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Dokumentenidentifikation DE60126727T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001213935
Titel Drahtloses Telefonsystem mit Unterstützung eines Rundfunkmodus
Anmelder Siemens Communications,Inc. (n.d.Ges.d.Staates Delaware), Boca Raton, Fla., US
Erfinder Siemens, Gerhard, 46325 Borken, DE
Vertreter Berg, P., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 80339 München
DE-Aktenzeichen 60126727
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.11.2001
EP-Aktenzeichen 013098298
EP-Offenlegungsdatum 12.06.2002
EP date of grant 21.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse H04Q 7/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft persönliche Telefonanlagen, welche in der Lage sind, digitale Signale zwischen festen Apparaten und festen Stationen in einem schnurlosen System zu senden und zu empfangen. Spezieller betrifft die vorliegende Erfindung die Bereitstellung der Fähigkeit zur Bereitstellung eines "Broadcast over Broadcast"-(Rundfunk-über-Rundfunk-) Modus in einem schnurlosen Telefonsystem.

Beschreibung des Standes der Technik

Schnurlose Telefonsysteme mit Zeitvielfachzugriff (Time Division Multiple Access, TDMA) sehen eine Basiseinheit vor, welche in der Lage ist, Verbindungen für eine Vielzahl von Mobileinheiten wie etwa Mobilteilen bereitzustellen. Solche TDMA-Systeme verwenden eine Zeitteilung, um eine Vielzahl von Timeslots (Zeitschlitzen) bereitzustellen, wobei die Basis (Fester Teil, Fixed Part (FP)) zu einem einzelnen Mobilteil (Tragbare Einheit, Portable Unit (PP)) während eines bestimmten Timeslots sendet und von dem einzelnen Mobilteil während eines bestimmten Timeslots empfängt. Ein Standard für TDMA-Systeme ist der Digital European Cordless Telecommunications DECT Common Interface Standard, der in ETS 300 175-2 und ETS 300 175-3 beschrieben ist und vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (European Telecommunication Standards Institute) veröffentlicht wurde. Der DECT-Standard wird auch in dem US-Patent 6,078,574 mit dem Titel "PROCESS AND APPARATUS FOR ACTION CONTROL IN A TIME SLOT METHOD" von Boetzel et al. erörtert, das am 20. Juni 2000 erteilt wurde, und im US-Patent 6,088,338 mit dem Titel "METHOD AND SYSTEM FOR THE DETERMINATION OF THE PSCN PARAMETER STARTING FROM THE MFN PARAMETER IN A DECT CORDLESS TELEPHONE SYSTEM" von Rossella et al., das am 11. Juli 2000 erteilt wurde. Im Allgemeinen sieht der DECT-Standard keine Spezifikation für das Senden einer Sprachnachricht zu allen Mobilteilen gleichzeitig als Rundfunksendung vor.

Aufgrund dieser Einschränkung ist es nicht möglich, ein Audiostreaming-Signal wie etwa RealAudioTM über ein herkömmliches schnurloses Telefonsystem als Rundfunksendung zu senden und dabei die Fähigkeit bereitzustellen, das schnurlose Telefon zum Senden und Empfangen von Telefonanrufen zu verwenden.

Daher ist es in einem schnurlosen Telefonsystem mit einer Basisstation und einem Mobilteil wünschenswert, einen "Broadcast over Broadcast"-(Rundfunk-über-Rundfunk-) Modus bereitzustellen, welcher einen Benutzer in der Lage versetzt, ein Audiostreaming-Signal anzuhören und dabei jedoch zugleich noch die Fähigkeit beizubehalten, herkömmliche Telefonanrufe sowohl zu senden als auch zu empfangen.

Die US-Patentschrift 5,541,980 beschreibt ein schnurloses Telefon-/Funk-Überwachungssystem, bei dem ein Unwetter-Alarmsignal automatisch geliefert wird. Die PCT-Patentschrift WO 97/39562 beschreibt ein System des Voice-Mail-Zugriffs in einem Funknetz. Die Patentschrift EP 984640 beschreibt ein Verfahren des Zellenstandort-Rundfunks unter Verwendung von Verkehrskanälen und eines Steuerkanals.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es wird ein "Broadcast-over-Broadcast"-Verfahren bereitgestellt, das für ein schnurloses Telefonsystem geeignet ist, das eine Basisstation aufweist, die in einem Rundfunkmodus und einem Standardmodus betrieben werden kann und auf eine die Kommunikation ermöglichende Weise mit Mobilteilen gekoppelt ist, welches gekennzeichnet ist durch: Versetzen der Basisstation in den Rundfunkmodus mit Ausstrahlen eines Signals an die Mobilteile, Bestimmen, ob eine ankommende Nachricht als Rundfunksendung an die Mobilteile zu senden ist oder ein ankommender herkömmlicher Anruf zu einem bestimmten Mobilteil weiterzuleiten ist; wenn bestimmt worden ist, dass eine ankommende Nachricht als Rundfunksendung an die Mobilteile zu senden ist, Wählen eines neuen Rundfunkmodus in der Basisstation; wenn bestimmt worden ist, dass ein ankommender herkömmlicher Anruf nur zu dem bestimmten Mobilteil weiterzuleiten ist, Versetzen der Basisstation in einen Standardmodus, in dem der herkömmliche Anruf zu dem bestimmten Mobilteil weitergeleitet wird, während eventuelle weitere Mobilteile, die mit der Basisstation kommunizieren, nach wie vor die Rundfunksendung empfangen; Empfangen des ankommenden Anrufes nur an dem bestimmten Mobilteil und Versetzen der Basisstation in den Rundfunkmodus, wenn der ankommende Anruf beendet ist, woraufhin das Mobilteil erneut beginnt, die Rundfunksendung zu empfangen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorliegende Erfindung wird beispielhaft, und ohne dass damit eine Einschränkung beabsichtigt ist, in den Abbildungen der beigefügten Zeichnungen dargestellt, in denen gleiche Bezugszeichen ähnliche Elemente bezeichnen und wobei:

eine schematische Ansicht eines schnurlosen Systems ist, in dem die Erfindung angewendet wird;

eine DECT-Rahmenstruktur zeigt;

ein vereinfachtes Flussdiagramm eines Verfahrens ist, das gemäß einer Ausführungsform der Erfindung angewendet wird;

eine schematische Darstellung des schnurlosen Systems ist, bei dem eine Basisstation in der Lage ist, ein Audiostreaming-Signal als Rundfunksendung zu senden, gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

ein Flussdiagramm zeigt, das einen Prozess zum Bereitstellen eines wählbaren "Broadcast-over-Broadcast"-Modus in einem digitalen schnurlosen Telefonsystem gemäß einer Ausführungsform der Erfindung detailliert darstellt;

einen Computer zeigt, der für eine Verwendung in geeignet ist.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf einige bevorzugte Ausführungsformen derselben, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind, ausführlich beschrieben. In der folgenden Beschreibung werden zahlreiche spezielle Einzelheiten dargelegt, um ein umfassendes Verständnis der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen. Für einen Fachmann ist jedoch offensichtlich, dass die vorliegende Erfindung auch ohne einige oder alle dieser speziellen Einzelheiten realisiert werden kann. In anderen Fällen wurden wohlbekannte Prozessschritte und/oder Strukturen nicht im Einzelnen beschrieben, um die vorliegende Erfindung nicht unnötig durch Details zu verdecken.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung empfängt eine Basiseinheit in einem Rundfunkmodus ein Funksignal oder, wenn sie mit einem verteilten Netz von Computern gekoppelt ist, ein Audiostreaming-Signal. In manchen Fällen stammt das Audiostreaming-Signal von einem Audiostreaming, welches der Basisstation mittels eines Modems oder eines anderen derartigen Gerätes zugeführt wird, das mit dem verteilten Netz von Computern wie etwa dem Internet gekoppelt ist. Im Rundfunkmodus stellt die Basisstation einen Systemkanal auf das Senden des Funk- oder Audiostreaming-Signals zu einer beliebigen Anzahl von Mobilteilen ein, welche mit der Basisstation in Kommunikation stehen. Bei manchen Implementierungen wird ein einziges Funk- oder Audiostreaming-Signal von der Basisstation ausgestrahlt, während in anderen Fällen ein Benutzer sein spezielles Mobilteil so konfigurieren kann, dass es ein bestimmtes Funk- oder Audiostreaming-Signal empfängt, das zum Beispiel mit einem gewünschten Radiosender, einer Nachrichtensendung oder ähnlichem verknüpft ist.

Gelegentlich wird ein herkömmlicher Telefonanruf durch die Basisstation zu derselben zeit empfangen, zu welcher der Benutzer über sein Mobilteil dem Radio- oder Audiostreaming-Signal zuhört. In dieser Situation fragt die Basisstation beim Benutzer des Mobilteils an, ob der Anruf empfangen werden soll oder nicht. wenn der Benutzer weiter der Rundfunksendung zuhören möchte, wird dem Anrufer eine vordefinierte Nachricht gesendet, und der Anruf wird beendet. Andernfalls wird die Basisstation in einen Standardmodus versetzt, und die Rundfunksendung wird unterbrochen, bis das Gespräch beendet ist oder bis der Benutzer der Basisstation signalisiert, dass die Rundfunksendung fortgesetzt werden soll, woraufhin die Basisstation wieder in den Rundfunkmodus versetzt wird.

Auf diese Weise stellt das erfindungsgemäße schnurlose Telefonsystem die Möglichkeit bereit, eine ausgewählte Radio- oder Audiostreaming-Rundfunksendung anzuhören, während der Benutzer trotzdem noch in der Lage ist, einen herkömmlichen Telefonanruf zu empfangen.

Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung stellt ein mit der Basisstation gekoppelter Personalcomputer eine Anwenderprogramm-Schnittstelle (API) zum Konfigurieren der Benutzeroberfläche von beliebigen von den mehreren Mobilteilen bereit. Auf diese Weise kann ein Benutzer die Benutzeroberfläche anwenderspezifisch anpassen, um zum Beispiel bestimmte Radiosender auszuwählen, wenn er eine Rundfunksendung hört, sowie seine spezielle Schnittstelle so konfigurieren, dass sie zusätzliche Symbole enthält, die auf einer Standard-Schnittstelle sonst nicht verfügbar sind.

Die Erfindung wird nunmehr anhand eines digitalen schnurlosen Telefonsystems beschrieben, das eine Basisstation aufweist, die auf eine die Kommunikation ermöglichende Weise mit einer beliebigen Anzahl von zugehörigen Mobilteilen gekoppelt ist. Jedem der Mobilteile ist ein Benutzer zugeordnet.

Um die Erläuterung zu erleichtern, zeigt eine schematische Ansicht eines schnurlosen Systems 10, wie etwa eines schnurlosen Telefonsystems, in welchem die Erfindung zur Anwendung kommt. Das schnurlose System 10 umfasst eine Basisstation 11 und mehrere tragbare Einheiten 12, 14, 16. Die Basisstation 11 des schnurlosen Systems 10 ist an ein Netz 18 angeschlossen. Die mehreren tragbaren Einheiten 12, 14, 16 kommunizieren mit der Basisstation 11, welche Übertragungen zwischen den mehreren tragbaren Einheiten 12, 14, 16 und dem Netz 18 ermöglicht. Obwohl nur drei tragbare Einheiten 12, 14, 16 dargestellt sind, sind auch andere Anzahlen von tragbaren Einheiten möglich. Zum Beispiel können zwölf tragbare Einheiten vorhanden sein, die mit der Basisstation 11 kommunizieren. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird Zeitvielfachzugriff (Time Division Multiple Access, TDMA) verwendet, um die Kommunikation zwischen jeder von den mehreren tragbaren Einheiten 12, 14, 16 und der Basisstation 11 sicherzustellen. Die Basisstation 11 und die mehreren tragbaren Einheiten 12, 14, 16 weisen jeweils eine Rundfunktaste 19 auf.

zeigt eine DECT-Rahmenstruktur, welche TDMA verwendet und bei einer Ausführungsform der Erfindung verwendet werden kann. Ein Mehrfachrahmen (Multiframe) 20 kann sechzehn Rahmen (Frames) 22 enthalten. Jeder Rahmen 22 des Mehrfachrahmens 20 kann 10 ms (Millisekunden) umfassen. Jeder Rahmen 22 des Mehrfachrahmens 20 kann in zwei Gruppen von zwölf vollen Slots 23 gleicher Größe aufgeteilt sein. Die Slots 23 können Timeslots sein. Die Basisstation 11 kann an die mehreren tragbaren Einheiten 12, 14, 16 während der ersten 5 ms senden, die den Slots 0 bis 11 entsprechend (dargestellt als BP → PP (Übertragung von der Basisstation zur tragbaren Einheit)). Während der zweiten 5 ms, welche den Slots 12 bis 23 entsprechen (dargestellt als PP → BP (Übertragung von der tragbaren Einheit zur Basisstation)) kann die Basisstation von den mehreren tragbaren Einheiten 12, 14, 16 empfangen. Ein Paar der Timeslots 23, wie etwa die Slots 0 und 12, oder 1 und 13 zum Senden und Empfangen, können eine Verbindung (Kanal) bilden. Jeder tragbaren Einheit 12, 14, 16 können ein Slot 23 aus den ersten 5 ms und ein Slot 23 aus den zweiten 5 ms zugewiesen sein, so dass jeder tragbaren Einheit 12, 14, 16 ein Kanal zugewiesen sein kann. Da zwölf Kanäle vorhanden sind, kann die Basisstation 11 zwölf tragbare Einheiten versorgen.

Jeder Timeslot 23 kann 416 &mgr;s dauern, was 480 Bits entsprechen kann. Jeder Timeslot kann in ein 32 Bits umfassendes Synchronisationsfeld (Sync-Feld) 25, ein 388 Bits umfassendes D-Feld 26, ein vier Bits umfassendes Z-Feld 27 und einen 56 Bits umfassenden Schutzabstand 28 aufgeteilt sein. Das D-Feld 26 kann ein 64 Bits umfassendes A-Feld 30, ein 320 Bits umfassendes B-Feld 31 und ein vier Bits umfassendes X-Feld 32 umfassen. Das A-Feld 30 kann einen acht Bits umfassenden Header (H-Feld) 35, ein vierzig Bits umfassendes Endfeld (Tail, T-Feld) 36 und eine 16 Bits umfassende Redundanz (CRC) 37 umfassen. Das B-Feld 31 kann ein 320 Bits umfassendes Informationsfeld (I-Feld) 39 umfassen. Das I-Feld 39 kann verwendet werden, um Daten zu transportieren, wie etwa einen Teil einer digitalisierten Audionachricht. Der Header 35 kann die Informationen im Endfeld (Tail) 36 beschreiben. Verschiedene Befehle und Befehlsinformationen, wie etwa Identifikationsbefehle, Frequenzinformationen, Slot-/Rahmen-Informationen und Slot-Befehle, können im Endfeld (Tail) 36 enthalten sein. Die Basisstation 11 und die tragbaren Einheiten 12, 14, 16 empfangen Nachrichten und verarbeiten die Befehle im Endfeld (Tail) 36.

ist ein vereinfachtes Flussdiagramm eines Verfahrens, das gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung angewendet wird. Eine Rundfunktaste 19 () wird an einer Einheit gewählt (Schritt 302). Die Basisstation 11 und die tragbaren Einheiten 12, 14, 16 können Rundfunktasten 19 aufweisen, welche entweder der Basisstation 11 oder einer der tragbaren Einheiten 12, 14, 16 eine Rundfunksendung ermöglichen. Die Rundfunktaste 19 kann eine Taste sein, welche nur zum Ausstrahlen von Rundfunksendungen bestimmt ist, oder es können eine oder mehrere Mehrzweck-Tasten sein, welche zum Ausstrahlen von Rundfunksendungen in einer bestimmten Reihenfolge gedrückt werden können. Die Basisstation 11 wird von der Wahl der Rundfunktaste 19 benachrichtigt (Schritt 304). Wenn die Rundfunktaste 19 an der Basisstation 11 gewählt wird, so wird die Wahl der Rundfunktaste 19 von der Basisstation 11 bemerkt. Wenn die Rundfunktaste 19 an einer der tragbaren Einheiten 12, 14, 16 gewählt wird, kann ein Rundfunkbefehl im T-Feld 36 einer Nachricht angeordnet sein, die an die Basisstation 11 gesendet wird. Die Basisstation wird dann von der Wahl der Rundfunktaste 19 benachrichtigt. In diesem Beispiel wird die Rundfunktaste 19 für die erste tragbare Einheit 12 gewählt, wobei die erste tragbare Einheit die Slots 1 und 13 verwendet. Die Basisstation 11 empfängt eine Nachricht während des Slots 13 mit einem Rundfunkbefehl im T-Feld 36, welchen die Basisstation 11 als eine Rundfunkanforderung von der ersten tragbaren Einheit 12 erkennt.

Die Basisstation 11 sendet dann einen Rundfunkbefehl (Schritt 306). In diesem Beispiel sendet die Basisstation Rundfunkbefehl-Nachrichten während der Slots 0 und 2-11 mit einem Rundfunkbefehl im T-Feld mit einer Slot-Bezeichnung, zum Beispiel Slot 4. Die übrigen mehreren tragbaren Einheiten 14, 16 empfangen die Rundfunkbefehl-Nachrichten. Der Rundfunkbefehl im T-Feld bewirkt, dass die übrigen mehreren tragbaren Einheiten 14, 16 in einen Modus "Nur empfangen" wechseln und so synchronisiert werden, dass sie Signale von dem bezeichneten Slot empfangen, in diesem Beispiel von Slot 4 (Schritt 308). Die erste tragbare Einheit 12 kann mehrere Nachrichten mit digitalisierten Audio-Informationen im I-Feld 39 senden (Schritt 312). Die Basisstation 11 empfängt die Nachrichten von der ersten tragbaren Einheit 12 in Slot 13 und sendet Rundfunknachrichten mit denselben digitalisierten Audio-Informationen während Slot 4, so dass sie folglich die Audionachricht erneut als Rundfunksendung ausstrahlt (Schritt 316). Da sich die übrigen mehreren tragbaren Einheiten 14, 16 in einem Empfangsmodus befinden und mit Slot 4 synchronisiert sind, empfangen alle übrigen mehreren tragbaren Einheiten 14, 16 die Audionachricht (Schritt 316) und greifen auf die digitalen Daten im I-Feld 39 zu, um die Audionachricht in Ton umzuwandeln (Schritt 320). Die erste tragbare Einheit 12 oder die Basisstation 11 kann den Rundfunkmodus beenden, indem sie veranlasst, dass die Basisstation 11 eine Nachricht sendet, welche den übrigen mehreren tragbaren Einheiten 14, 16 den Befehl übermittelt, sich mit unterschiedlichen Slots zu synchronisieren.

Wenn die Rundfunktaste 19 an der Basisstation 11 gewählt wird, wird die als Rundfunksendung gesendete Audionachricht an der Basisstation 11 erzeugt. In einem solchen Falle wird die Rundfunknachricht nicht durch die Basisstation 11 über einen der Slots empfangen.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ignoriert eine tragbare Einheit, die zu den übrigen mehreren tragbaren Einheiten gehört, die Rundfunknachricht, wenn sie besetzt ist (d.h. gerade für ein Telefongespräch verwendet wird).

Das Netz 18 kann ein reguläres Telefonsystem sein. Stattdessen kann das Netz 18 auch ein Netz von Basisstationen sein. Bei einem solchen Netz kann es sich um ein umfangreiches Netz von Basisstationen handeln, die mit tragbaren Einheiten kommunizieren. In einer solchen Situation kann es wünschenswert sein, eine Audio-Rundfunksendung an die zu allen Basisstationen gehörenden tragbaren Einheiten zu übermitteln. In einem solchen Falle kann die Basisstation 11 die Audionachricht auch an das Netz 18 von Basisstationen senden, welche die Audionachricht unter Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens als Rundfunksendung an die tragbaren Einheiten senden.

ist eine schematische Darstellung eines schnurlosen Systems 400, das in der Lage ist, ein Radio- oder Audiostreaming-Signal als Rundfunksendung zu senden, gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Es ist anzumerken, dass das System 400 eine Ausführungsform des in dargestellten Systems 10 ist und nicht als den Rahmen oder Zweck der Erfindung einschränkend betrachtet werden darf. Das System 400 enthält eine Basisstation 402, die mit einem Computer 404 gekoppelt ist, welcher wiederum mit Hilfe eines Modems 408 mit einem Audiostreaming-Server (nicht dargestellt) gekoppelt ist, der Teil des Internets 406 ist. In manchen Fällen kann die Basisstation 402 direkt mit dem Internet 406 gekoppelt sein, parallel zum Computer 404 (wie es zum Beispiel bei einer Anordnung vom Typ "Intranet" der Fall wäre). Zusätzlich zur Kopplung mit dem Internet 406 ist die Basisstation 402 mit einem herkömmlichen Telefonvermittlungsnetz 410 gekoppelt, so dass sie in der Lage ist, einen herkömmlichen Telefonanruf zu empfangen.

Wenn die Basisstation 402 in einen Rundfunkmodus versetzt wird, wird ein Systemkanal wie etwa 23 auf "Nur senden" gesetzt. Auf diese Weise ist ein Mobilteil 412 in der Lage, die Rundfunksendung in Echtzeit zu empfangen. Wenn zum Beispiel der Computer 404 ein Audiostreaming-Signal mit Hilfe des Modems 408 von dem Audiostreaming-Server empfängt, wird das Audiostreaming-Signal zu einer Verbindungs-Controller-Einheit 414 gesendet, die in der Basisstation 402 enthalten ist. Die Verbindungs-Controller-Einheit 414 stellt wenigstens einen Systemkanal auf Rundfunk ein, während die übrigen Kanäle auf das Empfangen eines Standard-Telefonanrufes eingestellt werden. Auf diese Weise kann das Mobilteil 412 die Audiostreaming-Rundfunksendung empfangen, und in denjenigen Fällen, wenn ein herkömmlicher Anruf empfangen wird, kann die Verbindungs-Controller-Einheit 414 (wenn sie entsprechende Anweisungen erhalten hat) den empfangenen Anruf zu einem der übrigen Kanäle umschalten, die für die Übertragung herkömmlicher Anrufe vorgesehen sind. Dabei kann das Mobilteil so konfiguriert sein, dass es vom Empfangen des Radiosignals (oder der Audiostreaming-Rundfunksendung) auf das Empfangen des herkömmlichen Telefonanrufes umschaltet. Nachdem der Anruf beendet worden ist, schaltet die Verbindungs-Controller-Einheit, wenn sie entsprechende Anweisungen erhalten hat, zurück zu dem Systemkanal, der für das Ausstrahlen des Radio- oder Audiostreaming-Signals bestimmt ist.

In manchen Fällen kann ein Benutzer einen gewünschten Sender wählen, den er hören möchte, oder er kann das Mobilteil 412 so konfigurieren, dass er irgendeine Anzahl von möglichen Sendern auswählen kann. Zum Beispiel kann ein Benutzer unter Verwendung einer Anwenderprogramm-Schnittstelle (API), die auf dem Computer 404 resident ist, eine Schnittstelle 416 auf dem Mobilteil 412 so konfigurieren, dass sie verschiedene Symbole enthält, die mit bestimmten Sendern oder Senderformaten verknüpft sind. Auf diese Weise kann der Benutzer schnell gewählte Sender oder Senderformate nacheinander überprüfen, indem er auf bestimmte Symbole auf der Schnittstelle 416 zugreift. Außerdem kann, wenn die Basisstation zu einem herkömmlichen Anruf-Modus umschaltet, die Schnittstelle 416 ebenfalls zu einer Konfiguration umgeschaltet werden, die mit dem Empfang eines herkömmlichen Telefonanrufes konsistent ist. Durch die Bereitstellung einer solchen Anwenderprogramm-Schnittstelle ist das Mobilteil 412 in der Lage, auf eine einfache und effiziente Weise ein Tool zum Navigieren sowohl im Rundfunkmodus als auch im herkömmlichen Telefonanruf-Modus zur Verfügung zu stellen.

zeigt ein Flussdiagramm, das einen Prozess 500 zum Bereitstellen eines wählbaren "Broadcast-over-Broadcast"-Modus in einem digitalen schnurlosen Telefonsystem gemäß einer Ausführungsform der Erfindung detailliert darstellt. Der Prozess 500 beginnt in 502 mit dem Versetzen einer Basisstation in einen Rundfunkmodus. Bei der beschriebenen Ausführungsform wird die Basisstation in den Rundfunkmodus versetzt, indem zum Beispiel ein Kanal (oder mehrere Kanäle) für "nur Rundfunk" reserviert werden, während die übrigen Kanäle frei bleiben, um einen herkömmlichen Telefonanruf zu empfangen. Nach der Versetzung in den Rundfunkmodus empfängt ein Mobilteil, das mit der Basisstation kommuniziert, die Rundfunksendung in 504. In 506 wird eine Bestimmung vorgenommen, ob eine neue Rundfunksendung gewählt werden soll oder nicht. Bei einer Ausführungsform weist das Mobilteil eine konfigurierbare Schnittstelle auf, welche durch Verwendung einer Anwenderprogramm-Schnittstelle, die in einem mit der Basisstation gekoppelten Computer resident ist, so konfiguriert werden kann, dass eine beliebige Anzahl und beliebige Arten von Sendern gewählt werden können. Falls eine neue Rundfunksendung gewählt wird, so empfängt das Mobilteil in 508 die neue Rundfunksendung. Gleichgültig, ob eine neue Rundfunksendung gewählt wurde oder nicht, wird, falls während einer Rundfunksendung in 510 bestimmt wurde, dass ein herkömmlicher Telefonanruf an der Basisstation empfangen worden ist, in 512 eine Bestimmung vorgenommen, ob das Mobilteil den Telefonanruf empfangen soll oder nicht. Falls das Mobilteil den Telefonanruf nicht empfangen soll, wird in 513 eine vordefinierte Nachricht an den Anrufer gesendet, und der Ruf wird abgebrochen; andernfalls wird die Steuerung an 514 übergeben, wo die Basisstation in den Standardmodus versetzt wird.

Wenn die Basisstation in den Standardmodus versetzt worden ist, schaltet eine Verbindungs-Controller-Einheit, die mit der Basisstation gekoppelt oder in dieser enthalten ist, den aktiven Kanal von dem wenigstens einen, streng für Rundfunk reservierten Kanal zu einem der Kanäle um, die für einen herkömmlichen Telefonanruf reserviert sind. In 516 wird der Anruf am Mobilteil empfangen, und in 518 wird eine Bestimmung vorgenommen, ob der Anruf fortgesetzt werden soll oder nicht. Wenn der Anruf beendet werden soll, wird die Steuerung an 520 übergeben, wo die Basisstation in den Rundfunkmodus versetzt wird, und in 522 wird erneut mit dem Anhören der Rundfunksendung begonnen. In 524 wird eine Bestimmung vorgenommen, ob das Mobilteil fortfahren soll, die Rundfunksendung zu empfangen, oder nicht. Wenn der Empfang der Rundfunksendung fortgesetzt werden soll, wird die Steuerung zurück an 504 übergeben, andernfalls bricht der Prozess 500 ab.

Ein repräsentativer Computer 600, der für eine Verwendung als Computer 404 von geeignet ist, ist schematisch in

dargestellt. Der Computer 600 enthält eine Zentraleinheit (Central Processing Unit, CPU) 602, welche bidirektional mit einem Direktzugriffsspeicher (Random Access Memory, RAM) 604 und unidirektional mit einem Nur-Lese-Speicher (Read Only Memory, ROM) 606 gekoppelt ist. Normalerweise wird der RAM 604 als ein "Notizblock"-Speicher verwendet und enthält Programmieranweisungen und Daten, einschließlich von verteilten Objekten und ihre zugehörigen Codes und Status, für Prozesse, die gegenwärtig in der CPU 602 ausgeführt werden. Der ROM 606 enthält normalerweise grundlegende Betriebsanweisungen, Daten und Objekte, die von dem Computer verwendet werden, um seine Funktionen auszuführen. Außerdem ist ein Massenspeichergerät 608 wie etwa eine Festplatte, eine CD-ROM, ein magneto-optisches (floptisches) Laufwerk, Bandlaufwerk oder ähnliches, bidirektional mit der CPU 602 gekoppelt. Das Massenspeichergerät 608 enthält im Allgemeinen zusätzliche Programmieranweisungen, Daten und Objekte, welche von der CPU normalerweise nicht aktiv verwendet werden, obwohl auf den Adressraum durch die CPU zugegriffen werden kann, z.B. für virtuellen Speicher oder ähnliches. Jeder der oben beschriebenen Computer enthält optional eine Ein-/Ausgabequelle 610, welche normalerweise Eingabemittel umfasst, wie etwa eine Tastatur, Zeigervorrichtungen (z.B. eine Maus oder einen Taststift) und/oder Netzanschlüsse. Über einen Netzanschluss können außerdem zusätzliche Massenspeichergeräte (nicht dargestellt) an die CPU 602 angeschlossen sein. Für Fachleute ist offensichtlich, dass die oben beschriebenen Hardware- und Softwareelemente sowie die Vernetzungseinrichtungen von standardmäßiger Ausführung und Konstruktion sind und Fachleuten wohlbekannt sind.


Anspruch[de]
"Broadcast-over-Broadcast"-Verfahren, das für ein schnurloses Telefonsystem geeignet ist, das eine Basisstation aufweist, die in einem Rundfunkmodus und einem Standardmodus betrieben werden kann und auf eine die Kommunikation ermöglichende Weise mit Mobilteilen gekoppelt ist,

gekennzeichnet durch:

Versetzen der Basisstation (402) in den Rundfunkmodus mit Ausstrahlen eines Signals an die Mobilteile (412), Bestimmen, ob eine ankommende Nachricht als Rundfunksendung an die Mobilteile zu senden ist oder ein ankommender herkömmlicher Anruf zu einem bestimmten Mobilteil weiterzuleiten ist;

wenn bestimmt worden ist, dass eine ankommende Nachricht als Rundfunksendung an die Mobilteile zu senden ist, Wählen eines neuen Rundfunkmodus in der Basisstation;

wenn bestimmt worden ist, dass ein ankommender herkömmlicher Anruf nur zu dem bestimmten Mobilteil weiterzuleiten ist, Versetzen der Basisstation in einen Standardmodus, in dem der herkömmliche Anruf zu dem bestimmten Mobilteil weitergeleitet wird, während eventuelle weitere Mobilteile, die mit der Basisstation kommunizieren, nach wie vor die Rundfunksendung empfangen; Empfangen des ankommenden Anrufes nur an dem bestimmten Mobilteil und Versetzen der Basisstation in den Rundfunkmodus, wenn der ankommende Anruf beendet ist, woraufhin das Mobilteil erneut beginnt, die Rundfunksendung zu empfangen.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das bestimmte Mobilteil eines von mehreren Mobilteilen (412) ist, von denen jedes mit der Basisstation (402) kommuniziert. Verfahren nach Anspruch 2, welches ferner umfasst:

Senden der ankommenden Nachricht als Rundfunksendung von der Basisstation (402) aus während eines einzelnen Timeslots einer Zeitteilung;

Empfangen der ankommenden Nachricht an den mehreren Mobilteilen (412); und Umwandeln der ankommenden Nachricht in Ton durch die mehreren Mobilteile (412).
Verfahren nach Anspruch 1, welches ferner umfasst: Versetzen der mehreren Mobilteile (412) in einen Empfangsmodus. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Versetzen der mehreren Mobilteile (412) in einen Empfangsmodus das Synchronisieren der mehreren Mobilteile (412) mit dem einzelnen Timeslot umfasst. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das Versetzen der Basisstation (402) in den Rundfunkmodus das Bezeichnen des einzelnen Timeslots umfasst. Verfahren nach Anspruch 6, wobei wenigstens eines von den mehreren Mobilteilen (412) ein Freisprechgerät ist, wobei das Umwandeln der Audionachricht in Ton automatisch erfolgt und wobei das Versetzen der mehreren Mobilteile (412) in einen Empfangsmodus die mehreren Mobilteile in einen "Nur-Empfangs"-Modus versetzt. Verfahren nach Anspruch 7, welches ferner umfasst:

Erzeugen eines Rundfunk-Erzeugungssignals an einem zusätzlichen Mobilteil (412);

Senden eines Rundfunk-Erzeugungssignals von dem zusätzlichen Mobilteil (412) zur Basisstation (402); und

Senden der Audionachricht von dem zusätzlichen Mobilteil (412) zur Basisstation (402).
Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Versetzen der mehreren Mobilteile (412) in einen "Nur-Empfangs"-Modus das Einschalten nur der Lautsprecher der mehreren Mobilteile ohne das Einschalten der Mikrofone der mehreren Mobilteile umfasst. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Versetzen der Basisstation (402) in den Standardmodus das Synchronisieren derjenigen von den mehreren Mobilteilen (412), welche die Rundfunksendung nicht zu empfangen wünschen, mit einem anderen Timeslot umfasst, der von dem einzelnen Timeslot verschieden ist.






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