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Dokumentenidentifikation DE102006024985A1 06.12.2007
Titel Bohrstaub-Auffangvorrichtung
Anmelder Gruber, Bruno, 82140 Olching, DE
Erfinder Gruber, Bruno, 82140 Olching, DE
DE-Anmeldedatum 30.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006024985
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B23B 45/00(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23Q 11/00(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   B25D 17/18(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   B25F 5/00(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   B28D 7/02(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   
Zusammenfassung Erfindungsgemäß umfaßt eine Bohrstaub-Auffangvorrichtung ein rohrförmiges Gehäuse, das an der ersten und zweiten Stirnseite verschlossen ist. Ein Durchgangsloch zum Hindurchlassen eines Bohrers erstreckt sich in einem Bereich nahe der ersten Stirnseite durch die Umfangswand des Gehäuses. Eine solcherart aufgebaute Bohrstaub-Auffangvorrichtung kann ein großes Volumen an Bohrstaub aufnehmen und dient gleichzeitig als zweiter Handgriff zum Abstützen der Bohrmaschine. Außerdem ist diese Bohrstaub-Auffangvorrichtung auch nahe von Ecken der Wände bzw. der Decke eines Bauwerks einsetzbar.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bohrstaub-Auffangvorrichtung gemäß dem Patentanspruch 1.

Es sind vielfältige Bohrstaub-Auffangvorrichtungen bekannt. Z.B. offenbart die DE 30 21 785 U1 eine Bohrstaub-Auffangvorrichtung in Form eines kreisförmigen Hohlkörpers, der Durchgangslöcher in den Wänden zum Hindurchführen eines Bohrers aufweist. Nachteilig bei diesem Aufbau sind die eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten, da diese Auffangvorrichtung nicht in einem Bereich nahe von Ecken einsetzbar ist. Das Volumen des Hohlkörpers ist begrenzt und die Handhabung der Auffangvorrichtung ist auf Grund der geometrischen Gegebenheiten schwierig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bohrstaub-Auffangvorrichtung zu schaffen, die bei einfacher Bauweise eine gute Handhabbarkeit gewährleistet.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Erfindungsgemäß umfaßt eine Bohrstaub-Auffangvorrichtung ein rohrförmiges Gehäuse, das an der ersten und zweiten Stirnseite verschlossen ist. Ein Durchgangsloch zum Hindurchlassen eines Bohrers erstreckt sich in einem Bereich nahe der ersten Stirnseite durch die Umfangswand des Gehäuses. Eine solcherart aufgebaute Bohrstaub-Auffangvorrichtung kann ein großes Volumen an Bohrstaub aufnehmen und dient gleichzeitig als zweiter Handgriff zum Abstützen der Bohrmaschine. Außerdem ist diese Bohrstaub-Auffangvorrichtung auch nahe von Ecken der Wände bzw. der Decke eines Bauwerks einsetzbar.

Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Darin zeigen:

1 eine Längsschnittansicht einer Bohrstaub-Auffangvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, und

2 eine Längsschnittansicht der Bohrstaub-Auffangvorrichtung von 1 bei einem Bohrvorgang.

Wie in 1 gezeigt ist, umfaßt eine Bohrstaub-Auffangvorrichtung 10 ein rohrförmiges Gehäuse 12 mit einer Umfangswand 14 und einer Stirnwand 16, die eine erste Stirnseite 12a verschließt. Das Gehäuse 12 hat einen kreisförmigen Querschnitt.

An einer zweiten Stirnseite 12b, die der ersten Stirnseite 12a gegenüberliegt, ist mit der Umfangswand 14 eine Verschlußscheibe 18 lösbar verbunden. Die Verschlußscheibe 18 weist einen in das Gehäuse 12 einsetzbaren Zylinderbereich 12a, dessen Außendurchmesser an den Innendurchmesser der Umfangswand 14 angepaßt ist, und einen an der zweiten Stirnseite 12b anliegenden Flanschbereich 18b auf.

Die Umfangswand 14, die Stirnwand 16 und die Verschlußscheibe 18 begrenzen einen Hohlraum H, der zur Aufnahme von Bohrstaub (der sowohl Bohrmehl als auch Feinstaub umfaßt) dient. Ein die Umfangswand 14 durchdringendes Durchgangsloch 20 ist nahe dem Bereich der ersten Stirnseite 12a ausgebildet. Ein Wandbereich 14a der Umfangswand 14 verläuft in einem stumpfen Winkel &agr; zur restlichen Umfangswand 14 und ist eben ausgebildet. Das Durchgangsloch 20 durchdringt diesen ebenen Wandbereich 14a. An der Außenseite des ebenen Wandbereichs 14a ist ein Dichtring 22 befestigt, dessen Innenöffnung zu dem Durchgangsloch 20 ausgerichtet ist.

An dem dem ebenen Wandbereich 14a gegenüberliegenden Bereich des Durchgangslochs 20 ist eine Hülse 24 angeordnet, deren Innendurchmesser an den Durchmesser des Durchgangslochs 20 angepaßt ist und ein Stück in den Hohlraum H hineinragt.

In der gezeigten Ausführungsform ist die Stirnwand 16 einstückig mit der Umfangswand 14 bzw. dem Wandbereich 14a ausgebildet und weist einen rechten Winkel zum dem Wandbereich 14a auf.

Das Gehäuse 12 hat in der bevorzugten Ausführungsform eine Länge von 160mm und einen Außendurchmesser von 30mm, wobei der Winkel &agr; zwischen der Umfangswand 14 und dem Wandbereich 14a 160° beträgt.

Die Arbeitsweise der Bohrstaub-Auffangvorrichtung 10 wird nachstehend an Hand von 2 näher erläutert.

In eine Wand 100 soll ein Bohrloch 102 mittels einer Bohrmaschine 110, in die ein Bohrer 112 eingespannt ist, eingebracht werden. Dazu wird der Bohrstaub-Auffangvorrichtung 10 im Bereich des Durchgangslochs 20 auf den Bohrer 112 gefädelt. Beim Transport zur Wand 100, in die das Bohrloch 102 eingebracht werden soll, dient die Bohrstaub-Auffangvorrichtung 10 als weiterer Handgriff, der zur Abstützung eines Teiles des Gewichtes der Bohrmaschine 110 dient.

Die Bohrstaub-Auffangvorrichtung 10 wird im Bereich des Dichtringes 22 an die Wand 100 gedrückt, und danach wird der Bohrer 112 an die Wand 100 angesetzt. Durch den gegenüber der Umfangswand 14 abgewinkelten Wandbereich 14a besteht genügend Abstand zwischen der Wand 100 und Fingern einer Hand einer Bedienperson der Bohrmaschine 110.

Beim Bohrvorgang fällt Bohrstaub in den Hohlraum H und wird gesammelt. Eine Entleerung der Bohrstaub-Auffangvorrichtung 10 erfolgt über ein Lösen der Verschlußscheibe 18 oder über das Durchgangsloch 20. Außerdem besteht die Möglichkeit, an die zweite Stirnseite 12b einen Schlauch eines Staubsaugers anzuschließen.

Wenn sich das Bohrloch 102 an der Decke eines Gebäudes befindet, verhindert die Hülse 24 ein Durchrieseln von Bohrstaub und leitet diesen in den Hohlraum H.

Der Durchmesser des Durchgangslochs 20 ist an den Durchmesser eines Bohrers 112 angepaßt, wobei der Durchmesser des Durchgangslochs 20 dem Durchmesser des üblicherweise größten verwendeten Bohrers 112 entspricht.

Modifikationen der beschriebenen Ausführungsformen sind möglich.

In einer Modifikation der beschriebenen Ausführungsform wird der Abstand zwischen der Wand 100 und dem Gehäuse 12 durch eine Abstandshülse vorgenommen, die sich von der Umfangswand 14 in Richtung der Wand 100 erstreckt und an deren Stirnseite der Dichtring 22 befestigt ist. Dadurch entfällt die Notwendigkeit des Vorsehens des abgewinkelten Wandbereichs 14.

In einer anderen Modifikation ist kein Abstand zwischen der Wand 100 und dem Gehäuse 12 vorgesehen, und ein Griff ist an dem Außenbereich der Umfangswand 14 vorgesehen.

In einer weiteren Modifikation sind Dichtbürsten oder Dichtscheiben im Bereich des Durchgangslochs 20 angeordnet.

In einer zusätzlichen Modifikation ist eine Papiertüte, Kunststofftüte oder eine Papphülse mit geschlossenem Boden im Hohlraum H angeordnet, die zur Aufnahme des Bohrstaubs dient.

In einer anderen Modifikation ist eine Papiertüte oder Kunststofftüte so bemessen, daß sie auf den Außenbereich der Umfangswand 14 von der zweiten Stirnseite 12b her aufsetzbar ist und dort selbsttätig hält. In einer abweichenden Ausführungsform sind Haltemittel, z.B. in Form einer Klebestelle oder von Klebeband zum Verbinden der Papiertüte oder Kunststofftüte mit der Umfangswand 14 vorgesehen.

In der bevorzugten Ausführungsform besteht das Gehäuse 12 aus Kunststoff oder Metall.

In einer anderen Ausführungsform besteht das Gehäuse 12 aus Hartpappe, ist an beiden Stirnseiten 12a, 12b verschlossen und ist als Wegwerfartikel vorgesehen.

In einer weiteren Modifikation hat das Gehäuse 12 einen ovalen oder anderen Querschnitt.

Mischformen zwischen den beschriebenen Ausführungsformen und deren Modifikationen gehören zum Schutzumfang der vorliegenden Erfindung.


Anspruch[de]
Bohrstaub-Auffangvorrichtung, mit

einem rohrförmigen Gehäuse (12), das eine Umfangswand (14) aufweist und an der ersten und zweiten Stirnseite (12a, 12b) zur Bildung eines Hohlraums (H) verschlossen ist, und

einem Durchgangsloch (20) zum Hindurchlassen eines Bohrers (112), das sich in einem Bereich nahe der ersten Stirnseite (12a) durch die Umfangswand (14a) des Gehäuses (12) hindurch erstreckt.
Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) einen kreisförmigen Querschnitt hat. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) einen ovalen Querschnitt hat. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Stirnseite (12a) fest durch eine Stirnwand (16) verschlossen ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnwand (16) einstückig mit der Umfangswand (14) ausgebildet ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite der Umfangswand (14) im Bereich des Durchgangslochs (20) ein Dichtring (22) befestigt ist, dessen Innenöffnung zu dem Durchgangsloch (20) ausgerichtet ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hülse (24), deren Innendurchmesser an den Durchmesser des Durchgangslochs (20) angepaßt ist, sich von dem Innenbereich der Umfangswand (14) ein Stück in den Hohlraum (H) hinein erstreckt. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wandbereich (14a) der Umfangswand (14) in einem stumpfen Winkel (&agr;) zur restlichen Umfangswand (14) verläuft. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandbereich (14a) als ebene Fläche ausgebildet ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 und 7, gekennzeichnet durch eine Abstandshülse, die an der Umfangswand (14) angeordnet ist, sich in Richtung einer zu bearbeitenden Wand (100) erstreckt und am seinem Ende den Dichtring (22) aufweist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der zweiten Stirnseite (12b) des Gehäuses (12) eine Verschlußscheibe (18) angeordnet ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußscheibe (18) lösbar mit dem Gehäuse (12) verbunden ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Papiertüte, Kunststofftüte oder eine Papphülse mit geschlossenem Boden im Hohlraum (H) angeordnet ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Umfangswand (14) die zweite Stirnseite (12b) verschließend eine Papiertüte oder Kunststofftüte angeordnet ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Papiertüte oder Kunststofftüte so bemessen ist, daß sie selbsttätig auf der Umfangswand (14) hält. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Papiertüte oder Kunststofftüte mittels eines Haltemittels mit der Umfangswand (14) verbunden ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) aus Hartpappe besteht und als Wegwerfartikel ausgebildet ist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) aus Kunststoff oder Metall besteht. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Durchgangslochs (20) Dichtbürsten oder Dichtscheiben angeordnet sind. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) eine Länge von 160mm und einen Außendurchmesser von 30mm aufweist. Bohrstaub-Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 8, 9 und 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (&agr;) zwischen der Umfangswand (14) und dem Wandbereich (14a) 160° beträgt.






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