, in allen Fällen ist ein derartiger Haltebolzen 33 über den Flansch 32 mit einer zugehörigen Valve 30 verbunden.

Mittels des Haltebolzens 33 wird die Valve 30 jeweils im mittleren Teil des Steges 8 einer Rahmenhälfte 3, 4 gelagert. Zu diesem Zweck trägt der Steg 8 im Abstand zueinander zwei parallel zu den Schenkeln 6, 7 verlaufende Lagervorsprünge 34, 35, die zu beiden Seiten einer Lagerausnehmung 36 des Steges 8 angeordnet sind. In dieser Lagerausnehmung 36 ist eine Lagerplatte 37 angeordnet, die über geeignete Lagerwellen 38 verschwenkbar an den beiden Lagervorsprüngen 34, 35 angelenkt ist, die Schwenkachse verläuft dabei parallel zur Längsrichtung des Steges 8. In einer Mittelstellung erstreckt sich die Lagerplatte 37 in der Ebene des Halterahmens 2 und kann nach oben und nach unten um die von den Lagerwellen 38 gebildete Schwenkachse verschwenkt werden.

Zu diesem Zweck ist die Lagerplatte 37 im Abstand zu dieser Schwenkachse mittels eines Lagerstiftes 39 verschwenkbar mit einer Gabel 40 verbunden (13), die höhenverschieblich im Steg 8 gelagert ist. Die Gabel 40 endet in einem Außengewindestift 41, auf den ein Schraubkopf 42 aufgeschraubt ist, der frei verdrehbar in einer Hülse 43 an der Oberseite des Steges 8 angeordnet ist. Der Schraubkopf 42 weist an seiner Außenseite einen Innensechskant 44 zur Aufnahme eines Drehwerkzeuges auf. Beim Verdrehen des Schraubkopfes 42 wird die Eintauchtiefe des Außengewindestiftes 41 verändert, und dies führt zu einer Höhenverschiebung der Gabel 40, da der Schraubkopf 42 sich auf der Oberseite der Hülse 43 abstützt. Durch die Veränderung der Einschraubtiefe und die Höhenverschiebbarkeit der Gabel 40 lässt sich die Lagerplatte 37 um die Schwenkachsen der Lagerwellen 38 verschwenken, wie dies in den 12 und 13 erkennbar ist.

Im Ausführungsbeispiel der 14 ist ein abgewandelter Mechanismus zum Verschwenken der Lagerplatte beschrieben. Bei dieser Anordnung trägt eine der beiden Lagerwellen 38 an ihrer Außenseite ein Kegelzahnrad 45, das mit einem Kegelzahnrad 46 kämmt, welches drehfest mit einer senkrechten Welle 47 und einem drehfest damit verbundenen Schraubkopf 48 verbunden ist. Die Welle 47 mit dem Kegelzahnrad 46 und dem Schraubkopf 48 sind am Steg 8 frei verdrehbar gelagert. Beim Verdrehen des Schraubkopfes 48 erfolgt über die Verdrehung des Kegelzahnrades 46 auch eine Verdrehung des Kegelzahnrades 45, und dadurch wird die Lagerwelle 38 verdreht, die drehfest mit der Lagerplatte 37 verbunden ist. Dies führt zu einer Verschwenkung der Lagerplatte 37.

In der Lagerplatte 37 ist eine schlitzförmige Aufnahme 49 angeordnet, die ausgehend von einem zwischen den Rahmenhälften 3, 4 liegenden Innenraum 50 zunächst parallel zu der Längsrichtung der Schenkel 6, 7 verläuft und dann in einem Bogen quer dazu, so dass das Ende der schlitzförmigen Aufnahme 49im wesentlichen parallel zum Steg 8 verläuft (9). Der Durchmesser der schlitzförmigen Aufnahme 49 entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser des Haltebolzens 33 der Valve 30, an der Innenwand der schlitzförmigen Aufnahme 49 erstreckt sich etwa in halber Höhe eine nach innen vorstehende, wulstförmige Führungsrippe 51, der eine entsprechend geformte Umfangsnut 52 in der Außenwand des Haltebolzens 33 entspricht. Auf diese Weise kann der Haltebolzen 33 von der offenen Seite der Aufnahme 49 her geführt in die Aufnahme 49 eingeschoben werden bis an deren Ende 53. Zur Winkelausrichtung des Haltebolzens 33 wird dieser durchsetzt von einem Wellenstück 54, das an seinen beiden Enden geringfügig über die Außenkontur des Haltebolzens 33 hervorsteht. Dieses Wellenstück 54 taucht bei richtiger Winkelausrichtung in eine entsprechende Vertiefung 55 am Ende 53 der Aufnahme 49 ein (9).

Zur Festlegung des Haltebolzens 33 in dieser eingeschobenen Endstellung ist in der Lagerplatte 37 ein Kugeldruckstück 56 angeordnet mit einem in die Aufnahme 49 hineinragenden, einseitig kugelförmigen Gleitelement 57, das gegen die Wirkung einer Schraubenfeder 58 in die Lagerplatte 37 eingeschoben werden kann, so dass es nicht mehr in den Raum der Aufnahme 49 hervorsteht. Das Gleitelement 57 wird unter der Wirkung der Schraubenfeder 58 normalerweise in den Innenraum der Aufnahme 49 vorgeschoben und taucht dabei in eine entsprechende Vertiefung 59 im Haltebolzen 33 ein, so dass dieser nur gegen eine relativ große Kraft an dem Gleitelement 57 vorbei aus der Aufnahme 49 herausgeschoben werden kann. Bei dieser Verschiebung muss das Gleitelement 57 entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 58 in die Lagerplatte 37 eingedrückt werden, und dies setzt einen kräftigen Druck auf den Haltebolzen 33 in Richtung des Verlaufes der Aufnahme 49 im Bereich von deren Ende 53 voraus.

Die Valve 30 kann auf diese Weise sehr einfach in die Lagerplatte 37 eingesetzt werden, es genügt dazu, den Haltebolzen 33 vom offenen Ende der Aufnahme 49 in diese einzuschieben und dann bis an das Ende 53 vorzuschieben, wobei darauf zu achten ist, dass die Winkelausrichtung so gewählt ist, dass das Ende des Wellenstückes 54 in die Vertiefung 55 eintauchen kann. Ist dies der Fall, hält das Gleitelement 57 des Kugeldruckstückes 56 den Haltebolzen in der eingeschobenen Stellung. Dabei ist wesentlich, dass der Haltebolzen in dieser eingeschobenen Stellung gegen eine Verschiebung gesichert ist, die parallel zur Längsrichtung der Schenkel erfolgen könnte, das heißt auch bei einem großen Druck auf die Valve 30 durch angrenzendes Gewebe besteht nicht die Gefahr, dass der Haltebolzen 33 aus der Aufnahme 49 unbeabsichtigt herausgleiten kann. Trotzdem ist es möglich, durch einen kurzen, kräftigen Druck auf den Haltebolzen 33 diesen wieder aus der Aufnahme 49 herauszudrücken, so dass die Valve 30 gewechselt werden kann.

An mindestens einer der beiden Valven 30 ist in der Wand eine senkrechte Nut 60 angeordnet, in die ein dünnes Röhrchen 61 von oben nach unten einschiebbar ist. Dieses Röhrchen 61 kann einen Außendurchmesser von 3 mm aufweisen, die Nut 60 ist vorzugsweise als Nut mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet, deren Innenwand sich über etwas mehr als 180° erstreckt, so dass das in die Nut 60 eingesteckte Röhrchen 61 in der Nut 60 zwar in Längsrichtung frei verschiebbar ist, gegen eine seitliche Verschiebung aber gesichert ist.

Die Nut 60 endet an ihrem unteren Ende in einem Fenster 62 der Vertiefung. Das Röhrchen 61 nimmt einen in der Zeichnung nicht näher dargestellten Lichtleiter auf, der über einen seitlich abgebogenen Anschluss 63 mit einer in der Zeichnung ebenfalls nicht dargestellten, konventionellen Lichtquelle verbunden werden kann. Auf diese Weise kann durch das Röhrchen 61 Licht in den Bereich des Fensters 62 transportiert werden, so dass am unteren Ende der Valve 30 ein beleuchteter Bereich entsteht.

Zur Festlegung des Röhrchens 61 in der Nut 60 gegen eine axiale Verschiebung ist am oberen Ende der Valve 30 im Bereich des Flansches 32 eine Klemmeinrichtung 64 angeordnet. Bei dem Ausführungsbeispiel der 15 bis 17 umfasst diese Klemmeinrichtung ein mit einem Zapfen 65 in eine Öffnung 66 des Flansches 32 eintauchendes Lagerglied 67, welches eine Durchstecköffnung 68 für das Röhrchen 61 aufweist. Neben der Durchstecköffnung 68 ist frei drehbar eine Exzenterscheibe 69 gelagert, die einen Innensechskant 70 für ein Drehinstrument aufweist. Die Exzenterscheibe 69 kann zwischen einer Freigabestellung, in der sie nicht an einem durch die Durchstecköffnung 68 hindurchtretenden Röhrchen anliegt, und einer Klemmstellung verdreht werden, in der sie seitlich gegen dieses Röhrchen 61 gedrückt ist und dieses dadurch in einer bestimmten Axialstellung festklemmt. Durch Lösen der Exzenterscheibe 69 hat der Benutzer die Möglichkeit, das Röhrchen 61 in der Nut 60 axial in die Höhe zu verschieben, die für die Beleuchtung günstig ist, beispielsweise um das Licht in einem bestimmten Bereich zu fokussieren oder aber um im Gegenteil eine Fokussierung zu vermeiden und Streulicht zu erzeugen. Die einmal erreichte Axialposition kann durch Verdrehen der Exzenterscheibe 69 wieder fixiert werden.

In den 18 bis 20 ist eine alternative Ausgestaltung einer Klemmeinrichtung beschrieben, die ebenfalls am Flansch 32 gehalten ist. Diese Klemmeinrichtung umfasst eine Lageröffnung 71 an einem seitlichen Vorsprung 72 des Flansches 32, durch den ein Schwenkhebel 73 hindurchragt, der an dem Vorsprung v72 eine quer zu seiner Längsachse verlaufende Schwenkachse verschwenkbar gelagert ist. Der Schwenkhebel umgreift mit einem ösenförmigen freien Ende 74 das Röhrchen 61 und endet auf der gegenüberliegenden Seite in einer Druckfläche 75. Eine Schraubenfeder 76 stützt sich mit einem Ende 77 an dem Druckstück und mit dem anderen Ende 78 an dem Vorsprung 72 ab, so dass die Schraubenfeder 76 den Schwenkhebel 73 in eine Klemmstellung verschwenkt, in der das Röhrchen 61 in axialer Richtung festgelegt ist. Durch einen Druck auf die Druckfläche 75 kann der Schwenkhebel 73 entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 76 verschwenkt werden, so dass die Klemmwirkung auf das Röhrchen 61 aufgehoben wird. Das Röhrchen 61 ist dann frei verschiebbar. Beim Loslassen der Druckfläche 75 setzt die Klemmwirkung wieder ein und legt das Röhrchen 61 in der Nut 60 fest.

Bei der beschriebenen Anordnung können die Valven 30 der beiden Rahmenhälften 3, 4 mit ihren Rändern dicht aneinandergelegt werden, wenn die Rahmenhälften 3, 4 vollständig zusammengeschoben sind. Die beiden Valven 30 bilden dann einen Kanal mit kreisförmigem Querschnitt aus, der Retraktor wirkt wie ein Spekulum. Selbstverständlich können die Valven auch eine von der Kreisbogenform abweichende Querschnittsform aufweisen, so dass dann auch bei zusammengeschobenen Valven ein geschlossener Kanal entsteht, dessen Querschnitt von der Kreisform abweicht. Beispielsweise können beide Valven 30 einen elliptischen Querschnitt aufweisen.

Durch Verdrehen der Antriebselemente 17 können die beiden Rahmenhälften 3, 4 in ihrem gegenseitigen Abstand vergrößert werden, dadurch werden auch die Valven 30 voneinander entfernt. Der von den Valven freigehaltene Zugangskanal in den Körper wird dadurch vergrößert. Zusätzlich ist es möglich, die Valven 30 um die durch die Lagerwellen 38 gebildeten Schwenkachsen zu verschwenken, dies erfolgt in einfacher Weise durch Verdrehen des Schraubkopfes 42 oder des Schraubkopfes 48. Damit hat der Operateur die Möglichkeit, den Zugang in gewünschter Weise in seinen Abmessungen und/oder seiner Form zu verändern.

Die Valven können in einfacher Weise ausgewechselt werden, auch wenn der Retraktor eingesetzt ist, da das Auswechseln durch die Verschiebung der Haltebolzen der Valven in Richtung auf den Innenraum 50 bewerkstelligt wird. Der Innenraum 50 bildet somit einen Raum, durch den die Valven herausgenommen beziehungsweise eingeführt werden können. Damit ergibt sich auch hier eine große Freiheit für den Operateur zur Auswahl von Valven der gewünschten Geometrie und Dimension.

Die Beleuchtung des Operationsgebietes erfolgt über das Röhrchen 61, das in die Valve integriert ist und daher keinen zusätzlichen Platz einnimmt. Insbesondere wird durch das Röhrchen die Sicht in den Operationsbereich in keiner Weise beeinträchtigt.

Der Abstand der beiden Rahmenhälfte 3, 4 kann sehr feinfühlig eingestellt werden und wird aufgrund der durch den Zahnkranz 24 und die Raste 26 gebildeten Rasteinrichtung auch in sehr kleinen Schritten gehalten, so dass auch bei großem Druck des umgebenden Gewebes nicht die Gefahr besteht, dass sich die Valven unbeabsichtigt einander annähern. Eine Verstellung ist trotzdem in einfacher Weise dadurch möglich, dass die Rasteinrichtung durch Druck auf die Druckfläche 27 gelöst wird und der Abstand durch Verdrehen des Antriebselementes 17 wieder verstellt wird.

Zusätzlich zu den beschriebenen Merkmalen kann bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform noch vorgesehen werden, dass an dem Halterahmen 2 neben den beiden einander gegenüberstehenden, jeweils an einer Rahmenhälfte 3, 4 gehaltenen Valven 30 eine oder zwei seitliche Valven 79 angeordnet werden. Diese sind ähnlich ausgebildet wie die Valven 30, werden jedoch in der Regel wesentlich schmaler sein und haben häufig eine eher blattförmige Kontur, bilden also keine halbkreisförmigen Zylinder aus, sondern schmale, blattförmige Stege, wie dies aus der Darstellung der 21 ersichtlich ist. Auch diese seitlichen Valven 79 können fensterartige Durchbrechungen 80 aufweisen und tragen an ihrem oberen Ende an einem quer nach außen abstehenen Flansch 81 einen nach unten abstehenden Haltebolzen 82, der vollständig den Haltebolzen der Valven 30 entspricht.

Zur Festlegung der seitlichen Valven 79, die gleich ausgebildet sind, werden diese mittels einer Halterung 83 auf einer Zahnstange 10 festgelegt, und zwar auf dem Bereich der Zahnstange 10, der zwischen den beiden Rahmenhälften 3, 4 frei liegt. Die Halterungen sind für beide seitlichen Valven 79 gleich aufgebaut, nachstehend wird daher nur eine dieser Halterungen 83 näher beschrieben. Im übrigen kann an dem Halterahmen 2 auf gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Halterung 83 festgelegt werden, es ist aber ohne weiteres möglich, auch nur auf einer der beiden Zahnstangen 10 eine solche Halterung mit seitlicher Valve 79 anzuordnen.

Die Halterung 83 umfasst einen Schlitten 84 mit einem Führungsschacht 85 für die Zahnstange 10. Diese tritt durch den Führungsschacht 85 hindurch, so dass der Schlitten 84 längs der Zahnstange 10 frei verschiebbar ist. Der Führungsschacht 85 wird gebildet durch eine obere Anlageplatte 86 des Schlittens 84, die an der Oberseite der Zahnstange 10 anliegt, und durch eine senkrecht von der oberen Anlageplatte 86 nach unten abstehende innere Anlagewand 87, die sich seitlich an die Zahnstange 10 anlegt. Die Anlagewand 87 kann – wie in 22 dargestellt – an der Unterseite noch einen nach innen abstehenden Vorsprung 88 aufweisen, der den Führungsschacht 85 an der Unterseite teilweise verschließt und sich an die Unterseite der Zahnstange 10 anlegt.

Der inneren Anlagewand 87 gegenüber befindet sich eine äußere Anlagewand 89, die an der Zahnreihe der Zahnstange 10 anliegt und die mit einem Vorsprung zwischen mindestens zwei der Zähne 22 der Zahnstange 10 eingreift und dadurch den Schlitten 84 längs der Zahnstange 10 festlegt. Diese vordere Anlagewand 89 ist Teil eines Schiebers 90, der unterhalb der oberen Anlageplatte 86 in dem Schlitten 84 quer zur Längsrichtung der Zahnstange 10 verschieblich gelagert ist und der mittels einer Schraubenfeder 91 so gegen die Zahnstange gedrückt wird, dass die Anlagewand 89 an der Zahnstange 10 anliegt. Der Schieber kann jedoch gegen die Wirkung der Schraubenfeder 91 mittels eines aus dem Schlitten 84 hervorragenden Griffstückes 92 aus dem Schlitten herausgezogen werden, so dass der Vorsprung aus dem Zwischenraum zwischen den Zähnen 22 der Zahnstange 10 austritt und die Zahnstange freigibt. Dann kann der Schlitten 84 längs der Zahnstange 10 frei verschoben werden.

Zur Führung des Schiebers 90 an dem Schlitten 84 sind an diesem Führungsstifte 93, 94 gehalten, die in Langlochöffnungen 95, 96 des Schiebers 90 eintauchen (22).

Auf der oberen Anlageplatte 86 ist ein Lagerelement 97 in Richtung der Verschieberichtung des Schiebers 90 verschiebbar gelagert. Dazu umgreift das Lagerelement 97 die beiden Außenkanten der oberen Anlageplatte 86 auf beiden Seiten mit jeweils nach unten und nach innen gerichteten Führungsvorsprüngen 98, 99.

Die obere Anlageplatte 86 trägt an beiden gegenüberliegenden Längskanten jeweils eine Zahnung 100, 101, und in diese Zahnung greift eine entsprechende Zahnung 102, 103 an zwei Schiebern 104, 105 ein, die an dem Lagerelement 97 quer zur Verschieberichtung des Lagerelementes 97 auf der oberen Anlageplatte 86 verschieblich gelagert sind. Die beiden Schieber 104 und 105 werden durch eine zwischen ihnen angeordnete Schraubenfeder 6 auseinandergedrückt und können gegen die Wirkung der Feder zusammengedrückt werden. Im auseinandergedrückten Zustand greifen die Zahnungen 102, 103 der Schieber 104 beziehungsweise 105 in die Zahnungen 100 und 101 ein und legen dadurch das Lagerelement an der oberen Anlageplatte 86 fest, werden die beiden Schieber 104 und 105 dagegen gegen die Wirkung der Schraubenfeder 106 gegeneinandergedrückt, entfernen sich die Zahnungen voneinander und eine freie Verschiebung des Lagerelementes 97 gegenüber der oberen Anlageplatte 86 und damit gegenüber dem Schlitten 84 wird möglich.

Die Zahnungen 100, 101 einerseits und 102, 103 andererseits sind sägezahnartig ausgebildet, so dass eine Verschiebung des Lagerelementes nach außen, das heißt in Richtung des Griffstückes 92, ohne weiteres möglich ist. Dabei werden die Schieber 104 und 105 zwangsläufig durch die als Aufgleitflächen wirkenden Zähne der Zahnungen gegeneinander geschoben. In umgekehrter Richtung jedoch erfolgt durch die sägezahnartige Ausgestaltung der Zahnung eine Blockierung, das heißt es ist nicht möglich, das Lagerelement 97 nach innen zu schieben, also von dem Griffstück 92 zu entfernen, wenn die Schieber 104 und 105 nicht bewusst gegen die Wirkung der Schraubenfeder 6 gegeneinandergedrückt sind. Damit hat der Operateur die Möglichkeit, den Abstand der Schlitten 84 an den Zahnstangen 10 jederzeit einfach zu vergrößern, zum Verkleinern jedoch müssen die Schieber 104 und 105 betätigt werden.

Jedes Lagerelement 97 trägt eine nach innen vorstehende Lagerplatte 107, in der sich in gleicher Weise wie bei der Lagerplatte 37 an den Rahmenhälften 3, 4 eine Aufnahme 108 befindet, die gleich ausgebildet ist wie die Aufnahme 49 bei der Lagerplatte 37, dies wird daher nicht mehr näher beschrieben.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Lagerplatte 107 fest mit dem Lagerelement 97 verbunden, kann also nicht um eine horizontale Achse verschwenkt werden. Grundsätzlich wäre es aber möglich, auch an dem Lagerelement 97 eine verschwenkbare Lagerplatte mit einer entsprechenden Verschwenkeinrichtung vorzusehen, wie dies an der Lagerplatte 37 der Fall ist.

Mittel der Halterung 83 kann auf eine oder auf beide Zahnstangen 10 eine seitliche Valve 79 aufgesetzt werden, die zusätzlich zu den Valven 30 zur Aufweitung des Operationsbereiches verwendet werden kann. Dabei ist es möglich, zunächst nur mit den Valven 30 aufzuweiten und dann den aufgeweiteten Operationsbereich durch das Einsetzen der Halterungen 83 durch die seitlichen Valven zu vervollständigen, die dann zusätzlich den Zwischenraum zwischen den Valven 30 seitlich aufweiten können. Auch hier ist es möglich, die seitlichen Valven 79 in einfacher Weise auszuwechseln, beispielsweise um Valven verschiedener Länge einzusetzen. Die Halterungen 83 können längs der Zahnstangen 10 in beliebiger Position festgelegt werden, so dass eine hohe Variabilität erreicht werden kann. Die Verschiebung der seitlichen Valven 79, sowohl längs der Zahnstangen 10 als auch quer dazu erfolgt vollständig unabhängig von der Verschiebung der Valven 30, auch dies gibt dem Operateur die Möglichkeit, den Operationsbereich sehr vielseitig zu formen und gegebenenfalls zu verändern, ohne dabei die Lage aller Valven verändern zu müssen.

Der beschriebene Retraktor ist vielseitig einsetzbar, sowohl in Einsatzbereichen, in denen eine spekulumartige Verwendung erwünscht ist, als auch in Einsatzbereichen, bei denen eine großflächige Aufweitung erwünscht ist. Besonders geeignet ist dieser Retraktor daher auch bei speziellen Operationen, beispielsweise bei einem Midline-Zugang im lumbalen Bereich oder bei so genannten Mini-Open-Zugängen, bei denen Zugänge über zwei kleinere Inzisionen 1 bis 2 cm lateral der Wirbelsäule vorgenommen werden.


Anspruch[de]
Chirurgischer Retraktor mit einem einen freien Innenraum umgebenden Halterahmen, an dem auf gegenüberliegenden Seiten des Halterahmens jeweils eine Valve gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Retraktor (1) modular aufgebaut ist mit zwei jeweils eine Valve (30) tragenden Rahmenhälften (3, 4), dass jede Rahmenhälfte (3, 4) eine Zahnstange (10) trägt, die zur Verbindung der Rahmenhälften (3, 4) jeweils in einem Führungsschacht (9) der anderen Rahmenhälfte (4, 3) eingeschoben ist, und dass der Abstand der Rahmenhälften (3, 4) durch Verschiebung der Zahnstangen (10) in dem Führungsschacht (9) der jeweils anderen Rahmenhälfte (4, 3) verstellbar ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung des Abstandes an jeder Rahmenhälfte (3, 4) ein drehbares Vorschubelement (17) gelagert ist, welches mit den Zähnen (22) der Zahnstange (10) der jeweils anderen Rahmenhälfte (4, 3) kämmt. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das drehbare Vorschubelement (17) zwei Stifte (20, 21) trägt, die mit der Zahnstange (10) kämmen. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das drehbare Vorschubelement (17) und die Rahmenhälfte (3, 4) lösbare Rastelemente (24, 26) tragen, die eine freie Verdrehbarkeit des Vorschubelements (17) in einer Drehrichtung ermöglichen, die Verdrehung des Vorschubelements (17) in der entgegengesetzten Drehrichtung aber verhindern und nur nach einer bewussten Lösung der Rastelemente (24, 26) ermöglichen. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente einen Zahnkranz (24) an dem drehbaren Vorschubelement (17) und eine federbelastete, in den Zahnkranz (24) eingreifende und gegen die Federbelastung vom Zahnkranz (24) entfernbare Rastklinke (26) umfassen. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstangen (10) an den Rahmenhälften (3, 4) auswechselbar gehalten sind. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnstangen (10) an den Rahmenhälften (3, 4) in einen Halteschacht (11) eingeschoben sind und durch ein federbelastetes Rastelement (12) lösbar in dem Halteschacht (11) festgelegt sind. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das federbelastete Rastelement (12) quer zur Längsrichtung der Zahnstange (10) verschieblich in der Rahmenhälfte (3, 4) gelagert ist und in eine Ausnehmung (15) der Zahnstange (10) eingreift, aus der es entgegen der Federbelastung herausziehbar ist. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenhälften (3, 4) einander so weit angenähert werden können, dass die beiden Valven (30) aneinander anliegen und zwischen sich einen Zugangskanal ausbilden. Chirurgischer Retraktor nach einen der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Valven (30) einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Valven (30) Durchbrechungen (31) aufweisen. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Valven (30) aus einem röntgentransparenten Material bestehen. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Valve (30) ein dünnes Rohr (61) gehalten ist, welches einen Lichtleiter umschließt. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (61) in einer Bohrung oder Nut (60) der Valve (30) aufgenommen ist. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Valve (30) eine lösbare Befestigungsvorrichtung (64) für das Rohr (61) angeordnet ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (64) ein drehbares Exzenterelement (69) umfasst, das in einer ersten Winkelstellung das Rohr (61) an der Valve (30) festklemmt und in einer zweiten Winkelstellung freigibt. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (64) einen federbelasteten Schwenkhebel (73) umfasst, der das Rohr (61) umgreift. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf mindestens eine Zahnstange (10) zwischen den beiden Rahmenhälften (3, 4) eine Halterung (83) aufgesetzt ist, die eine seitliche Valve (79) trägt. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (83) durch einen zwischen die Zähne (22) der Zahnstange (10) eingreifenden Vorsprung längs der Zahnstange (10) festlegbar ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung aus dem Eingriff in die Zahnstange (10) entfernbar ist. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (83) auf der Zahnstange (10) durch eine lösbare Klemmeinrichtung (90) gehalten ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung eine federbelastete, an der Zahnstange (10) anliegende Andruckplatte (89) umfasst. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (83) ein die Zahnstange (10) umgreifendes Führungselement (88) trägt. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Valve (79) an der Halterung (83) quer zur Längsrichtung der Zahnstange (10) verschieblich gelagert ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass an der Halterung (83) ein quer zur Längsrichtung der Zahnstange (10) verschiebliches Lagerelement (97) gelagert ist, an dem die seitliche Valve (79) gehalten ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement (97) längs des Verschiebeweges auf der Halterung (83) durch eine lösbare Rasteinrichtung (104, 105) festlegbar ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (104, 105) in einer Verschieberichtung eine freie Verschiebung ermöglicht, in einer entgegengesetzten Verschieberichtung dagegen die Verschiebung blockiert und diese erst nach einer Lösung der Rasteinrichtung (104, 105) freigibt. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung zwei gegen die Wirkung einer Feder (106) zusammendrückbare Schieber (104, 105) umfasst. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (104, 105) zwei Zahnreihen (100, 101) umfasst, in die verschiebbare Rastglieder (102, 103) eintauchen. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Valven (30; 79) auswechselbar an den Rahmenhälften (3, 4) beziehungsweise den Halterungen (83) festgelegt sind. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung der Valven (30; 79) an den Rahmenhälften (3, 4) beziehungsweise den Halterungen (83) eine Aufnahme (49) für einen an den Valven (30; 79) angeordneten Haltebolzen (33) vorgesehen ist, die seitlich offen ist und damit eine seitliche Einführung des Haltebolzens (33) in die Aufnahme (49) ermöglicht und die eine lösbare Fixiereinrichtung (56) aufweist zur Festlegung des in die Aufnahme (49) eingeschobenen Haltebolzens (33). Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (49) eine Führung (51) umfasst, längs welcher der Haltebolzen (33) geführt in die Aufnahme (49) einschiebbar ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung einen leistenförmigen Vorsprung (51) an der Innenwand der Aufnahme (49) umfasst, der in eine seitliche Vertiefung (60) des Haltebolzens (33) eingreift. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 31 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung der Winkellage des Haltebolzens (33) in der Aufnahme (49) ineinandergreifende Vor- und Rücksprünge (54, 55) an dem Haltebolzen (33) beziehungsweise in der Innenwand der Aufnahme (49) angeordnet sind. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 31 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass ein federbelastetes Rückhalteelement (56) vorgesehen ist, welches den in die Aufnahme (49) eingeschobenen Haltebolzen (33) in dieser eingeschobenen Endstellung lösbar fixiert. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass das federbelastete Rückhalteelement als Kugeldruckstück (56) ausgebildet ist. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 31 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (49) zum Innenraum (50) hin offen ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (49) geradlinig verläuft parallel zu der Längsrichtung der Zahnstangen (10) beziehungsweise bei den seitlichen Valven (79) quer zu dieser Richtung. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (49) von der offenen Seite der Aufnahme (49) zunächst parallel zu der Längsrichtung der Zahnstangen (10) beziehungsweise bei den seitlichen Valven (79) quer zu dieser Richtung verläuft und daran anschließend um etwa 90° seitlich abbiegt. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Valven (30) an den Rahmenhälften (3, 4) um eine quer zur Längsrichtung der Zahnstangen (10) verlaufende Achse verschwenkbar an den Rahmenhälften (3, 4) gelagert sind. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Valven (79) an den Halterungen (83) um eine parallel zur Längsrichtung der Zahnstangen (10) verlaufende Achse verschwenkbar an den Halterungen (83) gelagert sind. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass zur schwenkbaren Lagerung der Valven (30) und/oder der seitlichen Valven (79) die die Valven (30, 79) haltenden Aufnahmen (49) verschwenkbar an den Rahmenhälften (3, 4) beziehungsweise den Halterungen (83) gelagert sind. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (49) in Lagerplatten (37) angeordnet sind, die verschwenkbar an den Rahmenhälften (3, 4) beziehungsweise den Halterungen (83) gelagert sind. Chirurgischer Retraktor nach einem der Ansprüche 42 oder 43, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rahmenhälfte (3, 4) beziehungsweise der Halterung (83) eine Verschwenkeinrichtung (40, 42; 45, 46, 48) für die Aufnahmen (49) angeordnet ist. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschwenkeinrichtung eine Stellschraube (42) umfasst, die im Abstand von der Schwenkachse der Aufnahme (49) an dieser angreift. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschwenkeinrichtung ein verdrehbares Stellglied (48) umfasst, welches über ein Zahnradgetriebe (45, 46) die Aufnahme (49) verschwenkt. Chirurgischer Retraktor nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnradgetriebe zwei miteinander kämmende Kegelzahnräder (45, 46) umfasst. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rahmenhälften (3, 4) gleich ausgebildet sind. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Satz unterschiedlich langer Zahnstangen (10) umfasst. Chirurgischer Retraktor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Satz unterschiedlich langer Valven (30) und/oder unterschiedlich langer seitlicher Valven (79) umfasst.






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