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Dokumentenidentifikation DE602004007914T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001628539
Titel FUNKTIONALES WASSER
Anmelder Unilever N.V., Rotterdam, NL
Erfinder ZHANG, Shi-Qiu, Englewood Cliffs, NJ 07632, US
Vertreter Lederer & Keller, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602004007914
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.05.2004
EP-Aktenzeichen 047323175
WO-Anmeldetag 12.05.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/EP2004/005129
WO-Veröffentlichungsnummer 2004105501
WO-Veröffentlichungsdatum 09.12.2004
EP-Offenlegungsdatum 01.03.2006
EP date of grant 01.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse A23F 3/18(2006.01)A, F, I, 20070123, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C02F 1/68(2006.01)A, L, I, 20070123, B, H, EP   

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung richtet sich auf funktionales Wasser. Insbesondere richtet sich die Erfindung auf funktionales Wasser, welches weniger als 200 ppm gesamt gelöste Feststoffe umfasst. Das funktionale Wasser der vorliegenden Erfindung ergibt, wenn es verwendet wird, um ein auf Tee basierendes Getränk herzustellen, überraschend ein Getränk mit höherwertigen Aroma- und Erscheinungskennzeichen.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Auf Tee basierende Getränke sind bei Verbrauchern einige der beliebtesten Getränke. Tatsächlich weisen viele Studien darauf hin, dass auf Tee basierende Getränke das Wohlbefinden fördern. Zum Beispiel weisen Studien darauf hin, dass sowohl grüner, als auch schwarzer Tee, welche von Camellia sinensis abgeleitet werden, krebsbekämpfende Antioxidantien umfassen.

Andere Studien weisen darauf hin, dass Leute, die eine oder mehr Tassen Tee pro Tag trinken, das halbe Herzinfarktrisiko haben können, als Leute, die keinen Tee trinken.

Ungeachtet der Vorteile, ein auf Tee basierendes Getränk zu trinken, ist es nicht immer Routine, ein beständiges Getränk zu erzeugen. Insbesondere das Wasser, welches verwendet wird, um ein gewünschtes auf Tee basierendes Getränk herzustellen, kann einen signifikanten Einfluss auf unter anderem den Geschmack und die Erscheinung des Getränks haben.

Wenn Gehalte von bestimmten Ionen innerhalb des Wassers, welches verwendet wird, um das auf Tee basierende Getränk herzustellen, zu hoch oder zu niedrig sind, schmeckt und sieht das sich ergebende Getränk häufig minderwertig aus. Zum Beispiel können mit Umkehrosmosewasser hergestellte, auf Tee basierende Getränke, bitter, sauer, schal und metallisch schmeckend sein. Darüber hinaus können solche mit herkömmlichem Leitungswasser hergestellte, auf Tee basierende Getränke, schwach schmeckend, Adstringens mangelnd, getrübt und mit darin suspendierten dunstigen Niederschlägen sein.

Es ist von steigendem Interesse, ein Mittel zum Erzeugen eines beständigen, auf Tee basierenden Getränks zu entwickeln. Diese Erfindung richtet sich daher auf funktionales Wasser, wobei das Wasser weniger als 200 ppm gesamt gelöste Feststoffe umfasst.

Das funktionale Wasser der vorliegenden Erfindung kann unerwarteterweise verwendet werden, um ein beständiges, auf Tee basierendes Getränk mit höherwertigen Aroma- und Erscheinungskennzeichen herzustellen. Insbesondere hat das auf Tee basierende Getränk, hergestellt mit dem funktionalen Wasser der vorliegenden Erfindung, überraschend Kennzeichen, welche denen von mit Quellwasser hergestellten Getränken ähnlich sind, welche typischerweise mindestens 35% nach Gewicht weniger gelöste Feststoffe haben können, als das funktionale Wasser dieser Erfindung.

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

Es sind Anstrengungen zum Herstellen von auf Tee basierenden Getränken offenbart worden. In US-Patent Nr. 6423362, 6423361, 6413570 und 6274187 werden auf Tee basierende Getränke beschrieben.

Es sind weitere Anstrengungen zum Herstellen von auf Tee basierenden Getränken offenbart worden. In US-Patent Nr. 6036986 werden Tee enthaltende Getränke mit Cinnamonsäure beschrieben.

Es sind noch weitere Anstrengungen zum Herstellen von auf Tee basierenden Getränken offenbart worden. In US-Patent Nr. 6022576 werden aromatisierende Materialien zur Verwendung in Tee enthaltenden Getränken beschrieben.

Keine der zusätzlichen Informationen oben beschreibt ein funktionales Wasser, wobei das Wasser weniger als 200 ppm gesamt gelöste Feststoffe hat und zur Verwendung beim Herstellen eines höherwertigen, auf Tee basierenden Getränks geeignet ist.

Pangborn et al. („Analysis of coffee, tea and artificially flavoured drinks prepared from mineralized waters", Journal of Food Science, 1971, 36, pp. 355–362) offenbarten Herstellung von Tee aus Lösungen von 8 Mineralien, jeweils bei 750 ppm, und Brühen von Tee unter Verwendung von 6 natürlichen Trinkwassern im Bereich von 42–1725 ppm gesamt gelöste Feststoffe.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

In einem ersten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf funktionales Wasser, umfassend:

  • a) weniger als 200 ppm gesamt gelöste Feststoffe und mehr gesamt gelöste Feststoffe, als Umkehrosmosewasser; und
  • b) weniger als 50 ppm Bicarbonat;
und worin das Wasser von 0 bis 95 ppm Ionen umfasst, welche zweiwertig sind, und von 50 bis 200 ppm Ionen, welche einwertig sind; worin das funktionale Wasser einen pH von 7,0 bis weniger als 8,5 hat und zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks geeignet ist, umfassend von 0,05 bis 6,0% nach Gewicht Teefeststoffe und mit einem Hunter-Haze-Value von 15 bis 50.

In einem zweiten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks, welches das funktionale Wasser des ersten Aspekts der Erfindung umfasst.

In einem dritten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf ein auf Tee basierendes Getränk, welches das funktionale Wasser des ersten Aspekts dieser Erfindung umfasst.

Das auf Tee basierende Getränk, wie hierin verwendet, ist so definiert, dass es jedes Getränk meint, das einen von Camellia sinensis abgeleiteten Bestandteil umfasst. Gesamt gelöste Feststoffe meint die gesamte Menge an Feststoffen, die in trockener Form wiedergewonnen werden kann, wenn Wasser von dem funktionalen Wasser dieser Erfindung abgedampft wird. Ionen sind so definiert, dass sie elektrisch geladene (z.B. einwertige oder zweiwertige) Atome oder Radikale meinen, erzeugt aus den gesamt gelösten Feststoffen in dem funktionalen Wasser dieser Erfindung und ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Magnesium-, Calcium-, Sulfat-, Natrium-, Kalium-, Bicarbonat-, Fluorid- und Chloridionen. Umkehrosmosewasser meint reines H2O und umfasst keine Ionen. Höherwertiges Aroma, wie hierin verwendet, meint eine Geschmacksqualität von mindestens gut, wie durch ein ausgebildetes Aroma-Panel bestimmt. Höherwertige Erscheinungskennzeichen bedeutet mit einem Hunter-Haze-Value von 15 bis 50, wie mit einem Hunterlab DP-9000 Spektrophotometer bei etwa Umgebungstemperatur in einer 5 cm Zelle bestimmt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die einzige Begrenzung bezüglich des Verfahrens der Erzeugung des funktionalen Wassers der vorliegenden Erfindung ist, dass das eingesetzte Verfahren Wasser mit weniger als 200 ppm gesamte gelöste Feststoffe, mehr gelösten Feststoffen, als Umkehrosmosewasser, und weniger als 50 ppm Bicarbonat ergibt. Solch ein Verfahren kann eines sein, wo trockene Feststoffe zu einem Vorläufer-Leitungswasser, Quellwasser oder Umkehrosmosewasser zugegeben werden, um das funktionale Wasser der vorliegenden Erfindung zu erzeugen. Andere Verfahren können Filtersysteme einschließen, die einen nicht funktionalen (z.B. Leitung) Wasser-Input haben und so entworfen sein können, dass sie das beschriebene funktionale Wasser liefern oder ausgeben. Das funktionale Wasser der vorliegenden Erfindung umfasst von 0 bis 95 ppm Ionen, welche zweiwertig sind, und von 50 bis weniger als 200 ppm Ionen, welche einwertig sind, und vorzugsweise von 5 bis 80 ppm Ionen, welche zweiwertig sind, und von 50 bis 175 ppm Ionen, welche einwertig sind, und insbesondere bevorzugt von 10 bis 65 ppm Ionen, welche zweiwertig sind, und von 50 bis 155 ppm Ionen, welche einwertig sind, einschließlich aller darin subsummierten Bandbreiten. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das funktionale Wasser der vorliegenden Erfindung von 0 bis weniger als 50 ppm Bicarbonat und insbesondere bevorzugt von 0,001 bis 10 ppm Bicarbonat, einschließlich aller darin subsummierten Bandbreiten.

Hinsichtlich des mit dem funktionalen Wasser dieser Erfindung hergestellten, auf Tee basierenden Getränks kann solch ein Getränk aus Teeblättern, Teepulvern, Teekonzentraten oder einer Kombination daraus hergestellt werden, und vorzugsweise werden die Teeblätter, Pulver und Konzentrate durch Unilever Bestfoods unter der Marke Lipton kommerziell verfügbar gemacht. Wenn Teeblätter eingesetzt werden, wird das auf Tee basierende Getränk zum Beispiel durch Gießen, Tropfen oder Sprühen des funktionalen Wassers dieser Erfindung über die Teeblätter in einem Sachet (z.B. Beutel) oder die Teeblätter lose innerhalb von Filterpapier hergestellt. Das Verfahren zum Herstellen des auf Tee basierenden Getränks aus Teeblättern kann auf einer Tasse-für-Tasse Basis oder durch eine Großcharge-Basis erfolgen, welche einen konventionellen Teebrühapparat einsetzt. Ein bevorzugter Apparat, welcher geeignet ist, das funktionale Wasser dieser Erfindung zu nutzen, um ein höherwertiges, auf Tee basierendes Getränk aus Blatttee zu brühen, ist durch Unilever Bestfoods unter der Marke Lipton entworfen worden. Ein Beispiel für solch einen Apparat wird in US-Patent Nr. 5927170 offenbart, dessen Offenbarung hierin durch Verweis eingeschlossen wird.

Wenn das funktionale Wasser der vorliegenden Erfindung mit Teepulver (also Instant-Tee) kombiniert oder dazugegeben wird, um ein höherwertiges, auf Tee basierendes Getränk herzustellen, wird das Teepulver üblicherweise durch Extrahieren roher Teeblätter hergestellt, um ein konzentriertes Teeextrakt herzustellen. Das konzentrierte Teeextrakt enthält üblicherweise von etwa 2 bis etwa 70% nach Gewicht Feststoffe und wird nachfolgend einem Verdampfungsverfahren unterworfen, um Wasser zu entfernen, was das gewünschte Teepulver ergibt. Veranschaulichende Beispiele der Arten von Teepulvern, welche in dieser Erfindung verwendet werden können, werden in US-Patent Nr. 3222182 offenbart, dessen Offenbarung hierin durch Verweis eingeschlossen wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird das funktionale Wasser der vorliegenden Erfindung mit einem lagerstabilen Teekonzentrat verwendet. Solch ein lagerstabiles Teekonzentrat wird durch kontinuierliche oder chargenweise Extraktionen mit Teeblättern hergestellt, um ein Extrakt herzustellen, welches zentrifugiert und konzentriert wird. Das sich ergebende Konzentrat kann pasteurisiert, aseptisch verpackt werden und geeignet sein, um trinkfertigen (RTD) Tee selbst nach Lagerung für drei Monate herzustellen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform hat das mit dem funktionalen Wasser dieser Erfindung eingesetzte, lagerstabile Teekonzentrat ein Kohlenhydrat wie Sucrose und/oder Maissirup, insbesondere fructosereichen Maissirup damit vermischt, um Konzentratstabilität zu verstärken.

Beim Herstellen eines höherwertigen, auf Tee basierenden Getränks mit dem funktionalen Wasser dieser Erfindung und lagerstabilem Teekonzentrat werden typischerweise von etwa 25 bis etwa 40% nach Gewicht Teekonzentrat, (basierend auf dem Gesamtgewicht des lagerstabilen Teekonzentrats) mit etwa 5 bis etwa 65% nach Gewicht Teefeststoffen (basierend auf dem Gesamtgewicht von Teekonzentrat) mit ausgewählten Kohlenhydraten in einem Verhältnis von etwa 1,5 Teilen oder mehr Kohlenhydrat zu einem Teil Teefeststoffe vereinigt. Teearoma und Teegeschmack können zugegeben werden (zusammengefasst zwischen etwa 5 bis etwa 15% nach Gewicht, basierend auf dem Gesamtgewicht von lagerstabilem Teekonzentrat). Konservierungsstoffe (z.B. Kaliumsorbat, Natriumbenzoat), Säuerungsmittel (z.B. Zitronensäure), Farbstoffe in Nahrungsmittelqualität und Wasser können zu dem lagerstabilen Teekonzentrat ebenfalls zugegeben werden und solche Zusatzstoffe machen zusammengefasst etwa 5 bis etwa 12% nach Gewicht des Gesamtgewichts des lagerstabilen Teekonzentrats aus. Kohlenhydrat macht in einer bevorzugten Ausführungsform von etwa 10 bis etwa 75% und vorzugsweise von etwa 40 bis etwa 50% nach Gewicht des lagerstabilen Teekonzentrats aus.

Das Teekonzentrat, welches verwendet wird, um das bevorzugte stabilisierte Teekonzentrat herzustellen, welches zur Verwendung mit dem funktionalen Wasser dieser Erfindung geeignet ist, wird aus konventionellen Verfahren abgeleitet, die Wasser und Enzymsysteme verwenden, die Teeblatt-Zellwände hydrolysieren, um eine Teeextrakt-Aufschlämmung zu erhalten. Blatt wird von der Aufschlämmung abgetrennt, welche dann heiß extrahiert wird. Das sich ergebende Teeextrakt wird pasteurisiert, konzentriert (wenigstens einmal) und geklärt, um das Teekonzentrat herzustellen, welches verwendet wird, um das bevorzugte lagerstabile Teekonzentrat herzustellen.

Die bevorzugten lagerstabilen Teekonzentrate, welche zur Verwendung mit dem funktionalen Wasser dieser Erfindung geeignet sind, werden in US-Patenten Nr. 6274187 und 6413570 beschrieben, deren Offenbarungen durch Verweis hierin eingeschlossen werden.

Beim Herstellen des höherwertigen, auf Tee basierenden Getränks mit dem funktionalen Wasser dieser Erfindung und lagerstabilem Teekonzentrat kann jeder im Handel erhältliche RTD-Ausschankapparat verwendet werden. Solch ein Apparat ist üblicherweise mit einem Reservoir für das lagerstabile Teekonzentrat und mindestens einer Wasserleitung zum Liefern des Wassers ausgestattet. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das lagerstabile Teekonzentrat aus dem Reservoir innerhalb des RTD-Ausschankapparats und in eine Mischkammer gepumpt. Eine Portion des funktionalen Wassers dieser Erfindung wird an den RTD-Ausschankapparat geliefert und innerhalb desselben auf eine Temperatur von etwa 75 bis etwa 90°C erhitzt. Das sich ergebende funktionale Wasser wird dann mit dem lagerstabilen Extrakt innerhalb der Mischkammer vereinigt (oder gleichzeitig geliefert), was ein verdünntes Konzentrat ergibt. Das verdünnte Konzentrat wird dann zu zusätzlichem funktionalen Wasser gepumpt oder damit vereinigt, vorzugsweise bei Umgebungstemperatur, um ein höherwertiges, auf Tee basierendes Getränk herzustellen. In einer bevorzugten Ausführungsform werden nicht mehr als 10% der gesamten Menge an funktionalem Wasser erhitzt, welches eingesetzt wird, um das auf Tee basierende Getränk herzustellen, und insbesondere bevorzugt werden von etwa 0,5% bis etwa 5,0% nach Gewicht der Gesamtmenge an funktionalem Wasser erhitzt. Der bevorzugte Apparat, welcher zur Verwendung mit dem funktionalen Wasser dieser Erfindung geeignet ist, wird in US-Patentanmeldung Nr. 10/027848 mit dem Titel Beverage Brewing System and Method for Brewing a Beverage, und eingereicht am 20. Dezember 2001 beschrieben, deren Offenbarung hierin durch Verweis eingeschlossen wird.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform hat das funktionale Wasser dieser Erfindung einen pH von 7,0 bis 8,5 und vorzugsweise von 7,0 bis 7,7.

Das erhaltene, sich ergebende, auf Tee basierende Getränk hat ungeachtet ob Teeblatt, Pulver oder Konzentrat verwendet wird, typischerweise genug funktionales Wasser, um ein Getränk zu ergeben, welches von 0,05 bis 6,0% und vorzugsweise von 0,1 bis 3,0% und insbesondere bevorzugt von 0,2 bis 0,6% nach Gewicht Teefeststoffe umfasst, basierend auf dem Gesamtgewicht des auf Tee basierenden Getränks und einschließlich aller darin subsummierten Bandbreiten.

Das aus dem funktionalen Wasser der vorliegenden Erfindung hergestellte, höherwertige, auf Tee basierende Getränk hat unerwarteterweise höherwertige Geschmacks-/Aromakennzeichen, ist frei von Niederschlägen und hat exzellente Erscheinungskennzeichen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind Dunkelheit (L) und Röte (a) des höherwertigen, auf Tee basierenden Getränks, wie durch ein Hunterlab DP-9000 Spektrophotometer bei etwa Umgebungstemperatur in einer 5 cm Zelle bestimmt, jeweils unabhängig von 25 bis 35.

Die Beispiele unten werden vorgesehen, um ein Verständnis der vorliegenden Erfindung zu erleichtern. Die Beispiele sind nicht beabsichtigt, den Umfang der Erfindung wie in den Ansprüchen beschrieben einzuschränken.

Beispiel 1

Acht (8) Wasserarten, wie in Tabelle I gezeigt, wurden durch Zugeben von Natriumbicarbonat; Magnesium, Kalium, Calcium und Natriumchlorid; Natriumfluorid; Magnesiumsulfat zu Quellwasser oder Umkehrosmosewasser oder einfach durch Verwenden von Leitungswasser hergestellt.

Tabelle I Wasserarten (PPM Ionen)

  • i – Leitungswasser, Englewood Cliffs, NJ – Winterzeit
  • ii – Leitungswasser, Englewood Cliffs, NJ – Frühlingszeit
  • iii – im Handel erhältlich durch Poland Spring®
  • iv – hergestellt aus Feststoffzugabe zu Umkehrosmosewasser
  • v – hergestellt aus Feststoffzugabe zu Quellwasser
  • vi – entionisiertes Wasser

Beispiel 2

Acht (8) auf Tee basierende Getränke wurden durch Mischen von stabilisiertem Teekonzentrat (kommerziell erhältlich gemacht durch Unilever Bestfoods unter dem Namen Lipton Brewed Iced Tea, geeignet zur Verwendung mit dem Lipton Brewed Ice Tea System) mit den acht Wasserarten von Beispiel 1 hergestellt. Die verwendete Menge an Wasser und Teekonzentrat ergab acht (8) auf Tee basierende Getränke mit etwa 0,28 Teefeststoffen. Die acht (8) auf Tee basierenden Getränke wurden auf Haze-Value, Dunkelheit (L) und Röte (a) unter Nutzung eines Hunterlab DP-9000 Spektrophotometers bei Umgebungstemperatur in einer 5 cm Zelle analysiert. Die erhaltenen Ergebnisse werden in Tabelle II dargestellt.

Tabelle II

Beispiel 3

Portionen von acht (8) Getränken, hergestellt in Beispiel 2, wurden ausgebildeten Geschmacks-Panel-Teilnehmern gegeben. Die Panel-Teilnehmer prüften/kosteten jedes auf Tee basierende Getränk (Spülen ihrer Münder mit Wasser und Nehmen eines Crackers zwischen jedem Getränk) und bewerteten die Getränke nach Gesamtaroma auf einer Skala von schlecht-bis-gut-bis-exzellent und nach bestimmten Kennzeichen auf einer 1 bis 10 Skala, wobei 10 das Stärkste war. Der Durchschnitt der erhaltenen Ergebnisse wird in Tabelle III dargestellt.

Tabelle III

Die Ergebnisse oben zeigen an, dass mit dem funktionalen Wasser der vorliegenden Erfindung hergestellte, auf Tee basierende Getränke, unerwartet höherwertige Aroma- und Erscheinungskennzeichen zeigen.


Anspruch[de]
Funktionales Wasser, umfassend:

a) weniger als 200 ppm gesamt gelöste Feststoffe und mehr gesamt gelöste Feststoffe, als Umkehrosmosewasser; und

b) weniger als 50 ppm Bicarbonat;

und worin das Wasser von 0 bis 95 ppm Ionen umfasst, welche zweiwertig sind, und von 50 bis 200 ppm Ionen, welche einwertig sind;

worin das funktionale Wasser einen pH von 7,0 bis 8,5 hat und zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks geeignet ist, umfassend von 0,05 bis 6,0% nach Gewicht Teefeststoffe und mit einem Hunter-Haze-Value von 15 bis 50.
Funktionales Wasser gemäß Anspruch 1, worin von 0,001 bis 10 ppm Bicarbonat vorhanden ist. Funktionales Wasser gemäß Anspruch 1, worin das funktionale Wasser einen pH von 7,0 bis 7,7 hat. Funktionales Wasser gemäß Anspruch 1, wobei sich das funktionale Wasser aus der Zugabe von trockenen Feststoffen ergibt, welche zu Vorläufer-Leitungswasser, Quellwasser oder Umkehrosmosewasser zugegeben werden, oder einem Filter, der Leitungswasser filtriert. verfahren zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks, umfassend die Schritte:

(a) Vorsehen eines auf Tee basierenden Getränkvorläufers; und

(b) Vereinigen des auf Tee basierenden Getränkvorläufers mit funktionalem Wasser, umfassend

(i) weniger als 200 ppm von gesamt gelösten Feststoffen und mehr gesamt gelöste Feststoffe, als Umkehrosmosewasser; und

(ii) weniger als 50 ppm Bicarbonat;

und worin das funktionale Wasser von 0 bis 95 ppm Ionen umfasst, welche zweiwertig sind, und von 50 bis 200 ppm Ionen, welche einwertig sind,

worin das funktionale Wasser einen pH von 7,0 bis weniger als 8,5 hat.
Verfahren zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks gemäß Anspruch 5, worin das auf Tee basierende Getränk von 0,05 bis 6,0% nach Gewicht Teefeststoffe umfasst. Verfahren zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks gemäß Anspruch 5, worin nicht mehr als 10% nach Gewicht der gesamten Menge an eingesetztem funktionalen Wasser vorm Herstellen des auf Tee basierenden Getränks erhitzt wird. Verfahren zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks gemäß Anspruch 5, worin der auf Tee basierende Getränkvorläufer Teeblatt, Teepulver oder ein Teekonzentrat ist. Verfahren zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks gemäß Anspruch 8, worin das Teekonzentrat lagerstabiles Teekonzentrat ist, welches Kohlenhydrat umfasst. Verfahren zum Herstellen eines auf Tee basierenden Getränks gemäß Anspruch 5, worin das auf Tee basierende Getränk in einem trinkfertigen Ausgabeapparat hergestellt wird. Auf Tee basierendes Getränk, umfassend:

(a) Teefeststoffe; und

(b) funktionales Wasser, umfassend weniger als 200 ppm gesamt gelöste Feststoffe und mehr gesamt gelöste Feststoffe, als Umkehrosmosewasser, und weniger als 50 ppm Bicarbonat; worin das funktionale Wasser von 50 bis 200 ppm Ionen umfasst, welche einwertig sind, und von 0 bis 95 ppm Ionen, welche zweiwertig sind, und einen pH von 7,0 bis weniger als 8,5 hat.
Auf Tee basierendes Getränk gemäß Anspruch 11, wobei das auf Tee basierende Getränk trinkfertig ist. Auf Tee basierendes Getränk gemäß Anspruch 11, wobei das Getränk von 0,001 bis 10 ppm Bicarbonat umfasst. Auf Tee basierendes Getränk gemäß Anspruch 11, wobei das auf Tee basierende Getränk einen Hunter-Haze-Value von 15 bis 50 hat. Auf Tee basierendes Getränk gemäß Anspruch 11, wobei das auf Tee basierende Getränk unabhängig einen Dunkelheitswert (L) und einen Rötewert (a) von 25 bis 35 hat. Auf Tee basierendes Getränk gemäß Anspruch 11, worin die Teefeststoffe von 0,05 bis 6,0% nach Gewicht des auf Tee basierenden Getränks ausmachen. Auf Tee basierendes Getränk gemäß Anspruch 11, worin die Teefeststoffe von 0,1 bis 3,0% nach Gewicht des auf Tee basierenden Getränks ausmachen. Auf Tee basierendes Getränk gemäß Anspruch 11, worin die Teefeststoffe von einem Teekonzentrat vorgesehen werden, welches Kohlenhydrat umfasst.






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