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Dokumentenidentifikation DE602004005544T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001514624
Titel Spindeleinheit mit Druckfuss
Anmelder Hitachi Via Mechanics,Ltd., Ebina, Kanagawa, JP
Erfinder Suzuki, Nobuhiko, Ebina-shi, Kanagawa-ken, JP;
Ito, Yasushi, Ebina-shi, Kanagawa-ken, JP;
Tanaka, Shinji, Ebina-shi, Kanagawa-ken, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 602004005544
Vertragsstaaten CH, DE, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.09.2004
EP-Aktenzeichen 042553305
EP-Offenlegungsdatum 16.03.2005
EP date of grant 28.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B23B 35/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B23Q 3/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Spindeleinheit mit Druckfuß zur Bearbeitung eines Werkstücks, während dasselbe durch den Druckfuß auf einen Arbeitstisch gedrückt wird, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, wie es zum Beispiel vom US-A-S 123 789 bekannt ist.

Bisher gab es eine Spindeleinheit mit eingebautem Motor, deren Bearbeitungsleistung durch die Erhöhung der Drehgeschwindigkeit eines Bohrers, d.h. eines Bearbeitungswerkzeugs, verbessert wurde, wie zum Beispiel im japanischen Patent Nr. 62-197903 offen gelegt wurde. Diese Spindeleinheit ist so angeordnet, dass die Drehbewegung des Bohrers, d.h. eine Bearbeitungsgeschwindigkeit, beschleunigt wird, indem nur eine Rotorwelle, d.h. eine den Bohrer fixierende Spindel, bei der Bearbeitung von Werkstücken auf und ab bewegt wird, wenn die Rotorwelle durch ein Gehäuse, d.h. einen Körperabschnitt der Einheit, drehend und beweglich geführt wird. Diese Anordnung erlaubt es nicht nur, die Drehgeschwindigkeit zu erhöhen, sondern auch die bei der Bearbeitung auftretende Vibration zu verringern.

Derart ermöglicht es der sich auf dem neuesten Stand der Technik befindlichen Spindeleinheit, ein Loch genau an der vorbestimmten Stelle zu bohren, indem ein Loch in ein Werkstück gebohrt wird, während der Randbereich des zu bearbeitenden, durch einen Druckfuß angedrückten Werkstücks nach unten gedrückt wird, d.h. durch eine Druckfußelement zum Andrücken des Werkstücks auf den Arbeitstisch.

Allerdings erfordert die sich auf dem neusten Stand der Technik befindliche Spindeleinheit mit Druckfuß andere Antriebselement, um den Druckfuß zusätzlich zum Antriebselement, das die Rotorwelle dreht, zu bewegen, um so den Druckfuß und die Rotorwelle bei der Bearbeitung von Werkstücken separat bewegen zu können. In diesem Fall hat das Antriebselement des Druckfußes ebenso eine Rolle bei den Druckelementen gespielt, die den Druckfuß nach unten auf das Werkstück drücken, und es erwies sich als schwierig, die Bearbeitungsleistung zu erhöhen, wenn für die Druckelemente Druckluft verwendet wurde, da deren Reaktion bei einem Wechsel der Druckrichtung langsam ist.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Spindeleinheit (nach Anspruch 1) mit einem Druckfuß zur Verfügung zu stellen, deren Verarbeitungsleistung sogar dann verbessert werden kann, wenn für die Druckelement Druckluft verwendet wird.

Da die Spindeleinheit mit dem Druckfuß so angeordnet ist, dass das gängige lineare Antriebselement (Linearmotor) die Spindel und das Druckfußelement bewegt, das über die Zwischenschaltung der Druckelemente (Luftzylinder) mit den Halterungselementen verbunden ist, kann das Druckfußelement schnell synchron zur Spindel bewegt werden, derart die Verarbeitbarkeit verbessernd. Da des Weiteren die Druckelemente das Werkstück stets mit einem vorher festgelegten Druck während des Vorgangs anpressen, ist es möglich zu vermeiden, dass das Bearbeitungswerkzeug, wie z.B. der Bohrer, beschädigt wird. Diese Anordnung erlaubt es auch, die Struktur der Einheit zu vereinfachen und zu verkleinern.

Vorzugsweise umfasst die Spindeleinheit (100) mit Druckfuß ebenfalls ein federndes Element (22), das sich zwischen den Körpern (4, 16) und den Halterungselementen (6, 12) befindet, um die Halterungselemente (6, 12) so in die Richtung zu zwingen, in der der Rand (1b) der Spindel (1) und das Druckfußelement (Druckfuß) (53) vom Werkstück getrennt werden.

Diese Anordnung verhindert, dass die Spindel und die Druckfußelemente durch ihr Eigengewicht absinken und das Werkstück oder das Bearbeitungswerkzeug beschädigen, sogar wenn das lineare Antriebselement (Linearmotor) nicht in Betrieb ist.

Die Spindeleinheit (100) mit dem Druckfuß wird bevorzugt so konstruiert, dass ein Teil des Körpers (4, 16), auf dem die Spindel (1) gelagert ist, trennbar in Richtung quer zur Richtung der Achse (O) ist.

Diese Anordnung erlaubt es, eine verschlissene Spindel einfach und schnell zu ersetzen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Referenzziffern in Klammern hinzugefügt wurden, um den Zusammenhang mit den Darstellungen zu erleichtern und den Aufbau der Erfindung in keiner Weise einschränken.

Die spezifische Art der Erfindung, sowie anderer, sich daraus ergebender Gegenstände, Verwendungen und Vorteile werden in der anschließenden Beschreibung und den begleitenden Darstellungen verdeutlicht.

KURZE BESCHREIBUNG DER ABBILDUNGEN

1 ist eine Ansicht von vorn, zum Teil abschnittsweise, einer Spindeleinheit mit Druckfuß nach einer Ausführungsart der Erfindung.

2 ist eine Ansicht von vorn einer Spindeleinheit mit Druckfuß der Ausführungsart.

3A und 3B sind entlang der Linie A-A in 2. vorgenommene Querschnittsansichten, wobei 3A einen Zustand zeigt, bei dem eine Spindel in einen Sockel platziert wird, und 3B einen Zustand zeigt, bei dem die Spindel aus dem Sockel genommen wird.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSART

Eine Spindeleinheit mit Druckfuß einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Darstellungen erklärt werden, in denen in den unterschiedlichen Ansichten Ziffern oder die dazugehörigen Teile referenzähnlich gekennzeichnet sind.

1 ist eine Ansicht von vom, zum Teil abschnittsweise, einer Spindeleinheit (100) mit dem Druckfuß der Ausführungsart.

Am Rand (1b) der Spindel (im Folgenden als Rotorwelle bezeichnet) (1) der Spindeleinheit (100) sind ein Spannfutter (2) und eine Feder (3) angeordnet, um das Spannfutter (2) in der Abbildung aufwärts zu treiben. Das Spannfutter (2) besitzt eine Vielzahl an Schlitzen, die nicht an der Seite des Bohrers (40) entlang einer Achse (O), d.h. eines Achsdrehpunkts der Rotorwelle (1), gezeigt werden, so dass der Durchmesser radial reduziert werden kann.

Der Bohrer (40) wird von einem Spannfutter (2), d.h. einem Rückhaltelement, durch eine Radialkraft gehalten, die erzeugt wird, wenn die Feder (3) das Spannfutter (2) anhält und eine konische Fläche (1a), gebildet an der Innenseite der Rotorwelle (1), die konische Fläche (2a) andrückt, die um den äußeren Umfang des Spannfutters (2) gebildet ist.

Die Rotorwelle (1) wird radial von einer Vielzahl radialer Luftlager (5) gehalten, die in einem Gehäuse (4) angeordnet sind, und wird entlang der Ausrichtung der Achse (O) von einem Axialdruck-Luftlager (7) gestützt und positioniert, in dem ein Flansch (1f) an seinem Ende in einer vertikalen Anschlusswelle (6) gebildet wird.

Ein aus einem Abschlussring-Kupferelement gebildeter Rotor (8) wird um die Rotorwelle (1) herum angeordnet. Eine Spule (Stator) (9) ist im Gehäuse (4) auf einer der Spule (9) zugewandten Fläche angeordnet. Der Rotor (8), d.h. die Rotorwelle (1), dreht sich, wenn eine Stromversorgung über die Spule (9) erfolgt. Derart bilden die Spule (9) und der Rotor (8) einen Drehmotor (17), d.h. ein drehendes Antriebselement.

Über dem Spannfutter (2) ist eine Druckstange (10) angeordnet. Die Druckstange (10) ist innerhalb der Rotorwelle (1) entlang der Achse (O) beweglich. Das Gehäuse (4) ist auf einem Sockel (16) befestigt. Das Gehäuse (4) und der Sockel (16) bilden einen Körperteil der Einheit.

Die vertikale Anschlusswelle (6) ist mit einem beweglichen Element (12) mittels Bolzen (11) verbunden. Die vertikale Anschlusswelle (6) und das bewegliche Element (12) bilden die Halterungselemente. Auf der Seite des beweglichen Elements (12) ist ein Magnet (14) angeordnet, der zusammen mit der Spule (13) einen Linearmotor (18) bildet. Die Spule (13) ist so im Sockel (16) angeordnet, dass sie dem Magnet (14) zugewendet ist. Das bewegliche Element (12) bewegt sich entlang der Achse (O), wenn Strom über die Spule (13) zugeführt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass, wenn das lineare Antriebselement aus einem Linearmotor (18) besteht, nicht nur der Linearmotor (18), sondern auch andere lineare Antriebselemente wie Hydraulikzylinder verwendet werden können.

Das bewegliche Element (12) ist in Lagern (15) gelagert, um so innerhalb des Sockels (16) entlang der Achse (O) bewegt werden zu können. Das bewegliche Element (12) ist im Körper mit einer Anschlussplatte (20) verbunden, indem ein Flansch (12f), der am oberen Ende des beweglichen Elements (12) angeordnet ist, mit der Anschlussplatte (20) mittels Bolzen (21) befestigt wird. Eine Feder (22), d.h. ein federndes Element, wird zwischen der Anschlussplatte (20) und dem Sockel (16) eingefügt, um die Anschlussplatte (20) in der Abbildung nach oben zu treiben.

Über dem Sockel (16) ist ein Zylinder (30) angeordnet. Führungen (32) stützen eine Stange (31) des Zylinders (30), so dass sich die Stange (31) entlang der Achse (O) bewegt. Die Führungen (32) befinden sich innerhalb des beweglichen Elements (12). Wenn die Stange (31) am oberen Ende stehen bleibt, entfernt sich der Rand (das untere Ende) der Stange (31) vom oberen Ende der Druckstange (10).

Ein Paar Luftzylinder (50) ist mittels Bolzen (51) an der Anschlussplatte (20) befestigt. Ein Druckfuß (53) ist an den Stangen (52) der Luftzylinder (50) mit Bolzen (54) befestigt. Die Stangen (52) sind so angeordnet, dass sie sich in die Luftzylinder (50) hinein und aus ihnen heraus bewegen. Der Luftzylinder (50) ist so angeordnet, dass die Luft von beiden Seiten zu- und abgeführt wird. Die Anschlussplatte (20), die Luftzylinder (50) und der Druckfuß (53) bewegen sich in einem Körper, wenn das bewegliche Element (12) bewegt wird. Allerdings bewegt sich der Druckfuß (53) getrennt von der Anschlussplatte (20) auf- und abwärts, wenn die Richtung der Luft, die in den Luftzylinder (50) eingelassen wird, geändert wird. Im Sockel (16) fixierte Führungen (55) halten die Stange (52), so dass sie entlang der Achse (O) bewegt werden kann. Die Luftzylinder (50) werden so mit Luft versorgt, dass während des Bearbeitungsvorgangs auf die Kolbenstange (52) stets ein nach unten wirkender Druck anliegt. Die Luftzylinder (50) bilden die Druckelemente.

Als nächstes wird der Betrieb der Spindeleinheit (100) mit Druckfuß der Ausführungsart erklärt.

Zuerst werden die Schritte zur Fixierung/Lösung des Bohrers (40) erläutert.

Beim Austausch des Bohrers (40) ist der Zylinder (30) in Betrieb. Wenn die Stange (31) gesenkt wird, bewegt die Druckstange (10) das Spannfutter (2) in der Abbildung nach unten, also gegen die Kraft der Feder (3). Wenn die konische Fläche (2a) des Spannfutters (2) sich von der konischen Fläche (1a) der Rotorwelle (1) entfernt, löst sich die Kraft des Spannfutters (2), das den Bohrer (40) hält, auf somit den Bohrer (40) vom Spannfutter (2) lösend. Danach wird ein neuer Bohrer (40) in das Innere des sich in diesem Zustand befindlichen Spannfutters (2) eingeführt, und die Stange (31) wird nach oben bewegt, damit das Spannfutter (2) den neuen Bohrer (40) fixiert.

Als nächstes wird ein Bearbeitungsvorgang der Spindeleinheit (100) mit Druckfuß der Ausführungsart erklärt.

Zu Beginn der Bearbeitung eines Werkstücks drückt der Luftzylinder (50) den Druckfuß (53), d.h. das Druckfußelement, durch die Luft im Zylinder (57) in der Abbildung nach unten. Dann wird nach der Ausrichtung der Achse (O) auf den Bearbeitungspunkt der Spule (13) Strom zugeführt, um die Anschlussplatte (20) also gegen die Kraft der Feder (22) so weit abzusenken, bis die Kante (Beitelkante) des Bohrers (40) die vorher festgelegte Stellung erreicht. Beim Absenken der Anschlussplatte (20) beginnen der Druckfuß (53) und die Rotorwelle (1) ebenfalls, sich abwärts zu bewegen. Wenn dann der Druckfuß (53) mit seinem unteren Ende das Werkstück (41) berührt, beendet er seine Abwärtsbewegung, drückt das Werkstück (41) nach unten und steigt im Verhältnis zur Rotorwelle (1), die sich weiterhin nach unten bewegt. Während dieser Zeit verdichten der Druckfuß (53) und die Anschlussplatte (20) den Luftzylinder (50), der die jeweiligen Bewegungen des Druckfußes (53) und der Rotorwelle (1) aufnimmt. Es wird darauf hingewiesen, dass der Zylinder (57) stets mit dem vorher festgelegten Luftdruck versorgt wird, und der Druckfuß das Werkstück immer mit gleichem Druck andrückt, selbst beim Fortschreiten des Bohrvorgangs des Werkstücks und bei einem sich verändernden Abstand zwischen dem Druckfuß (53) und dem Rand (1b) der Rotorwelle (1). Es ist auch möglich, dass der Zylinder (57) den vorher festgelegten Druck beibehält, indem ein Ventil geschlossen wird, während der Zylinder (57) weiterhin mit dem vorher festgelegten Luftdruck versorgt wird.

Beim Bohren eines Loches in ein Werkstück (41) bis zu einer gewünschten Tiefe mittels der Spitze des Bohrers (40), wird die Richtung des die Spule (13) versorgenden Stroms umgekehrt, um die Anschlussplatte (20) durch den Linearmotor (18), d.h. das lineare Antriebselement, anzuheben. Hier wird der Druckfuß (53) durch den Luftzylinder (50) nach unten gedrückt. Dazu wird der Bohrer (40) zuerst aus dem Werkstück (41) herausgezogen, und dann der Drckfuß (53) vom Werkstück (41) getrennt.

Da das bewegliche Element (12), die Anschlussplatte (20), die Luftzylinder (50), der Druckfuß (53), die Rotorwelle (1) und der Bohrer (40) beim oben beschriebenen Vorgang in auf-/absteigender Richtung miteinander verbunden sind, bewegen sich die Anschlussplatte (20), die Luftzylinder (50), der Druckfuß (53) und andere Elemente gemeinsam nach unten, wenn die Anschlussplatte (20) durch den Linearmotor (18) abgesenkt wird, um dem Druckfuß (53) so zu ermöglichen, das Werkstück (41) anzudrücken, ohne die Luft zu den Luftzylindern (50) zu steuern. Dementsprechend kann der Druckfuß (53) gleichzeitig und schnell zusammen mit dem beweglichen Element (12) und der Anschlussplatte (20) abgesenkt werden, ohne nicht aufgezeigte, elektromagnetische Ventile zu steuern, die an die Luftzylinder (50) angeschlossen sind, um den Luftstrom zu steuern, derart die Leistung der Bohrarbeiten verbessernd.

Des Weiteren ist es möglich, den Druckfuß (53) und andere Elemente in dem Zustand anzuheben, bei dem die Luftzylinder (50) mit Luft versorgt werden, indem die Anschlussplatte (20) nach Beendigung der Bohrarbeiten durch den Linearmotor (18) angehoben wird. In diesem Fall bewegt sich der Druckfuß (53) ebenfalls nach oben, da ein Kolben des Kolbens (52) gegen die untere Fläche des Zylinders (57) stößt. Beginnen sie, sich zu heben, bewegt sich der Druckfuß (53) allerdings mit Verzögerung nach oben. In diesem Fall ist es auch möglich, den Druckfuß (53) rascher vom Werkstück (41) zu trennen und zur nächsten Bohrstation zu transportieren, indem die entgegengesetzten Seiten der Luftzylinder (50) mit Luft versorgt werden, um so den Druckfuß (53) in die Richtung zu bewegen, in der er vom Werkstück (41) getrennt wird.

In Übereinstimmung mit der vorliegenden Ausführungsart werden der Druckfuß (53) und die Rotorwelle (1) mittels eines Linearmotors (18), d.h. der gängigen Antriebsquelle, über die dazwischen geschaltete Anschlussplatte (20) betrieben, so dass beide synchron und ohne jegliche erforderliche, spezielle Hilfsmittel bewegt werden können.

Es wird darauf hingewiesen, dass, obwohl in der oben beschriebenen Ausführungsart der Magnet (14) an der seitlichen Fläche des beweglichen Elements (12) angeordnet ist, es unnötig ist, den Magneten (14) vorzusehen, wenn das bewegliche Element (12) aus einem magnetische Material wie Eisen besteht.

Auf diese Weise ist die Spindeleinheit (100) der vorliegenden Ausführungsart so konstruiert, einen schnellen Austausch des Spindelkörpers (70) zu ermöglichen, wenn ein Spindelkörper (70) ersetzt werden muss, da es sich um ein Verschleißteil handelt. Der Spindelkörper (70) umfasst die Rotorwelle (1), das Gehäuse (4) und die vertikale Anschlusswelle (6). Außerdem schließt der Spindelkörper (70) das Spannfutter (2), die Feder (3), den in der Rotorwelle (1) eingebauten Rotor (8), die radialen Luftlager (5), die im Gehäuse (4) eingebaute Spule (9) und das in der vertikalen Anschlusswelle (6) gebildete Axialdruck-Luftlager (7) mit ein.

2 ist eine Ansicht der Spindeleinheit (100) der Ausführungsart von vorn, und die 3A und 3B sind entlang der Linie A-A in 2. vorgenommene Querschnittansichten, wobei 3A einen Zustand zeigt, bei dem eine Spindel in einen Sockel platziert wird, und 3B einen Zustand zeigt, bei dem die Spindel aus dem Sockel genommen wird.

Das Gehäuse (4) passt in eine im Sockel (16) ausgearbeitete, U-förmige Aussparung (61), und ist am Sockel (16) mittels eines kugelförmigen Gehäusedeckels (62) mit dazwischen liegenden Druckgummis (63) befestigt. Zwei Druckgummis sind entlang der Achse (O) angeordnet und werden zwischen dem Gehäusedeckel (62) und dem Gehäuse (4) angedrückt, wenn der Gehäusedeckel (62) mit Bolzen (64) am Sockel (16) befestigt wird, derart das Gehäuse (4) elastisch an den Sockel (16) anpressend.

Aufgrund des oben beschriebenen Aufbaus der Spindeleinheit (100) kann der Spindelkörper (70), wie in 3B gezeigt, einfach von Sockel (16) abgebaut werden, indem die Bolzen (64) abgeschraubt werden, dabei gleichzeitig die Bolzen (11) lösend und den Gehäusedeckel (62) vom Sockel (16) abnehmend. Dementsprechend ist es möglich, den Spindelkörper zu ersetzen oder das Innere der Einheit einfach zu warten.

Es wird darauf hingewiesen, dass in diesem Fall es einfacher ist, ihn zu entfernen, wenn vorher der Druckfuß (53) ausgebaut wird.

Auch wenn die bevorzugten Ausführungsarten beschrieben wurden, werden die in diesem Bereich Sachkundigen dennoch mit sich im Rahmen der vorliegenden Erfindungskonzepte liegenden Variationen konfrontiert werden, die durch die folgenden Ansprüche geschildert werden.


Anspruch[de]
Spindeleinheit (100) mit Druckfuß, die Folgendes umfasst:

einen Körper (4, 16);

eine im Körper (4, 16) drehbar eingebaute Spindel (1);

Spannfutter (2), das an einem Ende der Spindel (1) zur abnehmbaren Halterung eines zur Bearbeitung eines Werkstückes benötigten Bearbeitungswerkzeuges (40) montiert ist;

ein im Körper (4, 16) zur Drehung der Spindel (1) zur Verfügung stehendes Drehantriebselement (17); und

Druckfußelement (53), das vor dem Rand der Spindel (1) angebracht ist, um das Werkstück nach unten zu drücken, dadurch gekennzeichnet; dass die Spindeleinheit (100) weiterhin Folgendes umfasst:

Halterungselemente (6, 12), die drehbar mit der Spindel (1) verbunden und entlang einer Achse (O) beweglich im Körper (4, 16) angebracht sind, so dass es der Spindel (1) ermöglicht wird, sich auf der Achse (O) relativ zum Körper (4, 16) zu bewegen;

Lineares Antriebselement (18), mit dem die Halterungselemente (6, 12) zusammen mit der Spindel (1) relativ zum Körper (4, 16) entlang der Achse (O) bewegt werden können, um so das Bearbeitungswerkzeug (40) näher an das Werkstück heranzubringen, oder es weiter von ihm zu entfernen; und

Druckelemente (20, 50) zur Verbindung der Halterungselemente (6, 12) mit dem Druckfußelement (53), wodurch den Halterungs- und Druckfußelementen die Bewegung im Verhältnis zueinander in einem vorher festgelegten Winkel ermöglicht wird, und um das Druckfußelement (53) in die Richtung zu drücken, in der es vom Rand der Spindel (1) entfernt wird.
Spindeleinheit (100) nach Anspruch 1, in der die Druckelemente (20, 50) so angepasst sind, dass es dem Druckfußelement (53) erlaubt ist, sich unabhängig von den Druckelementen (20, 50) nach oben oder unten zu bewegen. Spindeleinheit (100) nach Anspruch 1, die außerdem Folgendes umfasst:

ein zwischen dem Körper (4, 16) und den Halterungselementen (6, 12) angebrachtes, federndes Element (22), um so die Halterungselemente (6, 12) verstärkt in die Richtung zu drücken, in der der Rand der Spindel (1) sowie das Druckfußelement (53) vom Werkstück entfernt werden.
Spindeleinheit (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Körpers (4, 16), der die Spindel (1) stützt, in die Richtung teilbar ist, die den Verlauf der Achse (O) kreuzt. Spindeleinheit (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhalteelement (2) ein Spannfutter darstellt;

dass die Halterungselemente (6, 12) eine vertikale Anschlusswelle darstellen, die drehbar mit der Spindel in einem Körper in axialer Richtung verbunden ist, sowie ein bewegliches Element, das in einem Körper eine Verbindung mit der vertikalen Anschlusswelle aufweist;

dass das lineare Antriebselement (18) einen linearen Motor darstellt, mit dem das bewegliche Element entlang der Axiallinie bewegt wird;

dass das drehende Antriebselement (17) einen Drehmotor darstellt;

dass das Druckfußelement (53) einen Druckfuß darstellt; und die Druckelemente (20, 50) einen Druckluftzylinder darstellen, der zwischen dem beweglichen Element und dem Druckfuß eingefügt wird.






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