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Dokumentenidentifikation DE102007012099A1 06.12.2007
Titel System und Verfahren zur Bewerkstelligung einer temporären Objektsicherung, sowie Objektsicherungsvorrichtung an sich
Anmelder TIROLUX Sicherheitssysteme GmbH, Kufstein, AT;
Birkelbach, Guido, Ebbs, AT
Erfinder Richter, Wolfgang, 82110 Germering, DE;
Birkelbach, Guido, Ebbs, AT;
Potocnik, Stefan, Kufstein, AT;
Taumberger, Michael, Kufstein, AT
Vertreter Beck & Rössig - European Patent Attorneys, 81679 München
DE-Anmeldedatum 13.03.2007
DE-Aktenzeichen 102007012099
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse E05B 47/00(2006.01)A, F, I, 20070313, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05B 47/06(2006.01)A, L, I, 20070313, B, H, DE   E05B 49/00(2006.01)A, L, I, 20070313, B, H, DE   H04Q 7/20(2006.01)A, L, I, 20070313, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung richtet sich auf ein System und ein Verfahren zur Bewerkstelligung einer temporären Objektsicherung, sowie auch auf eine Objektsicherungsvorrichtung an sich. Insbesondere richtet sich die Erfindung hierbei auf ein System sowie ein Verfahren zur Absicherung oder Kontrolle mobiler Gerätschaften wie Fahrräder, Einkaufswagen, Skier und dgl.. Der Erfinder liegt die Aufgabe zugrunde, Lösungen zu schaffen durch die es möglich wird eine temporäre Sicherung manuell handhabbarer Objekte in vorteilhafter Weise abzuwickeln. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Sicherungsvorrichtung zur temporären Sicherung eines Objektes, mit einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand und in einen Sicherungszustand bringbar ist, einer Schlosseinrichtung zur Festlegung des Freigabe- oder des Sicherungszustandes, wobei die Schlosseinrichtung eine elektronische Schaltung umfasst durch welche eine für die Festlegung des Schließzustandes maßgebliche Datenverarbeitung einer Freigabesignalsequenz abgewickelt wird, wobei die Schlosseinrichtung und die elektronische Schaltung derart ausgebildet sind, dass die für die Herbeiführung des Freigabezustandes erforderliche Signalsequenz unter Einschluss eines anwenderseitig geführten Mobilfunkgerätes generierbar ist. Die Sicherungsstruktur ist vorzugsweise als Fahrradsicherung, oder Schließfachdeckel ausgebildet. Die Fahrradsicherung kann in einen Fahrradständer eingebunden sein.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf ein System und ein Verfahren zur Bewerkstelligung einer temporären Objektsicherung, sowie auch auf eine Objektsicherungsvorrichtung an sich. Insbesondere richtet sich die Erfindung hierbei auf ein System sowie ein Verfahren zur Absicherung oder Kontrolle mobiler Gerätschaften wie Fahrräder, Einkaufswagen, Skier und dgl..

Die Freizeitindustrie bietet Konsumenten eine breite Palette attraktiver, mobiler Sport- und Freizeitgeräte wie Skier, Surfbretter, Fahrräder usw. Diese Attraktivität führt auch dazu, dass derartige Geräte häufig dem rechtmäßigen Besitzer, z.B. durch Diebstahl abhanden kommen oder Vandalismus zum Opfer fallen können, wenn diese Geräte unbeaufsichtigt abgestellt sind. Um Diebstählen vorzubeugen, sind Sicherungsmittel in Form von Schlössen, Ketten oder Sperren bekannt. Dieser vorwiegend mechanische Schutz ist aber häufig nur bedingt wirksam. Dies wird zumindest dadurch bestätigt, dass in Europa im Jahr mehr als 8 Millionen Fahrräder gestohlen werden. In Anbetracht dieser Zahl ergibt sich der Eindruck, dass das Tatrisiko für Diebe anscheinend relativ gering ist genauso wie die Gefahr einer hinreichenden Ahndung ihrer Straftat. Erschwerend kommt hinzu, dass der Besitzer/Benutzer eines mobilen Freizeitgerätes zu bestimmten Zeiten keine Kontrolle oder Aufsicht über sein Gerät führen kann, da er sich an einem anderen Ort, z.B. in einem Gebäude, befindet. Das Ausweichen der Konsumenten auf Billigprodukte oder Freizeitgeräte mit geringer Attraktivität für Dritte ist kein wirkungsvoller Lösungsansatz, da es mit Umsatzeinbußen der Hersteller verbunden ist. Unter diesem Umstand leiden besonders Markenartikler. Selbst wenn es Dieben nicht gelingt ganze Freizeitgeräte zu entwenden, so entwenden sie doch häufig wertvolle Anbauteile davon. Dieser missbräuchliche Trend ist einem starken Wachstum unterlegen, da gestohlene Teile leicht über Internetmedien (z.B. ebay) weitgehend anonym veräußert werden können. Anbauteile lassen sich bislang nur sehr schwer gegen Diebstahl sichern. Häufig werden dazu Schrauben verwendet, die nur mit bestimmten Schlüsseln zu öffnen sind. Dies hat dazu geführt, dass Diebe meist besseres Werkzeug haben als der Benutzer oder Besitzer des Freizeitgerätes. Der Abtransport gestohlener Freizeitgeräte ist mit nahezu jedem Kraftfahrzeug möglich. Die Erfindung erfolgt unter der Zielsetzung diesem Übelstand abzuhelfen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Lösungen zu schaffen durch die es möglich wird eine temporäre Sicherung manuell handhabbarer Objekte in vorteilhafter Weise abzuwickeln.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Sicherungsvorrichtung zur temporären Sicherung eines Objektes, mit einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand und in einen Sicherungszustand bringbar ist, einer Schlosseinrichtung zur Festlegung des Freigabe- oder des Sicherungszustandes, wobei die Schlosseinrichtung eine elektronische Schaltung umfasst durch welche eine für die Festlegung des Schließzustandes maßgebliche Datenverarbeitung einer Freigabesignalsequenz abgewickelt wird, wobei die Schlosseinrichtung und die elektronische Schaltung derart ausgebildet sind, dass die für die Herbeiführung des Freigabezustandes erforderliche Signalsequenz unter Einschluss eines anwenderseitig geführten Mobilfunkgerätes generierbar ist.

Die Sicherungsstruktur ist vorzugsweise als Fahrradsicherung, oder Schließfachdeckel ausgebildet. Die Fahrradsicherung kann in einen Fahrradständer eingebunden sein.

Die Sicherungsstruktur kann eine Halteklaue umfassen die in eine Freigabestellung und in eine Sicherungsstellung bringbar ist. Die Halteklaue ist vorzugsweise über die Schlosseinrichtung in der Sicherungsstellung arretierbar. Die Schlosseinrichtung umfasst vorzugsweise eine Verriegelungsstruktur. Diese Verriegelungsstruktur umfasst vorzugsweise leichtgängig motorisch verlagerbare Sperrorgane. Die Sperrorgane können als Rollkörper ausgeführt sein. Diese Rollkörper können so geführt sein, dass diese über eine Kulisse in eine Sperrstellung drängbar sind, wobei die Kulisse über eine Antriebseinrichtung bewegbar ist und die Ansteuerung der Antriebseinrichtung über die elektronische Schaltung erfolgt.

Im Bereich der Sicherungsvorrichtung kann eine Detektionsvorrichtung vorgesehen sein, zur Detektion einer Annäherung an die Sicherungsstruktur, und/oder das gesicherte Objekt. Die Annäherungsvorgänge können detektiert und auf eine dem Anwender zugängliche Kommunikationsvorrichtung, insbesondere Mobiltelefon übertragen werden.

Es ist möglich, im Bereich des Mobiltelefons ein Kommunikationsprogramm zu installieren über welches komfortable Ausgabeereignisse auf Grundlage von kurzen Datensequenzen veranlasst werden die über ein Telekommunikationssystem bereitgestellt werden.

Die Sicherungsvorrichtung an sich ist vorzugsweise in ein Kommunikationssystem eingebunden über welches der Signaltransfer zu und von dem Mobiltelefon des Anwenders abgewickelt wird. Der Signaltransfer kann unter Zugrundelegung von Verschlüsselungskonzepten abgewickelt werden.

Es ist möglich, programmbasiert verschiedene Nutzungskonzepte zu realisieren. So ist es möglich, die Entsperrung nur durch ein bestimmtes Mobilfunkgeräte des Anwenders, oder von einer für diesen Anwender spezifischen Information abhängig zu machen. Es ist auch möglich, dass seitens des Anwenders ein Datensatz vorgehalten wird der beispielsweise als SMS an einen weiteren Nutzer übertragen werden kann, so dass auch/oder nur dieser weitere Nutzer die Freigabe veranlassen kann. Dieses Konzept eignet sich insbesondere für Mietsysteme für Fahrräder, sowie ggf. auch für Kraftfahrzeuge.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:

1 eine perspektivische Darstellung eines Fahrradständers mit erfindungsgemäßen Sicherungsstrukturen, sowie darin gesicherten Fahrrädern;

2 eine Axialschnittansicht eines Ständerpfostens des Fahrradständers gemäß 1 zur Veranschaulichung einer bevorzugten Gestaltunng der Sicherungsstruktur und der Schlosseinrichtung;

3 eine Detaildarstellung zur Veranschaulichung des Aufbaus der Schlosseinrichtung;

4 eine Folge von Schnittdarstellungen zur Veranschaulichung der Funktionsweise der Sicherungsstruktur und der Schlosseinrichtung;

5 eines Schemadarstellung zur Veranschaulichung einer bevorzugten Variante zur Abwicklung des zur Generierung der Freigabesignalsequenz erforderlichen Signaltransfers.

1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Fahrradständers mit erfindungsgemäßen Sicherungsstrukturen, sowie darin gesicherten Fahrrädern. Der Fahrradständer umfasst einen vandalensicher ausgeführten Pfosten der hier durhc einen metallischen Körper gebildet ist. Der metallischer Körper beherbergt in seinem Inneren eine Schließvorrichtung und eine elektronische Kontrolleinrichtung.

Die Kontrolleinrichtung ist derart ausgebildet, dass diese auf die Schließvorrichtung dergestalt einwirken, dass sich diese mit Hilfe von Signalen öffnen oder schließen lässt. Die Kontrolleinrichtung ist derart ausgestaltet, dass sie in der Lage ist zu ermitteln, ob ein beigebrachtes Freizeitgerät, z.B. ein Fahrrad, gegen Diebstahl gesichert werden soll. Ist dies der Fall, öffnet sich die Schließvorrichtung und das hier beispielhaft dargestellte Fahrrad kann in vorteilhafter Weise in die Vorrichtung eingehängt werden.

Nach Einhängen des Fahrrades wird die Sicherheitseinrichtung (z.B. von Hand) verschlossen. Die Sicherheitseinrichtung ist derart robust ausgebildet, dass sich diese auch durch massive Gewalteinwirkung (z.B. Belastungen im Bereich von 70 kN) nicht unautorisiert öffnen.

Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Kontrolleinrichtung einen Näherungssensor, der eine Annäherung oder gar Berührung des zu sichernden Gegenstandes feststellen und Weitermelden kann (Alarm).

Die erfindungsgemäße Schließvorrichtung lässt sich durch ein Signal öffnen, welches vom Besitzer des Freizeitgerätes beigebracht werden muss. Dies kann beispielsweise durch ein Mobiltelefon oder durch einen mitgeführten Signalgeber geschehen (Scheckkarte, Schlüsselanhänger, Accessoire, RFID usw.). Um eine Vielzahl derartiger Sicherheitseinrichtungen verwalten zu können, kommunizieren diese beispielsweise über ihre Kontrolleinrichtung mit einem Server. Die Kommunikation kann z.B. über das Internet erfolgen oder geschieht drahtlos, z.B. GPRS, UMTS oder über eine Netzwerkverbindung, z.B. DSL. Betrachtet man das Sichern von mobilen Freizeitgegenständen als Dienstleistung, so kann der Server diese auch gegen Entgelt durchführen und die Sicherungszeit berechnen, oder dem Konsumenten als Parkentgelt z.B. Werbung zuführen. Außerdem ist es möglich, die Sicherheitseinrichtungen untereinander dahingehend zu vergleichen wie oft dort Diebstahlversuche stattfanden (Risikoanalyse). Dies kann potenziellen Benutzern mitgeteilt werden. Eine im Server untergebrachte Software gestattet es, einen von seinem Freizeitgerät entfernten Besitzer/Benutzer, z.B. über sein Mobiltelefon über den Zustand des Freizeitgerätes ständig oder bei Gefahr zu informieren.

Die Gestaltung der Sicherungseinrichtung und der Kontrolleinrichtung sind Besonderheiten der Erfindung genauso wie die stationäre, ortsfeste Befestigung des Sicherungskörpers. Die elektronische Kontrolleinrichtung ist auch in der Lage, witterungs- und umgebungsbedingte Einflüsse festzustellen oder zu melden. Ein eventueller Alarm kann lokal am erfindungsgemäßen Sicherungskörper durch Schallwellen und/oder Lichtzeichen gegeben werden sowie dezentral durch den Server per Mitteilung an den Benutzer oder Institutionen (Polizei, Hausmeister usw.).

Ein serverloser Betrieb (standalone) ist ebenfalls möglich. Es ist auch möglich, dass im Umfeld des Sicherungskörpers, oder in dem Sichrungskörper eine Digitalkamera vorgesehen wird, die es gestattet eine sich annähernde, oder anderweitige als aufzeichungsrelevant erscheinende Person zu photographieren, um die Aufklärungschancen eines Diebstahls zu erhöhen.

Auf Grundlage der erfindungsgemäßen Technik wird es in vorteilhafter Weise möglich die Annäherung einer Person an den gesicherten Gegenstand zu klassifizieren. Die erfindungsgemäße Alarmmeldeeinrichtung ist in der Lage Warntöne abzugeben, um einen potenziellen Täter abzuschrecken, denn wenn seine geplante Tat rechtzeitig bemerkt wird, ist das Risiko einer Entdeckung relativ groß. Außerdem wird ihm, z.B. durch Verbreitung in den Medien, klargemacht, dass sein Vergehen an anderer Stelle weitergemeldet wird, u.a. zum Besitzer des Fahrrades, zu Institutionen, die derartige Diebstahlsversuche ahnden (Polizei usw.). Ein erhöhtes Tatrisiko sorgt für Abschreckung. Lässt sich der Täter jedoch nicht abschrecken, so ist die erfindungsgemäße Schließeinrichtung ein Garant dafür, dass z.B. das eingestellte Fahrrad in keinem Fall entwendet werden kann. Für den legalen Benutzer bietet die Erfindung einen erhöhten Komfort, da keine schweren Schlösser und deren (verlierbare) Schlüssel mitgeführt werden müssen.

Wie aus 2 ersichtlich kann in einem hohlen Rohr R aus Metall oder einem anderen geeigneten Material von ca. 50 mm Durchmesser und einer Länge von beispielsweise 600 mm ist an dessen oberen Ende eine bewegliche Schließvorrichtung S angebracht sein. An seinem unteren Ende ist das Rohr fest mit dem Boden verbunden. Die Verankerung V ist ebenfalls Bestandteil der Erfindung. Die erfindungsgemäße Schließvorrichtung ist derart ausgeprägt, dass es möglich ist, durch eine Stellkraft von wenigen Gramm innerhalb des Rohres von einem Verriegelung- in einen Entriegelungszustand und umgekehrt zu gelangen. Von außen kann dies selbst durch eine Krafteinwirkung von mehr als beispielsweise 70 kN nicht bewerkstelligt werden. Um dies zu erreichen, wurde ein besonderer erster Kugelverschluss K1 entwickelt. Diese Kugeln fallen schwerkraftbedingt (oder durch andere Kräfte, wie z.B. Magnet oder Feder) in dafür vorgesehene Löcher und sorgen für einen stabilen Verriegelungszustand. Mittels einer Vorrichtung können diese Kugeln von innen mit geringer Kraft bewegt werden, sodass sie den Platz verlassen und die Sperre aufgeben oder aktivieren je nach Ausprägung der Erfindung. Dabei wirken die Kugeln wie eine Sperrkupplung. Entlang einer eingebrachten Führungslinie N (z.B. eingefräste Nut) kann nun die Schließvorrichtung (bei A) angehoben und radial bewegt werden, sodass sie den Schließbereich, in den später das Freizeitgerät eingestellt wird, freigibt. Diese Hebedrehung kann von Hand oder durch Motoren ausgeführt werden. Nach einer Umdrehung ist in der erfindungsgemäßen Einfräsung N ein vertikaler Führungsschlitz vorgesehen, an dem die Schließvorrichtung wieder nach unten bewegt wird, was dazu führt, dass die Kugeln in ihrer vorgesehenen Position wieder einrasten und ein Sperrbügel A außen die Schließeinrichtung versperrt. Eine zweite Kugelsperre K2 sichert die Schließvorrichtung in dem Hohlkörper. Sie kann aus diesem nur entfernt werden wenn die Kugeln der zweiten Schließvorrichtung K2 von innen aus ihrer Sperrposition wegbewegt werden. Dies geschieht durch ein besonderes Signal der elektronischen Kontrolleinrichtung. An die Kontrolleinrichtung ist ein Aktor M (z.B. Servomotor) angeschaltet, der bestimmte Stellungen einnehmen kann.

Diese aus den Einzeldarstellungen nach 4 ersichtlichen Stellungen entsprechen verriegeln (siehe Bild 1), öffnen (siehe Bild 2), Vorrichtung entnehmen (siehe Bild 3). Dabei wird nur für die Einstellung der einzelnen Vorgänge Strom benötigt. Zwischenzeitlich kann die Schaltung ohne Strom in der zuletzt eingestellten Stellung verbleiben. Dies ist sinnvoll, da die erfindungsgemäße Schaltung auch Erfindung auch batteriebetrieben ausgeführt sein kann. Die Batterie kann aufladbar sein (Akku, Solar etc.) Um den beispielhaften Servomotor anzusteuern, benötigt die Kontrollelektronik E Freigabesignale. Aus Sicherheitsgründen kann sie diese nicht selber generieren, sondern erhält sie von einer externen Quelle, z.B. einem Server. Es ist auch möglich, dass der Benutzer eines eingestellten Fahrrades ein Gerät mitführt (Signalgeber), welches es gestattet, Öffnungs- und Schließsignale direkt an die Kontrollelektronik der Sicherungseinrichtung zu senden. Die Abwicklung von Öffnungs- und Schließvorgängen und auch die Entnahme einer Sicherungsvorrichtung, z.B. für Wartungsarbeiten sollten aber sinnvoller Weise immer unter Kontrolle eines Servers geführt werden, damit diese Vorgänge rechtlich und chronologisch nachweisbar sind. Hierzu ist der Server in der Lage, Journale zu führen, die den chronologischen Funktionsablauf einer beliebigen Anzahl von Sicherungselementen an unterschiedlichen Orten beinhaltet. Die Verankerung des erfindungsgemäßen Sicherungselementes, z.B. in einem Betonboden, geschieht mittels normaler Innensechskantschrauben, was sich kostengünstig auswirkt. Nach dem Festschrauben werden in den Innensechskant (Stahl-)Kugeln eingeführt und diese mit erheblichen Kräften eingetrieben, z.B. eingepresst, sodass zum einen die Form des Innensechskants verändert und zum anderen der Hohlraum geschlossen wird (metallische Versiegelung). Es ist dann nicht mehr möglich, die Schrauben zu öffnen. Die Härte der Stahlkugel sorgt auch dafür, dass unberechtigte Öffnungsversuche mit elektrischen Bohrmaschinen dazu führen, dass der Bohrer von der eigentlichen Bohrstelle abrutscht.

3 zeigt einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Hohlkörper (oberer Teil). In seinem unteren Teil ist Raum für Batterien. Die Elektronik ist z.B. auf einer Platine vorteilhaft untergebracht. Die Sicherungseinrichtung S zeigt in 4 den besonderen Mechanismus zum Öffnen und Schließen und zur Serviceentnahme. Die Kontrolle durch einen externen Server soll außerdem verhindern, dass jemand erfindungsgemäße Sicherungseinrichtungen „reservieren" kann indem er diese ohne das Einstellen eines Fahrrades oder anderen Freizeitgerätes verschließt und für andere Personen nicht zugänglich macht.

Auf Grundlage des erfindungsgemäßen Konzeptes ergibt sich eine Einstellmöglichkeit, z.B. für Fahrräder, durch das Anbringen einer Schließsperre die nur noch dem Anbringenden zugänglich ist. Um die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung nur autorisierten Personen zugänglich zu machen, enthält das zu sichernde Freizeitgerät vorzugsweise einen Signalgeber, der in periodischen Abständen eine Identifizierungsnummer aussendet. Die Aussendung erfolgt vorzugsweise kapazitiv. Zur Aussendung kann auch Funk verwendet werden, hierbei wird jedoch durch besondere signaltechnische Maßnahmen sichergestellt, dass ein beigebrachtes Fahrrad nicht auf mehrere, nahe stehende Sicherungspfosten einwirkt. RFID-Systeme können insbesondere für automatische Einbuchvorgänge verwendet werden, insbesondere, wenn ein vom Benutzer mitgeführter Gegenstand (z.B. Mobiltelefon) einen RFID-Reader enthält und identifizierende Daten verarbeiten oder weiterleiten kann. Wird ein derart beaufschlagtes Fahrrad in die Nähe eines freien Sicherungselementes gebracht, so stellt die Elektronik in dessen Inneren die Codenummer des Freizeitgerätes fest und übermittelt diese an den Server weiter. Dieser sendet ein Öffnungssignal an die Sicherungseinrichtung, die daraufhin die erfindungsgemäße Kugelsperre freigibt. Der Benutzer kann nun den Sicherungsbügel anheben und wegdrehen, sein Fahrrad einhängen und die Anlage wieder verschließen. Dem Benutzer kann hierbei eine auf diesen zugeschnittene Werbebotschaft, z.B. durch einen in das Sicherungssystem integrierten Lautsprecher übermittelt werden. Bei Fahrrädern ohne Signalgeber kann vom Benutzer eine am Sicherungspfosten angebrachte Identifikationsmöglichkeit (Seriennummer, Strichcodes, RFID usw.) genutzt werden. Der integrierte Näherungssensor merkt wenn sich der Benutzer z.B. weiter als 50 cm von seinem Fahrrad entfernt und verriegelt automatisch und schalter- und schlüssellos das System. Ein kurzer Signalton und/oder eine aufblitzende Leuchtdiode oder eine sonstige Benachrichtigung zeigen dies an. Im Verriegelungszustand ist die erfindungsgemäße Elektronik der Kontrolleinrichtung nun auf Näherungssensorik geschaltet, die auch das eingestellte Fahrrad umfasst. Dies bedeutet, dass sich niemand beispielsweise näher als 30 cm dem Objekt unbemerkt nähern kann. Kommt eine Person in den sogenannten Detektionsbereich, so wird ihm das, durch z.B. ein akustisches Warnsignal, mitgeteilt, das intensiver wird je näher er an das Objekt herankommt. Schnelle Bewegungen wie z.B. das Treten in die Speichen, werden infolge ihrer Dynamik sofort als Attacken gewertet und führen zu einer unmittelbaren Alarmauslösung. Jede Annäherung an ein attraktives Freizeitobjekt unbekannter Personen bedeutet ein gewisses Risiko, da der Grund dieser Annäherung häufig eine Diebstahlsabsicht ist. Wenn diese von der Kontrolleinrichtung festgestellt wurde, wird eine entsprechende Meldung an einen externen Server abgeschickt. Dort wird entschieden, wie und ob der Benutzer des Fahrrades oder Freizeitgegenstandes informiert werden soll und/oder welche weiterführenden Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Hierbei bieten sich zahlreiche Möglichkeiten:

  • 1. Ein spezieller Klingelton wird auf dem Mobiltelefon des Benutzers aktiviert, wenn dieser von einer bestimmten Nummer angerufen wird. Eine Gesprächsverbindung braucht dabei nicht hergestellt werden. Neuerdings gestatten es moderne Mobiltelefone, Sprachaufzeichnungen als Klingelton zu verwenden. So könnte eine Sprachaufzeichnung beispielsweise lauten „Ihr Fahrrad wird gerade gestohlen" und dieser Klingelton wird einer bestimmten Nummer zugeordnet, die der Server elektronisch als seine Verbindungsnummer benutzt.
  • 2. In dem Mobiltelefon des Benutzers kann ein kleines Programm, z.B. Java (MIDlet), untergebracht sein, welches es erlaubt, über eine Datenverbindung (z.B. GPRS oder UMTS) direkt mit dem Server oder dem Sicherungspfosten online verbunden zu sein. Die Datenmengen sind hierbei äußerst gering, da nur ein Zustandszeichen übermittelt werden muss, welches z.B. bedeutet A = niemand am Objekt, B = erhöhte Personenfrequenz, C = Diebstahlversuch, D = Vandalismus. Der Benutzer kann dann selber entscheiden wie er verfährt. Unter Umständen ist er in der Nähe und kann einen potenziellen Täter dingfest machen (lassen). Über eine derartige Software kann er sich entweder bei Bedarf, sprich bei Gefahr, oder permanent über den Zustand seines Freizeitgerätes und der Umgebungsbedingungen, z.B. Wetter, Regen, Temperatur usw. informieren lassen. Die Wetter- oder andere Umgebungsdaten können auch der Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, etwa in einem Skigebiet. Will der Benutzer sein Freizeitgerät zurückerhalten, so muss er über sein Handy oder über einen mitgeführten Signalgeber dies der Kontrolleinrichtung des Sicherungselementes direkt oder indirekt über den Verwaltungsserver mitteilen. Es erfolgt daraufhin ein Freigabesignal, das die Schließeinrichtung öffnet. Sie verbleibt in dem geöffneten Zustand bis der Benutzer diese entriegelt und sein Fahrzeug oder Freizeitgerät entnimmt. Sollte das nicht innerhalb einer bestimmbaren Zeit geschehen, wird das Gerät automatisch wieder verriegelt. Dies soll verhindern, dass ein Öffnungsbefehl, z.B. über ein Handy, versehentlich gegeben wurde. Neuerdings sind moderne Mobiltelefone auch mit Navigationssystemen (GPS, Galileo etc.) ausgerüstet. Damit ist es möglich, einen Benutzer zu seinem Freizeitgerät hinzuführen, wenn es in der erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung abgestellt wurde, deren Position bekannt ist. Die Signalgeber in den Freizeitgeräten können derart ausgestattet sein, dass sie für potenzielle Diebe als solche erkennbar sind, damit ihnen klar wird, dass ein Diebstahlsversuch hier ein erhöhtes Tatrisiko mit sich bringt (Sicherungsmarke, Sticker). Hierzu können die Geber auch mit Blinksignalen ausgestattet werden, um in besonderer Weise auf sich aufmerksam zu machen. Es ist möglich, diese Geber vorteilhaft mit kurzlebigen Energien zu versorgen, um sie z.B. von Geschäftsleuten an deren Kunden verteilen zu lassen, wenn diese Einkäufe tätigen und ihr Freizeitgerät vor den Geschäften sicher abstellen wollen (z.B. Monatsparker).

Weitere beispielhafte Anwendungen und Ausprägungen

Es ist möglich, die Schließvorrichtung auch in den Freizeitgeräten unterzubringen, beispielsweise in einem Fahrradtretlager oder in einer Skibindung. Ohne den zuvor erwähnten vom Benutzer mitgeführten Signalgeber ist es nicht möglich, die Geräte bestimmungsgemäß zu bedienen, d.h. diese sind für unberechtigte Dritte nicht gebrauchsfähig. Wird dies erfindungsgemäß signalisiert, so muss ein Diebstahl sinnlos erscheinen. Neben der zuvor erwähnten Alarmmeldung sinkt die Attraktivität des Freizeitgerätes für Dritte (mit krimineller Absicht) wenn eine Nutzung oder ein illegaler Verkauf wegen Nichtgebrauchsfähigkeit nicht möglich ist. Herkömmliche Schließvorrichtungen, wie z.B. Bügelschlösser, können mit der Erfindung vorteilhaft beaufschlagt werden. Sie wirken dann schlüssellos, was vorteilhaft ist, da Schlüssel häufig verlegt oder verloren werden. Dies ist besonders fatal, wenn ein Objekt mit dem Bügelschloss gesichert wurde und ein Schlüssel nicht mehr auffindbar ist. Die Erfindung schafft hier Abhilfe, da die elektronische Codierung im Server bekannt ist. Es ist möglich, die erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung und/oder die elektronische Kontrolleinrichtung in vielen mobilen Freizeitgeräten unterzubringen, damit diese gegen Diebstahl und unberechtigte Annäherung geschützt sind. Diverse Meldeeinrichtungen reichen von einfachen Signalgebern über Blitzleuchten bis hin zu Fernkommunikationssystemen, zum Teil Server- oder Portal überwacht.

Sinngemäß gilt die Sicherungsmöglichkeit der Erfindung auch für andere Geräte, wie z.B. Surfbretter, Rollstühle, diverse Fahrzeuge, Fahrzeugausstattungen, Wohnwagen, Radkappen, Einkaufswagen, Koffer und alles was Sicher-, oder verschließbar sein soll bis hin zu Waffenverschlüssen. Häufig werden Freizeitgeräte mit Kraftfahrzeugen transportiert. Dafür sind besondere Halterungen vorgesehen, die zum Teil für Dritte zugänglich sind. Es ist möglich, diese Halterungen, wie Dachträger, Heckhalterungen usw. mit der erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung oder Teilen davon zu versehen, um auch hier den gleichen Sicherungskomfort zu erhalten. Es ist besonders interessant wenn in Kraftfahrzeugen Mobiltelefone fest installiert sind, weil diese dann die Alarmmeldung an das erfindungsgemäße Serverportal weiterleiten können.

Das erfindungsgemäße Serverportal

In einem Computersystem ist ein Register untergebracht, in dem eine Vielzahl an unterschiedlichen Orten aufgestellter Sicherungselemente mit Zahlen- und/oder Buchstabenkombinationen registriert sind. Wird z.B. ein mit einem Identifikationsgeber ausgestattetes Fahrrad in ein solches Sicherungselement eingestellt, so wird die Identifikationsnummer des Fahrrades ebenfalls in das Register des Servers übertragen und an der entsprechenden Stelle eingetragen und ein Überwachungsvorgang aktiviert, der als erstes einen Schließbefehl zur Folge hat. Damit wird die erfindungsgemäße Schließeinrichtung in die Lage versetzt, das Fahrzeug zu verriegeln und gegen Entnahme zu sichern. Gleichzeitig wird die erfindungsgemäße Kontrolleinrichtung dahingehend instruiert, von nun an als Näherungssensor zu wirken und jede Annäherung dem Serverportal mitzuteilen. Wird eine solche Annäherung festgestellt, gelangt über eine Internetverbindung (drahtlos oder per DSL usw.) ein entsprechendes Signal an das Serverportal, welches daraufhin über eine geeignete Software eine Anweisungsliste abarbeitet. Diese enthält u.a. die Rufnummer des Mobiltelefons des Freizeitgerätbesitzers/Benutzers und dieser wird daraufhin angerufen (z.B. SIP). Nach dem Anruf wird jedoch sofort wieder aufgelegt. Bei dem Angerufenen ertönt der zugewiesene Klingelton, z.B. „Ihr Fahrrad wird gerade entwendet" oder „Bitte achten Sie auf Ihre Skier" usw. Entsprechende Klingeltöne können (gegen Entgelt) vom Server heruntergeladen werden. Damit die Mobiltelefon-(Rufnummer) und die speziellen Identifizierungsmerkmale eines Freizeitgerätes bekannt sind, kann sich ein Nutzer des Sicherungssystems zuvor registrieren. Dies geschieht beispielsweise über eine Webseite mit Verbindung zu einer Datenbank oder (per „Rückwärtsauskunft") dirket mit dem Mobiltelefon. So gibt der Nutzer auch u.a. seine Mobilnummer an. Der Server kann auch gespeicherte Sprachtexte über Voice over IP (VoIP) an ein beliebiges Telefongerät schicken, um einen Diebstahlsversuch oder eine Attacke dem Besitzer/Benutzer eines Freizeitgerätes oder sonstigen Personen unmittelbar fernmündlich mitzuteilen. Die Einstellzeit eines solchen Gerätes in eine Sicherheitseinrichtung kann entgeldlich sein. Deshalb wird mit Hilfe einer abfragbaren Uhrzeit eine Serviceliste (Journal) erstellt, die als Abrechnungsgrundlage dient. Es ist auch möglich, die Sicherheitseinrichtung zu vermieten (z.B. an Fahrradverleiher) und die Nutzung über das Serverportal festzustellen. Eine weitere geeignete Software erlaubt es die Orte festzustellen, an denen sich Sicherungseinrichtungen befinden, an denen wiederum häufige Diebstahlsversuche durchgeführt werden. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad der Erfindung werden diese sicherlich abnehmen, wenn die Sinnlosigkeit des Unterfangens einem potenziellen Täter klar ist. Dies soll auch durch Medienunterstützung (PR, Funk, Fernsehen) in das Bewusstsein der Bevölkerung eingebracht werden. An das Serverportal können auch Telefonanbieter angeschlossen sein. Der Server ist für normale Internetnutzer und sogenannte Hacker nicht zugänglich, da er nicht über die normalen Wege mittels Browser usw. ansprechbar ist. 5 zeigt den Prinzipaufbau eines servergestützten Systems.

Besonderheiten der Erfindung

Der erfindungsgemäße Signalgeber kann so an oder in einem Freizeitgerät untergebracht werden, dass er durch Dritte nicht entfernbar ist, z.B. im Rahmen eines Fahrrades. Behörden können dann z.B. ein entwendetes Freizeitgerät sicher identifizieren. Auch ist es möglich die Behörden zu alarmieren, wenn ein entwendetes Freizeitgerät an anderer Stelle in die Nähe einer erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung gebracht wird. Diese Identifizierungsnummer kann auch als Besitzernachweis gelten, wenn der Besitzer z.B. einen Signalgeber mit einer entsprechenden Nummer mit sich führt, die dem Konterpart des Freizeitgerätes entspricht. Ein spezieller Adapter erlaubt die Anzeige der Identifizierungsnummer z.B. auf einem PDA oder einem Smartphone, welches mit dem Server verbunden, hierüber z.B. auch den Diebstahlzeitpunkt und/oder -ort erfährt. Die Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit dem Diebstahl von Freizeitgeräten war in der Vergangenheit dadurch erschwert, dass der genaue Zeitpunkt der Entwendung häufig nicht bekannt war. Dies ist durch die Erfindung nun vorteilhaft gelöst, da der Server unmittelbar noch vor dem eigentlichen Diebstahl die Annäherung erkennt und meldet und dies in richtiger chronologischer Reihenfolge festhält. Mit dem gleichen System ist es auch möglich, Sicherungseinrichtungen und/oder Freizeitgeräte zeitweise zur Miete zur Verfügung zu stellen oder nur die wirkliche Nutzungsdauer zu berechnen. Es ist auch möglich, Teile der Erfindung bereitzustellen, sodass Nutzer von Freizeitgeräten ihre Freizeitgeräte mit eigenen Sicherungsmitteln, sprich Schlössern, Ketten usw. an die Sicherungseinrichtung anbinden. Dann wird lediglich ein Annäherungsversuch gemeldet. Da das System nur Statussignale überträgt, ist die Datenmenge gering, sodass eine große Anzahl von Sicherungseinrichtungen mit dem Server kommunizieren kann. Außerdem erschwert die Erfindung in vorteilhafter Weise den sogenannten „fingierten" Diebstahl, der bisher den Versicherungen immer zu schaffen machte, wenn Nutzer ihre Freizeitgeräte „verschwinden" lassen und dies der Versicherung als Diebstahl melden. Eine Versicherung könnte nun dahingehend tätig werden, dass sie von ihren Kunden zumindest bei höherwertigen Freizeitgeräten fordert, diese in das erfindungsgemäße Sicherungselement einzustellen. Damit ist auch ein Missbrauch nicht mehr möglich. Die betreffenden, auf den Freizeitgeräten anzubringenden Identifikationssticker können derartig ausgelegt werden, dass sie beim Entfernen zerstört werden und so auch nicht missbräuchlich verwendet werden können. Besonders vorteilhaft ist, dass die Erfindung eine bestehende Infrastruktur (Telefon, Mobiltelefonnetz, Mobilfunknetz oder Internet) nutzen kann.

Beleuchtungselemente und/oder Reflektoren können die Sicherungseinrichtungen und deren nähere Umgebung vorteilhaft kenntlich machen (z.B. nachts). Die Bodenbefestigung kann auch erfindungsgemäß im Inneren der Sicherungseinrichtung, und somit von außen nicht zugänglich erfolgen.

Es können zum Öffnen und Schließen auch andere Funksysteme, z.B. bluetooth oder ZigBee verwendet werden.

Auf Grundlage des Erfindungsgemäßen Lösungskonzeptes wird ein System und ein Verfahren zur Absicherung oder Kontrolle mobiler Freizeitgeräte geschaffen. Die Freigabe dieser Systeme wird durch Signale koordiniert die über ein anwenderseitig mitgeführtes elektronisches Dialogsystem, insbesondere Mobiltelefon bereitgestellt werden. Die Originalität der Daten kann unter Rückgriffnahme auf die hinsichtlich des Datenaustauschs zwischen dem Mobilfunkgerät und dem Mobilfunknetzbetreiber hinsichtlich der Korrumptionssicherheit des Datenaustauschs etablierten Sicherungssysteme sichergestellt werden. Damit wird letztlich erreicht, dass die bislang durch mechanische Ansätze erreichte Schlüsselwirkung nunmehr durch etablierte elektronische Schlüsselkonzepte erreicht wird, wobei hierzu auf verbreitete Mobilfunkgeräte zurückgegriffen werden kann.

Die Verriegelungseinrichtung ist vorzugsweise so ausgeführt, dass die Änderung des Sperrzustandes möglichst leichtgängig und damit unter geringem Energieverbrauch der Stellorgane erreicht werden kann. Vorzugsweise basiert die Sperrwirkung auf Kugelsperransätzen.

Die Änderung des Sperrzustandes kann unter Berücksichtigung und Verknüpfung verschiedenster Zusatzinformationen erfolgen. So ist es möglich, die Entsperrung nur zuzulassen, wenn das Kommunikationsgerät sich hinreichend nahe an der Schlosseinrichtung befindet. Die Feststellung ob das Kommunikationsgerät sich kriteriengemäß nahe an der Schlosseinrichtung kann unter Berücksichtigung von Netzeinwahlinformationen, durch Näherungsdetektoren, durch Near-Field-Systeme und insbesondere durch parallele Aufzeichnung des Funksignales des Mobilfunkgerätes und datentechnische Berücksichtigung des Musters oder Informationsinhaltes dieser Parallelaufzeichnung erfolgen. Die lokale elektronische Schaltung bildet damit Teil einer Kombinationselektronik zur Kontrolle des Schließvorganges (Annäherungssensorik, Serverkombination).

Die Ermittlung der Identifikationsnummer eines Freizeitgerätes kann durch Funkkonzepte, Transponderkonzept (B-Feld) sowie Skinplex-Konzepte (moduliertes quasistatisches E-Feld) erfolgen.

Die Erfindung umfasst auch die Bereitstellung eines Verarbeitungsportals für die Abwicklung des erfindungsgemäßen daten- und Signaltransfers, sowie die Abwicklungund Koordination damit einhergehender Prozesse, wie Gebührenbelastungs- und Wertstellungsprozessen, sowie der Weiterleitung von Informationen. Die Erfindung umfasst auch die Bereitstellung einer Informationsdatenbank, Regieregistern, Journal-, Melde- und Abrechnungssystemen.

Im Zusammenhang mit der Nutzung der erfindungsgemäßen Schließtechnik können auch besondere Klingeltöne und Sprachtexte generiert und koordiniert an den jeweiligen Anwender übermittelt werden (Voice over IP).

Die Erfindung umfasst auch Signalgeber zum ex- und internen Anbringen an Freizeitgeräten Einkaufswagen und anderweitig mobilen Gerätschaften wie Werkzeugen und dgl. Die jeweiligen Schlosssysteme können mit Energieversorgungseinrichtungen wie Akkus, sowie Solarsystemen ausgestattet sein.

An den Sicherungssystemen können Anzeigemittel, z.B. LED-Anzeigen vorgesehen sein die als solche bestimmte Zustände, z.B. Frei-/Sperrzustände anzeigen und ggf. auch Informationen ( z.B. Identifikationsmarke mit Signalwirkung, z.B. Blinken) oder Statusanzeigen für die Abwicklung des Sperr- oder Entsperrvorganges liefern.

Die Schlosseinrichtung, oder teile hiervon können in bedienungsrelevante Teile von Freizeitgeräten (z.B. Skibindung, Fahrradtretlager usw.) untergebracht sein.

Der erfindungsgemäße Fahrradständer wird vorzugsweise durch ein relativ schweres Grundmodul und die mit der elektronisch angesteuerten Schlosseinrichtung ausgestattete Pfostenstruktur realisiert. Es ist möglich, das Grundmodul durch einen vorgefertigten Betonbaustein bereitzustellen. Die Ausstattung des Grundmoduls mit der „elektronischen Pfostenstruktur" kann bedarfsabhängig erfolgen. So ist es möglich, neben mehreren konventionellen Fahrradständern zunächst nur soviele elektronische Sperrpfosten vorzusehen wie sie im Hinblick auf das Akzeptanzverhalten der Nutzer als erforderlich erscheinen. Das Grundmodul kann so aufgebaut sein, dass die herkömmlichen Pfosten in einfacher Weise gegen die erfindungsgemäßen elektronischen Pfosten ausgetauscht werden können.

Die elektronischen Pfosten können so ausgebildet sein, dass diese auch Strukturen, insbesondere Ringe umfassen über welche auch herkömmliche Schlosseinrichtungen verwendet werden können.

Die erfindungsgemäßen elektronischen Pfosten können auch Systeme zur Ermittlung von Umgebungsdaten, z.B. Witterung, Smog, Personenfrequenz, Lärm, sowie Webcams umfassen und damit standortspezifische Informationen liefern die vorzugsweise von einem Anwender über dessen Mobilfunkgerät oder ein anderweitiges Nutzungsportal, vorzugsweise unter Zugrundelegung eines Autorisierungsnachweises abgefragt werden können.

Die Attraktivität und Nutzung des elektronischen Pfostensystems, oder insgesamt des elektronischen Schlosssystems kann über payback- und Werbungskonzepte gesteigert werden, so kann beispielsweise im Zusammenhang mit einem Einkauf innerhalb einer Homezone eine Information generiert werden die für den Anwender eine kostenlose Nutzung des Pfostensystems ermöglicht.

Die feinmechanischen Komponenten der Schlosseinrichtung können in ein Elastomergehäuse eingebunden sein und damit weitgehend hermetisch gegen Umwelteinflüsse geschützt sein. Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Vorrichtung modular aufgebaut, so dass beispielsweise die Schlosseinrichtung und die zugehörige elektrische Steuerung als beispielsweise kartuschenartiges Modul gestaltet sind. Dieses Modul kann dann als Einschub in eine entsprechende Aufnahme eingesetzt werden. Es ist möglich, den Einsatz, oder die Entnahme dieses Moduls über die Schlosseinrichtung zu ermöglichen, indem diese beispielsweise derart ansteuerbar ist, dass durch diese Ansteuerung von Sicherungsmitteln erfolgt, die zur Verankerung des Moduls vorgesehen sind.


Anspruch[de]
Sicherungsvorrichtung zur temporären Sicherung eines Objektes, mit:

– einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand und in einen Sicherungszustand bringbar ist, und

– einer Schlosseinrichtung zur Festlegung des Freigabe- oder des Sicherungszustandes der Sicherungsstruktur,

– wobei die Schlosseinrichtung eine elektronische Schaltung mit einer Empfangseinrichtung zum Empfang einer Freigabesignalsequenz umfasst, und durch welche eine für die Festlegung des Schließzustandes maßgebliche Datenverarbeitung der Freigabesignalsequenz abgewickelt wird,

– wobei die elektronische Schaltung derart ausgebildet ist, dass die für die Herbeiführung des Freigabezustandes erforderliche Freigabesignalsequenz unter Einschluss eines anwenderseitig geführten und von diesem zur Freigabe betätigten Mobilfunkgerätes generierbar ist.
Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsstruktur als Schließfachdeckel ausgeführt ist. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsstruktur in einen Sportgeräteständer eingebunden ist. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsstruktur als Fahrradsicherung ausgebildet ist. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrradsicherung in einen Fahrradständer eingebunden ist. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsstruktur eine Halteklaue umfasst die in eine Freigabestellung und in eine Sicherungsstellung bringbar ist, und dass die Halteklaue über die Schlosseinrichtung in der Sicherungsstellung arretierbar ist. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlosseinrichtung eine Verriegelungsstruktur umfasst. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsstruktur motorisch verlagerbare Sperrorgane umfasst. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrorgane als Rollkörper ausgeführt sind. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollkörper über eine Kulisse in eine Sperrstellung drängbar sind, wobei die Kulisse über eine Antriebseinrichtung bewegbar ist und die Ansteuerung der Antriebseinrichtung über die elektronische Schaltung erfolgt. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Sicherungsvorrichtung eine Detektionsvorrichtung vorgesehen ist, zur Detektion einer Annäherung an die Sicherungsstruktur, und/oder das gesicherte Objekt. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Annäherungsvorgänge detektiert und auf eine dem Anwender zugängliche Kommunikationsvorrichtung, insbesondere Mobiltelefon übertragen werden. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Mobiltelefons ein Kommunikationsprogramm vorbereitet ist über welches Ausgabeereignisse auf Grundlage von Daten veranlasst werden die über ein Telekommunikationssystem bereitgestellt werden. Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung in ein Kommunikationssystem eingebunden ist Sicherungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung eine Empfangseinrichtung umfasst, und dass an dem zu sichernden Objekt, oder im Bereich des Benutzers eine Identifikationseinrichtung vorgesehen ist, und dass die Empfangseinrichtung derart ausgebildet ist, dass durch diese ein seitens der Indentifikationseinrichtung bereitgestelltes Signal erfassbar ist. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass über das durch die Identifikationseinrichtung bereitgestellte Signal eine Konfiguration des Freischaltungsvorgangs abgewickelt wird. Sicherungsvorrichtung, insbesondere Fahrradständer, zur temporären Sicherung eines Objektes, mit:

– einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand und in einen Sicherungszustand bringbar ist,

– einer Schlosseinrichtung zur Festlegung des Freigabe- oder des Sicherungszustandes, wobei die Schlosseinrichtung eine elektronische Schaltung umfasst durch welche eine für die Festlegung des Schließzustandes maßgebliche Datenverarbeitung einer Freigabesignalsequenz abgewickelt wird,

– wobei die Schlosseinrichtung und die elektronische Schaltung derart ausgebildet ist, dass die für die Herbeiführung des Freigabezustandes erforderliche Signalsequenz über eine im Bereich der Sicherungsvorrichtung vorgesehene Schnittstelle eingebbar ist.
Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die über das durch die Identifikationseinrichtung bereitgestellte Signal eine Konfiguration des Freischaltungsvorgangs abgewickelt wird. Sperrpoller, zur Absperrung eines Fahrweges mit:

– einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand bringbar ist, in welchem der Sperrpoller umlegbar oder entfernbar ist, und die weiterhin in einen Sicherungszustand bringbar ist in welchem der Sperrpoller in Sperrstellung gesichert ist,

– einer Schlosseinrichtung zur Festlegung des Freigabe- oder des Sicherungszustandes, wobei die Schlosseinrichtung eine elektronische Schaltung umfasst durch welche eine für die Festlegung des Schließzustandes maßgebliche Datenverarbeitung einer Freigabesignalsequenz abgewickelt wird,

– wobei die Schlosseinrichtung und die elektronische Schaltung derart ausgebildet ist, dass die für die Herbeiführung des Freigabezustandes erforderliche Signalsequenz über eine im Bereich der Sicherungsvorrichtung vorgesehene Schnittstelle unter Einschluss eines Mobiltelefons eingebbar ist.
Türschlosseinrichtung, zur Absperrung einer mit einer Türe ausgestatteten Türöffnung mit:

– einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand bringbar ist, in welchem die Türe geöffnet werden kann, und die weiterhin in einen Sicherungszustand bringbar ist in welchem die Türe in Schliessstellung gesichert ist,

– einer Schlosseinrichtung zur Festlegung des Freigabe- oder des Sicherungszustandes, wobei die Schlosseinrichtung eine elektronische Schaltung umfasst durch welche eine für die Festlegung des Schließzustandes maßgebliche Datenverarbeitung einer Freigabesignalsequenz abgewickelt wird,

– wobei die Schlosseinrichtung und die elektronische Schaltung derart ausgebildet ist, dass die für die Herbeiführung des Freigabezustandes erforderliche Signalsequenz über eine im Bereich der Sicherungsvorrichtung vorgesehene Schnittstelle unter Einschluss eines Mobiltelefons eingebbar ist.
Schließfach das mit einer Türe ausgestattet ist, mit:

– einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand bringbar ist, in welchem die Türe geöffnet werden kann, und die weiterhin in einen Sicherungszustand bringbar ist in welchem die Türe in Schliessstellung gesichert ist,

– einer Schlosseinrichtung zur Festlegung des Freigabe- oder des Sicherungszustandes, wobei die Schlosseinrichtung eine elektronische Schaltung umfasst durch welche eine für die Festlegung des Schließzustandes maßgebliche Datenverarbeitung einer Freigabesignalsequenz abgewickelt wird,

– wobei die die elektronische Schaltung derart ausgebildet ist, dass die für die Herbeiführung des Freigabezustandes erforderliche Signalsequenz über eine im Bereich der elektronischen Schaltung vorgesehene Schnittstelle unter Einschluss eines Mobiltelefons eingebbar ist.
Verfahren zur Bewerkstelligung eines temporären Sperr- oder Sicherungsvorganges mittels einer Sicherungsstruktur die in einen Freigabezustand und in einen Sicherungszustand bringbar ist, wobei die Herbeiführung des Freigabezustands auf Grundlage einer elektronischen Signalverarbeitung erfolgt und für diese Signalverarbeitung maßgebliche Signale unter Einschluss eines anwenderseitig geführten Mobiltelefons generiert werden.






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