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Dokumentenidentifikation DE69935483T2 29.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000998684
Titel VERARBEITUNGSVERFAHREN MIT EINER BESONDEREN WELLENFORM FÜR EINEN UNSYNCHRONISIERTEN KOHERENTEN, BREITBANDIGEN BISTATISCHEN RADARBETRIEB
Anmelder Raytheon Co., El Segundo, Calif., US
Erfinder KRIKORIAN, Kapriel V., Agoura, CA 91301, US;
ROSEN, Robert A., Agoura Hills, CA 91301, US
Vertreter Witte, Weller & Partner, 70178 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69935483
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.05.1999
EP-Aktenzeichen 999352826
WO-Anmeldetag 21.05.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/11346
WO-Veröffentlichungsnummer 1999061935
WO-Veröffentlichungsdatum 02.12.1999
EP-Offenlegungsdatum 10.05.2000
EP date of grant 14.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse G01S 13/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G01S 7/292(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G01S 13/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G01S 7/288(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Radarsysteme, und insbesondere ein Verarbeitungsverfahren und eine Wellenform, die einen bistatischen unsynchronisierten kohärenten Betrieb von unsynchronisierten Sendern und Empfängern von bistatischen Radarsystemen bereitstellt.

Ein bistatisches Radarsuchgerät ist bspw. in EP 0 425 141 A2 offenbart.

Die Anmelderin der vorliegenden Erfindung stellt Radarsysteme her, die zur Zielerfassung und Zielverfolgung und Ähnlichem eingesetzt werden. Ein Raketenführungssystem mit verbesserter Illuminator-Streuunterdrückung ist bspw. in US 4,216,472 A offenbart. Die Anmelderin der vorliegenden Erfindung unternimmt kontinuierliche Anstrengungen, um die Leistung zu verbessern und die Anwendungsbereiche für diese Radarsysteme zu erweitern. Bisher bestand ein Ziel der Entwicklungsanstrengungen darin, die Komplexität und die Kosten der Radarsysteme zu reduzieren.

Um dies zu erreichen, hat die Anmelderin der vorliegenden Erfindung bistatische unsynchronisierte Radarsysteme entwickelt, die eine Benutzung von Atomuhren oder Synchronisationsimpulsen nicht erfordern, um einen Sender mit einem Empfänger zu synchronisieren. Die Beseitigung von Synchronisationskomponenten reduziert die Kosten und die Komplexität der Radarsysteme.

Eine Erfindung, die im US-Patent Nr. 5,736,956 offenbart ist, das am 7. April 1998 mit dem Titel „Unlocked W-band Receiver with Coherent Features" erteilt wurde und der Anmelderin der vorliegenden Erfindung gehört, offenbart einen kohärenten Radarempfänger, der eine Impuls-zu-Impuls-Kohärenz aufweist, indem ein unsynchronisierter spannungsgesteuerter Oszillator verwendet wird. Die Wellenform und das Verarbeitungsverfahren der vorliegenden Erfindung ist angelegt, um mit diesem Empfänger zusammenzuarbeiten, um ein bistatisches kohärentes unsynchronisiertes Radarsystem bereitzustellen.

Entsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wellenform und ein Verarbeitungsverfahren bereitzustellen, das einen kostengünstigen kohärenten und frequenzflinken bistatischen Betrieb von unsynchronisierten Radarsendern und -empfängern ermöglicht.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Um die zuvor genannten und andere Aufgaben zu erreichen, stellt die vorliegende Erfindung (wie in den Ansprüchen definiert) ein bistatisches kohärentes unsynchronisiertes Radarsystem und Verarbeitungsverfahren bereit, das eine erweiterte Wellenform benutzt, die einen bistatischen unsynchronisierten kohärenten Betrieb eines unsynchronisierten Radarsenders und Empfängers ermöglicht. Die Wellenform implementiert eine Zwischenimpuls-Fein-Entfernungsauflösung, eine Impuls-zu-Impuls-Kohärenz und eine Burst-zu-Burst-Frequenz-Agilität, um eine verbesserte Zielerfassung und einen robusten Betrieb in elektronischen Abwehrumgebungen bereitzustellen.

Die Verwendung der Wellenform und des Verarbeitungsverfahrens ermöglicht einen kostengünstigen kohärenten und frequenzagilen bistatischen Betrieb, in dem unsynchronisierte Radarsender und -empfänger verwendet werden. Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine Impuls-zu-Impuls-Wellenform-Vielseitigkeit, eine hohe Radarempfindlichkeit, einschließlich verbesserter Erfassung von Zielen mit geringem Radarquerschnitt, und einen wirksamen Betrieb gegen Störsender.

Die Wellenform und das Verarbeitungsverfahren können vorteilhaft mit aktuell entwickelten luftgestützten Radarsystemen verwendet werden, wie bspw. jene, die von der Anmelderin der vorliegenden Erfindung gefertigt werden. Diese Wellenform und das Verarbeitungsverfahren erlauben die Implementierung von kostengünstigen luftgestützten bistatischen Empfängern für verbesserte Zielerfassung und Zielverfolgung in Waffensystemen hoher Präzision.

Das System, in dem die Wellenform und das Verarbeitungsverfahren im Flug getestet wurde, und die Testergebnisse zeigten, dass ein unsynchronisierter kohärenter bistatischer Betrieb erreicht wurde. Zusätzlich ermöglicht die vorliegende Erfindung in Verbindung mit der Erfindung, die im US-Patent Nr. 5,736,956, erteilt am 7. April 1998 mit dem Titel „Unlocked W-band Receiver with Coherent Features" und angemeldet von der Anmelderin der vorliegenden Erfindung offenbart ist, die Implementierung sehr einfacher und kostengünstiger bistatischer Empfänger, die verwendet werden können, um bistatische Systeme zu ersetzen, die verriegelt und/oder synchronisiert sind, indem Atomuhren, Synchronisationsimpulse oder andere Mittel verwendet werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die verschiedenen Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich einfacher mit Bezug auf die folgende detaillierte Beschreibung in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche strukturelle Elemente kennzeichnen, und in denen:

1 eine Betriebsumgebung für ein bistatisches kohärentes unsynchronisiertes bzw. unverriegeltes Radarsystem entsprechend den Prinzipien der vorliegenden Erfindung darstellt;

1a eine beispielhafte Wellenform entsprechend den Prinzipien der vorliegenden Erfindung und deren zugehörigen Parameter zeigt;

2 die Sende- und Empfangs-HF-Sequenzen zeigt, indem die beispielhafte Wellenform von 1 benutzt wird;

3 beispielhafte Flugtestdaten darstellt, die Zwischenimpuls-Biphasenimpuls-Komprimierung zeigt;

4 beispielhafte Flugtestdaten darstellt, die Impuls-zu-Impuls-Signalkohärenz zeigen; und

5 ein Blockdiagramm ist, das ein beispielhaftes Verarbeitungsverfahren entsprechend der vorliegenden Erfindung darstellt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Bezug nehmend auf die gezeichneten Figuren zeigt 1 eine Betriebsumgebung für ein bistatisches kohärentes unsynchronisiertes bzw. unverriegeltes Radarsystem 10 entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Das bistatische kohärente unsynchronisierte Radarsystem 10 umfasst einen Sender 11 und einen Empfänger 12. Der Sender 11 sendet eine Wellenform 20 entsprechend den Prinzipien der vorliegenden Erfindung (2), die eine kontinuierliche Sequenz von Impulsen an unterschiedlichen Frequenzsätzen umfasst. Der Sender 11 sendet ein Summen- und Differenzmuster in die allgemeine Richtung eines Ziels 13. Energie, die von dem Ziel 13 reflektiert wird, wird von dem Empfänger 12 empfangen und verarbeitet, um die Richtung und die Entfernung des Ziels 13 zu bestimmen. Die Wellenform 20 wird gesendet und verarbeitet, um das Ziel 13 zu erfassen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass das Signal auf dem direkten Pfad von dem Sender 11 zu dem Empfänger 12 nicht benötigt wird. Der Empfänger arbeitet, um das Musterzentrum in der gesendeten Wellenform zu finden, die von dem Ziel 13 reflektiert wird. Das Musterzentrum in dem empfangenen Ziel zeigt die Mitte der Reflexion an, die von dem Empfänger 12 erfasst wird. Der Empfänger enthält darüber hinaus keinen Überlagerungsoszillator oder Atomuhr, die den Empfänger mit dem Sender verriegeln würden.

1a zeigt eine typische Wellenform 20 entsprechend den Prinzipien der vorliegenden Erfindung zusammen mit beispielhaften Parametern, die einen bistatischen unverriegelten kohärenten Betrieb des unverriegelten bzw. unsynchronisierten Radarsenders 11 und Empfängers 12 des bistatischen Radarsystems 10 ermöglichen. Die nachfolgende Diskussion beschreibt eine typische beispielhafte Wellenform 20, die einen unverriegelten kohärenten bistatischen Betrieb des unverriegelten Radarsenders 11 und Empfängers 12 ermöglicht. Die Merkmale und die charakteristischen Parameter dieser beispielhaften Wellenform 20 sind wie folgt.

Die beispielhafte Wellenform 20 besitzt eine Frequenzagilität bei 20 msec Intervallen über eine einstellbare Bandbreite von etwa 500 MHz. Die beispielhafte Wellenform 20 besitzt neun Frequenzschritte, die um zumindest 50 MHz getrennt sind, und eine zusätzliche Frequenz im Empfänger 12, die verwendet werden kann, um die Strahlung von einem anderen Radarsender 11 zu empfangen. Bei einem Flugtest, der ausgeführt wurde unter Verwendung einer Ausführungsform des bistatischen kohärent unverriegelten Radarsystems 10, wurden 9 gesendete Funkfrequenzen alle 20 msec abgestuft und ein Rücksignal auf die Erfassungsfrequenz trat alle 80 msec auf. Eine Sendesequenz wie bspw.: AA ZZ AA ... wird verwendet, wobei A und Z Radarimpulse bezeichnen, die mit unterschiedlichen Antennenmustern gesendet wurden. Es versteht sich jedoch, dass andere Impulssequenzen ebenfalls gesendet werden können, falls gewünscht. Die beispielhafte Wellenform 20 nutzt eine Zwischenimpuls-Phasenkodierung, um eine feine Entfernungsauflösung (bspw. 5 Meter) bei einer Impulsbreite von 433 nsec und einer Impulskomprimierung von 13:1 bereitzustellen.

Der bistatische unverriegelte Empfänger 12 muss zunächst ein Signal (Ziel 13) erfassen und dann das Signal (Ziel 13) verfolgen. Der Empfänger 12 kennt das Impulswiederholungsintervall und die Frequenzen, die vom Sender 11 gesendet werden und die Erfassungsfrequenz, die vom Sender 11 nochmals genutzt wird, um die Erfassung zu verbessern. Eine Echtzeiterfassung umfasst die Erfassung des Ziels 13 oder der Reflexion und die Synchronisation des unverriegelten Empfängers 12 mit dem Sender 11. Die nachfolgenden Erfassungsfunktionen werden von dem Empfänger 12 ausgeführt.

Um eine Winkel- und -entfernungserfassung in Echtzeit zu erreichen, wird ein Strahl in die geschätzte Entfernung eines Beleuchtungsstrahls gesetzt, der von dem Ziel 13 reflektiert wird. Eine Minirasterabtastung oder eine konische Abtastung wird verwendet, um den Ort des maximalen (Mustermitte)Signal zu finden. Somit schaut der Empfänger 12 (tastet ab) hinsichtlich des Winkels in eine Richtung zu der empfangenen Energie. Der Empfänger 12 bleibt auf einer vorgewählten (Erfassungs)Frequenz, die von Sender 11 häufiger besucht wird. Der Empfänger 12 bildet Entfernungsbins, die die Energie fortwährend akkumulieren.

Das Ziel 13 (Hauptkeulenreflexion) wird von dem Signal des direkten Pfads von dem Sender 11 unterschieden. Das Signal des direkten Pfads besitzt eine kürzere Entfernung verglichen mit dem Musterzentrum der Hauptkeulenreflexion. Das Zentrum bzw. die Mitte des Reflexionssignals über der Strahlposition wird bestimmt. Eine Suchvorrichtung erkennt das charakteristische Frequenzmuster. Eine Impulswiederholungsintervall(PRI)-Driftabschätzung basiert auf der Erfassungsfunkfrequenz. PRI-Drift wird geschätzt, indem ein Reflexionssignal-Entfernungsverfolger verwendet wird. Die Phase des gesendeten HF-Agilitätszyklusses kann ebenfalls bestimmt werden. Der HF-Zyklus des Empfängers 12 (neun Frequenzen über etwa 500 MHz) und die Zielbestätigung für jeden HF-Schritt wird ausgeführt.

2 zeigt die Sende- und Empfangs-HF-Sequenzen. Der Sender 11 hat die gleiche Sequenz wie der Empfänger 12 außer während Referenzzeitschlitzen. Dies gibt dem Empfänger 12 zusätzliche Zeit in der Erfassungsphase auf der vorbestimmten Frequenz. Somit erfasst die Suchvorrichtung das Ziel 13 bezüglich der Entfernung und des Winkels. Sobald das Ziel 13 bezüglich Entfernung und Winkel erfasst ist, startet der Empfänger 12 das Frequenzspringen mit der empfangenen Sequenz von Signalen und wird auf die Signale verriegelt, die von dem Sender 11 gesendet werden.

Nach der Erfassungsphase (d.h. der Zielverfolgung) kann der Empfänger 12 die Strahlung einer unterschiedlichen Frequenz eines unterschiedlichen Senders 11 und der Zeitperiode verarbeiten, die für die Erfassungsfrequenz belegt wurde. Der Empfänger 12 synchronisiert sich selbst mit dem Sender 11 auf 0,1 msec (wie im Flugtest demonstriert).

Während jedes 20-Millisekunden-HF-Rahmens fügt der Sender 11 einen Abstand zwischen Impulsen (bspw. alle 4,8 msec oder 384 Impulsen) ein, um zu gewährleisten, dass die „A"-Impulse und die „Z"-Impulse in der Sequenz nach der erfolgreichen Erfassung und der Zielverfolgung erkannt werden.

Die Verarbeitung umfasst Zwischenimpuls(13:1)-Entfernungskomprimierungs- und kohärente Impuls-zu-Impuls-Verarbeitung. Die Impuls-zu-Impuls-Verarbeitung wird über 0,4 msec Arrays ausgeführt und umfasst: eine Fast-Fourier-Transformation(FFT 1)-Verarbeitung von Impulsen AA00AA00...AA00, eine Fast-Fourier-Transformation(FFT 2)-Verarbeitung der Impulse 00ZZ00ZZ ... 00ZZ, eine Erkennung und Verfolgung des Ziels 13 und das Subtrahieren der Phase der Signale von den beiden FFTs, um die Z-Phase relativ zu der A-Phase zu erhalten. Diese Technik gewinnt die richtige relative Phase wieder, selbst wenn es einen unbekannten Offset zwischen Empfangs- und Sendeoszillatoren gibt. Somit werden FFTs über die A-Impulse und die Z-Impulse ausgeführt, und der Reflexions-FFT-Filter wird benutzt, um diese Winkelmessung zu dem Musterzentrum zu bestimmen, das die Richtung des Ziels 13 anzeigt. Diese Musterzentrumsverarbeitung ist allgemein bekannt und kann bspw. die in US-Patent Nr. 5,736,956, erteilt am 7. April 1998 mit dem Titel „Unlocked W-band Receiver with Coherent Features" offenbarte sein.

2 zeigt beispielhafte Frequenzsequenzen mit einem 25%igen Tastverhältnis beim zweiten Sender 11 während der Zielsignalverfolgung. In 2 hat der Sender 11 die gleiche Sequenz wie der Empfänger 12 außer, dass während der Referenzzeitschlitze der Sender 11 auf der Empfängererfassungsfrequenz ist. Dies reduziert die Erfassungszeit für den Empfänger 12, während eine vorbestimmte Sequenz für den Sender 11 beibehalten wird. Ein 50 &mgr;sec Abstand alle 5 msec gewährleistet die Synchronisation des Empfängers 12 mit den A- und Z-Impulsen, die unterschiedliche Antennenmuster beim Senden verwenden.

3 und 4 zeigen eine nachgewiesene erfolgreiche Sende-/Empfangssynchronisation ohne Verriegelung, die im Flugtest erreicht wurde und die Intraimpuls bzw. Interimpuls-Stabilität, die von dem Radarsystem 10 erreicht wird, indem die beispielhafte Wellenform 20 im bistatischen Betrieb verwendet wird.

3 zeigt beispielhafte Flugtestdaten, die Intra- bzw. Zwischenimpuls-Biphasen-Impulskomprimierung zeigen. Ergebnisse des Flugtests zeigen eine erfolgreiche Impulskomprimierung (30 MHz Bandbreite, fünf Meter Entfernungsauflösung). Die Datenverarbeitung hat ergeben, dass der Empfänger 12 die Spitzenrücksignalentfernungsbins (die Entfernung des Ziels 13) genau erfasst und verfolgt. Der Spitzenentfernungsbin bleibt gleich während der gesamten konischen Abtastung, die vom Empfänger 12 ausgeführt wird. Die Modulation, die von der konischen Abtastung auferlegt wird, kann im Signal gesehen werden. Testergebnisse zeigen eine vernachlässigbaren PRI-Drift zwischen dem unverriegelten Sender 11 und dem Empfänger 12 während einer vollständigen konischen Abtastung.

4 zeigt beispielhafte Flugtestdaten, die Impuls-zu-Impuls-Signalkohärenz darstellen. Die Ergebnisse der Flugtestdaten zeigen eine ausgezeichnete spektrale Stabilität zwischen dem Sender 11 und dem unverriegelten Empfänger 12. Eine 32-Punkt-FFT der AA00 AA00 ...-Sequenz zeigt das Signal in dem 30. FFT-Filter und, wie erwartet, die Mehrdeutigkeiten bei +/–PRF/4. Datenverarbeitungsergebnisse verifizieren, dass die Eigenschaften des erfassten Beleuchtungsmustersignals während der konischen Abtastung stabil sind. Die konische Abtastmodulation über den Strahlpositionen erscheinen auf der Signalantwort. Die Verfolgungsleistung zeigt, dass eine Kohärenz über zumindest 32 integrierte Impulse aufgebaut wird. Das Signal bleibt innerhalb eines Doppler-Filters. Der DC-Offset zeigt den relativen Offset des unverriegelten Empfängers 12 gegenüber dem Sender 11 an.

5 ist ein Blockdiagramm, das ein beispielhaftes Verarbeitungsverfahren 30 entsprechend der vorliegenden Erfindung zur Erfassung eines Ziels 13 zeigt, indem ein unverriegelter Sender 11 und Empfänger 12 eines bistatischen Radarsystems 10 verwendet werden. Das Verarbeitungsverfahren 30 umfasst die folgenden Schritte.

Eine kontinuierliche Sequenz von Impulsen, die impulskomprimiert sein kann, wird bei vorbestimmten Frequenzsätzen übertragen (31). Eine Frequenz (eine Erfassungsfrequenz) wird gesendet (erneut besucht; engl. revisited), häufiger als die anderen Frequenzen, um eine verbesserte Erfassung bereitzustellen. Energie, die vom Sender 11 gesendet wird und auch von einem Ziel 13 reflektiert wird, wird empfangen 32. Die Energie des direkten Pfads von dem Sender 11 wird nicht benötigt und wird unterdrückt 33 (d.h. davon unterschieden). Die empfangene reflektierte Energie wird verarbeitet, um Energie an der Erfassungsfrequenz über eine Vielzahl von Entfernungsbins und während vorbestimmter Impuls-Wiederholungsintervalle erfasst 34. Um dies zu erreichen, kann die Verarbeitung das Abtasten eines Empfangsstrahls in der Umgebung des Ziels 13 umfassen. Falls die erfasste Energie über einem bestimmten Schwellenwert ist, zeigt dies ein Gebiet von Interesse (oder Entfernungsbins von Interesse) an und ein Entfernungsmuster wird erzeugt 35.

Sobald ausreichend Energie in den Entfernungsbins gesammelt ist, wird die Mitte bestimmt 36, die den relativen Winkel des Ziels 13 anzeigt. Das Energiemuster innerhalb des interessierenden Gebiets wird verarbeitet, um alle Frequenzen in dem Muster zu identifizieren 37. Somit wird das Frequenzmuster bestimmt. Sobald das Muster bestimmt ist, springt dann der Empfänger 12 bezüglich der Frequenz mit dem Sender 11. Die Energie wird kohärent verarbeitet 39, indem Fourier-Transformationen (FFTs) eingesetzt werden, um das Musterzentrum in dem Muster zu erkennen 39. Das Musterzentrum zeigt die Richtung des Ziels 13 an.

Somit wurde eine Wellenform und ein Verarbeitungsverfahren offenbart, das einen kostengünstigen und frequenzagilen bistatischen Betrieb von unverriegelten Radarsendern und Empfängern ermöglicht. Es versteht sich, dass die zuvor beschriebenen Ausführungsformen rein beispielhafter Natur sind und für viele spezifische Ausführungsformen stehen, die Anwendungen der Prinzipien der vorliegenden Erfindung repräsentieren. Viele und andere Anordnungen ergeben sich leicht für den Fachmann, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]
Verfahren (30) zum Erfassen eines Ziels (13), indem ein unsynchronisierter Sender (11) und Empfänger (12) eines bistatischen Radarsystems (10) benutzt wird, mit den Schritten:

Senden (31) einer kontinuierlichen Sequenz von Impulsen, die vorbestimmte Sätze von Frequenzen und Summen und Differenzmuster enthalten;

Abtasten eines Empfangsstrahls in eine Richtung zu dem Ziel (13);

Empfangen (32) von Energie, die von dem Sender (11) gesendet und von einem Ziel (13) reflektiert wurde;

Unterdrücken (33) von Energie des direkten Pfads, die von dem Sender (11) empfangen wird;

Erfassen (34) der empfangenen reflektierten Energie bei einer Erfassungsfrequenz über eine Vielzahl von Entfernungsbins und über vorbestimmte Impulswiederholungsintervalle;

Erzeugen (35) eines Entfernungsmusters, falls die erfasste Energie über einem vorbestimmten Schwellenwert ist;

Bestimmen (36) eines Schwerpunkts, der den relativen Winkel des Ziels (13) anzeigt, sobald ausreichend Energie in den Entfernungsbins gesammelt wurde;

Identifizieren (37) von Frequenzen in dem Energiemuster innerhalb des interessierenden Gebiets;

Frequenzhopping (38) mit den Frequenzen, die von dem Sender (11) gesendet werden; und

kohärentes Verarbeiten (39) der Energie, um die Mitte im Muster zu bestimmen, wobei die Mustermitte die Richtung zu dem Ziel (13) anzeigt.
Verfahren (30) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Sendens (31) einer kontinuierlichen Sequenz von Impulsen ein Senden (31) einer kontinuierlichen impulskomprimierten Sequenz von Impulsen aufweist. Verfahren (30) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Erfassungsfrequenz öfter als die anderen Frequenzen gesendet wird, um eine verbesserte Erfassung bereitzustellen. Verfahren (30) nach einem der Anspruche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt der kohärenten Verarbeitung (39) der Energie den Schritt der kohärenten Verarbeitung (39) der Energie unter Verwendung von Fourier-Transformationen aufweist. Bistatisches kohärentes unsynchronisiertes Radarsystem (10) zum Verfolgen eines Ziels (13), mit:

einem Sender (11) zum Senden einer kontinuierlichen Sequenz von Impulsen, die vorbestimmte Sätze von Frequenzen und Summen und Differenzmuster enthält; und

einem Empfänger (12), der einen Empfangsstrahl in eine Richtung zu dem Ziel (13) abtastet und Energie empfängt, die von dem Sender (11) gesendet wird und die von dem Ziel (13) reflektiert wird, der die Energie auf dem direkten Weg unterdrückt, die von dem Sender (11) empfangen wird, der die empfangene reflektierte Energie bei einer Erfassungsfrequenz über einer Vielzahl von Entfernungsbins und über vorbestimmte Impulswiederholungsintervalle erfasst, der ein Entfernungsmuster erzeugt, falls die erfasste Energie über einem vorbestimmten Schwellenwert ist, der einen Schwerpunkt bestimmt, der den relativen Winkel des Ziels (13) anzeigt, sobald ausreichend Energie in den Entfernungsbins gesammelt wurde, der Frequenzen in dem Energiemuster innerhalb des interessierenden Gebiets identifiziert, der Frequenzsprünge mit den Frequenzen ausführt, die von dem Sender (11) gesendet werden, und der kohärent die Energie verarbeitet, um den Mittelpunkt im Muster zu bestimmen, wobei die Mustermitte die Richtung zu dem Ziel (13) anzeigt.
System (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (11) eine kontinuierliche impulskomprimierte Sequenz von Impulsen sendet. System (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (11) eine Erfassungsfrequenz häufiger als die anderen Frequenzen sendet, um eine verbesserte Erfassung bereitzustellen. System (10) nach einem der Ansprüche 5–7, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (12) die empfangene reflektierte Energie durch Abtasten eines Empfangsstrahls in der Nähe des Ziels (13) erfasst. System (10) nach einem der Ansprüche 5–8, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (12) kohärent die Energie verarbeitet, indem Fourier-Transformationen verwendet werden.






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