PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60034677T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001192616
Titel VORRICHTUNG ZUR DARSTELLUNG VON BILDERN DURCH EINEN HALBDURCHSICHTIGEN SPIEGEL
Anmelder Erkelens Enterprises, Den Haag, NL
Erfinder DE KOSTE, Frank A., NL-2596 VL Den Haag, NL
Vertreter Glawe, Delfs, Moll, Patentanwälte, 20148 Hamburg
DE-Aktenzeichen 60034677
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.09.2000
EP-Aktenzeichen 009703067
WO-Anmeldetag 25.09.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/NL00/00685
WO-Veröffentlichungsnummer 2001026082
WO-Veröffentlichungsdatum 12.04.2001
EP-Offenlegungsdatum 03.04.2002
EP date of grant 02.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 13/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anzeigen von Bildern, insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, Werbebildern, wobei die Vorrichtung versehen ist mit

  • – einem halbdurchlässigen Spiegel, dessen reflektierende Seite auf den Betrachter gerichtet ist
  • – Projektionsmitteln, mittels welcher ein Bild auf die Rückseite des Spiegels projiziert werden kann,
  • – einem Gehäuse, das so ausgebildet ist, dass wenn die Projektionsmittel in Betrieb sind, der Betrachter das projizierte Bild sieht, und wenn die Projektionsmittel nicht in Betrieb sind, der Betrachter sein eigenes Spiegelbild sieht,
  • – Steuermitteln (19), über welche die Projektionsmittel gesteuert werden, um eine Reihe von Bildern zu projizieren.

Solche Vorrichtungen sind in verschiedenen Formen bekannt. Es wird auf die britische Patentanmeldung Nr. GB-2316792, die europäische Patentanmeldung EP 0303568, das französische Patent FR-2727232, die deutsche offen gelegte Patentanmeldung DE-3242409 und die internationale Patentanmeldung WO-9523401 Bezug genommen. In allen diesen Fällen fungiert die Vorrichtung als eine unabhängige Einheit, die höchstens einen Anschluss an das Elektrizitätsnetz erfordert, um die elektronischen Schaltungen zu speisen, aber ansonsten keinen Anschluss zu der Außenwelt aufweist. (Gegebenenfalls kann die Vorrichtung auch über andere Mittel wie etwa eine Batterie, Solarzellen und so weiter gespeist werden).

Eine mit einem Sensor versehene Ausführungsform, mit der ein vor dem Spiegel stehender Betrachter detektiert werden kann, wird in dem US-Patent 4,765,076 beschrieben. Bei dieser Ausführungsform ist die Vorrichtung passiv, d.h., keine Bilder werden angezeigt, solange sich niemand in der Nähe des Spiegels befindet. Wenn der Sensor ein Signal an die Vorrichtung schickt, beginnt die Vorrichtung mit dem Anzeigen von Bildern.

Eine Ausführungsform der Vorrichtung, bei der der Betrachter die angezeigten Bilder beeinflussen kann, wird in dem französischen Patent FR-2586182 beschrieben. Bei dieser bekannten Vorrichtung wurde eine Steuertafel mit einer Reihe von Knöpfen oder anderen Steuerelementen in der direkten Nähe des Spiegels platziert, über die der Betrachter die angezeigten Bilder beeinflussen kann. Eine derartige Ausführungsform ist jedoch mit dem Nachteil behaftet, dass ein solches Steuerpanel gegenüber Vandalismus empfindlich ist, so dass es bei Austausch einer derartigen Vorrichtung in einem öffentlichen Raum wie etwa einer Telefonzelle, einem Bahnhofsgebäude, einer Bücherei, einer Bar oder einem Restaurant, einem Theater und ähnlichem zu erwarten ist, dass die Reparaturkosten schnell stark ansteigen.

Die Erfindung hat zur Aufgabe anzuzeigen, auf welche Weise ein Betrachter die angezeigten Bilder beeinflussen kann, ohne dass die Vorrichtung selbst mit externen Steuermitteln versehen ist.

Diese Aufgabe wird von einer Vorrichtung des im Oberbegriff erwähnten Typs gelöst, weil die Vorrichtung weiterhin mit einem Anschluss an ein Telekommunikationsnetz versehen ist, über welches Netzwerk die Steuermittel Instruktionen empfangen können, mit welchen auf die angezeigten Bilder Einfluss ausgeübt werden kann.

Eine erste bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Netzwerk ein Mobiltelefonnetzwerk ist, und dass die Steuermittel mit einem Mobiltelefongerät verbunden sind. Bei dieser Ausführungsform kann jeder Benutzer, der ein Mobiltelefon besitzt, das mit der Vorrichtung verbundene Telefongerät anrufen. Die Nummer des verbundenen Telefongeräts kann beispielsweise in den angezeigten Bildern integriert sein und kann somit dem Betrachter fast kontinuierlich zur Verfügung stehen. Sobald die Verbindung hergestellt wird, kann der Betrachter die Bilder auf bestimmte Weise durch Eintippen verschiedener Zahlen beeinflussen.

Eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Netzwerk ein kabelgebundenes Netzwerk ist, und dass die Steuermittel an ein Telefongerät angeschlossen sind, das für ein kabelgebundenes Netzwerk bestimmt ist. Außerdem können kabelgebundene Telefongeräte über ein Mobiltelefongerät erreicht werden, so dass der Betrachter mit einem Mobiltelefongerät die gleichen Optionen wie jene oben angegebenen besitzt.

Wie erwähnt kann der Betrachter eine Telefonnummer, die auf dem Spiegel projiziert ist, über ein Mobiltelefongerät anrufen und kann folgend durch Drücken von Wahltasten oder das Sprechen bestimmter Wörter Instruktionen für die Steuermittel bereitstellen. Insbesondere wird für letzteres angenommen, dass Spracherkennungsschaltungen integriert sind. Die Anwendung solcher Schaltungen zum Bereitstellen von Instruktionen ist in der Telefonwelt schon seit geraumer Zeit bekannt.

Insbesondere kann der Betrachter visuelle Instruktionen auf dem Display seines Mobiltelefongeräts empfangen, wenn die Vorrichtung mit einer Datenbank versehen ist, mit welcher eine so genannte SMS-Mitteilung auf den Anzeigebildschirm des Mobiltelefons des Betrachters geschickt werden kann.

Im obigen Text kann im Allgemeinen der Betrachter einen Einfluss auf die angezeigten Bilder ausüben. Insbesondere kann die Vorrichtung derart ausgeführt sein, dass die Sequenz der angezeigten Bilder durch die Steuermittel auf der Basis der Instruktionen geändert werden kann. Es ist auch möglich, die Geschwindigkeit, mit welcher Bilder angezeigt werden, auf der Basis der von den Steuermitteln empfangenen Instruktionen zu variieren.

Neben dem Anzeigen von Bildern ist es in vielen Fällen wünschenswert, dass die Vorrichtung ferner mit Tonerzeugungsmitteln versehen ist, mit welchen Ton entweder in Kombination mit den angezeigten Bildern oder separat präsentiert werden kann.

Die Erfindung soll in den folgenden Figuren weiter erläutert werden.

1 zeigt eine sehr schematische erste Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung.

2 zeigt eine sehr schematische zweite Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung.

Die Vorrichtung 10 ist in 1 sehr schematisch im Querschnitt gezeigt. Die Vorrichtung umfasst einen auf der Vorderseite des Gehäuses 14 vorgesehenen halbdurchlässigen Spiegel 12. Ein Projektor 16 befindet sich derart im Gehäuse, dass Bilder auf die Rückseite des halbdurchlässigen Spiegels 12 projiziert werden können, wie schematisch durch die Strahlbahn 18 angezeigt. Zudem ist die Vorrichtung bevorzugt mit Mitteln 17 versehen, mit denen Ton (Musik, Sprache usw.) präsentiert werden kann. Es wird angenommen, dass der Projektor 16 in der Lage ist, ein Bild aus einer Serie von Bildern anzuzeigen, wobei der Projektor 16 beispielsweise mit einem Speicher oder etwas ähnlichem versehen ist, in dem die Bilder gespeichert sind.

Insbesondere ist der Projektor online mit einer (externen) Datenbank verbunden, die für den Zweck des Anzeigens einer Serie von Bildern programmiert ist. Diese Datenbank ist sowohl der interaktive visuelle als auch interaktive auditive externe Speicher des Spiegels.

Der Projektor 16 wird online über das Telefonnetzwerk über eine Steuereinheit 18 gesteuert, womit Instruktionen an die Steuereinheit 19 derart geliefert werden können, dass die Sequenz, mit der die Bilder (und in Kombination damit fakultativ die Audiomitteilungen oder unterstützende Musik) angezeigt werden, geändert werden kann. Die Steuereinheit 18 wiederum ist mit einem Mobiltelefongerät 20 verbunden, dass der Einfachheit halber in das Gehäuse integriert ist. Dies ermöglicht eine direkte Kommunikation mit der Datenbank, die dafür programmiert ist. Man kann den Spiegel adressieren, und die GSM-Einheit in dem Spiegel wird wie durch die externe Datenbank gesteuert reagieren. Die GSM-Einheit leitet SMS-Mitteilungen weiter, hat eine Steuerfunktion hinsichtlich einer Detektion von Defekten, die über große Entfernungen beobachtet werden können.

Im freilaufenden Status wird der Projektor 16 beispielsweise eine vorbestimmte Serie von Bildern auf der Rückseite des Spiegels 12 projizieren. Der auf der Vorderseite des Spiegels befindliche Betrachter 22 wird deshalb in der Lage sein, sich während einer ersten Periode selbst zu sehen, und wird dann in einer zweiten Periode in der Lage sein, das auf die Rückseite des Spiegels projizierte Bild zu betrachten. Wenn der Betrachter weitere Informationen hinsichtlich eines bestimmten Bildes wünscht, beispielsweise durch Anfordern von mehr Informationen hinsichtlich des angezeigten Subjekts oder etwas ähnlichem, kann er dafür sein eigenes Mobiltelefongerät 24 verwenden. Mit der Hilfe dieser Vorrichtung 24 wird das Gerät 20kontaktiert. Die Steuereinheit 18 wird danach beginnen, Fragen zu generieren, auf die der Betrachter reagieren kann, indem er eine oder mehrere Tasten auf dem Telefongerät drückt. Ein derartiges Verfahren zum Einführen von Instruktionen in ein Telefonsystem per se ist für eine Reihe unterschiedlicher Zwecke bekannt und erfordert keine weitere Erläuterung. Je nach den gedrückten Tasten stellt die Steuereinheit 18 nun sicher, dass der Projektor 16 eine andere Sequenz von Bildern erzeugt.

Es ist auch möglich, die Zeit zu verlängern oder abzukürzen, während der jedes Bild auf diese Weise verbleibt.

2 zeigt eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, wobei tatsächlich lediglich das Mobiltelefongerät durch ein kabelgebundenes Telefongerät ersetzt worden ist. Die gleichen Bezugszahlen sind wie in 1 mit Ausnahme des kabelgebundenen Telefongeräts verwendet worden, dem die Bezugszahl 26 gegeben worden ist. Es versteht sich, dass das Gerät 26 tatsächlich nur mit der erforderlichen Elektronik versehen werden muss, um die Telefonsignale zu senden und zu empfangen, und dass ein Telefonhörer und Mikrofon nicht notwendigerweise erforderlich sind.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Anzeigen von Bildern, insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, Werbebildern, wobei die Vorrichtung versehen ist mit

– einem halbdurchlässigen Spiegel (12), dessen reflektierende Seite auf den Betrachter (22) gerichtet ist,

– Projektionsmitteln (16), mittels welcher ein Bild auf die Rückseite des Spiegels projiziert werden kann,

– einem Gehäuse (14), das so ausgebildet ist, dass wenn die Projektionsmittel in Betrieb sind, der Betrachter das projizierte Bild sieht, und wenn die Projektionsmittel nicht in Betrieb sind, der Betrachter sein eigenes Spiegelbild sieht,

– Steuermitteln (19), über welche die Projektionsmittel gesteuert werden, um eine Reihe von Bildern zu projizieren,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung ferner versehen ist mit einem Anschluss an ein Telefonkommunikationsnetzwerk (20), über welches Netzwerk die Steuermittel (19) Instruktionen empfangen können, mit welchen auf die angezeigten Bilder Einfluss ausgeübt werden kann.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Netzwerk ein Mobiltelefonnetzwerk ist, und dass die Steuermittel an ein Mobiltelefongerät angeschlossen sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Netzwerk ein kabelgebundenes Netzwerk ist, und dass die Steuermittel an ein Telefongerät angeschlossen sind, das für ein kabelgebundenes Netzwerk bestimmt ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrachter eine Telefonnummer, die auf dem Spiegel projiziert ist, über ein Mobilfunkgerät anrufen kann und darauf folgend für die Steuermittel Instruktionen bereitstellen kann, indem spezifische Tasten gedrückt werden oder bestimmte Worte gesprochen werden. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einer Datenbank versehen ist, mit welcher eine so genannte SMS-Mitteilung auf den Anzeigebildschirm des Mobiltelefons des Betrachters geschickt werden kann. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ferner mit Tonerzeugungsmittel versehen ist, mit welchen Ton in Kombination mit den angezeigten Bildern oder separat präsentiert werden kann. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel die Sequenz der angezeigten Bilder auf der Basis der Instruktionen ändern können. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel die Geschwindigkeit, mit welcher die Bilder angezeigt werden, auf der Basis der empfangenen Instruktionen variieren können.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com