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Dokumentenidentifikation DE202007007186U1 06.12.2007
Titel Kühlvorrichtung
Anmelder Kugler, Angelika, 82319 Starnberg, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Hansmann + Vogeser, 82319 Starnberg
DE-Aktenzeichen 202007007186
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.12.2007
Registration date 31.10.2007
Application date from patent application 19.05.2007
IPC-Hauptklasse F24F 5/00(2006.01)A, F, I, 20070519, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 13/06(2006.01)A, L, I, 20070519, B, H, DE   B60H 1/32(2006.01)A, L, I, 20070519, B, H, DE   B60H 1/00(2006.01)A, L, I, 20070519, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kühlvorrichtung zum Einbau in eine Öffnung in einer Außenwand oder Decke eines zu kühlenden Raumes mit einem Ventilator, der Luft durch die Kühlvorrichtung fördert und einem Netz oder Gitter, welches in der Öffnung angeordnet ist. Im Stand der Technik sind bereits Entlüftungsvorrichtungen für Fahrzeuge, insbesondere Wohnmobile und Wohnanhänger bekannt. Hierzu wird nur beispielsweise auf das Produkt "Omni-Vent" der Firma Omnistor und dem zugehörigen Prospekt dieser Firma sowie auf das Produkt TURBO-VENT der Firma fiamma und den zugehörigen Prospekt verwiesen.

Solche Ventilatoren dienen der Lösung des Problems, welches insbesondere Wohnmobil- und Wohnanhängerbenutzern im Sommer sehr vertraut ist: Solange der Wohnanhänger oder das Wohnmobil gefahren wird, ist durch den Fahrtwind meist eine hinreichende Belüftung und Kühlung sichergestellt. Wenn das Fahrzeug jedoch abgestellt ist, und gerade dann halten sich die Bewohner im Urlaub darin auf, heizt es sich, insbesondere wenn es nicht im Schatten steht, tagsüber außerordentlich stark auf. Die im Stand der Technik bekannten Entlüftungsvorrichtungen schaffen hier zwar im begrenzten Umfang Abhilfe, jedoch nur, wenn die Temperatur der Außenluft relativ niedrig ist. Wenn es außen aber ebenfalls heiß und gegebenenfalls feucht ist, bringt die reine Entlüftung wenig.

Alternativ dazu gibt es, insbesondere bei Wohnmobilen, eingebaute Klimaanlagen, die im Wesentlichen den für PKW's oder Omnibusse üblichen Klimaanlagen entsprechen. Diese haben jedoch den Nachteil, dass wegen des hohen Energieverbrauchs zu Ihrem Betrieb ein Laufenlassen des Fahrzeugmotors notwendig ist. In Wohnwägen können diese Geräte sowieso nicht verwendet werden, da üblicherweise keine ausreichende Energieversorgung zur. Verfügung steht. Außerdem sind solche Klimaanlagen sehr teuer und arbeiten üblicherweise mit hochgradig umweltschädlichen Kühlmitteln (halogenierte Kohlenwasserstoffe). Darüber hinaus ist der Betrieb solcher Klimaanlagen mit starken Lärmemissionen verbunden, die man im Urlaub nicht wünscht und die auf Campingplätzen häufig zu Ärger führen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine entsprechende Kühlvorrichtung zum Einbau in eine Öffnung in einer Außenwand oder Decke eines zu kühlenden Raumes, insbesondere eines Wohnwagens oder Wohnmobils, zu schaffen, die einen geringen Energieverbrauch aufweist, sehr leise betrieben werden kann und erheblich preisgünstiger herstellbar ist als übliche Klimaanlagen, dabei aber eine gegenüber einer reinen Belüftung erheblich gesteigerte Kühlwirkung aufweist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass in der Öffnung ein Netz oder Gitter angebracht ist, welches mittels einer oder mehrerer Spritzdüsen mit Wasser besprüht wird. Zu diesem Zweck werden eine oder mehrere Spritzdüsen vorgesehen, die auf das Netz oder Gitter gerichtet sind, und die aus einem Wasserreservoir über eine Pumpe oder über ein Magnetventil aus dem bordeigenen Druckwassersystem mit Wasser versorgt sind.

Auf diese Weise fördert der Ventilator warme Außenluft durch das befeuchtete Gitter. Das Gitter weist eine erhebliche Oberfläche auf, sodass eine starke Verdunstung auftritt. Die entstehende Verdunstungskälte kühlt die nach innen geförderte Außenluft erheblich ab. Gleichzeitig wird die Außenluft befeuchtet, sodass das übliche Klimaanlagenproblem, nämlich die extreme Trockenheit der von der Klimaanlage heruntergekühlten Luft, hier ebenfalls vermieden wird.

Vorzugsweise werden die Spritzdüsen auf der Außenseite des Netzes oder Gitters angeordnet. Auf diese Weise wird Platz im Wohnanhänger oder Wohnmobil gespart.

Bei einer solchen Anordnung der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung ist es dann besonders bevorzugt, innenraumseitig von dem Netz oder Gitter ein weiteres Netz oder Gitter anzuordnen. Dieses weitere Netz oder Gitter dient dazu, möglicherweise gelegentlich anfallendes überschüssiges Wasser, welches aus dem ersten Netz oder Gitter abtropft, aufzufangen, damit auf diese Weise verhindert wird, dass Wasser aus der Kühlvorrichtung in den Innenraum tropft.

Um eine optimale Dosierung des aufzuspritzenden Wassers zu erreichen, ist die Pumpe oder das Magnetventil vorzugsweise über eine Intervallschaltung gesteuert. Auf diese Weise kann ein entsprechender Sprühstoß alle 30 bis 60 Sekunden ausgelöst werden. In der Zwischenzeit trocknet das ventilatorseitige Netz oder Gitter langsam wieder ab.

Besonders bevorzugt ist es dabei, die Intervallschaltung temperaturabhängig gesteuert zu gestalten, sodass das Zeitintervall zwischen zwei Sprühstößen bei höherer Temperatur geringer und bei niedrigerer Temperatur größer wird. Auf diese Weise lässt sich sowohl eine Regelung der Kühlwirkung dahingehend erzielen, dass die eingeblasene Luft gerade auf eine angenehme Temperatur abgekühlt wird, und andererseits wird eine Überdosierung von Wasser, die zu Tropfenbildung führen könnte, vermieden.

Als besonders bevorzugter Werkstoff für das dem Ventilator zugewandte Netz oder Gitter hat sich Baumwolle erwiesen. Diese weist nämlich die Fähigkeit auf, das Wasser teilweise auch aufzusaugen und auf diese Weise zusätzlich zu speichern sowie das Wasser wie ein Docht weiterzuleiten, sodass eine gleichmäßigere Verteilung des aufgesprühten Wassers auf dem Netz oder Gitter erzielt werden kann.

Als optimale Maschenweite für das ventilatorseitige Netz oder Gitter hat sich eine Maschenweite von 1 bis 2 mm erwiesen.

Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand der in der anliegenden Zeichnung dargestellten Ausführungsform näher erläutert. Es zeigt:

1 eine Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße Kühlvorrichtung 10;

2 eine Schnittdarstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung 100 von der Seite;

3 die Kühlvorrichtung der 2 von innen gesehen; und

4 eine Schnittdarstellung der Kühlvorrichtung der 2 von oben gesehen.

In 1 ist eine Kühlvorrichtung 10 in das Dach 12 eines Wohnwagens oder Wohnmobils eingesetzt. Zu diesem Zweck ist in dem Dach 12 eine Öffnung 14 vorgesehen. Bei dieser Öffnung kann es sich beispielsweise um eine Dachluke handeln, andererseits kann aber auch eine spezielle Öffnung 14 für die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung geschaffen werden. An dieser Öffnung 14 ist ein elektrisch angetriebener Ventilator 16 mittels einer Halterung 18 außen befestigt. Dieser Ventilator 16 umfasst einen Elektromotor 20 und eine Luftschraube 22 oder ein entsprechendes anderes geeignetes Lüfterrad oder einen Rotor. Von einer näheren Beschreibung des Ventilators und seiner Halterung 18 wird hier abgesehen, da diese Teile gemäß dem in der Einleitung genannten Stand der Technik ausgeführt sein können.

Auf der Innenseite der Öffnung 14 ist ein ventilatorseitiges Gitter 24 und ein raumseitiges Gitter 26 hintereinander dergestalt angebracht, dass jedes dieser Gitter die Öffnung vollständig überdeckt und verschließt. Das ventilatorseitige Gitter 24 besteht dabei vorzugsweise aus einem Baumwollgewebe mit einer Maschenweite von 1 bis 2 mm.

Das raumseitige Gitter 26 kann ebenfalls aus einem Baumwollgewebe, jedoch auch als Kunststoffgitter ausgeführt sein.

Erfindungsgemäß ist hier zusätzlich an der Ventilatorhalterung 18 eine oder mehrere Spritzdüsen 28 vorgesehen. Die Spritzdüsen sind dabei auf das ventilatorseitige Gitter 24 gerichtet und sind so ausgebildet, dass sie einen möglichst breiten Sprühstrahl liefern. Die Düsen 28 sind über eine dünne Wasser-Druckleitung mit einer Pumpe 30 verbunden. Diese Pumpe 30 ist vorzugsweise ebenfalls elektrisch angetrieben und fördert Wasser aus einem Reservoir 32, beispielsweise einem Wassertank oder Wasserkanister, und führt dieses Wasser mit erhöhtem Druck den Düsen 28 zu. Die Stromversorgung der Pumpe 30 erfolgt vorzugsweise über eine elektronische Intervallschaltung 34 aus dem Bordnetz des Wohnwagens oder Wohnmobils (hier durch Akkumulator 36 dargestellt).

2 zeigt eine weitere besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Dabei ist eine erfindungsgemäße Kühlvorrichtung 100 in die Öffnung für das Rückfenster 116 eines Wohnwagens oder Wohnmobils eingesetzt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass Tropfwasserbildung vollständig vermieden werden kann und eine wesentlich größere Netz- oder Gitterfläche zum Verdunsten des Wassers zur Verfügung gestellt werden kann. Auf diese Weise lässt sich die Effizienz der Kühlvorrichtung noch erheblich steigern. In diesem Fall besteht die Kühlvorrichtung wiederum aus einem Netz oder Gitter 24, welches die Öffnung für das Rückfenster 116, ganz, oder wie hier dargestellt, teilweise abdeckt. Bei nur teilweiser Abdeckung kann die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung 100 eine Plexiglasscheibe 110 umfassen, die den restlichen Bereich der Fensteröffnung abdeckt. In dem Bereich, in dem das Gitter 24 angeordnet ist, ist eine ebenfalls aus einem durchsichtigen Kunststoff gefertigte leicht nach innen gewölbte Tasche 112 vorgesehen. Diese Tasche dient einerseits der Luftführung, denn die Tasche 112 reicht nicht ganz bis zum oberen Ende der Öffnung, sondern lässt dort einen hinreichend großen Spalt von etwa 5 bis 10 cm zum Durchströmen der abgekühlten Luft offen. Im übrigen Bereich verhindert diese Tasche 112 aber sicher das Eindringen von Spritzwasser in den zu kühlenden Raum. Vorzugsweise kann hier sogar noch ein Ablauf 114 für überschüssiges Spritzwasser vorgesehen sein, der dieses Spritzwasser in das Wasserreservoir 32 zurückführt. Auch hier werden für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet.

Aus dem Wasserreservoir 32 wird ebenso wie bei der Vorrichtung gemäß 1 das Wasser über eine Pumpe 30, die über eine vorzugsweise temperaturabhängige gesteuerte Intervallschaltung 34 mit dem Bordnetz (hier durch den Akkumulator 36 angedeutet) verbunden ist, gefördert. Von der Pumpe 30 führt ebenfalls eine dünne Schlauch- oder Rohrleitung zu einer oder mehreren Düsen 28, die hier ebenfalls von außen auf das Netz oder Gitter 24 gerichtet sind. Vorzugsweise können die Düsen 28 dabei so gestaltet und eingestellt sein, dass ihr Sprühbereich lediglich denjenigen Bereich des Netzes oder Gitters 24 umfasst, der sich im Bereich der taschenförmigen Auffangvorrichtung 112 befindet. Auf diese Weise kann noch besser sichergestellt werden, dass keine Wassertropfen in den Innenraum gelangen.

Bei der hier dargestellten Ausführungsform ist das Rückfenster 116, wie bei den meisten Wohnmobilen oder Wohnwagen üblich, als um eine horizontale Achse in der Nähe der Oberkante des Fensters schwenkbares Fenster ausgebildet. Im hier dargestellten Zustand ist dieses Fenster 116 in einem Winkel von etwa 45° hochgeklappt und mittels Halterungen 122 abgestützt. In die dadurch entstehenden Rückfensteröffnung ist die Kühlvorrichtung 100 eingesetzt. Dies hat den Vorteil, dass das Rückfenster 116 auch gleich als Windschutz dient. Zur weiteren Verbesserung des Windschutzes können erfindungsgemäß seitlich noch Windschutzplatten 120 mit der Form eines seitlich abgeschrägten Rechtecks angebracht werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung 100 auch bei starkem Wind störungsfrei betrieben werden kann. Bei Windstille kann man sich natürlich die Montage der Platten 120 sparen. Die Platten 120 bestehen vorzugsweise ebenfalls aus durchsichtigem, klarem Kunststoff.

Die Spritzdüsen 28 sind vorzugsweise an den Halterungen 122 für das Rückfenster 116 angebracht. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Abstand der Spritzdüsen 28 zu dem Gitter 24 stets genau eingehalten wird. So wird eine gleichmäßige Befeuchtung des Gitters oder Netzes 24 und eine richtige Wasserdosierung sichergestellt.

Die Vorrichtung 100 kann beispielsweise mit Schraub- oder Federklemmen 130 in der Fensteröffnung befestigt sein.

Diese besonders bevorzugte Kühlvorrichtung 100 kann auf diese Weise beim Parken des Wohnwagens oder Wohnmobils nach dem Öffnen des Rückfensters sehr schnell dort eingesetzt werden. Sodann müssen die Düsen 28 nur noch an den Verstrebungen 122 angeklipst werden und das System ist betriebsbereit.

Bei der in den 2 bis 4 beschriebenen Ausführungsform der Erfindung dient ein in den Figuren nicht dargestellter Ventilator der Luftförderung, dieser kann beispielsweise, wie in vielen Wohnwägen oder Wohnmobilen bereits serienmäßig oder als Zubehör vorgesehen, in einer Dachluke des Fahrzeugs eingesetzt sein. Ebenso kann beispielsweise der Ventilator der Fahrzeuglüftung bei einem Wohnmobil nach Umkehrung seiner Drehrichtung für diesen Zweck verwendet werden. Weitere Anbringungsmöglichkeiten für einen solchen Ventilator sind denkbar, beispielsweise beim Wohnmobil in der Öffnung des heruntergedrehten Beifahrer- oder Fahrerfensters.

Bei dieser zweiten Ausführungsform der Erfindung lässt sich eine optimale Größe des Netzes oder Gitters 24 darstellen. Im Bedarfsfall kann das Netz oder Gitter 24 und der zugehörige taschenförmige Wasserauffangbehälter 112 auch die gesamte Fläche des Rückfensters einnehmen. Der Scheibenabschnitt 110 entfällt dann ganz.

Bei Fahrzeugen mit bordeigenem Druckwassersystem kann die Pumpe 30 durch ein entsprechendes Magnetventil ersetzt werden, welches einfach an das Druckwasserbordnetz angeschlossen ist.

Die Intervallschaltung 34 kann vorzugsweise abhängig von der Innen- und/oder Außentemperatur dergestalt gesteuert werden, dass die Zeitdauer zwischen den Sprühintervallen bei zunehmender Temperatur abnimmt und/oder die Zeitdauer der Sprühintervalle selbst bei zunehmender Temperatur verlängert wird. Auf diese Weise lässt sich zum einen die Kühlleistung in Abhängigkeit von der Innen- und/oder Außentemperatur regeln. Gleichzeitig lässt sich sicherstellen, dass die von der Kühlvorrichtung in den Innenraum geförderte Luft unabhängig von der Außentemperatur stets eine angenehme Temperatur aufweist, und schließlich lässt sich vermeiden, dass durch eine Überdosierung des Sprühwassers überschüssiges Wasser aus dem Gitter oder Netz 24 abtropft.

Für den Fall, dass dies aufgrund ungünstiger Bedingungen doch einmal geschehen sollte, ist erfindungsgemäß vorzugsweise ein weiteres Gitter oder Netz 26 innenraumseitig von dem Gitter oder Netz 24 angeordnet. Dieses kann ebenfalls aus Baumwollgewebe hergestellt sein, es kann sich aber auch um ein Kunststoffgitter handeln. Letzteres stellt dann gleichzeitig einen Schutz für das ventilatorseitige, aus weichem Baumwollgewebe bestehende Gitter oder Netz 24 gegen mechanische Beschädigungen und Beanspruchungen aus dem Innenraum dar.

Die temperaturabhängige Steuerung der Intervallschaltung 34 kann beispielsweise über einen temperaturabhängigen Widerstand erfolgen, über den einer der Kondensatoren der Intervallschaltung 34 aufgeladen oder entladen wird.

Die vorliegende Erfindung benötigt im Vergleich zu konventionellen Klimaanlagen, die mit einem Wärmetauscher arbeiten, erheblich weniger Energie, denn es wird nur die Energie für den Ventilator benötigt, über den auch eine Klimaanlage verfügen muss, wenn diese im stehenden Fahrzeug betrieben werden soll, und minimale Energie für die Wasserpumpe oder das Magnetventil. Trotzdem wird durch die Wasserverdunstung eine ganz erhebliche Kühlwirkung erreicht. Die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung eignet sich daher nicht nur zum Einbau in Wohnwägen oder Wohnmobile, sondern auch zur Verwendung bei Booten, Yachten, kleinen Ferienhäuschen oder Strandhütten. Sowohl der Aufwand für die Herstellung der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung als auch der Energieaufwand für den Betrieb sind um Größenordnungen geringer als für eine "klassische" Klimaanlage mit Wärmetauscher. Die klassischen Klimaanlagen mit Wärmetauscher sind nämlich nur für große Gebäude mit entsprechend hohem Kältebedarf sinnvoll. Solche Klimaanlagen mit Wärmetauscher jedoch in Fahrzeugen anzuwenden, ist eigentlich unsinnig, da dort das zu kühlende Raumvolumen in keinem Verhältnis zum baulichen und energetischen Aufwand einer solchen Klimaanlage mit Wärmetauscher steht. Hier schafft die vorliegende Erfindung für Räume bis etwa 20 Kubikmeter eine wesentlich preisgünstigere und energieeffizientere Alternative. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Drehzahl und damit die Förderleistung des elektrischen Ventilators 16 in Abhängigkeit von der Temperatur zu regeln und/oder den Abstand zwischen den Sprühintervallen und/oder die Länge der Sprühintervalle wiederum in Abhängigkeit von der Drehzahl des elektrischen Ventilators 20 zu regeln. Auf diese Weise kann die Effizienz weiter gesteigert werden und unnötiger Wasserverbrauch vermieden werden.

Schließlich weist die vorliegende Erfindung den weiteren Vorteil auf, dass durch das stets feucht gehaltene Gitter oder Netz 24 eine zusätzliche Reinigung der durchgeblasenen Luft erfolgt, da sich durch die Feuchtigkeit dort auch sehr feine Luftverschmutzungen wie Blütenpollen, Feinstaub, Dieselruß etc. wesentlich besser als bei einem trockenen Filter niederschlagen. Die vorliegende Erfindung weist also zusätzlich besondere Vorzüge für beispielsweise Allergiker oder Asthmatiker auf.


Anspruch[de]
Kühlvorrichtung (10) zum Einbau in eine Öffnung in einer Außenwand oder im Dach (12) eines zu kühlenden Raumes mit einem Ventilator (16), der Luft durch die Kühlvorrichtung (10) fördert, wobei die Kühlvorrichtung (10) ein Netz oder Gitter (24) umfasst, welches in der Öffnung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Spritzdüsen (28) vorgesehen sind, die auf das Netz oder Gitter (24) gerichtet sind und die aus einem Wasserreservoir (32) über eine Pumpe (30) oder ein Magnetventil mit Wasser versorgt sind. Kühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (16) vor der Öffnung außerhalb des zu kühlenden Raumes angeordnet ist, und das Netz oder Gitter (24) zwischen dem Ventilator (16) und dem zu kühlenden Raum angebracht ist. Kühlvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse(n) (28) zwischen dem Ventilator (16) und dem Netz oder Gitter (24) angeordnet sind. Kühlvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass innenraumseitig von dem Netz oder Gitter (24) ein weiteres Netz oder Gitter (26) angebracht ist. Kühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung durch ein geöffnetes Rückfenster (116) des Wohnwagens oder Wohnmobils gebildet ist, und der Ventilator (16) in einer Luke im Dach des Wohnwagens oder Wohnmobils angeordnet ist. Kühlvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite des Gitters oder Netzes (24) ein nach innen gewölbtes Kunststoffteil (112) angeordnet ist, welches seitlich und unten die Öffnung dicht verschließt und zwischen seiner Oberkante und der Oberkante der Öffnung einen Spalt von 5 bis 10 cm bildet. Kühlvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterkante des Kunststoffteils (112) ein Wasserablauf (114), der zu dem Wasserreservoir (32) führt, angeordnet ist. Kühlvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffteil (112) aus durchsichtigem Kunststoff besteht. Kühlvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei das Rückfenster (116) durch Schwenken um seine Oberkante nach außen geöffnet ist, und an den Seitenkanten des Rückfensters (116) senkrechte Platten (120) aus durchsichtigem Kunststoff angeordnet sind, die die Form eines entsprechend abgeschrägten Rechtecks aufweisen und sich etwa bis zur Unterkante der Öffnung des Rückfensters nach unten erstrecken. Kühlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (30) oder das Magnetventil über eine Intervallschaltung (34) gesteuert sind. Kühlvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Intervallschaltung (34) temperaturabhängig gesteuert ist. Kühlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Netz oder Gitter (24) aus saugfähigem Gewebe, beispielsweise Baumwolle oder Leinen gefertigt ist. Kühlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Netz oder Gitter (24) eine Maschenweite von 1 bis 2 mm aufweist.






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