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Dokumentenidentifikation DE102006026278A1 06.12.2007
Titel Verfahren sowie Vorrichtung zum Behandeln von Flaschen oder dergleichen Behälter mit einem Behandlungsmedium
Anmelder KHS AG, 44143 Dortmund, DE
Erfinder Till, Volker, 65719 Hofheim, DE
DE-Anmeldedatum 02.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006026278
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse A61L 2/08(2006.01)A, F, I, 20060602, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61L 2/12(2006.01)A, L, I, 20060602, B, H, DE   A61L 2/18(2006.01)A, L, I, 20060602, B, H, DE   
Zusammenfassung Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Sterilisieren von Flaschen, Dosen oder dergleichen Behälter, durch Aktivieren eines Behandlungsmediums im jeweiligen Behälter durch Energieeintrag, wobei das Aktivieren durch Beaufschlagung des Behandlungsmediums mit einer elektromagnetischen Strahlung erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff Patentanspruch 12.

Das Behandeln von Flaschen oder dergleichen Behältern, insbesondere zum Sterilisieren unter Verwendung eines Behandlungs- oder Sterilisationsmediums (nachstehend nur Behandlungsmedium genannt), welches z.B. eine wässrige Lösung aus Wasserstoffperoxid H2O2) in einem dampf- und/oder gasförmigen Medium enthält, beispielsweise in Wasserdampf und/oder Luft in Form eines Aerosols, ist bekannt.

Es ist hierbei auch bekannt, das Behandlungsmedium nach dem Einbringen in einen Behälter mit einem erhitzten gasförmigen Medium, beispielsweise mit Heißluft zu beaufschlagen bzw. zu aktivieren, und zwar u.a. zum Verdampfen eines Wasseranteils des Behandlungsmediums, oder auch zum Zersetzen des Wasserstoffperoxids (H2O2) in aktive Bestandteile, Sauerstoff und Wasser bzw. Wasserdampf (2H2O2 = 2H2O + O2 + 45cal) sowie auch zum anschließenden Entfernen des Behandlungsmediums, insbesondere Wasser und Wasserdampf, sowie der beim Aktivieren auch erzeugten Verfallsprodukte. Die Verfahrensschritte werden dabei an Behandlungsstationen durchgeführt, die z.B. am Umfang eines um eine vertikale Maschinenachse umlaufend angetriebenen Rotors gebildet sind. Die sterilisierten Behälter können dann an eine Füllmaschine zum sterilen bzw. aseptischen Abfüllen eines flüssigen Füllgutes weitergeleitet werden.

Im zunehmenden Maße werden Flaschen, aber auch andere Behälter verwendet, die z.B. durch Blasen aus Vorformlingen aus einem thermosplastischen Kunststoff durch Streckblasen gefertigt sind, insbesondere auch PET-Flaschen. Derartige, aus Kunststoff gefertigte Behälter, insbesondere auch die durch Streckblasen hergestellten Flaschen oder Behälter neigen unter Wärmeeinwirkung zu Verformungen oder zu einem Schrumpfen, wodurch u.a. die Formgebung und das Volumen solcher Behälter in unerwünschter Weise verändert wird. Auch andere Beschädigungen können bei Wärmeeinwirkung an den Behältern eintreten, so dass das Sterilisieren solcher Behälter problematisch ist und verformte oder beschädigte Behälter in einer Produktionslinie als Ausschuss ausgeschleust werden müssen, was zumindest zu erhöhten Kosten führt.

Aus diesen Gründen können aus Kunststoff hergestellte Behälter, insbesondere auch durch Streckblasen aus Kunststoff-Vorformlingen hergestellte Behälter, aber auch andere hitzeempfindliche Behälter mit den üblichen Behandlungsverfahren nicht sterilisiert werden. Um diese Problematik zu lösen, wurden bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen (DE 10 2004 030 957 und DE 10 2004 030 956). Diese Verfahren sind aber relativ aufwändig.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem eine Behandlung von hitzeempfindlichen Behältern, insbesondere auch von Behältern aus Kunststoff durch Aktivieren mindestens eines Behandlungsmediums unter Energieeintrag möglich ist, ohne dass die Gefahr eines Verformens, Schrumpfens oder einer anderen Beschädigung an dem jeweiligen Behälter besteht.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens ist Gegenstand des Patentanspruches 12.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgen die Aktivierung bzw. der für diese Aktivierung notwendige Energieeintrag durch Beaufschlagung des wenigstens einen Behandlungsmediums mit elektromagnetischer Energie, d.h. durch Beaufschlagung mit einem elektromagnetischen Wechselfeld bzw. mit einer elektromagnetischen Strahlung, wobei das Frequenzspektrum des elektromagnetischen Wechselfeldes bzw. der elektromagnetischen Strahlung so gewählt ist, dass wenigstens eine Frequenz gleich oder annähernd gleich der Resonanzfrequenz zumindest eines Bestandteils des wenigstens einen Behandlungsmediums ist.

Überraschend wurde gefunden, dass es bei der Aktivierung von Behandlungsmedien wie beispielsweise Wasserstoffperoxid, dann zu einem besonders geringen Temperaturanstieg des Behandlungsmediums und der zu behandelnden Behälter kommt, wenn das Behandlungsmedium in seiner Resonanzfrequenz angeregt wird.

Ursache für diesen Effekt ist, dass es durch die Anregung der Moleküle des Behandlungsmediums in ihrer Resonanzfrequenz zu erhöhten mechanischen Kraftwirkungen zwischen den einzelnen Bestandteilen, beispielsweise zwischen den Atomen der Moleküle des Behandlungsmediums kommt, so dass die Verbindung der einzelnen Atome miteinander im Wesentlichen durch die zwischen ihnen wirkenden mechanischen Schwingungskräfte gelöst wird, anstatt durch die, mit einem Temperaturanstieg einhergehenden Wärmeschwingungen, bzw. durch die, bei höheren Temperaturen größeren Impulskräfte beim Zusammenprall von Molekülen und/oder Atomen.

Ebenfalls wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Aktivierungsfrequenz einem Vielfachen oder aber auch einem Teil der Resonanzfrequenz des zumindest einen Behandlungsmediums entspricht, wobei es von besonderem Vorteil ist, wenn es sich um ein gerades ganzzahliges Vielfaches oder einen geraden, ganzzahligen Teil der Resonanzfrequenz handelt, da bei dieser Vorgehensweise der Energieeintrag bzw. die Anregung nicht nur in einer besonders vorteilhaften Frequenz, sondern auch phasenrichtig erfolgt.

Hinsichtlich der Resonanzfrequenzen ist zu beachten, dass die meisten Stoffe je Freiheitsgrad eine Resonanzfrequenz besitzen, wobei diese zusätzlich in Abhängigkeit vom Aggregatzustand variieren können.

Die Frequenz der elektromagnetischen Strahlung liegt dabei beispielsweise im Mikrowellenbereich oder im Bereich von Röntgenstrahlen.

Als Behandlungsmedium wird beispielsweise ein flüssiges und/oder gasförmiges und/oder dampfförmiges Medium verwendet, vorzugsweise ein Medium, welches mehrere Bestandteile enthält, beispielsweise auch Wasserstoffperoxid, z.B. in Lösung, vorzugsweise in wässriger Lösung. Das entsprechende Behandlungsmedium ist dann beispielsweise ein Aerosol aus einem Dampf (Wasserdampf) und/oder Gas oder Gasgemisch, beispielsweise Luft, und der Lösung, vorzugsweise wässrigen Lösung aus Wasserstoffperoxid (H2O2) mit einer für die Behandlung ausreichenden Konzentration.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird erreicht, dass der die Aktivierung bewirkende Energieeintrag direkt oder zumindest im Wesentlichen direkt in das wenigstens eine Behandlungsmedium erfolgt, der jeweilige Behälter zumindest primär nicht unmittelbar durch den Energieeintrag erhitzt wird, so dass eine behälterschonende und insbesondere ein Verformen, ein Schrumpfen oder eine andere Beschädigung des Behälters vermeidende Behandlung möglich ist.

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

1 in vereinfachter Darstellung und in Draufsicht eine Vorrichtung zum Sterilisieren von Flaschen oder dergleichen Behälter, insbesondere auch für ein nachfolgendes kaltaseptisches Abfüllen eines flüssigen Füllgutes, beispielsweise zum kaltaseptischen Abfüllen von Fruchtsäften, Milchprodukten usw.;

2 in vereinfachter Darstellung einen Behandlungskopf der Vorrichtung der 1.

Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Sterilisieren von hitzeempfindlichen Flaschen 2 durch Einbringen wenigstens eines Behandlungsmediums in Form eines Aerosols, bestehend aus Luft und/oder Wasserdampf und einer wässrigen Lösung aus Wasserstoffperoxid (H2O2) in die Flaschen 2, durch Aktivieren des Behandlungsmediums durch Energieeintrag und durch Entfernen oder Absaugen von Resten und/oder Zerfallsprodukten des aktivierten Behandlungsmediums.

Die Vorrichtung 1, dem die aus Kunststoff, beispielsweise aus PET gefertigten Flaschen 2 aufrecht stehend, d. h. mit ihrer Flaschenachse in vertikaler Richtung orientiert über einen Transporteur 3 und einen den Flascheneinlauf bildenden Einlaufstern 4 zugeführt werden, besteht im Wesentlichen aus einem um eine vertikale Maschinenachse umlaufend antreibbaren Rotor 5, der an seinem Umfang eine Vielzahl von Behandlungsstationen 6 bildet. Diese bestehen entsprechend der 2 jeweils im Wesentlichen aus einem Behälterträger 7, an welchem die Flaschen 2 während der Behandlung an einem im Bereich der Flaschenmündung 2.1 vorgesehenen Flansch 2.2 gehalten sind, sowie aus einem Behandlungskopf 8.

Die behandelten bzw. sterilisierten Flaschen 2 werden über einen den Flaschen- oder Behälterauslauf der Vorrichtung 1 bildenden Transportstern 9 einer weiteren Verwendung zugeführt, d. h. beispielsweise einer Füllmaschine.

Jeder Behandlungskopf 8 besitzt u.a. ein Behandlungsrohr 10, welches mit seinem unteren Ende durch die Flaschenmündung 2.1 in die jeweilige an der Behandlungsstation 6 vorgesehene Flasche 2 einführbar ist und aus welchem zur Behandlung das Behandlungsmedium in den Flascheninnenraum eingeleitet wird.

Nach dem Einleiten des Behandlungsmediums oder auch noch während des Einleitens gelangt die betreffende Behandlungsstation 6 und damit die dort vorgesehene Flasche mit der Drehbewegung des Rotors 5 in den Bereich eines in der 1 schematisch mit 11 angedeuteten Aktivators, in welchem eine Aktivierung des Behandlungsmediums erfolgt, und zwar durch Energieeintrag u.a. eine Zersetzung des Wasserstoffperoxids unter Bildung von Wasser bzw. Wasserdampf und von sterilisierendem Sauerstoff. Weiterhin erfolgt im Aktivator 11 durch den Energieeintrag auch eine Aufrechterhaltung der Temperatur bzw. einer Erhöhung der Temperatur des Wasserdampfes über eine für das Sterilisieren der Flaschen 2 ausreichenden Winkelbereich der Drehbewegung des Rotors 5. Der zur Aktivierung dienende Energieeintrag ist aber derart, dass die temperatur- oder hitzeempfindlichen Flaschen 2 bei dieser Sterilisation nicht beschädigt, insbesondere auch nicht verformt werden.

Der Aktivator 11 ist so ausgebildet, dass der für die Aktivierung notwendige Energieeintrag durch ein elektromagnetisches Wechselfeld bzw. durch eine elektromagnetische Strahlung (Mikrowellenstrahlung) erfolgt, welche auf die Dipol-Moleküle wenigstens eines Bestandteils des Behandlungsmediums einwirkt und dadurch eine Erhitzung des Behandlungsmediums bewirkt, ohne dass es primär zu einer Erhitzung der Flaschen 2 bzw. des Kunststoffmaterials dieser Flaschen 2 kommt. Hierdurch ist es möglich, eine wirksame Aktivierung des Behandlungsmediums und damit eine wirksame Behandlung und Sterilisation der Flaschen 2 zu erreichen, ohne dass es zu Beschädigungen und/oder Verformungen der aus dem Kunststoff gefertigten Flaschen 2 kommt. Der Aktivator 11 enthält u.a. einen Generator 12, beispielsweise in Form eines Magnetrons zur Erzeugung der elektromagnetischen Strahlung, und ist mit seinem Auslass an der Bewegungsbahn der einzelnen Behandlungsstationen 6 mit dem Rotor 5 nicht mitbewegt angeordnet, beispielsweise auch in Form eines geschlitzten mit dem Generator 12 verbundenen Hohlleiters. Hierbei ist es auch möglich, mehrere derartige Generatoren außerhalb des Rotors 5 in Drehrichtung des Rotors aufeinander folgend vorzusehen.

Um die Aktivierung des Behandlungsmediums möglichst wirksam zu erreichen und auch bei einer hohen Leistung der Vorrichtung 1, d.h. bei einer hohen Anzahl von je Zeiteinheit behandelten Flaschen 2 die Sterilisation dieser Flaschen mit der benötigten Qualität zu erzielen, ist das Frequenzspektrum des verwendeten elektromagnetischen Wechselfeldes auf die Resonanzfrequenz wenigstens eines Bestandteils des Behandlungsmediums, insbesondere des zu aktivierenden Bestandteils des Behandlungsmediums (z.B. Wasser und/oder Wasserstoffperoxid) abgestimmt, d.h. die Frequenz des elektromagnetischen Wechselfeldes ist gleich dieser Resonanzfrequenz und/oder einem Vielfachen und/oder einem Teil hiervon.

Nach dem Aktivieren des Behandlungsmediums werden dieses und die beim Aktivieren erzeugten Bestandteile, insbesondere Wasser und Wasserdampf sowie beim Aktivieren erzeugte Zersetzungsprodukte (z. B. freie Radikale aus der Zersetzung von H2O2) aus dem Inneren der jeweiligen Flasche 2 entfernt, beispielsweise durch Ausblasen mit steriler Luft über das Behandlungsrohr 10 des jeweiligen Behandlungskopfes 8 und/oder durch Absaugen beispielsweise über das Behandlungsrohr 10 oder über einen gegen die Flaschenmündung 2.1 anliegenden oder dieser benachbarten Absaugkopf.

Die Temperatur, die das Behandlungsmedium beim Einbringen in die jeweilige Flasche aufweist, entspricht beispielsweise der Umgebungstemperatur. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, das Behandlungsmedium im vorgewärmten Zustand in die Flaschen 2 einzubringen, wobei diese Vorwärmtemperatur dann allerdings deutlich unter einer kritischen Temperatur liegt, die zu einer Beschädigung oder einem zu einem Verformen der Flaschen 2 führen könnte.

Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass das Einbringen, das Aktivieren und das Entfernen des Behandlungsmediums sowie der beim Aktivieren gebildeten Zersetzungsprodukte in Behandlungsphasen zeitlich nacheinander erfolgen, also in an einander anschließenden Winkelbereichen der Drehbewegung des Rotors 5 zwischen dem Einlaufstern 4 und dem Auslaufstern 9.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, das Verfahren so auszugestalten, dass die einzelnen Behandlungsphasen einander teilweise überlappen oder aber bei einem kontinuierlichen Zuführen des wenigstens einen Behandlungsmediums gleichzeitig kontinuierlich dessen Aktivierung durch Energieeintrag über das elektromagnetische Wechselfeld durchzuführen und dabei dann auch kontinuierlich das Behandlungsmedium, beispielsweise heißes Wasser oder Wasserdampf sowie die beim Aktivieren entstandenen Zersetzungsprodukte abzusaugen.

Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass das Behandlungsmedium eine wässrige Wasserstoffperoxidlösung ist. Auch andere Behandlungsmedien, beispielsweise auch steriles Wasser mit oder ohne weitere Zusätze, können bei dem vorbeschriebenen Verfahren grundsätzlich verwendet werden.

Weiterhin wurde vorstehend davon ausgegangen, dass der für die Aktivierung, d. h. für das Verdampfen des Wassers und für das Zersetzen des Wasserstoffperoxids notwendige Energieeintrag durch ein elektromagnetisches Wechselfeld bzw. durch elektromagnetische Strahlung (Mikrowellenstrahlung) unter Verwendung wenigstens eines dieses elektromagnetische Wechselfeld erzeugendenden Generators 12 in Form eines Magnetrons erfolgt. Auch andere Methoden und Einrichtungen zum Einbringen der für das Aktivieren des Behandlungsmediums erforderlichen Energie sind denkbar, beispielsweise für eine Aktivierung durch Röntgenstrahlung.

Weiterhin kann der wenigstens eine, das elektromagnetische Wechselfeld erzeugende Generator, beispielsweise Magnetron, auch auf dem Rotor 5 und mit diesem mitdrehend so vorgesehen sein, dass er an sämtliche Behandlungsstationen 6 wirksam ist. Hierbei ist es auch möglich, mehrere Generatoren auf dem Rotor 5 an verschiedenen Positionen anzuordnen.

Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass das wenigstens eine Behandlungsmedium in die jeweilige Flasche eingebracht wird. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die Flaschen so auszubilden und/oder so vorzubehandeln, dass die den Behandlungsstationen 6 zugeführten Flaschen bereits mit dem wenigstens einen Behandlungsmedium versehen sind, beispielsweise auch in Form eines in die Wandung der jeweiligen Flasche 2 diffundierten Behandlungsmediums, so dass während der Drehbewegung des Rotors 5 nur noch das Aktivieren des Behandlungsmediums sowie das Entfernen des aktivierten Behandlungsmediums und der entstandenen Zersetzungsprodukte erfolgt.

Weiterhin wurde vorstehend davon ausgegangen, dass die Behandlung der Flaschen 2 abschließend auf dem einzigen Rotor 5 erfolgt. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die Dauer und Qualität der Behandlung dadurch zu verbessern, dass an den Rotor 5 in Transportrichtung der Flaschen 2 anschließend ein weiterer Rotor oder ein weiteres Transportelement vorgesehen sind, so dass dann die Behandlung auf mehreren Rotoren oder Transportelementen verteilt vorgenommen werden kann.

Die Erfindung wurde voranstehend Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung tragende Gedanke verlassen wird.

1
Vorrichtung zum Sterilisieren
2
Flaschen
2.1
Flaschenmündung
2.2
Flansch
3
Transporteur
4
Transportstern
5
Rotor
6
Behandlungsstation
7
Flaschen- oder Behälterträger
8
Behandlungskopf
9
Auslaufstern
10
Behandlungsrohr
11
Aktivator
12
Generator zur Erzeugung des elektromagnetischen Wechselfeldes


Anspruch[de]
Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Sterilisieren von Flaschen, Dosen oder dergleichen Behälter (2), durch Aktivieren eines Behandlungsmediums im jeweiligen Behälter durch Energieeintrag, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktivieren durch Beaufschlagung des Behandlungsmediums mit einer elektromagnetischen Strahlung erfolgt. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Strahlung eine solche im Mikrowellenbereich ist. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Strahlung eine Röntgenstrahlung ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Mischung aus wenigstens zwei Behandlungsmedien. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsmedium ein Gemisch aus wenigstens einem gasförmigen und/oder dampfförmigen Bestandteil und einem flüssigen Bestandteil ist, welcher in dem gasförmigen und/oder dampfförmigen Bestandteil feinverteilt vorgesehen ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Behandlungsmedium Wasserstoffperoxid (H2O2) enthält, vorzugsweise Wasserstoffperoxid in einem Lösungsmittel, beispielsweise in wässriger Lösung. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsmedium Wasserstoffperoxid in wässriger Lösung fein verteilt in einem dampf- und/oder gasförmigen Bestandteil, beispielsweise in Luft enthält. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsmedium Wasser oder Wasserdampf ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Frequenzspektrum der elektromagnetischen Strahlung derart gewählt ist, dass wenigstens eine Frequenz dieser Strahlung gleich oder annähernd gleich der Resonanzfrequenz wenigstens eines Bestandteils des Behandlungsmediums oder einem Vielfachen oder einem Teil dieser Resonanzfrequenz ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Behandlungsmedium in den jeweiligen Behälter eingebracht wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsmedium ein in die Behälterwandung diffundiertes oder eingelagertes Medium ist. Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere zum Sterilisieren von Flaschen, Dosen oder dergleichen Behälter (2), durch Aktivieren eines Behandlungsmediums im jeweiligen Behälter durch Energieeintrag, mit wenigstens einem die Behälter während der Behandlung auf einer Transportstrecke bewegenden Transportelement (5), dadurch gekennzeichnet, dass zum Aktivieren des Behandlungsmediums im jeweiligen Behälter wenigstens ein Generator (12) zur Erzeugung einer elektromagnetischen, auf den jeweiligen Behälter (2) gerichteten Strahlung vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Mittel (8, 10) zum Einbringen wenigstens eines Behandlungsmediums in die Behälter. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Einbringen des wenigstens einen Behandlungsmediums von einem an jeder Behandlungsstation vorgesehenen Behandlungskopf (8) gebildet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Generator (12) zur Erzeugung einer elektromagnetischen Strahlung im Mikrowellenbereich ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Generator (12) zur Erzeugung einer Röntgenstrahlung ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Generator (12) zur Erzeugung der elektromagnetischen Strahlung ortsfest an der Bewegungsbahn der mit dem Transportelement (5) bewegten Behälter (2) vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Generator (12) zur Erzeugung der elektromagnetischen Strahlung auf dem Transportelement (5) und mit diesem mitbewegt vorgesehen ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportstrecke von mehreren, in Transportrichtung aneinander anschließenden Transportelementen gebildet ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Transportelement ein um eine vertikale Maschinenachse umlaufend angetriebener Rotor (5) ist.






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