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Dokumentenidentifikation DE102006021749A1 06.12.2007
Titel Vorrichtung zum Erzeugen einer axialen Oszillationsbewegung einer rotierenden Walze einer Druckmaschine sowie Walze mit einer solchen Vorrichtung
Anmelder KOENIG & BAUER Aktiengesellschaft, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Rauh, Volker, 97265 Hettstadt, DE
DE-Anmeldedatum 10.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021749
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B41F 31/26(2006.01)A, F, I, 20070823, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 31/15(2006.01)A, L, I, 20070823, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Erzeugen einer axialen Oszillationsbewegung einer rotierenden Walze, insbesondere einer Verreibwalze einer Druckmaschine, mittels eines motorischen Antriebs ist dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb seine Antriebsenergie von der Rotation der Walze bezieht.

Beschreibung[de]

Vorrichtung zum Erzeugen einer axialen Oszillationsbewegung einer rotierenden Walze einer Druckmaschine sowie Walze mit einer solchen Vorrichtung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen einer axialen Oszillationsbewegung einer rotierenden Walze einer Druckmaschine sowie eine Walze gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder 40.

Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf solche Vorrichtungen im Zusammenhang mit Verreibwalzen eines Farb- oder Feuchtwerks einer Druckmaschine. Der Rotationsantrieb solcher Walzen erfolgt in der Regel durch Reibschluss mit einer benachbarten Walze oder einem benachbarten Zylinder, die bzw. der direkt oder indirekt über den Maschinenantrieb angetrieben ist.

Aus der DE 196 03 765 A1 ist eine solche Vorrichtung zum axialen Hin- und Herbewegen einer Verreibwalze bekannt, wobei eine externe Energiequelle insbesondere in Form einer Kolben-/Zylindereinheit für die Hin- und Herbewegung vorgesehen ist. Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Verreibwalze in ihrem Inneren zwei Druckräume aufweisen, durch deren Differenzdruckbeaufschlagung die Hin- und Herbewegung der Verreibwalze erfolgt. Als Arbeitsmedium ist hierbei Druckluft vorgesehen, die von einem externen Kompressor erzeugt wird.

Eine weitere Vorrichtung zum Erzeugen von axialen Bewegungen der Verreibwalzen von Farb- und Feuchtwerken von Druckmaschinen ist aus der DE-OS 2 235 313 bekannt. Hier ist ein externer doppeltwirkender Zylinder vorgesehen, dessen Kolben einen Schenkel der Verreibwalze bildet. Über einen externen Hydraulikantrieb und ein externes Umschaltventil wird den Druckräumen des Zylinders alternierend das Hydrauliköl als Arbeitsfluid zugeführt. Das Hydrauliköl wird in einem externen Ölbehälter gespeichert.

Schließlich ist aus der US 5,329,851 A eine selbst-oszillierende Walzenanordnung bekannt, wobei Arbeitsfluid aus einer externen Druckluftquelle über ein Timer-gesteuertes externes Umschaltventil alternierend entgegengesetzt wirkenden Druckräumen zugeführt wird.

Es ist auch bekannt, im Gegensatz zu den im Vorstehenden erläuterten motorischen Antrieben einen rein mechanischen, selbst antreibenden Antrieb für die axiale Oszillationsbewegung vorzusehen, vgl. beispielsweise DE 29 31 141 C3. Die dort offenbarte Vorrichtung erhält ihren Antrieb von der Drehbewegung des Walzenmantels, wobei die Reibbewegung über eine Kugel und eine nicht drehbar gelagerte Buchse erzeugt wird, die eine schräg verlaufende Nut aufweist, zwischen der und einer zweiten, senkrecht zur Mittelachse der Verreibwalze verlaufenden Nut in einer im Walzenmantel fest angeordneten Buchse die Kugel abrollt. Bei solchen Walzen mit mechanischen Reibgetrieben besteht die Gefahr von blockierenden Walzen, was zusätzlich zu beträchtlichen Folgeschäden führen kann. Darüber hinaus ist es nicht möglich, die Verreibfrequenz, die durch die baulichen Gegebenheiten fest vorgegeben ist, zu variieren.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Erzeugen einer axialen Oszillationsbewegung einer rotierenden Walze mittels eines motorischen Antriebs sowie eine entsprechende Walze zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 40 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine vollkommen autarke Walze bzw. Verreibwalze geschaffen wird, die nicht von zusätzlichen Versorgungs- und/oder Steuereinheiten abhängig ist. Dennoch muss für den axialen Antrieb nicht auf mechanische Getriebe mit den oben geschilderten bekannten Nachteilen zurückgegriffen werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der motorische Antrieb vollständig im Inneren der Walze angeordnet ist, wodurch der Aufbau besonders kompakt wird und der Antrieb bzw. dessen Bauteile vor Beschädigungen geschützt sind.

Die Antriebsenergie kann grundsätzlich auf vielfältige Weise von der Rotation der Walze abgeleitet werde, insbesondere beispielsweise auch auf magnetischem oder elektromagnetischem Weg. Bevorzugt ist jedoch vorgesehen, dass der motorische Antrieb ein insbesondere im Inneren der Walze angeordnetes Antriebsrad umfasst, welches von der rotierenden Walze antreibbar ist und insbesondere mit dieser reib- oder formschlüssig in Verbindung stehen kann. Im Einzelnen ist zweckmäßigerweise vorgesehen, dass das Antriebsrad mit einem zylindrischen Walzenmantel der Walze in Antriebsverbindung steht.

Auch die axiale Oszillationsbewegung könnte grundsätzlich auf vielfältige Weise bewirkt werden, beispielsweise über einen elektromagnetischen Antrieb und ein geeignetes Getriebe. Bevorzugt ist jedoch, wenn die Oszillationsbewegung durch alternierende Zufuhr eines Arbeitsfluids in in jeweils entgegengesetzter axialer Richtung wirksame Druckkammern bewirkbar ist.. Die Druckkammern können hierbei von einem doppelt wirkenden Zylinder gebildet sein, der im Inneren der Walze angeordnet ist, entweder als separates Bauteil oder definiert z.B. durch die Innenwandungen des Walzenmantels.

Gemäß einem besonders bevorzugten Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der motorische Antrieb eine das Arbeitsfluid unter Arbeitsdruck setzende Pumpeneinrichtung umfasst, die mit dem Antriebsrad verbunden ist und somit von diesem betätigt wird. Diese Pumpeneinrichtung ist ebenfalls vorzugsweise im Inneren der Walze angeordnet.

Zum alternierenden Zuführen von Arbeitsfluid zu der einen oder zu der anderen Druckkammer ist zweckmäßigerweise ein Umschaltventil vorgesehen, das ebenfalls vorzugsweise im Inneren der Walze angeordnet ist.

Der motorische Antrieb kann insbesondere hydraulisch oder ggf. auch pneumatisch arbeiten. Im Falle eines hydraulischen Antriebs kann ein Vorratsbehälter für Hydraulikflüssigkeit vorgesehen sein, der vorzugsweise ebenfalls im Inneren der Walze angeordnet ist und insbesondere über das Umschaltventil mit der Pumpeneinrichtung in Verbindung stehen kann. Im Falle eines pneumatischen Antriebs kann als Arbeitsfluid insbesondere Luft verwendet werden.

Der grundsätzliche Aufbau der Walze bzw. Verreibwalze könnte z.B. so sein, dass die Walze einen zylindrischen Walzenmantel aufweist, der an einer nicht rotierbar, aber in axialer Richtung verschieblich gelagerten Welle rotierbar gelagert ist. Vorzugsweise ist der Aufbau jedoch so, dass die Walze einen zylindrischen Walzenmantel aufweist, der relativ zu einer feststehenden Welle rotierbar ist, wobei der zylindrische Walzenmantel zusätzlich über einen an der feststehenden Welle drehfest, jedoch in axialer Richtung verschieblich gelagerten Schlitten entlang der feststehenden Welle hin und her verschiebbar gelagert ist.

Bei einem solchen Aufbau ist die Anordnung der einzelnen Antriebskomponenten innerhalb der Walze vorzugsweise so, dass die Zylinder-/Kolben-Anordnung zwischen der Welle und dem Schlitten wirkt, dass die Pumpeneinrichtung samt Antriebsrad und ggf. samt Vorratsbehälter vorzugsweise auf der feststehenden Welle, ggf. jedoch auch auf dem Schlitten befestigt sind, und dass das Umschaltventil entweder vorzugsweise auf der feststehenden Welle oder ggf. auch auf dem Schlitten angeordnet ist derart, dass das Umschaltventil aufgrund einer Relativbewegung zwischen der feststehenden Welle und dem Schlitten umschaltbar ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht eine kompakte und unempfindliche Bauweise einer motorisch angetriebenen Verreibwalze, die kostengünstig herstellbar ist und keinerlei externe Antriebskomponenten benötigt. Das Schadensrisiko insbesondere in Bezug auf Folgeschäden aufgrund einer blockierenden Walze ist vergleichsweise gering und aufgrund einer Druckbegrenzung der Pumpeneinrichtung besteht ein automatischer Überlastungsschutz.

Die Erfindung schafft eine erhöhte Flexibilität, nachdem durch Änderung des Anschlages für das Umschaltventil variable Verreibhübe erreichbar sind. Die ggf. einstellbare Fördermenge der Pumpeneinrichtung bestimmt die Verreibfrequenz. Des Weiteren kann der erfindungsgemäße Antrieb problemlos an unterschiedliche Walzendimensionen angepasst werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 eine aufgebrochene und teilweise schematisierte Seitenansicht einer Walze mit innenliegendem motorischem Antrieb, wobei zur besseren Klarheit der Darstellung Teile der Anordnung weggelassen wurden, und

2 den Hydraulikplan des Antriebes gemäß 2 in schematischer Darstellung.

Die erfindungsgemäße Walze 01 gemäß dem beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiel, beispielsweise eine Verreibwalze 01 eines nicht näher dargestellten Farbwerks einer Druckmaschine, umfasst eine feststehende Welle 02 mit einer Achse 03. Ein Schlitten 04 ist mittels geeigneter Lager 05 an der Welle 02 in Richtung der Achse 03 verschiebbar, aber verdrehsicher geführt. Die Verdrehsicherheit der Führung ist in 1 durch einen in der Welle 02 befestigten Bolzen 06 angedeutet, der in ein Langloch 07 oder einen Schlitz 07 im Schlitten 04 eingreift; selbstverständlich könnte die Verdrehsicherheit auch auf andere Weise sichergestellt sein, z.B. über einen geeigneten, z.B. polygonalen Querschnitt der Welle 02 und einen entsprechend angepassten Führungsquerschnitt des Schlittens 04 bzw. des Lagers 05.

Ein zylindrischer Walzenmantel 08 der Walze 01 ist mittels Lager 09 auf dem Schlitten 04 zur freien Rotation in beide Drehrichtungen gelagert. Der Walzenmantel 08 der Walze 01 ist somit einerseits um die Achse 03 drehbar und andererseits längs der Achse 03 verschiebbar gelagert. Im Betrieb kann die Walze 01 bzw. Verreibwalze 01 an einer benachbarten, während des Betriebes rotierend angetriebenen Walze oder einem rotierend angetriebenen Zylinder (jeweils nicht dargestellt) anliegen und von dieser bzw. diesem in Rotation versetzt werden.

Weiterhin ist eine im Folgenden zu beschreibende Einrichtung vorgesehen, um die Walze 01 während ihrer Rotation hin und her zu bewegen, der Walze 01 also gleichzeitig eine axiale Oszillationsbewegung zu vermitteln, beispielsweise, um eine gleichmäßige Verteilung von Druckfarbe zu erreichen.

Zu diesem Zweck ist auf der ruhenden bzw. feststehenden Welle 02 eine Pumpeneinrichtung 11, nämlich eine Pumpe 11, insbesondere eine Miniaturpumpe 11 für Hydraulikflüssigkeit befestigt, die mittels eines Antriebsrades 12 antreibbar ist, welches mit seinem Umfang an der Innenseite des Walzenmantels 08 anliegt und von diesem reibschlüssig antreibbar ist. Die Pumpe 11 fördert unabhängig von der Drehrichtung des Antriebsrades 12 bzw. der Rotationsrichtung des Walzenmantels 08. Mit der Bezugsziffer 13 ist ein Vorratsbehälter für Hydraulikflüssigkeit bezeichnet, der ebenfalls auf der feststehenden Welle 02 befestigt ist und mit der Pumpe 11 ein gemeinsames Gehäuse aufweisen kann.

Eine Zylinder-/Kolben-Anordnung 14 umfasst einen doppeltwirkenden Zylinder 16 mit zwei Druckkammern 17 und 18, die durch den Kolben 19 voneinander getrennt sind und jeweils einen Anschluss für eine Hydraulikleitung 32 bzw. 33 aufweisen, vgl. 2. Das eine Ende des Zylinders 16 ist über einen winkelförmigen Träger 22 mit der feststehenden Welle 02 verbunden, während am entgegengesetzten Ende des Zylinders 16 die dem Kolben 19 zugeordnete Kolbenstange 21 aus dem Zylinder 16 austritt und mit dem Schlitten 04 verbunden ist.

Wenn somit der Kolben 19 des an der feststehenden Welle 02 fixierten Zylinders 16 eine oszillierende Bewegung vollzieht, so wird diese parallel zur Achse 03 verlaufende oszillierende Bewegung über die Kolbenstange 21 auf den Schlitten 04 übertragen und von hier auf den auf dem Schlitten 04 drehbar gelagerten rotierenden Walzenmantel 08.

Um den Kolben 19 der Zylinder-/Kolben-Anordnung 14 in eine oszillierende, also hin und her gehende Bewegung zu versetzen, wird den Druckkammern 17, 18 des Zylinders 16 abwechselnd Hydraulikflüssigkeit zugeführt, wobei dieses abwechselnde Zuführen über ein Umschaltventil 23 gesteuert wird, welches im Falle des Ausführungsbeispiels ebenfalls an der feststehenden Welle 02 befestigt ist. Das Umschaltventil 23 ist als Wegeventil 23 ausgebildet und umfasst einen mittleren verschiebbaren Schaltabschnitt 24, der zwischen zwei Funktionspositionen verstellbar ist und zu diesem Zweck während des axialen Verschiebens des Schlittens 04, d.h. an den jeweiligen Endabschnitten des axialen Verstellwegs, mit seinem einen vorstehenden Ende 26 mit einer Anschlagsfläche 28 eines am Schlitten 04 befestigten Anschlagswinkels 29 oder mit seinem anderen vorstehenden Ende 27 mit einer gegenüberliegenden Anschlagsfläche 31 des Schlittens 04 in Eingriff kommt.

Wie aus 2 erkennbar weist das Umschaltventil 23 einerseits drei und andererseits zwei Eingänge auf, die über die beiden Kanäle des verschieblichen Schaltabschnitts 24 durch Verschieben des Schaltabschnitts 24 in unterschiedlicher Kombination miteinander verbindbar sind, nämlich derart, dass je nach Stellung des Schaltabschnitts 24 über die Pumpe 11 entweder, wie dargestellt, die Druckkammer 18 über die Hydraulikleitungen 34, 33 oder aber, in der anderen, nicht dargestellten Position des Schaltabschnitts 24, die Druckkammer 17 über die Hydraulikleitung 34 und 32 mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagt wird und die jeweils andere Druckkammer 17 bzw. 18 über die Hydraulikleitungen 32 und 36 (wie dargestellt) bzw. 33, 37 und 36 (in der anderen, nicht dargestellten Position) mit dem Vorratsbehälter 13 verbunden wird.

Mittels des Umschaltventils 23 wird somit in den ggf. durch geeignete Anschläge definierten und ggf. auch verstellbaren Endlagen des Schlittens 04 die Arbeitsrichtung der Zylinder-/Kolben-Anordnung 14 umgekehrt. Es kann in diesem Zusammenhang auch eine Rastung beispielsweise mittels einer Kugel vorgesehen sein, durch die eine Neutrallage ausgeschlossen wird, in der sich die beiden Arbeitsrichtungen gegenseitig blockieren.

Im Falle der Erfindung bezieht somit der insbesondere die Bauteile 11; 12; 14 und 23 umfassende motorische Antrieb 11; 12; 14; 23 für die axiale Oszillationsbewegung seine Antriebsenergie aus der Rotation der Walze 01 bzw. des Walzenmantels 08; der motorische Antrieb 11; 12; 14; 23 ist gemäß dem beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel vollständig innerhalb der Walze 01 untergebracht.

Bei einer alternativen, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist anstelle des beschriebenen hydraulischen Systems ein pneumatisches System vorgesehen, wobei als Arbeitsfluid insbesondere Luft einsetzbar ist. Ein Vorratsbehälter für das Arbeitsfluid erübrigt sich in diesem Fall.

Ggf. kann gemäß einer weiteren, ebenfalls nicht dargestellten Ausführungsform auch eine Druckluftversorgung ggf. über einen Steckanschluss von außen durch entsprechende Bohrungen in der feststehenden Welle 02 hindurch erfolgen.

Die Pumpeneinrichtung 11 kann gemäß einer weiteren, ebenfalls nicht dargestellten Ausführungsform grundsätzlich auch extern montiert sein, d.h. beispielsweise außerhalb des Walzenmantels 08 auf der feststehenden Welle 02. Die Versorgungsleitungen können in diesem Fall durch die feststehende Welle 02 hindurch in das Innere der Walze 01 geführt werden. Auch könnte der Zylinder 16 extern montiert sein, ebenso wie der Vorratsbehälter 13 und/oder das Umschaltventil 23. Eine externe Anordnung dieser Bauteile ermöglicht ggf. deren gemeinsame Verwendung für mehrere Walzen. Auch ist bei einer externen Anordnung eine etwaige Einstellung oder nachträgliche Verstellung von Betriebsparametern einfacher, beispielsweise der Einstellung der Reibfrequenz. Auch ist eine Steuerung der Reibfrequenz unabhängig von der Maschinendrehzahl möglich.

01
Walze, Verreibwalze
02
Welle, feststehende
03
Achse (02)
04
Schlitten
05
Lager
06
Bolzen
07
Langloch, Schlitz
08
Walzenmantel
09
Lager
10
11
Pumpeneinrichtung, Pumpe, Miniaturpumpe
12
Antriebsrad
13
Vorratsbehälter
14
Zylinder-/Kolben-Anordnung
15
16
Zylinder, doppeltwirkender (14)
17
Druckkammer (16)
18
Druckkammer (16)
19
Kolben (14)
20
21
Kolbenstange
22
Träger
23
Umschaltventil, Wegeventil
24
Schaltabschnitt (23)
25
26
Ende (24)
27
Ende (24)
28
Anschlagsfläche
29
Anschlagswinkel
30
31
Anschlagsfläche
32
Hydraulikleitung
33
Hydraulikleitung
34
Hydraulikleitung
35
36
Hydraulikleitung
37
Hydraulikleitung


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Erzeugen einer axialen Oszillationsbewegung einer rotierenden Walze (01) einer Druckmaschine mittels eines motorischen Antriebs (11, 12, 14, 23), dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb (11, 12, 14, 23) seine Antriebsenergie von der Rotation der Walze (01) bezieht. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb (11, 12, 14, 23) ein Antriebsrad (12) umfasst, welches von der rotierenden Walze (01) antreibbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (12) mit der rotierenden Walze (01) reib- oder formschlüssig in Verbindung steht. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (12) mit einem zylindrischen Walzenmantel (08) der Walze (01) in Antriebsverbindung steht. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (12) im Inneren der Walze (01) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oszillationsbewegung durch alternierende Zufuhr eines Arbeitsfluids in in jeweils entgegengesetzter axialer Richtung wirksame Druckkammern (17; 18) bewirkbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb (11, 12, 14, 23) eine das Arbeitsfluid unter Arbeitsdruck setzende Pumpeneinrichtung (11) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3 und nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeneinrichtung (11) mit dem Antriebsrad (12) verbunden ist. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeneinrichtung (11) im Inneren der Walze (01) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (01) einen zylindrischen Walzenmantel (08) aufweist, der um eine feststehende Welle (02) rotierbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Walzenmantel (08) entlang der feststehenden Welle (02) hin und her verschiebbar gelagert ist. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an der feststehenden Welle (02) ein Schlitten (04) drehfest, jedoch in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Schlitten (04) der zylindrische Walzenmantel (08) rotierbar gelagert ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb (11, 12, 14, 23) eine Zylinder-/Kolben-Anordnung (14) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckkammern (17; 18) von einem doppelt wirkenden Zylinder (16) der Zylinder-/Kolben-Anordnung (14) gebildet sind. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder-/Kolben-Anordnung (14) im Inneren der Walze (01) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder-/Kolben-Anordnung (14) zwischen der Welle (02) und dem Schlitten (04) wirkt. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (16) der Zylinder-/Kolben-Anordnung (14) mit der feststehenden Welle (02) und der Kolben (19) der Zylinder-/Kolben-Anordnung (14) mir dem Schlitten (04) verbunden ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeneinrichtung (11) relativ zur feststehenden Welle (02) drehfest angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeneinrichtung (11) an der feststehenden Welle (02) befestigt ist. Vorrichtung nach Anspruch 6 und nach einem der Ansprüche 7 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Pumpeneinrichtung (11) den Druckkammern (17; 18) alternierend Arbeitsfluid zuführbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb (11, 12, 14, 23) ein Umschaltventil (23) zum alternierenden Zuführen von Arbeitsfluid zu der einen oder zu der anderen Druckkammer (17 bzw. 18) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (23) innerhalb der Walze (01) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (23) relativ zur feststehenden Welle (02) drehfest angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13 und nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (23) aufgrund einer Relativbewegung zwischen der feststehenden Welle (02) und dem Schlitten (04) umschaltbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (23) einen beweglichen Schaltabschnitt (24) umfasst, welcher mit dem Schlitten (04) bzw. einem hiermit verbundenen Betätigungselement oder mit der feststehenden Welle (02) bzw. einem hiermit verbundenen Betätigungselement durch in Eingriff kommen umschaltbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (23) an der feststehenden Welle (02) befestigt ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsfluid eine Hydraulikflüssigkeit ist. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorratsbehälter (13) für Hydraulikflüssigkeit vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (13) über das Umschaltventil (23) mit der Pumpeneinrichtung (11) in Verbindung steht. Vorrichtung nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (13) im Inneren der Walze (01) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (13) relativ zur feststehenden Welle (02) drehfest angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (13) an der feststehenden Welle (02) befestigt ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsfluid ein Gas ist. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsfluid Luft ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb (11, 12, 14, 23) im Inneren der Walze (01) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsfluid dem Inneren der Walze (01) über mindestens eine Bohrung in der feststehenden Welle (02) zuführbar ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (01) eine Verreibwalze (01) ist. Vorrichtung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (01) eine Verreibwalze (01) eines Farb- oder Feuchtwerks der Druckmaschine ist. Walze (01) einer Druckmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (01) eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.






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