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Dokumentenidentifikation DE60127392T2 29.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001272997
Titel ELEKTRONISCHE VORRICHTUNG MIT DISPLAY
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder BELL, David A., NL-5656 AA Eindhoven, NL;
SIMONS, Paul R., NL-5656 AA Eindhoven, NL;
BYRNES, Nigel J., NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 60127392
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.03.2001
EP-Aktenzeichen 019277367
WO-Anmeldetag 19.03.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/03000
WO-Veröffentlichungsnummer 2001075505
WO-Veröffentlichungsdatum 11.10.2001
EP-Offenlegungsdatum 08.01.2003
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse G09F 19/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G03B 21/62(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   H04M 1/247(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektronische Anordnung mit einer Wiedergabeanordnung.

Elektronische Anordnungen (wie tragbare Telefone, elektronische Organiser oder PDAs ("Personal Digital Assistant") werden immer komplexer und es ist nun Routine für derartige Anordnungen, eine Pixelwiedergabe zu benutzen um Information für den Benutzer der Anordnung wiederzugeben. Die Benutzerschnittstelle für derartige Anordnungen bietet dem Benutzer zwar eine wachsende Anzahl Möglichkeiten, aber selbstverständlich kann der Betrag an Information, die an einem kleinen Wiedergabeschirm einer tragbaren Anordnung wiedergegeben werden können, ist beschränkt.

Obschon Schirmauflösung schnell verbessert wird, wird das für den Schirm verfügbare begrenzte Gebiet immer eine Beschränkung für den Betrag an Information bedeuten, die auf einfache Art und weise in kleinen tragbaren Anordnungen, wie tragbaren Telefonen, wiedergegeben werden können. Größere Informationsmengen können durch die Verwendung verschachtelter Menüs und baumstrukturierte Datenspeicheranordnungen zur Verfügung gestellt werden, aber mit einer kleinen verfügbaren Wiedergabeanordnung ist der Benutzer verpflichtet, wiederholt aus den begrenzten verfügbaren wiedergegebenen Möglichkeiten zu wählen und zu warten, bis auf den nächsten Navigationspegel der Schnittstelle zugegriffen werden kann, um sogar auf relativ nahe liegende Zweige eines Datenbaums zuzugreifen.

US Patent US4542958 beschreibt eine Wiedergabeanordnung mit einem variablen Aspekt, die zur Verwendung als Verkehrssignal in vielen Situationen vorgesehen ist. Die Wiedergabeanordnung schafft vorbestimmte verbundene Wiedergabeanordnungen als eine direkte Funktion des bestimmten Sehwinkels gegenüber der Wiedergabeanordnung.

US Patent US4541727 beschreibt ein Linsenförmiges optisches System in Kombination mit einer Uhr, damit man durch Änderung des Sehwinkels zwei Bilder sehen kann.

Die Europäische Patentanmeldung EP0590498 beschreibt ein System und ein Verfahren, das Tiefenbilder von Dokumenten verschiedenen Inhalts oder Szenen einfängt, die in einem gedrängten Dokument angeboten werden sollen. Wenn das gedrängte Dokument von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachtet wird, sieht der Zuschauer eine verschiedene Inhaltswiedergabe.

Deswegen ist es u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine verbesserte elektronische Anordnung zu schaffen.

Nach der vorliegenden Erfindung wird eine tragbare elektronische Anordnung mit einer Pixelwiedergabeanordnung und einem Bildablenksystem geschaffen, das über die Wiedergabeanordnung liegt, wobei die Wiedergabeanordnung derart gesteuert wird, dass wenigstens zwei unabhängige Wiedergabebilder geliefert werden, die, wenn über das Bildablenksystem wiedergegeben, aus verschiedenen Betrachtunghswinkeln gegenüber der Wiedergabeanordnung einzeln sichtbar sind.

Durch die vorliegende Erfindung ist es möglich, eine Anordnung zu schaffen, die eine größere Menge an nützlichen Daten für eine bestimmte Wiedergabegröße präsentieren kann.

Die elektronische Anordnung nach der vorliegenden Erfindung hat ein Bildablenksystem, das über die Wiedergabeanordnung liegt, so dass die Anordnung dem Benutzer mehrere Ansichten bieten kann, wobei jede Ansicht von einer anderen Position aus sichtbar ist.

Die Verwendung von Linsenschirmen über Wiedergabeanordnungen ist durchaus bekannt um dem Benutzer autostereoskopische Bilder zu bieten, und das Ablenksystem kann einen Linsenschirm enthalten. Bei autostereoskopischen Anordnungen schafft der Linsenschirm Betrachtungswinkel für verschiedene Bilder, die durch einen Abstand voneinander entfernt sind, und zwar entsprechend dem Abstand der menschlichen Augen. Auf diese Weis werden dem linken und dem rechten Auge des Benutzers verschiedene Bilder zugeführt um das Empfinden eines Stereobildes zu erzeugen ohne dass der Benutzer beispielsweise eine Brille mit verschieden farbigen Linsen zu tragen braucht.

Um Stereobilder zu erzeugen erstrecken sich die Linsen des Linsenschirms von oben nach unten über den Schirm, so dass eine laterale Verschiebung der Betrachtungslage gegenüber dem Schirm dazu führt, dass verschiedene Bilder sichtbar werden.

Die Linsen in dem Bildablenksystem nach der vorliegenden Erfindung können sich über die Wiedergabeanordnung derart erstrecken, dass als eine Funktion des Neigungswinkels des Zuschauers gegenüber dem Schirm verschiedene Bilder sichtbar werden. Auf diese Weise kann ein Benutzer durch Kippung der Anordnung über eine horizontale Achse zwei verschiedene Bilder sehen.

Jede Linse kann mit drei oder mehr Wiedergabebilder assoziiert sein. So kann beispielsweise ein erstes Hauptbild in einer natürlichen Lage der Anordnung gegenüber dem Benutzer geboten werden. Kippung der Anordnung in einer bestimmten Weise kann dazu führen, dass ein Bild wiedergegeben wird, das den vorhergehenden Schirm der Benutzerschnittstellenwiedergabe darstellt. Kippung der Anordnung in der anderen Richtung kann eine Erläuterung in Bezug auf die dem Benutzer zu dem betreffenden Zeitpunkt gebotenen Möglichkeiten schaffen.

Die Wiedergabeanordnung umfasst vorzugsweise eine Pixelwiedergabeanordnung, beispielsweise eine LCD-Wiedergabeanordnung, und die Anordnung kann ein Mobiltelefon sein, obschon dem sachverständigen Leser beim Lesen der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen andere Möglichkeiten einfallen dürften.

Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Mobiltelefons,

2 eine Darstellung, wie verschiedene Bilder am Schirm des Telefons nach 1 gesehen werden können, und

3 eine Darstellung der Ausgangsadressierung für eine Wiedergabeanordnung in dem Telefon nach den 1 und 2, die zu mehreren Bildern führt.

1 zeigt ein Mobiltelefon 10 mit einer Wiedergabeanordnung 12 und einer Anzahl Eingabetasten 14 sowie mit einem Mikrophon 14 und einem Lautsprecher 18.

Die Wiedergabeanordnung 12 umfasst eine Pixelwiedergabeanordnung in Form einer LCD-Wiedergabeanordnung, über die ein Bildablenksystem vorgesehen ist, und zwar in Form eines Linsenschirms 8, von dem Typ, der bisher bei der Erzeugung von autostereoskopischen LCD-Wiedergabeanordnungen verwendet wurde. Eine Wiedergabeanordnung diesen Typs zur Verwendung als autostereoskopische Wiedergabeanordnung ist in EP-A-0 791 847 detailliert beschrieben worden, wobei die Beschreibung derselben durch Bezeichnung als hierin aufgenommen betrachtet werden soll.

Die Wiedergabeanordnung 12 wird derart gesteuert, dass sie wenigstens zwei unabhängige Wiedergabebilder schafft, die, wenn über den Linsenschirm 8 wiedergegeben, aus verschiedenen Betrachtungswinkeln gegenüber dem Schirm 8 einzeln sichtbar sind.

Bei herkömmlichen autostereoskopischen Linsenschirmwiedergabeanordnungen erstrecken sich die Linsen von oben nach unten über den Schirm, so dass verschiedene Bilder durch den Linsenschirm hindurch zu verschiedenen lateralen Stellen des Benutzers gegenüber dem Schirm hin projiziert werden. Die vorliegende Erfindung ist mit dieser horizontalen Trennung von Bildern anwendbar, obschon, wie nachher noch näher erläutert wird, obschon eine vertikale Bildtrennung (durch Verwendung sich horizontal erstreckender Linsen) durchaus möglich ist.

Wie in 1 schematisch dargestellt, erstrecken sich die Linsen 24 des Schirms 8, der über die Wiedergabeanordnung 12 liegt, über die Wiedergabeanordnung 12, so dass die vielen Wiedergabebilder aus verschiedenen Höhenwinkeln gegenüber dem Schirm sichtbar sind. Weiterhin führt eine horizontale Ausrichtung der Linsen dazu, dass dasselbe Bild für das linke wie das rechte Auge des Benutzers wiedergegeben wird. Auf diese Weise können die zwei oder mehrere Bilder durch Kippung des Mobiltelefons 10 um eine horizontale Achse 20 betrachtet werden.

2 zeigt, wie das Telefon 10 um diese horizontale Achse 20 gekippt werden kann. 2A zeigt die normale Betrachtungslage des Mobiltelefons 10, in der der Benutzer den Schirm von einer Stelle aus betrachtet, die im Wesentlichen senkrecht zu der Ebene des Schirms ist. In dieser Lage kann ein Menü mit Eingabemöglichkeiten dem Benutzer wiedergegeben werden, obschon in 2A das Wiedergabebild einfach als "View 1" angegeben ist.

Um ein zweites Bild zu sehen, kann die Oberseite des Telefons in Richtung des Zuschauers gekippt werden, wie in 2B dargestellt. Das wiedergegebene Bild wird als "View 2" bezeichnet und dies kann beispielsweise ein Bild des vorhergehenden Schirms geben, so dass der Benutzer imstande ist, die Strecke der Möglichkeiten, denen er während der vorhergehenden Eingabe von Daten in das Telefon folgte, zurückzurufen. Ein drittes Bild, dargestellt in 2C als "View 3" kann durch Kippung des Mobiltelefons 10 in einer entgegen gesetzten Richtung erhalten werden. Dieser Schirm kann beispielsweise Hilfsinformation über den normalen Schirm, "View 1" erteilen.

Die Verwendung einer Anzahl unabhängiger Wiedergabebilder ermöglicht es, dass der kleine Schirm dem Benutzer zusätzliche Information bieten kann, ohne dass es notwendig ist, Tasten zu berühren, wodurch die Deutlichkeit der Benutzerschnittstelle verbessert wird.

Es gibt mehrere zusätzliche Möglichkeiten, wie die vielen Bilder verwendet werden können. Für ein Quiz beispielsweise kann eine Frage als das eine Bild wiedergegeben werden, und die Antwort kann als ein anderes Bild wiedergegeben werden. Beispielsweise bei Applikationen, herrührend aus dem Internet kann die aus dem Internet erhaltene Information eine bestimmte Steuerung bieten in Bezug auf welche Daten als jedes mögliche Bild wiedergegeben werden sollen.

3 zeigt detailliert, wie die Pixelwiedergabeanordnung adressiert wird um mehrere Bilder zu liefern. Jedes Pixel 22 wird als ein Quadrat in 3 dargestellt, obschon jede Wiedergabestelle ein Triplet aus Pixeln für eine Farbwiedergabe enthalten kann. Jede Linse 24 liegt über drei Reihen von Pixeln 22 und alle Pixel mit der gleichen relativen Lage gegenüber einer Linse 24 werden für einen Benutzer gleichzeitig sichtbar sein. Auf diese Weise kann in 3 die zentrale Reihe mit Pixeln zusammen "View 1" bilden, die obere Reihe mit Pixeln gegenüber jeder Linse 24 kann "View 2" schaffen und die unterste Reihe mit Pixeln gegenüber jeder Linse 24 kann "View 3" liefern, wie dargestellt.

Obschon die Ausführungsform insbesondere in Bezug auf ein Mobiltelefon beschrieben worden ist, kann sie auch auf andere tragbaren Anordnungen, wie Fernbedienungen Rechner, Armbanduhren, PDA-Anordnungen, Funkrufanordnungen und Kombinationsuhren angewandt werden.

Die Wiedergabeanordnung kann eine LCD Anordnung mit aktiver Matrix aufweisen, obschon passive LCD Wiedergabeanordnungen oder andere Typen von Wiedergabeanordnungen, wie polymere LED Wiedergabeanordnungen durchaus verwendet sind.

Die Steuerung der Anordnung zum Schaffen des einwendfreien Wiedergabebildes unter Berücksichtigung des über die Wiedergabeanordnung liegenden Linsenschirms ist nicht beschrieben worden, da das Verfahren zum Kombinieren mehrerer Bilder und der Antriebsschemen zum Betreiben der Wiedergabeanordnung dem Fachmann durchaus bekannt sein dürfte. Auf gleiche Weise wird dem Fachmann der spezifische Entwurf des Linsenschirms und der Wiedergabeanordnung selber bekannt sein.


Anspruch[de]
Tragbare elektronische Anordnung (10) mit einer Pixelwiedergabeanordnung (12) und einem über die Wiedergabeanordnung (12) liegenden Bildablenksystem (8), wobei die Wiedergabeanordnung (12) derart gesteuert wird, dass sie wenigstens zwei voneinander unabhängige Wiedergabebilder (View 1, View 2) liefert, die, wenn mit Hilfe des Bildablenksystems wiedergegeben, aus verschiedenen Sehrichtungen in Bezug auf die Wiedergabeanordnung einzeln sichtbar sind. Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Bildablenksystem (8) einen Linsenschirm aufweist. Anordnung nach Anspruch 2, wobei Linsen des Linsenschirms sich über die Wiedergabeanordnung (12) erstrecken. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, wobei jede Linse des Linsenschirms mit drei oder mehr Wiedergabebildern assoziiert ist. Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Wiedergabeanordnung (12) eine LCD Wiedergabeanordnung ist. Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die genannte Anordnung (10) ein Mobiltelefon ist.






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