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Dokumentenidentifikation DE102006025411A1 06.12.2007
Titel Mobiler Röntgenempfänger für eine Röntgenvorrichtung
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Jährling, Peter, 90617 Puschendorf, DE
DE-Anmeldedatum 31.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025411
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse G01T 1/29(2006.01)A, F, I, 20060531, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01T 1/02(2006.01)A, L, I, 20060531, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Röntgenempfänger für eine Röntgenvorrichtung, wobei der Röntgenempfänger eine mit einem Detektor zum Empfangen von Röntgenstrahlen verbindbar ausgebildete Detektoraufnahmevorrichtung aufweist. Der Röntgenempfänger weist auch ein mit der Detektoraufnahmevorrichtung verbundenes Röntgenraster zum Reduzieren von Streustrahlen auf, welches ausgebildet und angeordnet ist, Röntgenstreustrahlen mit wenigstens einer Richtungskomponente parallel zu einer Detektorebene zu schwächen.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Röntgenempfänger wenigstens einen Sensor zum Erfassen von Röntgenstrahlen aufweist, welcher ausgebildet und angeordnet ist, auf den Detektor treffende Röntgenstrahlen zu erfassen und in Abhängigkeit von den erfassten Röntgenstrahlen ein Bestrahlungssignal zu erzeugen, welches eine Röntgenstrahldosis oder Röntgenstrahlintensität der erfassten Röntgenstrahlen repräsentiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen mobilen Röntgenempfänger für eine Röntgenvorrichtung. Bei aus dem Stand der Technik bekannten Röntgenempfängern stellt sich das Problem, dass insbesondere bei in der Traumatologie eingesetzten mobilen Röntgenvorrichtungen der Röntgenempfänger, beispielsweise eine Röntgenkassette mit einer Film-Folienkombination oder eine Röntgenkassette mit einer sogenannten Speicherfolie, der Röntgenempfänger im Bereich eines Patienten platziert werden muss, um den Patienten oder einen Teil des Patienten in einer Projektion mittels Röntgenstrahlen zu erfassen. Beim Erfassen eines Patienten mittels einer vorab beschriebenen Anordnung stellt sich oftmals das Problem, dass eine korrekte Bestrahlungsdauer bzw. Bestrahlungsintensität zum Bestrahlen eines die Röntgenstrahlen erfassenden Speichermediums der Erfahrung eines bedienenden Personals überlassen ist. Die Folge davon ist, dass Röntgenaufnahmen oftmals fehlbelichtet sind und in weiterer Folge der Patient durch wiederholte Aufnahmen – bis hin zu einer korrekten Bestrahlung des Speichermediums – einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt ist.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist es daher, einen Röntgenempfänger und eine Anordnung zum Erfassen eines Objekts mittels Röntgenstrahlen anzugeben, welche das vorab beschriebene Problem nicht aufweist.

Diese Aufgabe wird durch einen Röntgenempfänger für ein Röntgengerät gelöst, wobei der Röntgenempfänger eine mit einem Detektor zum Empfangen von Röntgenstrahlen verbindbar ausgebildete Detektoraufnahmevorrichtung aufweist. Der Röntgenempfänger weist auch ein mit der Detektoraufnahmevorrichtung verbundenes Röntgenraster zum Reduzieren von Streustrahlen auf, welches ausgebildet und angeordnet ist, Röntgenstreustrahlen mit mindestens einer vorbestimmten Richtungskomponente parallel zu einer Detektorebene zu schwächen.

Der Röntgenempfänger weist auch wenigstens einen Sensor zum Erfassen von Röntgenstrahlen auf, welcher ausgebildet und angeordnet ist, auf den Detektor treffende Röntgenstrahlen zu erfassen und in Abhängigkeit von den erfassten Röntgenstrahlen ein Bestrahlungssignal zu erzeugen, welches eine Röntgenstrahldosis oder Röntgenstrahlintensität der erfassten Röntgenstrahlen repräsentiert.

Durch den wenigstens einen Sensor zum Erfassen von Röntgenstrahlen, welcher ein erzeugen und insbesondere ausgangsseitig ausgeben kann, können vorteilhaft Parameter einer Bestrahlung zum Durchstrahlen eines Objekts, – insbesondere eine Bestrahlungsdauer, eine zum Erzeugen der Röntgenstrahlen verwendete elektrische Ladung, oder eine Beschleunigungsspannung – in Abhängigkeit von dem Bestrahlungssignal gesteuert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor des mobilen Röntgenempfängers in einem zum Empfangen der Röntgenstrahlen durch den Detektor vorgesehenen Strahlengang derart angeordnet, die Röntgenstrahlen zu empfangen bevor diese auf dem Detektor eintreffen. Im Falle eines Röntgenempfängers mit einem chemischen Detektor kann dadurch vorteilhaft eine korrekte Bestrahlung bzw. ein korrekter Schwärzungsgrad des chemischen Detektors eingestellt werden.

Im Falle einer Speicherfolie kann dadurch vorteilhaft eine korrekte Bestrahlung der Speicherfolie sichergestellt werden, im Falle eines Festkörperdetektors (FD) kann ein korrektes Bestrahlen von Detektor-Matrixelementen erfolgen.

Besonders bevorzugt ist der Sensor eines mobilen Röntgenempfängers in einem zum Empfangen der Röntgenstrahlen mittels des Detektors vorgesehenen Strahlengang, insbesondere zwischen dem Röntgenraster und dem Detektor angeordnet.

Auf diese Weise kann vorteilhaft eine durch das Röntgenraster verursachte Schwächung eines Röntgenstrahls durch den Sensor erfasst werden und somit ein Bestrahlungssignal erzeugt werden, welches eine durch das Röntgenraster verursachte Schwächung eines Röntgenstrahls bereits berücksichtigend repräsentiert.

Alternativ zu, oder unabhängig von der zuvor geschilderten Ausführungsvariante eines zwischen dem Röntgenraster und dem Detektor angeordneten Sensors, kann ein Sensor in einem zum Empfangen der Röntgenstrahlen durch den Detektor vorgesehenen Strahlengang vor dem Röntgenraster und vor dem Detektor angeordnet sein.

In dieser Ausführungsvariante können vorteilhaft Streustrahlen, welche zusätzlich durch einen strahlenstreuenden Sensor verursacht werden, durch das Röntgenraster geschwächt oder eliminiert werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsvariante ist der Sensor ausgebildet, die Röntgenstrahlen zu erfassen ohne die Röntgenstrahlen wesentlich zu schwächen. Ein Sensor kann dadurch vorteilhaft in eine bestehende Anordnung zum Erfassen eines Objekts mittels Röntgenstrahlen integriert werden, ohne in dieser Anordnung bereits verwendete Erfassungsparameter, insbesondere Bestrahlungsparameter ändern zu müssen.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Sensor ein Sensorgas auf, welches ausgebildet ist, beim Erfassen von Röntgenstrahlen wenigstens teilweise freie Ladungsträger, insbesondere durch Sensorgas-Ionenbildung zu erzeugen. In dieser Ausführungsform kann der Sensor ausgebildet sein, das Bestrahlungssignal in Abhängigkeit der erzeugten freien Ladungsträger, insbesondere den Sensorgas-Ionen, zu erzeugen. Weiter bevorzugt kann der Sensor ausgebildet sein, das Bestrahlungssignal in Abhängigkeit der Zahl der freien Ladungsträger, oder der Zahl der freien Ladungsträger pro Zeit, oder in Abhängigkeit von einer durch die freien Ladungsträger erzeugten Ladungsträger-Potentialdifferenz zu erzeugen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor flach ausgebildet und weist eine Sensorfläche auf, welche wenigstens teilweise einer zum Empfangen von Röntgenstrahlen vorgesehenen Detektorfläche entspricht. Weiter bevorzugt weist der mobile Röntgenempfänger wenigstens zwei oder mehrere Sensoren auf, welche jeweils eine Sensorfläche aufweisen und deren Sensorflächen gemeinsam der zum Bestrahlen mit Röntgenstrahlen vorgesehenen Detektorfläche entsprechen.

Auf diese Weise kann vorteilhaft ein Objekt mittels Durchstrahlung erfasst werden, welches in einer räumlichen Verteilung innerhalb des Objekts angeordnete Objektteile mit jeweils zueinander verschiedenen Absorptionseigenschaften für Röntgenstrahlen aufweist.

Beispielsweise kann ein Röntgenempfänger eine Mehrzahl von Sensoren aufweisen, wobei jedem Sensor das Empfangen von durch ein vorbestimmtes Körperorgan durchtretende Röntgenstrahlen zugeordnet ist. Zum Beispiel kann ein Röntgenempfänger einen Sensor für einen rechten Lungenflügel und einen Sensor für einen linken Lungenflügel aufweisen.

In einer vorteilhaften Ausführungsvariante weist der mobile Röntgenempfänger einen Detektor mit einer Vielzahl von Detektor-Matrixelementen auf, welche jeweils ausgebildet sind, ein Detektorsignal in Abhängigkeit von empfangenen Röntgenstrahlen zu erzeugen. Beispielhafte Ausführungsformen für einen solchen Detektor mit einer Vielzahl von Detektor-Matrixelementen sind ein Festkörperdetektor (FD = Festkörperdetektor), ein CCD-Detektor (CCD = Charge Coupled Device), insbesondere mit einem vorgeschalteten Szintillator, oder ein anderer strahlungsempfindlicher Halbleiterdetektor.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Detektor-Matrixelemente des Detektors in Detektorreihen und dazu querverlaufenden Detektorspalten angeordnet, und das Röntgenraster des mobilen Röntgenempfängers weist in Rasterreihen angeordnete Schwächungselemente auf.

Ein doppeltes Röntgenraster kann zwei in Durchstrahlungsrichtung aufeinanderfolgende Raster aufweisen, so dass das Röntgenraster zusätzlich zu den Rasterreihen Rasterspalten aufweist.

Die Rasterreihen des doppelten Röntgenrasters können jeweils parallel zueinander und quer zu den Rasterspalten des Röntgenrasters angeordnet sein.

Das Röntgenraster und der Detektor sind derart zueinander angeordnet, dass die Rasterreihen des Röntgenrasters, oder insbesondere eines doppelten Röntgenrasters, in einer Projektion auf die Detektorebene mit einer Querkomponente zu den Detektorreihen und mit einer Querkomponente zu den Detektorspalten verlaufen.

Auf diese Weise können vorteilhaft Moirémuster vermieden werden.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform verlaufen die Rasterreihen des Röntgenrasters in einer Projektion auf die Detektorebene in einen Winkel von 45° C zu den Detektorreihen und zu den Detektorspalten.

In einer vorteilhaften Ausführungsvariante des mobilen Röntgenempfängers weist der mobile Röntgenempfänger eine mit dem Sensor verbundene Schnittstelle zum schnurlosen Verbinden mit einem Röntgengerät auf, welche zum Übertragen des Bestrahlungssignals an das Röntgengerät zum Steuern eines Röntgensenders ausgebildet ist.

Beispielhafte Ausführungsformen für eine solche Schnittstelle zum schnurlosen Verbinden mit einem Röntgengerät sind eine Bluetooth-Schnittstelle, eine Infrarot-Schnittstelle, insbesondere eine IRDA-Schnittstelle (IRDA = Infra-Red-Data-Association), eine Schnittstelle für ein schnurloses Computernetzwerk (Wireless-LAN), oder eine Ultraschall-Schnittstelle, welche jeweils ausgebildet sind, ein von dem Sensor erzeugtes Bestrahlungssignal schnurlos zu einem Röntgengerät zum Steuern eines Röntgensenders, insbesondere einer Röntgenröhre zu übertragen.

Unabhängig von der zuvor geschilderten schnurlosen Ausführungsvariante eines mobilen Röntgendetektors kann ein mobiler Röntgendetektor auch eine schnurgebundene Verbindung zum Verbinden des Sensors mit einem Röntgengerät aufweisen. Eine solche schnurgebundene Verbindung kann trennbar ausgebildet sein, dazu kann der mobile Röntgenempfänger beispielsweise eine Steckverbindung, eine Schraubverbindung oder eine vergleichbare Verbindung zum Herstellen eines elektrischen Wirkkontaktes mit einem Röntgengerät aufweisen.

Die Erfindung betrifft auch eine Anordnung zum Erfassen eines Objekts mittels Röntgenstrahlen. Die Anordnung zum Erfassen eines Objekts mittels Röntgenstrahlen weist eine Röntgenvorrichtung auf, welche ausgebildet ist, Röntgenstrahlen auszusenden und einen mobilen Röntgenempfänger gemäß einer der vorgenannten Ausführungsformen oder einer Kombination aus diesen.

Der Sensor des Röntgenempfängers kann mit der Röntgenvorrichtung wirkverbunden und ausgebildet sein, die Röntgenstrahlen in Abhängigkeit von dem Bestrahlungssignal auszusenden.

Insbesondere kann die Röntgenvorrichtung einen Röntgensender aufweisen und ausgebildet sein, eine Beschleunigungsspannung oder eine Bestrahlungsdauer, oder einen zum Erzeugen einer Röntgenstrahlung verwendeten elektrischen Strom oder eine Kombination aus diesen, in Abhängigkeit von einem empfangenen Bestrahlungssignal zu steuern.

In einer vorteilhaften Weiterbildung des mobilen Röntgenempfängers weist der mobile Röntgenempfänger wenigstens einen Abstandssensor oder einen Teil eines Abstandssensors auf, welcher ausgebildet ist, einen Abstand zu einer Position im Bereich des Röntgensenders zu erfassen und ein Abstandssignal zu erzeugen, welches einen Abstand repräsentiert.

Bevorzugt weist der mobile Röntgenempfänger drei Abstandssensoren auf. Weiter bevorzugt ist der mobile Röntgenempfänger ausgebildet, eine Ausrichtung der Rasterebene zu einem einfallenden Röntgenstrahl zu erfassen.

Ein Abstandssensor kann ein Doppler-Interferometer, insbesondere ein Laser-Doppler-Interferometer aufweisen. In einer anderen Ausführungsform kann der Abstandssensor ein Ultraschall-Abstandssensor sein, welcher ausgebildet ist, durch erfassen wenigstens einer Laufzeitdifferenz eines Ultraschallsignals einen Abstand zu ermitteln.

Ein Teil eines Abstandssensors kann ein Sender für elektromagnetische Strahlung oder Ultraschall oder ein Empfänger für elektromagnetische Strahlung oder Ultraschall sein. Der Abstandssensor kann beispielsweise ausgebildet sein, im Falle einer Ausrichtung der Röntgenrasterebene zu einer vorbestimmten Position im Bereich eines Röntgensenders ein Abstandssignal zu erzeugen, welches eine senkrechte Ausrichtung der Röntgenrasterebene zu einem Röntgenstrahl repräsentiert.

Eine Anordnung zum Erfassen eines Objekts mittels Röntgenstrahlen der vorbeschriebenen Art kann einen Abstandssensor aufweisen. Beispielsweise kann die Röntgenvorrichtung einen Röntgenstrahl in Abhängigkeit von dem Abstandssignal erzeugen.

Durch einen Abstandssensor kann vorteilhaft ein Bestrahlungsparameter eines Röntgensenders voreingestellt werden. Weiter vorteilhaft kann eine senkrechte Ausrichtung eines Röntgenempfängers zu einfallenden Röntgenstrahlen mit Hilfe des Abstandssensors eingestellt werden. Dadurch kann vorteilhaft Schattenbildung in einem Röntgenbild vermieden werden.

Ein Detektor zum Empfangen von Röntgenstrahlen kann ausgebildet sein, in Abhängigkeit von einer empfangenen Röntgenstrahlung wenigstens eine seiner chemischen und/oder elektrischen Eigenschaften zu ändern. Elektrische Eigenschaften können insbesondere eine Zahl freier Ladungsträger, ein elektrischer Strom, eine elektrische Spannung, eine elektrische Kapazität oder ein elektrischer Widerstand sein.

Chemische Eigenschaften können beispielsweise ein Gehalt an Elementaren Silber oder ein Gehalt an Silber-Ionen sein.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den in den abhängigen Ansprüchen beschriebenen Merkmalen und aus einer Kombination der in den abhängigen Ansprüchen beschriebenen Merkmale.

Alle vorbeschriebenen Ausführungsvarianten lösen das Problem, mit einem mobilen Röntgenempfänger in einer C-Armlosen Röntgenanordnung ein korrektes Erfassen eines Objekts zu ermöglichen.

Die Erfindung wird nun im Folgenden durch weitere Ausführungsbeispiele in Form von Figuren beschrieben.

1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines mobilen Röntgenempfängers mit einem Detektor, und einem auf den Detektor aufsteckbaren Röntgenraster, welches mit einem Sensor verbunden ist.

2 zeigt das in 1 dargestellte Röntgenraster mit dem Sensor.

3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung zum Erfassen eines Objekts mittels Röntgenstrahlen.

1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel für einen Röntgenempfänger 1. Der Röntgenempfänger 1 weist eine Detektoraufnahmevorrichtung 3 auf, welche in diesem Ausführungsbeispiel als umlaufender Rahmen ausgebildet ist. Der mobile Röntgenempfänger 1 weist auch ein Röntgenraster 5 auf, welches mit der Detektoraufnahmevorrichtung 3 verbunden ist. Das Röntgenraster 5 kann alternativ dazu mit der Detektoraufnahmevorrichtung 3 trennbar verbunden sein, wobei die Detektoraufnahmevorrichtung 3 ausgebildet ist, mit dem Röntgenraster 5 verbunden zu werden und das Röntgenraster 5 ausgebildet ist, mit der Detektoraufnahmevorrichtung 3 verbunden zu werden.

Der mobile Röntgenempfänger 1 weist in diesem Ausführungsbeispiel auch einen Detektor 9 auf. Die Detektoraufnahmevorrichtung 3 ist ausgebildet, mit dem Detektor 9 derart verbunden zu werden, dass eine Detektorfläche des Detektors 9 und eine Röntgenrasterfläche des Röntgenrasters 5 parallel zueinander angeordnet sind.

Der Detektor 9 ist ausgebildet, durch eine Detektoraufnahmevorrichtung 3 trennbar verbunden zu werden.

Der Röntgenempfänger 1 weist auch einen Sensor 7 auf, welcher entlang einer zur Detektorfläche senkrechten Achse zwischen dem Röntgenraster 5 und dem Detektor 9 angeordnet ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Sensor 7 flach ausgebildet und weist eine Sensorfläche auf, welche zu der Fläche des Röntgenrasters 5 parallel angeordnet ist.

2 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel des in 1 abschnittsweise dargestellten Röntgenrasters 5 und des in 1 abschnittsweise dargestellten Sensors 7. Das Röntgenraster 5 und der Sensor 7 sind zueinander parallel angeordnet und in diesem Ausführungsbeispiel miteinander verbunden. Der Sensor 7 weist eine Schnittstelle 11 zum Verbinden mit einem Stecker 13 auf. Der Sensor 7 ist ausgebildet, in Abhängigkeit von empfangenen Röntgenstrahlen ein Bestrahlungssignal zu erzeugen, welches eine Röntgenstrahldosis der empfangenen Röntgenstrahlen repräsentiert und dieses über die Schnittstelle 11 auszugeben. Dargestellt ist auch ein elektrischer Stecker 13 zum Verbinden mit der Schnittstelle 11, welche mit einer Verbindungsleitung 15 verbunden ist, wobei die Verbindungsleitung 15 zum Wirkverbinden mit einer Röntgenvorrichtung zum Aussenden von Röntgenstrahlen vorgesehen ist, so dass die Röntgenvorrichtung bzw. das Aussenden von Röntgenstrahlen durch die Röntgenvorrichtung, in Abhängigkeit von dem Bestrahlungssignal gesteuert werden kann.

3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung 17 zum Erfassen eines Objekts 50 mittels Röntgenstrahlen 40.

Die Anordnung 17 weist auch einen Röntgensender 19 auf, welcher ausgebildet ist, Röntgenstrahlen 40 und 42 zum Erfassen eines Objekts 50 auszusenden. Die Anordnung 17 weist auch einen mobilen Röntgenempfänger 20 auf, – hier schematisch in einer Schnittdarstellung dargestellt. Der mobile Röntgenempfänger 20 umfasst das in 1 dargestellte Röntgenraster 5, den in 1 dargestellten Sensor 7, und den Detektor 9 zum Erfassen von Röntgenstrahlen, beispielsweise der Röntgenstrahlen 40 und 42 auf. Das Röntgenraster 5, der Sensor 7 und der Detektor 9 sind jeweils parallel zueinander und derart aufeinanderfolgend angeordnet, dass ein Röntgenstrahl 40, welcher beispielsweise durch das Objekt 50 projiziert wurde und dort eine Schwächung erfahren hat, zuerst das Röntgenraster 5 durchläuft, dann den Sensor 7 und schließlich auf den Detektor 9 trifft um dort zum Erzeugen eines Detektorsignals wenigstens teilweise absorbiert zu werden.

Das Röntgenraster 5 ist ausgebildet, Röntgenstreustrahlen, von denen der Röntgenstreustrahl 41 beispielhaft dargestellt ist, welche mindestens eine vorbestimmte Richtungskomponente parallel zu einer Detektorebene aufweisen, derart wirksam zu schwächen, dass der Röntgenstreustrahl 41 im Detektor 9 kein oder nur ein geringes Detektorsignal erzeugen kann.

Der Sensor 7 weist Sensorelemente 22, 24 und 26 auf, welche jeweils ausgebildet sind, unabhängig voneinander in Abhängigkeit von erfassten Röntgenstrahlen ein Bestrahlungssignal zu erzeugen, welches eine Röntgenstrahldosis oder Röntgenstrahlintensität der erfassten Röntgenstrahlen repräsentiert.

Beispielsweise sind die Sensorelemente durch Sensorgaskammern gebildet, welche jeweils ein Sensorgas enthalten.

Der Detektor 9 weist eine Vielzahl von Detektor-Matrixelementen 29 auf, welche jeweils ausgebildet sind, einen Röntgenstrahl zu erfassen und in Abhängigkeit von dem erfassten Röntgenstrahl ein Detektorsignal zu erzeugen, welches die Intensität des empfangenen Röntgenstrahls repräsentiert.

Alternativ dazu kann ein Detektorsignal eine Anzahl von erfassten Röntgenquanten repräsentieren.

Die Anordnung 17 weist auch eine Steuereinheit 28 auf, welche mit dem Sensor 7 wirkverbunden ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Steuereinheit 28 über eine Verbindungsleitung 34 mit dem Sensor 7 verbunden. Die Steuereinheit 28 ist ausgangsseitig über eine Verbindungsleitung 38 mit dem Röntgensender 19 verbunden und ausgebildet, in Abhängigkeit von einem eingangsseitig empfangenen Bestrahlungssignal ein Steuersignal zum Steuern des Röntgensenders 19 zu erzeugen und dieses über die Verbindungsleitung 38 an den Röntgensender 19 zum Steuern des Röntgensenders 19 auszugeben. Der Röntgensender 19 ist ausgebildet, in Abhängigkeit von dem eingangsseitig empfangenen Steuersignal, welches beispielsweise eine Beschleunigungsspannung, eine Bestrahlungsdauer, oder eine elektrische Ladung, beispielsweise in der Einheit Milliampere-Sekunden repräsentiert, einen Röntgenstrahl 40 zu erzeugen und diesen auszusenden.

Die Anordnung 17 weist auch eine Bildverarbeitungsvorrichtung 29 auf, welche eingangsseitig mit dem Detektor 9 wirkverbunden ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Bildverarbeitungsvorrichtung eingangsseitig über eine Verbindungsleitung 36 mit dem Detektor 9 verbunden. Die Bildverarbeitungsvorrichtung 29 ist ausgebildet, in Abhängigkeit von einem eingangsseitig empfangenen Detektorsignal ein Objektsignal zu erzeugen, welches das durch den Detektor 9 in einer Projektion mittels Röntgenstrahlen 40 erfasste Objekt 50 repräsentiert und dieses Objektsignal ausgangsseitig auszugeben. Die Bildverarbeitungsvorrichtung 29 ist ausgangsseitig über eine Verbindungsleitung 32 mit einer Bildwidergabeeinheit 30 verbunden und ist ausgebildet, das Objektsignal über die Verbindungsleitung 32 – zum Wiedergeben des durch das Objektsignal repräsentierten Objekts 50 mittels der Bildwiedergabeeinheit 30 – ausgangsseitig auszugeben.

Die Bildwiedergabeeinheit 30 kann ein Monitor, ein TFT-Display (TFT = Thin Film Transistor), ein LCD-Display (LCD = Liquid Crystal Display) oder ein Bildwerfer sein.


Anspruch[de]
Mobiler Röntgenempfänger (1) für eine Röntgenvorrichtung (19, 27, 28, 30),

wobei der Röntgenempfänger (1, 20) eine mit einem Detektor (9) zum Empfangen von Röntgenstrahlen (40, 42) verbindbar ausgebildete Detektoraufnahmevorrichtung (3) aufweist,

und der Röntgenempfänger (1) ein mit der Detektoraufnahmevorrichtung (3) verbundenes Röntgenraster (5) zum Reduzieren von Röntgenstreustrahlen (41) aufweist, welches ausgebildet und angeordnet ist, Röntgenstreustrahlen (41) mit mindestens einer vorbestimmten Richtungskomponente parallel zu einer Detektorebene zu schwächen,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Röntgenempfänger (1) wenigstens einen Sensor (7) zum Erfassen von Röntgenstrahlen (40) aufweist, wobei der Sensor (7) ausgebildet und angeordnet ist, auf den Detektor (9) treffende Röntgenstrahlen (40) zu erfassen und in Abhängigkeit von den erfassten Röntgenstrahlen (40) ein Bestrahlungssignal zu erzeugen, welches eine Röntgenstrahldosis oder Röntgenstrahlintensität der erfassten Röntgenstrahlen (40) repräsentiert.
Mobiler Röntgenempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) in einem zum Empfangen der Röntgenstrahlen (40) durch den Detektor (9) vorgesehenen Strahlengang derart angeordnet ist die Röntgenstrahlen (40) zu empfangen bevor diese auf den Detektor (9) eintreffen. Mobiler Röntgenempfänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) in einem zum Empfangen der Röntgenstrahlen (40, 42) mittels des Detektors (9) vorgesehenen Strahlengang zwischen dem Röntgenraster (5) und dem Detektor (9) angeordnet ist. Mobiler Röntgenempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) ausgebildet ist die Röntgenstrahlen zu erfassen ohne die Röntgenstrahlen wesentlich zu schwächen. Mobiler Röntgenempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) ein Sensorgas aufweist, welches ausgebildet ist, beim Erfassen von Röntgenstrahlen (40, 42) wenigstens teilweise freie Ladungsträger zu erzeugen, und das Bestrahlungssignal in Abhängigkeit von den freien Ladungsträgern zu erzeugen. Mobiler Röntgenempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mobile Röntgenempfänger (1, 20) einen Detektor (9) mit einer Vielzahl von Detektormatrixelementen (29) aufweist, welche jeweils ausgebildet sind, ein Detektorsignal in Abhängigkeit von empfangenen Röntgenstrahlen (40, 42) zu erzeugen. Mobiler Röntgenempfänger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektormatrixelemente (29) des Detektors in Detektorreihen und dazu quer verlaufenden Detektorspalten angeordnet sind und das Röntgenraster (5) in Rasterreihen angeordnete Schwächungselemente aufweist, wobei das Röntgenraster und der Detektor derart zueinander angeordnet sind, dass die Rasterreihen des Röntgenrasters in einer Projektion auf die Detektorebene mit einer Querkomponente zu den Detektorreihen und mit einer Querkomponente zu den Detektorspalten verlaufen. Mobiler Röntgenempfänger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterreihen des Röntgenrasters (5) in einer Projektion auf die Detektorebene in einem Winkel von 45 Grad zu den Detektorreihen und den Detektorspalten verlaufen. Mobiler Röntgenempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mobile Röntgenempfänger (1, 20) eine mit dem Sensor (7) verbundene Schnittstelle zum schnurlosen Verbinden mit einem Röntgengerät (28) aufweist, welche ausgebildet ist das Bestrahlungssignal an das Röntgengerät (19, 28) zum Steuern eines Röntgensenders (19) zu übertragen. Mobiler Röntgenempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mobile Röntgenempfänger wenigstens einen Abstandssensor oder einen Teil eines Abstandssensors aufweist, welcher ausgebildet ist, einen Abstand zu einer Position im Bereich des Röntgensenders zu erfassen und ein Abstandssignal zu erzeugen, welches den Abstand repräsentiert. Anordnung (17) zum Erfassen eines Objekts (50) mittels Röntgenstrahlen (40, 42), mit

einer Röntgenvorrichtung (19), welche ausgebildet ist Röntgenstrahlen auszusenden und

einem mobilen Röntgenempfänger (1, 20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) des Röntgenempfängers (1, 20) mit der Röntgenvorrichtung (19) wirkverbunden und ausgebildet ist, die Röntgenstrahlen (40, 42) in Abhängigkeit von dem Bestrahlungssignal auszusenden.






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