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Dokumentenidentifikation DE602004007798T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001628852
Titel STRECKENTRENNERISOLATOR
Anmelder Multiclip Co., Ltd., Addlestone, Surrey, GB
Erfinder BOINTON, Richard Guy, Yealmpton, Devon PL8 2Jx, GB;
SHRUBSALL, Peter Rickard, Ottery St Mary, Devon EX11 1NT, GB
Vertreter Benedum, U., Dipl.-Chem.Univ.Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80333 München
DE-Aktenzeichen 602004007798
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.05.2004
EP-Aktenzeichen 047350269
WO-Anmeldetag 27.05.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/GB2004/002251
WO-Veröffentlichungsnummer 2004108469
WO-Veröffentlichungsdatum 16.12.2004
EP-Offenlegungsdatum 01.03.2006
EP date of grant 25.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B60M 1/18(2006.01)A, F, I, 20070123, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen neutralen Streckentrenner für die Verwendung mit Eisenbahn-Oberleitungen.

Elektrische Züge werden über Kupferoberleitungen mit Energie versorgt, wobei die Energie über einen Stromabnehmer übertragen wird, der auf dem Dach des Zuges befestigt ist. Die Stromschienen werden üblicherweise mit 25kV Wechselspannung betrieben, die von Elektrizitätswerken entlang der Strecke der Leitungen geliefert wird. Da die Elektrizitätswerke nicht synchronisiert sind, kann an den Stellen, an denen entlang der Stromschiene zwei Energieversorgungen aufeinandertreffen, eine Peak-to-peak-Differenz von bis zu 50kV Wechselspannung auftreten. Es ist wichtig sicherzustellen, dass der Stromabnehmer den Unterschied in den Energieversorgungen nicht erfasst, da sonst eine große elektrische Ladung auf ihn übertragen würde, die ihn und andere elektrische Vorrichtungen im Zug beschädigen könnte. Da es unpraktisch ist, die Elektrizitätswerke zu synchronisieren, werden sie normalerweise voneinander isoliert durch die Bereitstellung auf jeder Stromschiene eines Bauteils, das als neutraler Streckentrenner bekannt ist.

Es ist wünschenswert, dass der Stromabnehmer die Anwesenheit des neutralen Streckentrenners auf der Stromschiene nicht erkennt, da er, abgesehen von der elektrischen Aufladung, dann auch verschiedenen Rückkopplungskräften unterläge, die auf den Zug übertragen würden und Stöße verursachen würden.

Die neutralen Streckentrenner, die momentan auf dem Markt sind, umfassen Modelle der Siemens GmbH, Arthur Flury AG und Furrer & Frey AG. Der neutrale Streckentrenner der Siemens GmbH, der aus zwei Isolierstäben besteht, die auf Platten angebracht sind mit an ihnen befestigten Kupferleitungen, ist mechanisch ziemlich verschieden von den Leitungen und erhöht den Bereich der Stoßbeanspruchung des Stromabnehmers. Obwohl die Höhe des neutralen Streckentrenners angepasst werden kann an die Kupferleitungen, so dass sie so genau wie möglich in der vertikalen Ebene ausgerichtet sind, macht das Oberleitungsbauteil, welches für eine solche Ausrichtung verwendet wird, die Anordnung des neutralen Streckentrenners umfangreicher, erhöht ihren strukturellen und mechanischen Unterschied zu den Stromschienen und erschwert ihre Installation. Ein Schutzhorn ist in diesem neutralen Streckentrenner bereitgestellt zur Lenkung der Verlustleistung, die auftritt wenn der Stromabnehmer einen Unterschied in der Energieversorgung verzeichnet. Es ist jedoch nicht besonders wirksam in dieser Rolle, da oft Funken zu beobachten sind an den Stellen, an denen der Stromabnehmer an den neutralen Streckentrenner anliegt. Darüber hinaus ist dieser neutrale Streckentrenner teuer, nutzt sich schnell ab (er muss ungefähr alle acht Monate ersetzt werden) und benötigt eine monatlich Wartung, bei der die Isolierbereiche gedreht werden (die sich wegen der Punktberührung mit dem Stromabnehmer abnutzen).

Folglich ist es wünschenswert einen neutralen Streckentrenner bereitzustellen, der die Stromschienen effektiv isoliert, ohne dass ein Stromabnehmer, der die Leitung durchläuft, eine Spalte bemerkt, der während der Lebensdauer des Produkts wartungsfrei ist, der billig herzustellen ist und der einfach zu installieren ist.

Die GB-A-1378751 offenbart einen neutralen Streckentrenner, der einen Isolierkörper umfasst zur Isolierung der Enden einer Stromschiene voneinander; wobei die Schwerachse des neutralen Streckentrenners so ist, dass, wenn der neutrale Streckentrenner im Einsatz ist, die Schwerachse möglichst genau mit der Schwerachse der Leitungen auf beiden Seiten ausgerichtet ist und wobei die Höhe des Isolierkörpers so gewählt ist, dass die Steifigkeit und die dynamische Masse des neutralen Streckentrenners möglichst genau übereinstimmen mit den entsprechenden Werten der Leitungen auf beiden Seiten sowohl in der vertikalen also auch in der horizontalen Ebene.

Erfindungsgemäß wird ein neutraler Streckentrenner bereitgestellt für den Einsatz bei einer Eisenbahn-Oberleitung, wobei der neutrale Streckentrenner, wenn im Einsatz, zwischen den Enden von zwei getrennten Abschnitten der Stromschiene der Stromversorgung angeordnet ist, wobei der neutrale Streckentrenner einen Isolierkörper umfasst zur Isolierung der Enden der Stromschienenabschnitte voneinander; wobei der neutrale Streckentrenner so gestaltet ist, dass, wenn der neutrale Streckentrenner im Einsatz ist, (a) seine Schwerachse möglichst genau mit der Schwerachse der Stromschienenabschnitte auf seinen beiden Seiten ausgerichtet ist und (b) die Steifigkeit und die dynamische Masse des neutralen Streckentrenners möglichst genau mit den entsprechenden Werten der Stromschienenabschnitte auf beiden Seiten übereinstimmt, sowohl in der vertikalen als auch in der horizontalen Richtung; gekennzeichnet dadurch, dass der Isolierkörper (10) einen einzigen wesentlichen Körper umfasst, dessen Querschnitt so geformt ist, dass er das Merkmal (a) erfüllt und dessen Höhe so gewählt ist, dass er das Merkmal (b) erfüllt.

Das strukturelle und mechanische Profil eines erfindungsgemäßen neutralen Streckentrenners ist so aufgebaut, dass es möglichst genau dem Profil der Eisenbahn-Oberleitungen aus Kupfer entspricht zur Minimierung des Bereichs, in dem ein Stromabnehmer den neutralen Streckentrenner bemerkt. Dies erreicht man durch eine möglichst genaue Ausrichtung der Schwerachsen (mittleren Biegelinien) des neutralen Streckentrenners und der Leitungen auf seinen beiden Seiten und durch die möglichst genaue Übereinstimmung der Steifigkeit und der dynamischen Masse des neutralen Streckentrenners und der Leitungen sowohl in der vertikalen als auch in der horizontalen Ebene.

Eine Ausführungsform der Erfindung stellt für den Stromabnehmer eine durchgehende Lauffläche bereit, die planparallel zu den Leitungen auf ihren beiden Seiten ist (so dass der Stromabnehmer keiner Stoßbeanspruchung ausgesetzt ist) und schmal ist (da eine Fehlausrichtung gegenüber dem Stromabnehmer eine starke Drehwirkung auf den neutralen Streckentrenner hätte), und sie bietet auch den Vorteil, dass der Widerstand, der von dem neutralen Streckentrenner auf den Stromabnehmer ausgeübt wird, genauso groß oder kleiner ist, als der Widerstand der von den Leitungen ausgeübt wird.

Außerdem bietet eine Ausführungsform der Erfindung eine Isolierung über eine Strecke von mehr als 1,5m, sogar dann, wenn der Stromabnehmer (der eine Breite von 0,2m besitzt) an den neutralen Streckentrenner anschließt und effektiv dessen Länge auf ungefähr 1,7m vergrößert.

Eine Ausführungsform der Erfindung kann ohne zu zerfallen den 15kN-Lasten standhalten, die alle paar hundert Meter entlang der Leitung aufgehängt sind, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Eine Ausführungsform der Erfindung bietet alle behandelten Vorteile unter widrigen Umweltbedingungen wie Regen, Schnee, Verschmutzung usw.

Es wird nun die Erfindung mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben.

Es zeigt:

1 einen neutralen Streckentrenner gemäß der Erfindung;

2 einen Teil eines neutralen Streckentrenners gemäß der Erfindung;

3 eine detailliertere Ansicht von 2;

4 eine Verbindungsstab, der in einer Ausführungsform der Erfindung verwendet wird;

5 einen neutralen Streckentrenner gemäß der Erfindung;

6 Front- und Seitenansichten des neutralen Streckentrenners von 5;

7 die Anordnung der PTFE-Schienen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung; und

8 eine Ausführungsform der Erfindung mit einer veränderten Oberfläche.

1 zeigt einen erfindungsgemäßen neutralen Streckentrenner 1. Der neutrale Streckentrenner 1 enthält einen ausgedehnten Isolierkörper 10, der aus einem isolierenden Material besteht, wie z.B. glasfaserverstärkter Epoxid-Verbundwerkstoff mit 45% Glasanteil. Die Außenfläche des Isolierkörpers 10 kann chemisch behandelt oder lackbeschichtet sein, um die Lastabwurffähigkeit zu verbessern und ihn in widrigen Umweltbedingungen allgemein belastbar zu machen.

Der neutrale Streckentrenner 1 enthält auch einen Verbindungsstab 2, über den er mit den beiden angrenzenden Leitungsenden verbunden ist. Siehe 2 und 3. In einer Ausführungsform der Erfindung ist der Verbindungsstab ein U-förmiger Kupferstab, der in den Isolierkörper 10 so eingebaut ist, dass seine Arme 3, 4 (im weiteren Verlauf Leiterenden) aus diesem herausragen und auf beiden Seiten des Isolierkörpers 10 an die Leitungen angrenzen. Eines der Leiterenden 4 ist über eine herkömmliche Verbindung an das Ende der Leitung angeschlossen, zum Beispiel, während das andere Leiterende 3, obwohl meistens überflüssig, bei Bedarf als Schutzhorn verwendet werden kann. Wenn auf dem Leitungsabschnitt, in den der neutrale Streckentrenner eingepasst wird, irgendeine Abnutzung auftritt, kann die Stirnfläche des verbindenden Leiterendes 4 entsprechend gefeilt werden, so dass man eine Höhenänderung zwischen dem neutralen Streckentrenner und dem Leitungsabschnitt vermeiden kann.

4 zeigt detaillierter einen Verbindungsstab 2, der in einer Ausführungsform der Erfindung verwendet wird, wobei 4a eine perspektivische Darstellung, 4b eine Frontansicht und 4c eine Seitenansicht ist. Wie am deutlichsten in 4a zu sehen ist, sind auf der Oberfläche des Verbindungsstabs 2 Stifte 5 bereitgestellt, welche äquidistant sind und so angebracht sind, dass sie an entsprechenden Stellen aus der Außenfläche der Leiterenden 3, 4 herausragen. Die Stifte 5 werden in die Oberflächen der Leiterenden 3, 4 eingeführt bevor der Verbindungsstab 2 in der Isolierform angebracht wird. Wenn die Form aushärtet, bleiben die Stifte fest in den Wänden des Isolierkörpers stecken und gewährleisten so, dass der Verbindungsstab 2 fest im Inneren gehalten wird.

In einer Ausführungsform der Erfindung können die in 4 angegebenen Dimensionen folgendermaßen sein: a1 = 30mm, a2 = 100mm, a3 = 17,09mm, a4 = 200mm, b1 = 46mm, b2 = 34,19mm, b3 = 22,37mm, c1 = 20mm, c2 = 10mm und d = 2,5mm. Außerdem betragen bei einer solchen Ausführungsform die Radien der Rundungen e und f 23mm bzw. 11,19mm.

In einer Ausführungsform der Erfindung entspricht der Querschnitt des neutralen Streckentrenners 1 auf beiden Seiten dem Querschnitt der Kupferleitungen mit denen er verwendet wird durch das Anordnen der Schwerachsen des neutralen Streckentrenners 1 und der Kupferleitungen. Dies wird erreicht indem man den Querschnitt des neutralen Streckentrenners 1 so gestaltet, dass die Schwerachse so niedrig wie nur einigermaßen durchführbar liegt, so dass sie beispielsweise nur 12mm über der Schwerachse der angrenzenden Leitungen liegt. Weiterhin wird die Höhe des Isolierkörpers so vergrößert, dass die Steifigkeit des neutralen Streckentrenners 1 der Steifigkeit der Leitungen auf beiden Seiten sowohl in der vertikalen als auch in der horizontalen Ebene entspricht.

Um diese Merkmale zu erreichen kann ein erfindungsgemäßer neutraler Streckentrenner 1 wie in 5 gestaltet sein, wobei 5a eine Frontansicht zeigt, 5b, 5c und 5d Querschnitte entlang der Linien A-A, B-B und C-C und 5e eine Außenansicht einer Seite des neutralen Streckentrenners 1. Wie am klarsten aus 5b bis 5d hervorgeht, liegt der Querschnitt des neutralen Streckentrenners 1, wenn im Einsatz, auf einer Linie mit dem Querschnitt der angrenzenden Leitungen.

In einer Ausführungsform der Erfindung sind die in 5 angegebenen Dimensionen: g1 = 24,5mm, g2 = 20,71mm, g3 = 12mm, g4 = 37,6mm, g5 = 49mm, g6 = 46,52mm, g7 = 60mm, g8 = 147,59mm, g9 = 52,41mm, g10 = 47,59mm, h1 = 10mm, h2 = 19,5mm, h3 = 25,93mm, h4 = 29mm, h5 = 18,05mm, h6 = 33mm, h7 = 19,24mm, h8 = 23mm und h9 = 46mm. Außerdem beträgt der Winkel i der Seitenwände des neutralen Streckentrenners 1 12°. Die Radien der Rundungen in dieser Ausführungsform sind: j1 = 5mm, j2 = 5mm, j3 = 1,5mm, j4 = 200mm, j5 = 24,5mm, j6 = 8mm, j7 = 11,19mm, j8 = 22,06mm, j9 = 8mm, j10 = 1,5mm, j11 = 1,5mm und j12 = 8mm.

6a und 6b zeigen eine Front- und eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung. Siehe 6a. Zwei Schienen 6, 7 sind in die Lauffläche des neutralen Streckentrenners 1 eingebettet. Da die Schienen 6, 7 parallel zu den Leitungen an beiden Enden des neutralen Streckentrenners liegen, bieten sie eine durchgehende Fläche, über die der Stromabnehmer laufen kann. Weil die Schienen aus einem Material mit geringer Reibung bestehen, wie PTFE, bieten sie dem Stromabnehmer weniger Reibungswiderstand als wenn er die Leitungen durchläuft und helfen so die Abnutzung des Stromabnehmers und des Isolierkörpers 10 zu verringern. Die Verschleißeigenschaften der Schienen können verbessert werden durch das Einarbeiten von Glasperlen in das PTFE. So wie die Enden des neutralen Streckentrenners 1 sind auch die vorderen Enden der Schienen 6, 7 in einer vertikalen Richtung nach oben umgebogen (wie am deutlichsten in 7 zu sehen ist), wodurch gewährleistet ist, dass der Stromabnehmer sich an die Schienen anlegt ohne gegen sie zu stoßen. Da der Stromabnehmer außerdem durch die Leiterenden 3, 4 auf die Schienen 6, 7 geführt wird, fegt er sich flüssig und sanft an den neutralen Streckentrenner 1 an.

In einer Ausführungsform der Erfindung sind die in 6 angegebenen Dimensionen: k1 = 1706mm, k2 = 200m, k3 = 100mm, k4 = 21,6mm, k5 = 37,6mm, k6 = 49mm, l1 = 57,5mm, l2 = 18,43mm und l3 = 23mm.

8 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung mit einer veränderten Oberfläche. Insbesondere ist ein Halbleiterband am Rücken des neutralen Streckentrenners 1 befestigt, welches den Effekt hat die Überschussladung, die mit Funkendurchschlag verbunden ist, zu verteilen indem sie entlang der Länge des neutralen Streckentrenners 1 geleitet wird. Außerdem sind am Rücken des neutralen Streckentrenners 1 elektrische Platten (Sperrschichten) 11 oder „Speicher" befestigt zur Vergrößerung der effektiven leitenden Weglänge des neutralen Streckentrenners 1. In einer Ausführungsform der Erfindung bestehen die Sperrschichten aus Epoxidharz mit zerhackter Glasfaserverstärkung. Sie könnten jedoch auch aus jedem anderen geeigneten Material bestehen, das wasserdicht und nichtleitend ist. Man möchte die Oberfläche jeder Sperrschicht so gekrümmt wie möglich gestalten, da die Anwesenheit spitzer Ecken zu einem starken elektrischen Feld und zur unerwünschten Situation einer Koronaentladung führen würde. Siehe 8. Die elektrischen Sperrschichten einer Ausführungsform der Erfindung besitzen eine halbrunde Form mit Vertiefungen an den Stellen, an denen sie mit dem Rücken des neutralen Streckentrenners 1 verbunden sind. In einer Ausführungsform der Erfindung befinden sich die Sperrschichten nicht notwendigerweise periodisch im Abstand von 100mm oder mehr. Man weiß, dass bei den Spannungen, denen der neutrale Streckentrenner 1 im Einsatz ausgesetzt ist, ein Sperrschichtabstand von weniger als 100mm für ein elektrisches Feld durchsichtig wird, welches dann über diesen Spalt „springt".

Selbstverständlich ist der neutrale Streckentrenner 1 im Einsatz verschiedenen Umweltbedingungen ausgesetzt. Insbesondere möchte man vermeiden, dass sich ein Kondensationsfilm auf ihm bildet, da die Salzionen im Film elektrische Entladungen von der Oberfläche des neutralen Streckentrenners 1 hervorrufen würden. Um diese Situation zu vermeiden, ist bei einer Ausführungsform der Erfindung ein „trace heater" in die Form des Isolierkörpers 10 eingebaut. Die Funktionsweise des „trace heater" versteht man am besten, wenn man den neutralen Streckentrenner 1 einer Salznebelprüfung unterzieht. Bei dieser Überprüfung wird der neutrale Streckentrenner 1 zur Auswertung der Entladungseigenschaften in einer speziellen Kammer einer stark salzhaltigen Dampfwolke ausgesetzt. Die Heizvorrichtung wird verwendet zur Erhöhung der Temperatur des neutralen Streckentrenners 1 über die Taupunkttemperatur der kondensierenden Dampfwolke, so dass sie nicht auf der Außenfläche des neutralen Streckentrenners 1 kondensiert oder, falls sie doch kondensiert, schnell wieder verdampft. Durch den Einsatz eines „trace heater" ist sichergestellt, dass keine elektrische Entladung von der Oberfläche des neutralen Streckentrenners 1 wegen der Anwesenheit eines Kondensationsfilms auftritt, wenn der neutrale Streckentrenner 1 im Einsatz ist. Der „trace heater" ist ein aufgedrucktes Bauteil auf einem Trägermaterial, z.B. ein 150 W Heizelement auf einem Kapton®-Streifen. Temperaturbegrenzungswiderstände sind ausgebildet auf dem bedruckten Trägermaterial, das die Heizvorrichtung trägt, und sind mit der Heizvorrichtung in Reihe geschaltet. Die nichtlineare Abhängigkeit des Widerstands dieser Widerstände von der Umgebungstemperatur begrenzt drastisch den Stromfluss durch den Widerstand bei hohen Temperaturen und erlaubt so, dass die Temperatur des neutralen Streckentrenners 1 dynamisch geregelt ist und unter extremen Umweltbedingungen auf dem gleichen Wert gehalten wird. In einer Ausführungsform der Erfindung sind vier derartige Temperaturbegrenzungswiderstände unabhängig voneinander entlang der Länge des neutralen Streckentrenners 1 in gleichen Abständen ausgebildet, so dass der neutrale Streckentrenner 1 auf seiner ganzen Länge auf der gleichen Temperatur gehalten wird.

Obwohl eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beschrieben wurde, sind andere Ausführungen möglich. Der Verbindungsstab 2 muss beispielsweise nicht U-förmig sein, sondern kann jede beliebige andere geeignete Form haben. Ebenso kann der Verbindungsstab 2 über andere Mittel als die Stifte 5 im Isolierkörper befestigt sein. Falls eine Haltevorrichtung im mittleren Teil des erfindungsgemäßen neutralen Streckentrenners 1 benötigt wird, kann der neutrale Streckentrenner 1 mit einem obenliegenden Tragseilsystem verbunden sein, wobei isolierende Aufhänger verwendet werden, die am Rücken des Streckentrenners 1 mit selbstklebenden Stützen befestigt sind.


Anspruch[de]
Neutraler Streckentrenner (1) zur Verwendung in einer Eisenbahn-Oberleitung, wobei der neutrale Streckentrenner (1) bei Gebrauch zwischen den Enden zweier getrennter Abschnitte der Stromschiene der Stromversorgung angeordnet ist, der neutrale Streckentrenner (1) einen Isolierkörper (10) umfasst zur Isolierung der Enden der Stromschienenabschnitte voneinander, der neutrale Streckentrenner (1) so gestaltet ist, dass im Einsatz (a) seine Schwerachse möglichst genau mit der Schwerachse der Stromschienenabschnitte auf seinen beiden Seiten ausgerichtet ist und (b) die Steifigkeit und die dynamische Masse des neutralen Streckentrenners (1) möglichst genau mit den entsprechenden Werten der Stromschienenabschnitte auf beiden Seiten übereinstimmen, sowohl in der vertikalen als auch in der horizontalen Richtung; dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (10) ein einziger einstückiger Körper ist, dessen Querschnitt so gestaltet ist, dass er das Merkmal (a) erfüllt und dessen Höhe so gewählt ist, dass er das Merkmal (b) erfüllt. Neutraler Streckentrenner (1) nach Anspruch 1, wobei der Isolierkörper (10) aus einem glasfaserverstärkten Epoxid-Verbundwerkstoff besteht. Neutraler Streckentrenner (1) nach Anspruch 2, wobei der glasfaserverstärkte Epoxid-Verbundwerkstoff 45% Glasanteil enthält. Neutraler Streckentrenner (1) nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der ferner Verbindungsstäbe (2) umfasst zur Verbindung des neutralen Streckentrenners (1) mit den Enden der Stromschienenabschnitte. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 4, wobei die Verbindungsglieder (2) jeweils ein U-förmiger Stab mit zwei Armen (3, 4) ist, wobei die beiden Arme (3, 4) aus dem neutralen Streckentrenner (1) hervorstehen. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 5, wobei einer der beiden Arme (4) zur Verbindung des neutralen Streckentrenners (1) mit einem Ende des Stromschienenabschnitts verwendet wird. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 5 oder 6, wobei der andere der beiden Arme (3) als Schutzhorn dienen kann. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der Ansprüche 4 bis 7, wobei Stifte (5) an der Außenfläche jedes Verbindungsstabs angebracht sind. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der ferner ein Bauteil mit geringer Reibung umfasst zur Bereitstellung einer durchgehenden Lauffläche über den neutralen Streckentrenner (1) zwischen den Enden der Stromschienenabschnitte, wobei das Bauteil mit geringer Reibung auf der Unterseite des neutralen Streckentrenners (1) angeordnet ist und parallel zu den Enden der Stromschienenabschnitte liegt, wenn der neutrale Streckentrenner (1) im Einsatz ist. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 9, wobei das Bauteil mit geringer Reibung aus einem Material mit geringer Reibung besteht. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 9 oder 10, wobei Glasperlen in das Bauteil mit geringer Reibung eingearbeitet sind. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das Material mit geringer Reibung PTFE ist. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der Ansprüche 9 bis 12, wobei der neutrale Streckentrenner zwei Bauteile mit geringer Reibung aufweist, welche ein Schienenpaar (6, 7) bilden. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Halbleiterband am Rücken des neutralen Streckentrenners (1) befestigt ist. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, wobei elektrische Platten (11) am Rücken des neutralen Streckentrenners (1) befestigt sind. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 15, wobei die elektrischen Platten (11) jeweils aus Epoxidharz mit zerhackter Glasfaserverstärkung besteht. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 15 oder 16, wobei die Platten (11) in Abständen von 100mm oder mehr angeordnet sind. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der Ansprüche 15 bis 17, wobei die Platten (11) teilweise kreisförmige Flächen besitzen. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, wobei die leitenden Enden des neutralen Streckentrenners (1) nach oben gewandt sind. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine Heizvorrichtung in der Ausformung des Isolierkörpers (10) eingebaut ist. Neutraler Streckentrenner nach Anspruch 20, wobei die Heizvorrichtung eine elektrische Leistung von 150W besitzt. Neutraler Streckentrenner nach irgendeinem der Ansprüche 20 oder 21, wobei mindestens ein Temperaturbegrenzungswiderstand mit der Heizvorrichtung in Rehe geschaltet ist.






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