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Dokumentenidentifikation DE602005000726T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001600333
Titel Fahrzeug mit einer Mobilfunkhaltervorrichtung
Anmelder Fiat Auto S.p.A., Turin/Torino, IT
Erfinder Ugge, Alessandro, Torino, IT;
Audisio, Giorgio, Torino, IT
Vertreter Wilhelms, Kilian & Partner, 81541 München
DE-Aktenzeichen 602005000726
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.05.2005
EP-Aktenzeichen 051044337
EP-Offenlegungsdatum 30.11.2005
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B60R 11/02(2006.01)A, F, I, 20070226, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H01Q 1/24(2006.01)A, L, I, 20070226, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einer Mobiltelefonhalteeinrichtung.

Fahrzeuge allgemein und insbesondere Kraftfahrzeuge sind mit Sprecheinrichtungen ausgerüstet, die es dem Fahrer erlauben, über Telefon mit außen zu kommunizieren, während er mit dem Fahrzeug fährt.

Eine Art einer Sprecheinrichtung, die üblicherweise an Fahrzeugen angebracht ist, umfasst einen fahrzeugeigenen Kartenleser, in den die persönliche Mobiltelefonkarte eingegeben werden muss, um eine Telefonverbindung mit außen herzustellen. Das Herausziehen der Karte vom Mobiltelefon, das Eingeben der Karte in die Aufnahme an der Sprecheinrichtung, wenn immer das Fahrzeug benutzt wird, das Herausnehmen der Karte von der Sprecheinrichtung und das Wiedereingeben der Karte in das Mobiltelefon sind mit viel Zeit und Aufwand verglichen mit der Häufigkeit verbunden, mit der die Karte gewechselt wird.

Um die obigen Nachteile zu beseitigen, sind Sprecheinrichtungen bekannt, die automatisch ein Mobiltelefon verbinden, das sich einfach irgendwo im Inneren des Fahrzeuges oder sogar im Inneren der Tasche des Fahrers befindet. Um das individuelle Mobiltelefon mit dem Sprechsystem zu verbinden, muss sich das Mobiltelefon jedoch im Inneren des Fahrzeuges befinden, so dass der Fahrer und die Beifahrer fortlaufend den elektromagnetischen Wellen ausgesetzt sind, die vom Mobiltelefon ausgesandt werden. Die Druckschrift DE 93 11 242 U1 beschreibt ein Fahrzeug mit einem Mobiltelefon nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, das mit einer Mobiltelefonhalterung ausgerüstet ist, die so ausgestaltet ist, dass sie eine direkte und mit geringen Kosten verbundene Lösung der obigen Probleme bietet.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Fahrzeug mit einer Mobiltelefonhalteeinrichtung zur Verfügung gestellt, wie es in Anspruch 1 beansprucht ist.

Eine Anzahl von nicht beschränkenden Ausführungsbeispielen der Erfindung wird unter Bezug auf die zugehörigen Zeichnungen beschrieben, in denen

1 schematisch und bei zur Deutlichkeit entfernten Bauteilen ein Fahrzeug gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung zeigt,

2 eine stark vergrößerte Schnittansicht längs der Linie II-II in 1 zeigt,

3 bis 5 bei zur Deutlichkeit entfernten Bauteilen Abwandlungen einer Einzelheit in 1 zeigen.

Das Bezugszeichen 1 in 1 bezeichnet insgesamt ein Fahrzeug, das einen Innenraum 2 umfasst, der von einer Windschutzscheibe 3, einer Anzahl von Seitenfenstern 4 und ein Dach 5 begrenzt ist, das aus einem Metall, einem Verbundwerkstoff oder sogar einem transparenten Material gebildet ist.

Das Fahrzeug 1 umfasst auch eine bekannte Sprecheinrichtung – die nicht im Einzelnen beschrieben wird – von einem Typ, der ein individuelles Mobiltelefon 7 (2), das sich im Innenraum 2 befindet, automatisch verbindet.

Wie es in 1 und insbesondere in 2 dargestellt ist, umfasst das Fahrzeug 1 einen Sitz 8, um wenigstens teilweise ein Mobiltelefon 7 aufzunehmen, in den das Mobiltelefon 7 durch eine Öffnung 8a einsetzbar ist. Bei dem Ausführungsbeispiel von 1 und 2 ist der Sitz 8 als konturierter Haltekörper 9 zweckmäßigerweise aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet, der fest und direkt an der Windschutzscheibe 3 in bekannter Weise über dem inneren Rückspiegel 10 angebracht ist. Bei einer nicht dargestellten Abwandlungsform ist der Körper 9 alternativ an der Haltekonstruktion des Rückspiegels 10 angebracht und neben dem Rückspiegel 10 angeordnet. In beiden Fällen ist der Sitz 8 wenigstens teilweise mit einer Schicht 11 aus einem Hochfrequenzstrahlung reflektierenden Metallmaterial überzogen, wodurch eine konturierte reflektierende Fläche 12 gebildet ist, die so ausgerichtet ist, dass sie elektromagnetische Wellen, die von dem Mobiltelefon ausgesandt werden, das im Inneren des Sitzes 8 aufgenommen ist, vom Fahrzeug durch die Windschutzscheibe 3 nach außen reflektiert. Die Schicht ist zweckmäßigerweise unter Verwendung eines Hochfrequenzstrahlung reflektierenden Anstrichs ausgebildet. Bei einer Abwandlungsform weist der Sitz 8 keine Schicht 11 aus reflektierendem Material auf und werden die elektromagnetischen Wellen direkt durch die Seitenwände des Körpers 9 mittels Metallteilchen oder -fasern oder -einlagen im Inneren des Körpers 9 selbst reflektiert.

Wie es in 2 dargestellt ist, ist durch den Körper 9 und die Schicht 11 aus reflektierendem Material, falls diese Vorhanden ist, ein Durchgang, durch den das hochfrequente Signal zum und vom Mobiltelefon 7 übertragen wird, d. h. ein Durchgang ausgebildet, der es dem Mobiltelefon im Inneren des Sitzes erlaubt, mit der fahrzeugeigenen Sprecheinrichtung zu kommunizieren. Der Durchgang kann zweckmäßigerweise dadurch gebildet sein, dass am Körper 9 und an der Schicht 11 eine so genannte Schlitzantenne ausgebildet ist, die auf der Kommunikationsfrequenz zwischen dem Mobiltelefon und der fahrzeugeigenen Sprecheinrichtung in Resonanz tritt.

Bei der Ausbildungsvariante von 3 ist der Körper mit dem Armaturenbrett 15 nahe an der Windschutzscheibe 3 verbunden und steht der Körper von der oberen Außenfläche des Armaturenbretts 15 nach oben vor.

Bei den Ausbildungsvarianten von 4 und 5 ist der Körper 9 teilweise im Inneren des Armaturenbrettes 15 aufgenommen und befindet sich der Körper 9 in der Mitte (4) oder neben einem Seitenfenster 4 (5), so dass er einen Teil des Armaturenbretts 15 bildet. Im zuletzt genannten Fall werden die elektromagnetischen Wellen wenigstens teilweise durch das Seitenfenster 4 nach außen gelenkt.

Beim Einsteigen in das Fahrzeug wird das Mobiltelefon 7 in den Sitz 8 eingelegt und kommuniziert das Mobiltelefon 7 in bekannter Weise mit einer fahrzeugeigenen Sprecheinrichtung über den Durchgang 13, so dass der Fahrer oder die Beifahrer mit außen kommunizieren können. Wenn das Mobiltelefon 7 im Inneren des Sitzes 8 aufgenommen ist, werden die davon ausgegebenen elektromagnetischen Wellen durch die reflektierende Schicht 11, die den Sitz 8 überzieht, oder durch die Wände des Körpers 9 reflektiert und vom Innenraum direkt nach außen gelenkt, was den Fahrer und/oder die Insassen im Inneren des Fahrzeugs schützt.

Natürlich können Änderungen an den Ausführungsbeispielen vorgenommen werden, die lediglich beispielsweise beschrieben wurden, ohne den Bereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Insbesondere kann der Sitz 8 zur Aufnahme des Mobiltelefons in anderer Weise angeordnet und ausgebildet sein, als es dargestellt ist. Der Körper 9, der den Sitz 8 bildet, kann insbesondere als integraler Teil des Armaturenbretts und in einem Stück mit einer Komponente des Armaturenbretts ausgebildet sein oder am Dach oder an einer der seitlichen Säulen der Fahrzeugkarosserie angebracht sein.


Anspruch[de]
Fahrzeug mit einer Mobiltelefonhalteeinrichtung, welche Einrichtung einen Sitz zum wenigstens teilweisen Aufnehmen eines Mobiltelefons umfasst, gekennzeichnet durch wenigstens ein reflektierendes Element, das dem Sitz zugeordnet ist, um elektromagnetische Strahlen, die vom Mobiltelefon ausgesandt werden, das im Sitz aufgenommen ist, vom Fahrzeug nach außen zu reflektieren, und wenigstens einen Durchgang, durch den das Hochfrequenzsignal zum und vom Mobiltelefon übertragen wird. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang durch das reflektierende Element ausgebildet ist. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das reflektierende Element so ausgerichtet ist, dass es die elektromagnetische Strahlung auf wenigstens einen der transparenten Körper richtet, die den Innenraum des Fahrzeuges umschließen. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz nahe an einem der transparenten Körper angeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz nahe an der Frontscheibe des Fahrzeuges angeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz nahe am Innenrückspiegel angeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz nahe am Armaturenbrett des Fahrzeuges angeordnet ist. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das reflektierende Element eine reflektierende Oberfläche umfasst und dass die reflektierende Oberfläche teilweise den Sitz begrenzt. Fahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das reflektierende Element einen Teil aus einem Kunststoffmaterial und eine Schicht eines Überzugsmaterials umfasst, die diesen Teil überzieht, welche Schicht aus einem Überzugsmaterial eine reflektierende Fläche zum Reflektieren der elektromagnetischen Strahlung bildet. Fahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einem Überzugsmaterial aus einem Metallmaterial besteht. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das reflektierende Element einen Teil aus einem Kunststoffmaterial und eine Vielzahl von reflektierenden Partikeln oder Fasern umfasst, die in das Kunststoffmaterial eingebettet sind.






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