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Dokumentenidentifikation DE60121246T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001149709
Titel Verfahren zur Sicherheitsbeschichtung von Dokumenten
Anmelder 3M Security Printing and Systems Ltd., Oldham, Lancashire, GB
Erfinder Mann, Paul, Sholver, Oldham OL9 4NN, GB;
Wells, Ivan, Appleton, Warrington WA4 5HZ, GB
Vertreter Grättinger & Partner (GbR), 82319 Starnberg
DE-Aktenzeichen 60121246
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.04.2001
EP-Aktenzeichen 013038708
EP-Offenlegungsdatum 31.10.2001
EP date of grant 05.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse G03G 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G03G 8/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B41M 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Verbesserungen bei der Tonerhaftung und -sicherheit.

Es ist schon seit langem bekannt, dass Tonerabscheidungssysteme eine Anzahl von Schwächen aufweisen, die sie zur Verwendung mit manipulationsanfälligen Daten ungeeignet machen.

Zwei dieser Schwächen haben mit der Art und Weise zu tun, wie der Toner auf der Papieroberfläche angehaftet wird, und beide beeinträchtigen die Sicherheit des Dokuments. Eine dritte hat mit der Materialzusammensetzung von Toner zu tun.

Das erste Problem ist die Auswirkung, die Variationen der Papieroberfläche auf die Haftung haben. Es wurde nachgewiesen, dass Eindellungen, zum Beispiel Wasserzeichen, und normale Variationen der Oberflächenmerkmale des Papiers die Festigkeit der Haftung zwischen dem Toner und der Oberfläche verringern können. Das kann dazu führen, dass der Toner während der Lebensdauer des Dokuments abbröckelt oder in extremen Fällen überhaupt nicht anhaftet. Dokumente mit schlechter Haftung oder unvollständigen Buchstaben infolge dieses Problems lenken vom Erkennen absichtlicher Manipulationen ab, weil die Personen, die das Dokument überprüfen, sich daran gewöhnen, Variationen in den Buchstaben echter Daten zu sehen, und darum schwerer feststellen können, was absichtlich verändert wurde.

Das zweite Problem ist, dass, wenn die Haftung des Toners nicht durch die Oberfläche des Papiers dringt, dies dazu führt, dass die Haftung allein durch physische Kraft aufgehoben werden kann, was wiederum bedeuten kann, dass der Grad der Verteilung auf der Oberfläche des Substrats gering ist, was bedeutet, dass das Erkennen mit visuellen Mitteln sehr schwierig ist. Das dritte Problem liegt in dem Material, das zum Herstellen des Toners verwendet wird. Toner war nie zur Verwendung als ein Sicherheitsmerkmal vorgesehen, weshalb die Mehrzahl der üblichen Toner keine Materialien enthält, die sich zum Erkennen durch Maschinenlesetechniken anbieten.

Mit der steigenden Nachfrage nach höheren Geschwindigkeiten bei der Personalisierung von Sicherheitsdokumenten hat die Verwendung von Tonerabscheidungssystemen zugenommen, und dieser Prozess wurde unter Berücksichtigung dieser drei wesentlichen Probleme entwickelt. Es ist ein Prozess, der die Sicherheit von mit Toner erzeugten Daten erhöht und ein Verfahren anbietet, mit dem die Unversehrtheit der Beschichtung mit Hilfe von Maschinenlesetechniken verifiziert werden kann.

In EP A 0839670 haben wir ein Verfahren zur Sicherheitsbeschichtung von Dokumenten vorgeschlagen, wobei eine Beschichtung auf fixierte Markierungen wie zum Beispiel lasergedruckte Zeichen aufgebracht wird, um die Markierungen vor Abnutzung und Manipulation zu schützen.

US 5045426 schlägt vor, dass, bevor ein Dokument laserbedruckt wird, eine Trägerbahn durch Aufbringen einer adhäsionsverstärkenden Zusammensetzung auf die Bahn wenigstens an ausgewählten Stellen, wo die Bahn bedruckt werden soll, hergestellt wird, wobei das Aufbringen durch Bedrucken mit einer Flexodruckmaschine ausgeführt werden kann – ein Verfahren, das insbesondere bei Kunststoffbahnen angewendet wird. Die Bahn wird dann in den auf diese Weise vorbereiteten Bereichen laserbedruckt, aber es wird nicht das Aufbringen einer Beschichtung über den Markierungen gelehrt, um diese vor Abnutzung oder Manipulation zu schützen, auch wenn die Adhäsion an der Bahn durch die Beschichtung vor dem Bedrucken verbessert wird.

Dieses Verfahren hat drei Aufgaben. Die erste besteht darin, eine Oberfläche herzustellen, die einen Toner stärker anhaften lässt als die Oberfläche des Papiers. Die zweite besteht darin, auf ausgewählten Bereichen des Dokuments eine Sicherheitsbeschichtung aufzubringen, welche die Sicherheit des Toners verbessert, wodurch es möglich wird, die Unversehrtheit der darunterliegenden Daten mit Hilfe von Maschinenlesetechniken zu verifizieren. Durch dieses Verfahren wird es außerdem möglich, die Materialien nur dort aufzubringen, wo die mittels Toner erzeugten Daten aufgebracht sind, wodurch der Materialeinsatz minimiert wird.

Die Erfindung stellt ein Verfahren zur Sicherheitsbeschichtung eines Dokuments bereit, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: zunächst Auftragen einer Vorbeschichtung, indem ein Beschichtungsmaterial auf ausgewählte Bereiche eines Substrats aufgedruckt wird, dann Bedrucken der ausgewählten Bereiche mit Schmelztoner, um ein Tonerbild zu schaffen, und Fixieren des Tonerbildes, und Auftragen einer Überbeschichtung durch Drucken eines weiteren Beschichtungsmaterials auf das Tonerbild.

Das Verfahren dient dem Beschichten einer sicheren Haftung für Tonerabscheidungsbilder und dem Aufbringen einer sicheren Beschichtung und kann eine selektive Beschichtung umfassen, die auf ausgewählte Bereiche des fixierten Toners aufgebracht wird.

Die Beschichtung, die auf den fixierten Toner aufgebracht wird, kann durch die Verwendung von Transmission und Reflexion von sichtbarem Licht, ultraviolettem Licht und/oder Infrarotlicht oder Kombinationen davon maschinenlesbar sein.

Das auf die Substratoberfläche aufgebrachte Material kann durch die Verwendung einer oder mehrerer externer Energiequellen, die IR-Strahlung, UV-Strahlung und Elektronenstrahlung umfassen, oder einer sonstigen geeigneten Energiequelle ausgehärtet werden.

Die auf den Toner aufgebrachte Beschichtung kann durch die Verwendung einer oder mehrerer externer Energiequellen, die IR-Strahlung, UV-Strahlung und Elektronenstrahlung umfassen, oder einer sonstigen geeigneten Energiequelle ausgehärtet werden.

Die Beschichtung auf dem Substrat wird mittels eines Druckprozesses aufgebracht, d. h. eines lithografischen Prozesses, eines flexografischen Prozesses, eines Tiefdruckprozesses oder eines sonstigen Druckprozesses.

Die auf den Toner aufgebrachte Beschichtung wird mittels eines Druckprozesses aufgebracht, d. h. eines lithografischen Prozesses, eines flexografischen Prozesses, eines Tiefdruckprozesses oder eines sonstigen Druckprozesses.

Es kann eine separate Beschichtung auf das Substrat aufgebracht werden, und dann kann eine weitere Beschichtung auf den fixierten Toner aufgebracht werden.

Der erste Schritt in dem Verfahren ist vorzugsweise das Aufdrucken einer Beschichtung auf die Papieroberfläche wenigstens in den Bereichen, wo der Toner aufgebracht werden soll. Diese Beschichtung wird vorzugsweise auf jegliche sonstigen gedruckten Muster aufgebracht. Die Beschichtung kann mittels eines Druckprozesses aufgebracht werden, d. h. eines lithografischen Prozesses, eines Tiefdruckprozesses, eines flexografischen Prozesses oder eines sonstigen Druckprozesses. Die Dokumente können dann in einem Tonerabscheidungssystem verarbeitet werden, und der Toner wird dann in der üblichen Weise innerhalb der Maschine fixiert.

Die fixierten Bilder werden dann vorzugsweise mit einem Material über alle oder einen Teil der mittels Toner erzeugten Markierungen beschichtet. Die Beschichtung wird mittels des flexografischen Prozesses, des lithografischen Prozesses, des Tiefdruckprozesses oder eines sonstigen Druckprozesses aufgebracht.

Mit Hilfe dieses Verfahrens können die Schwankungen der Tonerhaftung, zu denen es natürlicherweise auf der Papieroberfläche kommt, verringert werden, wodurch die Haftung des Toners auf dem Papier verstärkt wird. Die Beschichtung verleiht eine bessere Sicherheit gegen absichtliches Ablösen von Toner mit physischen Mitteln und ermöglicht ein Verfahren, mit dem der Bereich aus mittels Toner erzeugten Daten mit Maschinenlesetechniken abgetastet werden kann.

Es wird nun ein Verfahren gemäß der Erfindung anhand eines Beispiels erläutert.

Beispiel Laserdruck

Gemäß der Erfindung besteht der erste Verfahrensschritt im Aufdrucken einer Beschichtung auf das mittels Laser (Tonerabscheidung) zu bedruckende Dokument in wenigstens den Bereichen, wo der Toner auf dem Substrat abgeschieden werden soll. Dies erfolgt mittels eines Druckprozesses, und das Material wird auf alle sonstigen Bedruckungen des Dokuments in wenigstens den Bereichen aufgebracht, auf die der Toner aufzubringen ist. Der zweite Prozess besteht im Laserdruck der verschiedenen Details auf das Dokument. Der Toner wird dann in der üblichen Weise fixiert.

Das Dokument mit dem fixierten Toner wird dann mittels eines Druckprozesses mit einer zweiten Schicht beschichtet. Die Beschichtung dient dem Bedecken wenigstens der sensibelsten mittels Toner erzeugten Daten. Das Dokument wird dann ausgegeben. Nachdem das Dokument benutzt und zum Abgleichen zurückgegeben wurde, kann es entlang einer Strecke mit einem Lesegerät geführt werden, das prüft, ob die Beschichtung noch intakt ist, und somit, ob die Datensicherheit beeinträchtigt ist.


Anspruch[de]
Verfahren zur Sicherheitsbeschichtung eines Dokuments,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

zunächst Auftragen einer Vorbeschichtung, indem ein Beschichtungsmaterial auf ausgewählte Bereiche eines Substrats aufgedruckt wird, dann Bedrucken der ausgewählten Bereiche mit Schmelztoner, um ein Tonerbild zu schaffen, und Fixieren des Tonerbildes, und Auftragen einer Überbeschichtung durch Drucken eines weiteren Beschichtungsmaterials auf das Tonerbild.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überbeschichtung ein oder mehr Materialien umfasst, die ermöglichen, dass die Unversehrtheit der Beschichtung durch Maschinenlesetechniken überprüft wird. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überbeschichtung durch Transmission und Reflexion von sichtbarem, ultraviolettem oder Infrarot-Licht oder einer Kombination daraus maschinenlesbar sein kann. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbeschichtung durch die Verwendung einer oder mehrerer externer Energiequellen ausgehärtet wird. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überbeschichtung durch die Verwendung einer oder mehrerer externer Energiequellen ausgehärtet wird. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder mehr externen Energiequellen ein oder mehr Infrarot-, Ultraviolett- oder Elektronenstrahlen aussendende Geräte umfassen.






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