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Dokumentenidentifikation DE602004005614T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001695010
Titel HEIZ- UND LUFTKLIMATISIERUNGSVORRICHTUNG
Anmelder Schreiber, Bernard, Buhl, FR;
Vaccaro, Antoine, Buhl, FR
Erfinder Schreiber, Bernard, 68530 Buhl, FR;
Vaccaro, Antoine, 68530 Buhl, FR
Vertreter Haverkamp, J., Dipl.-Geol. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 58638 Iserlohn
DE-Aktenzeichen 602004005614
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 24.09.2004
EP-Aktenzeichen 047874524
WO-Anmeldetag 24.09.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/FR2004/002429
WO-Veröffentlichungsnummer 2005031217
WO-Veröffentlichungsdatum 07.04.2005
EP-Offenlegungsdatum 30.08.2006
EP date of grant 28.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse F24F 1/00(2006.01)A, F, I, 20060801, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F24F 13/02(2006.01)A, L, I, 20060801, B, H, EP   F24B 1/187(2006.01)A, L, I, 20060801, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät, das alternativ für die Heizung oder die Klimatisierung eines Volumens dient, wie eines Zimmers oder eines Wohn-, Arbeits- oder Lagerraums, oder eines anderen geschlossenen Orts.

Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Heizgerät, das aus einer geschlossenen Brennkammer in Verbindung mit einer Klimatisiereinheit besteht, die durch die Ablösung der geschlossenen Brennkammer für die Heizfunktion und durch die Modulierung und Dosierung der Zufuhr der Klimatisiereinheit sowohl an erwärmter Luft als auch an gekühlter Luft für eine außerordentliche Konstanz der Raumtemperatur bei dem gewünschten Sollwert sorgt, um einen höheren Komfort durch eine optimale Atmosphäre zu gewährleisten.

Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Gerät, das um eine Heizanlage mit geschlossener Brennkammer gebaut oder installiert werden kann, wie einen Kamin oder Kachelofen oder sonstigen Ofen. Nachfolgend wird dieses Gerät als Anlage bezeichnet, da es vor Ort montiert wird.

Die Benutzung von Kaminen mit geschlossener Brennkammer oder von Kachelöfen als Haupt- oder Zusatzheizung von Wohnräumen, insbesondere von einzelnen Räumen, verzeichnet aus verschiedenen Gründen wirtschaftlicher oder ästhetischer Art ein zunehmendes Interesse. Diese Art von Anlage wird oft mit einer gewissen Idee von Lebensqualität und Komfort verbunden. Dasselbe gilt für Klimatisierungsvorrichtungen, die zunächst hauptsächlich professionellen Anwendungen vorbehalten waren, und nun bei der breiten Öffentlichkeit großen Anklang finden.

Herkömmlicherweise setzt die Klimatisierung von Wohnräumen oder anderen Räumen außerhalb der Heizsaison eine Wärmeübertragung zwischen dem zu klimatisierenden Volumen und der Außenumgebung oder einer anderen Zone voraus. Die bekannten Anlagen umfassen eine Inneneinheit, die aus einem Verdampfer/Wärmetauscher besteht, einem Kompressor, und einem Druckminderer oder einem Kapillarrohr, und einer Außeneinheit, die aus einem Kondensator/Wärmetauscher besteht. Die Wärmeübertragung erfolgt durch die aufeinanderfolgenden Zustandsänderungen eines Kühlmittels, dessen Verdampfung mit einer Wärmeabsorption und dessen Kondensation mit einer Wärmefreisetzung einhergeht. Der Verdampfer/Wärmetauscher ermöglicht dem Kühlmittel das Verdampfen unter Aufnahme der Umgebungswärme, die über den Kondensator/Wärmetauscher an die Außenumgebung abgegeben wird, wenn das Kühlmittel kondensiert. Zwischen diesen beiden Elementen sorgt der Kompressor für den Umlauf des Kühlmittels unter gleichzeitiger Erhöhung seines Drucks und seiner Temperatur, während der Druckminderer seinen Druck absenkt, um die Verdampfung bei Niedertemperatur zu ermöglichen.

Die stetige Wiederholung dieser Funktionen sorgt für die Klimatisierung des Raums. Es ist also erforderlich, zwei Vorrichtungen und somit zwei vollkommen unabhängige Anlagen vorzusehen, um einerseits die Heizfunktion als Haupt- oder Zusatzheizung sicherzustellen, und andererseits die Klimatisierfunktion außerhalb der Heizsaison.

Es gibt zwar sogenannte reversible Klimatisierungsvorrichtungen, die eine Heizfunktion bieten. Jedoch kann diese Anlagenart zwar eventuell für die Zufuhr zusätzlicher Wärmeenergie dienen, doch sie ermöglicht es nicht, auf zufriedenstellende Weise das Heizen von großräumigen Volumen zu übernehmen. Außerdem verliert sie einen Großteil ihrer Effizienz, wenn die Außentemperatur unter einen bestimmten Schwellwert absinkt, wobei der Wirkungsgrad von reversiblen Klimatisierungsvorrichtungen ausgesprochen gering ist.

Um für diese Nachteile Abhilfe zu schaffen, weisen manche reversible Klimatisierungsvorrichtungen zusätzliche Widerstände in internen Gruppen auf, was die Gewährung einer Zusatzheizung ermöglicht, selbst wenn die Außentemperatur ausgesprochen niedrig ist. Es ist jedoch klar, dass diese Lösungen komplex und somit kostspielig bleiben, und dass sie auf jeden Fall erhebliche Einbauarbeiten voraussetzen.

Darum ist es interessant, die Heiz- und Klimatisierfunktionen im Rahmen einer einzigen Anlage koppeln zu können, die die Beheizung des Zimmers oder Raums ermöglicht, und außerhalb der Heizsaison für seine Ventilation sorgt.

Eine Anlage dieser Art ist im Dokument FR 2 814 227 beschrieben, das sich auf eine Heizanlage bezieht, die einen Heizkessel und einen Wasserumlaufzyklus durch Strahlungsheizkörper umfasst, wobei in der Nähe des Heizkessels ein Kältegenerator angeordnet wird.

Mit einem Wärmetauscher wird an das im Wasserumlaufzyklus umlaufende Wasser die Kälteenergie abgegeben, die durch den Kältegenerator erzeugt wird, wodurch für die Klimatisierung gesorgt wird. Diese Funktionsdualität, die auf der Benutzung des Wasserumlaufkreises der vorhandenen Zentralheizungsanlage für das gekühlte Wasser beruht, ist jedoch nicht vollkommen zufriedenstellend, da sie eine erhebliche Änderung der Heizungsanlage voraussetzt, mit der eine Reihe von neuen Elementen zu verbinden sind, um die Klimatisierfunktion sicherzustellen. Diese Lösung kann übrigens nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Heizfunktion durch eine Zentralheizungsanlage ausgeführt wird, und kann nicht auf Heizungen traditioneller Art, wie einen Kamin oder Ofen, übertragen werden.

Das US-Dokument 2001/0042 610 A10 beschreibt eine Anlage, bei der eine Brennkammer mit einem Wärmetauscher verbunden ist, der wiederum mit einem externen Lufteinlass verbunden ist.

Das durch diese Anlage verfolgte Ziel unterscheidet sich von demjenigen der vorliegenden Erfindung, insofern es hier ausschließlich darum geht, die Außenluft unter Verwendung der durch die Verbrennung innerhalb der Brennkammer freigesetzten Wärme zu erwärmen, um auf diese Weise das Leistungsvermögen der Heizungsanlage zu verbessern. Das Dokument US 6 149 066 beschreibt ebenfalls eine Anlage, die zur Erwärmung von Außenluft dient, unter Verwendung der durch ein Heizgerät freigesetzten Energie, und zwar ebenfalls um die Effizienz der Anlage zu verbessern.

Das Dokument JP 200249367 beschreibt ein Luftklimatisierungsgerät, das einen mit einem Gasbrenner gekoppelten Kühlkreislauf umfasst, um im Bedarfsfall die durch den Kühlkreislauf verbreitete gekühlte Luft aufwärmen zu können.

Die obengenannten Erfindungen dienen ausschließlich dem Ziel, die Temperatur der durch eine Luftklimatisierungsvorrichtung verströmten Luft zu regeln, und nicht, eine von der Klimatisierfunktion unabhängige oder unter Ausnutzung der Kondensatorwärme als Wärmezufuhr erfolgende Heizfunktion zu gewährleisten.

Die vorliegende Erfindung dient dem Ziel, für die obengenannten Nachteile Abhilfe zu schaffen, indem ein Gerät und eine Anlage angeboten werden, die die Heiz- und Klimatisierfunktionen kombinieren. Die Anlage und vor allem das Gerät erfordern weder erhebliche strukturelle Änderungen der Zimmer oder Räume, noch umständliche Anpassungsarbeiten.

Genauer gesagt nutzt die Erfindung die Abführung und Verteilung der Heißluft durch die Steig- und Luftverteilungsleitungen einer Heizeinheit. Vorteilhafterweise wird eine Verbindung, Koppelung oder Kombination zwischen diesen Heißluftleitungen und einer Klimatisiereinheit hergestellt, um auf diese Weise falls notwendig in allen betroffenen Volumen eine Luftverteilung mit geeigneter gekühlter Temperatur zu erhalten.

Die vorliegende Erfindung ist leichter zu verstehen mit der nachfolgend gegebenen Beschreibung von mehreren möglichen Varianten, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, in denen:

1 eine Schnittdarstellung ist, die eine erste Ausführungsform der Anlage nach der vorliegenden Erfindung zeigt, bei der ein Kamin mit geschlossener Brennkammer und eine unter der Bodenplatte, die die Heizeinheit aufnimmt, befindliche Klimatisierungsvorrichtung eingesetzt werden.

2 eine Schnittdarstellung der Anlage gemäß einer zweiten Ausführungsform ist, bei der die Heizeinheit ein Kachelofen ist,

3 eine Schnittdarstellung ist, die eine dritte Ausführungsform der Anlage gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, bei der die Klimatisiereinheit direkt in die Heizeinheit integriert ist,

4 eine schematische Darstellung als Längsschnitt ist, die allgemein ein aufstell- bzw. installierbereites kompaktes Gerät gemäß der Erfindung zeigt.

Die vorliegende Erfindung ergibt sich aus dem allgemeinen Erfindungskonzept, das darin besteht, vorzugsweise im Nachlauf des Luftkreislaufes zur Abführung der durch eine geschlossene Heizbrennkammer erzeugten Wärmeenergie, oder an deren Entstehungsort, oder in einem vorgeschalteten Luftkreislauf, mindestens einen Wärmetauscher einer Klimatisiereinheit oder einer Wärmepumpe, die mindestens zwei Wärmetauscher umfasst, zu positionieren, um zumindest einen Luftstrom mit angemessener bei Bedarf gekühlter Temperatur zu erzeugen, insbesondere zu Zeiten mit heißem Wetter, und ständig oder gelegentlich der geschlossenen Heizbrennkammer zusätzliche Wärme- oder Kälteenergie zuzuführen, insbesondere zu Zeiten mit kühlem und kaltem Wetter.

Das oben beschriebene Gerät kann industriell vollständig in Serie hergestellt werden, und im Handel aufstell- oder installationsbereit angeboten werden, oder es kann vor Ort aus vorhandenen Elementen oder Organen gebildet werden, beispielsweise einer geschlossenen Brennkammer eines Kamins oder Ofens.

1 stellt eine erste Ausführungsweise dar, gemäß der das Heiz- und Klimatisierungsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung vor Ort in einem Zimmer oder Raum gebildet wird.

Nach dieser Ausführungsweise wird ein Kamin mit geschlossener Brennkammer, der sich in dem zu beheizenden oder zu belüftenden Zimmer oder Raum befindet, mit mindestens einem Wärmetauscher einer Klimatisiereinheit verbunden, von der ein Teil außerhalb des Zimmers oder Raums angeordnet sein kann, beispielsweise im Keller der Wohnung oder des Gebäudes.

Die Heizeinheit 1 kann aus einem klassischen Kamin 1' bestehen, der aus einer geschlossenen Brennkammer 2 gebildet wird, die auf einem Brett 3 montiert ist, welches wiederum auf einem Sockel 4 angeordnet ist, der auf der Bodenplatte 5 des Zimmers oder Raums ruht, wobei das Ganze in einen Kasten 16 aus Mauerwerk halb eingelassen sein kann. Die geschlossene Brennkammer 2 ist von Brennerpfosten 6 umgeben, die mit einer Haube 8 überbaut sind, welche den oberen Bereich des Kamins 1' bildet. Zwischen der Basis von Haube 8 und den Brennerpfosten 6 kann ein Zierpfosten 7 eingefügt werden.

Die geschlossene Brennkammer 2 enthält eine Verkleidung 17, die in ihrem oberen Bereich mindestens ein, aber vorzugsweise mehrere Steig- und Abführrohre 10 der erwärmten Luft aufnimmt, beispielsweise zwei, um für das Aufsteigen der sich erwärmenden Luft zu den oberen Enden zu sorgen, die durch Austrittsgitter 9 außen von Haube 8 münden.

Zu diesem Zweck weisen das oder die Rohre 10 vorzugsweise eine gebogene Form auf, wobei der Winkel im gebogenen Teil 15 dieser Rohre von der Neigung der Seitenwände der Haube 8 abhängt.

Bei einer herkömmlichen Funktionsweise eines Kamins dieser Art wird die geschlossene Brennkammer 2 von vorne mit festem Brennstoff, im Allgemeinen Holz, beschickt, und die auf diese Weise erzeugte Heißluft wird durch die Haube 8 befördert und über die Abführrohre 10 abgeführt, und durch die Gitter 9 verteilt, um das Zimmer oder den Raum und eventuell andere Räume zu heizen.

Gemäß dem abgebildeten Beispiel kann die Klimatisiereinheit reversibel sein, sie umfasst einen externen Wärmetauscherblock 20, der an einen internen Wärmetauscherblock 21 durch ein Rohr bekannter Art 22 angeschlossen ist.

Der externe Wärmetauscherblock 20 ist außen am auszustattenden Haus oder Gebäude angeordnet, und der interne Wärmetauscherblock 21 ist vorzugsweise unter der geschlossenen Brennkammer 2 angeordnet, und im abgebildeten Beispiel im Keller, unter der Bodenplatte 5, in Entsprechung mit dem im darüber liegenden Zimmer aufgestellten Kamin.

Zu diesem Zweck wird der interne Wärmetauscherblock 21 auf einer Halterung 23 montiert, die wiederum an der Decke angebracht ist. Indem der innere Wärmetauscherblock 21 auf einer direkt an der Decke befestigten Halterung angeordnet wird, wird der Abstand reduziert, der ihn vom Kamin 1' trennt, und man kann auf diese Weise die Wärmeverluste und den Konsum stark begrenzen.

Der innere Wärmetauscherblock 21 wird an einen Schlauch 24 angeschlossen, dessen gegenüberliegendes Ende im unteren Bereich des Kastens 16 aus Mauerwerk mündet, um für die Rückkehr der im Zimmer erwärmten Luft nach unten zu sorgen.

Die gekühlte Luft wird in dem Zimmer mittels eines, zwei oder mehrerer Schläuche 25 verteilt, die vorzugsweise thermisch isoliert und an den oberen Bereich des inneren Wärmetauscherblocks 21 angeschlossen sind und in den Kamin 1' münden.

Bei dieser ersten Ausführungs- und Einsatzweise der vorliegenden Erfindung werden die Austrittsschläuche 25 des inneren Wärmetauscherblocks 21 der Klimatisiereinheit an die Abführrohre 10, die sich über der Brennkammer 2 des Kamins 1' befinden, mittels eines Y-förmigen Anschlusses 30 angeschlossen, der vorzugsweise im Bereich des Bogens 15 eines Rohrs oder der Rohre 10 des Kamins angeordnet wird.

Dank des somit ausgeführten Anschlusses durch thermisch isolierte Leitungen zwischen dem inneren Block 21 der Klimatisiereinheit und den Heißluftrohren am Ausgang der Brennkammer 2 des Kamins 1' bewirkt man eine Verteilung von gekühlter Luft in allen vorgesehenen Volumen, und zwar durch die Leitungen dieses Kamins.

Damit verfügt man über eine besonders kompakte Anlage mit doppelter Funktion, da es möglich sein wird, die mit dem internen Wärmetauscherblock 21 der Klimatisierungsvorrichtung verbundenen Ventilationsschläuche 25 beiderseits der Brennkammer 2 des Kamins 1' anzuschließen, und sie somit in den Kamin zu integrieren, um eine vollkommen unsichtbare Anlage im Zimmer oder Wohnraum auszuführen.

Somit kann man die Klimatisiereinheit außerhalb der Heizperioden in Betrieb nehmen, indem die durch den Verdampfer der Klimatisierungsvorrichtung gekühlte Luft in die Austrittsrohre der Heißluft des Kamins eingespeist wird, wobei dieser Vorgang manuell oder über ein (nicht abgebildetes) Automatikklappenventil, das mit den Y-förmigen Anschlüssen 30 verbunden ist, erfolgen kann. Man kann sie auch gemeinsam funktionieren lassen, insbesondere im Fall einer reversiblen Klimatisiereinheit.

Die Anlage gemäß der vorliegenden Erfindung weist auch den Vorteil auf, dass der Lärmpegel der Klimatisierungsvorrichtung stark reduziert wird, und somit die für die Benutzer der Wohnung oder des Raums verursachte Belästigung verringert wird.

Da die klimatisierte Luft den selben Austritt wie die Heißluft verwendet, werden die in der Wohnung erforderlichen Arbeiten verringert, und es ist somit nicht mehr notwendig, ein autonomes und separates Verteilungssystem für die klimatisierte Luft vorzusehen, was erhebliche Einsparungen mit sich bringt.

Der Einsatz der Erfindung im Hinblick auf diese erste Ausführungsweise, die einen Kamin als Heizeinheit voraussetzt, kann für andere Anwendungen dienen.

Nach einer zweiten Ausführungsweise der Heizanlage gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Klimatisierungsvorrichtung an die Heizeinheit angeschlossen bei einer Anlage, in der der Kamin durch einen Kachelofen ersetzt wird.

Nach dieser Ausführungsvariante wird die Anlage eine Klimatisiereinheit umfassen, die wie zuvor aus einem externen Block 20 und einem internen Block 21 besteht, der wie zuvor auf einer Halterung 23 montiert ist, die an der Decke unter der Bodenplatte 5 befestigt ist, in Übereinstimmung mit der Heizeinheit 1, die aus einem Kachelofen 40 oder einem Ofen aus Ziersteinen besteht, der in einem Zimmer oder dem Raum angeordnet ist. Der Kachelofen 40 ist auf einem Sockel 41 positioniert, der wiederum auf der Bodenplatte 5 des Raums steht.

Das Ganze kann auch einen im Keller unter der Bodenplatte 5 aufgestellten Holzheizkessel 42 umfassen, der eine Beschickungstür 43 und eine Wärmerückgewinnung 44 aufweist. Ein an der Seite des Heizkessels 42 verlaufendes Luftrückführrohr 45 mündet an der Basis von Sockel 41 des Ofens 40.

Die durch den Heizkessel 42 abgegebene Wärme steigt auf und wird in zwei Rohren 10' anhand von zwei Öffnungen 46 aufgefangen, die sich in dem über dem Heizkessel gelegenen Bereich der Decke befinden, und deren entgegengesetzte Enden nach dem Durchgang durch die Bodenplatte 5 im Inneren des Ofens 40 münden.

Die Abführung und Verteilung der Heißluft erfolgt durch zwei Ausgangsöffnungen 47, die nicht abgebildete verstellbare Gitter aufweisen, welche beiderseits des oberen Bereichs jeder der Seitenwände des Ofens 40 angeordnet sind, direkt über ihrer Decke 48 aus Kacheln.

Der innere Wärmetauscherblock 21 der Klimatisiereinheit wird an eines der Rohre bzw. die Rohre 10' angeschlossen, die den Heizkessel 42 und den Ofen 40 über zwei Schläuche 25' miteinander verbinden.

Die Verbindung zwischen dem oder den Rohren 10' und den Schläuchen 25' erfolgt wie bei der vorausgehenden Variante mittels Y-förmigen Anschlüssen 30'.

So kann man auf die gleiche Weise für eine Verteilung von gekühlter Luft im Zimmer sorgen, wenn die Heizungsanlage nicht in Betrieb ist, dank der Koppelung der Ventilationsrohre der Klimatisierungsvorrichtung mit den Heißluftsteigrohren der Heizeinheit.

3 stellt eine dritte Form für die Ausführung einer Heizungs- und Klimatisierungsvorrichtung gemäß der Erfindung dar, bei der die Klimatisiereinheit direkt in die Heizeinheit integriert ist, und somit ein vollständiges Gerät bildet, d.h. eine vollständige Funktionseinheit.

Bei dieser Variante ist die Klimatisiereinheit direkt auf der Bodenplatte 5 und unter der Brennkammer 2 einer Heizeinheit 1 angeordnet, die im abgebildeten Beispiel aus einer geschlossenen Brennkammer besteht.

Bei dieser Ausführungsvariante strömt die gekühlte oder temperierte Luft, die am Ausgang des inneren Wärmeaustauschers 21 der Klimatisierungsvorrichtung erzeugt wird, direkt an die Seiten der Heizeinheit 1, und der Benutzer kann somit je nach Jahreszeit oder seiner Wahl die Verteilung von kalter, gekühlter, temperierter oder heißer Luft in allen Volumen des Zimmers oder des Raums oder der anliegenden Räume steuern, ohne dass es notwendig wäre, Umbauten oder gegenüber einer klassischen Heizungsanlage per Kamin mit Verteilung von erwärmter Luft zusätzliche Gitter vorzusehen.

Die kalte Luft steigt entlang der Brennkammer 2 in den zwischen der Außenwand und dem Kasten der Heizeinheit eingerichteten Raum, um die Steigleitungen der Heißluft 10 zu erreichen, die mit dem oberen Bereich der Brennkammer 2 verbunden sind.

Diese Ausführungsweise ist noch einfacher als die beiden vorausgehenden, da die Notwendigkeit entfällt, beiderseits der Bodenplatte des auszurüstenden Zimmers oder Raums zu intervenieren.

Aus diesem Grund ist es nicht mehr erforderlich, Bauarbeiten oder Anschlussmittel zwischen der Kamin- und der Klimatisierfunktion vorzusehen.

Zahlreiche Varianten der Erfindung sind denkbar, sowohl was die Form und Art der geschlossenen Brennkammer anbelangt, als auch was die Form und Art der Klimatisiereinheit und ihrer Organe und der Mittel, die es ermöglichen, sie lufttechnisch aneinander zu koppeln, anbelangt.

Das gleiche gilt für den externen Wärmetauscher der Klimatisiereinheit und deren Kompressor, die gemäß der Erfindung in die Basis des Geräts integriert werden können. Man kann sogar Klimatisiereinheiten ohne Kompressor verwenden.

Vorteilhafterweise, und unabhängig von der geplanten Ausführungsvariante, kann die Anlage eine Klimatisiereinheit reversibler Art umfassen, und tut dies auch vorzugsweise, was den zusätzlichen Vorteil verschafft, dass das Volumen ohne Einschaltung der Heizeinheit erwärmt werden kann, oder dass durch dessen Einschaltung bei Bedarf zusätzliche Wärme zugeführt werden kann.

Somit kann auf zugleich einfache und schnelle Weise ein minimaler Temperaturanstieg des Volumens gesichert werden, beispielsweise im Fall eines gemäßigten Sturzes der Umgebungstemperatur, der nicht die Inbetriebnahme oder Wiederinbetriebnahme der Heizung erfordert, und vor allem kann durch Reguliermittel 49 eine konstante Temperatur der Zimmer oder Räume gesichert werden, und zwar unabhängig von der Funktionsweise und der Heizleistung der geschlossenen Brennkammer 2.

Zu diesem Zweck können im Fall des gemischten Betriebs, d.h. demjenigen, bei dem die beiden Einheiten gleichzeitig funktionieren, die Reguliermittel 49 für die Regelung zwischen der Temperatur der durch die Brennkammer erwärmten Luft und derjenigen des oder der inneren Wärmetauscher sorgen, denn man kann dann von einer gelegentlichen zusätzlichen dosierbaren Wärmeleistung profitieren, die durch den Wärmetauscher der reversiblen Klimatisiereinheit eingebracht wird, die dann als Kondensator betrieben wird.

Diese Reguliermittel können insbesondere auf den Ventilatorsatz einwirken, der Luft auf den oder die inneren Wärmetauscher 21 bläst, oder durch Ansaugung funktioniert, um für die Veränderlichkeit des Durchsatzes des zusätzlichen Luftstroms von dem bzw. den Wärmetauschern zu sorgen.

Diese Reguliermittel sind mit verschiedenen Temperatursonden verbunden, die an passenden Stellen angebracht sind, und insbesondere mit einer oder mehreren Temperatursonden 49' für das Zimmer oder den Raum.

Selbstverständlich werden diese Reguliermittel und diese Sensoren vorzugsweise auf alle Varianten und Ausführungsweisen angewendet, und man kann die bereits bei der Heizeinheit vorhandenen verwenden.

Die Erfindung bezieht sich auch auf ein in Großserie in der Fabrik oder in der Werkstatt gebautes Gerät, das als Neuausstattung im gewünschten Zimmer oder Raum installiert wird.

Nach einer der Ausführungsweisen wird das Gerät gemäß der Erfindung in kompakter Form ausgeführt, bei der alle Organe und Elemente, die diese neue Funktionseinheit bilden, in dieselbe maschinell geschweißte oder auf andere Weise montierte mechanische Einheit integriert werden.

Diese Einheit ist kompakt und dazu bereit, an einem geeigneten Standort aufgestellt und installiert zu werden, oder in eine Aufnahme integriert zu werden, die alle erforderlichen Anschlüsse, insbesondere lufttechnischer Art, zulässt.

Nachfolgend wird als Beispiel ein Gerät diesen Typs beschrieben, unter Bezugnahme auf 4, in der es schematisch als vertikale Längsschnittdarstellung abgebildet ist.

Dieses Gerät liegt in Form einer aufstell- und installierbereiten Einheit 50 vor, die einen Metallkasten bildet, wobei das Ganze mit einer schalldämmenden und wärmeisolierenden Verkleidung karrossiert ist.

Es umfasst im mittleren Bereich eine Heizeinheit 51 mit geschlossener Brennkammer 52, beispielsweise mit Festbrennstoff, insbesondere Holz. Die geschlossene Brennkammer 52 weist vorzugsweise eine in der Schnittdarstellung nicht sichtbare Glastür für den Zugang zur Brennkammer auf, für deren Beschickung mit Brennstoff, und damit die Flammen sichtbar sind. Die geschlossene Brennkammer 52 ist in diesem Beispiel in Form eines Metallkastens 53 ausgeführt, der nach oben durch einen Schacht oder eine Rauchkammer 54 fortgesetzt wird, die durch eine mittlere Austrittsdüse 55 außen mündet, im Hinblick an ihren Anschluss an das Schornsteinrohr.

Der obere Bereich ist durch eine Wärmerückgewinnung 56 umgeben, die eine obere Rückgewinnungskammer bildet, welche beispielsweise durch die obere Wand des Kastens nach außen mündet.

Alle Organe des Geräts sind in dem Kasten 50 enthalten, der sich nach oben fortsetzt und mit einer oberen Wand 57 endet, die durch eine mittlere Austrittsdüse 55 durchdrungen wird, und durch eine Vielfalt von Abführdüsen, wie beispielsweise Abführdüsen 58 für Luft in der gewünschten Temperatur, zum Anschluss z.B. an die isolierten Transport- und Verteilungsleitungen der aus dem Gerät kommenden Luft. Die Rückseite der geschlossenen Brennkammer 52 liegt direkt an der Rückwand des Kastens 50 an oder ist um einen Zwischenspalt für die Rückgewinnung davon entfernt, entlang dem die von unten kommende Luft hochsteigt, wobei sie erwärmt wird. Alle Wände des Kastens, die Rückwand, die Seitenwände 59 und 60 und die obere Wand 57 des Kastens 50 sowie seine vordere Wand oberhalb der Tür sind auf angemessene Weise wärmeisoliert, um jeden Wärmeverlust zu vermeiden, und umgekehrt um jedes Eindringen von Wärme beim Sommer- oder Zwischenbetrieb zu vermeiden.

Die geschlossene Brennkammer 52 weist im unteren Bereich ihren eigenen Einlass von verbrennungsfördernder Luft auf, der beispielsweise in Form eines Schiebers, der auf verstellbare Weise die verbrennungsfördernde Luft einlässt, und im oberen Bereich den Schacht oder Rauchkasten 54, und zwar vorzugsweise mit der Wärmerückgewinnung 56.

Zwischen den Wänden 53 der geschlossenen Brennkammer 52 und den wärmedämmenden Wänden des Außenkastens, die eine innere Ringkammer zur Wärmerückgewinnung 61 bilden, ist ein Freiraum vorhanden. Diese Rückgewinnungskammer 61 erstreckt sich in die Höhe. Die Luft steigt entlang dieser Kammer nach oben, und erwärmt sich dabei beim Kontakt mit den warmen Wänden der geschlossenen Brennkammer 52. Die Rückgewinnungskammer 61 setzt sich bis zum Rauchkasten 54 fort, um die von allen durch die Wärme der Brennkammer erwärmten Teilen abgestrahlte Wärmeenergie aufzufangen und abzuführen. Der Rauchkasten 54 weist vorzugsweise seine eigene innere oder äußere Wärmerückgewinnung auf, beispielsweise die Rückgewinnung 56, die im oberen Bereich der inneren Rückgewinnungs-Ringkammer 61 mündet, oder auf eine andere Art, für die Abführung durch die gemeinsamen Abführdüsen 58, die als Ausgang für die Rückgewinnungs-Ringkammer 61dienen.

Die Einheit 50 endet nach unten hin mit einem unteren technischen Block 62, der mindestens einen Wärmetauscher enthält, jedoch vorzugsweise zwei Wärmetauscher 63 und 64 einer selben Klimatisiereinheit in einem inneren Aufnahmevolumen 65, das im Raum des unteren Bereichs des technischen Blocks 62 eingerichtet wurde. Letzterer bildet eine mechanische Halterung 66 für die Einheit 50 des Geräts, mit der er mittels einer Stützplatte 67 auf dem Boden aufliegt

Es handelt sich um den inneren Wärmetauscher der Klimatisiereinheit, der im Fall einer reversiblen Klimatisiereinheit zum Verdampfer oder Kondensator werden kann. Wie im in 4 dargestellten Beispiel kann es sich um zwei parallele Wärmetauscherelemente 63 und 64 einer selben Klimatisiereinheit handeln, die beiden dieselbe Funktion erfüllen, entweder Verdampfer oder Kondensator im Fall der Reversibilität, oder die zwei klassische Wärmetauscher bilden, der eine als Verdampfer und der andere als Kondensator, mit beispielsweise zwei Abführwegen, die durch eine Klappe oder durch ein anderes Mittel auf geeignete Weise getrennt sind.

Dieser untere technische Block 62 ist auch auf angemessene Weise schalt- und wärmeisoliert und weist auf jeder seiner seitlichen Seiten entlang seines jeweiligen Wärmetauschers einen jeweils durch einen Filter geschützten Lufteintritt auf. Der oder die Wärmetauscher 63, 64 sind beispielsweise jeweils an einer Seite des Innenvolumens 65 positioniert. Ein Ventilatorsatz 68, beispielsweise eine durch Ansaugung funktionierende lufttechnische Gruppe, ist über dem Innenvolumen 65 angeordnet. Dessen Eingang tritt im unteren Volumen 65 aus und sein Ausgang bzw. seine Ausgänge dienen für die Erzeugung eines Stroms, der von einem zentralen Entstehungsort aus flach entlang eines unteren Verteilungsraums 69 befördert wird, und sie dienen für die einheitliche Beschickung von oben aus der Rückgewinnungskammer 61 mit Luft, die anhand von Regelungsmitteln 70 auf die angemessene Temperatur klimatisiert wurde.

Diese werden mit mindestens einem Sensor 71 für die Temperatur der umgebenden Luft im Zimmer oder Raum verbunden, und mit mindestens einem Sensor 72 für die Lufttemperatur in der Rückgewinnungskammer auf der Ebene der Brennkammer, und mit einem Sensor 73 für die Lufttemperatur am Ausgang des Geräts. Optionsweise kann die Regelung erforderlichenfalls auch einen Sensor 74 der Lufttemperatur am Ausgang des unteren technischen Blocks 62 aufweisen.

Die Informationen der Sensoren werden durch herkömmliche Mittel berücksichtigt und gehandhabt, im Hinblick auf die Steuerung des Betriebs des Ventilatorsatzes sowie des Betriebs der Klimatisiereinheit.

Der oder die im inneren Volumen 65 aufgestellten Wärmetauscher sind mit einer Klimatisiereinheit mit oder ohne Kompressor verbunden. Alle Organe dieser Klimatisiereinheit können im Raum des inneren Volumens 65 zusammengestellt werden, einschließlich des Kompressors, falls vorhanden.

Selbstverständlich können bei verschiedenen Varianten manche Bauteile, darunter der zweite Wärmetauscher und der Kompressor, außerhalb des Geräts oder in einem anderen Medium als Luft oder unterirdisch vergraben oder auf eine andere Weise positioniert werden.

Der Ausgang des inneren Volumens 65 umfasst den Ventilatorsatz 68, der für die Herstellung eines verstellbaren Luftstromdurchsatzes zuständig ist, beispielsweise durch die Ansaugung von Außenluft durch mindestens einen oder durch zwei Wärmetauscher 63 und 64, die jeweils vor einem durch einen Filter geschützten Lufteintritt positioniert sind.

Zum leichteren Verständnis ist die durch die Luft zurückgelegte Strecke in der 4 von ihrem Eingang in den Raum des unteren Volumens 66 bis zu ihrem Ausgang durch Austrittsdüsen 58 mit Pfeilen dargestellt.

Somit wird der Luftkreislauf bis zur Basis der Brennkammer fortgesetzt, wo er direkt zur Ringkammer der Wärmerückgewinnung 61 gerichtet wird, in die er eindringt, und aus der er durch den oder die Austrittsschläuche expulsiert wird.

Die über die Abführleitungen beförderte kühle, temperierte oder heiße Luft wird in dem Zimmer oder Raum verteilt, und tritt in der gewünschten Temperatur durch die mit Gittern versehenen Mündungen aus, kann jedoch durch andere Leitungen in andere anliegende oder entferntere Räume befördert werden, in denen sie durch geeignete Mündungen verteilt wird.

Diese Leitungen können auch einem im Haus oder Gebäude vorhandenen oder einzurichtenden Ventilationssystem hinzugefügt werden.

Das Volumen 66 des unteren technischen Blocks kann auch den Kompressor der Klimatisiereinheit enthalten, und dank einer ausreichenden Wärmeisolierung und einer oder mehrerer Stromorientierungsklappen, bei einer reversiblen Klimatisiereinheit sogar den anderen Wärmetauscher, der je nach Fall als Verdampfer oder Kondensator fungiert.

Die Temperatur der Austrittsluft des unteren Volumens 66 kann durch einen Sensor 74 gemessen und dann mit der durch den Sensor 72 gemessenen Lufttemperatur außerhalb der Brennkammer 2 verglichen werden, oder mit der des Rauchs oder jeder anderen Temperatur, die die Heizleistung zum Ausdruck bringt, im Hinblick auf die Einrichtung einer Regelung der Lufttemperatur des Zimmers oder des Raums in Abhängigkeit von der durch den oder die Bewohner vorgegebenen Solltemperatur, unter Einwirkung auf die zusätzliche Wärme oder Kälte, die durch die Klimatisiereinheit zugeführt wird. Es stehen zwei Mittel zur Verfügung, um diese Austrittstemperatur des unteren Volumens zu beeinflussen: Einerseits die Geschwindigkeit des Ventilatorsatzes, und andererseits der Arbeitspunkt der Klimatisiereinheit. Wie nachfolgend zu sehen ist, kommt diese Möglichkeit im Fall des Mischbetriebs und im Fall der Benutzung der Klimatisiereinheit anstelle der geschlossenen Brennkammer zum Tragen, d.h. wenn die Leistung des Feuers reduziert wird. Da die Erfindung diese Möglichkeit bietet, kann die Zimmertemperatur besser geregelt werden, wobei zu beachten ist, dass die allein von der Holzheizung stammende Temperatur ziemlich schwer konstant zu halten ist. Dieser Vorteil verschafft im Rahmen der Kaminholzheizung einen unvergleichlichen Komfort.

Die Funktionsweise des Geräts ist ausgesprochen einfach. Sie ist nachfolgend zusammenfassend beschrieben.

Im Winter oder während der Heizsaison wird bei einer reversiblen Klimatisiereinheit von der zusätzlichen durch den Kondensator verschafften Wärme profitiert. Dieser Zusatz kommt auf durch die Regelungsmittel dosierte Weise zu der durch die Brennkammer erzeugten Wärme hinzu. Außerdem ermöglicht er einen schnelleren Wärmeanstieg, und in manchen Fällen kann eine geringere Wärmeleistung für die Brennkammer angestrebt werden.

Im Sommer oder während der Heißwetterzeit funktioniert der Wärmetauscher der reversiblen Klimatisiereinheit als Verdampfer, und die geschlossene Brennkammer ist nicht mehr oder nur zeitweise in Betrieb. Dieser Verdampfer sorgt für einen gekühlten Luftstrom, der entlang der Brennkammer aufsteigt, um über das Leitungsnetz im oberen Bereich auszutreten.

In der Zwischensaison kommen zwei wesentliche Fälle in Frage.

Es ist draußen noch kühl oder ziemlich kühl, und der Wärmetauscher wird als Kondensator verwendet, der auf dosierte Weise zusätzliche Wärme- oder sogar Kälteenergie der Brennkammer zuführt, die mit begrenzter Leistung funktionieren kann.

Oder aber es ist weniger kühl, jedoch noch nicht warm genug, um gekühlte Luft zu wünschen, sondern temperierte oder lauwarme Luft morgens und abends, während es tagsüber bereits warm ist. Die Erfindung ermöglicht die Deckung all dieser Bedürfnisse. Während des Tages braucht nur der Wärmetauscher der Klimatisiereinheit als Verdampfer betrieben zu werden, um die Luft im Vergleich zu der durch die Brennkammer bei reduzierter Leistung erzeugten Luft abzukühlen oder zu temperieren. Abends und morgens braucht nur der Wärmetauscher der Klimatisiereinheit als Kondensator betrieben zu werden, um Luft mit angemessener Temperatur zu erzeugen, ohne die Brennkammer anmachen zu müssen.

Wie man feststellen kann, ist dieses Gerät auf jeden Fall nützlich, um den gewünschten Umgebungskomfort zu schaffen. Es wird je nach Wunsch oder Bedarf Luft in der idealen Umgebungstemperatur liefern, und zwar anhand eines einzigen Geräts, das sich direkt im Inneren des Zimmers oder Raums befindet.

Das Gerät und die Heizungs- und Klimatisierungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung wurden oben anhand mehrerer Ausführungsvarianten beschrieben, die jedoch nicht erschöpfend sind.

Die durch die Erfindung vorgeschlagene Lösung lässt sich leicht auf eine Anlage übertragen, bei der ein Holzheizkessel in einen Kachelofen integriert ist, so dass die Heizeinheit nicht mehr getrennt ist. Der Ofen wird dann an der Vorderseite eine Beschickungstür aufweisen, die für die Beschickung des Heizkessels mit Holz dient, sowie eine an der vorderen Fassade befindliche Öffnung als Heißluftausgang, und im hinteren Bereich eine Wärmerückgewinnung.

Der Anschluss zwischen dem im Keller befindlichen Klimatisiergerät und dem Ofen erfolgt mittels zweier an der Rückseite des Ofens verlaufender Schläuche, die in einem oberen Kasten münden, der eine Öffnung für die Abführung der Kaltluft aufweist.

Außerdem verweisen die beschriebenen Varianten auf die Verwendung von Holz als Brennstoff, doch es muss richtig verstanden werden, dass auch jede andere Art eines kompatiblen Brennstoffs verwendet werden kann, ohne dass dadurch die Grundprinzipien der Funktionsweise der Erfindung in Frage gestellt werden.

Falls die Klimatisiereinheit einen Kompressor aufweist, kann dieser im Inneren der Anlage oder des Geräts positioniert werden.

Selbstverständlich sind auch Klimatisiereinheiten ohne Kompressor mitgemeint.

Was den anderen Wärmetauscher anbelangt, so kann er außerhalb oder innerhalb des Zimmers oder Raums oder Hauses oder Gebäudes positioniert werden, in dem sich die Heizeinheit befindet.

Der oder die externen Wärmetauscher des Geräts werden an den geeignetsten Stellen oder Umgebungen positioniert, innen, draußen, in der Luft, in Wasser, unterirdisch oder auf eine andere Weise.

So kann man sich eine Klimatisiereinheit mit mehreren externen Wärmetauschern vorstellen, die in verschiedenen Umgebungen aufgestellt sind, beispielsweise die eine in Luft, und die andere in Wasser.

Die Klimatisiereinheit kann vom Typ einer Wärmepumpe oder eines anderen Mittels der Wärmeenergieübertragung sein, mit einem oder mehreren in der Luft, im Wasser oder unterirdisch positionierten Wärmetauschern.


Anspruch[de]
Kombinierte Heiz- und Luftklimatisierungs-vorrichtung für Wohnräume und Räumlichkeiten mit einer Heizeinheit (1) mit geschlossener Brennkammer (2) und einem lufttechnischen Kreislauf zur Abführung der durch die geschlossene Brennkammer (2) erzeugten Wärmeenergie, und/oder einer lufttechnischen Rückgewinnungseinheit, dadurch gekennzeichnet, dass der lufttechnische Kreislauf zur Abführung der durch die geschlossene Brennkammer (2) erzeugten Wärmeenergie und/oder die lufttechnische Rückgewinnungseinheit mindestens ein Wärmetauscherbauteil einer umkehrbaren Klimatisierungseinheit mit mindestens zwei Wärmetauschern enthält, wobei dieses Wärmetauscherbauteil der umkehrbaren Klimatisierungseinheit mit mindestens zwei Wärmetauschern an der Entstehung des Luftkreislaufes angeordnet ist, für die Verteilung einer von außerhalb der Vorrichtung stammenden Luft, deren Temperatur im Inneren der Vorrichtung konditioniert wird, und die nach dem Durchlauf entlang der Vorrichtung frei aus diesem austritt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der an der Entstehung des mit der geschlossenen Brennkammer (2) verbundenen Luftkreislaufes angeordneten Wärmetauscher zur Ablösung des Betriebs der geschlossenen Brennkammer (2) verwendet wird. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierungseinheit zu einer funktionellen Anlage unter der geschlossenen Brennkammer (2) zusammengebaut wird. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Wärmetauscher einer Klimatisierungseinheit und einen Ventilatorsatz enthält, der den Luftstrom von der Klimatisierungseinheit zum lufttechnischen Kreislauf der Heizeinheit (1) mit geschlossener Brennkammer (2) bringt. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie alle Organe enthält, die eine Klimatisierungseinheit und einen Ventilatorsatz bilden, der den Luftstrom von der Klimatisierungseinheit zum lufttechnischen Kreislauf der Heizeinheit (1) mit geschlossener Brennkammer (2) bringt. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierungseinheit eine von der konstanten Geschwindigkeit der austretenden Luft abhängende Betriebsregelung aufweist. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche von 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierungseinheit eine von der Temperatur des Zimmers oder des Raums, in dem sich die Vorrichtung befindet, abhängende Betriebsregelung aufweist, um eine konstante Temperatur der austretenden Luft zu behalten. Vorrichtung nach einem der vorausgehenden Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsregelung der Klimatisierungseinheit auf die Drehzahl des Ventilatorsatzes wirkt. Vorrichtung nach einem der vorausgehenden Ansprüche 6 oder 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsregelung der Klimatisierungseinheit auf die Drehzahl des Ventilatorsatzes und auf den Betriebspunkt der Klimatisierungseinheit wirkt. Vorrichtung nach einem beliebigen der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die geschlossene Brennkammer ihre eigene Regelung der Heizleistung aufweist, die mit der Regelung der Klimatisierungseinheit kombiniert ist. Kombinierte Heiz- und Luftklimatisierungs-vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinheit (1) mit geschlossener Brennkammer (2) ein oder mehrere Abluftrohre (10) aufweist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Abluftrohre (10) der Heizeinheit (1) an einen der mindestens zwei Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit angeschlossen ist. Heizvorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit unter der geschlossenen Brennkammer (2) angeordnet ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierungseinheit vom umkehrbaren Typ ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinheit (1) ein Kamin mit geschlossener Brennkammer ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinheit (1) ein Festbrennstoffherd ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinheit (1) ein Kachelofen (40) ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinheit (1) ein Ofen mit Ziersteinen ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach dem vorausgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinheit (1) ein Kachelofen (40) oder ein Ofen mit Ziersteinen in Verbindung mit einem Heizkessel (42) ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss zwischen den Abluftrohren (10) für die Zirkulation der erwärmten Luft und dem inneren Wärmetauscher (21) der Klimatisierungseinheit mit Hilfe von zwei Schläuchen (25) erfolgt. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Abluftrohre (10) ein Knie (15) bildet. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschläuche (25) des inneren Wärmetauschers (21) der Klimatisierungseinheit in die Heizeinheit (1) integriert sind. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss zwischen den Abluftrohren (10) der Heizeinheit (1) und den Schläuchen (25) ab dem inneren Tauscher (21) der Klimatisierungseinheit mittels eines Y-förmigen Anschlusses (30) ausgeführt wird. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Y-förmige Anschluss (30) im Bereich des Knies (15) der Abluftrohre (10) der Heizeinheit (1) angeordnet ist. Heiz- und Klimatisierungsvorrichtung nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Wärmetauscher (21) der Klimatisierungseinheit auf einem direkt an der Decke befestigten Halter (23) montiert ist. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der andere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit außerhalb des Zimmers oder Raums befindet. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass sich der andere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit innerhalb des Zimmers oder Raums befindet. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass sich der andere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit innerhalb der Vorrichtung befindet. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit ein in ein anderes Medium getauchter Wärmetauscher ist. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit ein Erdreich-Wärmetauscher ist. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit ein in Wasser getauchter Wärmetauscher ist. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit derjenige einer Wärmepumpe ist. Vorrichtung nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierungseinheit eine Wärmepumpe ist. Vorrichtung nach dem vorausgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompressor der Klimatisierungseinheit oder derjenige der Wärmepumpe in die Vorrichtung integriert oder eingebaut ist. Installation nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinheit (1) mit geschlossener Brennkammer (2) mehrere Abluftrohre (10) aufweist, und dass mindestens eines der Abluftrohre (10) an einen der mindestens zwei Wärmetauscher der Klimatisierungseinheit angeschlossen ist. Installation nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilung und Verbreitung von abgekühlter Luft durch die Koppelung der Abluftrohre der Klimatisierungseinheit an diejenigen der Heizeinheit erfolgt.






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