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Dokumentenidentifikation DE102006026187A1 06.12.2007
Titel Bedieneinrichtung für ein Elektrogerät und Elektrogerät
Anmelder E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH, 75038 Oberderdingen, DE
Erfinder Baier, Martin, 76275 Ettlingen, DE;
Bratzel, Manfred, 76646 Bruchsal, DE;
Kasper, Matthias, 69168 Wiesloch, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 30.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006026187
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse F24C 7/08(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
Zusammenfassung Eine beispielhafte Bedieneinrichtung (11) für ein Glaskeramik-Kochfeld (14) weist zwei Drehelemente (12) auf. Diese haben jeweils einen drehbaren Außenbereich nach Art eines Drehrings (31), der auf einem in fester Position an der Glaskeramik-Platte (15) abnehmbar befestigbaren Sockelkörper (18) drehbar gelagert ist. An der Oberseite (28, 35, 37) der Drehelemente (12) können Anzeigen (38, 39), Berührschalter (36) o. dgl. vorgesehen sein.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet und Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Bedieneinrichtung für ein Elektrogerät, mit der Leistung und/oder Betriebsablauf des Elektrogerätes eingestellt werden können, sowie ein Elektrogerät mit einer solchen Bedieneinrichtung.

Es ist beispielsweise aus der DE 19959224 A1 bekannt, ein Steuergehäuse an einem Elektrokochgerät bzw. einem Kochfeld anzuordnen. Dieses Steuergehäuse kann auf seiner Oberseite verschiedene Bedienelemente aufweisen, beispielsweise Drehknebel, mit denen beispielsweise die Leistung einzelner Kochstellen des Kochfeldes eingestellt werden kann.

Aufgabe und Lösung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Bedieneinrichtung sowie ein entsprechendes Elektrogerät zu schaffen, mit denen Nachteile des Standes der Technik beseitigt werden können und insbesondere eine komfortablere Bedienung ermöglicht wird.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Bedieneinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Elektrogerät mit den Merkmalen des Anspruchs 17. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im Folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Bedieneinrichtung mindestens zwei Drehelemente aufweist zur Bedienung. Diese weisen einen drehbaren Außenbereich auf und in einem Mittelbereich der von oben zugänglichen bzw. sichtbaren Oberseite feststehende Anzeigen bzw. feststehende Bedienelemente. Des Weiteren sind die Drehelemente von der Bedieneinrichtung abnehmbar ausgebildet, sowohl zur Energieübertragung als auch zur Signalübertragung an die Bedieneinrichtung. Dies dient dazu, dass die Drehelemente mit Energie versorgt werden können für die Anzeigen und die Bedienelemente, und des Weiteren auch eine entsprechende Kommunikation zwischen Bedieneinrichtung bzw. Elektrogerät einerseits und Drehelement andererseits möglich ist.

Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung ist es möglich, dass einerseits die Drehelemente für eine Drehbedienung ausgelegt sind, also manuell bedient werden können auf einfache und intuitive Art und Weise. Der Außenbereich ist auch besonders gut zu greifen und kann, da er den größten Teil bzw. den Teil mit dem größten Durchmesser des Bedienelementes darstellt, besonders gut gegriffen werden für eine feinfühlige Einstellung. Des Weiteren ändert sich eine Anzeige durch den feststehenden Mittelbereich nicht, so dass sie stets auf gleiche Art und Weise und gleich gut für eine Bedienperson abzulesen ist. Ebenso ändert sich vor allem die Anordnung der oben angebrachten Bedienelementen nicht, so dass eine stets gleichbleibende Bedienung möglich ist.

In Ausgestaltung der Erfindung kann die Bedieneinrichtung genau zwei Drehelemente aufweisen. Diese können an verschiedenen Stellen des Elektrogeräts angeordnet sein, insbesondere an gut zugänglichen Stellen, vorteilhaft mit deutlichem Abstand voneinander. Beispielsweise können zwei Drehelemente an dem Außenrand eines Kochfeldes vorgesehen sein, beispielsweise jeweils an einem Eck. Somit sind beide gut erreichbar und dennoch, insbesondere bei unterschiedlicher Auslegung oder Funktionalität, leicht und deutlich voneinander zu unterscheiden.

Vorteilhaft sind die Drehelemente so ausgebildet, dass sie unterschiedliche Funktionen haben und untereinander austauschbar sind. Dies bedeutet, dass jedes Drehelement an jeder Position, an der überhaupt ein Drehelement funktionsfähig mit der Bedieneinrichtung verbunden werden kann, angebracht werden kann und dann voll funktionsfähig ist. So ist ein gewisser individueller Aufbau der Bedieneinrichtung abhängig von den Präferenzen einer Bedienperson möglich. Des Weiteren können so auch Drehelemente mit weniger Funktionen gegen Drehelemente mit Mehrfunktionen ausgetauscht werden, beispielsweise als Aufrüsten zu einer komfortableren Ausführung.

In einer Ausgestaltung der Erfindung weist ein Drehelement im Wesentlichen nur Anzeigen auf und keine Bedienelemente. Diese Anzeigen weisen vorteilhaft eine Vielzahl einzelner ansteuerbarer Leuchtsegmente auf. Diese Leuchtsegmente können beispielsweise dazu ausgebildet sein, einzelne Heizelemente oder allgemeine Funktionseinheiten des Kochfeldes bzw. des Elektrogerätes sowie auch ihre Position daran darzustellen. Vor allem aber kann auch ihr Funktionszustand dargestellt werden. Eine derartige Anzeige kann vorteilhaft im Wesentlichen die gesamte Oberseite des Drehelementes einnehmen. Dadurch ist sie deutlich sichtbar und ermöglicht auch eine unter Umständen detaillierte Darstellung. Insbesondere kann bei einer beabsichtigen Darstellung des Aktivierungszustandes einzelner Heizelemente von mehreren Heizelementen an einem Kochfeld vorgesehen sein, dass für jedes einzelne Heizelement ein eigenes Leuchtsegment vorgesehen ist. Dies ist insbesondere bei Kochfeldern gemäß der EP 1206164 A2 von Vorteil.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann ein anderes Drehelement Bedienelemente aufweisen. Insbesondere ist dieses das einzige Drehelement mit Bedienelementen. Als Bedienelemente werden vorteilhaft Berührschalter bzw. Berührsensoren vorgesehen, besonders vorteilhaft auf kapazitiver Basis. Diese sind hinsichtlich Aufbau und Ansteuerung einfach und zuverlässig. Über diese Bedienelemente an der Bedieneinrichtung kann die Bedienperson das Elektrogerät nach Wünschen steuern.

Die Drehelemente können allgemein einen feststehenden Sockelkörper aufweisen mit den gegenüber dem Sockelkörper verdrehbaren Außenbereichen. Des Weiteren ist der Sockelkörper zur Anbringung bzw. Fixierung an der Bedieneinrichtung bzw. an dem Elektrogerät ausgebildet. Dazu können Fixiermittel vorgesehen sein, die eine zwar werkzeuglos und mit gewissem Kraftaufwand ablösbare Verbindung bewirken. Gleichzeitig sollte jedoch das Drehelement für einen alltäglichen Gebrauch zur Bedienung des Elektrogerätes eine stabile Befestigung an der Bedieneinrichtung bzw. an dem Elektrogerät aufweisen. Die Fixiermittel können beispielsweise Magnete sein. Eine besonders bevorzugte Möglichkeit zur Fixierung der Drehelemente an der Bedieneinrichtung sieht vor, dass gegen Verschieben auf einer Oberfläche bzw. Verdrehen des Drehelementes aufgrund Drehen an dem Außenbereich ein Formschluss gegeben ist, also ein Drehen des Sockelköpers verhindert werden kann. In Richtung des Abhebens des Drehelementes von der Bedieneinrichtung dagegen ist kein Formschluss gegeben, sondern lediglich einen Kraftschluss durch die genannten Fixiermittel.

Vorteilhaft können die Anzeigen mehrfarbig sein, beispielsweise zwei bis vier oder fünf Farben aufweisen. Dadurch können entweder verschiedene Bereiche oder verschiedene Aktivierungszustände besser dargestellt werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Anzeigen als frei ansteuerbare Bildschirme zur Darstellung beliebiger Symbole oder Formen ausgebildet sein. Dies bedeutet zwar gegenüber einer Anzeige mit Leuchtsegmenten einen erhöhten Aufwand. Andererseits sind eben die Funktionalität bzw. die Möglichkeiten der Darstellung erheblich erweitert und komfortabler. So können neben Darstellungen eines Aktivierungszustandes eines Heizelementes eines Kochfeldes auch alphanumerische Informationen dargestellt werden, insbesondere für eine Benutzerführung oder Möglichkeiten zur grundlegenden Änderung einer Einstellung des Elektrogerätes.

Zur Darstellung vorgegebener Symbole können auch Masken an den Anzeigen vorgesehen sein. Diese können von darunter angeordneten Leuchtmitteln, beispielsweise LED, durchleuchtet werden, um so die Symbole klar und deutlich darzustellen. Dadurch wird die Verwendung von Standard-Leuchtmitteln oder Standard-LED ermöglicht bei gleichzeitiger möglicher Darstellung beliebiger Symbole.

Wie zuvor ausgeführt worden ist, können die Drehelemente so ausgebildet sein, dass sie auf Eckbereiche eines Kochfeldes bzw. einer Kochfeldplatte aufgesetzt werden können. Dazu kann der Sockelkörper einen entsprechend winkligen Ausschnitt aufweisen, in den die Ecke des Kochfeldes eingreift, beispielsweise über den Mittelbereich des Sockelkörpers hinaus. Somit sitzt das Drehelement auf der Ecke und überdeckt sowohl diese als auch einen Teil einer umliegenden Arbeitsplatte.

Die drehbaren Außenbereiche können vorteilhaft als Drehringe ausgebildet sein. In besonders vorteilhafter Ausgestaltung können sie abgenommen werden, beispielsweise zur Reinigung. Dieses Abnehmen erfolgt vorteilhaft nicht durch Zerlegen des Drehringes, so dass dieser einstückig ausgebildet sein kann, sondern durch Abziehen von dem Sockelkörper. Dieses kann beispielsweise nach oben erfolgen. Dabei sollten Haltemittel vorgesehen sein, die dieses Abziehen entweder nur durch gewissen Kraftaufwand ermöglichen oder aber erst gelöst werden müssen zum Abnehmen. So kann ein versehentliches Abziehen des Drehringes verhindert werden, insbesondere beim Entfernen der Drehelemente von dem Elektrogerät.

In nochmals weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es auch möglich, an einem Drehelement zwei Drehringe vorzusehen, beispielsweise übereinander. Dabei ist es auch möglich, dass ein unterer Drehring einen deutlich größeren Durchmesser aufweist, so dass eindeutig ertastet werden kann, welcher Drehring gerade erfasst wird für eine Drehbedienung. So können noch mehr Funktionen bzw. Bedienmöglichkeiten in ein Drehelement integriert werden.

Als Signalübertragung zwischen Drehelement und einer Steuerung bzw. der Bedieneinrichtung kann eine optische Schnittstelle vorgesehen sein. Diese ist vorteilhaft an der Unterseite des Sockelkörpers vorgesehen und bei angesetztem Drehelement nicht sichtbar. Alternativ sind Funkübertragung oder kapazitive oder magnetische Signalübertragung möglich.

Eine Energieübertragung erfolgt in einfacher Form durch elektrische Kontakte oder bewegliche Kontaktstifte. Diese sind vorteilhaft ähnlich wie die Signalübertragung und unter Umständen nahe daran angeordnet. In alternativer Gestaltung ist auch eine kontaktlose Energieübertragung möglich, beispielsweise induktiv.

Ist das Drehelement zur Bedienung eines Kochfeldes mit einer Kochfeldplatte vorgesehen und wird es diese zumindest teilweise überdeckend daran angeordnet, so finden Signalübertragung und/oder Energieübertragung vorteilhaft über Einrichtungen statt, die an der Kochfeldplatte angeordnet sind. So sind Eingriffe an einer Arbeitsplatte vermeidbar, in die das Kochfeld eingesetzt wird. Die entsprechenden Einrichtungen der Bedieneinrichtung oder des Elektrogerätes können entweder durch Durchbrüche in der Kochfeldplatte reichen oder oben auf diese aufgesetzt sein mit Leitungen, die an der Kochfeldplatte nach unten verlaufen.

Des Weiteren ist vorteilhaft eine Steuerung in der Bedieneinrichtung vorgesehen. Diese enthält vorteilhaft nicht nur die Funktionalitäten, die für die Bedieneinrichtung an sich bzw. Ansteuerung und Auswertung der Drehelemente notwendig sind. Vielmehr kann sie auch sämtliche Steuerfunktionen des gesamten Elektrogerätes beinhalten bzw. können ihr diese zugeordnet sein. Dies betrifft beispielsweise auch eine Leistungselektronik für Heizelemente des Kochfeldes, ebenso wie mechanische Leistungsrelais odgl..

Des Weiteren kann die Bedieneinrichtung übliche Funktionen einer Bedieneinrichtung für das entsprechende Elektrogerät, beispielsweise ein Kochfeld, aufweisen. Dies sind Timerfunktionen, Durchführung von Automatikprogrammen odgl..

Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:

1 einen Schnitt durch eine erste Ausführung eines Drehelementes einer Bedieneinrichtung an einem Glaskeramik-Kochfeld,

2 ein Drehelement entsprechend 1 in einer zweiten Ausführung an einer anderen Ecke des Glaskeramik-Kochfeldes,

3 eine Draufsicht auf das Drehelement aus 1 und

4 eine Draufsicht auf das Drehelement aus 2.

Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die Drehelemente in den 1 und 2 sind grundsätzlich ähnlich aufgebaut mit leichten Abweichungen. Sie können, wie dies durch die 3 und 4 angedeutet ist, gemeinsam an einer einzigen Bedieneinrichtung bzw. einem einzigen Elektrogerät vorgesehen sein. Als Elektrogerät, welches die Bedieneinrichtung 11 beinhaltet, ist hier ein Kochfeld dargestellt. Die Erfindung kann jedoch auch bei weiteren und anderen Elektrogeräten vorgesehen werden.

In 1 ist als Teil einer Bedieneinrichtung 11 ein Drehelement 12a dargestellt. Es ist, wie die gesamte Bedieneinrichtung 11, für ein Glaskeramik-Kochfeld 14 vorgesehen und dazu an eine linke vordere Ecke 16 einer Glaskeramikplatte 15 an- bzw. aufgesetzt. Aus der schematischen Darstellung ist zu erkennen, wie die Glaskeramikplatte 15 zumindest mit ihrem Außenrand auf einer Arbeitsplatte 17 aufliegt. Haltemagnete 21asind sowohl in einem Sockelkörper 18 des Drehelements 12a als auch unter der Glaskeramik-Platte 15 vorgesehen. Beim richtigen Aufsetzen des Drehelements 12a auf die vorgesehene Stelle bzw. über die Ecke 16 fixieren die Haltemagnete 21a diese Position. Dabei ragt die Ecke 16 in einen entsprechend ausgebildeten Ausschnitt 19 im unteren Bereich des Sockelkörpers 18 hinein, wie dies auch aus den 3 und 4 zu erkennen ist, in denen die Außenumrandung der Glaskeramik-Platte 15 unterhalb der Drehelemente 12 strichpunktiert dargestellt ist. Durch dieses Ansetzen an die Ecke 16 wird eine exakte Positionierung erreicht. Außerdem kann so ein Verdrehen des Sockelkörpers 18 gegenüber der Glaskeramik-Platte 15 verhindert werden. Anstelle der Haltemagnete 21 können auch alternative Befestigungselemente vorgesehen sein, beispielsweise mit mechanischer Rastung.

In dem direkt auf die Arbeitsplatte 17 reichenden unteren Bereich des Sockelkörpers 18a, der also nicht oberhalb der Glaskeramik-Platte 15 verläuft, sind Kontakte 23 vorgesehen. Diese wirken mit Kontakten 23 bzw. Kontakten der Bedieneinrichtung 11 zusammen, die beispielsweise an der Oberseite der Arbeitsplatte 17 angeordnet sind. Diese unteren Kontakte 23 sind mit einer Steuerung 24 der Bedieneinrichtung 11 verbunden. Die Steuerung 24 kann auch die Haupt- oder einzige Steuerung für das Elektrogerät sein. Die genaue Ausbildung der Kontakte bleibt dem Fachmann je nach Anwendungsfall überlassen. Es können also elastische, federnde oder andere passende Kontakte sein. Des Weiteren ist es möglich, eine Kontaktierung nicht im Bereich zwischen Sockelkörper und Arbeitsplatte 17 vorzusehen, sondern zwischen Sockelkörper und Glaskeramik-Platte. Dann kann das Vorsehen der unteren Kontakte an der Arbeitsplatte, die nicht direkt zum Elektrogerät bzw. Kochfeld 14 gehört, entfallen. Andererseits sind dann aber die Kontakte an der Glaskeramik-Platte vorzusehen, entweder oben auf der Oberfläche aufgebracht oder mit Durchbohrungen. Auch Kombinationen verschiedener Kontaktarten sind möglich.

Während die unteren Kontakte 23 mit der hauptsächlichen Steuerung 24 der Bedieneinrichtung 11 verbunden sind, sind die oberen Kontakte 23 mit einer oberen Steuerung 26a des Drehelements 12a verbunden. Über diese Kontakte 23 läuft sowohl die Signalverbindung als auch die Energieversorgung des Drehelements 12a. Dies kann auch getrennt werden.

Nach oben zu weist der Sockelkörper 18a des Drehelements 12a einen Ausschnitt 29a auf, der sich ringartig um den gesamten Sockelkörper 18a bzw. den Oberteil 28a des Drehelements 12a erstreckt. Oberhalb dieses Ausschnitts 29a ist das Oberteil 28a vorgesehen. In dem Ausschnitt 29a selber ist eine Art Drehring 31a als Außenbereich angeordnet, der somit um den Sockelkörper 18a bzw. das Drehelement 12a gedreht werden kann zur Bedienung bzw. Eingabe von Befehlen. Zur Feststellung einer Drehung bzw. eines Drehwinkels gibt verschiedene technische Varianten. Eine dargestellte Variante weist Signalmagneten 32a im Außenbereich 31a auf. Diesem sind feststehende Hall-Sensoren 33a im Sockelkörper 18a zugeordnet. So können Drehbewegungen genau erfasst werden. Eine alternative Erfassung erfolgt über einen optischen Encoder, wie er dem Fachmann beispielsweise aus der DE 102005021890 A1 bekannt ist. Die Drehbewegung des Drehrings 31a kann über eine Art Rastung in einzelne Stufen unterteilt werden, beispielsweise über eine nicht dargestellte Feder, insbesondere aus Kunststoff.

Im Oberteil 28a des Drehelements 12a ist eine Oberseite 35a vorgesehen. Unterhalb dieser sind Berührschalter 36a vorgesehen, beispielsweise kapazitive Sensorelemente, wie sie dem Fachmann bekannt sind. Sie können mit Kennzeichnungen an der Oberseite 35a versehen sein als Markierung für die jeweilige Funktion eines Sensorelements bzw. Berührschalters 36a. Des Weiteren sind Leuchtelemente wie LED als Funktionsanzeige bzw. zur genauen Anzeige eines Berührschalters 36a denkbar.

In 2 ist ein weiteres Drehelement 12b dargestellt. Dieses bildet das zweite Drehelement, mit dem die Bedieneinrichtung 11 komplett ist. Dazu ist beispielsweise auch das zweite Drehelement 12b mit der gemeinsamen Steuerung 24 in der Bedieneinrichtung 11 verbunden. Zusätzlich ist jedoch das Drehelement 12b etwas anders ausgebildet, wobei dies hier lediglich zu dem Zweck dargestellt ist, die verschiedenen Ausgestaltungen der Erfindung darzustellen. In der Praxis werden sinnvollerweise die Drehelemente gleich ausgebildet sein, zumindest von der äußeren Form her.

Der Unterschied bei dem zweiten Drehelement 12b gemäß 2 liegt darin, dass dort der Drehring 31b zwar auch an einem entsprechenden Ausschnitt 29b am Sockelkörper 18b gelagert ist. Allerdings fehlt der oben überragende Teil des Oberteils 28a gemäß 1, da in 2 das Oberteil 28b mit gleichbleibendem Durchmesser nach oben läuft. So ist es möglich, den Drehring 31b von dem Drehelement 12b bzw. dem Sockelkörper 18b abzuziehen, beispielsweise zum Austausch oder zu Reinigungszwecken. Dazu kann der Drehring 31b vor allem verschlossen bzw. abgedichtet ausgebildet sein. Er kann auch aus Aluminium oder Edelstahl hergestellt sein, wobei die Signalmagnete 32 dann von der Innenseite her in entsprechende Vertiefungen bzw. Ausnehmungen eingesetzt sein können. Die Drehringe 31 können auch geriffelt bzw. strukturiert sein an der äußeren Mantelfläche zum leichteren Greifen.

Die Steuerung 26b des Drehelements 12b ist mit zwei Anzeigen 38b verbunden, die im Oberteil 28b des Drehelements 12b unter einem Fenster 37b angeordnet sind. Diese Anzeigen 38b können, wie beispielsweise aus 4 zu entnehmen ist, den Aktivierungszustand verschiedener Kochstellen des Glaskeramik-Kochfeldes 14 darstellen. Ebenso können sie Sieben-Segment-Anzeigen umfassen, wie sie auch in dem linken Drehelement 12a vorhanden sein können. Dies ist in 3 zu ersehen.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, anstelle der Berührschalter 36 bzw. Anzeigen 38 sogenannte kleine berührsensitive Anzeigen oder Bildschirme einzubauen, also eine Art Touch-Screen. In diesen ist eine Anzeigefunktion mit einer Bedienfunktion kombiniert.

Des Weiteren ist es möglich, anstelle der in 4 dargestellten Anzeige von mehreren einzelnen Kochstellen eine Anzeige 38b so aufzubauen, dass sie für ein Kochfeld 14 mit vollflächig verteilten modularen kleinen Heizelementen gemäß der EP 1206164 A2 oder der EP 1463383 A1 kombiniert werden kann. Dann kann die Anzeige jeweils aktivierte einzelne Heizelemente zeigen, wie durch die Anzeigen 39b dargestellt ist. Bei einer Ausbildung als Touch-Screen braucht dann lediglich ein solcher aktivierter Bereich berührt zu werden für eine Auswahl, um dann an dem anderen Drehelement durch Drehen des Drehrings 31b dessen Leistungshöhe zu verändern. Es ist auch möglich, den Drehring 31b an dem Drehelement 12b mit den Anzeigen 38b dazu zu nutzen, durch Drehen den jeweiligen Aktivierungszustand bzw. eine mögliche Auswahl sozusagen weiterzuschalten.

Aus den 3 und 4 ist zu erkennen, wie die Drehelemente 12a und 12b der Bedieneinrichtung 11 jeweils auf eine Ecke 16 der Glaskeramik-Platte 15 aufgesetzt sind. Dabei ist es möglich, dass die jeweiligen Kontakte 23, die hier nicht dargestellt sind, so ausgebildet und beschaltet sind, dass die Drehelemente 12 auch untereinander ausgetauscht werden können. So ist ein individueller Aufbau der mit jeweils unterschiedlichen Funktionen versehenen Drehelemente 12 für die Bedieneinrichtung möglich.

Anstelle der Erkennung der Drehbewegung der Drehringe 31 über die Signalmagnete 32 samt der Hall-Sensoren 33 ist auch eine optische Erkennung der Drehung möglich. Ebenso ist es möglich, die Kontakte 23 nur zur Energieversorgung eines Drehelements 12 zu nutzen und die Daten über eine weitere, nicht dargestellte Schnittstelle zu übertragen, beispielsweise eine optische Schnittstelle. Dies weist den Vorteil auf, dass dann weniger Kontakte 23 vorzusehen sind. Des Weiteren ist die Übertragung von optischen Signalen auch durch die Glaskeramik-Platte 15 hindurch möglich.


Anspruch[de]
Bedieneinrichtung (11) für ein Elektrogerät zur Einstellung von Leistung und/oder Betriebsablauf des Elektrogerätes, wobei insbesondere das Elektrogerät ein Elektro-Kochfeld (14) ist, wobei die Bedieneinrichtung (11) mindestens zwei Drehelemente (12a, 12b) aufweist zur Bedienung, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehelemente (12a, 12b) einen drehbaren Außenbereich (31a, 31b) aufweisen und feststehende Anzeigen (38a, 38b, 39b) und/oder Bedienelemente (36a) in einem Mittelbereich der von oben zugänglichen bzw. sichtbaren Oberseite (35a, 37b), und wobei die Drehelemente (12a, 12b) von der Bedieneinrichtung (11) abnehmbar ausgebildet sind mit Energie- und Signalübertragung an die Bedieneinrichtung. Bedieneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie genau zwei Drehelemente (12a, 12b) aufweist, wobei vorzugsweise die Drehelemente an verschiedene Stellen des Außenrandes einem Elektro-Kochfeld (14) als Elektrogerät vorgesehen sind zur Bedienung, insbesondere an den Ecken (16). Bedieneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehelemente (12a, 12b) ausgebildet sind für eine Austauschbarkeit ihrer Position untereinander derart, dass jedes Drehelement (12a, 12b) an jeder auch für andere Drehelemente vorgesehenen Position funktionsfähig mit der Bedieneinrichtung (11) verbindbar ist. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehelement (12b) im wesentlichen nur Anzeigen (38b, 39b) aufweist ohne Bedienelemente, vorzugsweise mit einer Vielzahl einzeln ansteuerbarer Leuchtsegmente. Bedieneinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige (38b, 39b) an dem Drehelement (12b) im wesentlichen die gesamte Oberseite (37b) einnimmt und insbesondere zur Darstellung eines Aktivierungszustandes mehrerer einzelner Heizelemente aus einer Menge von Heizelementen an einem Elektro-Kochfeld (14) als Elektrogerät ausgebildet ist, wobei vorzugsweise für jedes einzelne Heizelement ein eigenes Leuchtsegment vorgesehen ist. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehelement (12a) Bedienelemente aufweist, insbesondere Berührschalter (36a), vorzugsweise auf kapazitiver Basis. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehelemente (12a, 12b) einen feststehenden Sockelkörper (18a, 18b) aufweisen und die drehbaren Außenbereiche (31a, 31b) gegenüber dem Sockelkörper verdrehbar sind, wobei insbesondere Fixiermittel (21a, 21b) vorgesehen sind zur Fixierung der Drehelemente (12a, 12b) mit dem Sockelkörper (18a, 18b) an der Bedieneinrichtung (11) bzw. an dem Elektrogerät (14). Bedieneinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Magnete (21a, 21b) vorgesehen sind als Fixiermittel zur Fixierung der Drehelemente (12a, 12b) in einer vorbestimmten Position, insbesondere als formschlussfreie Befestigung gegen Abheben bzw. in Abheberichtung. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigen (38a, 38b, 39b) mehrfarbig sind. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigen als frei ansteuerbare Bildschirme zur Darstellung beliebiger Symbole oder Formen ausgebildet sind. Bedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigen Masken aufweisen mit darunter angeordneten Leuchtmitteln zur Darstellung beliebiger Symbole oder Formen mit Durchleuchtung der Masken. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Signalübertragung über eine optische Schnittstelle zwischen Drehelement (12a, 12b) und Steuerung (24) bzw. restlicher Bedieneinrichtung (11). Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Energieübertragung mittels elektrischer Kontakte (23a, 23b) bzw. Kontaktstifte. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuerung (24), wobei die Steuerung in dem Elektrogerät (14) angeordnet ist. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehelemente (12a, 12b) zum Aufsetzen auf Eckbereiche (16) eines Kochfeldes (14) bzw. der Kochfeldplatte (15) ausgebildet sind mit einem nicht drehbaren Sockelkörper (18a, 18b), der einen dem Eckbereich entsprechenden Ausschnitt (19a, 19b) aufweist, wobei vorzugsweise der Sockelkörper (18a, 18b) die Ecke (16) überragt bzw. überdeckt. Bedieneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbaren Außenbereiche als Drehringe (31a, 31b) ausgebildet sind, wobei sie insbesondere werkzeuglos abnehmbar ausgebildet sind, vorzugsweise durch Abziehen nach oben. Elektrogerät (14), gekennzeichnet durch eine Bedieneinrichtung (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






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