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Dokumentenidentifikation DE102005061854A1 06.12.2007
Titel Glaselement zur Verkleidung einer Fassade mit lang nachleuchtendem Effekt
Anmelder LUX Licht Forschung Design GmbH, Klagenfurt, AT
Erfinder Cesnik, Gerhard, Klagenfurt, CH;
Hoesel, Walter, Klagenfurt, CH;
Lengfeldner, Erhard, Klagenfurt, CH;
Krampl, Franz, Velden, CH
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau
DE-Anmeldedatum 23.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005061854
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/54(2006.01)A, F, I, 20051223, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04C 2/52(2006.01)A, L, I, 20051223, B, H, DE   E06B 5/00(2006.01)A, L, I, 20051223, B, H, DE   E04B 2/88(2006.01)A, L, I, 20051223, B, H, DE   C03C 17/00(2006.01)A, L, I, 20051223, B, H, DE   G09F 13/20(2006.01)A, L, I, 20051223, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Glaselement als Teil einer Fassade eines Bauwerkes mit zumindest einem Langnachleuchtelement auf Basis anorganischer langnachleuchtender Luminophore, wobei ein Einscheibenglas, insbesondere ein Einscheibensicherheitsglas (ESG), mit einem dahinter angeordneten Langnachleuchtelement mit anorganischen feinen Langnachleuchtpigmenten in einer weitgehend transparenten Matrix angeordnet ist und mittels Sonnen- oder künstlichem Licht derart angeregt wird, dass zumindest fünf, insbesondere mehr als 10 Stunden, nach Wegfall der Anregungsbestrahlung eine farblich gestaltete Emission für das dunkel adaptierte Auge eines Menschen und derart in dunkler beziehungsweise dämmriger Umgebung wahrnehmbar ist und das Langnachleuchtelement grafisch gestaltet ist und das Glaselement derart gestaltet ist, dass die optische Anmutung so ist, wie die Fensterelemente des Bauwerkes.

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist ein Glaselement als Teil einer Fassade eines Bauwerks mit zumindest einem Langnachleuchtelement auf Basis anorganischer langnachleuchtender Luminophore beziehungsweise Kombinationen unterschiedlicher Luminophore, die in einer polymeren oder glasartigen Matrix eingebettet sind und bevorzugt grafisch gestaltet sind und auf der Rückseite eines Glaselementes, insbesondere eines Einscheibensicherheitsglas (ESG) Elementes, angeordnet sind.

Ein derartiges Glaselement mit einem Langnachleuchteffekt findet als Dekorelement und/oder Leuchtelement an Außenfassaden von Gebäuden eine Anwendung.

Mit der EP 0 828 657 B1 und der US 6 828 043 B2 ist eine Langnachleucht-Anwendung in der Flugzeugtechnik bekannt geworden. Dort werden langnachleuchtende Pigmente für die Beleuchtung von Fluchtwegen vorgeschlagen. Eine großflächige Anwendung für die Erzeugung unterschiedlicher Leuchteffekte im Tag-Nacht-Betrieb ist hieraus jedoch nicht zu entnehmen.

Mit der DE 103 22 561 A1 ist ein Glaselement mit einem Lichtrahmen und zumindest einem Langnachleuchtstreifen für die Verwendung als Dekorelement an Außenfassaden bekannt geworden. Eine großformatige Anwendung als optische Fassadengestaltung ist hieraus jedoch nicht zu entnehmen. Der Doppelscheiben-Isolierglasaufbau erzeugt ein unerwünscht hohes Flächengewicht, was die Verwendung großformatiger Glaselemente an der Fassade verbietet.

Der Erfindung liegt ausgehend von der DE 103 22 561 A1 die Aufgabe zugrunde, ein Glaselement der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass es für eine Fassadenverkleidung für ein Gebäude mit einem Langnachleuchteffekt geeignet ist. Insbesondere soll ein derartiges Glaselement ähnlich wie ein Fensterelement in eine Fassade integriert werden können.

Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt durch die technische Lehre des Anspruches 1.

Erfindungsgemäß werden nun aus Kosten- und Konstruktionsgründen keine Isolierglasaufbauten verwendet, sondern es werden einfache Glasscheiben mit dahinter angeordneter Funktionsschicht verwendet.

Damit ergibt sich der Vorteil, dass auch großformatige Fassadenplatten (z.B. im Format 3 × 6 Meter) bei einfacher, kostengünstiger und betriebssicherer Halterung verwendet werden können. Mit solchen – sowohl bei Tag in einer ersten Farbe, als auch bei Nacht in einer zweiten Farbe – brillant strahlenden Flächenelementen können nun vollkommen neuartige Fassadengestaltungen verwirklicht werden.

Die nicht mit den Langnachleucht-Pigmenten beschichtete Vorderseite (Wetterseite) ist leicht zu reinigen und bietet für die nachgelagerte Hauswand einen ausgezeichneten Witterungsschutz.

Die einfachste Ausführung der Erfindung sieht die Verwendung eines Floatglaselementes vor. Allerdings splittert ein derartiges Glaselement im Falle eines Bruchs und erfüllt übliche Sicherheitsvorschriften für Fassadenelemente an Gebäuden nicht. Daher werden aus Kostengründen einfache ESG (Einscheibensicherheitsglas) Konstruktionen gewählt, die im Falle eines Bruchs in kleine Glasstückchen zerbrechen und so wesentlich zur Personensicherheit beitragen.

Neben der Verwendung von Floatglas oder bevorzugt ESG-Elementen können natürlich auch CSG (Verbundsicherheitsglas) Elemente verwendet werden.

Bei einer ersten Ausführung der Erfindung werden derartige Glaselemente rückseitig vollflächig mit einer polymeren oder anorganischen Matrix mit anorganischen langnachleuchtenden Pigmenten beschichtet. In beiden Fällen ist die Matrix weitgehend durchsichtig für sichtbares Licht bis in den langwelligen UV-Bereich. Dadurch kann eine effiziente Anregung der Langnachleuchtpigmente erfolgen und die Langnachleuchtemission kann ungehindert abgestrahlt werden.

Oftmals werden derartige vollflächige Langnachleuchtbeschichtungen grafisch durch eine maskierende oder farbfilternde oder farbkonvertierende Schicht gestaltet, und es wird dadurch ein Tag-Nacht-Effekt erzielt. Damit ist eine brillante Darstellung von Werbebotschaften gegeben.

Um eine hohe Lichtausbeute beziehungsweise lange Nachleuchtdauer zu erzielen, werden üblicherweise relativ dicke Afterglowschichten verwendet, beispielsweise von einigen 100 bis zu 300 &mgr;m Dicke, und derartige Schichten sind dann nahezu opak undurchsichtig. Da gute lang nachleuchtende Afterglowpigmente jedoch relativ teuer sind, werden eher dünnere Schichten verwendet, und es wird deshalb eine Reflexionsschicht hinter der Afterglowschicht angeordnet.

In einer zweiten Ausführungsform wird die Langnachleuchtstruktur grafisch mittels Siebdruckprozess oder Transferverfahren auf der Glasrückseite angeordnet, und diese stückweise grafisch gestaltete Langnachleuchtstruktur ist mit einer geeigneten Abdeckung versehen, um so ein Tag-Nacht-Effekt zu erzeugen. Dadurch wird eine Reflexion von Sonnenlicht bewirkt, das durch die Langnachleuchtmatrix strahlt.

In einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Langnachleuchtstruktur bezüglich des Tageffektes farblich gestaltet. Übliche Langnachleuchtpigmente haben eine leicht gelbliche Eigenfarbe, und bei Verwendung einer transparenten Matrix erscheinen derartige Strukturen ebenfalls leicht gelblich und oftmals gelblich-grünlich oder rötlich.

Die Matrix ist daher leicht eingefärbt, wobei die Durchlässigkeit des Anregungs- und Emissionslichtes gewährleistet bleibt. Derartige transluzente Beimengungen können farbfilternd oder farbkonvertierend (down-conversion bzw. Stokes-Effekt) ausgebildet sein, und sie können organisch oder anorganisch ausgebildet sein. Bei der Verwendung von Glasfritten werden bevorzugt anorganische, farbkonvertierende Beimengungen verwendet. Bei einer polymeren Matrix aus zum Beispiel einem Zweikomponenten-Klarsichtlack aus der Automobilindustrie stehen eine Vielzahl an möglichen Beimengungen zur Verfügung.

Neben der Beimengung farbgebender Substanzen in die Matrix können noch feine, lasierende beziehungsweise transluzente Drucke auf der Glasrückseite angebracht werden, also zwischen der rückseitigen Glasoberfläche und der Langnachleuchtstruktur.

So sind beispielsweise feine Titandioxid-Strukturen mit einem sehr guten Weiß-Effekt grafisch angeordnet. Diese grafische Gestaltung wird am Tag in der Farbe Weiß wahrgenommen. Bei dunkler Umgebung überwiegt dann die jeweilige Emissionsfarbe des Langnachleuchtpigmentes, also grünlich, gelblich, rötlich, bläulich oder orange, wobei solche Farben eine gute Signalwirkung bieten. Die weiße zusätzliche Schicht kostet allerdings etwa 5 bis 20% der Emissionshelligkeit des Langnachleuchteffektes.

Da derartige Glasfassadenverkleidungselemente meist in eine Glasfront eines Bauwerkes integriert sind und Fensterelemente meist eine Sonnenschutz- oder sonstige anorganische dünne Beschichtung mit einer speziellen Farbgebung von goldfärbig bis blaufärbig oder silberfärbig bis zu einem Verspiegelungseffekt aufweisen, kann es notwendig sein, dass auch das Glasfassadenverkleidungselement auf der Innenseite diese Beschichtung aufweist und erst darauf die diversen grafischen Gestaltungen angeordnet sind.

Die Halterung derartiger Glasfassadenverkleidungselemente kann an zwei Seiten, an allen vier Seiten linien- oder punktförmig erfolgen und es können zusätzliche Befestigungselemente im inneren Bereich angeordnet werden. Ferner kann die Befestigung mittels Rahmenelementen, mittels Klebetechnik oder mittels Lochdurchbrüchen und Schraubverbindungen oder Schnapp- und Steckverbindungen erfolgen.

Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Die Erfindung wird nun anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere Vorteile und Merkmale hervor.

Dabei zeigen:

1: schematische Darstellung eines Gebäudes mit einer Fassade und Fassadenelementen.

2: Schnitt durch eine erste Ausführung eines Fassadenelementes.

3: Schnitt durch eine zweite Ausführung

4: Schnitt durch eine dritte Ausführung

5: Schnitt durch eine Fassade

6a6f: Schematische Darstellung verschiedener Halterungen der als Glaselement ausgebildeten Fassadenplatte

7: die Darstellung des Tag/Nacht-Leuchteffektes des Glaselementes.

Die 1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Glaselementes (1) mit einer grafischen Gestaltung (5) in einem Bauwerk (3) in Verbindung mit Fensterglaselementen (2) zur visuellen Wahrnehmung durch einen Beobachter (4), wobei die Glaselemente (1) oberhalb oder seitlich oder unterhalb oder in verschiedenen Anordnungen um ein Fensterglaselement (2) angeordnet sein können.

Die 2 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Glaselementes (1) in geschnittener Ansicht auf Basis eines Glaselementes (9), das bevorzugt ein ESG-Element ist und wahlweise mit einer anorganischen dünnen Beschichtung (8) außen oder innen (14) und der Langnachleuchtschicht (10) mit den Langnachleuchtpigmenten (11) in einer weitgehend transparenten Matrix (12). Wichtig ist, dass die Langnachleuchtschicht (10) auf der vom Betrachter abgewandten Seite des Glaselementes angeordnet ist und dadurch ein guter Schutz gegen Abrieb, Beschädigung und Witterungseinflüsse gegeben ist.

Ferner erstreckt sich in diesem Ausführungsbeispiel die Langnachleuchtschicht (10) über die gesamte Fläche des Glaselementes, was im Betriebsfall eine beeindruckende, großflächige und brillante Farbwiedergabe gewährleistet.

Die nur wahlweise vorhandenen, dünnen Schichten (8, 14) werden üblicherweise an die farbliche und effektmäßige Gestaltung der Glaselemente (2) angepasst gewählt. Die Langnachleuchtpigmente (11) werden durch Sonnenlicht beziehungsweise künstliches Licht (6) mit zumindest Lichtanteilen im langwelligen UV-Bereich angeregt und emittieren ein farbiges Licht (7) über viele Stunden nach der Anregung (6), das gut von einem Beobachter (4) in dunkler Umgebung wahrgenommen werden kann.

Die 3 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Glaselementes (1) wie in 2, wobei in diesem Fall eine Abdeckschicht (13) hinter der Langnachleuchtschicht (10) angeordnet ist.

Diese Abdeckschicht bewirkt die Reflexion des einfallenden Lichtes (6) und sorgt so für eine Verstärkung der Anregung der Langnachleuchtpigmente (11). Die Abdeckschicht dient überdies zur Passivierung der Rückseite des Lichtelementes (1) und bietet einen zusätzlichen, rückseitigen Schutz gegen Abrieb und Beschädigung.

Die 4 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Glaselementes (1) mit einer partiellen und grafisch gestalteten Langnachleuchtstruktur (10) und einer Abdeckschicht (13). Dies heißt, dass die Erfindung nicht auf eine vollflächige Beschichtung des Glaselementes beschränkt ist. Es können deshalb auch nur Teil-Strukturen des Glaselementes mit Langnachleuchtschichten (10) ausgestattet sein.

Wenn nunmehr diese Abdeckschicht (13) weiß oder farbig ausgeführt wird, dann kann die Langnachleuchtstruktur (10) entsprechend kontrastfarbig gestaltet werden, wobei ein Tag-Lichteffekt und ein Nachtlichteffekt gegeben sind.

Die 5 zeigt einen schematische Schnitt eines erfindungsgemäßen Glaselementes (1) mit einer grafischen Gestaltung (5) in einem Bauwerk (3) in Verbindung mit Fensterglaselementen (2) zur visuellen Wahrnehmung durch einen Beobachter (4), wobei die Glaselemente (1) oberhalb oder unterhalb oder seitlich von Fensterglaselementen (2) angeordnet werden können.

Üblicherweise werden derartige Glaselemente (1) auf einer Isolation (17) eines Mauerwerkes (16) angeordnet. Das Mauerwerk (15) ist in diesem Fall als Sockelelement dargestellt, kann jedoch ebenfalls mit einem Glaselement (1) ausgerüstet sein. Die Glaselemente (1) können hierbei vollflächig die Fassade selbst bilden. Dies ergibt dann eine vollständig aus Glaselementen bestehende Fassade.

Ebenso ist es vorgesehen, dass die Glaselemente (1) nur teilweise bereits vorhandene Fassadenelemente ersetzen und flächenbündig mit diesen die Fassade bilden. Die Glaselemente (1) sind somit nur stückweise in die vorhandene Fassade eingesetzt.

Die 6a bis f zeigen schematische Darstellungen eines erfindungsgemäßen Glaselementes (1) mit den unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten, wobei die Art der Montage mittels Rahmenelementen, mittels Klebetechnik, mittels Lochmontage und Verschraubung oder Einhängung und dergleichen Befestigungstechnologien erfolgen kann. Die 6a zeigt die randseitige Befestigung mit horizontalen Rahmen- oder Klebeelementen.

Die 6b zeigt die gleiche Befestigungstechnik mit randseitigen vertikalen Befestigungsstreifen.

Die 6c zeigt die umlaufende Befestigung, während 6d eine lediglich punktförmige Halterung an den vier Ecken des Glaselementes darstellt.

Die 6e zeigt die Kombination der Befestigungstechnik nach 6c zusammen mit punktförmigen Halteelementen, während 6e eine umlaufende randseitige Befestigung mit gleichfalls innenliegenden punktförmigen Halteelementen zeigt.

Die 7 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Glaselementes (1) in Draufsicht mit einer grafischen Gestaltung (5). Diese grafische Gestaltung wird nun tagsüber in einer anderen Farbe als nachts wahrgenommen. Wichtig ist, dass nachts die grafische Gestaltung vor dem lange nachleuchtenden, farbigen Hintergrund des Glaselementes gut wahrgenommen wird.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die grafische Gestaltung selbst als langnachleuchtendes Element ausgebildet ist und der Hintergrund (das heißt, die übrige Fläche des Glaselementes) entweder selbst nicht leuchtet oder in einer anderen Farbe langnachleuchtend ausgebildet ist.

1
Glaselement als Teil einer Fassade eines Bauwerkes mit zumindest einem Langnachleuchtelement auf Basis anorganischer langnachleuchtender Luminophore
2
Fensterglaselement
3
Bauwerk
4
Beobachter
5
Grafische Gestaltung im Fassadenglaselement (1)
6
Anregungsstrahlung: Sonnenlicht oder künstliches Licht aus zum Beispiel Leuchtstoffröhren mit zumindest einem Anteil an langwelligem UV-Licht
7
Emissionslicht beziehungsweise Emissionsstrahlung
8
Anorganische dünne Beschichtung des Fassadenglaselementes (1) an der Außenseite: vakuumtechnisch oder pyrolytisch oder chemisch aufgebracht; Antireflexbeschichtung oder Sonnenschutzbeschichtung u.dgln.
9
Glaselement: Floatglas bzw. bevorzugt ESG oder VSG
10
Langnachleuchtelement beziehungsweise -schicht
11
Langnachleuchtpigment: z.B. seltenerd-dotierte Aluminate und/oder Silikate und dergleichen oder zinksulfidische Afterglowluminophore oder Mischungen aus mehreren Langnachleuchtpigmenten unterschiedlicher Anregungsgeschwindigkeit, unterschiedlicher Abklinggeschwindigkeit und unterschiedlicher Emissionsfarbe
12
Matrix: anorganisch oder organisch; z.B. Glasfritten oder Lotglas oder polymere transparente haftvermittelnde Systeme wie einen zweikomponentigen Klarsichtautolack oder einen auf Glas haftenden Siebdrucklack
13
Abdeckschicht: mit der Funktion der Opazität bzw. Farbgebung bzw. der Passivierung und dergleichen
14
Anorganische dünne Beschichtung des Fassadenglaselementes (1) an der Innenseite: vakuumtechnisch oder pyrolytisch oder chemisch aufgebracht; Antireflexbeschichtung oder Sonnenschutzbeschichtung u.dgln.
15
Mauerwerk beziehungsweise Fassadenbodenelement eines Bauwerkes
16
Mauerwerk beziehungsweise Fassadenuntergrund eines Bauwerkes
17
Isolation eines Mauerwerkes bzw. des Fassadenuntergrundes eines Bauwerkes


Anspruch[de]
Glaselement (1) als Teil einer Fassade eines Bauwerkes (3) mit zumindest einem Langnachleuchtelement (10) auf Basis anorganischer langnachleuchtender Luminophore (11), dadurch gekennzeichnet, dass das Glaselement (1) als Einscheibenglas, insbesondere als Einscheibensicherheitsglas (ESG) ausgebildet ist, dessen vom Betrachter abweisende Fläche mit einem Langnachleuchtelement (10) aus Langnachleuchtpigmenten beschichtet ist. Glaselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganischen feinen Langnachleuchtpigmente in einer weitgehend transparenten Matrix (12) angeordnet sind und mittels Sonnen- oder künstlichem Licht (6) anregbar sind. Glaselement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest fünf, insbesondere mehr als 10 Stunden, nach Wegfall der Anregungsbestrahlung (6) eine farblich gestaltete Emission (7) für das dunkel adaptierte Auge eines Menschen und derart in dunkler beziehungsweise dämmriger Umgebung wahrnehmbar ist. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Langnachleuchtelement (10) über die gesamte (Sicht-)Fläche des Glaselementes (1) erstreckt. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Langnachleuchtelement (10) über einen Teil der (Sicht-)Fläche des Glaselementes (1) erstreckt. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Langnachleuchtelement (10) grafisch gestaltet ist. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Glaselement (1) derart gestaltet ist, dass die optische Anmutung so ist, wie die Fensterelemente (2) des Bauwerkes (3). Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrix (12) des Langnachleuchtelementes (10) anorganisch aus Glasfritten besteht. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrix (12) des Langnachleuchtelementes (10) aus weitgehend transparenter polymerer Substanz, insbesondere aus einem zwei-komponentigen Klarsichtlacksystem wie er nach dem Stand der Technik im Automobilbau verwendet wird, besteht. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Langnachleuchtpigment (11) ein seltenerddotiertes Aluminat und/oder Silikat und dergleichen oder ein zinksulfidisches Afterglowluminophor ist oder Mischungen aus mehreren Langnachleuchtpigmenten unterschiedlicher Anregungsgeschwindigkeit, unterschiedlicher Abklinggeschwindigkeit und unterschiedlicher Emissionsfarbe verwendet werden. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Langnachleuchtelement (10) grafisch mittels Siebdruck oder Transferverfahren direkt auf die Glasrückseite aufgebracht wird und derart gestaltet ist, dass mehrere Schichten übereinander und/oder nebeneinander angeordnet werden und dabei lasierende- beziehungsweise transluzente- und/oder farbkonvertierende und/oder farbgebende und/oder reflektierende und/oder lumineszierende und/oder absorbierende Elemente und/oder Elemente mit Nachleuchtpigmenten (11) mit unterschiedlicher Langnachleuchtemission (7) und Nachleuchtfarbe verwendet werden. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass das Langnachleuchtpigment (11) von einer Bestrahlung zwischen 200 und 450 nm angeregt wird und eine Nachleuchtdauer größer 5 Stunden beziehungsweise größer 10 Stunden und insbesondere größer 20 Stunden bis zur Leuchtdichte von 0,3 mcd/m2 und eine Emission im sichtbaren Wellenlängenbereich aufweist. Glaselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachleuchtpigment (11) aus nanoskaligen anorganischen Pigmenten oder Agglomeraten beziehungsweise Aggregaten im Bereich Submikrometer bis einige Mikrometer Pigmentabmessungen oder kristalline Pigmente von 1 bis 100 Mikrometern, insbesondere von 5 bis 30 Mikrometern gebildet wird. Verfahren zur Herstellung eines Glaselementes (1) mit Langnachleuchteffekt auf Basis eines Einscheibenglases mit zumindest einem Langnachleuchtelement (10) mit anorganischen langnachleuchtenden Pigmenten (11) in einer Matrix (12) als Fassadenelement eines Bauwerkes (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 13. Anwendung eines Glaselementes (1) mit Langnachleuchteffekt auf Basis eines Einscheibenglases mit zumindest einem Langnachleuchtelement (10) mit anorganischen langnachleuchtenden Pigmenten (11) in einer Matrix (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 als Teil einer Fassade eines Bauwerkes (3).






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