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Dokumentenidentifikation DE102007025294A1 06.12.2007
Titel Schleifer und Verfahren zur kontrollierten Herstellung von Kantenbrüchen
Anmelder General Electric Co., Schenectady, N.Y., US
Erfinder Chin, Jason, Taylors, S.C., US;
Wencil, Larry P., Simpsonville, S.C., US;
Stanley, James P., Liberty, S.C., US;
Hatch, Jonatahn M., Simpsonville, S.C., US;
Nelson, Don Robbin, Gray Court, S.C., US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 30.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007025294
Offenlegungstag 06.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B24B 41/04(2006.01)A, F, I, 20070530, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird eine robuste Schleifanordnung vorgestellt, die dazu dient, Kühllöcher in einer Schwalbenschwanznut zu schleifen, indem die Antriebswelle der Fräservorrichtung gegenüber der Zentralachse der Schiene, in der sie eingefasst ist, versetzt wird, so dass eine größere Klemmhülse untergebracht werden kann.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Wie in 1 gezeigt, wird während der Herstellung eines Turbinenrads, Turbinenrotors oder einer Turbinenscheibe (10) in die Unterseite des Radkranzes in Radialrichtung eine asymmetrische Nut (12) eingebracht. In einem nachfolgenden maschinellen Bearbeitungsvorgang (Bohrung) in linearer Richtung wird eine in Axialrichtung verlaufende Schwalbenschwanz-Schlitzform (14) geschaffen. Diese zwei Formen überschneiden sich, wobei sie an der Unterseite des Schlitzes (14) ein Loch (16) bilden. Die Kante des so entstandenen Loches ist scharf, so dass sie geschliffen werden muss, damit sie abgerundet wird.

Traditionell wurde die scharfe Kante mit einem Spindelschleifkörper freihändig abgeschliffen. Später wurden, wie in den Field Repair Documents FRD-2003-1002 von GE Energy Services gezeigt, Werkzeuge entwickelt, deren Entwicklung hier in Form von dieser Referenz mitberücksichtigt und schematisch in 2 illustriert wird. Diese Werkzeugausrüstung besteht aus einem 90°-Fräskopfwerkzeug (20), das in eine spezielle Werkzeughalterung (Schiene) (22) eingesetzt wird. Das 90°-Fräskopfwerkzeug ist ein Standardwerkzeug für 1/16 Zoll Schaftfräser, die von der NSK America Corp. angeboten werden. Die spezielle Werkzeughalterung (Schiene) (22) ist so entwickelt worden, dass sie das Standardwerkzeug aufnehmen kann, wodurch eine kontrollierte Herstellung von Kantenbrüchen ermöglicht wird.

In 2 wird gezeigt, dass die spezielle Werkzeughalterungsschiene (22) eine Querbohrung (24) aufweist, die diagonal zu der Längsachse durch sie hindurch verläuft, und eine seitliche Schlitzöffnung (26) hat. Das eingebettete Werkzeug (20) wird durch eine geeignete Befestigungsplatte (28) gehalten, die an der Schiene (22) befestigt wird, wobei das Werkzeug (20) in Axialrichtung zu der Werkzeugschiene (22) ausgerichtet ist und wobei sich der 90°-Kopf durch die Querbohrung (24) erstreckt. So ist der (in 2 nicht gezeigte)Schneideabschnitt aufgelagert und steht von derjenigen Seite der Schiene (22) hervor, die der mit dem Schlitz versehenen Seite gegenüberliegt. Der Schneideabschnitt hat die Form eines Grundhobelabschnitts und das Werkzeug wird auf einer vielfältigen Oberfläche ebenso wie ein Schleifer auf einer ebenen Fläche eingesetzt, wie z. B. auf einer Tischoberfläche.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Gemäß dem Beispiel der Ausführungsformen der Erfindung wird eine robustere Anordnung geschaffen, indem die Antriebswelle der Schneideanordnung gegenüber der Zentralachse der Schiene, in der sie eingefasst ist, versetzt wird, wodurch eine größere Klemmhülse und Auflagerung untergebracht werden können.

So kann die Erfindung in Form eines Schleifwerkzeugs ausgeführt sein, welches aufweist: einen Hauptkörper; eine Antriebswellenbohrung, die sich mindestens entlang eines Teils der Länge des Hauptkörpers erstreckt, wobei die Antriebswellenbohrung eine Achse aufweist, die parallel zu einer in Längsrichtung verlaufenden Zentralachse des Hauptkörpers angeordnet ist und dieser gegenüber versetzt ist; eine Querbohrung, die im Allgemeinen mindestens entlang einer Teilsstrecke durch den Hauptkörper diagonal zur Längsachse verläuft, so dass sie den Antriebswellendurchgang überkreuzt; und eine Kreuzkopfanordnung, die in der Querbohrung angeordnet ist, so dass sie selektiv einen Fräser aufnehmen und halten sowie angetrieben werden kann, damit der Fräser mit Hilfe der Antriebswelle gedreht wird.

Die Erfindung kann auch in einem Verfahren ausgeführt werden, bei dem die Kante eines Kühlloches einer Schwalbenschwanznut geschliffen wird, wobei dieses Verfahren umfasst: Ausstattung eines Werkzeugs mit einem Hauptkörper, einer Antriebswellenbohrung, die entlang mindestens eines Teilabschnitts der Länge des Hauptkörpers verläuft, wobei die Antriebswellenbohrung eine Achse aufweist, die parallel zu der in Längsrichtung verlaufenden Zentralachse des Hauptkörpers verläuft und diesem gegenüber seitlich versetzt ist; einer Querbohrung, die im Allgemeinen mindestens zum Teil durch den Hauptkörper quer zu dessen Längsachse verläuft, so dass sie den Antriebswellendurchgang überschneidet; einer Antriebswelle, die so angeordnet ist, dass sie durch den Antriebswellendurchgang des Hauptkörpers verläuft, einer Kreuzkopfanordnung, die in besagter Querbohrung angeordnet ist, so dass sie selektiv einen Fräser aufnehmen und halten und angetrieben werden kann, so dass der Fräser durch die Antriebswelle gedreht wird; Befestigung des Fräsers an der Kreuzkopfanordnung; die bedienbare Kopplung eines Drehmomentmotors an der Antriebswelle; Einfügen des Hauptkörpers in eine Schwalbenschwanznut, so dass der Hauptkörper in einem Basisabschnitt der Schwalbenschwanznut und die Fräse neben der zu schleifenden Kante positioniert wird; Ingangsetzen des Motors; und Versetzen des Fräsers um und entlang der Kante, um diese zu schleifen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Diese und andere Ziele und Vorteile dieser Erfindung werden durch die genaue Untersuchung der folgenden detaillierteren Beschreibung der zurzeit bevorzugten beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung unter Hinzunahme der begleitenden Zeichnungen deutlicher und besser nachvollziehbar, wobei für die Zeichnungen gilt:

1 ist eine perspektivische Ansicht einer Kühlungsschlitzoberfläche in einer Schwalbenschwanznut;

2 ist eine schematische Explosionsansicht, teilweise im Querschnitt, welche die Anordnung eines konventionellen Fräswerkzeugs an einer Werkzeughalterungsschiene zeigt;

3 ist eine Draufsicht, die eine Bankwerkzeuganordnung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung zeigt;

4 ist eine Draufsicht, die eine Anordnung bei einem separaten Werkzeug gemäß einer anderen beispielhaften Ausführungsform der Erfindung zeigt; und

5 ist eine vergrößerte Ansicht eines Fräswerkzeugabschnitts der 3 und 4.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Wie oben beschrieben, war das Fräskopfwerkzeug 20, das konventionell für die Schleifung des Radlüftungsschlitzes verwendet wird, ein Standardwerkzeug für 1/16''-Schaftfräser. Obgleich sie besser kontrolliert ist als ein Spindelschleifkörper, fehlt es der konventionellen Werkzeuganordnung an Robustheit, wobei die hauptsächlich auftretende Art von Störung gebrochene Schafte, Lockerung in der Halterung aufgrund von Abnutzung und schlechte Oberflächenbehandlung betrifft.

Wie anhand der Betrachtung von 1 ersichtlich wird, war der Durchmesser der konventionellen Werkzeugschiene 22 durch den Durchmesser der Schwalbenschwanzbasis 18 eingeschränkt, in der sie angeordnet ist, damit sie sich um die scharfe Kante des Loches 16 bewegen kann. Die Erfinder haben erkannt, dass das in Axialrichtung angeordnete Werkzeug und die Schiene der konventionellen Anordnung sowie der eingeschränkte Durchmesser der Schwalbenschwanzbasis das Werkzeug auf eine 1/16''-Klemmhülse beschränkte. Das 1/16''-Werkzeug hat kleine Antriebswellenhalterungen und kleine Fräserstützhalterungen und zudem eine schwache 1/16''-Klemmhülse. Die Erfinder haben ferner erkannt, dass eine 1/18''-Klemmhülse stabiler wäre, was die Anordnung robuster machen würde. Die dazugehörigen größeren Auflagerungen bedeuten weniger Wärmebildung und folglich geringeren Verschleiß. Eine größere Stützauflagerung schafft ebenfalls ein stabileres Werkzeug. Außerdem würde eine 1/18''-Klemmhülse wesentlich belastbarer sein als die vorhergehende 1/16''-Klemmhülse.

Wie bereits erwähnt ist die Größe der Anordnung notwendigerweise durch den Durchmesser an der Basis des Schwalbenschwanzes eingeschränkt, aber die Erfinder haben erkannt, dass ein 1/18''-Werkzeug in der erforderlichen Paketummantelung (die durch die Basis 18 der Schwalbenschwanznut festgelegt wird) untergebracht werden kann, indem die Antriebswelle versetzt wird. Indem außerdem eine umsichtige Wahl der Halterungen und der Anordnungsreihenfolge erfolgt, wird Stärke und Kompaktheit gewährleistet. Was dies anbelangt, so werden in den illustrierten beispielhaften Ausführungsformen die Kreuzkopfkomponenten von der Seite des Fräsers eingesetzt und durch einen Sicherungsring gehalten.

Um ferner eine bessere Werkzeugsteifigkeit sicher zu stellen, die Anzahl der Komponenten zu reduzieren und die Robustheit der Anordnung zu erhöhen, wird gemäß den beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung die Fräsmaschine in eine verlängerte Schiene integriert, wodurch die zuvor bestehende zweiteilige Anordnung aus Fräserwerkzeug und Schienen verworfen wird. Dadurch wird das vorherige Problem der Lockerung in der Werkzeugschieneneinbettung aufgrund von Abnutzung beseitigt. Bei verbesserter Steifigkeit des Werkzeugs und stärkeren Fräserschaften kann der Materialentfernungsprozess bei reduzierten Störgeräusch- und Dellenbildung besser kontrolliert werden. Ein größerer Schaftfräser ermöglicht auch eine längere Werkzeuglebensdauer.

Hier werden zwei beispielhafte Ausführungsformen der Integration von Fräser und Schiene illustriert. Eine beispielhafte Ausführungsform 30 kann während der Herstellung (Werkbank) verwendet werden, während eine andere Ausführungsform 130 für die Benutzung im Außeneinsatz empfohlen wird. In diesen beispielhaften Ausführungsformen ist die Fräswerkzeuganordnung 32, die eine Integration von Schleifgerät und Schiene darstellt, dieselbe, wobei sie sich lediglich in Bezug auf die Tragegriffe 34, 134 unterscheiden. Das beispielhafte Werkzeugbankwerkzeug 830 wird in 3 abgebildet, das beispielhafte Außenwerkzeug 130 wird in 4 abgebildet, und 5 ist eine vergrößerte Illustration einer Schleifwerkzeuganordnung 32, die bei den jeweiligen Werkzeugen gängig ist.

Wie aus 3 und 4 ersichtlich ist, kann ein Drehmomentmotor 36, wie er für das konventionelle Schleifwerkzeug angeboten wird, zum Vorteil für den Antrieb des Fräskopfs verwendet werden. Ferner kann zwischen den Drehmomentmotor 36 und die Schleifwerkzeuganordnung 32 ein Untersetzungsgetriebe 38 angeordnet werden. Wie in 5 illustriert wird, umfasst die Schleifwerkzeuganordnung 32 einen versetzten 90°-Kopfhauptkörper 40, in dem der Fräser und seine Antriebswelle untergebracht sind. Der versetzte 90°-Kopfhauptkörper 40 weist einen Antriebswellenaufnahme-Durchgang 44 mit einer Mittellinie D auf, die gegenüber einer Mittellinie M des Hauptkörpers 40 versetzt ist, so dass ein 1/18'' Schaftfräser 42 aufgenommen werden kann. Was dies anbelangt, sei darauf hingewiesen, dass der Durchmesser des versetzten Kopfes (äußerer Durchmesser) durch den Durchmesser der Basis 18 der Schwalbenschwanznut 14 eingeschränkt ist, in welcher der Fräser 42 betrieben werden soll. Außerhalb der Schwalbenschwanznut 16 angeordnete Komponententeile wie der Geschwindigkeitsreduzierer 38 und der Drehmomentmotor 36 sind nicht auf diese Weise eingeschränkt. Daher wird durch die Versetzung des Durchgangs 44 für das Antriebswellengehäuse 46 und für die darin befindliche Antriebswelle 48 gegenüber der Zentralachse M des Hauptkörpers 40 die Unterbringung des 1/8''-Schaftfräsers 42 ermöglicht, welcher nicht nur dicker als der 1/16''-Schaftfräser (nicht gezeigt) ist, sondern auch einen längeren Schaft hat.

Die Komponententeile der Fräseranordnung, die dem Aufnehmen und dem Antrieb des 1/8''-Fräsers dienen, sind ebenfalls größer. Was dies anbelangt, so ist nicht nur die 1/8''-Klemmhülse größer als eine 1/16''-Klemmhülse, sondern es wird durch den zusätzlichen Raum, der durch die Versetzung der Antriebswelle 48 entsteht, auch ermöglicht, ein Kugellager 50 von maximaler Größe nah am Fräser 42 anzuordnen, wodurch die Hitzeentstehung reduziert und die Stabilität erhöht wird. In der illustrierten beispielhaften Ausführungsform umfasst die Fräsvorrichtung von der Seite, die der Fräsoberfläche gegenüberliegt, eine Wellenscheibenfeder 54, ein Kugellager 52, ein Standard NSG-Antriebsrad 56, ein Kugellager 50 (wie oben erwähnt) und einen Sicherungsring 58. Was dies anbelangt, werden die Lager und die Abfolge bei der Anordnung sehr genau ausgewählt, um Stärke und Kompaktheit zu erhöhen. Ferner werden im Hinblick darauf die Kreuzkopfkomponenten von der Seite des Fräsers eingesetzt und von dem Sicherungsring 58 festgehalten, während bei der konventionellen Anordnung die Kreuzkopfkomponententeile von der Seite eingesetzt werden, die der Fräsoberfläche gegenüberliegt.

Die größere Fräsanordnung bringt verglichen mit dem 1/16''-Fräser auch eine größere Antriebswelle 48 und daher auch größere Lager 50, 52 mit sich. Größere Lager bedeuten weniger Hitzeentstehung, was einer geringeren Abnutzung entspricht.

In den illustrierten beispielhaften Ausführungsformen sind an dem einen Endabschnitt des Fräswerkzeugkörpers fer ner eine Sechskantmutter 64 und ein Kontrollhebel 66 vorhanden. Obwohl diese Komponententeile für das Werkzeugbankwerkzeug 30 optional sind, wird in der illustrierten Ausführungsform ein derartiger Kontrollhebel gezeigt, der zwischen dem Geschwindigkeitsreduzierer 38 und dem Hauptkörper 40 platziert ist. Das Außenwerkzeug 130 ist mit einem Kontrollhebel auf beiden Endabschnitten des Schleifwerkzeugs illustriert. Durch den oder die Kontrollhebel wird die Bedienung des Werkzeugs sowohl bei der Bewegung in Axial- als auch in Längsrichtung gegenüber der Mittellinie M des Werkzeugs erleichtert. An dem entfernt liegenden Abschnitt des Hauptkörpers 40 des Bankwerkzeugs 30 ist ein Tragegriff 34 angebracht, um eine kontrollierte Steuerung der Schleifwerkzeuganordnung 32 bei der beidhändigen Bearbeitung des zu schleifenden Kühlungslochs zu erleichtern. In der illustrierten beispielhaften Ausführungsform wird der Tragegriff 34 an dem entfernt liegenden Endabschnitt des Hauptkörpers 40 durch das Einrasten und Verbinden mit den Komponenten befestigt, welche an der Schnittstelle 68 des Endabschnitts vorhanden und mit komplementären Bindungen ausgestattet sind. Der Tragegriff kann ein integraler Teil des Hauptkörpers sein, wobei aber ein abnehmbarer Tragegriff die Auswechslung des Tragegrifftyps erlaubt, je nach dem, was notwenig oder erwünscht ist, und je nachdem, ob das Werkzeug zum Einsatz in einer Bank oder außerhalb gedacht ist. Ein auswechselbarer Tragegriff ermöglicht z. B. die Verwendung von unterschiedlichen Materialien für den Griff, z. B. Kunststoff, Aluminium, Titan, Kohlenstofffaser, etc., so dass das Gesamtgewicht des Werkzeugs und die ergonomische Belastung reduziert wird. Der Tragegriff kann optional eine Kordel wie in 76 von 4 sein. Was dies anbelangt, ist die Ausstattung mit einer Kordel eine Frage der persönlichen Präferenz. Ferner kann der Tragegriff mit Riemen oder Gurten oder anderen geeigneten Vorrichtungen ausgestattet sein, oder es kann eine Verbindung mit einer Robotersteuerung erfolgen. Diese Zugänglichkeit in Bezug auf Anwenderanpassung und Technologieanwendung stellt einen weiteren Vorteil eines abnehmbaren, austauschbaren Griffs dar.

Wie in 4 illustriert, umfasst die Ausführungsform des Außenwerkzeugs einen modifizierten Tragegriff 134. In dem illustrierten Beispiel weist der Tragegriff 134 zur Außennutzung eine durch ihn hindurch verlaufende Bohrung 70 auf, durch die ein eingefädelter Verankerungsstab 72, z. B. eine Imbuskopfschraube, eingebracht wird. Durch die Ausstattung mit einem separaten Verankerungsstab ist die Ausrichtung des Kontrollgriffs 66 von dem des Tragegriffs 76 unabhängig, wodurch die Funktionen vereint werden. In der illustrierten beispielhaften Ausführungsform ist der Rückhaltestab durch eine Gewindeverbindung, die am Verbindungsabschnitt der beiden vorhanden ist, an den Hauptkörper angebracht. Ferner ist in dem illustrierten Beispiel ein Dichtungsring 74 zwischen dem Stab und der Bohrungswand des Trageggriffs 134 eingefügt, um die Wahrscheinlichkeit zu mindern, dass die Befestigung während der Montage/Demontage heraus fällt. Schließlich werden ein Kontrollhebel 66 und eine Sechskantmutter 64 an dem freien Endabschnitt des Tragegriffs 134 montiert. Was dies betrifft, so verbessert die Verwendung zweier Kontrollhebel die Stabilität und die ergonomische Effektivität. Alternative Methoden der Befestigung des Kontrollhebels (nicht gezeigt) wie z. B. Drehschlösser können in Situationen verwendet werden, in denen der Einsatz der Sechskantmutter nicht kompatibel ist.

So wird deutlich, dass das hier beschriebene Werkzeug ein elektrisch angetriebener Fräser mit einem rechtwinkligen Antrieb ist, bei dem zum Zwecke der Steifigkeit z. B. eine Klemmhülse von der Größe 1/8'' verwendet wird. Die Umhüllung wurde im Hinblick auf den Zugriff auf begrenzte Räume optimiert. Sie kann mit gerillten Fräsern und Schnittgraten verwendet werden. Sie ist sowohl bei Originalausstattern als auch bei der Außenverwendung (zusammengebauter Rotor) einsetzbar, um einen glatte, durchgehenden Übergang von Turbinenrad-Luftkühlungsschlitzen zu schaffen. Bei größerer Werkzeugsteifigkeit und stärkeren Frässchaften kann der Materialentfernungsprozess bei reduzierten Frässtörgeräuschen und Dellenbildung besser kontrolliert werden. Ein größerer Frässchaft verlängert auch die Lebensdauer des Werkzeugs.

Obwohl die Erfindung in Verbindung mit der Ausführungsform beschrieben wurde, die zurzeit als die praktischste und bevorzugte Ausführungsform angesehen wird, sei darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die dargelegte Ausführungsform beschränkt sein soll, sondern im Gegenteil verschiedene Modifikationen und äquivalente Anordnungen einschließen soll, die der Wesensart und den Schutzumfang der angehängten Ansprüche entsprechen.

10
Turbinenrad/-rotor/-scheibe
12
achsensymmetrische Nut
14
Schwalbenschwanzschlitz
16
Loch
18
Schwalbenschwanzbasis
20
90°-Fräsewerkzeug
22
Werkzeughalterung (Schiene)
24
Querbohrung
26
seitliche Schlitzöffnung
28
Befestigungsplatte
30
Bankwerkzeug
130
Außenwerkzeug
32
Schleifwerkzeuganordnung
34, 134
Tragegriffe
36
Drehmomentmotor
38
Geschwindigkeitsreduzierer
40
90° versetzter Kopfhauptkörper
42
1/8'' Schenkelfräser
44
Antriebswellen-Aufnahmedurchgang
D
Mittellinie
M
Mittellinie
46
Antriebswellengehäuse
48
Antriebswelle
50
Kugellager
52
Kugellager
54
Wellenscheibenfeder
56
standardmäßiger NSK-Antrieb
58
Sicherungsring
60, 62
größere Lager
64
Sechskantmutter
66
Kontrollhebel
68
Schnittstelle
70
Bohrung
72
Gewindeverankerungsstab
74
Dichtungsring


Anspruch[de]
Schleifwerkzeug (30, 130), umfassend:

einen Hauptkörper (40),

eine Antriebswellenbohrung (44), die mindestens entlang eines Teilabschnitts der Länge des Hauptkörpers verläuft, wobei die Antriebswelle eine Mittelachse D hat, die parallel zu einer in Längsrichtung verlaufenden Zentralachse M des Hauptkörpers verläuft und gegenüber dieser seitlich verschoben ist;

eine Querbohrung, die im Allgemeinen mindestens teilweise durch den Hautkörper und diagonal zu dessen Längsachse verläuft, so dass sie den besagten Antriebswellendurchgang überschneidet;

eine Antriebswelle (48), die so angeordnet ist, dass sie sich durch den Antriebwellendurchgang des Hauptkörpers erstreckt; und

eine Kreuzkopfanordnung (50, 52, 54, 56, 58), die so in der Querbohrung angeordnet ist, dass wenn gewünscht ein Fräser in ihr aufgenommen und gehalten werden kann und dass sie angetrieben werden kann, damit der Fräser mittels der Antriebswelle gedreht wird.
Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzkopfanordnung eine 1/8''-Klemmhülse umfasst, in der ein 1/8''-Fräser (42) aufgenommen werden kann. Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, ferner mit einem Drehmomentmotor (36), der bedienbar an die Antriebswelle gekoppelt ist. Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 1, ferner mit einem Tragegriff (34, 134), der an den entfernt liegenden Endabschnitt des Hauptkörpers abnehmbar befestigt ist. Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragegriff selektiv bedienbar an den Hauptkörper gekoppelt ist, so dass er an dessen Zentralachse in Axialrichtung ausgereichtet werden kann. Schleifwerkzeug gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragegriff eine durch ihn verlaufende Bohrung (70) aufweist, in der selektiv ein Verankerungsstab (72) aufgenommen werden kann, und dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsstab selektiv an den Hauptkörper gekoppelt ist, so dass der Tragegriff an diesem befestigt wird. Verfahren zum Schleifen einer Kante eines Kühlungslochs (16) einer Schwalbenschwanznut (14), umfassend:

die Ausstattung mit einem Werkzeug (30, 130), das Folgendes aufweist: einen Hauptkörper (40), eine Antriebswellenbohrung (44), welche entlang mindestens eines Längenabschnitts des Hauptkörpers verläuft, wobei die Antriebswellenbohrung eine Zentralachse D aufweist, die parallel zu einer in Längsrichtung verlaufenden Mittelachse M des Hauptkörpers verläuft und dieser gegenüber seitlich versetzt ist, eine Querbohrung, die im Wesentlichen diagonal zu der Längsachse und mindestens teilweise durch den Hauptkörper verläuft, so dass sie den Durchgang für die Antriebswelle überkreuzt, eine Antriebswelle, die so angeordnet ist, dass sie durch den Antriebwellendurchgang des Hauptkörpers verläuft, eine Kreuzkopfanordnung (50, 52, 54, 58), die in der Kreuzbohrung angeordnet ist, so dass in ihr einen Fräser selektiv aufgenommen und gehalten werden kann und dass sie angetrieben werden kann, wodurch der Fräser mit Hilfe der Antriebswelle gedreht wird;

die Befestigung des Fräsers (42) an der Kreuzkopfanordnung;

die bedienfähige Kopplung des Drehmomentmotors (36) an der Antriebswelle;

das Einfügen des Hauptkörpers in eine Schwalbenschwanznut (14), so dass der Hauptkörper in einem Basisabschnitt der Schwalbenschwanznut und der Fräser anliegend an die zu schleifende Kante angeordnet wird;

das Ingangsetzen des Motors (36); und

die Versetzung des Fräsers um und entlang der Kante, um diese zu schleifen.
Verfahren gemäß Anspruch (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzschlitzanordnung eine 1/8''-Klemmhülse umfasst, und dass zu der Befestigung die Befestigung eines 1/8''-Fräsers (42) an der Kreuzkopfanordnung gehört. Verfahren gemäß Anspruch (10), ferner umfassend:

die Ausstattung mit einem Tragegriff (34, 134) und die Befestigung des Tragegriffs an dem entfernt liegenden Endabschnitt des Werkzeughauptkörpers (40).
Verfahren gemäß Anspruch (14), dadurch gekennzeichnet, dass der Tragegriff eine Bohrung (70) aufweist, die durch ihn hindurch verläuft und zur selektiven Aufnahme eines Verankerungsstabs dient, und dass der Verankerungsstab an den Hauptkörper gekoppelt ist.






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