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Dokumentenidentifikation DE102006006547B4 06.12.2007
Titel Verfahren zur Bildverarbeitung und Bildverarbeitungssystem
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Alberts, Gerhard, 76448 Durmersheim, DE;
Hodapp, Andreas, 76137 Karlsruhe, DE;
Blaich, Wolfgang, 76275 Ettlingen, DE
DE-Anmeldedatum 13.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006006547
Offenlegungstag 23.08.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse H04N 5/21(2006.01)A, F, I, 20060213, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06T 1/00(2006.01)A, L, I, 20060213, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zur Bildverarbeitung, bei dem während einer Abfolge von Übertragungsphasen Bilddaten eines zu verarbeitenden Bildes und zugehörige Steuerdaten zwischen einer Bildaufnahmeeinheit und einer einer Bildverarbeitungsvorrichtung vorgeschalteten Auswerteeinheit übertragen werden und bei dem Übertragungsstörungen anhand der Steuerdaten durch die Auswerteeinheit erkannt werden.

Weiterhin betrifft die Erfindung eine Auswertevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 4 mit einer zum Empfangen von Bilddaten eines zu verarbeitenden Bildes und von zugehörigen Steuerdaten von einer Bildaufnahmevorrichtung ausgebildeten Schnittstelle, mit einem zum Speichern der Bilddaten ausgebildeten Bildspeicher, mit einem zum Auswerten der gespeicherten Bilddaten ausgebildeten Auswertemodul und mit einer zum Erkennen von Störungen der Datenübertragung von der Bildaufnahmevorrichtung ausgebildeten Steuerungseinheit.

Die vorliegende Erfindung betrifft darüber hinaus ein Bildverarbeitungssystem, bei dem eine Bildaufnahmeeinheit, eine Auswertevorrichtung und eine Bildverarbeitungsvorrichtung hintereinander geschaltet sind, sowie ein Computerprogrammprodukt zur Durchführung eines Bildverarbeitungsverfahrens der eingangs genannten Art.

In verteilten Bildverarbeitungssystemen werden Bild- und zugehörige Steuerdaten zwischen einzelnen Komponenten des Systems übertragen, beispielsweise von prozessnahen CCD-Kameraköpfen zu räumlich abgesetzten Auswerteeinheiten. Dabei kann die Datenübertragung durch EMV-Einflüsse auf die verwendeten Übertragungseinrichtungen (Kabel) und/oder auf Komponenten des Bildverarbeitungssystems selbst gestört werden. Dies kann dazu führen, dass die Auswerteeinheit verfälschte oder unvollständige Bilder falsch oder gar nicht auswertet. Wenn ein derartiges Bildverarbeitungssystem für eine Teileerkennung in der industriellen Fertigung, in Codelesern für Datamatrix-Codes oder dergleichen eingesetzt wird, können sich auf diese Weise verlängerte Prozesszeiten ergeben oder Benutzereingriffe erforderlich werden, was zu entsprechenden Kostennachteilen führt.

Bei vorbekannten Bildverarbeitungssystemen bzw. -verfahren werden die Daten eines Bildes jeweils wortweise übertragen und in einem Bildspeicher gespeichert. In den Wörtern sind den eigentlichen Bilddaten (Pixel) in einem so genannten Header enthaltene zusätzliche Steuerdaten zum Anzeigen von Bildanfang und Bildende, zum Ein- und Ausschalten eines Blitzlichts, zur Leerlaufanzeige, zum Einfügen eines Zeilentrenners oder dergleichen vorangestellt. Erkennt nun eine Auswerteeinheit des Bildverarbeitungssystems einen aufgrund von Übertragungsstörungen ungültigen Header, warten vorbekannte Bildverarbeitungssysteme so lange, bis wieder ein gültiger Header erkannt wird. Die bereits im Bildspeicher vorhandenen Daten werden gelöscht, was heißt, dass das betreffende gestörte Bild verworfen wird, wodurch auch korrekt empfangene Bildteile nicht ausgewertet werden. Es entstehen somit die bereits angesprochenen Nachteile hinsichtlich der Prozessdauer und der entsprechenden Prozesskosten.

JP 2003023513 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bildverarbeitung. Es sind Maßnahmen vorgesehen, wodurch Übertragungsstörungen sich nicht störend auf Bilddaten auswirken.

Aus der JP 09247540 ist eine Bildkorrekturvorrichtung bekannt, welche eine Korrektur von fehlerhaften Bilddaten ermöglicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren zur Bildverarbeitung sowie eine eingangs genannte Bildverarbeitungsvorrichtung bzw. ein Bildverarbeitungssystem anzugeben, mit denen unter Vermeidung der vorstehend genannten Nachteile eine Verringerung der Prozessdauer und eine entsprechende Senkung von Prozesskosten erreichbar ist.

Die Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, wobei vorgesehen ist, dass in der Auswertevorrichtung für jede Übertragungsphase eines Bildes ein Zähler gestartet wird und dass zu Zeiten gestörter Übertragung von Bilddaten ein vorbestimmter Bildwert an einen dem entsprechenden Wert des Zählers zugeordneten Bildspeicherort eines Bildspeichers geschrieben wird.

Bei einer Auswertevorrichtung der eingangs genannten Art wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 4 gelöst. Zu diesem Zweck weist die Auswertevorrichtung einen Zähler auf, der zum Bestimmen einer seit Beginn einer Übertragungsphase vergangenen Zeit ausgebildet ist, wobei die Steuerungseinheit zum Abspeichern eines vorbestimmten Bildwerts an einem dem entsprechenden Wert des Zählers zugeordneten Speicherort ausgebildet ist.

Weiterhin wird die Aufgabe auch durch ein Bildverarbeitungssystem der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 8 gelöst, wonach die Bildaufnahmevorrichtung über eine Datenübertragungseinrichtung mit einer erfindungsgemäßen Auswertevorrichtung verbunden ist. Schließlich wird die Aufgabe bei einem Computerprogrammprodukt der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 9 gelöst, indem dieses Programmcode-Sequenzen aufweist, bei deren Ausführung mittels der Auswertevorrichtung ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Bildverarbeitung durchgeführt wird.

Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zur Bildverarbeitung, bei dem während einer Abfolge von Übertragungsphasen Bilddaten eines zu verarbeitenden Bildes und zugehörige Steuerdaten zwischen einer Bildaufnahmevorrichtung und einer einer Bildverarbeitungsvorrichtung vorgeschalteten Auswertevorrichtung übertragen werden und bei dem Übertragungsstörungen anhand der Steuerdaten durch die Auswertevorrichtung erkannt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auswerteeinheit für jede Übertragungsphase eines Bildes ein Zähler gestartet wird und dass zu Zeiten gestörter Übertragung von Bilddaten ein vorbestimmter Bildwert an einen dem entsprechenden Wert des Zählers zugeordneten Bildspeicherort eines Bildspeichers geschrieben wird.

Des Weiteren ist gemäß der Erfindung eine Auswertevorrichtung mit einer zum Empfangen von Bilddaten eines zu verarbeitenden Bildes und von zugehörigen Steuerdaten von einer Bildaufnahmevorrichtung ausgebildeten Schnittstelle, mit einem zum Speichern der Bilddaten ausgebildeten Bildspeicher, mit einem zum Auswerten der gespeicherten Bilddaten ausgebildeten Auswertemodul und mit einer zum Erkennen von Störungen der Datenübertragung von der Bildaufnahmevorrichtung ausgebildeten Steuerungseinheit gekennzeichnet durch einen Zähler, der zum Bestimmen einer seit Beginn einer Übertragungsphase vergangenen Zeit ausgebildet ist, wobei die Steuerungseinheit zum Abspeichern eines vorbestimmten Bildwerts an einem dem entsprechenden Wert des Zählers zugeordneten Speicherort ausgebildet ist.

Gemäß einer grundlegenden Idee der vorliegenden Erfindung wird somit auch bei nachhaltig gestörten Bildern ein kompletter Bilddatensatz erzeugt und in den Bildspeicher geschrieben, der aus den korrekt empfangenen Bilddaten/Pixel und während gestörter Übertragungsphasen eingetragener, vorbestimmter Bildwerte, so genannte „Dummypixel", besteht. Aufgrund des erfindungsgemäßen Einsatzes eines Zählers ist es hierbei möglich, dass im Anschluss an eine Störung insbesondere die dann wieder ungestört empfangenen Pixel jeweils an der richtigen, d. h. der zu einer jeweiligen Zeile und Spalte des aufgenommenen Bildes gehörenden Stelle im Bildspeicher stehen, sodass grundsätzlich immer, d. h. auch nach einer gestörten Übertragung, eine vollständige Bildauswertung möglich ist.

In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Auswertevorrichtung Speicherorte des vorbestimmten Bildwerts mit wenigstens einem vorbestimmten Bildbereich des zu verarbeitenden Bildes vergleicht, wobei in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ein entsprechendes Steuersignal ausgegeben wird. Eine entsprechende Weiterbildung der erfindungsgemäßen Auswertevorrichtung sieht vor, dass die Auswerteeinheit eine Vergleichseinrichtung aufweist, die zum Vergleichen von Speicherorten des vorbestimmten Bildwerts mit wenigstens einem entsprechenden Bildbereich des zu verarbeitenden Bildes ausgebildet ist.

Auf diese Weise ist es erfindungsgemäß möglich festzustellen, ob trotz der festgestellten Übertragungsstörung eine korrekte Auswertung des Bildes möglich ist. Sind beispielsweise nur solche Bildbereiche gestört, welche für die korrekte Auswertung des Bildes nicht relevant sind, so wird dies im Zuge des vorstehend genannten Vergleichs festgestellt und ein entsprechendes Steuersignal ausgegeben. Erfindungsgemäß kann der vorstehend genannte Vergleich beispielsweise dadurch vorgenommen werden, dass die Auswertevorrichtung den Bildspeicher explizit nach einem Auftreten des bestimmten Bildwerts (Dummypixel) durchsucht. Zusätzlich oder alternativ kann jedoch die Steuerungseinheit beim Abspeichern des vorbestimmten Bildwerts entsprechende Informationen an die Auswertevorrichtung übertragen, sodass diese bereits „vorab" bezüglich des Auftretens gestörter Bilddaten beziehungsweise entsprechender Dummypixel unterrichtet ist.

Gemäß einer entsprechenden Weiterbildung der erfindungsgemäßen Auswertevorrichtung ist dementsprechend vorgesehen, dass das Auswertemodul zum Ausgeben eines Steuersignals in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ausgebildet ist.

Vorteilhafterweise ist in Weiterbildung der erfindungsgemäßen Auswertevorrichtung auch vorgesehen, dass diese eine mit dem Auswertemodul in Wirkverbindung stehende Speichereinrichtung aufweist, in der Parameter des für den Vergleich benötigten Bildbereichs abgelegt sind. Derartige Parameter, bei denen es sich vorzugsweise um geometrische Definitionen einer Anzahl von Bildausschnitten handelt, die – je nach Ausgestaltung – für eine korrekte Bildauswertung entweder unabdingbar oder entbehrlich sind, können erfindungsgemäß beispielsweise durch einen Benutzer der Vorrichtung mittels einer geeigneten Eingabeeinrichtung, wie einer Tastatur oder eines Lesegeräts für entsprechende Datenträger, vorgegeben werden.

Beispielsweise sind bei einem Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Teileerkennung die zu erkennenden Teile regelmäßig kleiner als das zur Verfügung stehende Bildfenster. In diesem Fall kann eine in der Auswertevorrichtung vorhandene Auswertesoftware auch automatisch beim Einlernen des Gegenstands denjenigen Bildbereich bestimmen, der für die Bildauswertung im späteren Betrieb genutzt werden soll (so genannte „Region of Interest"), und dessen Definition entsprechend in der oben genannten Speichereinrichtung ablegen.

Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass für einen dem vorbestimmten Bildbereich entsprechenden Speicherort das ausgegebene Steuersignal ein negatives Ergebnis der Bildverarbeitung anzeigt. Mit anderen Worten: Wenn erfindungsgemäß Speicherorte von Dummypixeln dem entsprechenden vorbestimmten Bildbereich zuzuordnen sind, wird dem System ein negatives Ergebnis der Bildverarbeitung angezeigt. Entsprechend kann gemäß einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein, dass für Speicherorte außerhalb des vorbestimmten Bildbereichs das Steuersignal ein positives Ergebnis der Bildverarbeitung anzeigt. Allerdings ist erfindungsgemäß auch eine umgekehrte Vorgehensweise möglich, wobei der vorbestimmte Bildbereich gerade solche Bereiche des zu untersuchenden Bildes definiert, die für eine erfolgreiche Bildauswertung nicht benötigt werden, sodass sich auch die vorstehend beschriebene Ausgabe von Steuersignalen entsprechend umkehrt.

Es ist jedoch auch möglich, dass alle Bilddaten eines vollständigen Bildes, welches auch Dummypixel enthält, an eine nachgeordnete Bildverarbeitungsvorrichtung abgegeben werden und diese dann entscheidet, ob die Bilddaten beziehungsweise das Bild zu verwenden ist.

Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigen:

1 ein detailliertes Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Bildverarbeitungssystems;

2 ein schematisches Ablaufphasen-Diagramm zur Darstellung einer Steuerdatenübertragung (Header) von der Bildaufnahmevorrichtung zur Auswerteeinheit;

3 den zeitlichen Ablauf einer Datenübertragung am Beispiel eines gestörten Bildes mit einer Auflösung von zehn Zeilen;

4 in einer schematisch-tabellarischen Ansicht den Speicherzustand des Bildspeichers nach Übertragung des Bildes aus 3 und

5 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

1 zeigt anhand eines detaillierten Blockschaltbilds ein erfindungsgemäßes Bildverarbeitungssystem 1. Im Rahmen des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist das Bildverarbeitungssystem 1 als verteiltes Bildverarbeitungssystem mit einer Bildaufnahmevorrichtung oder Kameraeinheit 2 und einer räumlich von der Kameraeinheit 2 getrennten Auswertevorrichtung 3 ausgebildet. Zwischen der Bildaufnahmevorrichtung 2 und der Auswertevorrichtung 3 ist eine Datenübertragungseinrichtung 4, vorzugsweise in Form eines Datenkabels, vorgesehen. Der Auswertevorrichtung ist eine Bildverarbeitungsvorrichtung 3a nachgeschaltet.

Die Bildaufnahmevorrichtung 2 weist zunächst einen Sensorchip (CCD-Chip) 5 auf, der über eine Kamera-Steuerungseinheit 6 mit einem Parallel-/Seriell-Wandler 7 verbunden ist. Die Ausgänge des Parallel-/Seriell-Wandlers 7 sind mit einer ersten Verstärkereinheit 8 verbunden, deren Ausgang mit der bereits erwähnten Datenübertragungseinrichtung 4 in Wirkverbindung steht. Auf Seiten der Auswertevorrichtung 3 ist die Datenübertragungseinrichtung 4 zunächst mit einer Kamera-Schnittstelle (Kamerainterface) 9 verbunden, welche weitere Bestandteile aufweist. Die Datenübertragungseinrichtung 4 mündet in eine weitere Verstärkereinheit 10, deren Ausgänge mit einem Seriell-/Parallel-Wandler 11 verbunden sind. Die Ausgänge des Seriell-/Parallel-Wandlers 11 sind mit den Eingängen eines FIFO-Datenregisters 12 verbunden. Weiterhin weist das Kamerainterface 9 eine eigene Steuerungseinheit 13 auf.

Das Kamerainterface 9 steht mit einem Bildspeicher 14 in signaltechnischer Wirkverbindung. Darüber hinaus weist die Auswertevorrichtung 3 ein – vorzugsweise softwaretechnisch eingerichtetes – Auswertemodul 15 sowie eine mit dem Auswertemodul 15 verbundene erste Speichereinrichtung 16 auf. Zudem besitzt die Auswertevorrichtung 3 eine Systemschnittstelle (Systeminterface) 17, in der weitere Verstärkereinheiten 18, 19 enthalten sind. In Wirkverbindung mit der Auswertevorrichtung 3 besitzt das erfindungsgemäße Bildverarbeitungssystem weiterhin noch eine Dateneingabevorrichtung 20, die insbesondere als Keyboard oder als Lesegerät für Datenträger, wie z. B. CD-ROMs, ausgebildet sein kann.

Wie weiterhin aus der Darstellung der 1 zu entnehmen ist, sind zumindest der Sensorchip 5, die Steuerungseinheit 6 und der Parallel-/Seriell-Wandler 7 der Kameraeinheit 2 durch einen ersten Taktgeber 21 („Pixel-CLK") gesteuert, während zumindest die Steuerungseinheit 13, der Bildspeicher 14 und das Auswertemodul 15 der Auswertevorrichtung 3 von einem zweiten Taktgeber 22 („System-CLK") gesteuert sind. Der serielle Sendetakt SEC wird über die Datenübertragungseinrichtung 4 auch an den Seriell-/Parallel-Wandler 11 sowie das FIFO-Datenregister 12 gelegt. Die Steuerungseinheit 13 der Auswertevorrichtung 3 weist erfindungsgemäß weiterhin noch einen Zähler 23 auf, der insbesondere als Zeitzähler ausgebildet sein kann und auf dessen erfindungsgemäße Funktion später noch detailliert eingegangen wird. Des Weiteren steht die Steuerungseinheit 13 mit einer zweiten Speichereinrichtung 24 in Wirkverbindung, auf deren erfindungsgemäße Funktion ebenfalls weiter unten noch eingegangen wird. In dem Auswertemodul 15 ist zudem eine – vorzugsweise softwaretechnisch implementierte – Vergleichseinrichtung 25 enthalten.

Im Betrieb des vorstehend beschriebenen Bildverarbeitungssystems 1 nimmt der Sensorchip 5 Bilder eines zu untersuchenden Objekts (nicht gezeigt) auf und erzeugt eine Anzahl von Pixeln, deren Anzahl, Größe, geometrische Anordnung usw. von der Art des verwendeten Sensorchips 5 abhängt. Für das vorliegende Ausführungsbeispiel sei angenommen, dass sich jedes Pixel aus dem Sensorchip 5 als ein 8-Bit-Datenwort darstellen lässt. Die Pixel werden im Takt des ersten Taktgebers 21 aus dem Sensorchip 5 ausgelesen und in der Steuerungseinheit 6 mit Steuerdaten (Header) versehen, wobei sich im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels dieser Header als ein 6-Bit-Wort darstellen lässt, sodass die Pixeldaten und Headerdaten sich insgesamt als ein 14-Bit-Wort darstellen lassen. Anschließend werden die Steuer-/Bilddaten in dem Parallel-/Seriell-Wandler 7 in serielle Daten SD umgewandelt.

Außerdem generiert der Parallel-/Seriell-Wandler 7 aus dem Pixeltakt (Pixel-CLK) einen seriellen Sendetakt SEC, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel vierzehnmal schneller als der Pixeltakt ist, um jedes 14-Bit-Wort aus Bild- und Steuerdaten seriell über die Datenübertragungseinrichtung 4 von der Kameraeinheit 2 zu der Auswertevorrichtung 3 übertragen zu können. Der serielle Sendetakt SEC wird über die Datenübertragungseinrichtung 4 auch an den Seriell-/Parallel-Wandler 11 sowie das FIFO-Datenregister 12 gelegt.

Der Seriell-/Parallel-Wandler 11 der Auswertevorrichtung 3 wandelt die ankommenden seriellen Daten SD in parallele Daten PD um, wobei er zugleich auch aus dem seriellen Sendetakt SEC einen um den Faktor Vierzehn geringeren Pixeltakt PC generiert. Anschließend werden Header und Pixel, d. h. Steuer- und Bilddaten, in das als Empfangs-FIFO fungierende FIFO-Datenregister 12 geschrieben. Die Steuerungseinheit 13 der Auswertevorrichtung 3 liest anschließend das FIFO 12 asynchron zum Schreibtakt (Pixeltakt PC) in einem durch den zweiten Taktgeber 22 („System-CLK") vorgegebenen Systemtakt SYC, d. h. dem internen Arbeitstakt der Auswertevorrichtung 3 wieder aus. Somit findet an dieser Stelle der Übergang vom Pixeltakt der Kameraeinheit 2 zum Arbeitstakt der Auswertevorrichtung 3 statt.

Die Bilddaten BD werden anschließend – ebenfalls im Systemtakt SYC – anhand ihres Headers (ihrer zugehörigen Steuerdaten) aus dem FIFO 12 aussortiert (ausgelesen; READ-Befehl in 1) und mittels eines Schreibbefehls (WRITE) unter einer vorbestimmten Adresse (ADD) in den Bildspeicher 14 geschrieben. Dessen Inhalt wird anschließend durch das Auswertemodul 15 ausgewertet, welches anschließend über das Systeminterface 17 in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis entweder über die Verstärkereinheit 18 oder über die Verstärkereinheit 19 ein entsprechendes Steuersignal („ok"/„nok") an weitere Komponenten des Bildverarbeitungssystems 1, wie die Bildverarbeitungsvorrichtung 3a, sendet.

Wie in 1 anhand eines Blitz-Symbols B dargestellt, ist insbesondere die Datenübertragungseinrichtung 4 gegenüber externen EMV-Einflüssen störanfällig. Ein Gleiches trifft jedoch auch im Rahmen einer ESD-Problematik (ESD: Electrostatic Discharge) auf die weiteren an der Datenübertragung beteiligten Komponenten des Bildverarbeitungssystems 1 zu. Mit anderen Worten: Es kann vorkommen, dass in der Auswertevorrichtung 3, insbesondere im FIFO-Datenregister 12, fehlerhafte 14-Bit-Wörter vorliegen.

2 zeigt schematisch eine Abfolge von Steuerdaten (Header), die im Rahmen der Übertragung eines vollständigen Bildes (nachfolgend auch als „Übertragungsphase" bezeichnet) von der Kameraeinheit 2 an die Auswertevorrichtung 3 übertragen werden. Aus Anschauungsgründen wurde eine bildähnliche Blockdarstellung gewählt, wobei das Bild nicht maßstabsgerecht ist. Jedes Kästchen der Abbildung symbolisiert ein (seriell zu übertragendes) 14-Bit-Wort, wobei in den Kästchen nur die Header dargestellt sind und der eigentliche, durch die Ausgestaltung des Sensorchips 5 vorgegebene Bildbereich durch die schraffierte rechteckförmige Fläche dargestellt ist.

Die Übertragung der einzelnen Datenwörter beginnt in der 2 unten links und schreitet in jeder Zeile von links nach rechts fort. Das Header-Kürzel „ab" symbolisiert eine Phase, in der keine Bildaktivität stattfindet (Leerlauf-/Ruhephase), während in der mit „hl" bezeichneten Phase die Bildaktivität begonnen hat. In dieser Phase wird das Objekt beleuchtet. Header-Kürzel mit dem Symbol „h" werden bei allen Sensoroperationen, ausgenommen die Übertragung von Nutzdaten, gesendet. Mit dem Header-Kürzel „p" sind die eigentlichen Bildpixel bezeichnet. Bildpixel („p") enthaltende einzelne Nutzzeilen sind untereinander durch „h"-codierte Wörter voneinander getrennt.

Bei einem ungestörten Übertragungsverlauf der in 2 dargestellten Abfolge von der Kameraeinheit 2 zur Auswertevorrichtung 3 (1) erhält die Steuerungseinrichtung 13 Steuerdaten (Header), welche sich in folgende Phasen unterteilen lassen: Auf einen anfänglichen Leerlauf („ab"), welcher einen Bildwechsel symbolisiert, folgen so genannte Zeilentrenner während der Schwarzzeilen am Bildanfang (Codes „hl", „h"). Daran schließen sich die Pixelbytes der ersten Bildzeile (Code „p") an, gefolgt vom Zeilentrenner (Code „h") zwischen den ersten und zweiten Bildzeilen. Dann folgen die Pixelbytes der zweiten Bildzeile usw., bis nach dem Zeilentrenner während der Schwarzzeilen am Bildende der Übertragungsablauf mit einem erneuten Leerlauf endet.

Unter erneuter Bezugnahme auf die 1 speichert die Steuerungseinheit 13 im Kamerainterface 9 bei jedem ungestört empfangenen Bild (vgl. 2) die Abfolge, Anzahl und Dauer der einzelnen Übertragungsphasen („h", „p", usw.) in der Speichereinrichtung 24 ab. Bei jedem neuen Bild, d. h. zu Beginn einer neuen Gesamt-Übertragungsphase, wird in der Steuerungseinheit 13 der als Überwachungstimer fungierende (Zeit)-Zähler 23 zurückgesetzt und gestartet, wobei als Endwert des Zählers 23 diejenige Zeit eingestellt wird, welche beim letzten ungestörten Bild (vgl. 2) durch die Steuerungseinheit 13 in der Speichereinrichtung 24 gespeichert wurde. Anschließend untersucht die Steuerungseinheit 13 während der Übertragungsphase die in jedem übertragenen 14-Bit-Wort enthaltenen Steuerdaten, um aufgrund von Störungen ungültig gewordene oder falsche Header zu identifizieren, was beispielsweise durch einen Vergleich mit in der Speichereinrichtung 24 abgelegten Referenzwerten geschehen kann.

Werden auf diese Weise während einer Übertragungsphase aufgrund von Störungen ungültig gewordene Header erkannt, so reagiert die Steuerungseinrichtung erfindungsgemäß wie folgt: Die Steuerungseinheit 13 wartet ab, bis der Zähler 23 seinen aktuell eingestellten Endwert erreicht hat. Dies entspricht nach dem Vorstehenden dem tatsächlichen Ende einer ungestörten Übertragungsphase und bedeutet zugleich das simulierte Ende der vorliegenden gestörten Übertragungsphase. Anschließend wird der Zähler 23 zurückgesetzt, d. h., die Zeit für die nächste Übertragungsphase wird geladen. Anschließend wird erneut so lange gezählt, d. h. gewartet, bis der Zähler 23 wiederum seinen Endwert erreicht hat. Dies entspricht dem simulierten Ende der nächsten gestörten Übertragungsphase usw. Dieses Verfahren kann fortgesetzt werden, bis erneut ungestörte Daten mit gültigen, d. h. zu der durch den aktuellen Zählerstand angezeigten Phase passenden Steuerdaten (Header) empfangen werden.

Es sei angemerkt, dass erfindungsgemäß grundsätzlich quasi beliebige Endwerte für den Überwachungstimer eingestellt werden können. Beispielsweise ist es möglich, den Endwert des Überwachungstimers mit demjenigen Zeitpunkt zu synchronisieren, in dem bei ungestörter Bildübertragung das letzte Steuer-/Bilddaten-Wort empfangen würde (Kästchen ganz oben rechts in 2). Eine alternative Lösungsmöglichkeit besteht darin, den in der 2 gezeigten Ablauf in mehrere gleich oder unterschiedlich lange Teilabläufe mit entsprechenden Timer-Endwerten zu unterteilen. In diesem Fall wird das erfindungsgemäße Verfahren bis zum simulierten Bildende oder wiederum bis zum Empfang ungestörter Daten mit gültigem und zur aktuellen Phase passendem Header fortgesetzt.

Entscheidend ist dabei, dass über den fortlaufend weitergezählten Überwachungstimer (Zähler 23) in Verbindung mit den in der Speichereinrichtung 24 gespeicherten Informationen bezüglich der Abfolge, Anzahl und Dauer einzelner Übertragungsphasen bei einem ungestört empfangenen Bild eine Zuordnungsmöglichkeit zwischen Phasen, d. h. Zeitpunkten, in denen ohne Störung Pixel einer Zeile übertragen würden, und den entsprechenden Speicherorten im Bildspeicher 14 gegeben ist.

Mit anderen Worten: Über den aktuellen Zählerstand des Zählers 23 ist eine Möglichkeit geschaffen, auch während einer gestörten Datenübertragung zu bestimmten Zeiten, die den Übertragungszeitpunkten von Bild-/Nutzdaten eines ungestörten Bildes entsprechen, direkt auf den entsprechenden Speicherort im Bildspeicher zuzugreifen, wobei erfindungsgemäß bei Vorliegen einer Störung, d. h. eines identifizierten ungültigen oder falschen Headers während derjenigen Phasen, in denen ohne Störung Pixel (beispielsweise einer Zeile) übertragen würden, durch die Steuerungseinheit 13 ein vorbestimmter Bildwert (Default-Pixel, beispielsweise Weiß) an die entsprechende Stelle im Bildspeicher geschrieben wird. Ein derartiger Default-Pixel wird vorliegend – wie erwähnt – auch als „Dummypixel" bezeichnet.

3 zeigt in vereinfachter Form in Anlehnung an die Darstellung der 2 den zeitlichen Ablauf der Datenübertragung eines gestörten Bildes bei einer beispielhaften Auflösung von zehn Zeilen, wobei hier die Abbildung wie beim gewöhnlichen Lesen von links oben nach rechts unten zu betrachten ist, während die Zeit t in Betrachtungsrichtung fortschreitet. Nach dem Vorstehenden entspricht das Fortschreiten der Zeit t einem Hochzählen des als Überwachungstimer fungierenden (Zeit-)Zählers 23 (1).

Gemäß der Darstellung in 3 wird der Zähler 23 zu einem Anfangs-Zeitpunkt t0 zurückgesetzt und nimmt zu einem End-Zeitpunkt te seinen hier nicht genauer spezifizierten Endwert an, was vorliegend der vollständigen Übertragung eines ungestörten fünf mal zehn Pixel großen Bildes einschließlich einer Übertragung der Schwarzzeilen am Bildanfang und Bildende sowie der Übertragung von Zeilentrennern zwischen den einzelnen Bildzeilen entspricht. Diejenigen Zeitpunkte t, in denen gemäß der 3 Bild-/Nutzdaten übertragen werden, sind mit 1 bis 50 beziffert, wobei – wie angegeben – die Ziffern 1 bis 5 den Pixeln der ersten Bildzeile, die Ziffern 6 bis 10 den Pixeln der zweiten Bildzeile, die Ziffern 11 bis 15 der dritten Bildzeile usw. entsprechen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die angegebenen Ziffern 1 bis 50 im Allgemeinen nicht den entsprechenden Zählerwerten des Zählers 23 (1) entsprechen, da dieser insbesondere auch während der Zeitintervalle x, y und z fortlaufend weiterzählt, welche einer Übertragungsdauer der Schwarzzeilen am Bildanfang, der jeweiligen Zeilentrenner bzw. der Schwarzzeilen am Bildende entsprechen, wie aus der 3 ersichtlich ist.

Allerdings lässt sich erfindungsgemäß aus dem beispielsweise der Ziffer 35 in 3 zugeordneten (nicht gezeigten) Zählerwert des Zählers 23 (1) ein Speicherort für den entsprechenden Bildpunkt in Zeile 7, Spalte 5 des zu verarbeitenden Bildes anhand der in der Speichereinrichtung 24 (1) abgelegten Daten identifizieren, sodass gegebenenfalls, d. h. bei erkannter Übertragungsstörung ein vorbestimmter Bildwert an genau diesen Speicherort geschrieben werden kann. Dies ist nachfolgend in der 4 beispielhaft unter der Annahme dargestellt, dass zu den in der 3 mit den Ziffern 40 bis 48 bezeichneten Zeitpunkten ein Zeitraum mit gestörter Datenübertragung vorlag (schraffierter Bereich in 3), wobei in dem gezeigten Ausführungsbeispiel auch zwei Zeiträume mit Übertragung eines Zeilentrenners y mit in den gestörten Zeitbereich fallen.

4 zeigt schematisch-tabellarisch die nach Übertragung des gestörten Bildes gemäß der 3 im Bildspeicher 14 der erfindungsgemäßen Auswertevorrichtung 3 nach 1 abgelegten Daten. Die linke Spalte der Tabelle in 4 gibt schematisch den Speicherort/die Speicheradresse für jedes Pixel an, wobei zu dem angegebenen Wert jeweils noch die aus der tabellarischen Anordnung zu entnehmende jeweilige Spaltennummer zu addieren ist. Wenn man nun die in der 3 angegebenen Ziffernwerte mit den jeweiligen Bilddaten eines jeweiligen Pixels identifiziert, ergibt sich die in der

4 dargestellte Belegung des Bildspeichers 14, wobei anstelle der gestörten Pixel, d. h. an den entsprechenden Speicherplätzen erfindungsgemäß Dummywerte abgelegt wurden. Vorzugsweise handelt es sich bei diesen Dummywerten jeweils um den Bildwert für die Farbe Weiß.

Durch das vorstehend beschriebene Verfahren wird vom Kamerainterface 9 auch bei nachhaltig gestörten Bildern ein kompletter Bilddatensatz in den Bildspeicher geschrieben, wie vorstehend anhand der 4 erläutert. Dieser besteht demnach aus den korrekt empfangenen Pixeln und den während gestörter Übertragungsphasen eingetragenen Dummywerten/Dummypixeln. Entscheidend ist hierbei, dass aufgrund des erfindungsgemäßen Einsatzes des Zählers 23 (1) insbesondere die vorhandenen ungestörten Pixel jeweils an der richtigen, zu einer entsprechenden Zeile und Spalte des Bildes gehörenden Stelle im Bildspeicher 14 stehen. Das Auswertemodul 15 (1) kann also in jedem Fall auf einem kompletten Bilddatensatz operieren, sodass grundsätzlich auch während stark gestörter Übertragungsphasen eine Bildauswertung durch die Bildverarbeitungsvorrichtung 1a (1) möglich ist. Erfindungsgemäß wird im Rahmen des vorliegenden Ausführungsbeispiels jedoch vorzugsweise durch in der Speichereinrichtung 16 abgelegte Informationen ein Bildbereich des in dem Bildspeicher 14 enthaltenen Bildes definiert, der für eine korrekte Auswertung des (gestörten) Bildes relevant ist.

Auf diese Weise kann das Auswertemodul 15 durch den Einsatz der Vergleichseinrichtung 25 durch einen Vergleich der in dem Bildspeicher 14 enthaltenen Bilddaten mit den in der Speichereinrichtung 16 enthaltenen Informationen feststellen, ob für eine korrekte Auswertung des (gestörten) Bildes relevante Bereiche mit betroffen sind oder nicht. Kommt das Auswertemodul 15 zu dem Ergebnis, dass nur solche Bildbereiche gestört sind, d. h. Dummywerte aufweisen, welche für die korrekte Auswertung des Bildes nicht relevant sind, so wird gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel über die Verstärkereinheit 18 ein entsprechend positives Ergebnis („ok") an die weiteren Komponenten des erfindungsgemäßen Bildverarbeitungssystems 1 ausgegeben. Sind jedoch auch auswertungsrelevante Bildbereiche betroffen, so wird entsprechend ein negatives Ergebnis („nok") über die Verstärkereinheit 19 ausgegeben. Dabei wird durch die konkrete Ausgestaltung des Auswertemoduls 15, d. h. vorzugsweise durch entsprechende Software sichergestellt, dass ein Bild, welches bei ungestörter Übertragung als „nok" ausgewertet würde, bei gestörter Übertragung nicht als „ok" durch die Bildverarbeitungsvorrichtung 3a ausgewertet wird.

Abweichend von der oben gegebenen Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels können auch andere, für die Auswertung der Bilddaten durch das Auswertemodul 15 benötigte Informationen in der Speichereinrichtung 16 abgespeichert sein. Beispielsweise kann dort eine Anzahl von Bildbereichen definiert sein, die für eine korrekte Bildauswertung gerade nicht erforderlich sind. Insbesondere derartige Informationen können über die Eingabeeinrichtung 20 durch einen Benutzer an das System übermittelt werden, beispielsweise unter Verwendung eines geeignet lesbaren Datenträgers, wie einer CD-ROM. In gleicher Weise lässt sich die Eingabeeinrichtung 20 auch dazu verwenden, Programmcode-Sequenzen zur softwaretechnischen Einrichtung bestimmter Systemkomponenten und zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu implementieren, wie insbesondere das Auswertemodul 15 mit Vergleichseinrichtung 25 sowie der Steuerungseinheit 13 mitsamt dem Zähler 23.

Des Weiteren ist es zusätzlich oder alternativ zu der weiter oben beschriebenen Ausführungsform, bei der das Auswertemodul 15 die gestörten Bildbereiche durch explizites Inspizieren des Bildspeicher-Inhalts identifiziert, auch möglich, dass die Steuerungseinheit 13 gleichzeitig mit dem Schreiben eines Dummywerts in den Bildspeicher 14 eine entsprechende Information an das Auswertemodul 15 sendet, wie in der 1 mit Pfeil I dargestellt. Auf diese Weise erkennt das Auswertemodul 15 gestörte Bildbereiche des in dem Bildspeicher 14 enthaltenen Bildes, ohne dessen Inhalt selbst inspizieren zu müssen.

Auf diese Weise ist es erfindungsgemäß möglich, unmittelbar das oben erwähnte „nok"-Steuersignal auszugeben, wenn das Auswertemodul 15 erkennt, dass eine bestimmte Anzahl gestörter Pixel gemäß Mitteilung durch die Steuerungseinheit 13 (Pfeil I) in einen Bereich fallen, der gemäß den in der Speichereinrichtung 16 enthaltenen Informationen zur Auswertung des Bildes unbedingt erforderlich ist. Erfindungsgemäß kann ein derartig gestörtes Bild grundsätzlich dennoch vollständig ausgewertet werden, wobei jedoch die weiteren Systemkomponenten, wie die Bildverarbeitungsvorrichtung 1a, aufgrund des entsprechenden Steuersignals („nok") über den entsprechenden Störungszustand des Bildes informiert sind.

Abschließend zeigt die 5 ein Ablaufdiagramm einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Verfahren startet in Schritt 500. Anschließend wird in Schritt 502 zunächst zumindest ein ungestörtes Bild durch das erfindungsgemäße Bildverarbeitungssystem empfangen, d. h. durch die Kameraeinheit aufgenommen und entsprechend ungestört an die Auswertevorrichtung übertragen. Danach werden in Schritt 504für das ungestörte empfangene Bild die Abfolge, Anzahl und Dauer der einzelnen Übertragungsphasen abgespeichert. In Schritt 506 wird dann der entsprechende Überwachungstimer eingerichtet, insbesondere dessen aktueller Endwert eingestellt.

In Schritt 508 wird anschließend mit dem Empfang von Bild-/Steuerdaten eines neuen Bildes begonnen (Schritt 508a), wobei gleichzeitig der Überwachungstimer in Schritt 508b gestartet wird, der bei einer ungestörten Übertragung seinen zuvor eingestellten Endwert gerade mit dem Abschluss der letzten Übertragungsphase bzw. dem Ende der einzigen Übertragungsphase erreicht. Im folgenden Schritt 510 erfolgt eine Abfrage dahingehend, ob ein jeweiliges Header-Datum der Übertragung korrekt empfangen wurde und ob dem gegenwärtigen Übertragungsdatum über den aktuellen Zählerstand ein Pixel zugeordnet ist oder nicht.

Eine einfache Nachweismöglichkeit für Header-Störungen ergibt sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung aufgrund der hohen Redundanz der Steuerdaten, da ein 6-Bit-Wort zur Darstellung von vorliegend lediglich vier unterschiedlichen Headern (vgl. 2) verwendet wird, sodass störungsbedingte Header-Veränderungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisbar sind. Werden die beiden Abfragen in Schritt 510 bejaht (j), so handelt es sich um einen ungestörten Bildpunkt/Pixel, der in einem anschließenden Schritt 512 an seinem Speicherort im Bildspeicher abgelegt wird, wie weiter oben detailliert beschrieben wurde. Wird dagegen in Schritt 510 nur die Abfrage hinsichtlich des Vorliegens eines ungestörten Headers verneint (n), so wird anstelle des ungestörten Bildpunkts in Schritt 514 ein Dummywert eingetragen, wie ebenfalls weiter oben detailliert beschrieben wurde.

Der weitere Fall zweier verneinter Abfragen in Schritt 510 (gestörte Übertragung, kein Bildpunkt) ist in der vorliegenden 5 nicht explizit behandelt. An den vorstehend beschriebenen Schritt 514 kann sich im Rahmen einer besonderen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ein weiterer Schritt 514' (gestrichelt gezeichnet) anschließen, in welchem die Steuerungseinheit 13 (1) Informationen I (1) an das Auswertemodul 15 (1) sendet, um diese bezüglich des Vorhandenseins bzw. der Position eines gestörten Bildpunkts zu unterrichten, wie ebenfalls weiter oben bereits ausführlich beschrieben wurde. Sowohl im Falle einer bejahten Abfrage in Schritt 510 als auch im Falle einer verneinten Abfrage in Schritt 510 erfolgt anschließend in Schritt 516 eine weitere Abfrage dahin gehend, ob noch Daten (Bild-/Steuerdaten) zur Verarbeitung durch die Steuerungseinheit 13 (1) anstehen.

Ist dies der Fall (j), so wird im Schritt 518 das entsprechend nächste Daten-Wort aus dem FIFO-Datenregister ausgelesen (Pfeil READ in 1) und das Verfahren kehrt nach Schritt 510 zurück. Anderenfalls (n) ist der Bildspeicher voll und es erfolgt anschließend in Schritt 520 der weiter oben bereits detailliert erläuterte Vergleich des Bildspeicher-Inhalts bzw. der in Schritt 514' gesendeten Informationen mit dem Inhalt der Speichereinrichtung 16 (1), wobei festgestellt wird, ob die in dem Bildspeicher 14 (1) enthaltenen Bilddaten auswertbar sind oder nicht. Wird dementsprechend in Schritt 520 festgestellt, dass die Bilddaten – gegebenenfalls trotz Störung – auswertbar sind (j), so wird dies weiteren Systemkomponenten in Schritt 522 mitgeteilt („ok" in 1).

Anderenfalls (n) werden die übrigen Systemkomponenten, wie die Bildverarbeitungsvorrichtung, darüber in Kenntnis gesetzt, dass zu starke Störungen eine Auswertung des Bildes verhindern („nok" in 1) (Schritt 524). An den Verfahrensschritt 522 schließt sich mit Schritt 526 noch eine weitere Abfrage an, mit der festgestellt wird, ob es sich bei der Bildübertragung ab Schritt 508 um eine vollständig ungestörte Bildübertragung gehandelt hat oder nicht. Ist dies der Fall (j), so kehrt das Verfahren nach Schritt 504 zurück und speichert die entsprechenden Werte (Abfolge, Anzahl und Dauer der Übertragungsphasen) vor dem Empfang des nächsten Bildes, wie oben ausgeführt. Handelt es sich jedoch um eine gestörte Bildübertragung (n), so kehrt das Verfahren nach Schritt 508 zurück.

Das erfindungsgemäße Verfahren, die erfindungsgemäße Vorrichtung sowie das erfindungsgemäße System kommen vorzugsweise bei solchen Bildverarbeitungsaufgaben zum Einsatz, bei welchen kein vollständiges Bild für eine korrekte Bildauswertung benötigt wird. Ein Beispiel hierfür ist die Teileerkennung, bei der zu erkennende Teile kleiner als das insgesamt zur Verfügung stehende Bildfenster des Speicherchips sind. Die Auswertesoftware (zur Realisierung des Auswertemoduls 15; 1) bestimmt beim Einlernen des Gegenstands den Bildbereich, der für die Auswertung im späteren Betrieb benutzt wird („Region of Interest") und der entsprechend in der Speichereinrichtung 16 (1) hinterlegt ist. Ein weiteres derartiges Beispiel sind Datamatrix-Codeleser-Anwendungen, bei denen oftmals redundante Codes verwendet werden, sodass zur Auswertung die Erfassung eines Teils des gesamten Codes genügt.


Anspruch[de]
Verfahren zur Bildverarbeitung, bei dem während einer Abfolge von Übertragungsphasen Bilddaten eines zu verarbeitenden Bildes und zugehörige Steuerdaten zwischen einer Bildaufnahmevorrichtung (2) und einer einer Bildverarbeitungsvorrichtung (3a) vorgeschalteten Auswertevorrichtung (3) übertragen werden und bei dem Übertragungsstörungen (B) anhand der Steuerdaten durch die Auswertevorrichtung (3) erkannt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auswertevorrichtung (3) für jede Übertragungsphase eines Bildes ein Zähler (23) gestartet wird und dass zu Zeiten gestörter Übertragung von Bilddaten ein vorbestimmter Bildwert an einen dem entsprechenden Wert des Zählers (23) zugeordneten Bildspeicherort eines Bildspeichers (14) geschrieben wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertevorrichtung (3) Speicherorte des vorbestimmten Bildwerts mit wenigstens einem vorbestimmten Bildbereich des zu verarbeitenden Bildes vergleicht, wobei in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ein entsprechendes Steuersignal (ok, nok) ausgegeben wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein aktueller Endwert für den Zähler (23) anhand der Übertragung des letzten ungestörten Bildes bestimmt wird. Auswertevorrichtung (3) mit einer zum Empfangen von Bilddaten eines zu verarbeitenden Bildes und von zugehörigen Steuerdaten von einer Bildaufnahmevorrichtung (2) ausgebildeten Schnittstelle (9), mit einem zum Speichern der Bilddaten ausgebildeten Bildspeicher (14), mit einem zum Auswerten der gespeicherten Bilddaten ausgebildeten Auswertemodul (15) und mit einer zum Erkennen von Störungen der Datenübertragung von der Bildaufnahmevorrichtung (2) ausgebildeten Steuerungseinheit (13), gekennzeichnet durch einen Zähler (23), der zum Bestimmen einer seit Beginn einer Übertragungsphase vergangenen Zeit ausgebildet ist, wobei die Steuerungseinheit (13) zum Abspeichern eines vorbestimmten Bildwerts an einem dem entsprechenden Wert des Zählers (23) zugeordneten Speicherort ausgebildet ist. Auswertevorrichtung (3) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswertemodul (15) eine Vergleichseinrichtung (25) aufweist, die zum Vergleichen von Speicherorten des vorbestimmten Bildwerts und wenigstens einem entsprechenden Bildbereich des zu verarbeitenden Bildes ausgebildet ist. Auswertevorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine mit dem Auswertemodul (15) in Wirkverbindung stehende Speichereinrichtung (16), in der Parameter des Bildbereichs abgelegt sind. Auswertevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswertemodul (15) zum Ausgeben eines Steuersignals (ok, nok) in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis ausgebildet ist. Bildverarbeitungssystem (1), bei dem eine Bildaufnahmevorrichtung (2), eine Auswertevorrichtung (3) und eine Bildverarbeitungsvorrichtung (3a) hintereinander geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertevorrichtung (3) nach einem der Ansprüche 4 bis 7 ausgebildet ist. Computerprogrammprodukt zur Durchführung eines Bildverarbeitungsverfahrens, bei dem während einer Abfolge von Übertragungsphasen Bilddaten eines zu verarbeitenden Bildes und zugehörige Steuerdaten zwischen einer Bildaufnahmevorrichtung (2) und einer Auswerteeinheit (3) übertragen werden und bei dem Übertragungsstörungen (B) anhand der Steuerdaten durch die Auswertevorrichtung (3) erkannt werden, gekennzeichnet durch Programmcode-Sequenzen, bei deren Ausführung mittels der Auswertevorrichtung (3) ein Verfahren mit weiteren Merkmalen der Ansprüche 1 bis 3 durchgeführt wird.






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