PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006025138A1 06.12.2007
Titel Hausgerät mit einem Leitungssystem
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Dietrich, Mike, 15848 Bornow, DE;
Wandt, Peter C., 13469 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 30.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025138
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse D06F 39/00(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47L 15/42(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   H02G 3/04(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   H02G 3/00(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   
Zusammenfassung Das Hausgerät 1 umfasst eine Vielzahl von Funktionskomponenten 2 und 5 bis 10, welche mit Leitungen 3, 4 untereinander verbunden sind. Erfindungsgemäß umfassen die Funktionskomponenten 2 und 5 bis 10 eine Knotenkomponente 2, mit welcher jede andere Funktionskomponente 5 bis 10 über zumindest eine Leitung 3, 4 direkt verbunden ist. Die Leitungen 3 und 4 sind insbesondere elektrische Leitungen 3 und 4; das Hausgerät 1 ist insbesondere eine Wäschepflegemaschine 1.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Hausgerät umfassend eine Vielzahl von Funktionskomponenten, welche mit Leitungen untereinander verbunden sind.

Ein solches Hausgerät ist, insbesondere ausgestaltet als Wäschepflegemaschine wie Waschmaschine oder Trockner oder als Spülmaschine, allgemein bekannt. Jedes dieser Hausgeräte weist eine Vielzahl von Funktionskomponenten auf, welche im Betrieb des Hausgeräts zum gegebenen Zweck zusammen wirken. Es ist auch allgemein üblich, Leitungen, die die Funktionskomponenten insbesondere elektrisch untereinander verbinden, zu individuell vorfertigbaren und der Endfertigung solcher Hausgeräte zulieferbaren Leitungsbäumen zusammen zu fassen.

Zum Stand der Technik wird verwiesen auf die Schriften DE 37 22 301 C2, DE 3537185 C2 und DE 199 50 829 A1, welche derartige Hausgeräte zeigen.

Ein Kabelbaum, der in einem solchen Hausgerät zum Einsatz kommen kann, ist in der DE 100 61 240 A1 beschrieben. Demnach ist ein Kabelbaum eine vorgefertigte Einheit aus vielzähligen, insbesondere gleich langen Kabeln, welche Einheit insbesondere in einer entsprechenden, in der genannten Schrift ebenfalls beschriebenen Kabelaufnahmevorrichtung in einem Hausgerät montiert werden kann. Aus der DE 100 63 682 geht ein Halter für die Montage eines Kabelbaums hervor.

Die nachfolgend zu beschreibende Erfindung geht unter anderem aus von der Aufgabe, die gemäß bisheriger Praxis aufwändige, zeit- und kostenintensive Verbindung der Funktionskomponenten in einem Hausgerät miteinander zu vereinfachen.

Zur Lösung dieser Aufgabe angegeben wird ein Hausgerät umfassend eine Vielzahl von Funktionskomponenten, welche mit Leitungen untereinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionskomponenten eine Knotenkomponente aufweisen, mit welcher jede andere Funktionskomponente über zumindest eine Leitung direkt verbunden ist.

Erfindungsgemäß ist das Hausgerät derart ausgestaltet und sind die Funktionskomponenten derart angeordnet, dass die Leitungen zwischen den Funktionskomponenten als ein sternförmiges Leitungssystem ausgeführt sind, in dem die Knotenkomponente einen Mittelpunkt bildet, von welchem alle Leitungen ausgehen und an welchem alle anderen Funktionskomponenten angeschlossen sind. Dabei können grundsätzlich bekannte und vorgegebene Funktionskomponenten verwendet werden; hauptsächlich kommt es auf eine der einzigen Knotenkomponente angemessene Positionierung an.

Wenn vorliegend auch in erster Linie ein aus elektrischen Leitungen bestehendes Leitungssystem beschrieben ist, so ist die Erfindung doch nicht darauf beschränkt. Das Leitungssystem kann gleichermaßen auch für ein Fluid wie Wasser, Luft und Wasch- oder Spüllauge bestimmt sein. Ebenso ist erfindungsgemäß nicht ausgeschlossen, in einem Hausgerät mehrere Leitungssysteme mit jeweils einer Knotenkomponente vorzusehen, wobei die jeweils zu leitenden Agenzien gleich oder ungleich zueinander sind, oder in einem einzigen Leitungssystem mehrere Knotenkomponenten zu kombinieren.

Mit dem Vorsehen eines einzigen, sternförmigen Leitungssystems einher geht der Vorteil, dass auch nur diesem einzigen Leitungssystem entsprechende Befestigungsmittel wie Kabelschächte, Leitungskanäle, Haltebänder, Schellen und Befestigungspunkte vorgesehen werden müssen. Auch können die erforderlichen Leitungen optimal kurz gehalten, und parallel zu führende Leitungen weitgehend vermieden werden. Somit führt die Erfindung zu einer erheblichen Verringerung des zur Schaltung des Hausgerätes erforderlichen Entwicklungs-, Material- und Montageaufwandes. Die erfindungsgemäß insgesamt resultierende Vereinfachung des Leitungsaufwandes ist auch hilfreich bei der Vermeidung von Störempfindlichkeit insbesondere gegenüber elektromagnetischem Einfluss, und sie schafft auch eine hervorragende Voraussetzung für eine Reparatur, sollte sich eine solche einmal als notwendig erweisen. Auch schafft der durch die sternförmige Auslegung des Leitungssystems verringerte räumliche Aufwand Optionen zur weiteren funktionellen Verbesserung – bei einer Waschmaschine kann die Ladekapazität erhöht werden, insbesondere durch Vergrößerung des für ein schwingungsfähiges Funktionssystem verfügbaren Raumes im Hausgerät.

An die erfindungsgemäß vorzusehende Knotenkomponente sowie ihre Struktur und Funktion sind grundsätzlich keine besonderen Anforderungen zu stellen; in einem einfachen Fall ist die Knotenkomponente lediglich eine Sammelstelle für eine Vielzahl von Leitungen, ggf. ergänzt um eine passende Befestigungseinrichtung. Allerdings kann es sinnvoll sein, die Knotenkomponente mit bestimmten, für den Betrieb des Hausgeräts notwendigen Funktionen auszustatten.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hausgeräts sind an die Knotenkomponente mehrere Leitungen angeschlossen, wobei die an diese Teilleitungen angeschlossenen Funktionskomponenten einander räumlich nahe sind, also dicht benachbart derart, dass sie wesentlich näher zueinander als zu nicht solcherart angeschlossenen Funktionskomponenten sind. Dabei sind mit weiterem Vorzug die zueinander dicht benachbarten Funktionskomponenten über eine zugehörige einzige Steckverbindung an die Leitungen angeschlossen, was den Material- und Montageaufwand weiter reduziert.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hausgerätes enthält die Knotenkomponente eine Steuerungseinrichtung für die anderen Funktionskomponenten. Dies ergibt eine zusätzliche Vereinfachung, da auf diese Weise die Steuerung der anderen Funktionskomponenten, und damit insbesondere des gesamten Hausgerätes, aus dem Mittelpunkt des sternförmigen Leitungssystems heraus erfolgt. Dies resultiert in einer weiteren Verringerung des insgesamt notwendigen Leitungsaufwandes und einer weiteren Verbesserung der Funktionssicherheit des Leitungssystems.

Bevorzugt ist auch die Anwendung der Erfindung in einem Hausgerät, bei dem das Leitungssystem eine Vereinigung elektrischer Leitungen ist.

Das erfindungsgemäße Hausgerät ist vorzugsweise gestaltet als Wäschebehandlungsmaschine, insbesondere als Waschmaschine.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Die Zeichnung zeigt Komponenten eines Hausgerätes in Form einer Waschmaschine, welche Komponenten üblicher Weise von einem vorliegend nicht dargestellten Gehäuse umschlossen sind. Die räumliche Anordnung der Komponenten zueinander ist dabei der Deutlichkeit halber nicht unbedingt entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen in einem realen Hausgerät dargestellt.

1 zeigt eine Ansicht des Hausgeräts schräg von vorn; und

2 eine Ansicht desselben Hausgeräts schräg von hinten.

Da beide Figuren dasselbe Hausgerät 1 zum Gegenstand haben, wird nachfolgend auf beide Figuren gemeinsam Bezug genommen. Das Hausgerät 1 ist eine Waschmaschine und enthält als eine zentrale Komponente eine Knotenkomponente 2, welche ihrerseits eine elektronische Steuerungseinrichtung für das Hausgerät 1 und alle seine zum Betrieb der Energieversorgung oder Steuerung bedürftigen Komponenten. Über Signalleitungen 3 oder Energieleitungen 4 ist die Knotenkomponente 2 mit anderen Funktionskomponenten 5 bis 10 verbunden. Diese anderen Funktionskomponenten 5 bis 10 stellen die für eine Waschmaschine 1 nötigen Funktionskomponenten keineswegs erschöpfend dar und sind vorliegend nur beispielhaft dargestellt und aufgeführt. Die Leitungen 3 und 4 sind je nach Anforderung unterschiedlich als Signalleitungen 3 oder Energieleitungen 4 auszuführen, je nach dem, ob sie der Übermittlung von Signalen oder der Übermittlung von Energie, beispielsweise Energie zum Betrieb eines Antriebsmotors 5 oder eines Pumpenmotors 6 dienen. Entsprechend herkömmlicher Praxis kann es erforderlich sein, Signalleitungen 3 und Energieleitungen 4 getrennt voneinander vorzusehen und zu verlegen, gegebenenfalls unter Wahrung ausreichender räumlicher Abstände oder unter Anwendung zusätzlicher Abschirmmaßnahmen; auf Kenntnis und Praxis der Fachpersonen auf dem entsprechenden technischen Gebiet wird insoweit verwiesen.

Die vorliegend beispielhaft angeführten und dargestellten anderen Funktionskomponenten 5 bis 10 umfassen einen Antriebsmotor 5, einen Pumpenmotor 6, mehrere Sensoren 7, eine Einlaufventilanordnung 8, einen Verschluss 9 und ein Netzfilter 10. Alle diese anderen Funktionskomponenten 5 bis 10 sind ihrer Eigenart und Funktion auf dem vorliegend relevanten Fachgebiet einschlägig bekannt. So dient der Antriebsmotor 5 zum Antreiben einer in dem Laugenbehälter 11 angeordneten, vorliegend nicht dargestellten Trommel. Der Pumpenmotor 6 dient zum Abpumpen von Waschlauge aus dem Laugenbehälter 11. Die Sensoren 7 messen Bewegungen der Trommel und des Laugenbehälters 11, insbesondere dann, wenn die Trommel während eines Schleudervorgangs besonders schnell gedreht wird, bzw. den Befüllungszustand des Laugenbehälters 11 mit Waschlauge. Die Einlaufventilanordnung 8 dient der Steuerung der Zufuhr von frischem Wasser zum Laugenbehälter 11; der Verschluss 9 wird von der Knotenkomponente 2 überwacht, und ein Betrieb des Hausgerätes 1 wird nur dann zugelassen, wenn der Verschluss verschlossen ist; das Netzfilter 10 dient der Ausfilterung von Störungen, welche über den Anschluss des Hausgerätes 1 an ein (nicht dargestelltes) Stromversorgungsnetz eindringen könnten.

Vorliegend wichtig ist, dass alle Leitungen 3 oder 4 die Knotenkomponente 2 mit jeweils einer anderen Funktionskomponente 5 bis 10 direkt verbinden, so dass das aus allen Leitungen 3 und 4 gebildete Leitungssystem sternförmig mit der Knotenkomponente 2 als Mittelpunkt ausgelegt ist. Auch wird darauf hingewiesen, dass die anderen Funktionskomponenten 5 bis 10 keineswegs beliebig über das Hausgerät 1 verteilt, sondern in einer Ecke des Hausgeräts 1 konzentriert sind – soweit, beispielsweise im Falle des Antriebsmotors 5 und des Pumpenmotors 6 – nicht Umstände vorhanden sind, die eine andere Platzierung erfordern. Dass möglichst viele Funktionskomponenten 2 und 7 bis 10 einander möglichst nahe sind, ergibt im Verein mit der sternförmigen Auslegung des Leitungssystems eine Anordnung, in welcher alle Leitungen 3 und 4 so kurz wie möglich ausgelegt werden können. Dies schafft einerseits Bauraum im Hausgerät 1 und reduziert andererseits die Anfälligkeit des Leitungssystems für die Einstreuung von Störungen. Es ergibt sich demnach ein Hausgerät 1, welches mit geringem Aufwand montierbar ist, welches hinsichtlich des Materialeinsatzes für Leitungen 3 und 4 einen besonders geringen Aufwand erfordert und hinsichtlich der Funktionssicherheit des Leitungssystems und aller Funktionskomponenten 2 und 5 bis 10 besonders günstig ist.

1
Hausgerät
2
Funktionskomponente, Knotenkomponente
3
Leitung, Signalleitung
4
Leitung, Energieleitung
5
Andere Funktionskomponente, Antriebsmotor
6
Andere Funktionskomponente, Pumpenmotor
7
Andere Funktionskomponente, Sensor
8
Andere Funktionskomponente, Einlaufventilanordnung
9
Andere Funktionskomponente, Verschluss
10
Andere Funktionskomponente, Netzfilter
11
Laugenbehälter


Anspruch[de]
Hausgerät (1) umfassend eine Vielzahl von Funktionskomponenten (2, 5 bis 10), welche mit Leitungen (3, 4) untereinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionskomponenten (2, 5 bis 10) eine Knotenkomponente (2) umfassen, mit welcher jede andere Funktionskomponente (5 bis 10) über zumindest eine Leitung (3, 4) direkt verbunden ist. Hausgerät (1) nach Anspruch 1, bei dem an die Knotenkomponente (2) aufweist, mehrere Leitungen (3, 4) angeschlossen sind, wobei die an diese Leitungen (3, 4) angeschlossenen anderen Funktionskomponenten (5 bis 10) einander räumlich nahe sind. Hausgerät (1) nach einem der vorigen Ansprüche, bei dem die Knotenkomponente (2) eine Steuerungseinrichtung (2) für die anderen Funktionskomponenten (5 bis 10) enthält. Hausgerät (1) nach einem der vorigen Ansprüche, bei dem der die Leitungen (3, 4) elektrische Leitungen (3, 4) sind. Hausgerät (1) nach einem der vorigen Ansprüche, welches eine Wäschebehandlungsmaschine (1), insbesondere eine Waschmaschine (1), ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com