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Dokumentenidentifikation DE102007023936A1 06.12.2007
Titel Werkzeughalter mit Kugelförmigen Kontaktstellen
Anmelder KENNAMETAL INC., Latrobe, Pa., US
Erfinder Kovac, Jeffrey F., Loyalhanna, Pa., US
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Anmeldedatum 23.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007023936
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B23B 27/16(2006.01)A, F, I, 20070816, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Werkzeughalter weist einen Schaftabschnitt, einen Kopfabschnitt mit einer Einsatztasche, die durch eine Sitzfläche, eine erste oder radiale stützende Seitenwand und eine zweite oder axiale stützende Seitenwand begrenzt ist, und eine kugelförmige Kontaktstelle auf, die von der ersten oder der zweiten stützenden Seitenwand hervorsteht. Die kugelförmige Kontaktstelle minimiert einen Kontaktbereich zwischen einem in der Einsatztasche angebrachten Schneideinsatz und der ersten oder zweiten stützenden Seitenwand der Einsatztasche. Bei einer Ausführungsform weist die radiale stützende Seitenwand zwei kugelförmige Kontaktstellen auf, und die axiale stützende Seitenwand weist eine kugelförmige Kontaktstelle auf. Die kugelförmige Kontaktstelle kann durch Einsetzen eines nietähnlichen Aufbaus in eine Öffnung gebildet sein, die in den stützenden Seitenwänden der Tasche ausgebildet ist.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Bei der Herstellung eines Schneideinsatzes wird der Schneideinsatz einem Sintern unterworfen. Aufgrund des Sinterns können die Oberflächen des Schneideinsatzes leider geringfügig uneben werden. Ein weiteres Schleifen kann diese Oberflächenunebenheiten minimieren oder beseitigen, aufgrund der zusätzlichen Kosten, die mit dem Schleifen verbunden sind, können jedoch nicht alle Oberflächen des Einsatzes geschliffen werden.

Es ist wichtig, dass der Einsatz während einer maschinellen Bearbeitung sicher in der Tasche des Werkzeughalters sitzt. Die Unebenheiten an den Oberflächen des Einsatzes, die sich während des Sinterns gebildet haben, können dazu führen, dass der Schneideinsatz nicht korrekt in der Tasche des Werkzeughalters sitzt. Dieser falsche Sitz könnte zu einer übermäßigen Unrundheit des Systems führen.

Es sind zahlreiche Versuche unternommen worden, um den Kontaktbereich zwischen dem Schneideinsatz und der Tasche des Werkzeughalters zu minimieren. Ein derartiger Versuch besteht darin, die Taschenwand und/oder den Schneideinsatz mit einer kontaktierenden "Stelle" oder mit mehreren kontaktierenden "Stellen" in Form eines Polsters, eines Stegs oder eines Vorsprungs mit einer relativ großen ebenen Fläche zu versehen. Der Kontaktbereich zwischen dem Schneideinsatz und der Tasche wird durch diese kontaktierenden "Stellen" zwar etwas verringert, doch es besteht zwischen dem Schneideinsatz und der Tasche weiterhin ein ausreichend großer Kontaktbereich, der immer noch verhindern kann, dass der Einsatz korrekt in der Tasche des Werkzeughalters sitzt. Es besteht somit ein Bedarf daran, die Bildung von Unebenheiten an den Oberflächen des Schneideinsatzes, insbesondere an den Flankenflächen oder Seitenwänden des Schneideinsatzes zu minimieren, so dass der Schneideinsatz korrekt in der Tasche des Werkzeughalters sitzen kann.

KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Mit wenigen Worten ist erfindungsgemäß ein Werkzeughalter zur Minimierung eines Flächenbereichs zwischen einem Schneideinsatz und stützenden Seitenwänden des Werkzeughalters vorgesehen. Bei einer Ausführungsform weist der Werkzeughalter einen Kopfabschnitt mit einer Einsatztasche auf, die durch eine Sitzfläche und mindestens eine stützende Seitenwand begrenzt ist, und mindestens eine kugelförmige Kontaktstelle, die von der mindestens einen stützenden Seitenwand hervorsteht, wobei die mindestens eine kugelförmige Kontaktstelle einen Kontaktbereich zwischen einem in der Einsatztasche angebrachten Schneideinsatz und der mindestens einen stützenden Seitenwand der Einsatztasche minimiert.

Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Werkzeughalter einen Kopfabschnitt mit einer Einsatztasche auf, die durch eine Sitzfläche, eine radiale stützende Seitenwand 16b und eine axiale stützende Seitenwand begrenzt ist, eine erste kugelförmige Kontaktstelle, die von der radialen stützenden Seitenwand hervorsteht, und eine zweite kugelförmige Kontaktstelle, die von der axialen stützenden Seitenwand hervorsteht, wobei die erste und zweite kugelförmige Kontaktstelle einen Kontaktbereich zwischen einem in der Einsatztasche angebrachten Schneideinsatz und der radialen und axialen stützenden Seitenwand der Einsatztasche minimieren.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung sowie die sich daraus ergebenden Vorteile werden aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung klar, die sich auf die Zeichnungen bezieht. Darin zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Werkzeughalters mit kugelförmigen Kontaktstellen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

2 eine Draufsicht des Werkzeughalters aus 1, wobei der Einsatz und der Klemmstift der Klarheit halber entfernt wurden;

3 eine Seitenansicht des Werkzeughalters aus 1, wobei der Einsatz und der Klemmstift der Klarheit halber entfernt wurden;

4 eine vergrößerte Draufsicht der Tasche und der kugelförmigen Kontaktstellen des Werkzeughalters aus 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; und

5 eine Querschnittansicht der Tasche und der kugelförmigen Kontaktstellen entlang der Linie 5-5 aus 4;

6 eine perspektivische Ansicht eines Fräsers mit kugelförmigen Kontaktstellen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

7 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführung eines Fräsers mit kugelförmigen Kontaktstellen gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

8 eine vergrößerte Teilansicht in der Perspektive eines Schneidkörpers eines Fräsers gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, der kugelförmige Kontaktstellen aufweist und bei dem die Schneideinsätze der Klarheit halber entfernt wurden.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Bezugnehmend auf die Zeichnungen, in denen die gleichen Bezugszeichen die gleichen Elemente bezeichnen, zeigen die 1 bis 3 einen Werkzeughalter gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, der insgesamt bei 10 gezeigt ist. Bei der veranschaulichten Ausführungsform weist der Werkzeughalter 10 ein Drehwerkzeug mit einem insgesamt rechteckigen oder quadratischen Schaftabschnitt 12 und einem Kopfabschnitt 14 auf, welcher durch eine obere Fläche 14a, eine Bodenfläche 14b, eine erste Seitenfläche 14c, eine gegenüberliegende, zweite Seitenfläche 14d und eine dritte Seitenfläche 14e begrenzt ist, welche in einem Winkel zu den Seitenflächen 14c, 14d ausgebildet sein kann.

Bezugnehmend nun auf die 2 und 3 hat der Kopfabschnitt 14 eine Einsatztasche 16, um darin einen Einsatz 18 zu halten. Die Einsatztasche 16 weist eine Basis- oder Sitzfläche 16a, eine erste oder radiale stützende Seitenwand 16b und eine zweite oder axiale stützende Seitenwand 16c auf. Der Fachmann wird jedoch erkennen, dass die Erfindung mit allen Werkzeughalterausführungen umgesetzt werden kann, die eine Einsatztasche aufweisen, um einen Einsatz darin zu halten.

Die Sitzfläche 16a ist mit einer Gewindebohrung 19 zur Aufnahme einer Klemmschraube oder eines Klemmstifts 20 (1) versehen, die/der in einer Durchgangsbohrung 18a im Einsatz 18 aufgenommen ist, um den Einsatz 18 sicher festzulegen. Es ist zu erkennen, dass die Form der Bohrung 19 und des Klemmstifts 20 die Erfindung nicht einschränken und dass die Erfindung mit allen gewünschten entsprechenden Formen für die Bohrung 19 und den Klemmstift 20 umgesetzt werden kann. Die Bohrung 19 und der Klemmstift 20 können beispielsweise oval, rechteckig, quadratisch und dergleichen sein.

Um die Bildung von Oberflächenunebenheiten des Einsatzes 18 zu minimieren und die Position des Einsatzes 18 innerhalb der Einsatztasche 16 besser zu definieren, weist die erste bzw. radiale stützende Seitenwand 16b mindestens eine und vorzugsweise zwei kugelförmige Kontaktstellen 22, 23 auf, die von dieser hervorstehen, und die zweite bzw. axiale stützende Seitenwand 16c weist mindestens eine von ihr hervorstehende kugelförmige Kontaktstelle 24 auf. Bei der veranschaulichten Ausführungsform weist die erste bzw. radiale stützende Seitenwand 16b vorzugsweise zwei kugelförmige Kontaktstellen 22, 23 auf, da die erste stützende Seitenwand 16b eine radiale Abstützung (im Wesentlichen parallel zur Mittelachse CL des Werkzeughalters 10) für den Schneideinsatz 18 bereitstellt, die üblicherweise einer vergleichsweise größeren Kraftmenge ausgesetzt ist, die darauf ausgeübt wird. Die zweite bzw. axiale stützende Seitenwand 16c weist eine einzige kugelförmige Kontaktstelle 24 (eine geringere Anzahl von kugelförmigen Kontaktstellen 24) auf, da die zweite stützende Seitenwand 16c eine axiale Abstützung (senkrecht zur Mittelachse CL) für den Schneideinsatz 18 bereitstellt, die üblicherweise einer vergleichsweise geringeren Kraftmenge ausgesetzt ist, die darauf ausgeübt wird. Jede kugelförmige Kontaktstelle 22, 23, 24 bildet eine singuläre Kontaktstelle zwischen der Einsatztasche 16 und dem Schneideinsatz 18. Da die Kontaktstellen 22, 23, 24 im Wesentlichen kugelförmig sind, ermöglichen die Kontaktstellen 22, 23, 24 im Gegensatz zu herkömmlichen Kontaktstellen, die eine vergleichsweise größere Kontaktfläche in Form eines Vorsprung, eines Stegs, eines Polsters und dergleichen bilden, einen minimalen Kontaktflächenbereich zwischen dem Schneideinsatz 18 und den stützenden Seitenwänden 16b, 16c.

Bei der veranschaulichen Ausführungsform ist der Einsatz 18 durch eine Dreipunktlagerung gehalten, die durch drei kugelförmige Kontaktstellen 22, 23, 24 definiert ist. Es ist jedoch zu erkennen, dass die Anzahl der kugelförmigen Kontaktstellen, die an jeder der stützenden Seitenwände 16b, 16c ausgebildet sind, die Erfindung nicht einschränken und dass die Erfindung je nach Größe und/oder Geometrie des Einsatzes 18 mit jeder gewünschten Anzahl von kugelförmigen Kontaktstellen umgesetzt werden kann. Es kann für einen vergleichsweise größeren Schneideinsatz beispielsweise wünschenswert sein, drei kugelförmige Kontaktstellen 22 oder 23 an der ersten bzw. radialen stützenden Seitenwand 16b und zwei kugelförmige Kontaktstellen 24 an der zweiten bzw. axialen stützenden Seitenwand 16c vorzusehen.

Bei der veranschaulichten Ausführungsform hat jede kugelförmige Kontaktstelle 22, 23, 24 eine abgerundete Außenfläche in Form einer Kugel, eines Sphäroids, eines abgeflachten Sphäroids, eines gestreckten Sphäroids, einer Pseudosphäre und dergleichen. Die kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, 24 können hinsichtlich der Form der Außenfläche im Wesentlichen identisch oder alternativ unterschiedlich zueinander sein. Die Außenfläche aller kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, 24 kann z.B. im Wesentlichen eine runde Gestalt haben, wie in der veranschaulichten Ausführungsform gezeigt. Bei einem weiteren Beispiel kann die Außenfläche von zwei kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, die von der radialen stützenden Seitenwand 16b hervorstehen, die Form einer Kugel haben, während die Außenfläche der kugelförmigen Kontaktstelle 24, die von der axialen stützenden Seitenwand 16c hervorsteht, die Form eines abgeflachten Sphäroids haben kann. In allen Fällen ist die Außenfläche der Kontaktstellen 22, 24 im Wesentlichen kugelförmig, um die Größe des Kontaktbereichs zwischen dem Schneideinsatz 18 und den stützenden Seitenwänden 16b, 16c zu minimieren.

Definitionsgemäß ist eine Kugel ein Ellipsoid, bei dem alle drei Achsen die gleiche Länge haben, so dass die Menge aller Punkte im dreidimensionalen euklidischen Raum in einem Abstand r (der "Radius") von einem vorgegebenen Punkt (der "Mitte") liegt. Der doppelte Radius wird Durchmesser genannt, und Punktpaare an der Kugel, die an gegenüberliegenden Seiten eines Durchmessers liegen, werden Antipoden genannt. Jeder Querschnitt durch eine Kugel ist ein Kreis (oder ein Punkt in dem entarteten Fall, bei dem die Schnittebene die Kugel tangiert). Die Größe des Kreises ist maximiert, wenn die Ebene, die den Querschnitt definiert, durch einen Durchmesser verläuft. Eine Pseudosphäre ist definiert als die Hälfte der Rotationsfläche, die durch eine Traktrix um ihre Asymptote herum erzeugt wird, um ein Traktroid zu bilden. Die Oberflächen werden manchmal auch Antisphäre oder Traktrisoid genannt.

Definitionsgemäß ist ein Sphäroid ein Ellipsoid mit zwei Achsen gleicher Länge. Üblicherweise werden die beiden getrennten Achsenlängen mit a und c bezeichnet, und das Sphäroid ist so ausgerichtet, dass seine Rotationssymmetrieachse entlang der z-Achse verläuft. Ein abgeflachtes Sphäroid ist als Sphäroid definiert, das "zusammengedrückt" ist statt "spitz", d.h. als Sphäroid, bei dem der Äquatorialradius a größer ist als der Polarradius c, so dass a > c. Ein gestrecktes Sphäroid ist als Sphäroid definiert, das "spitz" ist statt "zusammengedrückt", d.h. als Sphäroid, bei dem der Polarradius c größer ist als der Äquatorialradius a, so dass c > a.

Bezugnehmend nun auf die 4 und 5 können die kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, 24 durch einen nietähnlichen Aufbau gebildet sein, der insgesamt bei 26 gezeigt ist und einen Kopfabschnitt 26a sowie einen Schaftabschnitt 26b aufweist. Der nietähnliche Aufbau 26 kann aus einem Material mit einer Härte hergestellt sein, die zumindest der Härte des Materials entspricht, welches die Einsatztasche 16 bildet. Der nietähnliche Aufbau 26 kann z. B. aus einem Stahl 4340 mit einer Rockwellhärte von 40 oder mehr hergestellt sein.

Während der Montage des Werkzeughalters 10 wird der Schaftabschnitt 26b in eine Aussparung oder Öffnung 28 eingesetzt, die in den stützenden Seitenwänden 16b, 16c der Einsatztasche 16 ausgebildet sind, wodurch der Kopfabschnitt 26a, der von den stützenden Seitenwänden 16b, 16c hervorsteht, freigelegt wird, um die kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, 24 zu bilden. Die Öffnung 28 verläuft im Wesentlichen senkrecht zur ersten und zweiten stützenden Seitenwand 16, 16c. Weitere Möglichkeiten zur Bereitstellung der kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, 24 werden von den Erfindern in Betracht gezogen und liegen im Umfang der Erfindung. Jede kugelförmige Kontaktstelle 22, 23, 24 kann beispielsweise mit der ersten und zweiten stützenden Seitenwand 16b, 16c des Werkzeughalters 10 einstückig ausgebildet sein.

Bei der veranschaulichten Ausführungsform, die in 5 gezeigt ist, hat der Kopfabschnitt 26a des nietähnlichen Aufbaus 26 die Form einer Kugel mit einer Höhe H in einem Bereich von etwa 0,001 Zoll bis etwa 0,050 Zoll, und vorzugsweise in dem Bereich von etwa 0,005 Zoll bis etwa 0,030 Zoll, und in einer weiter bevorzugteren Weise in dem Bereich von etwa 0,010 Zoll bis etwa 0,020 Zoll. Es ist zu beachten, dass die Kugel keine Halbkugel ist und somit eine Ebene, die durch die Kugel verläuft, um die kugelförmige Kontaktstelle 22, 23, 24 zu bilden, nicht durch ihren Durchmesser verläuft.

Es ist zu erkennen, dass die Prinzipien der Erfindung bei jeglichem erwünschten Werkzeughalter umgesetzt werden können. Bezugnehmend nun auf die 6 bis 8 kann ein Werkzeughalter beispielsweise einen Fräser umfassen, der insgesamt bei 100 gezeigt ist und die Prinzipien der Erfindung aufnimmt. Der Fräser 100 weist einen zugeordneten Satz von Schneideinsätzen 12 auf, die in dem Zustand gezeigt sind, in dem sie im Fräser 100 eingebaut sind. Der Fräser 100 weist einen Kopfabschnitt 114 auf, der insgesamt radial symmetrisch um seine Drehachse 116 verläuft. Der Kopfabschnitt 114 ist vorzugsweise zylindrisch und liegt an einem optionalen Schaftabschnitt 115 an. Der Kopfabschnitt 114 und der Schaftabschnitt 115 teilen sich die gemeinsame Drehachse 116. Der Kopfabschnitt 114 weist vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, mehrere Rillen 118 auf, in denen jeweils mehrere Einsatzaufnahmetaschen 120 gelagert sind. Die Einsatzaufnahmetaschen 120 sind bezüglich der Achse 116 rotationssymmetrisch angeordnet. Mindestens einer aber möglicherweise mehrere der Schneideinsätze 112 sind so ausgebildet und dimensioniert, dass sie in jeder Tasche 120 aufgenommen und befestigt sind.

Bei der veranschaulichten Ausführungsform aus 6 sind drei Schneideinsätze 112 in einer entsprechenden Tasche 120 aufgenommen und befestigt. Es ist jedoch zu erkennen, dass die Anzahl der Einsätze 112 und Taschen 120 die Erfindung nicht einschränken und dass die Erfindung mit jeglicher gewünschten Anzahl von Einsätzen 112 und Taschen 120 umgesetzt werden kann. Der erfindungsgemäße Kopfabschnitt 114 kann beispielsweise mit zwei Einsätzen 112 und zwei Taschen 120 ausgeführt sein, wie in 7 gezeigt. Bei einem weiteren Beispiel kann der Kopfabschnitt 114 des Schneidwerkzeugs 100 vier oder mehr Einsätze 112 und Taschen 120 aufweisen.

Wie in 8 gezeigt, hat jede Einsatzaufnahmetasche 120 eine Taschenbasiswand oder eine Sitzfläche 122, die bezüglich der Achse 116 nach vorne und nach unten spitzwinklig abgeschrägt sein kann. Die Sitzfläche 122 bildet eine tangentiale Anlagefläche der Einsatzaufnahmetasche 120. Die Tasche 120 weist auch eine stützende Seitenwand 126 auf, die eine radiale Anlagefläche bildet, und eine stützende Seitenwand 127, die eine axiale Anlagefläche für die Seitenwände des Einsatzes 112 bildet, wenn der Einsatz 112 in der Tasche 120 angebracht wird, wie in den 6 und 7 gezeigt. Zwischen der Sitzfläche 122 und der radialen stützenden Seitenwand 126 kann eine Entspannungsnut 124 vorgesehen sein. Bei der veranschaulichten Ausführungsform hat die Entspannungsnut 124 einen Radius von etwa 0,047 Zoll (etwa 1,19 mm). Der Radius der Entspannungsnut 124 variiert jedoch unter anderem je nach Ausgestaltung des Schneideinsatzes 112.

Eine Gewindebohrung 138 erstreckt sich durch die Mitte der Taschenbasiswand 122 und verläuft im Wesentlichen senkrecht dazu. In der montierten Stellung des Schneidwerkzeugs 100 ist jeder der Schneideinsätze 112 mittels einer Klemmschraube 140, die durch eine Durchgangsbohrung 142 des Schneideinsatzes 112 verläuft und über das Gewinde in die Gewindebohrung 138 in einer Einsatzaufnahmetasche 120 eingreift, innerhalb der Einsatzaufnahmetasche 120 gehalten, wie in den 1 und 2 gezeigt.

Eine obere Fläche 134 des Kopfabschnitts 114 kann einen ersten Abschnitt 128 und einen zweiten, im Wesentlichen ebenen Abschnitt 129 aufweisen. Der Kopfabschnitt 114 kann auch eine abgeschrägte Fläche 130 aufweisen, die den ersten Abschnitt 128 der oberen Fläche 134 schneidet, und eine Umfangsfläche 132, die die Taschenbasiswand 122 und die abgeschrägte Fläche 130 schneidet.

Bezugnehmend nun auf 8 weist der Werkzeughalter 100 mindestens eine, vorzugsweise zwei kugelförmige Kontaktstellen 22, 23 auf, die an der radialen stützenden Seitenwand 126 des Werkzeughalters 100 angeordnet sind. Ähnlich wie bei dem Werkzeughalter 10 können die kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23 durch einen nietähnlichen Aufbau gebildet sein, der insgesamt bei 26 gezeigt ist und einen Kopfabschnitt 26a sowie einen Schaftabschnitt 26b aufweist, welcher in eine Aussparung oder Öffnung 28 eingesetzt ist, die in der Seitenwand 126 und im Wesentlichen senkrecht zu dieser ausgebildet ist. Der nietähnliche Aufbau 26 kann aus einem Material mit einer Härte gebildet sein, die zumindest der Härte des Materials entspricht, welches die Einsatztasche 16 bildet. Der nietähnliche Aufbau 26 kann z.B. aus einem Stahl 4340 mit einer Rockwellhärte von 40 oder mehr hergestellt sein. Andere Möglichkeiten zur Bereitstellung der kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23 werden von den Erfindern in Betracht gezogen und liegen im Umfang der Erfindung. Jede kugelförmige Kontaktstelle 22, 23 kann beispielsweise mit der Seitenwand 126 des Werkzeugshalters 100 einstückig ausgebildet sein.

Wie oben beschrieben minimieren die kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, 24 des Werkzeughalters den Kontaktbereich zwischen dem Schneideinsatz und den stützenden Seitenwänden der Tasche des Werkzeughalters. Somit minimieren die kugelförmigen Kontaktstellen 22, 23, 24 die Bildung von Oberflächenunebenheiten am Schneideinsatz, um sicherzustellen, dass der Schneideinsatz korrekt in der Tasche des Werkzeugshalters positioniert ist.

Die Dokumente, Patente und Patentanmeldungen, auf die hier Bezug genommen wird, werden hiermit durch Bezugnahme aufgenommen.

Die Erfindung ist zwar in Verbindung mit bestimmten spezifischen Ausführungsformen der Erfindung konkret beschrieben worden, doch es ist klar, dass sie beispielhaft und in nicht einschränkender Weise beschrieben wurde, und der Umfang der beigefügten Ansprüche sollte so breit wie es der Stand der Technik gestattet, ausgelegt werden.


Anspruch[de]
Werkzeughalter mit:

einem Kopfabschnitt, der eine Einsatztasche aufweist, die durch eine Sitzfläche und mindestens eine stützende Seitenwand begrenzt ist, und

mindestens einer kugelförmigen Kontaktstelle, die von der mindestens einen stützenden Seitenwand hervorsteht,

bei dem die mindestens eine kugelförmige Kontaktstelle einen Kontaktbereich zwischen einem in der Einsatztasche angebrachten Schneideinsatz und der mindestens einen stützenden Seitenwand der Einsatztasche minimiert.
Werkzeughalter nach Anspruch 1, bei dem die kugelförmige Kontaktstelle einen nietähnlichen Aufbau mit einem Kopfabschnitt und einem Schaftabschnitt aufweist, wobei der Schaftabschnitt innerhalb einer Öffnung angeordnet ist, die in der mindestens einen stützenden Seitenwand ausgebildet ist. Werkzeughalter nach Anspruch 2, bei dem der Kopfabschnitt eine Höhe in einem Bereich von etwa 0,001 Zoll bis etwa 0,050 Zoll hat. Werkzeughalter nach Anspruch 3, bei dem der Kopfabschnitt eine Höhe in einem Bereich von etwa 0,005 Zoll bis etwa 0,030 Zoll hat. Werkzeughalter nach Anspruch 4, bei dem der Kopfabschnitt eine Höhe in einem Bereich von etwa 0,010 Zoll bis etwa 0,020 Zoll hat. Werkzeughalter nach Anspruch 1, bei dem die Außenfläche der kugelförmigen Kontaktstelle eine Kugel, ein Sphäroid, ein abgeflachtes Sphäroid, ein gestrecktes Sphäroid oder eine Pseudosphäre aufweist. Werkzeughalter nach Anspruch 1, bei dem die kugelförmige Kontaktstelle mit der mindestens einen stützenden Seitenwand einstückig ausgebildet ist. Werkzeughalter nach Anspruch 1, der ferner mehrere stützende Seitenwände aufweist und bei dem jede stützende Seitenwand mindestens eine kugelförmige Kontaktstelle aufweist. Werkzeughalter nach Anspruch 8, bei dem eine der mehreren stützenden Seitenwände eine radiale stützende Seitenwand mit mindestens zwei kugelförmigen Kontaktstellen umfasst. Werkzeughalter nach Anspruch 8, bei dem eine der mehreren stützenden Seitenwände eine axiale stützende Seitenwand mit mindestens einer kugelförmigen Kontaktstelle umfasst. Werkzeughalter mit

einem Kopfabschnitt, der eine Einsatztasche aufweist, die durch eine Sitzfläche, eine radiale stützende Seitenwand und eine axiale stützende Seitenwand begrenzt ist,

einer ersten kugelförmigen Kontaktstelle, die von der radialen stützenden Seitenwand hervorsteht, und

einer zweiten kugelförmigen Kontaktstelle, die von der axialen stützenden Seitenwand hervorsteht,

bei dem die erste und zweite kugelförmige Kontaktstelle einen Kontaktbereich zwischen einem in der Einsatztasche angebrachten Schneideinsatz und der radialen und axialen stützenden Seitenwand der Einsatztasche minimieren.
Werkzeughalter nach Anspruch 11, bei dem mindestens eine der kugelförmigen Kontaktstellen einen nietähnlichen Aufbau mit einem Kopfabschnitt und einem Schaftabschnitt aufweist, wobei der Schaftabschnitt innerhalb einer Öffnung angeordnet ist, die in der radialen oder axialen stützenden Seitenwand ausgebildet ist. Werkzeughalter nach Anspruch 12, bei dem der Kopfabschnitt eine Höhe in einem Bereich von etwa 0,001 Zoll bis etwa 0,050 Zoll hat. Werkzeughalter nach Anspruch 13, bei dem der Kopfabschnitt eine Höhe in einem Bereich von etwa 0,005 Zoll bis etwa 0,030 Zoll hat. Werkzeughalter nach Anspruch 14, bei dem der Kopfabschnitt eine Höhe in einem Bereich von etwa 0,010 Zoll bis etwa 0,020 Zoll hat. Werkzeughalter nach Anspruch 11, bei dem die Außenfläche mindestens einer der kugelförmigen Kontaktstellen eine Kugel, ein Sphäroid, ein abgeflachtes Sphäroid, ein gestrecktes Sphäroid oder eine Pseudosphäre aufweist. Werkzeughalter nach Anspruch 11, bei dem mindestens eine der kugelförmigen Kontaktstellen mit der radialen oder axialen stützenden Seitenwand einstückig ausgebildet ist.






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