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Dokumentenidentifikation DE102006025140A1 06.12.2007
Titel Lichtleiter
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Mayer, Herbert, 93077 Bad Abbach, DE;
Sachon, Robert, 81669 München, DE;
Staud, Ralph, 81669 München, DE
DE-Anmeldedatum 30.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025140
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 13/08(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
Zusammenfassung Lichtleiter zur Darstellung von Schriftzügen, insbesondere als Logo, wobei Füllkörper in den nicht zu durchleuchtenden Blindbereichen eines Logoprofils des Lichtleiters aus dem gleichen Material gebildet sind wie die Blende, in welche der Lichtleiter mit seinem Logoprofil einzusetzen ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Lichtleiter zur Darstellung von Schriftzügen und/oder Symbolen, insbesondere als Logo, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Lichtleiter sind an sich bekannt und dienen dazu, Informationen zu vermitteln. Typischerweise befinden sich auf vielen Haushaltsgeräten solche Lichtleiter, die als Design-Element beleuchtbar sind und so beispielsweise Auskunft über den Hersteller oder über bestimmte Funktionen geben können. Der Lichtleiter, der typischerweise auch ein Logo umfassen kann, kann dabei beispielsweise in eine Frontblende eines Haushaltsgeräts eingesetzt werden, die eine zu den Umrissen des Logos komplementäre Ausnehmung aufweist. Der Lichtleiter mit dem Logo ist dann von hinten in die Blende einsetzbar, wobei das Logo je nach Beschaffenheit bzw. Profil durch die Ausnehmung hindurchragt und mit der Oberfläche der Blende bündig zu liegen kommt. Durch Beleuchtung des Logos aus dem Bereich hinter der Blende kann dieses optisch gut wahrnehmbar dargestellt werden.

Als problematisch bei derartigen Lichtleitern hat sich herausgestellt, dass die ausgesetzten Logos oftmals Blindbereiche aufweisen, die nicht für die Durchleuchtung vorgesehen sind. Dies betrifft insbesondere die umschlossenen Bereiche in Buchstaben (bspw. A", "B", "D", "O", "P", "R", "0", "6", "9") sowie je nach Gestaltung des Logos unterschiedlichste weitere Abschnitte, die von einem zu durchleuchtenden Abschnitt vollständig umlaufen sind, selber jedoch nicht durchleuchtet werden sollen. Sofern das zugehörige komplementäre Logoprofil (z.B. mit der Kontur der Buchstaben) aus der Gehäuseblende ausgestanzt wird, werden auch diese Blindbereiche zwangsläufig mit ausgestanzt. Damit die Blindbereiche des dann einzusetzenden Lichtleiters, der auch das Logo aufweist, nicht durchleuchtet werden, muss dafür Sorge getragen werden, dass sie entsprechend lichtundurchlässig gestaltet werden.

Dazu ist aus dem Stand der Technik bekannt, die Blindbereiche des Lichtleiters bzw. seines Logos mit einem lichtundurchlässigen Füllkörper auszufüllen. Dabei wird zunächst das eigentliche Logo auf dem Lichtleiter ausgebildet (beispielsweise durch einen Kunststoff-Spritzvorgang) und anschließend werden die Blindbereiche (beispielsweise in einem nachgeschalteten zweiten Spritzvorgang) mit dem gewählten Füllkörpermaterial ausgefüllt.

Als nachteilig hat sich dabei herausgestellt, dass der anschließend in die Blende eingesetzte Lichtleiter kein harmonisches Erscheinungsbild abgibt, da die ausgefüllten Blindbereiche als solche störend auffallen und mit dem Logo an sich bzw. der Umgebung zusammen keinen zufriedenstellenden Gesamteindruck abgeben.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Lichtleiter der vorgenannten Art weiter zu entwickeln, mit dem eine harmonische Darstellung des Logos im in die Blende eingebauten Zustand realisierbar ist. Weiterhin soll das hinterleuchtbare Logo einen qualitativ hochwertigen Gesamteindruck vermitteln und die Wertigkeit des zugehörigen Gerätes unterstreichen. Weiterhin soll das Logo besonders einfach und sicher zu fertigen sein.

Die Erfindung wird gelöst durch einen Lichtleiter nach Anspruch 1 und ein Verfahren zur Herstellung dieses Lichtleiters nach Anspruch 7.

Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass ein besonderes harmonisches Erscheinungsbild bzw. die geschmeidige Eingliederung des Lichtleiters bzw. seines Logos in die umgebende Blende dann realisierbar ist, wenn das Material der Füllkörper, die in die Blindbereiche eingesetzt werden, dem Material der umgebenden Blende entspricht. Dies hat den Vorteil, dass die gefüllten Bereiche im Lichtleiter und die außen umlaufende Blende die identische Farbe, den identischen Glanzgrad und das identische Alterungsverhalten zeigen. So passt sich das Logo mit seinen ausgefüllten Blindbereichen bestmöglich an die Aussparung der umgebenden Blende an, ohne dass dabei ersichtlich ist, dass die Füllkörper im Logo und die umgebende Blende getrennt voneinander hergestellt wurden. Vielmehr wird der gewünschte Eindruck erweckt, dass ausschließlich die zu durchleuchtenden Teile des Logos (und nicht auch dessen Blindbereiche) anstelle der Blende in diese eingesetzt wurden.

In einer einfachsten Ausführungsform der Erfindung umfasst der Lichtleiter eine Basisplatte, die sich im Wesentlichen in eine Längsrichtung X sowie eine Querrichtung Y erstreckt. Sie weist eine Oberseite und eine Unterseite auf und verfügt über eine Plattendicke, die sich in einer zu den Richtungen X und Y senkrechten Richtung Z erstreckt. An die Oberseite der Basisplatte ist dabei ein Logoprofil angeformt, welches sich in Z-Richtung bis zu einer maximalen Dicke d von der Oberseite weg erstreckt. Die Dicke kann dabei insbesondere der Dicke der Blende entsprechen, in welche der Lichtleiter einzusetzen ist. Dann liegt der Lichtleiter mit der Oberseite seiner Basisplatte von hinten an der Blende an, während das Logoprofil durch die in der Blende entsprechend vorgesehene Ausnehmung hindurchragt und vorzugsweise bündig mit der Blendenoberfläche abschließt.

Das angeformte Logoprofil ist erfindungsgemäß durchleuchtbar, wobei die Basisplatte und das darüber liegende Logoprofil in Z-Richtung von wenigstens einem Blindbereich durchsetzt ist, der nicht zu durchleuchten ist. Daher ist jeder Blindbereich von einem Füllkörper ausgefüllt. Wie vorstehend ausgeführt, ist erfindungsgemäß das Material des Füllkörpers so gewählt, dass es dem Material der Blende, in die der Lichtleiter einzusetzen ist, entspricht.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zur Durchleuchtung von Basisplatte und Logoprofil eine Backlightunit vorgesehen. Um insbesondere das Logo (gegebenenfalls auch in unterschiedlichen Farben) beleuchten zu können, sieht der erfindungsgemäße Lichtleiter diese Backlightunit vor. Die Backlightunit liegt typischerweise bündig an der Unterseite der Basisplatte an, wodurch eine gute Lichteinkoppelung in die Basisplatte bzw. das einstückig daran ausgebildete Logoprofil möglich wird. Die Backlightunit kann geeignete Leuchtmittel unmittelbar enthalten. Alternativ kann sie jedoch auch geeignete Lichtleiter aufweisen, mit denen zugeführtes Licht in die Basisplatte bzw. das Logoprofil umgelenkt oder in diese Richtung gestreut wird. Das oder die eigentlichen Leuchtmittel sitzen dann außerhalb der Backlightunit. Einzelne Abschnitte bzw. Elemente des Logoprofils können unterschiedlich eingefärbt sein.

Eine alternative Ausführungsform sieht dagegen vor, dass zur Durchleuchtung des Logoprofils die Basisplatte selbst als Backlightunit ausgebildet ist. Auch hier könnte die Basisplatte selbst bereits geeignete Leuchtmittel enthalten oder zur Weiterleitung oder Umwandlung von Licht dienen, welches durch das Logoprofil hindurchdringen kann und so das optische Erscheinungsbild des in die Blende eingesetzten Logos verbessert. Sofern die Basisplatte mit dem Logoprofil gleichzeitig als Backlightunit fungiert, kann diese zur Farbverstärkung auch eingefärbt sein. In jedem Fall erübrigt diese Ausführungsform eine separat zur Basisplatte bzw. zum Logoprofil vorzusehende Backlightunit und erlaubt damit eine besonders flache und kostensparende Bauweise des Lichtleiters.

Ein weiterer vorteilhafter Gedanke des erfindungsgemäßen Lichtleiters führt zu einer Backlightunit, die getrennte Farblichtkammern aufweist, um das Logoprofil ortsabhängig mit unterschiedlichem Licht zu durchleuchten. Dadurch wird sicher gestellt, dass einzelne Abschnitte des Logoprofils gezielt in einer anderen Farbe beleuchtet werden können, als dies für benachbarte Abschnitte gilt. Dadurch erhöht sich vorteilhaft die Vielfalt der Beleuchtungsmöglichkeiten bzw. der möglichen Einsatzbereiche. Denkbar ist dabei insbesondere auch, dass einzelne Farblichtkammern jeweils mit unterschiedlich gefärbtem Licht beaufschlagt werden können, so dass identische Abschnitte des Logoprofils wahlweise in unterschiedlichem Licht erstrahlen können.

Die Backlightunit kann erfindungsgemäß durchgehend oder abschnittweise eingefärbt sein, um vorgebbare Bereiche des Logoprofils mit entsprechend gefärbtem Licht zu beaufschlagen. Dadurch kann ein in die Backlightunit eingespeistes ("weißes") Licht verwendet werden, um einzelne Abschnitte bzw. Elemente des Logoprofils trotzdem unterschiedlich zu beleuchten. Dies reduziert den Beleuchtungsaufwand bzw. die Anzahl der Leuchtmittel unterschiedlicher Farbgebung und reduziert dadurch die Kosten.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung befasst sich mit der Gestalt der Füllkörper in den Blindbereichen. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der wenigstens eine Füllkörper einen in Z-Richtung verlaufenden Füllsteg umfasst. Der Füllsteg dient zum Einbringen des Füllkörpers in den Blindbereich. Der Querschnitt des Füllkörpers in der X-Y-Ebene soll dabei erfindungsgemäß kleiner sein als der im Blindbereich auszufüllende Querschnitt in der Höhe der maximalen Dicke d, also etwa in der Ebene der Blende, in die der Lichtleiter mit seinem Logoprofil einzusetzen ist.

Das bedeutet, dass das Material des Füllkörpers durch den Füllsteg in den jeweiligen Blindbereich eingebracht wird, wobei dieses Material die volle Ausdehnung des Blindbereichs in X-Y-Richtung erst im Bereich der maximalen Dicke d in Z-Richtung ausfüllt. Der Vorteil liegt hier in der Minimierung des einzubringenden Füllmaterials, wodurch die Spannungsrissbildung im Füllmaterial oder auch in dem umgebenden Material des Logoprofils vermindert wird. Idealerweise führt der Füllsteg von der Unterseite der Basisplatte in Z-Richtung bis knapp unterhalb der maximalen Dicke d, wobei erst dort der Blindbereich die volle Ausdehnung in X- und Y-Richtung erfährt. Die einzubringende Füllmenge wird dadurch bestmöglich minimiert.

Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass der möglichst dünn gehaltene Füllsteg nur schwierig oder gar nicht zu erkennen ist, wenn der Betrachter das Logo im in die Blende eingesetzten Zustand von außen bzw. mit Blick auf die Blende betrachtet. Die eher flächenmäßige Ausdehnung jedes Füllkörpers in Höhe der maximalen Dicke d (also im maximalen Abstand von der Basisplattenoberseite) verdeckt nämlich den darunter liegenden und möglichst schmal gehaltenen Füllsteg, und zwar auch dann, wenn der Betrachter schräg auf das Logoprofil einblickt. Dadurch wird vorteilhaft der Eindruck erweckt, jeder Füllkörper erstrecke sich nicht in voller Tiefe durch das Logoprofil, denn tatsächlich geschieht dies nur im Bereich der Füllstege, die verdeckt sind und somit nicht ins Auge fallen.

Ein Verfahren zur Herstellung des Lichtleiters, der für den Einsatz in eine Blende vorgesehen ist, umfasst erfindungsgemäß zwei Verfahrensschritte:

  • a) Zunächst ist eine Basisplatte mit einem Logoprofil herzustellen, wobei sich die Basisplatte im Wesentlichen in eine Längsrichtung X, sowie eine Querrichtung Y erstreckt. Sie weist eine Oberseite und eine Unterseite auf und eine Plattendicke, die im Wesentlichen in Richtung Z ausgebildet ist. Der Verfahrensschritt umfasst weiterhin auch die Ausbildung eines Logoprofils, welches einstückig an die Oberseite der Basisplatte angeformt ist. Es erstreckt sich in Z-Richtung bis zu einer maximalen Dicke d von der Plattenoberseite weg, wobei die Basisplatte und das Logoprofil unter Verwendung einer gemeinsamen bzw. identischen Materialkomponente ausgebildet werden.
  • b) Im zweiten Verfahrensschritt wird der wenigstens eine Blindbereich ausgefüllt, der die Basisplatte und das darüber liegende Logoprofil in Z-Richtung durchsetzt und nicht zur Durchleuchtung vorgesehen ist. Das Ausfüllen der Blindbereiche erfolgt mit einer zweiten Materialkomponente, wobei das Material erfindungsgemäß dem Material der Blende entspricht.

Das erfindungsgemäße Verfahren dient zur vorteilhaften Herstellung von Lichtleitern der vorbeschriebenen Art mit den entsprechend gegenständlich ausgebildeten Vorteilen.

In Weiterbildung dieses Verfahrens kann im Verfahrensschritt b) das Ausfüllen der Blindbereiche jeweils über eine im Blindbereich ausgebildete Steigleitung vorgenommen werden, deren Querschnitt in der X-Y-Ebene kleiner ist als der auszufüllende Querschnitt des Blindbereichs in Höhe der maximalen Dicke d.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nachfolgend wird eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lichtleiters anhand eines Figurenbeispiels erläutert, von den Figuren zeigt

1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Lichtleiters, und

2 eine Draufsicht auf den Lichtleiter gemäß 1 mit zwei zueinander senkrechten Schnittdarstellungen.

In 1 ist ein Lichtleiter 1 gezeigt, der das Logo der Firma Bosch zum Gegenstand hat. Der Lichtleiter 1 umfasst dabei eine Basisplatte 2, die sich im Wesentlichen längs einer X-Y-Ebene erstreckt und eine geringe Dicke in Z-Richtung aufweist. An der der Unterseite 6 der Basisplatte 2 gegenüber liegenden Oberseite 4 ist einstückig ein Logoprofil 3 angeformt.

Das Logoprofil 3 umfasst ein nicht näher bezeichnetes Ankersymbol und einen aus fünf Großbuchstaben gebildeten Schriftzug "BOSCH". Logoprofil 3 und Basisplatte 2 bilden eine einstückige Einheit, wobei das Logoprofil zur Hinterleuchtung mit geeigneten Leuchtmitteln vorgesehen ist. Die Basisplatte 2 mit dem daran angeformten Logoprofil 3 ist zum Einsatz in eine in 2 teilweise angedeutete Blende 10 vorgesehen. Dabei wurde in der Blende 10 eine komplementär zum Logoprofil 3 ausgebildete Ausnehmung eingebracht (beispielsweise ausgestanzt), um das Logoprofil 3 entsprechend aufnehmen zu können.

Das Logoprofil 3 erstreckt sich – ausgehend von der Oberfläche 4 der Basisplatte 2 in Z-Richtung nach oben – etwa um ein Maß d, welches die maximale Höhe des Logoprofils 3 bestimmt. Die Höhe d entspricht in etwa der Dicke der Blende 10, wie in 2, Schnitt A-A, zu sehen ist.

Die Basisplatte 2 und das daran angeformte Logoprofil 3 bestehen aus lichtdurchlässigem Material, wobei dieses eingefärbt sein kann. Die Basisplatte 2 kann dabei gleichzeitig als Backlightunit 7 ausgebildet sein, durch welche das von der Unterseite 6 der Basisplatte eingeleitete Licht in Richtung zum an der Oberseite 4angeformten Logoprofil 3 gestreut, gebrochen, gefärbt oder anderweitig gewandelt werden kann, um den gewünschten optischen Beleuchtungseindruck zu erzielen. Alternativ ist jedoch auch die Anordnung einer separat ausgebildeten Backlightunit 7' denkbar, wie dies in 2, Schnitt B-B angedeutet ist.

1 zeigt beispielhaft drei Blindbereiche 5a, 5b und 5c, die im Logoprofil 3 ausgebildet sind und nicht zur Durchleuchtung vorgesehen sind. Daher sind Füllkörper 8a, 8b und 8c in die entsprechenden Blindbereiche eingebracht, die lichtundurchlässig sind und somit eine schriftbildmäßig korrekte Beleuchtung des Logoprofils 3 von seiner Unterseite her ermöglichen.

2 zeigt den Lichtleiter 1 in einer Draufsicht und in zwei Schnittdarstellungen A-A bzw. B-B. Die Blindbereiche 5a, 5b und 5c sind beispielhaft aus dem Schriftzug "BOSCH" gewählte Bereiche des Logoprofils, wobei das links davon angeordnete Ankersymbol weitere Blindbereiche aufweist, die nicht näher bezeichnet sind.

Der Schnitt A-A zeigt den Lichtleiter 1, wobei er von unten in die nur auszugsweise angedeutete Blende 10 eingesetzt ist. Zu erkennen ist dort weiterhin, dass die Blindbereiche 5b und 5c durch komplementäre Füllkörper 8b und 8c ausgefüllt sind. Diese sind erfindungsgemäß lichtundurchlässig, so dass bei einer Beleuchtung des Logoprofils 3 von der Unterseite 6 der Basisplatte 2 her die korrekte schriftbildliche Darstellung zu erkennen ist. Jeder Füllkörper 8b und 8c (der Füllkörper 8a ist aus Schnitt-Gründen nicht dargestellt) umfasst einen Füllsteg 9b, 9c, der sich – ausgehend von der Unterseite 6 der Basisplatte 2 – in Z-Richtung nach oben erstreckt. Kurz bevor das Logoprofil 3 und damit jeder Blindbereich 5a, 5b und 5c die maximale Höhe d erreicht, erweitert sich der Füllsteg und nimmt die volle Ausdehnung in X-Y-Ebene ein. Anstatt also in voller und konstanter Breite die Basisplatte 2 und das Logoprofil 3 zu durchdringen, umfasst jeder Füllkörper einen Füllsteg im Sinne einer Steigleitung, durch die das Füllmaterial in jeden Blindbereich einzubringen ist. Die volle Ausdehnung in X-Y-Richtung erfährt jeder Füllkörper erst im Bereich maximalen Dicke d.

Im Querschnitt A-A nehmen damit die Füllkörper etwa die Form eines "T" an. Diese Form vermeidet Materialanhäufungen und damit Schrumpfspannungen im Bereich des Füllkörpers oder der Basisplatte 2, andererseits verdeckt das quer zum Füllsteg ausgebreitete Material am oberen Ende des "T" eines jeden Füllkörpers den zugehörigen Füllsteg, so dass sich ein ungestörter optischer Eindruck des Schriftzugs bzw. des gesamten Logoprofils ergibt.

Analog gilt dies auch für den im linken Teil des Logoprofils 3 angeordneten Bereich mit dem Ankersymbol, welches im Schnitt B-B ebenfalls die "T"-Form der jeweiligen Füllkörper erkennen lässt. Diese Schnittdarstellung zeigt weiterhin eine Anordnungsmöglichkeit für eine Backlightunit 7', über die das Licht, welches zur Beleuchtung des Logoprofils 3 vorgesehen ist, in dieses eingeleitet werden kann.

Alle Füllkörper 8 sind erfindungsgemäß aus dem gleichen Material gebildet wie die Blende 10.


Anspruch[de]
Lichtleiter (1) zur Darstellung von Schriftzügen und/oder Symbolen, insbesondere als Logo, mit einer Basisplatte (2), die sich im Wesentlichen in eine Längsrichtung (X) sowie eine Querrichtung (Y) erstreckt, eine Oberseite (4), eine Unterseite (6) und eine Plattendicke in eine Richtung (Z) aufweist, mit einem einstückig an die Oberseite (4) der Basisplatte (2) angeformten Logoprofil (3), welches sich in Z-Richtung bis zu einer maximalen Dicke (d) von der Oberseite (4) weg erstreckt, wobei das angeformte Logoprofil (3) durchleuchtbar ist, wobei die Basisplatte und das darüber liegende Logoprofil in Z-Richtung von wenigstens einem Blindbereich (5a, 5b, 5c ...) durchsetzt ist, der nicht zu durchleuchten ist, und daher mit einem Füllkörper (8a, 8b, 8c ...) ausgefüllt ist, und wobei der Lichtleiter (1) zum Einsatz in eine Blende vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Füllkörpers (8a, 8b, 8c ...) dem Material der Blende entspricht. Lichtleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchleuchtung von Basisplatte (2) und Logoprofil (3) eine Backlightunit (7) vorgesehen ist. Lichtleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatte (2) zur Durchleuchtung des Logoprofils (3) als Backlightunit ausgebildet ist. Lichtleiter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Backlightunit (7) getrennte Farblichtkammern aufweist, um das Logoprofil (3) ortsabhängig mit unterschiedlichem Licht zu durchleuchten. Lichtleiter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Backlightunit (7) durchgehend oder abschnittweise eingefärbt ist. Lichtleiter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Füllkörper (8) einen in Z-Richtung verlaufenden Füllsteg (9) umfasst, dessen Querschnitt in der X-Y-Ebene kleiner ist als der auszufüllende Querschnitt des Blindbereichs in Höhe der maximalen Dicke (d). Verfahren zur Herstellung eines Lichtleiters (1) zur Darstellung von Schriftzügen und/oder Symbolen als Logo, insbesondere nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei der Lichtleiter (1) zum Einsatz in eine Blende vorgesehen ist, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

a) Herstellen einer Basisplatte (2) mit einem Logoprofil (3), wobei sich die Basisplatte im Wesentlichen in eine Längsrichtung (X) sowie eine Querrichtung (Y) erstreckt, eine Oberseite (4), eine Unterseite (6) und eine Plattendicke in eine Richtung (Z) aufweist, und wobei an die Oberseite (4) der Basisplatte (2) einstückig das Logoprofil (3) angeformt ist, welches sich in Z-Richtung bis zu einer maximalen Dicke (d) von der Oberseite (4) weg erstreckt, unter Verwendung einer ersten gemeinsamen Materialkomponente für die Basisplatte und das Logoprofil,

b) Ausfüllen von wenigstens einem Blindbereich (5a, 5b, 5c ...), der die Basisplatte (2) und das darüber liegende Logoprofil (3) in Z-Richtung durchsetzt und nicht zur Durchleuchtung vorgesehen ist, mit einer zweiten Materialkomponente, wobei das Material des Füllkörpers (8) dem Material der Blende entspricht.
Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausfüllen des Blindbereichs (5a, 5b, 5c ...) gemäß Verfahrensschritt b) über eine im Blindbereich ausgebildete Steigleitung vorgenommen wird, deren Querschnitt in der X-Y-Ebene kleiner ist als der auszufüllende Querschnitt des Blindbereichs in X-Y-Ebene in Höhe der maximalen Dicke (d).






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