PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006025335A1 06.12.2007
Titel Etikett mit einem Sicherheitsmerkmal und Behälter mit einem Etikett
Anmelder tesa scribos GmbH, 69126 Heidelberg, DE
Erfinder Stadler, Stefan, Dr., 22359 Hamburg, DE;
Jürgens, Christoph, 20251 Hamburg, DE;
Dietrich, Christoph, Dr., 69126 Heidelberg, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 31.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025335
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 3/02(2006.01)A, F, I, 20060531, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B31D 1/02(2006.01)A, L, I, 20060531, B, H, DE   B44F 1/12(2006.01)A, L, I, 20060531, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Etikett zur Verwendung als Sicherheitsmerkmal, mit einer Substratschicht (1) und mit einem optisch veränderbaren Abschnitt (3), in dem eine Mikrostrukturierung eingebracht werden kann, wobei der optisch veränderbare Abschnitt (3) mit der Substratschicht (1) verbunden ist, bei dem das technische Problem, ein Etikett der zuvor genannten Art in einfacher und zuverlässiger Weise manipulationssicher zu machen, dadurch gelöst ist, dass die Substratschicht (1) mit mindestens einer Ausnehmung (5, 7, 9) versehen ist und dass die mindestens eine Ausnehmung (5, 7, 9) entlang einer teilweise unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts (3) verlaufenden Linie angeordnet ist.
Die Erfindung betrifft auch eine Verpackung, bei der das mindestens eine Etikett mit einem Behälter (19, 23) und mit einem Verschluss (21, 25) verbunden ist und bei der mindestens eine Ausnehmung (5, 7, 9) im Bereich zwischen dem Behälter (19, 23) und dem Verschluss (21, 25) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Etikett zur Verwendung als Sicherheitsmerkmal, mit einer Substratschicht und mit einem optisch veränderbaren Abschnitt, in dem eine Mikrostrukturierung eingebracht werden kann, wobei der optisch veränderbare Abschnitt mit der Substratschicht verbunden ist. Ebenso betrifft die Erfindung eine Verpackung mit einem Behälter, mit einem Verschluss und mit mindestens einem derartigen Etikett.

Mikrostrukturierungen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt und bestehen aus einer Mehrzahl von Punkten und/oder Linien, mit denen eine Oberfläche oder eine oder mehrere Schichten eines Speichermediums, insbesondere eines Etiketts in zumindest einer optischen Eigenschaft verändert wird. Dabei können eine Änderung der Reflektivität, Transmission, Absorption, Streuverhalten, eine Änderung der Phase des reflektierten Lichtes oder eine Kombination aller oder einige dieser Effekte ausgenutzt werden. Die räumliche Auflösung kann dabei weniger als 10 &mgr;m bis hinunter zu Punkt- oder Linienabmessungen von weniger als 1 &mgr;m betragen. Derartige Mikrostrukturierungen werden zur Speicherung von Informationen verwendet, insbesondere können computergenerierte Hologramme, Mikrobilder oder Mikroschriften damit erzeugt werden.

Computergenerierte Hologramme bestehen aus einer oder mehreren Schichten von Punktematrizen bzw. Punkteverteilungen, die bei einer Beleuchtung mit einem vorzugsweise kohärenten Lichtstrahl zu einer Rekonstruktion der in dem Hologramm einkodierten Informationen führen. Die Punkteverteilung kann dabei als Amplitudenhologramm, Phasenhologramm oder als Kinoform Fresnell- oder Fourierhologramm berechnet sein. Zur Herstellung von computergenerierten Hologrammen werden diese zuerst berechnet und anschließend mit einer geeigneten Schreibvorrichtung durch punktweises Einbringen von Energie in ein Speichermedium, wie zum Beispiel oben genannter optisch veränderbarer Abschnitt, eingeschrieben. Die Auflösung der dabei entstehenden Punktematrix kann, wie bereits angesprochen, im Bereich bis unterhalb von 1 &mgr;m liegen. Somit können auf engem Raum Hologramme mit einer hohen Auflösung geschrieben werden. Die darin enthaltenen Informationen können erst durch Beleuchten mit einem Lichtstrahl und Rekonstruieren des Beugungsbildes ausgelesen werden. Die Größe der Hologramme kann dabei zwischen weniger 1 mm2 und mehreren 1 cm2 betragen.

Ein großer Vorteil der computergenerierten Hologramme liegt darin, dass jedes Holgramm ohne großen Aufwand individuell berechnet werden kann. Somit können in Serie Hologramme erzeugt werden, die beispielsweise fortlaufende Nummern oder Produktionsparameter beinhalten. Derartige Hologramme können daher insbesondere als Sicherheitsmerkmale oder in der Logistik zur Produktverfolgung auf Verpackungen, Kreditkarten, Eintrittskarten oder ähnlichem eingesetzt werden. Mit einer geeigneten Auslesevorrichtung können die Sicherheitsmerkmale des Hologramms ausgelesen und die Authentizität und Individualität des Sicherheitsmerkmals in einfacher Weise überprüft werden.

Die zuvor beschriebenen computergenerierten Hologramme können mit einer direkt sichtbaren Information kombiniert werden, beispielsweise in Form von einer Mikroschrift und/oder einem Mikrobild. Daneben können mit einer eingangs genannten Mikrostrukturierung auch die erwähnten Mikrobilder und Mikroschriften selber unabhängig von computergenerierten Hologrammen eingeschrieben werden. Die Punkteverteilungen können auch als Dotmatrixhologramme erzeugt werden, wobei jeweils einzelne kleine Flächenabschnitte als unterschiedliche Beugungsstrukturen des Dotmatrixhologramms erzeugt werden. Daneben ist es auch möglich, mit der Mikrostrukturierung ein diffraktives optisches Element (DOE) an sich zu erzeugen.

Aus dem Stand der Technik sind auch manipulationssichere Etiketten bekannt, bei denen beispielsweise eine Erstöffnung eines Behälters und gegebenenfalls auch nach einem etwaigen Wiederverschließen dadurch erkennbar ist, dass beim ersten Öffnen des Behälters das Etikett verändert wird. Diese Veränderung kann ein Zerreißen sein, das durch eine geeignete Wahl des Materials des Etiketts oder durch eine Schwächung des Materials unterstützt wird. Die Schwächung des Materials kann dabei eine Perforation sein, die das Material abschnittsweise vollständig durchtrennt. Es sind auch Ausführungsformen bekannt, bei denen mehrlagige Etiketten verwendet werden, die ein Wiederverschließen des Behälters anzeigen, beispielsweise durch eine Veränderung eines Schriftzuges.

Bei den oben bereits näher erläuterten optischen Sicherheitsmerkmalen, insbesondere solchen, die auf computergenerierten Hologrammen basieren, stellt es jedoch ein Problem dar, dass Perforationen im Bereich des optisch veränderbaren Abschnitts diesen optisch veränderbaren Abschnitt derart stören, dass die durch die Perforation in das Etikett eingebrachten Verwölbungen die Rekonstruktion der im Hologramm enthaltenen Informationen erschwert wird, so dass ein korrektes Auslesen der Informationen selbst bei intaktem Etikett kaum oder sogar gar nicht mehr möglich ist. Dies lässt sich damit erklären, dass bereits Abweichungen der Oberfläche des optisch veränderbaren Abschnittes von der vorgegebenen Oberflächenform im Bereich mehrerer Wellenlängen der zum Auslesen der Mikrostrukturierung verwendeten Strahlung eine Rekonstruktion unmöglich machen können.

Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, ein Etikett der zuvor genannten Art in einfacher und zuverlässiger Weise manipulationssicher zu machen. Ebenso betrifft das technische Problem einen Behälter, der mit einem manipulationssicheren Etikett als Etikett versehen ist.

Das zuvor aufgezeigte technische Problem wird durch ein Etikett mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist die Substratschicht mit mindestens einer Ausnehmung versehen und die mindestens eine Ausnehmung ist entlang einer teilweise unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts verlaufenden Linie angeordnet. Unter Ausnehmung ist in diesem Sinne eine Maßnahme zur Erzeugung einer Sollbruchstelle des Etiketts zu verstehen. Durch die Anordnung der mindestens einen Ausnehmung entlang der zuvor beschriebenen Linie wird sichergestellt, dass das Etikett so zerstört wird, dass nicht nur die Substratschicht, sondern gerade auch der optisch veränderbare Abschnitt zerbrochen oder zerrissen wird. Dadurch wird sichergestellt, dass bei jeglicher Manipulation das sicherheitsrelevante Merkmal so beschädigt oder beeinträchtigt wird, dass ein Auslesen der darin enthaltenen Informationen nicht mehr möglich ist.

Somit kann ein Manipulationsversuch und/oder beispielsweise, sofern das erfindungsgemäße Etikett als Verschlusssiegel verwendet wird, die Erstöffnung eines Behälters zweifelsfrei erkannt werden. Das Etikett ist mithin nicht wiederverwendbar.

Ist beispielsweise in dem optisch veränderbaren Abschnitt ein computergeneriertes Hologramm eingeschrieben und wird dieser Abschnitt auch nur teilweise beschädigt, so ist sichergestellt, dass zumindest die Oberflächenform des Abschnittes durch die Beschädigung so verändert wird, dass ein Auslesen der beispielsweise holographisch gespeicherten Information allein schon aufgrund der Abweichung von der vorgegebenen Oberflächenform unmöglich wird. Dieses gilt auch dann, wenn einzelne Bruchstücke des Hologramms an sich noch ausreichen würden, um die Informationen wenn auch in schlechterer Qualität auszulesen.

Ist in dem optisch veränderbaren Abschnitt ein computergeneriertes Hologramm zusammen mit einem Mikrobild und/oder einer Mikroschrift eingeschrieben, so kann je nach Grad der Zerstörung des Abschnittes das Mikrobild bzw. die Mikroschrift weiter erkennbar bleiben, während die holographische Struktur nicht mehr auslesbar ist.

In vorteilhafter Weise ist es möglich, dass die mindestens eine Ausnehmung als die Substratschicht nicht durchtrennende Anstanzung ausgebildet ist. Die Anstanzung durchtrennt also die Substratschicht nicht vollständig, schwächt diese jedoch so stark, dass beim Zerreißen der Substratschicht der Riss entlang der vorgegebenen Linie verläuft. Die Anstanzungen haben gegenüber der nachfolgend beschriebenen Perforation den Vorteil, dass die Oberfläche der Substratschicht nicht durchtrennt wird und somit eine gewünschte Oberflächenform insbesondere im Bereich des optisch veränderbaren Abschnittes erhalten bleibt.

Somit ist es beispielsweise möglich, dass die mindestens eine Anstanzung unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts verläuft. Da die Anstanzung den optisch veränderbaren Abschnitt nicht durchtrennt, bleibt dessen vorgegebene Oberflächenform erhalten, so dass bis zu einem Zerreißen des Etiketts eine Rekonstruktion der eingeschriebenen Information mit hoher Qualität möglich ist. Da die Anstanzung jedoch unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts verläuft, also unterhalb der optisch auslesbaren Oberfläche und innerhalb der Substratschicht, ist besonders zuverlässig sichergestellt, dass beim Zerreißen des Etiketts der Riss genau durch den optisch veränderbaren Abschnitt verläuft. Gleichwohl muss sehr genau sichergestellt werden, dass trotz der Anstanzung die Oberfläche des optisch auslesbaren Abschnittes ihre vorgegebene Form beibehält.

Des Weiteren kann die mindestens eine Ausnehmung als die Substratschicht zumindest teilweise durchtrennende Perforation ausgebildet sein. Dieses hat dabei den Vorteil, dass beim Zerreißen der Substratschicht aufgrund der teilweise vorhandenen vollständigen Durchtrennung durch die Perforation bereits weitgehend die Linien des Risses vorgegeben sind. Dabei muss allerdings sichergestellt werden, dass die teilweise Durchtrennung die Oberfläche der Substratschicht zumindest im Bereich des optisch veränderbaren Abschnittes nicht wesentlich verändert.

Bei dieser Ausgestaltung ist die mindestens eine Perforation außerhalb des optisch veränderbaren Abschnittes angeordnet und die Perforation weist in ihrer Flucht in Richtung des optisch veränderbaren Abschnittes. Dadurch wird sichergestellt, dass die Oberfläche im Bereich des optisch veränderbaren und auslesbaren Abschnittes ungestört bleibt, wobei in Kauf genommen werden kann, dass der Riss im Bereich des optisch veränderbaren Abschnittes nicht 100%ig vorgegeben ist. Die zuvor für die Perforation beschriebene Anordnung außerhalb des optisch veränderbaren Abschnittes ist auch für die Anordnung von Anstanzungen bevorzugt, wenn die Substratschicht relativ dünn ist und die Anstanzungen zu einer Beeinträchtigung der Qualität des Auslesens des optisch veränderbaren Abschnittes führen, auch wenn die Anstanzungen nicht die Substratschicht und den optisch veränderbaren Abschnitt durchtrennen.

In weiter bevorzugter Weise kann vorgesehen sein, dass zwei Ausnehmungen vorgesehen sind, die entlang der Linie zu beiden Seiten des optisch veränderbaren Abschnittes angeordnet sind. Somit leiten die beiden Ausnehmungen beim Zerreißen des Etiketts den Riss von beiden Seiten durch den optisch veränderbaren Abschnitt hindurch.

Es ist weiterhin bevorzugt, dass eine Mehrzahl von Ausnehmungen vorgesehen ist, die abschnittsweise entlang der Linie angeordnet sind. Dadurch können insbesondere bei längeren Perforations- oder Anstanzungslinien mehrere Ausnehmungen die Linie bilden, ohne dass die Substratschicht entlang der gesamten Linien geschwächt wird.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass eine Mehrzahl von Ausnehmungen vorgesehen ist, die auf mindestens zwei verschiedenen Linien angeordnet sind, wobei mindestens eine der Linien teilweise unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts verläuft. Somit kann beispielsweise eine Linie vorgegeben werden, entlang derer das Etikett durch den optisch veränderbaren Abschnitt hindurch zerrissen wird, während das Etikett entlang einer anderen Linie zusätzlich zerrissen wird. Eine bevorzugte Ausgestaltung besteht jedoch darin, dass mehrere Linien vorgegeben sind, die durch den optisch veränderbaren Abschnitt hindurch verlaufen und somit ein sicheres Zerreißen des Etiketts durch den optisch veränderbaren Abschnitt hindurch aus verschiedenen Richtungen sicherstellen.

Eine weitere Maßnahme, um das Zerreißen des Etiketts entlang einer Linie durch den optisch veränderbaren Abschnitt hindurch zu gewährleisten, kann darin bestehen, dass die Breite der Substratschicht im Bereich des optisch veränderbaren Abschnitts verjüngt ist. Verjüngt bedeutet dabei, dass die Breite des Etiketts in der Ebene des optisch veränderbaren Abschnittes geringer ist als in den Bereichen, die nicht von dem optisch veränderbaren Abschnitt eingenommen werden. In dem verjüngten Bereich des Etiketts ist somit eine Schwachstelle vorgegebenen, die das Zerreißen des Etiketts im Bereich des optisch veränderbaren Abschnittes entlang der mindestens einen Ausnehmung unterstützt.

Die Form des Etiketts kann selbstverständlich an die jeweilige Anwendung angepasst werden. Soll beispielsweise der Verschluss eines Behälters mit dem manipulationssicheren Etikett versehen werden, so kann die Substratschicht einen im Wesentlichen runden Abschnitt und einen damit verbundenen länglichen Abschnitt aufweisen, wobei der optisch veränderbare Abschnitt im länglichen Abschnitt angeordnet ist. Der im Wesentlichen runde Abschnitt wird dann auf dem Deckel angebracht, während der längliche Abschnitt mit dem Behälter verbunden wird. Wird der Deckel betätigt, also aufgedreht oder aufgeklappt bzw. verschwenkt, wird das Etikett im Bereich des länglichen Abschnitt zerrissen, wodurch ein dort angeordneter optisch veränderbarer und auslesbarer Abschnitt zerstört wird.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie der optisch veränderbare Abschnitt mit der Substratschicht verbunden ist. Zum einen kann der optisch veränderbare Abschnitt separat von der Substratschicht ausgebildet sein. Dieser Abschnitt wird dann mit der Substratschicht verklebt oder stoffschlüssig verbunden. Des weiteren kann der optisch veränderbare Abschnitt integral mit der Substratschicht ausgebildet sein, so dass die Substratschicht an sich insgesamt optisch veränderbar ist, jedoch der zu verändernde Abschnitt an einer vorgegebenen Position der Substratschicht festgelegt wird.

Das oben aufgezeigte technische Problem wird auch durch eine Verpackung, insbesondere eine Flüssigkeitsverpackung gelöst, die einen Behälter, einen Verschluss und mindestens ein Etikett aufweist, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, dass das mindestens eine Etikett mit dem Behälter und mit dem Verschluss verbunden ist und dass mindestens eine Ausnehmung im Etikett im Bereich zwischen dem Behälter und dem Verschluss angeordnet ist.

Somit wird erfindungsgemäß sichergestellt, dass beim Öffnen des Verschlusses das Etikett entlang der Linie aufgetrennt wird und der optisch veränderbare Abschnitt zumindest teilweise zerstört wird. Dabei kann der Verschluss ein drehbarer Deckel oder ein verschwenkbarer Deckel sein.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, wozu auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen

1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts,

2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts,

3 das in 2 gezeigte Ausführungsbeispiel im Querschnitt,

4 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts,

5 das in 4 gezeigte Ausführungsbeispiel im Querschnitt,

6 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts,

7 ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts,

8 das in 7 gezeigte Ausführungsbeispiel, das an einem Schraubverschluss einer Flasche einerseits und der Flasche selbst andererseits befestigt ist, und

9 das in 6 gezeigte Ausführungsbeispiel, das an einem Behälter mit einem verschwenkbaren Deckel befestigt ist.

Bei der nachfolgenden Beschreibung der verschiedenen Ausführungsbeispiele werden gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen, auch wenn sie geringfügig unterschiedlich dimensioniert oder ausgestaltet sein können.

1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts 1, das als Sicherheitsmerkmal für Verpackungen verwendet werden kann. Das Etikett 1 weist einen damit verbundenen optisch veränderbaren Abschnitt 3 auf, in dem eine Mikrostrukturierung eingeschrieben werden kann.

Diese Mikrostrukturierung kann dabei als computergeneriertes Hologramm, als Mikroschrift und/oder als Mikrobild ausgestaltet sein. Zum Schreiben der Mikrostrukturierung können zahlreiche aus dem Stand der Technik bekannte Schreibvorrichtungen verwendet werden. Beispielhaft wird dazu auf die Druckschriften WO 02/079881, WO 02/079883, WO 02/084404, WO 02/084405 und WO 03/012549 hingewiesen. Diese Schreibvorrichtungen verwenden einen Laserstrahl, der nacheinander jeden einzelnen Punkt der Punktematrix rasterweise abfährt und ortsabhängig Lichtenergie in das Etikett mit bestimmter Intensität einbringt. Die Intensität kann dabei punktspezifisch eingestellt sein und damit innerhalb des rasterweise abgefahrenen Bereichs analog (kontinuierlich variierend) oder digital (an oder aus) ausgewählt sein.

Des Weiteren weist die Substratschicht 1 eine Ausnehmung 5 auf, die entlang einer unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts 3 verlaufenden Linie angeordnet ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel verläuft die Ausnehmung 5 durchgängig durch die Substratschicht 1 vom in 1 dargestellten oberen Rand bis zum unteren Rand, also auch durchgängig unterhalb des optisch veränderbaren Abschnittes 3. Die Ausnehmung 5 durchtrennt dabei nicht vollständig das Material der Substratschicht 1, sondern ist beispielsweise als Schnitt ausgebildet, der bis zu einer maximalen Tiefe von der dem optisch veränderbaren Abschnitt 3 abgewandten Seite der Substratschicht 1 eindringt.

Zusätzlich zu der Ausnehmung 5 sind mehrere weitere Ausnehmungen 6 vorgesehen, die die Manipulationssicherheit des als Sicherheitsetikett verwendeten Etiketts weiter verbessern, indem die zusätzlichen Ausnehmungen 6 wirkungsvoll verhindern, dass das Etikett von einer Verpackung zerstörungsfrei abgelöst werden kann.

In 2 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei der eine Mehrzahl kürzerer Anstanzungen 7 entlang von insgesamt drei parallel zueinander angeordneter Linien vorgesehen ist. Da die Anstanzungen 7 jeweils beabstandet zueinander entlang der Linie angeordnet sind, wird im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel gemäß 1 eine geringere Beeinträchtigung der Substratschicht 1 und somit eine bessere Oberflächengenauigkeit erreicht. Wie auch beim Ausführungsbeispiel gemäß 1 verlaufen die Anstanzungen 7 entlang der Linien sowohl neben als auch unterhalb des optisch veränderbaren Abschnittes 3.

Dieses ist auch bei dem in 3 dargestellten Querschnitt entlang einer der Linien der Anstanzungen 7 durch die Substratschicht 1 zu erkennen. Die voneinander beanstandeten Anstanzungen 7 sind jeweils durch gepunktete Linien dargestellt. Dabei wird deutlich, dass die Anstanzungen 7 von unten beispielsweise nur bis circa zur Hälfte der Dicke der Substratschicht 1 eindringen, so dass die obere Hälfte der Substratschicht 1 nicht beeinträchtigt wird. Wie 3 zeigt, ist in der oberen Hälfte der Substratschicht 1 der optisch veränderbare Abschnitt 3 angeordnet, der als gestrichelte Fläche dargestellt ist. Die Tiefe der Anstanzungen 7 kann variieren und auch mehr oder weniger als ca. die Hälfte der Dicke der Substratschicht betragen.

4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts 1 mit einem damit verbundenen optisch veränderbaren Abschnitt 3. Entlang mehrerer Linien sind Perforationen 9 in die Substratschicht 1 eingebracht, wobei die Perforationen 9 die Substratschicht 1 zumindest teilweise durchtrennen. Durch diese teilweise Durchtrennung der Substratschicht 1 wird eine sehr genaue Führung des Risses durch die Substratschicht 1 beim Zerreißen erreicht.

Da jedoch ein auch nur teilweises Durchtrennen der Substratschicht 1 die Oberfläche des optisch veränderbaren Abschnittes 3 so stark verändern würde, dass ein Auslesen der in einer dort angebrachten Mikrostrukturierung unmöglich wäre, sind die Perforationen 9 nur außerhalb des optisch veränderbaren Abschnittes 3 angeordnet. Gleichwohl verlaufen die Linien, entlang derer die Perforationen 9 angeordnet sind, zu beiden Seiten des optisch veränderbaren Abschnittes 3 derart, dass eine gedachte Verbindungslinie oder Fluchtlinie unterhalb beziehungsweise durch den optisch veränderbaren Abschnitt 3 verläuft. Wird das Etikett entlang der Perforationen 9 zerrissen, so wird sichergestellt, dass in jedem Fall der optisch veränderbare Abschnitt 3 verändert und somit unbrauchbar gemacht wird.

Wie in 4 dargestellt ist, sind die Perforationen 9 entlang von insgesamt fünf Linien angeordnet, die unter verschiedenen Winkeln in Bezug auf den optisch veränderbaren Abschnitt 3 verlaufen. Für jede der Linien gilt dabei, dass die Perforationen 9 jeweils zu beiden Seiten des optisch veränderbaren Abschnittes 3 angeordnet sind. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Perforation auch nur entlang einer der in 4 eingezeichneten Linien verlaufen.

5 zeigt einen Querschnitt durch die Substratschicht 1 entlang der 4 horizontal verlaufenden Linie von Perforationen 9. Zu erkennen ist wieder der optisch veränderbare Abschnitt 3. Die Perforationen 9 sind durch gepunktete Linien dargestellt, die jeweils zwischen der Oberseite und der Unterseite verlaufen und somit die Substratschicht 1 abschnittsweise durchtrennen.

6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts mit einer Substratschicht 1 und einem optisch veränderbaren Abschnitt 3. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen weist die Substratschicht 12 äußere Abschnitte 11 mit größerer Breite auf, zwischen denen sich ein verjüngter Abschnitt 13 erstreckt. Der optisch veränderbare Abschnitt 3 sowie eine Mehrzahl von Anstanzungen 7 sind in dem verjüngten Abschnitt 13 angeordnet. Die Anstanzungen 7 sind dabei entlang von Linien angeordnet, jedoch befinden sich die Anstanzungen 7 jeweils nur außerhalb und nicht unterhalb des optisch veränderbaren Abschnittes 3.

Die Kombination aus verjüngtem Abschnitt 13 und der Mehrzahl von Anstanzungen 7 stellt in besonderer Weise sicher, dass bei einer mechanischen Beanspruchung des Etiketts die Substratschicht 1 genau in dem Bereich zerreißt, in dem sich der optisch veränderbare Abschnitt 3 befindet. Als weiterer Vorteil kann bei diesem Ausführungsbeispiel angesehen werden, dass die äußeren Abschnitte 11 mit größerer Breite eine verbesserte Verklebung des Etiketts mit der Oberfläche eines Gegenstandes oder einer Verpackung ermöglicht.

7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Etiketts, bei dem die Substratschicht 1 einen im Wesentlichen runden Abschnitt 15 und einen damit verbundenen länglichen Abschnitt 17 aufweist, wobei der optisch veränderbare Abschnitt 3 im länglichen Abschnitt 17 angeordnet ist. Auch hier sind wieder Anstanzungen 7 vorgesehen, die entlang einer Mehrzahl von Linien in der Substratschicht 1 angeordnet sind, wobei die Linien jeweils so ausgerichtet sind, dass sie durch den optisch veränderbaren Abschnitt 3 verlaufen.

Bei den zuvor erläuterten Ausführungsbeispielen ist der optisch veränderbare Abschnitt 3 jeweils als separater Abschnitt innerhalb der Substratschicht 1 dargestellt worden. Diese Darstellung dient vor allem zur Verdeutlichung der Anordnung des optisch veränderbaren Abschnittes 3 innerhalb der Substratschicht 1. Zum einen kann der optisch veränderbare Abschnitt 3 aus einem Material hergestellt sein, das verschieden vom Material der Substratschicht 1 ist. Zum anderen kann der optisch veränderbare Abschnitt 3 aus demselben Material wie die Substratschicht 1 hergestellt sein, so dass der optisch veränderbare Abschnitt 3 integral mit der Substratschicht 1 ausgebildet ist.

8 zeigt eine Anwendung eines erfindungsgemäßen Etiketts, wie es in 7 dargestellt ist, als Sicherheitsmerkmal für eine Verpackung.

Die Verpackung ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Flasche 19 ausgebildet, die mit einem drehbaren Verschluss 21 verschlossen ist. Das in 7 dargestellte Etikett 1 ist sowohl mit der Flasche 19 als auch mit dem Verschluss 21 verbunden. Dazu sind der im Wesentlichen runde Abschnitt 15 und ein angrenzender Teil des länglichen Abschnittes 17 mit dem Verschluss 21 verbunden, während der weitere Teil des länglichen Abschnittes 17 mit der Flasche 19 verbunden ist.

Wie 8 weiterhin zeigt, sind die Anstanzungen 7 im Bereich zwischen der Flasche 19 und dem Verschluss 21 angeordnet, so dass beim Öffnen des Verschlusses 21 das Etikett 1 entlang mindestens einer der Linie der Anstanzungen 7 aufgetrennt wird und der optisch veränderbare Abschnitt 3 zumindest teilweise zerstört wird. Das Zerreißen des Etiketts erfolgt daher beim Öffnen des Verschlusses 21 durch die damit verbundene Drehbewegung relativ zur Flasche 19, so dass die bei der Drehbewegung entstehenden Scherkräfte das Zerreißen der Substratschicht 1 und damit die Zerstörung des optisch veränderbaren Abschnitts 3 bewirken.

9 zeigt ein weiteres Beispiel einer Verpackung, die vorliegend als Kartonverpackung 23 mit einem verschwenkbaren Deckel 25 ausgebildet ist. Zum Öffnen der Verpackung muss zunächst ein Öffnungsabschnitt 27 mithilfe einer Perforation 29 eingedrückt werden, bevor der verschwenkbare Deckel 25 angehoben werden kann. Ein Etikett, dass im Wesentlichen dem in 6 dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht, ist sowohl mit der Kartonverpackung 23 als auch mit dem Deckel 25 verbunden. Dabei ist der verjüngte Abschnitt 13 im Bereich der Perforation 29 angeordnet, so dass sowohl der optisch veränderbare Abschnitt 3 als auch die Anstanzungen 7 dort angeordnet sind, wo zum Öffnen der Verpackung der Öffnungsabschnitt 27 eingedrückt werden muss. Die Anstanzungen 7 gewährleisten dann, dass nicht nur die Substratschicht 1, sondern auch der optisch veränderbare Abschnitt 3 und somit das Sicherheitsmerkmal einer Mikrostrukturierung beim Öffnen der Verpackung 23 zerstört werden.


Anspruch[de]
Etikett zur Verwendung als Sicherheitsmerkmal,

– mit einer Substratschicht (1) und

– mit einem optisch veränderbaren Abschnitt (3), in dem eine Mikrostrukturierung eingebracht werden kann,

– wobei der optisch veränderbare Abschnitt (3) mit der Substratschicht (1) verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die Substratschicht (1) mit mindestens einer Ausnehmung (5, 7, 9) versehen ist, und

– dass die mindestens eine Ausnehmung (5, 7, 9) entlang einer teilweise unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts (3) verlaufenden Linie angeordnet ist.
Etikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ausnehmung als die Substratschicht (1) nicht durchtrennende Anstanzung (5, 7) ausgebildet ist. Etikett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Anstanzung (5, 7) unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts (3) verläuft. Etikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ausnehmung als die Substratschicht (1) zumindest teilweise durchtrennende Perforation (9) ausgebildet ist. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ausnehmung (5, 7, 9) außerhalb des optisch veränderbaren Abschnittes (3) angeordnet ist. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Ausnehmungen (5, 7, 9) vorgesehen sind, die entlang der Linie zu beiden Seiten des optisch veränderbaren Abschnittes (3) angeordnet sind. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Ausnehmungen (7, 9) vorgesehen ist, die abschnittsweise entlang der Linie angeordnet sind. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Ausnehmungen (7, 9) vorgesehen ist, die auf mindestens zwei verschiedenen Linien angeordnet sind, wobei mindestens eine der Linien teilweise unterhalb des optisch veränderbaren Abschnitts (3) verläuft. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (1) im Bereich des optisch veränderbaren Abschnitts (3) einen verjüngten Abschnitt (13) aufweist. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (1) einen im Wesentlichen runden Abschnitt (15) und einen damit verbundenen länglichen Abschnitt (17) aufweist, wobei der optisch veränderbare Abschnitt (3) im länglichen Abschnitt (17) angeordnet ist. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der optisch veränderbare Abschnitt (3) separat von der Substratschicht (1) ausgebildet ist. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der optisch veränderbare Abschnitt (3) integral mit der Substratschicht (1) ausgebildet ist. Verpackung, insbesondere Flüssigkeitsverpackung,

– mit einem Behälter (19, 23),

– mit einem Verschluss (21, 25) und

– mit mindestens einem Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

– dass das mindestens eine Etikett mit dem Behälter (19, 23) und mit dem Verschluss (21, 25) verbunden ist und

– dass mindestens eine Ausnehmung (5, 7, 9) im Etikett im Bereich zwischen dem Behälter (19, 23) und dem Verschluss (21, 25) angeordnet ist.
Verpackung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss ein drehbarer Deckel (21) ist. Verpackung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss ein verschwenkbarer Deckel (25) ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com