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Dokumentenidentifikation DE102004016056B4 06.12.2007
Titel Bügeltischbespannung aus einer Decklage und einer Polsterung
Anmelder Carl Freudenberg KG, 69469 Weinheim, DE
Erfinder Flath, Johannes, Dipl.-Phys. Dr., 68519 Viernheim, DE;
Helmerking, Barbara, Dipl.-Wirtsch. Japanologin, 69469 Weinheim, DE;
Tintelnot, Carl-Uwe, Dipl.-Betriebsw., 69469 Weinheim, DE;
Wendelken, Hans-Jürgen, Dipl.-Chem. Dr., 74889 Sinsheim, DE;
Zimmermann, Christoph, 69469 Weinheim, DE
DE-Anmeldedatum 01.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004016056
Offenlegungstag 27.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse D06F 83/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D06F 81/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   D06F 81/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Efrindung betrifft eine Bügeltischbespannung gemäß dem oberbefriff des Patentanspruch 1.

Um gute Ergebnisse beim Bügelvorgang zu erreichen, ist es erforderlich, dass der Bügeltischbezug und die darunter befindliche elastische Polsterung während des Bügelns sich nicht verwerfen und Falten bilden, die sich auf den zu bügelnden Gegenstand übertragen können. Es sind deshalb verschiedene Möglichkeiten bekannt geworden, um den Faltenwurf zu vermeiden.

Der generelle Aufbau einer Bügeltischbespannung kann der US 44 84 400 entnommen werden. Der Bügeltisch wird mit einer Polsterung überdeckt, die ihrerseits mit einer Decklage überzogen wird. Die Polsterung ist an die Außenkontur des Bügeltisches angepasst und wird durch die Decklage am Bügeltisch gehalten. Die Decklage selbst wird durch eine umlaufende Schnur festgezurrt und am Bügeltisch festgebunden.

Um einen Faltenwurf zu vermeiden sieht die DE 72 25 715 U1 vor, die Polsterung aus zwei Schichten herzustellen und die Bügeltuchschicht beispielsweise über Druckknöpfe mit der Polsterunterlage lösbar zu verbinden. Dieses hat jedoch den Nachteil, dass die Druckknöpfe während des Bügelvorgangs störend sind.

Eine andere Möglichkeit, die Bügeltischbespannung mit dem Bügeltisch zu verbinden zeigt die DE 85 32 824 U1. Dort wird die Polsterung über eine Klebeschicht mit dem Bügeltisch verbunden.

Durch die US 49 82 516 ist es bekannt, die Decklage mit druckempfindlichen Strippen zu versehen, um auf diese Weise eine Decklage auch an kleinere Bügeltische anpassen zu können. Die Strippen können jedoch keine sichere Befestigung der Decklage am Bügeltisch ergeben.

Schließlich zeigt die DE 102 35 635 A1 einen Bügeltisch mit einer eigensteifen an die Form des Bügeltisches angepassten Polsterung, die vom Rahmenrand eingefasst ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bügeltischbespannung zu schaffen, bei der ein Faltenwurf vermieden wird. Die Bügeltischbespannung soll modernen Ansprüchen gerecht werden und somit auch für Dampfbügeleisen geeignet sein. Sie soll auf einfache Weise mit dem Bügeltisch verbindbar und daran fixierbar sein. Schließlich soll sie einfach in ihrem Aufbau und damit kostengünstig hergestellt werden können.

Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt mit dem Merkmalen des Anspruchs 1. Die Unteransprüche 2 bis 9 stellen vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes dar.

Die vorliegende Bügeltischbespannung besteht aus einer Decklage und einer elastischen Polsterung, welche an die Form des Bügeltisches angepasst sind.

Gemäß der Erfindung hat die Polsterung eine hohe Eigensteifigkeit und hat an ihrem Rand, wenigstens an ihren Enden, Halteflügel, über welche die Polsterung am Bügeltisch auswechselbar befestigt ist. Die Halteflügel sind so angeordnet, dass sie ein Verschieben der Polsterung auf dem Bügeltisch in Längs- und auch in Querrichtung nicht zulassen. Hierfür sind bevorzugt die Halteflügel am stumpfen Ende der Polsterung und seitlich am konischen Ende der Polsterung angebracht. Die Eigensteifigkeit wird durch eine entsprechende Materialwahl und Materialstärke so gewählt, dass sie in Richtung auf den Bügeltisch eine ausreichende Elastizität hat und in Bewegungsrichtung des Bügeleisens keinen Faltenwurf ergibt. Die Polsterung ist auf dem Bügeltisch fixiert.

Die Polsterung ist aus einem Schaumstoffkern mit einem metallisierten Bezug hergestellt. Dabei sind der Schaumstoffkern und der Textilbezug durch Flammkaschieren miteinander verbunden. Eine Verschiebung dieser Teile zueinander ist folglich nicht möglich. Darüber hinaus ist die Polsterung dampfdurchlässig ausgebildet, indem Sie mit einer Perforierung versehen ist.

Die Halteflügel sind mit dem Textilbezug verbunden. Sie können mit dem Textilbezug einstückig hergestellt werden oder auch daran angenäht sein.

Bevorzugt wird der Bügeltisch aus einem Rahmen mit darin eingelegter Streckmetalleinlage gebildet. Am Bügeltisch selbst sind ausschwenkbare Ständer oder dergleichen vorhanden, wie im Stand der Technik üblich. Der Rahmen ist in seiner Höhe so ausgebildet, dass er sowohl die Streckmetalleinlage als auch zumindest teilweise die Polsterung einfassen kann. Für die Polsterung bedeutet dieses, dass sie durch den Rahmen einen zusätzlichen Halt erfährt und die Halteflügel in ihrer Beanspruchung entlastet werden.

Die Ausbildung der Halteflügel und die gewählte Befestigungsart können sehr unterschiedlich sein. So ist es möglich, die Halteflügel aus doppelseitigem Klebeband herzustellen und am Rahmen anzukleben. Möglich ist ebenfalls die Halteflügel mit einem Klettverschluss zu versehen oder auch an den Halteflügeln Druckknöpfe anzubringen, die in am Rahmen angebrachte Druckaufnahmen eingedrückt werden können.

Auch von Vorteil ist des weiteren, dass als Decklage ein elastischer Bezug aus Baumwolle verwendet wird. Dieser Bezug kann in an sich bekannter Weise an seinem Rand schlaufenartig ausgebildet sein und eine Befestigungsschnur aufnehmen. Die Enden der Befestigungsschnur sind am spitzen Ende des Bezugs aus der Schlaufe herausgeführt und können erfasst und verknotet werden. Obwohl die Decklage hiernach fest am Bügeltisch angebracht ist, sind während des Bügelvorgangs geringfügige Verschiebungen der Decklage manchmal ist nicht zu vermeiden. Dieses ist nicht schadhaft, wenn dabei keine Faltungen entstehen. Dadurch dass die Polsterung einen metallisierten Textilbezug hat und die Decklage ein Bezug aus Baumwolle ist können sich beide Teile leicht zueinander verschieben und die Faltenbildung wird weitgehend vermieden.

In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung wiedergegeben.

1 die Teile der Bügeltischbespannung in auseinander gezogener Lage,

2 einen Abschnitt des Bügeltisches mit Bespannung im Querschnitt und

3 eine andere Ausbildung des Bügeltisches mit Bespannung.

Die 1 zeigt die einzelnen Teile der Bügeltischbespannung und des Bügeltisches in auseinandergezogener Lage übereinander. Der Bügeltisch 1 besteht aus dem Rahmen 2 und der darin einlegbaren Streckmetalleinlage 3. Auf die üblicherweise am Bügeltisch 1 noch angebrachten Teile wird der Übersichtlichkeit halber verzichtet. Der Rahmen 2 ist so ausgebildet, dass er auch die Polsterung 4 aufnehmen kann. Die Polsterung 4 hat eine Dicke von mehreren Millimetern und wird zumindest teilweise vom Rahmenrand 5 eingefasst. Sie liegt dabei auf der Streckmetalleinlage 3 auf. Die Polsterung 4 ist an ihrem umlaufenden Rand 6 mit mehreren Halteflügeln 7 und 8 versehen. Diese Halteflügel 7 und 8 dienen zur Befestigung der Polsterung 6 am Bügeltisch 1. Hierfür können die Halteflügel 7 und 8 mit Druckknöpfen 12 versehen sein, welche in entsprechende Druckaufnahmen am Rahmen 2 einrasten. Auch ist beispielsweise eine klippartige Ausgestaltung der Halteflügel 7, 8 möglich und vorteilhaft.

Wie im Beispiel der 2 gezeigt, besteht die Polsterung 4 aus einem Schaumstoffkern 9 und einem metallisierten Textilbezug 10. Dabei ist es günstig, wenn die Halteflügel 7, 8 am Textilbezug 10 angebracht werden. Schaumstoffkern 9 und Textilbezug 10 werden durch Flammkaschieren miteinander verbunden. Außerdem wird die Polsterung 4 dampfdurchlässig ausgebildet, was durch die Linien 11 angezeigt ist. Die Linien 11 stellen eine Art Perforierung dar.

Die Halteflügel 7, 8 können in unterschiedlichen Abständen am Rand 6 der Polsterung 4 angebracht sein. Bei einer Unterbringung der Polsterung 4 im Rahmen 2 kann die Anzahl der Halteflügel 7, 8 jedoch auf ein Minimum begrenzt werden, wie in der 1 gezeigt. Hier sind die Halteflügel 8 am stumpfen Ende 13 und die Halteflügel 7 am konisch ausgebildeten Ende 14 der Polsterung 4 angebracht.

Als Decklage 15 wird ein elastischer Bezug aus Baumwolle verwendet. In den schlaufenartigen Rand 16 der Decklage 15 ist die Befestigungsschnur 17 eingefügt, deren Enden 18 am spitzen Ende 14 der Decklage 15 herausgeführt sind, so dass die Decklage 15 über den Bügeltisch 1 übergestülpt und daran festgezurrt werden kann.

Die 3 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Schaumstoffkern 9 über den Rahmen 2 mit der Streckmetalllage 3 greift. Der Rahmen 2 ist aus einem Vierkantrohr hergestellt, auf dem die Streckmetalllage 3 befestigt ist. An dem unterhalb des Bügeltisches 1 liegenden Randteilen des Schaumstoffkerns 9 werden die Halteflügel 7, 8 des Textilbezuges 10 über die Druckknöpfe 12 befestigt.


Anspruch[de]
Bügeltischbespannung aus einer Decklage und einer eigensteifen und vom Rahmenrand eingefassten an die Form des Bügeltisches angepassten Polsterung, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterung (4) aus einem Schaumstoffkern (9) mit einem metallisierten Textilbezug (10) besteht, wobei der Schaumstoffkern (9) und der Textilbezug (10) durch Flammkaschieren miteinander verbunden sind und am Rand (6) des Textilbezuges (10) Halteflügel (7, 8) aufweist, über welche die Polsterung (4) am Bügeltisch (1) auswechselbar befestigt und fixiert ist. Bügeltischbespannung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Halteflügel (8) am stumpfen Ende (13) der Polsterung vorhanden sind. Bügeltischbespannung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Halteflügel (7) seitlich am konischen Ende (14) der Polsterung (4) vorhanden sind. Bügeltischbespannung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterung (4) dampfdurchlässig ausgebildet ist. Bügeltischbespannung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügeltisch (1) einen Rahmen (2) mit einer darin eingelegten Streckmetalleinlage (3) hat. Bügeltischbespannung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteflügel (7, 8) aus doppelseitigem Klebeband bestehen, die am Rahmen (2) anklebbar sind. Bügeltischbespannung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteflügel (7, 8) mit einem Klettverschluß versehen sind. Bügeltischbespannung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteflügel (7, 8) mit Druckknöpfen versehen sind, die in am Rahmen (2) angebrachte Druckaufnahmen eindrückbar sind. Bügeltischbespannung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklage (15) ein elastischer Bezug aus Baumwolle ist.






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