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Dokumentenidentifikation DE69535430T2 29.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000830488
Titel VORRICHTUNG ZUM FERTIGSTELLEN VON ECKEN VON ZWISCHENWÄNDEN
Anmelder Stibolt, Paul E., Matteson, Ill., US;
Judy, Russel E., Golden, Col., US
Erfinder Stibolt, Paul E., Matteson, Ill., US;
Judy, Russel E., Golden, Col., US
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69535430
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.06.1995
EP-Aktenzeichen 959230251
WO-Anmeldetag 09.06.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/US95/07387
WO-Veröffentlichungsnummer 1996041927
WO-Veröffentlichungsdatum 27.12.1996
EP-Offenlegungsdatum 25.03.1998
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse E04F 13/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E04B 2/82(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E04F 19/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich auf das Fertigstellen von Innenwänden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf das Fertigstellen der Ränder bzw. Kanten an Schnittstellen, an denen sich Wände treffen.

2. Darlegung des technischen Problems

Trockenbaupaneele werden verbreitet in der Bauindustrie zum Bilden der Innenwände und Decken von Räumen verwendet. Trockenbaupaneele werden aus einem Kern aus Gips oder bewehrtem Gips hergestellt, der mit Papier bedeckt wird. Trockenbaupaneele besitzen die Vorteile, dass sie leicht auf gewünschte Abmessungen zu schneiden und an verschiedenen Arten von Rahmen anzubringen sind. Allerdings ist es sehr schwierig, Trockenbaupaneele derart zu schneiden, dass die Ränder perfekt gerade und glatt sind und einander zum Bilden einer perfekt geraden Ecke treffen können, was ästhetisch erwünscht ist. Wenn zusätzlich die Trockenbaupaneele in die gewünschten Abmessungen geschnitten werden, verbleiben die Ränder der Paneele freigelegt. Dieser freigelegte Gipskern ist weich und neigt zum Bröckeln, sofern die abgetrennten Ränder nicht irgendwie geschützt werden. Dies ist besonders wichtig bei Außenwandecken.

Wenn Wände und Decken durch Rahmenmaterialien wie Holz gebaut werden, sind die hierdurch gebildeten inneren und äußeren Ecken selten perfekt gerade. Geringe Variationen in den Abmessungen der Holzrahmenelemente, ein Sortieren des Holzes und unerfahrene Bauleute führen zu imperfekt geraden Ecken, wo Wände und Decken aufeinander treffen, und wo Wände an Türen und Durchgängen enden. Wenn Trockenbaupaneele dann an den gekrümmten Rahmenmaterialien angebracht werden, werden ihre Schnittstellen ebenso gekrümmt sein.

Eine Vielfalt von Vorrichtungen wurde verwendet, um ein glattes und dauerhaftes Finish für die Schnittstellen bereitzustellen, an denen zwei Trockenbaustücke aneinander anliegen, um eine innere oder äußere Ecke zu bilden. Unter den verwendeten herkömmlichen Vorrichtungen sind Trockenbauband und Metalleckleisten. Herkömmliches Trockenbauband wird als schmales, längliches Band oder Streifen aus porösem Papier bereitgestellt, das zu Rollen gewickelt ist. Das Papier ist manchmal perforiert, um die Feuchtigkeitspenetration zu erhöhen und zu verhindern, dass Luftblasen hinter dem Band eingeschlossen werden. Das Trockenbauband wird zuerst auf Verbindungsstellen und Ränder aneinander anliegender Trockenbaupaneele aufgebracht und wird dann mit feuchtem Putz bedeckt, der manchmal als „mud" („Schlamm") bezeichnet wird. Der Putz wird entlang der Ränder des Bandes ausgebreitet und geglättet, um die Kränze zwischen den Bandrändern und den Trockenbaupaneelen, auf welche das Band aufgebracht ist, zu verbergen. Wenn der feuchte Putz getrocknet ist, können das Band und die Trockenbauwand angestrichen oder auf andere Weise mit einer geeigneten Wandbedeckung bedeckt werden.

Es wird ein großes Maß an Geschicklichkeit benötigt, um den Putz auf beide Seiten einer Innenecke derart aufzubringen, dass eine perfekt gerade Schnittstelle erzielt wird. Ebenso müssen zum Korrigieren der sich aus den verzogenen Rahmenelementen und inkonsistenten Baupraktiken, wie sie oben beschrieben wurden, ergebenden Krümmungen oftmals mehrere Putzschichten aufgebracht werden, wobei zwischen jeder Beschichtung ein ganzer Tag Trocknungszeit benötigt wird. Selbst dann ergibt sich selten eine perfekt gerade Ecke. Es ist ebenso wahrscheinlich, dass die Putzkelle, sofern sie nicht in besonders geschickten Händen ist, die erste Seite des Putzes beschädigen wird, während die zweite Seite aufgebracht wird. Sobald der Putz aufgebracht und getrocknet ist, muss er zu einem geeigneten Finish geschliffen werden, um eine Oberfläche bereitzustellen, die für die Aufbringung von Farbe oder Tapete geeignet ist.

Kassettendecken und Gewölbedecken wurden zuletzt bei Hausbauern und Einkäufern sehr populär. Oftmals bildet die Spitze solcher Decken einen spitzen Winkel. Es ist schwierig, eine herkömmliche Putzkelle in solche Winkel einzusetzen.

Da Trockenbauband aus Papier gebildet ist, ist es sehr flexibel und wird sich verschiedenen Oberflächenkonfigurationen der Ränder einander schneidender Trockenbaupaneele anpassen. Wenn herkömmliches Trockenbauband an den äußeren Ecken von Wänden verwendet wird, führt die Flexibilität des Bandes oftmals zu einer Eckbegrenzung, die unregelmäßig ist, da sich das Band den Unregelmäßigkeiten der freigelegten, getrennten Ränder der Trockenbaupaneele anpasst. Das Band ist ebenso zerbrechlich und diese steht nicht gut einer konstanten physischen Belastung, die an den äußeren Ecken auftritt. Als Ergebnis hieraus kann herkömmliches Trockenbauband nicht an freigelegten äußeren Ecken verwendet werden.

Um äußere Ecken in der Bautechnik fertig zu stellen, werden daher oftmals Metalleckleisten verwendet. Herkömmliche Metallleisten sind mit einem L-förmigen oder winkelförmigen Querschnitt aufgebaut und werden typischerweise aus länglichen, perforierten Streifen aus Metall hergestellt, wie verzinktem Stahl, der dauerhaft mit einer 90 Grad Biegung in Längsrichtung verformt wird, um längliche Winkel zu bilden. Die Metallleiste wird typischerweise an den Schnittstellen benachbarter Trockenbauwände positioniert, die einander unter einem rechten Winkel treffen, um eine Außenecke mit einem Raum zu bilden. Die Abschnitte der Metallleiste werden an ihrem Ort durch die Trockenbaupaneele hindurch an holzbasierten Stütztragelementen angenagelt, die hinter den Trockenbaupaneelen gelegen sind. Feuchter Putz wird dann vor Ort geglättet, um die Metallflansche oder Schenkelelemente der Metallleiste zu bedecken, und die Ränder des Putzes werden geglättet und verteilt, um zu versuchen, die Metallränder zu verbergen.

Während die Steifigkeit der Metallleiste ermöglicht, dass eine äußere Ecke einer inneren Gebäudewand mit einer scharfen, geraden Ecke fertig gestellt wird, die ästhetisch ansprechend ist, bringt die Verwendung einer Metallleiste einige signifikante Probleme mit sich. Mit der Zeit wird die Metalleckleiste rosten, wodurch Rostverschmutzungen erzeugt werden, die deutlich an den Oberflächen der Wände in der Ecke sichtbar sind. Es ist nicht immer möglich, die Ränder der Metallflansche oder die Nagelköpfe, die zum Anbringen der Metalleckleiste an dem Trockenbaupaneel verwendet werden, vollständig zu bedecken, was das gewünschte glatte Erscheinungsbild der Wand beeinträchtigt. Oftmals entwickeln sich Risse in dem darüber liegenden Putz an den äußeren Ecken der Flansche. Um dies zu verhindern, werden oftmals zwei oder drei Putzschichten aufgebracht, wo bei vorherigen Beschichtungen ermöglicht wird, zu trocknen und auszuhärten, was 24 Stunden in Anspruch nehmen kann, bevor eine nachfolgende Beschichtung aufgebracht wird. Wenn die Ecken infolge von Problemen mit dem darunter liegenden Rahmen gekrümmt oder gezackt sind, bedecken Metallleisten nicht ausreichend Oberfläche oder haben nicht genug Flexibilität, um die vorhandenen Ungleichmäßigkeiten auszugleichen. Ein weiteres Problem liegt inhärent in der Tatsache, dass das verformbare Metall, aus welchem die Metallleisten hergestellt sind, eine sehr schlechte Erinnerung hat und dazu neigt, gezahnt oder gewellt zu sein, wonach es schwierig ist, diese gerade zu machen, um ein glattes Finish zu erzeugen. Aufgrund der groben Handhabung, welcher das meiste Material auf einer Baustelle ausgesetzt ist, ist es nicht unüblich, dass die Streifen gewellt, gezahnt und möglicherweise verdreht sind, was diese entweder unnutzbar oder nur zum Erzeugen eines schlechten Endergebnisses nutzbar macht. Zusätzlich werden die Metallstreifen in großen Mengen beim Bau verwendet und können zu beträchtlichen Kosten führen.

Eine Anzahl von Eckfertigstellvorrichtungen wurde entwickelt, um den oben beschriebenen Problemen zu begegnen. Unter diesen Vorrichtungen sind die folgenden:

Swanson und Lamb beschreiben Kunststoffverbindungsstreifen, die reversibel gebogen werden können, um haftend an der inneren als auch der äußeren Ecke befestigt zu werden.

Baker zeigt einen Außeneckverbinder für Wasserbettsockel, bei denen die den Sockel bildenden Paneele in den Verbinder eingefügt sind.

Ellingson stellt eine Schutzstruktur mit einem doppellagigen Wandelement für Außenecken bereit, die aus einem elastischen Material hergestellt ist.

Schaafsma beschreibt zwei Arten von Wandplattenecken, eine für Innenecken, die an dem Ort durch Kitt gehalten wird und eine andere für Außenecken, die an ihrem durch die Trockenbaupaneele selbst gehalten wird. Die erstere ist durch die Tatsache benachteiligt, dass sie nur durch Kitt gehalten ist; falls der Kitt nicht gut an der Trockenbauwand haftet, wird die Ecke lose werden. Die äußere Ecke muss unter den Trockenbaupaneelen platziert werden, was ein beträchtliches Biegen oder, falls sie auf die Ecke vor den Paneelen gesetzt wird, ein bestimmtes Maß an Zusatzaufwand zum Halten der Ecke an ihrem Ort, während die Paneele darüber genagelt werden, erfordert. Beide Ecken verwenden ein Band zum Vorsehen eines glatten Deckfinish, das mit dem Trockenbaufinish durch Aufbringen von Putz und Schleifen versenkt werden kann.

Weinar stellt einen aus Kunststoff oder Metall basierende, T-förmige Eckkonstruktion bereit, bei welcher der Posten des T zwischen den aneinander liegenden Stücken der Trockenbauwand sitzt, und der Querstab liegt oberhalb der Trockenbaupaneele. Ein Teil des ein Paneel bedeckenden Papiers wird um den Querstab gewickelt, um ein fertig gestelltes Erscheinungsbild bereitzustellen, was einen Grad auf einer Seite der Ecke belässt. Diese Eckkonstruktion kann nur an Außenecken verwendet werden.

Schneller beschreibt noch eine weitere Art einer Außeneckleiste aus Metall, bei welcher sich ein zusätzlicher Flansch über den Rand der Trockenbauplatte erstreckt, welche die äußere Ecke bildet. Grate verbleiben auf beiden Seite der Ecke, und diese Eckleiste kann nur an Außenecken verwendet werden.

Bernard präsentiert eine L-förmige Außeneckabdeckung aus Kunststoff, die ein wärmeschrumpfbares Kunststoffband entlang der Arme verwendet, so dass ein Verfahren zum Anbringen auch als ein Verfahren zum Bereitstellen einer glatten Verbindungsstelle zwischen der Abdeckung und der Trockenbauwand. Diese Abdeckung kann für Außenecken mit einer Vielzahl von Winkeln verwendet werden.

Tucker stellt ein Papiertrockenbauwandband bereit, das eine zentral gelegene Kunststoffleiste besitzt, die sich in Längsrichtung entlang des Bandes erstreckt. Putz wird zum Anbringen des Bandes an der Trockenbauwand verwendet. Diese Kunststoffleiste ist dazu ausgelegt, nur mit Außenecken verwendet zu werden.

Conboy beschreibt ein Kunststofftrockenbauband, das sowohl an Innen- als auch an Außenecken verwendet werden kann. Erneut wird dieses Kunststoffband von der Ecke mit Putz gehalten und der Putz wird zum Vorsehen eines fertig gestellten Erscheinungsbildes verwendet.

Tucker beschreibt einen steifen Plastikstreifen mit einem gekrümmten Mittenabschnitt und zwei Flanschen, der an Außen- oder Innenecken mit Klebstoff angebracht wird. Die Flansche werden dann mit Papierbandstreifen und Putz bedeckt.

Weldy stellt ein Wandberandungssystem sowohl für innere als auch äußere Ecken bereit, das einen Kunststoffstreifen mit einem bogenförmigen Mittenabschnitt aufweist, an welchem zwei Flansche unter rechten Winkeln angebracht sind. Der Streifen wird an der Trockenbauwand mit Nägeln angebracht. Es wird dann über dem Streifen geglättet, um die Ränder fertig zu stellen. Die Seite des Streifens, welche nach außen zu dem Raum gewandt ist, kann mit einem Grundanstrich fertig gestellt werden.

Ritchie et al. beschreiben eine Eckleiste für Außenecken, die einen Metallkern besitzt und vollständig durch Papier bedeckt ist. Diese Leiste besitzt eine abgerundete Nase und Seitenflansche. Die Papierbedeckung ist ferner mit einer Verstärkungsemulsion beschichtet. Die Eckleiste wird an die Trockenbauwand angenagelt, und Putz wird zum Verbergen der Ränder verwendet.

Die Druckschrift FR-A-2 700 568 offenbart eine Vorrichtung zum Koppeln zweier Paneele miteinander, die zwei Abschnitte zum Empfangen der Paneele und ein die zwei Abschnitte verbindendes, flexibles Band besitzt. Die Vorrichtung kann an dem flexiblen Band gebogen werden, um eine abgerundete oder „nasige" Ecke zu bilden.

DE 28 04 173 A offenbart ein Paneelaufnahmevorrichtung mit zwei Flügeln, die durch eine flexible Verbindungsstelle verbunden sind, wobei jeder Flügel eine vordere und eine hintere Fläche besitzen kann, wobei die vordere und die hintere Fläche frei von jeglicher Verstärkungsstruktur dazwischen sind.

Es besteht ein Bedarf nach einer Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke, die sowohl an äußeren als auch an inneren Ecken mit verschiedenen Winkeln verbindet werden kann und die eine grundierte Oberfläche für jegliche Ausrichtung bereitstellt. Es besteht ein weiterer Bedarf nach einer Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwand, die zum Bedecken nebeneinander liegender Außenecken verwendet werden kann, wie sie an den Rändern von Innentüren oder anderen Öffnungen mit verschiedenen Abmessungen anzutreffen sind, beispielsweise Durchgängen von einem Raum zu einem anderen. Aufgrund der gekrümmten Ecken, die sich aus verzogenen Baumaterialien und inkonsistenten Baupraktiken ergeben, besteht ein Bedarf nach einer Fertigstellvorrichtung für eine Ecke, die eine perfekt gerade Ecke ohne die Verwendung mehrerer Putzschichten bereitstellen wird. Ebenso wird eine Fertigstellvorrichtung benötigt, welche den Aufbau der Trockenbauwand in spitzgewinkelten Innenecken vereinfachen und die Notwendigkeit zur Verwendung von Putz minimieren wird. Eine der oben beschriebenen Trockenbauwandecken erfüllt diesen Bedarf.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1 bereit.

3. Lösung des Problems

Die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke, die hier beschrieben wird, kann sowohl für innere als auch für äußere Ecken mit verschiedenen Winkeln verwendet werden. Bauherren müssen nicht zwei oder mehr Versionen bestellen, um unterschiedliche Arten von Ecken abzudecken. Die hier beschriebene Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke kann ebenso verwendet werden, um zwei benachbarte, äußere Ecken abzudecken, ohne die Verwendung eines schmalen Streifens eines Trockenbauwandpaneels zwischen den Ecken und zwei Fertigstellvorrichtungen, eine für jede äußere Ecke, zu erfordern. Eine Schicht von Grundierung oder Laminat bedeckt die Seite der Fertigstellvorrichtung für die Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die in den Raum gerichtet ist. Aufgrund dieser Grundierungs- oder Laminatschicht, muss Putz nur an den äußeren Kanten der Eckfertigstellvorrichtung verwendet werden, wo sie an der Trockenbauwand anliegt. Die hier beschriebene Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke besitzt eine Breite, die allgemein gleich zu derjenigen der Trockenbauwandpaneele ist, so dass wenig Putz benötigt wird, um den Bereich zu füllen, in welchem die Trockenbauwandpaneele auf die Fertigstellvorrichtung treffen. Die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung ist in der Lage, gekrümmte, ungleichmäßige Ecken zu verbergen, ungeachtet wie unregelmäßig die Abweichungen sein mögen. Die vorliegende Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke wird direkt an die Rahmenelemente der Wand genagelt, wodurch Stabilität bereitgestellt wird.

Zusammenfassung der Erfindung

Eine Fertigstellvorrichtung, die zum Bilden einer Ecke zwischen zwei Trockenbauwandpaneelen verwendet wird, besitzt einen flexiblen Verbindungsabschnitt, der sich entlang einer vorbestimmten Achse erstreckt. Zwei Flügel sind mit dem flexiblen Verbindungsabschnitt verbunden und erstrecken sich in diesem nach außen in einer auseinander strebenden Beziehung, um eine Ecke mit einem einstellbaren Winkel zu bilden. Jeder Flügel besitzt eine vordere Fläche, eine hintere Fläche und eine Kante distal von dem flexiblen Verbindungsabschnitt. Diese Kante liegt an einem der Trockenbauwandpaneele an und besitzt eine Dicke, die näherungsweise gleich der Dicke der Trockenbauwandpaneele ist. Eine Schicht einer Grundierung oder eines haftenden Laminats ist auf die vordere Fläche der Flügel aufgebracht, so dass Farbe oder Tapete oder andere Wandbedeckungen an der Frontfläche haften können. Die Fertigstellvorrichtung ist in der Lage, sowohl innere als auch äußere Ecken zu bilden. Um innere Ecken zu bilden, wird die Fertigstellvorrichtung entlang des flexiblen Verbindungsabschnitts gebogen. Um äußere Ecken zu bilden, werden Streifen parallel zu dem flexiblen Verbindungsabschnitt von der hinteren Fläche der Flügel entfernt, und die Fertigstellvorrichtung wird entlang der so erzeugten Öffnungen gefaltet.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung kann leichter in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen verständlich werden, in denen:

1 ist eine teilweise Perspektivansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung;

2 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung;

3 ist eine detaillierte Querschnittsansicht, die aus dem umrissenen Abschnitt in 2 entnommen ist und die vordere Fläche der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, die mit einer Grundierungsschicht bedeckt ist;

4 zeigt eine detaillierte Querschnittsansicht, die aus dem umrissenen Abschnitt in 2 entnommen ist und die vordere Fläche einer zweiten Ausführungsform der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, die mit einer Schicht eines haftenden Laminats bedeckt ist;

5 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die derart gebogen ist, um zu inneren Ecken zu passen;

6 ist eine detaillierte Querschnittsansicht des zentralen Verbindungsabschnitts der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke, wie sie in 2 gezeigt ist;

7 zeigt eine detaillierte Querschnittsansicht des zentralen Verbindungsabschnitts der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke, wie sie in 5 gezeigt ist;

8 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die auf eine innere Ecke zwischen einer Wand und einer Decke angewendet ist;

9 ist eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die auf eine an der Oberseite einer Decke gebildete innere Ecke angewendet ist;

10 zeigt eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die um zwei äußere Ecken angewendet ist;

11 ist eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, die um zwei äußere Ecken angewendet ist, die um einen größeren Abstand getrennt sind als die in 10 gezeigten äußeren Ecken;

12(a) zeigt eine detaillierte Querschnittsansicht des entfernbaren Streifens der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung;

12(b) ist eine detaillierte Querschnittsansicht, die das Entfernen des entfernbaren Streifens aus 12(a) zeigt;

12(c) ist eine detaillierte Querschnittsansicht, die zeigt, wie die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke nach dem Entfernen des entfernbaren Streifens aus 12(a) gefaltet wird; und

13 ist eine Querschnittsansicht der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke gemäß der vorliegenden Erfindung, welche das Aufbringen von Putz auf den Verbindungsabschnitt zeigt.

14 ist eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke.

Ausführliche Beschreibung

Wendet man sich 1 zu, sind der linke 102 und rechte 104 Flügel des Fertigstellstreifens für eine Trockenbauwandecke an einem flexiblen, zentralen Verbindungsabschnitt 100 angebracht und erstrecken sich von diesem zu einem distalen Rahmen 110 nach außen. Die Flügel 102, 104 besitzen eine vordere Fläche 106 und eine hintere Fläche 108. Die vordere Fläche 105 und die hintere Fläche 108 erstrecken sich nach außen über die distale Kante 110 der Flügel 102, 104, um die distale Kante 110 abzudecken. Wenn die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke entweder eine innere Ecke oder eine äußere Ecke abdeckt, liegt die hintere Fläche 108 der Vorrichtung neben dem Rahmen einer inneren Wand, während die vordere Fläche 106 nach außen in den Raum gewandt ist, bündig zu der Oberfläche der die Wand bildenden Trockenbauwandpaneele. Die vordere Fläche 106 kann mit einer Schicht aus Grundierung 300 bedeckt sein, wie in 3 gezeigt, so dass jegliche Farbe oder Wandbedeckung, die möglicherweise zum Dekorieren der Wand verwendet wird, leicht anhaften wird. Alternativ kann die vordere Fläche 106 ein haftendes Laminat 400 besitzen, das an dieser angebracht wird, wie in 4 gezeigt.

Die Struktur der Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke ist in 2 deutlicher zu erkennen. Der flexible, zentrale Verbindungsabschnitt 100 ist bevorzugt bogenförmig, jedoch ist ausdrücklich zu beachten, dass jegliche Verbindungsabschnittform, wie V-förmig, U-förmig, C-förmig, etc. verwendet werden kann, die ermöglicht, dass die Vorrichtung über eine Vielzahl von Winkeln an dem zentralen Verbindungsabschnitt 100 gebogen werden kann. Der zentrale Verbindungsabschnitt 100 erstreckt sich entlang einer Achse, die sich geradlinig erstreckt, um eine Ecke oder eine Kante zu bilden.

Eine Anzahl von Streben 206 trennt die hintere Fläche 108 jedes Flügels 102, 104 von der vorderen Fläche 106 des jeweiligen Flügels 102, 104. In der bevorzugten Ausführungsform, die in 1 und 2 gezeigt ist, stellt das Muster der Streben 206 Stabilität für die Struktur der Eckvorrichtung bereit und ermöglicht ebenso, dass die Vorrichtung um äußere Ecken gefaltet werden kann, wie nachfolgend ausführlicher diskutiert. Es wird dem Fachmann ersichtlich sein, dass das in 1 und 2 gezeigte Muster der Streben 206 nicht das einzige Muster ist, das diese Merkmale von Stabilität und Falten bereitstellt, und dass andere Muster geeignet wären und in der vorliegenden Erfindung enthalten sind.

Die Kante 202 der hinteren Fläche 108 erstreckt sich über die Kante 200 der vorderen Fläche 106. Der distale Abschnitt 204 der vorderen Fläche 106 verjüngt sich etwas zu der hinteren Fläche 108, so dass, wie nachfolgend ausführlicher diskutiert, die Kante des Trockenbauwandpaneels in dem Raum 114 zwischen der vorderen Fläche 106 und der hinteren Fläche 108 derart platziert werden kann, dass die Kante 202 der hinteren Fläche 108 und die Kante 200 der vorderen Fläche 106 in enger Anlage zu dem Trockenbauwandpaneel sind. Die hintere Fläche 108 enthält eine Anzahl entfernbarer Streifen 208, 210, die entfernt werden, wenn es erwünscht ist, die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke um äußere Ecken zu falten, wie nachfolgend ausführlicher diskutiert wird.

8 veranschaulicht die innere Ecke, die gebildet wird, wenn eine vertikale Ward auf einen Kassettendeckel oder Kuppeldecke trifft. 9 zeigt die innere Ecke, die an dem Gewölbe einer solchen Decke gebildet ist. In Abhängigkeit vom Design des Gebäudes können diese Ecken Winkel im Bereich von weniger als 90 Grad bei 180 Grad besitzen. Wenn die Fertigstellvorrichtung für eine Trockenbauwandecke verwendet wird, um eine innere Ecke fertig zu stellen, wird zuerst die hintere Fläche 108 direkt an den Rahmen platziert. Der zentrale Verbindungsabschnitt 100 wird von 180 Grad, wie in 6 gezeigt, in dem geeigneten Winkel gebogen, der benötigt wird, um zu dem durch die Ecke hergestellten Winkel zu passen, wie durch einen Pfeil 500 in 5 und einen Pfeil 700 in 7 gezeigt wird.

Als ein Beispiel ist in 8 die Fertigstellvorrichtung an dem Wandrahmen 800 und dem Deckensparen 802 mittels Nägeln 806 angebracht. Die Fertigstellvorrichtung ist aus Kunststoff hergestellt, der weiche genug ist, um zu ermöglichen, dass die Nägel 806 durch den Flansch 112 der hinteren Fläche 108 getrieben werden können, ohne dass vorgeformte Löcher erstellt werden müssen. Es ist ausdrücklich zu beachten, dass andere Verfahren wie die Verwendung von Schrauben, Bolzen, Haftmittel, etc. gleichermaßen wirksam beim Anbringen der Fertigstellvorrichtung an den Stützelementen der Wand oder der Decke sein wird. Die Anbringstelle der Vorrichtung und die Positionen der Nägel 806 können variiert werden, um zu ermöglichen, dass die Vorrichtung Ungleichmäßigkeiten ausgleichen kann, die innerhalb des Rahmens und von einem Rahmenelement 800 zum nächsten bestehen können. Falls erforderlich, können Ausgleichsstücke hinter der Vorrichtung platziert werden, bevor diese durch Nägel 806 angebracht wird. Nachdem die Vorrichtung sicher an dem Rahmen 800 und dem Sparen 802 angebracht worden ist, werden die Kanten der Trockenbauwandpaneele 804 in die Räume 114 zwischen der vorderen Fläche 106 und der hinteren Fläche 108 eingefügt, so dass die Kanten der Trockenbauwandpaneele 804 an den distalen Kanten 110 der Flügel 102, 104 anliegen. In 8 ist zu erkennen, dass die Räume 114 zwischen der vorderen Fläche 106 und der hinteren Fläche 108 gerade große genug sind, um die Trockenbauwandpaneele 804 aufzunehmen, und dass die vordere Fläche 106 und die hintere Fläche 108 eng an den Trockenbauwandpaneelen 804 anliegen. Die Trockenbauwandpaneele 804 verbergen somit die Nägel 806. Die Trockenbauwandpaneele 804 sind an dem Rahmen 800 und dem Sparen 802 auf übliche Weise angebracht.

Wie 13 zeigt, wird dann Putz 1300 auf den sich verjüngenden distalen Abschnitt 204 der vorderen Fläche 106 und die sich verjüngende Kante des Trockenbauwandpaneels 804 aufgebracht, um die Kante 200 zu verbergen und eine glatte, ausgeglichene Oberfläche vorzusehen. Da Putz 1300 nur auf den sich verjüngenden Abschnitt 204 der Fertigstellvorrichtung aufgebracht wird, werden Schwierigkeiten vermieden, die dem Verputzen innerhalb von Ecken inhärent sind. Solche Schwierigkeiten umfassen unter anderem die Schwierigkeit beim Handhaben einer Putzkelle innerhalb einer Ecke, das zum Erzeugen einer perfekt geraden Kante, an welcher sich zwei Seiten der Ecke treffen, benötigte Geschick, und der Notwendigkeit mehrerer Schichten von Putz 1300 zum vollständigen verbergen der Verbindungsstelle zwischen der Fertigstellvorrichtung und der Trockenbauwand oder zum Korrigieren der Ungleichmäßigkeiten, die sich aus Rahmenelementen ergeben, die falsche Abmessungen besitzen, falsch platziert sind oder verzogen sind, wobei jede Lage eine beträchtliche Zeitdauer zum Trocknen benötigt. Sobald Putz 1300 aufgebracht worden ist, kann die Oberfläche der Wand durch Anstreichen, Tapezieren oder jegliches anderes gewünschtes Verfahren fertig gestellt werden. Die auf die vordere Fläche 106 aufgebrachte Grundierung 300 ermöglicht, dass Farbe oder andere Wandbedeckungen an der Frontfläche 106 der Fertigstellvorrichtung anhaften. In einer weiteren Ausführungsform kann ein Laminat 400 haftend an der Frontfläche 106 angebracht sein, um eine Oberfläche für nachfolgendes Anstreichen vorzusehen.

Ein zweites Beispiel der Verwendung der Fertigstellvorrichtung für innere Ecken ist in 9 gezeigt. Hier stellt die Fertigstellvorrichtung eine innere Ecke bereit, im wesentlichen wie sie oben beschrieben wurde, außer dass hier die Ecke diejenige ist, die durch das Gewölbe einer Kassettendecke gebildet ist. Die Vorrichtung wird an den Sparen 900 durch Eintreiben von Nägeln 904 durch die Flansche 112 angebracht. Die Anbringstelle der Vorrichtung und die Positionen der Nägel 904 können variiert werden, um zu ermöglichen, dass die Vorrichtung Ungleichmäßigkeiten ausgleichen kann, die innerhalb der Sparen 900 und von einem Sparen 900 zum nächsten bestehen können. Falls erforderlich können Ausgleichsstücke hinter der Vorrichtung platziert werden, bevor diese durch die Nägel 904 angebracht wird. Die Kanten der Trockenbauwandpaneele 902 werden dann in die Räume 114 zwischen der vorderen Fläche 106 und der hinteren Fläche 108 eingefügt. Wie oben sind diese Räume 114 gerade groß genug, um die Kanten der Trockenbauwandpaneele 902 aufzunehmen, so dass die vordere Fläche 106 und die hintere Fläche 108 in enger Anlage zu den Trockenbauwandpaneelen 902 sind. Die Trockenbauwandpaneele 902 verbergen somit die Nägel 904. Die Trockenbauwandpaneele 902 werden an den Sparen 900 auf übliche Weise angebracht. Putz 1300 wird dann auf den sich verjüngenden distalen Abschnitt 204 der vorderen Fläche 106 und die Kante der Trockenbauwandpaneele 902 aufgebracht, um eine gleichmäßige Oberfläche vorzusehen. Aufgrund der Grundierung 300 oder des Laminats 400, welche die vordere Fläche 106 bedecken, ist es nicht erforderlich, Putz auf dem Rest der vorderen Fläche 106 zu verwenden, und die Schwierigkeiten beim Verputzen innerhalb der durch die inneren Ecken gebildeten, engen Winkel werden vermieden. Die Oberfläche der Wand wird dann angestrichen oder auf andere Weise wie gewünscht fertig gestellt.

Oftmals bestehen äußere Ecken nebeneinander. Zwei Beispiele solcher äußerer Ecken sind in 10 und 11 gezeigt. 10 veranschaulicht äußere Ecken, die durch 2 × 4 Rahmenplatten 1000, 1002 gebildet sind, und 11 zeigt äußere Ecken, die durch 2 × 6 Rahmenplatten 1100, 1102 gebildet sind. Die hintere Fläche 108 enthält mindestens zwei Sätze entfernbarer Streifen 208, 210. Es ist ausdrücklich zu beachten, dass die entfernbaren Streifen 208, 210 an jeglicher geeigneten Stelle an der hinteren Fläche 108 gelegen sein können, und dass die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigten Stellen der Streifen 208, 210 beschränkt ist. Die Streifen 208 werden entfernt, wenn 2 × 4 Platten 1000, 1002 verwendet werden, und die Streifen 210 werden entfernt, wenn 2 × 6 Platten 1100, 1102 verwendet werden. Sobald die Streifen 208 oder 210 entfernt sind, kann die vordere Fläche 106 um die beiden äußeren Ecken gebogen werden. Dieser Vorgang wird nachfolgend beschrieben und ist in 12(a)12(c) gezeigt.

Ein entfernbarer Streifen 208 ist durch eine Anzahl dünner Etiketten 1200 zwischen den Streben 206 parallel zu der hinteren Fläche 108 gehalten. Um einen Streifen 208 zu entfernen, muss man nur dass dünne Etikett 1200 durchbrechen. Der Streifen 208 wird dann in der Richtung des Pfeils 1202 entfernt und weggeworfen. Die vordere Fläche 106 wird dann in der Richtung des Pfeils 1204 gebogen, um eine Ecke zu bilden, die um eine der benachbarten äußeren Ecken passen wird. Es ist zu beachten, dass ein ähnlicher, jedoch spiegelbildlicher Vorgang bei dem zweiten Streifen 208 auftritt, so dass die vordere Fläche 106 gebogen werden kann, um eine zweite Ecke zu bilden, die um die zweite der nebeneinander liegenden äußeren Ecken passen wird. Die Streifen 210 werden auf dieselbe Weise entfernt, um zu ermöglichen, dass die Fertigstellvorrichtung um zwei äußere Ecken gebogen wird, die weiter entfernt sind.

Sobald die Streifen 208 oder 210 entfernt sind und die vordere Fläche 106 gebogen ist, wird die Fertigstellvorrichtung an der Rahmenplatte 1000 oder 1102 unter Verwendung von Nägeln 1004 oder 1104 angebracht. Die Anbringstelle der Vorrichtung und die Positionen der Nägel 1004, 1104 kann variiert werden, um zu ermöglichen, dass die Vorrichtung Ungenauigkeiten ausgleichen kann, die sich aus verzogenen oder falsch bemessenen Rahmenplatten 1000, 1002, 1100, 1102 oder Inkonsistenzen der Baupraktiken ergeben können. Falls erforderlich, können Ausgleichsstücke hinter der Vorrichtung platziert werden, bevor diese durch Nägel 1004 , 1104 angebracht wird. Die Trockenbauwandpaneele 1006, 1106 werden wie oben für innere Ecken beschrieben eingefügt, und die Verbindungsstelle zwischen der Fertigstellvorrichtung und den Trockenbauwandpaneelen 1006, 1106 wird auf dieselbe Weise wie oben beschrieben und in 13 für innere Ecken gezeigt fertig gestellt.

14 zeigt eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese Ausführungsform sieht nur einen Satz entfernbarer Streifen 210 vor, die gleichmäßig beabstandet von dem zentralen Verbindungsabschnitt 110 gelegen sind. Die Anzahl und Komplexität der Streben 206 wurde ebenso vermindert, um die Herstellung der Vorrichtung durch Kunststoffextrusion zu vereinfachen. Die Anordnung der distalen Streben 207 wurde ebenso für eine größere Stützung des sich verjüngenden Endes 204 der vorderen Fläche der Vorrichtung verändert. Falls ein Abschnitt des hinteren Flansches 112 nach hinten gezogen wird, um einen ungleichmäßigen Abschnitt in einem Sparen aufzunehmen, wird die distale Strebe 207 dazu neigen, der sich verjüngenden vorderen Fläche 204 der Vorrichtung zu ermöglichen, eine gerade Kante trotz Unregelmäßigkeiten der darunter liegenden Sparen aufrechtzuerhalten. Nimmt man an, dass die Vorrichtung aus einer Art flexiblem Kunststoff gegossen ist, wird sich die Endstrebe 205 derart verformen, wie es zum Aufnehmen solcher Unregelmäßigkeiten erforderlich ist.

Die obige Offenbarung gibt eine Anzahl von Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung an. Weitere Anordnungen oder Ausführungsformen, die nicht genau dargelegt sind, könnten innerhalb der Lehre der vorliegenden Erfindung, wie sie in den nachfolgenden Ansprüchen dargelegt ist, ausgeführt werden.


Anspruch[de]
Fertigstellvorrichtung zur Verwendung beim Bilden einer inneren oder äußeren Ecke zwischen zwei Trockenbaupaneelen, die Kanten mit einer vorbestimmten Dicke besitzen, wobei die Fertigstellvorrichtung aufweist:

zwei Flügel und einen flexiblen Verbindungsabschnitt, der die zwei Flügel verbindet, wobei die zwei Flügel (102, 104) sich nach außen in einer auseinanderstrebenden Beziehung von dem Verbindungsabschnitt (100) erstrecken, um eine Ecke mit einem einstellbaren Winkel zu bilden, wobei jeder Flügel eine Frontpaneelfläche (106) und eine Kante (110) distal von dem Verbindungsabschnitt (100) zum Anliegen an einem der Trockenbaupaneele besitzt, wobei die distale Kante (110) eine Dicke annähernd gleich der Trockenbaupaneelkantendicke besitzt, wobei die zwei Flügel und der Verbindungsabschnitt eine einstückige Struktur bilden und der Verbindungsabschnitt ein sich linear erstreckendes Gelenk (100) aufweist, das in der Lage ist, eine gerade Ecke zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein extrudierter Abschnitt ist, bei welchem die Flügel die Fronpaneelfläche (106) und eine Rückpaneelfläche (108), die beabstandet in im wesentlichen parallele Beziehung ist, und wobei sich in jedem Flügel eine Mehrzahl beabstandeter Streben (260) zwischen den parallelen, vorderen und hinteren Paneelflächen erstreckt, und zwar an Stellen, die über die jeweiligen Bereiche der Front- und Rückpaneelflächen verteilt sind.
Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch eine Schicht, die auf die Frontfläche des Flügels (106) aufgebracht ist und ermöglicht, dass Farbe an der Frontfläche haftet. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht eine Grundierung (300) aufweist. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht ein Haftlaminat (400) aufweist. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Gelenk (100) einen im wesentlichen bogenförmigen Querschnitt besitzt. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontfläche (106) sich nach außen über die distale Kante (110) erstreckt, um die Trockenbaupaneelkante abzudecken. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückfläche (108) sich nach außen über die distale Kante (110) erstreckt, um einen Flansch (112) zum Anbringen der Fertigstellvorrichtung an einem Rahmen vorzusehen. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückfläche (108) ferner einen Streifen (208) aufweist, der sich im wesentlichen parallel zu dem Verbindungsabschnitt (100) erstreckt, der beseitigt werden kann, um zu ermöglichen, dass ein entsprechender Abschnitt der Frontfläche (106) gebogen wird, um eine zweite Ecke in einem vorbestimmten Abstand von dem Verbindungsabschnitt zu bilden. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückfläche (108) ferner mindestens zwei Streifen (208, 210) aufweist, die im wesentlichen parallel zu und in einem vorbestimmten Abstand von dem Verbindungsabschnitt (100) sind und die entnommen werden können, um zu ermöglichen, dass die Frontfläche (106) um mindestens zwei äußere Ecken in einem vorbestimmten Abstand von dem Verbindungsabschnitt gefaltet werden kann. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus Kunststoff hergestellt ist. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontfläche (106) sich zu der Rückfläche (108) hin verjüngt. Fertigstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung in eine Mehrzahl von Winkeln an dem Verbindungsabschnitt (100) derart gefaltet werden kann, um in Ecken mit einer Mehrzahl von Winkeln zu passen.






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