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Dokumentenidentifikation DE60218593T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001302578
Titel Elastisches gewebtes oder gestricktes Material, und Polstermaterial und Sitze, die dieses verwenden
Anmelder Toyo Boseki K.K., Osaka, JP
Erfinder Oka, Tetsushi, 2-chome Otsu-shi, Shiga-ken, JP;
Ohta, Yasuo, 2-chome Otsu-shi, Shiga-ken, JP;
Oda, Syouji, 2-chome Otsu-shi, Shiga-ken, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60218593
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.10.2002
EP-Aktenzeichen 020224523
EP-Offenlegungsdatum 16.04.2003
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse D03D 15/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D04B 21/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein gewebtes oder gestricktes Material mit ausgezeichneter Festigkeit und elastischer Rückbildungsfähigkeit oder einer angenehmen Luftdurchlässigkeit, ein Polstermaterial, einen Sitz unter Verwendung des gewebten oder gestrickten Materials. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung des gewebten oder gestrickten Materials.

Urethanschaum, Polyesterfaser, „resin cotton" oder „solid cotton" mit daran gebundenen Polyesterfasern und so weiter sind herkömmlich als Polstermaterialien für Möbel, wie Stühle, Betten, Sitze für Transportmaschinen, wie Automobile und Züge, und so weiter verwendet worden. JP-A-11/350297 offenbart ein bestimmtes gewebtes Material für einen Automobilsitz. Um angenehme Eigenschaften als Polster zu erhalten, werden viele verwendete Materialien in verschiedenen Weisen gestaltet, zum Beispiel durch miteinander Kombinieren von Materialien mit verschiedenen Polsterfähigkeiten oder durch Annehmen einer Duplexstruktur beim Bilden des Polsters. Jedoch haben alle diese Polstermaterialien Probleme aufgewiesen, wie raumeinnehmend zu sein, oder dass es unmöglich ist, ein Material mit einer guten Polsterfähigkeit mit einem kleinen Volumen zu erhalten.

Überdies beeinflusst die Luftdurchlässigkeit den Komfort beim Sitzen erheblich, aber bei herkömmlichen Polstermaterialien, wie Urethanschaum, Polyesterfaserwatte und „resin cotton" oder „solid cotton" mit daran gebundenen Polyesterfasern, hat es eine Grenze gegeben, um wie viel die Luftdurchlässigkeit erhöht werden kann.

Unter diesen Gesichtspunkten gibt es Forderungen nach der Entwicklung eines Materials, das ausgezeichnete Polsterfähigkeit mit Platzersparnis aufweist, oder eines Materials mit zusätzlichem Komfort.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elastisches gewebtes oder gestricktes Material, insbesondere ein elastisches gewebtes oder gestricktes Material für einen Sitz, das als ein Polstermaterial, das ausgezeichnete Polsterfähigkeit und dauerhafte Verformungsbeständigkeit aufweist, platzsparend ist und ausgezeichnete Luftdurchlässigkeit aufweist, bereitzustellen.

Die vorliegende Erfindung stellt das Folgende bereit.

  • 1. Ein elastisches gewebtes oder gestricktes Material, das einen elastischen Faden aufweist, der einen aromatischen Polyester mit einer aromatischen Carbonsäure und einem Glycol als Hauptausgangsmaterialien umfasst, wobei der aromatische Polyester in mindestens einem Teil des elastischen Fadens angeordnet ist, und das die folgenden physikalischen Eigenschaften aufweist:

    (1) eine Spannung bei 10 % Dehnung in einem Bereich von 100 bis 600 N pro 5 cm Breite in mindestens einer Richtung, ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung, und einen Dehnungserholungsfaktor bei 15 % Dehnung von mindestens 75 % in der selben Richtung;

    (2) ein Verhältnis ST1/ST2 von nicht mehr als 5, wobei ST1 die Spannung bei 10 % Dehnung in einer Richtung, ausgewählt aus den Kett- und Schussrichtungen, und ST2 die Spannung bei 10 % Dehnung in der anderen Richtung, ausgewählt aus den Kett- und Schussrichtungen ist, mit der Maßgabe, dass ST1 ≥ ST2; und

    (3) einen Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in einem Bereich von 1,0 % bis 10 % jeweils in der Kettrichtung und der Schussrichtung.
  • 2. Das elastische gewebte oder gestrickte Material nach vorstehender 1, das ferner die folgende physikalische Eigenschaft aufweist:

    (4) eine Luftdurchlässigkeit beim Durchströmen von Luft bei einem Druck von 125 Pa in einem Bereich von 100 bis 700 cm3/cm2·sec.
  • 3. Das elastische gewebte oder gestrickte Material nach vorstehender 1 oder 2, wobei der elastische Faden mindestens zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis, deren Schmelzpunkte sich um mindestens 30°C unterscheiden, wobei der Schmelzpunkt des Elastomers auf Polyetherester-Basis mit einem niedrigeren Schmelzpunkt mindestens 100°C beträgt, umfasst.
  • 4. Das elastische gewebte oder gestrickte Material nach einem der vorstehenden 1 bis 3, wobei die Reißfestigkeit mindestens 250 N pro 5 cm Breite in jeweils der Kettrichtung und der Schussrichtung beträgt.
  • 5. Das elastische gewebte oder gestrickte Material nach einem der vorstehenden 1 bis 4, wobei der Gleitwiderstand des elastischen Fadens, der das organische synthetische Makromolekül umfasst, mindestens 2 N beträgt.
  • 6. Das elastische gewebte oder gestrickte Material nach einem der vorstehenden 1 bis 5, wobei der elastische Faden, der das organische synthetische Makromolekül umfasst, ein Monofilament ist.
  • 7. Ein Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials, umfassend die Schritte:

    Durchführen von Anordnen durch Stricken oder Weben mindestens teilweise eines elastischen Fadens, der mindestens zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, um ein gewebtes oder gestricktes Material zu erhalten; und

    anschließend Durchführen einer Wärmebehandlung des gewebten oder gestrickten Materials bei einer Temperatur, bei der eine Elastomerkomponente auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt erweicht oder schmilzt, wobei der Vorlauffaktor (engl.: overfeed factor) und der Breitenvariationsfaktor (engl.: width variation factor) in den folgenden Bereichen eingestellt sind: 1,5 ≤ ((SH1) – (Vorlauffaktor)) ≤ 15 1,5 ≤ ((SH2) – (Breitenvariationsfaktor)) ≤ 15 wobei SH1 den Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in der Kettrichtung bedeutet, wenn das gewebte oder gestrickte Material nicht gespannt ist, und SH2 den Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in der Schussrichtung bedeutet, wenn das gewebte oder gestrickte Material nicht gespannt ist;

    wobei ein gewebtes oder gestricktes Material mit den folgenden physikalischen Eigenschaften erhalten wird:

    (1) eine Spannung bei 10 % Dehnung in einem Bereich von 100 bis 600 N pro 5 cm Breite, und ein Dehnungserholungsfaktor bei 15 % Dehnung von mindestens 75 % in mindestens einer Richtung, ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung,

    (2) ein Verhältnis ST1/ST2 von nicht mehr als 5, wobei ST1 die Spannung bei 10 % Dehnung in einer Richtung, ausgewählt aus den Kett- und Schussrichtungen ist, und ST2 die Spannung bei 10 % Dehnung in der anderen Richtung, ausgewählt aus den Kett- und Schussrichtungen ist, mit der Maßgabe, dass ST1 ≥ ST2; und

    (3) ein Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in einem Bereich von 1,0 % bis 10 % jeweils in den Kett- und Schussrichtungen.
  • 8. Das Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach vorstehender 7, wobei ein Elastomerharz auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt durch die Wärmebehandlung an Teilen des gewebten oder gestrickten Materials, wo die Fäden kreuzen, schmilzt und härtet.
  • 9. Das Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach vorstehender 7 oder 8, wobei der Gehalt an dem elastischen Faden, umfassend die Elastomere auf Polyetherester-Basis, in dem gewebten oder gestrickten Material mindestens 25 Gew.-% beträgt.
  • 10. Das Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach einem der vorstehenden 7 bis 9, wobei der elastische Faden, umfassend die Elastomere auf Polyetherester-Basis, eine Kern-Hüllestruktur aufweist, und der Schmelzpunkt eines Elastomers auf Polyetherester-Basis als Kernkomponente mindestens 30°C höher als der Schmelzpunkt eines Elastomers auf Polyetherester-Basis als Hüllekomponente ist.
  • 11. Das Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach vorstehender 10, wobei das Gewichtsverhältnis der Kernkomponente zu der Hüllekomponente in einem Bereich von 95:5 bis 30:70 liegt.
  • 12. Ein Sitzpolstermaterial, das das elastische gewebte oder gestrickte Material nach einem der vorstehenden 1 bis 6 verwendet.
  • 13. Ein Sitz, der das Polstermaterial nach vorstehender 12 verwendet.

Hier ist das Polstermaterial eine Komponente, die in einer der verschiedenen Anwendungen, welche die Polstereigenschaften davon benutzen, verwendet wird; es gibt keine besonderen Begrenzungen des Verfahrens zur Verwendung des Polstermaterials. Zum Beispiel kann das Polstermaterial in dem Sitz und/oder der Rückenlehne eines Bürostuhls verwendet werden, wobei das Polstermaterial allein eine Polsterfunktion ergibt, oder das Polstermaterial kann als Teil einer Stuhlstruktur, in Komination zum Beispiel mit Urethanschaum, Polyesterfaserwatte, „resin cotton" oder „solid cotton" mit daran gebundenen Polyesterfasern oder Federn verwendet werden. Überdies kann das Polstermaterial mit einem getrennt gestalteten Material an der Oberfläche davon kombiniert verwendet werden.

Beispiele spezifischer Anwendungen des elastischen gewebten oder gestrickten Materials und des Polstermaterials sind Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Transportmaschinen, wie Automobile und Züge, Rollstuhlsitze, Kindersitze, Stühle für die Pflege (engl.: „nursing chair"), Banksitze und Klappstühle; jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf diese begrenzt.

Der in dem elastischen gewebten oder gestrickten Material der vorliegenden Erfindung verwendete elastische Faden umfasst einen aromatischen Polyester, für welchen eine aromatische Carbonsäure und ein Glycol als Hauptausgangsmaterialien verwendet werden, um die Festigkeit, die Fähigkeit, sich nach Dehnung zu erholen und so weiter, die für ein gewebtes oder gestricktes Material für Sitze erforderlich sind, zu erhalten. Weiterhin ist ein elastischer Polyesterfaden, der durch Copolymerisieren von Polybutylenterephthalat und Polytetramethylenglycol erhalten wird, bevorzugt, da die Fähigkeit, sich nach Dehnung zu erholen, gut ist.

Der elastische Faden muss in mindestens einem Teil des gewebten oder gestrickten Materials der vorliegenden Erfindung in der Kett- und/oder der Schussrichtung verwendet werden. Durch Verwendung des elastischen Fadens wird die Fähigkeit, sich nach Dehnung zu erholen, gut gehalten.

Es ist vorteilhaft, einen elastischen Faden, der mindestens zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als elastischen Faden in der vorliegenden Erfindung zu verwenden, da in diesem Fall durch Durchführen von Wärmebehandlung ein Elastomer auf Polyetherester-Basis mit einem niedrigen Schmelzpunkt schmilzt und wieder erstarrt, wodurch es möglich wird, Fadenfixierung an Kreuzungspunkten in dem gewebten oder gestrickten Material durchzuführen, wobei das Elastizitätsmodul eines Elastomers auf Polyetherester-Basis mit einem hohem Schmelzpunkt erhalten bleibt, wie es ist. Überdies kann, wenn die Wärmebehandlung an dem elastischen Faden, der Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, durchgeführt worden ist, weil das Elastomer auf Polyetherester-Basis mit einem niedrigen Schmelzpunkt, welches flexibel ist und ausgezeichnete elastische Rückbildungsfähigkeit aufweist, an den Kreuzungspunkten zwischen der Kette und dem Schuss im Fall eines, gewebten Materials oder an Kreuzungspunkten zwischen Fäden, die da Material im Fall eines gestrickten Materials bilden, schmilzt und erstarrt, starke Fadenfixierung erhalten werden, ohne dass eine Verschlechterung der Stärke, des elastischen Erholungsfaktors und so weiter des gewebten oder gestrickten Materials vorliegt.

Der Schmelzpunkt des Elastomers auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt beträgt vorzugsweise mindestens 100°C unter dem Gesichtspunkt der Spinnfähigkeit und der Strick-/Webfähigkeit und ist vorzugsweise mindestens 30°C niedriger als der Schmelzpunkt des Elastomers auf Polyetherester-Basis mit hohem Schmelzpunkt unter dem Gesichtspunkt des Verwendungszweckes des elastischen Fadens. Überdies kann das Verhältnis der Verwendung des Elastomers auf Polyetherester-Basis mit hohem Schmelzpunkt zum Elastomer auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt ausgewählt werden, wie es angemessen erscheint, aber aus praktischen Gründen liegt es vorzugsweise in einem Bereich von 95:5 bis 30:70, stärker bevorzugt in einem Bereich von 90:10 bis 60:40, als Gewichtsverhältnis. Weiterhin wird die Wärmebehandlung vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen einer Temperatur 10°C unter dem Schmelzpunkt des elastischen Fadens mit hohem Schmelzpunkt und einer Temperatur 10°C über dem Schmelzpunkt des elastischen Fadens mit niedrigem Schmelzpunkt durchgeführt. Durch Durchführen einer derartigen Wärmebehandlung an dem gewebten oder gestrickten Material kann der elastische Faden ausreichend an andere Fäden, die damit in dem gewebtem oder gestrickten Material in Kontakt sind, gebunden werden. Es ist selbstverständlich, dass der Schmelzpunkt des in dem gewebten oder gestrickten Material verwendeten Polyesterfadens mindestens so hoch wie der Schmelzpunkt des elastischen Fadens auf Polyetherester-Basis mit hohem Schmelzpunkt sein muss.

In der vorliegenden Erfindung kann der elastische Faden entweder in der Kettrichtung oder der Schussrichtung des gewebten oder gestrickten Materials verwendet werden, aber unter dem Gesichtspunkt der Strick-/Webfähigkeit und der Produktqualität des gewebten oder gestrickten Materials wird er vorzugsweise in der Schussrichtung verwendet. Überdies kann die Wirkart/Webart aus verschiedenen Wirkarten/Webarten, wie Kettenwirken (Raschel, Doppelraschel, „tricot"), Schusswirken, Leinenbindung, Köperbindung, Satinbindung und Dreherbindung ausgewählt werden, obgleich die vorliegende Erfindung nicht auf diese begrenzt ist.

Es ist für den elastischen Faden in der vorliegenden Erfindung besonders bevorzugt, ein Monofilamentfaden zu sein. Es werden keine Probleme mit den mechanischen Eigenschaften, wie der Fähigkeit sich nach Dehnung zu erholen, vorliegen, auch wenn der elastische Faden ein Multifilamentfaden ist, aber die Beständigkeit kann schlecht sein, weil der Reibungswiderstand niedrig ist. Die Feinheit des Monofilamentfadens liegt vorzugsweise zwischen 100 dtex und 6000 dtex. Bei unter 100 dtex wird der Reibungswiderstandfähigkeit niedrig sein und es könnte nicht möglich sein, ausreichende Beständigkeit zu erhalten, während bei über 6000 dtex die Handhabung während der Herstellung des gewebten oder gestrickten Materials schwierig werden wird. Ein stärker bevorzugter Bereich für die Feinheit liegt von 300 dtex bis 3000 dtex. Überdies kann ein Multifilamentfaden mit einzelnen Filamenten bei mindestens 100 dtex Feinheit verwendet werden.

Ein Polyesterfaden, ein Polyamidfaden, ein Polyolefinfaden oder dergleichen können zusammen mit dem elastischen Faden als der von dem elastischen Faden verschiedene Faden in der vorliegenden Erfindung verwendet werden und hinsichtlich dieser Fäden kann ein unverarbeiteter Faden verwendet werden oder ein verarbeiteter Faden, wie ein geschwungener Faden (engl.: „loop yarn") oder ein „false twist yarn" kann verwendet werden, oder beide können gemischt zusammen verwendet werden. Überdies kann der verwendete Faden ein spinngefärbter Faden oder ein fasergefärbter Faden sein. Im Fall, dass ein Elastomerfaden auf Polyester-Basis als elastischer Faden verwendet wird und ein Polyesterfaden als der Faden verwendet wird, der zusammen mit dem elastischen Faden verwendet wird, werden die Fäden, die das gewebte oder gestrickte Material bilden, alle polyesterbasiert, was insofern bevorzugt ist, als dass die Wiederverwertung einfach wird.

Der Gleitwiderstand des elastischen Fadens in dem gewebten oder gestrickten Material der vorliegenden Erfindung ist eine wichtige physikalische Eigenschaft als Sitzpolstermaterial. Für den Wert davon ist es bevorzugt, mindestens 2 N zu betragen. Wenn der Gleitwiderstand weniger als 2 N beträgt, werden Fadenschlupf und Durchscheuern auftreten, was unerwünscht ist. Der Gleitwiderstand beträgt stärker bevorzugt mindestens 5 N, noch stärker bevorzugt mindestens 10 N.

Die Reißfestigkeit, sowohl in der Kettrichtung als auch in der Schussrichtung, des gewebten oder gestrickten Materials der vorliegenden Erfindung ist ebenfalls eine wichtige physikalische Eigenschaft als Sitzpolstermaterial. Für den Wert davon ist es bevorzugt, mindestens 250 N pro 5 cm Breite zu betragen. Wenn die Reißfestigkeit weniger als 250 N pro 5 cm Breite beträgt, dann kann das gewebte oder gestrickte Material durch die Belastung, der die Oberfläche während der Verwendung als Sitzpolstermaterial unterworfen wird, reißen, was unerwünscht ist. Die Reißfestigkeit beträgt stärker bevorzugt mindestens 350 N pro 5 cm Breite.

Die Spannung bei 10 % Dehnung in mindestens einer Richtung, ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung des gewebten oder gestrickten Materials der vorliegenden Erfindung, liegt in einem Bereich von 100 bis 600 N pro 5 cm Breite, vorzugsweise in einem Bereich von 150 bis 400 N pro 5 cm Breite. Bei weniger als 100 N pro 5 cm Breite wird die Einsinkhöhe während der Verwendung als Polstermaterial groß sein und insbesondere während der Verwendung als Sitz wird Unannehmlichkeit beim Sitzen auftreten. Andererseits wird bei über 600 N pro 5 cm Breite die Einsinkhöhe beim Verwenden als Sitz zu niedrig sein und deshalb werden Schmerzen bei Sitzen auftreten und folglich wird es nicht möglich sein, verlängerte Benutzung zu erdulden.

Überdies beträgt der Dehnungserholungsfaktor nach 15 % Dehnung in der selben Richtung, wie vorstehend, mindestens 75 %, vorzugsweise mindestens 80 %. Der Dehnungserholungsfaktor wird hier wie folgt gemessen. Ein Streifen von 5 cm Breite wird aus dem gewebten oder gestrickten Material ausgeschnitten und unter Verwendung eines Prüfgeräts vom Typ mit konstanter Dehnungsgeschwindigkeit wird die Probe um 15 % mit einem Einspannabstand von 20 cm und einer Zuggeschwindigkeit von 20 cm/min gedehnt, dann wird die Belastung rasch gelöst und dann wird, sobald die Probe auf ihre Ursprungslänge zurückgekehrt ist, die Probe noch einmal rasch gedehnt. Der Einspannabstand wird, wenn die Spannung während der zweiten Dehnung steigt, abgelesen und der Dehnungserholungsfaktor wird aus der folgenden Formel berechnet. ((L2 – L1)/(L1 × 0,15)) × 100 (%)

Hier ist L1 der ursprüngliche Einspannabstand (= 20 cm) und L2 ist der Einspannabstand, wenn die Spannung während der zweiten Dehnung steigt.

Wenn der in dieser Weise bestimmte Dehnungserholungsfaktor weniger als 75 % beträgt, werden Falten während Verwendung als Polstermaterial entstehen, was unter dem Gesichtspunkt der äußeren Erscheinung und des Gefühls beim Sitzen ungeeignet ist.

Überdies ist es wichtig, dass der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in einem Bereich von 1,0 % bis 10 %, sowohl in der Kettrichtung als auch in der Schussrichtung, des gewebten oder gestrickten Materials liegt. Wenn das elastische gewebte oder gestrickte Material der vorliegenden Erfindung zu einem Produkt verarbeitet wird, können Falten durch Wärmebehandlung durch Benutzen der Schrumpfungseigenschaften entfernt werden und wenn der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen weniger als 1,0 beträgt, dann wird es nicht möglich sein, Falten ausreichend beim Verarbeiten zu einem Produkt als Polstermaterial zu entfernen. Überdies wird, wenn der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen größer als 15 % ist, dann die Maßbeständigkeit schlecht sein, was zu Problemen in der Handhabung in den anschließenden Verarbeitungsschritten führt. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen liegt vorzugsweise in einem Bereich von 2,0 bis 10 %.

Überdies liegt die Luftdurchlässigkeit beim Durchströmen von Luft durch eine Probe des gewebten oder gestrickten Materials der vorliegenden Erfindung bei einem Druck von 125 Pa vorzugsweise in einem Bereich von 100 bis 700 cm3/cm2·sec. Beim Verwenden als Polstermaterial wird, wenn die Luftdurchlässigkeit weniger als 100 cm3/cm2·sec beträgt, dann ein Gefühl der Klebrigkeit beim Sitzen für eine verlängerte Zeit dazu neigen zu entstehen und überdies wird das Polstermaterial, wenn es einmal feucht geworden ist, nicht einfach trocknen und deshalb wird dort ein Problem unter dem Gesichtspunkt der Hygiene vorliegen. Wenn andererseits die Luftdurchlässigkeit größer als 700 cm3/cm2·sec ist, dann wird der Luftstrom dazu neigen zu groß zu werden und deshalb wird dort ein Problem unter dem Gesichtspunkt des Wärmerückhaltevermögens vorliegen. Ein stärker bevorzugter Bereich für die Luftdurchlässigkeit ist 150 bis 400 cm3/cm2·sec.

Überdies beträgt das Verhältnis ST1/ST2 nicht mehr als 5, vorzugsweise nicht mehr als 3, wobei ST1 die Spannung bei 10 % Dehnung in einer Richtung, ausgewählt aus den Kett- und Schussrichtungen ist, und ST2 die Spannung bei 10 % Dehnung in der anderen Richtung, ausgewählt aus den Kett- und Schussrichtungen ist, mit der Maßgabe das ST1 ≥ ST2.

Dies ist so, weil wenn ST1/ST2 größer als 5 ist, dann wird einer aus dem Kettfaden und dem Schussfaden einer überhöhten Belastung unterworfen und deshalb wird dauerhafte Ermüdungsverformung in dem Faden, der überhöhter Belastung unterworfen ist, entstehen und folglich wird dort ein erheblicher Leistungsabfall vorliegen.

Wenn es notwenig ist, das gewebte oder gestrickte Material der vorliegenden Erfindung flammhemmend und lichtbeständig zu machen, dann können Fäden, die ein flammhemmendes Mittel und ein Mittel zur Verbesserung der Lichtbeständigkeit enthalten, verwendet werden oder sonst können ein flammhemmendes Mittel und ein Mittel zur Verbesserung der Lichtbeständigkeit auf das gewebte oder gestrickte Material aufgebracht werden. Hinsichtlich des flammhemmend Machens des elastischen Fadens, schließen bekannte Verfahren Mischen von Melamincyanurat in das Ausgangsharz und Aufbringen einer Phosphorverbindung ein, aber es gibt keine besondere Begrenzung auf diese. Überdies kann hinsichtlich eines lichtbeständigen Mittels Lichtbeständigkeitsbehandlung durch Zugeben von Ruß oder dergleichen durchgeführt werden, aber es gibt keine besondere Begrenzung auf dieses.

Wenn es notwenig ist, den in dem gewebten oder gestrickten Material der vorliegenden Erfindung verwendeten elastischen Faden gefärbt oder matt zu machen, dann können Farbstoffe, Pigmente, anorganische Partikel und so weiter eingeschlossen werden. Hinsichtlich der Pigmente und anorganischen Partikel können ein organisches Pigment auf Phthalocyanin-Basis, Ruß, Titanoxid, Siliciumdioxid, Zinkoxid und so weiter zugegeben werden, aber es gibt keine besondere Begrenzung auf diese. Durch Verwendung eines spinngefärbten Fadens, der ein Pigment enthält, kann auf den Aufwand des Färbens in einer späteren Stufe verzichtet werden.

Als nächstes wird eine Beschreibung eines Beispiels der Herstellung des gewebten oder gestrickten Materials der vorliegenden Erfindung gegeben werden. Um ein neues gewebtes oder gestricktes Material in dieser Weise zu erhalten, wird es empfohlen, das die Herstellung sorgfältig unter optimalen Bedingungen durchgeführt wird.

In der vorliegenden Erfindung wird Wärmebehandlung als Mittel zum aneinander Fixieren der Fäden an Kreuzungspunkten in dem gewebten oder gestrickten Material durchgeführt und durch Optimieren der Bedingungen der Wärmebehandlung kann der Schrumpfungsfaktor des Produkts reguliert werden. Es gibt keine besonderen Begrenzungen für das zum Durchführen der Wärmebehandlung verwendete Gerät, mit der Maßgabe, dass das Gerät derartig ist, dass das gewebte oder gestrickte Material während des Beschränken des Schrumpfens in den Kett- und Schussrichtungen durch irgendein Verfahren erwärmt werden kann; nichtsdestotrotz ist es bevorzugt, ein derartiges Gerät zu verwenden, dass beide Kanten des gewebten oder gestrickten Materials unter Verwendung von Stiften oder Klammern befestigt werden können. Während der Wärmebehandlung ist es, um den Schrumpfungsfaktor in der Kettrichtung des gewebten oder gestrickten Materials zu regulieren, wichtig, den Vorlauffaktor auf den optimalen Wert einzustellen. Der Vorlauffaktor muss gemäß dem Schrumpfungsfaktor in der Kettrichtung im Fall des Erwärmens des gewebten oder gestrickten Materials in einem nicht gespannten Zustand eingestellt werden und in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird der Vorlauffaktor in den folgenden Bereich eingestellt. 1,5 ≤ ((SH1) – (Vorlauffaktor)) ≤ 15

Hier bedeutet SH1 den Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in der Kettrichtung, wenn das gewebte oder gestrickte Material nicht gespannt ist.

Der Vorlauffaktor wird unter Verwendung der folgenden Formel aus der Zuführungsgeschwindigkeit am Einlassteil des Wärmebehandlungsgeräts und der Aufnahmegeschwindigkeit am Aufnahmeteil des Wärmebehandlungsgeräts, wenn das gewebte oder gestrickte Material in das Wärmebehandlungsgerät gelegt wird, berechnet. Vorlauffaktor = 100 × (V1 – V2)/V1

Hier bedeutet V1 die Zuführungsgeschwindigkeit am Einlassteil des Wärmebehandlungsgeräts und V2 bedeutet die Aufnahmegeschwindigkeit am Aufnahmeteil des Wärmebehandlungsgeräts.

Überdies ist es notwendig, den Breitenvariationsfaktor in der Schussrichtung des gewebten Materials zu regulieren. Der Breitenvariationsfaktor muss gemäß dem Schrumpfungsfaktor in der Schussrichtung im Fall des Erwärmens des gewebten oder gestrickten Materials in einem nicht gespannten Zustand eingestellt werden und wird in den folgenden Bereich eingestellt. 1,5 ≤ ((SH2) – (Breitenvariationsfaktor)) ≤ 15

Hier bedeutet SH2 den Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in der Schussrichtung, wenn das gewebte oder gestrickte Material nicht gespannt ist.

Der Breitenvariationsfaktor wird unter Verwendung der folgenden Formel aus der Breite zwischen den fixierten Kanten am Einlassteil des Wärmebehandlungsgeräts und der Breite zwischen den fixierten Kanten am Auslassteil des Wärmebehandlungsgeräts, wenn das gewebte oder gestrickte Material in das Wärmebehandlungsgerät gelegt wird, berechnet. Breitenvariationsfaktor = 100 × (W1 – W2)/W1

Hier bedeutet W1 die Breite zwischen den fixierten Kanten am Einlassteil des Wärmebehandlungsgeräts und W2 bedeutet die Breite zwischen den fixierten Kanten am Auslassteil des Wärmebehandlungsgeräts.

Bürostühle, Automobilsitze, Zugsitze, Stühle für die Pflege, Kindersitze, Rollstühle, Klappstühle und Banksitze, die das elastische gewebte oder gestrickte Material gemäß der vorliegenden Erfindung als Polstermaterial verwenden, weisen verschiedene Vorteile auf, zum Beispiel ist die Luftdurchlässigkeit ausgezeichnet, Gewichtsverringerung ist möglich und die Dicke kann verringert werden und deshalb kann der Stuhl oder Sitz kompakt hergestellt werden und folglich ist ein neuartiges Design möglich.

Das Folgende ist eine Beschreibung der vorliegenden Erfindung durch Beispiele. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht durch diese Beispiele begrenzt. Die in den Beispielen verwendeten Messverfahren sind wie folgt.

Festigkeit und Dehnung für den unbehandelten Faden

Messungen wurden gemäß JIS L 1013 unter Verwendung eines Prüfgeräts vom Typ mit konstanter Dehnungsgeschwindigkeit mit einem Einspannabstand von 100 mm und einer Zuggeschwindigkeit von 100 mm/min durchgeführt.

Schrumpfungsfaktor für den unbehandelten Faden

Der unbehandelte Faden wurde in einen Trockenofen bei 180°C in einem nicht gespannten Zustand gelegt und trockene Wärmebehandlung wurde für 30 min durchgeführt und dann wurde der Schrumpfungsfaktor unter Verwendung der folgenden Formel berechnet. ((L1 – L2)/(L1 )) × 100(%)

Hier ist L1 die Länge der Probe vor der Wärmebehandlung (= 30 cm) und L2 ist die Länge der Probe nach der Wärmebehandlung.

Festigkeit und Dehnung für gewebtes Material und Spannung bei 10 % Dehnung

Messungen wurden gemäß JIS L 1096 unter Verwendung eines Prüfgeräts vom Typ mit konstanter Dehnungsgeschwindigkeit mit einem Einspannabstand von 200 mm, einer Probestückbreite von 50 mm und einer Zuggeschwindigkeit von 100 mm/min durchgeführt.

Dehnungserholungsfaktor

Ein Streifen von 5 cm Breite wird aus dem gewebten oder gestrickten Material ausgeschnitten und unter Verwendung eines Prüfgerät vom Typ mit konstanter Dehnungsgeschwindigkeit wird die Probe um 15 % mit einem Einspannabstand von 20 cm und einer Zuggeschwindigkeit von 20 cm/min gedehnt, dann wird die Belastung rasch gelöst und dann wird, sobald die Probe auf ihre ursprünglichen Länge zurückgekehrt ist, die Probe noch einmal rasch gedehnt. Der Einspannabstand, wenn die Spannung während dieser zweiten Dehnung steigt, wird abgelesen und der Dehnungserholungsfaktor wird aus der folgenden Formel berechnet. ((L4 – L3)/(L3 × 0,15)) × 100(%)

Hier ist L3 der ursprüngliche Einspannabstand (= 20 cm) und L4 ist der Einspannabstand, wenn die Spannung während der zweiten Dehnung steigt.

Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen

Streifen von 1 cm Breite und 20 cm Länge werden aus dem gewebten oder gestrickten Material, sowohl in der Kettrichtung als auch in der Schussrichtung, ausgeschnitten, die Streifen werden in einen Trockenofen bei 180°C gelegt und trockene Wärmebehandlung wird für 30 min durchgeführt und dann wird der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen aus der folgenden Formel berechnet. ((L5 – L6)/(L5)) × 100 (%)

Hier ist L5 die Länge der Probe vor der Wärmebehandlung (= 20 cm) und L6 ist die Länge der Probe nach der Wärmebehandlung.

Sitzleistung

Das gewebte oder gestrickte Material wurde in einer horizontalen Ebene in einen quadratischen 40 cm-Eisenrahmen befestigt, eine 65 kg-Belastung wurde auf die Mitte des gewebten oder gestrickten Materials unter Verwendung einer Belastungsplatte mit einer Bodenfläche vom Durchmesser von 20 cm aufgebracht und die Einsinkhöhe der Belastungsplatte wurde, bezogen auf die horizontale Ebene, vor der Aufbringung der Belastung gemessen.

Zehn Beobachter wurden gebeten, auf einem Musterstuhl, der durch Befestigen des gewebten oder gestrickten Materials in einem quadratischen 40 cm-Rahmen hergestellt war, zu sitzen und das Gefühl zu beurteilen. Jede Person bewertete den Komfort beim Sitzen, wie nachstehend beschrieben, und die Gesamtbeurteilung wurde durch Ermitteln des Durchschnitts der Bewertungsergebnisse durchgeführt.

Bewertung: Komfort beim Sitzen ist gut: A; Komfort beim Sitzen ist normal: B; Komfort beim Sitzen ist schlecht: D.

Überdies wurde der Sitz des Musterstuhls sofort nach der Bewertung des Komforts beim Sitzen optisch beobachtet und die Erholung von Falten wurde bewertet, wie nachstehend beschrieben. Wie beim Komfort beim Sitzen, wurde die Gesamtbeurteilung durch Ermitteln des Durchschnitts der Beurteilungsergebnisse für die zehn Leute durchgeführt.

Bewertung: Keine Falten: A; leichte Falten: B; Falten verbleiben deutlich: D.

Durchscheuern = Fadenfixierungsfähigkeit

Der Gleitwiderstand wurde durch das Fadenextraktionsverfahren A gemäß JIS L 1096 bestimmt. Die Messungen wurden unter Verwendung eines Prüfgeräts vom Typ mit konstanter Dehnungsgeschwindigkeit mit einem Einspannabstand von 30 mm, einer Probestückbreite von 20 mm und einer Zuggeschwindigkeit von 30 mm/min durchgeführt.

Luftdurchlässigkeit

Die Menge an Luft, die das Probestück durchströmt, wenn der Differentialdruck 125 Pa betrug, wurde unter Verwendung eines Prüfgeräts vom schwachen Typ (engl.: „fragile type") gemäß JIS L 1096 (Luftdurchlässigkeit, A-Verfahren, Verfahren vom schwachen Typ) gemessen.

Gefühl von Klebrigkeit

Zehn Beobachter wurden gebeten, auf einem Musterstuhl, der durch Befestigen der Probe in einen quadratischen 40 cm-Rahmen hergestellt war, zu sitzen und das Gefühl von Klebrigkeit zu beurteilen. Das Gefühl von Klebrigkeit wurde, wie nachstehend beschrieben, nach dem Sitzen für eine Stunde in einem Raum bei 28°C und 75 % relativer Feuchtigkeit beurteilt und die Gesamtbeurteilung wurde durch Ermitteln des Durchschnitts der Beurteilungsergebnisse durchgeführt.

Bewertung: Angenehm, ohne Gefühl von Klebrigkeit: A; Kein Gefühl von Klebrigkeit, aber Mangel an Wärmerückhaltevermögen: B; Klebrigkeit gefühlt: C.

Beispiel 1A

Ein gewebtes Material mit Leinenbindung wurde unter Verwendung eines elastischen Fadens mit 2080 dtex bei einer Dichte von 20 Fäden pro Zoll als Schuss und eines Polyestermultifilamentfadens mit 830 dtex bei einer Dichte von 28 Fäden pro Zoll als Kette hergestellt; der elastische Faden wies ein Elastomer auf Polyetherester-Basis vom Schmelzpunkt 222°C als Kernkomponente und ein Elastomer auf Polyetherester-Basis vom Schmelzpunkt 182°C als Hüllekomponente auf, wobei das Gewichtsverhältnis des Kerns zur Hülle 80:20 betrug. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials beim Erwärmen in einem nicht gespannten Zustand betrug 8,0 % in der Kettrichtung und 15 % in der Schussrichtung. Das gewebte Material wurde auf diese Weise einer trockenen Wärmebehandlung bei 200°C für 1 min unterzogen, wobei der Vorlauffaktor auf 3,0 % eingestellt wurde und der Breitenvariationsfaktor auf 13 % eingestellt wurde.

Es wurde bestätigt, dass in dem gewebten Material nach der Wärmebehandlung das Elastomer auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt an Teilen, wo die Kette und der Schuss sich in dem gewebten Material kreuzen, gebunden und erstarrt war.

Überdies wurde der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials nach Durchführen der Wärmebehandlung gemessen und wurde als 5,0 % in der Kettrichtung und 2,0 % in der Schussrichtung festgestellt. Das gewebte Material wurde in einem Rahmen von 40 cm × 40 cm befestigt und Wärmehärten wurde in diesem Zustand bei 195°C durchgeführt. Das auf diese Weise erhaltene Polstermaterial wies keine Falten auf und wies ausgezeichnete Maßbeständigkeit auf.

Überdies wurde ein Bürostuhl unter Verwendung des Polstermaterials hergestellt, auf welchem das Gefühl beim Sitzen äußerst gut war, und es waren nach dem Sitzen keine Falten vorhanden; das Polstermaterial kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 1 gezeigt.

Beispiel 2A

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1A durchgeführt, außer dass die Webart des gewebten Materials als 2/1 Köperbindung hergestellt wurde. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen betrug 8,2 % in der Kettrichtung und 15,2 % in der Schussrichtung, wenn das gewebte Material in einem nicht gespannten Zustand vor Durchführen der Wärmebehandlung erwärmt wurde. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials nach Durchführen der Wärmebehandlung betrug 5,2 % in der Kettrichtung und 2,2 % in der Schussrichtung. Das gewebte Material wurde in einem Rahmen von 40 cm × 40 cm befestigt und Wärmehärten wurde in diesem Zustand bei 195°C durchgeführt. Das auf diese Weise erhaltene Polstermaterial wies keine Falten auf und wies ausgezeichnete Maßbeständigkeit auf.

Überdies wurde ein Bürostuhl unter Verwendung des Polstermaterials hergestellt, auf welchem das Gefühl beim Sitzen äußerst gut war, und es waren nach dem Sitzen keine Falten vorhanden; das Polstermaterial kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 1 gezeigt.

Beispiel 3A

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 2A durchgeführt, außer dass die Dichte der Kette in dem gewebten Material mit 36 Fäden pro Zoll hergestellt wurde und die Dichte des Schusses mit 15 Fäden pro Zoll hergestellt wurde. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen betrug 8,3 % in der Kettrichtung und 15,3 % in der Schussrichtung, wenn das gewebte Material in einem nicht gespannten Zustand vor Durchführen der Wärmebehandlung erwärmt wurde. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials nach Durchführen der Wärmebehandlung wurde als 5,3 % in der Kettrichtung und 2,3 % in der Schussrichtung gemessen. Das gewebte Material wurde in einem Rahmen von 40 cm × 40 cm befestigt und Wärmehärten wurde in diesem Zustand bei 195°C durchgeführt. Das auf diese Weise erhaltene Polstermaterial wies keine Falten auf und wies ausgezeichnete Maßbeständigkeit auf.

Überdies wurde ein Bürostuhl unter Verwendung des Polstermaterials hergestellt, auf welchem das Gefühl beim Sitzen äußerst gut war, und es waren nach dem Sitzen keine Falten vorhanden; das Polstermaterial kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 1 gezeigt.

Beispiel 4A

Stühle wurden unter Verwendung der gewebten Materialien der Beispiele 1A bis 3A als Sitze und durch Aufpressen auf einen Sitzrahmen und eine Rückenlehne aus Polyesterharz unter Verwendung einer ungefähr viereckigen Form, die an allen vier Seiten eingefasst war, hergestellt. Die hergestellten Stühle waren leicht und einfach zu tragen. Überdies wurde, verglichen mit einem herkömmlichen Stuhl, in welchem Urethan, sowohl für den Sitz als auch die Rückenlehne, verwendet wird, festgestellt, dass aufgrund des Fehlens von Dicke, ausreichender Platz zum Sitzen, auch in einer beengten Innenumgebung, erhalten werden kann. Weiterhin war das Gefühl beim Sitzen äußerst angenehm, wobei ein geeignetes Maß des Einsinkens vorhanden war, und wobei kein Gefühl von Klebrigkeit, auch bei Verwendung in einer Umgebung mit hoher Temperatur und hoher Feuchtigkeit, vorhanden war; es wurde festgestellt, dass die elastischen gewebten Materialien gemäß der vorliegenden Erfindung eine ausgezeichnete Leistung als Stuhlabdeckungsmaterial oder Polstermaterial aufweisen und überdies, dass Sitze unter Verwendung dieser elastischen gewebten Materialien für Bürostühle oder Sitze für Transportmaschinen, wie Automobile und Züge, verwendet werden können.

Vergleichsbeispiel 1A

Ein Material mit Leinenbindung wurde unter Verwendung von Polyester mit 830 dtex bei einer Dichte von 28 Fäden pro Zoll, sowohl als Kette als auch als Schuss, hergestellt und die Prüfung wurde wie in Beispiel 1A durchgeführt. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen betrug 8,5 % in der Kettrichtung und 8,5 % in der Schussrichtung, wenn das gewebte Material in einem nicht gespannten Zustand vor Durchführen der Wärmebehandlung erwärmt wurde und während der Wärmebehandlung wurde der Vorlauffaktor auf 2,5 % eingestellt und der Breitenvariationsfaktor wurde auf 2,5 % eingestellt. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials nach Durchführen der Wärmebehandlung wurde als 6,0 % in der Kettrichtung und 6,0 % in der Schussrichtung gemessen. Das gewebte Material wurde in einem Rahmen von 40 cm × 40 cm befestigt und Wärmehärten wurde in diesem Zustand bei 195°C durchgeführt. Das auf diese Weise erhaltene Polstermaterial wies keine Falten auf und wies ausgezeichnete Maßbeständigkeit auf.

Wenn jedoch ein Bürostuhl unter Verwendung dieses Polstermaterials hergestellt wurde, war das Gefühl hinsichtlich der Sitzleistung äußerst schlecht, möglicherweise, weil die Einsinkhöhe äußerst gering war und überdies waren nach dem Sitzen Falten in dem Material vorhanden; das Polstermaterial war folglich ungeeignet als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge und so weiter. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 1 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 2A

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1A durchgeführt, außer dass während der Wärmebehandlung nach der Herstellung des gewebten Materials der Vorlauffaktor auf 7,0 % eingestellt wurde und der Breitenvariationsfaktor auf 14,2 % eingestellt wurde. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials nach Durchführen der Wärmebehandlung wurde als 1,0 % in der Kettrichtung und 0,8 % in der Schussrichtung gemessen. Das gewebte Material wurde in einem Rahmen von 40 cm × 40 cm befestigt und Wärmehärten wurde in diesem Zustand bei 195°C durchgeführt. Jedoch blieben Falten in dem erhaltenen Polstermaterial. Überdies wurde, wenn ein Bürostuhl unter Verwendung des Polstermaterials hergestellt wurde, festgestellt, dass der Zustand zur Verwendung als Polstermaterial unter dem Gesichtspunkt der Produktqualität der äußeren Erscheinung aufgrund der deutlich verbleibenden Falten nicht ausreichend war.

Vergleichsbeispiel 3A

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1A durchgeführt, aber unter Verwendung eines elastischen Fadens vom hochschrumpfenden Typ als Schuss und eines Polyestermultifilamentfadens vom hochschrumpfenden Typ als Kette. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials in einem nicht gespannten Zustand vor Durchführen der Wärmebehandlung betrug 25 % in der Kettrichtung und 32 % in der Schussrichtung. Überdies wurden die Bedingungen während der Wärmebehandlung auf einen Vorlauffaktor von 7,0 % und einen Breitenvariationsfaktor von 15 % eingestellt. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials nach Durchführen der Wärmebehandlung wurde als 18 % in der Kettrichtung und 17 % in der Schussrichtung gemessen. Das gewebte Material wurde in einem Rahmen von 40 cm × 40 cm befestigt und Wärmehärten wurde in diesem Zustand bei 195°C durchgeführt. Falten verblieben nicht in dem erhaltenen Polstermaterial, aber weil der Schrumpfungsfaktor zu hoch war, konnten die Maße des Produkts nicht reguliert werden und deshalb wurde festgestellt, dass der Zustand nicht ausreichend war für die Verwendung als Polstermaterial.

Vergleichsbeispiel 4A

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1A durchgeführt, außer dass die Dichte der Kette in dem gewebten Material mit 32 Fäden pro Zoll hergestellt wurde und die Dichte des Schusses mit 10 Fäden pro Zoll hergestellt wurde. Der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen betrug 8,0 % in der Kettrichtung und 15 % in der Schussrichtung, wenn das gewebte Material in einem nicht gespannten Zustand vor Durchführen der Wärmebehandlung erwärmt wurde.

Überdies wurde der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials nach Durchführen der Wärmebehandlung als 5,0 % in der Kettrichtung und 2,0 % in der Schussrichtung gemessen. Das gewebte Material wurde in einem Rahmen von 40 cm × 40 cm befestigt und Wärmehärten wurde in diesem Zustand bei 195°C durchgeführt. Das auf diese Weise erhaltene Polstermaterial wies keine Falten auf und wies ausgezeichnete Maßbeständigkeit auf.

Wenn jedoch ein Bürostuhl unter Verwendung des Polstermaterials hergestellt wurde, war das Gefühl normal, möglicherweise, weil die Einsinkhöhe während des Sitzens etwas hoch war, aber Falten verblieben deutlich nach dem Sitzen. Das Polstermaterial war folglich ungeeignet als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge und so weiter. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 1 gezeigt.

Das Folgende wurde aus den Ergebnissen für die Beispiele und die Vergleichsbeispiele festgestellt. Das gewebte Material in jedem der Beispiele 1A bis 3A war ein gewebtes Material, das einen elastischen Faden, der zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als Schuss und einen Polyesterfaden als Kette verwendet, und für welches Fadenfixierung durch Durchführen trockener Wärmebehandlung durchgeführt wurde, und das derartig gestaltet wurde, dass die Spannung bei 10 % Dehnung in mindestens einer aus der Kettrichtung und der Schussrichtung in einem Bereich von 100 bis 600 N pro 5 cm Breite liegt und der Dehnungserholungsfaktor bei 15 % Dehnung mindestens 75 % in der selben Richtung beträgt, der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials bei 180°C in einem Bereich von 1,0 % bis 15 %, sowohl in der Kettrichtung als auch in der Schussrichtung, liegt und ST1/ST2 nicht mehr als 5 beträgt. Diese in den Beispielen verwendeten Materialien wiesen geeignete Härte und Einsinkhöhe auf und die Dehnungsrückbildungsfähigkeit war zufriedenstellend. Überdies war ein Gleitwiderstand vorhanden, war kein Durchscheuern oder Fadenschlupf vorhanden, und das Gefühl beim Sitzen war ausgezeichnet, und deshalb erfüllten diese gewebten Materialien alle erforderlichen Eigenschaften eines Polstermaterials.

In Vergleichsbeispiel 1A wurde ein Polyesterfaden, sowohl als Kette als auch als Schuss, verwendet und deshalb überschritt die Spannung bei 10 % Dehnung 600 N pro 5 cm Breite, sowohl in der Kettrichtung als auch in der Schussrichtung. Die Einsinkhöhe für dieses Material war äußerst gering und deshalb war das Gefühl äußerst schlecht. Überdies entstanden Falten während des Sitzens und deshalb wurde festgestellt, dass das Material als Polstermaterial ungeeignet ist.

In Vergleichsbeispiel 2A betrug der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials bei 180°C weniger als 1,0 % und deshalb konnten bei der Herstellung des Produkts Falten nicht ausreichend entfernt werden, auch wenn Wärmebehandlung als letzter Herstellungsschritt durchgeführt wurde; es wurde folglich festgestellt, dass das Material als Polstermaterial unter dem Gesichtspunkt der Produktqualität der äußeren Erscheinung ungeeignet war.

In Vergleichsbeispiel 3A betrug der Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen des gewebten Materials bei 180°C mehr als 15 % und deshalb war der Schrumpfungsfaktor beim Herstellen des Produkts beim Durchfuhren der Wärmebehandlung als letzter Herstellungsschritt zu hoch und folglich konnten die Produktmaße nicht reguliert werden; es wurde festgestellt, dass das Material als Polstermaterial ungeeignet war.

Wie in den Beispielen, war das gewebte Material des Vergleichsbeispiels 4A ein gewebtes Material, das einen elastischen Faden, der zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als Schuss und einen Polyesterfaden als Kette verwendet, und für welches Fadenfixierung durch Durchführen trockener Wärmebehandlung durchgeführt wurde, aber derartig gestaltet war, dass ST1/ST2 größer als 5 war. Die Einsinkhöhe für dieses Material war etwas hoch und der Komfort beim Sitzen war normal. Jedoch entstanden Falten während des Sitzens und deshalb wurde festgestellt, dass das Material als Polstermaterial ungeeignet war.

Beispiel 1B

Ein gewebtes Material mit Leinenbindung wurde unter Verwendung eines elastischen Fadens mit 2080 dtex bei einer Dichte von 20 Fäden pro Zoll als Schuss und einem Polyestermultifilamentfaden mit 830 dtex bei einer Dichte von 28 Fäden pro Zoll als Kette hergestellt; der elastische Faden wies ein Elastomer auf Polyetherester-Basis vom Schmelzpunkt 222°C als Kernkomponente und ein Elastomer auf Polyetherester-Basis vom Schmelzpunkt 182°C als Hüllekomponente auf, wobei das Gewichtsverhältnis vom Kern zur Hülle 80:20 betrug. Trockene Wärmebehandlung wurde an dem gewebten Material bei 200°C für 1 min durchgeführt.

Es wurde bestätigt, dass in dem gewebten Material nach der Wärmebehandlung das Elastomer auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt an Teilen, wo die Kette und der Schuss sich in dem gewebten Material kreuzen, gebunden und erstarrt war.

Überdies war das Gefühl beim Sitzen für die Probe nach der Wärmebehandlung äußerst gut und es waren nach dem Sitzen keine Falten vorhanden; die Probe kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 2 gezeigt.

Beispiel 2B

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1B durchgeführt, außer dass das Gewebe des gewebten Materials mit einer 2/1 Köperbindung hergestellt wurde. Das Gefühl beim Sitzen war für die Probe nach der Wärmebehandlung äußerst gut und es waren keine Falten nach dem Sitzen vorhanden; die Probe kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 2 gezeigt.

Beispiel 3B

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 2B durchgeführt, außer dass die Dichte der Kette in dem gewebten Material mit 36 Fäden pro Zoll hergestellt wurde und die Dichte des Schusses mit 15 Fäden pro Zoll hergestellt wurde. Das Gefühl beim Sitzen war für die Probe nach der Wärmebehandlung äußerst gut und es waren keine Falten nach dem Sitzen vorhanden; die Probe kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 2 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 1B

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1B durchgeführt, außer dass die Dichte der Kette in dem gewebten Material mit 32 Fäden pro Zoll hergestellt wurde und die Dichte des Schusses mit 10 Fäden pro Zoll hergestellt wurde. Für die Probe nach der Wärmebehandlung war das Gefühl normal, möglicherweise, weil die Einsinkhöhe während des Sitzens etwas hoch war, aber Falten verblieben deutlich nach dem Sitzen. Die Probe war folglich als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, ungeeignet. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 2 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 2B

Ein Material mit Leinenbindung wurde unter Verwendung eines Polyesters mit 830 dtex bei einer Dichte von 28 Fäden pro Zoll, sowohl als Kette als auch als Schuss, hergestellt und die Prüfung wurde wie in Beispiel 1B durchgeführt. Das Gefühl beim Sitzen war äußerst schlecht, möglicherweise, weil die Einsinkhöhe äußerst gering war, und überdies waren Falten nach dem Sitzen in dem Material vorhanden; das Material war folglich als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, ungeeignet. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 2 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 3B

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1B durchgeführt, außer dass die Dichte der Kette in dem gewebten Material mit 15 Fäden pro Zoll hergestellt wurde und die Dichte des Schusses mit 12 Fäden pro Zoll hergestellt wurde. Das Gefühl der Probe nach der Wärmebehandlung war normal, möglicherweise, weil die Einsinkhöhe während des Sitzens etwas hoch war, und es war ausreichende Erholung von Falten nach dem Sitzen vorhanden. Auch wenn das Gefühl jedoch gut war, war die Luftdurchlässigkeit äußerst hoch, was unter dem Gesichtspunkt des Wärmerückhaltevermögens nicht angenehm war. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 2 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 4B

Unter Verwendung eines Polstermaterials, das im Handel verkauften Urethanschaum von 50 mm Dicke und 60 kg/m3 Dichte umfasst, wurde eine Bewertung der Sitzleistung, der Luftdurchlässigkeit und des Gefühls von Klebrigkeit durchgeführt. Das Gefühl beim Sitzen und die Erholung von Falten waren gut, aber ein Gefühl der Klebrigkeit entstand während verlängerten Gebrauchs, was unangenehm war.

Das Folgende wurde aus den Ergebnissen für die Beispiele und die Vergleichsbeispiele festgestellt. Das gewebte Material in jedem der Beispiele 1B bis 3B war ein gewebtes Material, das einen elastischen Faden, der zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als Schuss und einen Polyesterfaden als Kette verwendet, und für welches Fadenfixierung durch Durchführen trockener Wärmebehandlung durchgeführt wurde, und das derartig gestaltet wurde, dass ST1/ST2 nicht mehr als 5 beträgt. Diese in den Beispielen verwendeten Materialien wiesen geeignete Härte und Einsinkhöhe auf und die Dehnungswiederherstellbarkeit war zufriedenstellend. Überdies war ein Gleitwiderstand vorhanden, war kein Durchscheuern oder Fadenschlupf vorhanden, und das Gefühl beim Sitzen war ausgezeichnet, und deshalb erfüllten diese gewebten Materialien alle erforderlichen Eigenschaften eines Polstermaterials.

Wie in den Beispielen, war das gewebte Material von Vergleichsbeispiel 1B ein gewebtes Material, das einen elastischen Faden, der zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als Schuss und einen Polyesterfaden als Kette verwendet, und für welches Fadenfixierung durch Durchführen trockener Wärmebehandlung durchgeführt wurde, aber derartig gestaltet war, dass ST1/ST2 größer als 5 war. Die Einsinkhöhe für dieses Material war etwas hoch und das Gefühl war nicht unbedingt gut. Überdies entstanden Falten während des Sitzens und deshalb wurde festgestellt, dass das Material ungeeignet als Polstermaterial war.

In Vergleichsbeispiel 2B wurde ein Polyesterfaden, sowohl als Kette als auch als Schuss, verwendet und deshalb überstieg die Spannung bei 10 % Dehnung 600 N pro 5 cm Breite, sowohl in der Kettrichtung als auch in der Schussrichtung. Die Einsinkhöhe für dieses Material war äußerst gering und deshalb war das Gefühl äußerst schlecht. Überdies entstanden Falten beim Sitzen und deshalb wurde festgestellt, dass das Material als Polstermaterial ungeeignet ist.

Wie in den Beispielen, war das gewebte Material von Vergleichsbeispiel 3B ein gewebtes Material, das einen elastischen Faden, der zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als Schuss und einen Polyesterfaden als Kette verwendet, und für welches Fadenfixierung durch Durchführen trockener Wärmebehandlung durchgeführt wurde, aber die Luftdurchlässigkeit war äußerst hoch, möglicherweise, aufgrund der äußerst groben Dichte der Webart, welche unter dem Gesichtspunkt des Wärmerückhaltevermögens nach dem Sitzen für eine verlängerte Zeit nicht angenehm war.

Für Vergleichsbeispiel 4B umfasste das Polstermaterial im Handel verkauften Urethanschaum; die allgemeine Sitzleistung war zufriedenstellend, aber die Luftdurchlässigkeit war äußerst gering und deshalb entstand ein Gefühl von Klebrigkeit beim Sitzen für eine verlängerte Zeit, was unangenehm war.

Beispiel 1C

Ein gewebtes Material mit Leinenbindung wurde unter Verwendung eines elastischen Fadens mit 2080 dtex bei einer Dichte von 20 Fäden pro Zoll als Schuss und eines Polyestermultifilamentfadens mit 830 dtex bei einer Dichte von 28 Fäden pro Zoll als Kette hergestellt; der elastische Faden wies ein Elastomer auf Polyetherester-Basis vom Schmelzpunkt 222°C als Kernkomponente und ein Elastomer auf Polyetherester-Basis vom Schmelzpunkt 182°C als Hüllekomponente auf, wobei das Gewichtsverhältnis vom Kern zur Hülle 80:20 betrug. Trockene Wärmebehandlung wurde an dem gewebten Material bei 200°C für 1 min durchgeführt.

Es wurde bestätigt, dass in dem gewebten Material nach der Wärmebehandlung das Elastomer auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt an Teilen, wo die Kette und der Schuss sich in dem gewebten Material kreuzen, gebunden und erstarrt war.

Überdies war das Gefühl beim Sitzen für die Probe nach der Wärmebehandlung äußerst gut und es waren nach dem Sitzen keine Falten vorhanden; die Probe kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 3 gezeigt.

Beispiel 2C

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1C durchgeführt, außer dass die Webart des gewebten Materials mit einer 2/1-Köperbindung hergestellt wurde. Das Gefühl beim Sitzen für die Probe war nach der Wärmebehandlung äußerst gut und es waren keine Falten nach dem Sitzen vorhanden; die Probe kann folglich zufriedenstellend als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 3 gezeigt.

Beispiel 3C

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 2C durchgeführt, außer dass die Dichte der Kette in dem gewebten Material mit 36 Fäden pro Zoll hergestellt wurde und die Dichte des Schusses mit 15 Fäden pro Zoll hergestellt wurde. Das Gefühl beim Sitzen für die Probe war nach der Wärmebehandlung äußerst gut und es waren keine Falten nach dem Sitzen vorhanden; die Probe kann folglich als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, zufriedenstellend verwendet werden. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 3 gezeigt.

Beispiel 4C

Stühle wurden unter Verwendung der gewebten Materialien der Beispiele 1C bis 3C als Sitze und durch Aufpressen auf einen Sitzrahmen und eine Rückenlehne aus Polyesterharz unter Verwendung einer ungefähr viereckigen Form, die an allen vier Seiten eingefasst war, hergestellt. Die hergestellten Stühle waren leicht und einfach zu tragen. Überdies wurde, verglichen mit einem herkömmlichen Stuhl, in welchem Urethan, sowohl für den Sitz als auch für die Rückenlehne, verwendet wird, festgestellt, dass aufgrund des Fehlens von Dicke, ausreichender Platz zum Sitzen auch in einer beengten Innenumgebung erhalten werden kann. Weiterhin war das Gefühl beim Sitzen äußerst angenehm, wobei ein geeignetes Maß des Einsinkens vorhanden war, und wobei kein Gefühl von Klebrigkeit, auch bei Verwendung in einer Umgebung mit hoher Temperatur und hoher Feuchtigkeit, vorhanden war; es wurde festgestellt, dass die elastischen gewebten Materialien gemäß der vorliegenden Erfindung eine ausgezeichnete Leistung als Stuhlabdeckungsmaterial oder Polstermaterial aufweisen und überdies, dass Sitze unter Verwendung dieser elastischen gewebten Materialien für Bürostühle, Haushaltsstühle oder Sitze für Transportmaschinen, wie Automobile und Züge, Rollstuhlsitze, Kindersitze, Stillstühle, Banksitze, Klappstühle und so weiter verwendet werden können.

Vergleichsbeispiel 1C

Die Prüfung wurde wie in Beispiel 1C durchgeführt, außer dass die Dichte der Kette in dem gewebten Material mit 32 Fäden pro Zoll hergestellt wurde und die Dichte des Schusses mit 10 Fäden pro Zoll hergestellt wurde. Für die Probe nach der Wärmebehandlung war das Gefühl normal, möglicherweise, weil die Einsinkhöhe während des Sitzens etwas hoch war, aber Falten verblieben deutlich nach dem Sitzen. Die Probe war folglich als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, ungeeignet. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 3 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 2C

Ein Material mit Leinenbindung wurde unter Verwendung eines Polyesters mit 830 dtex bei einer Dichte von 28 Fäden pro Zoll, sowohl als Kette als auch als Schuss, hergestellt und die Prüfung wurde wie in Beispiel 1C durchgeführt. Das Gefühl beim Sitzen war äußerst schlecht, möglicherweise, weil die Einsinkhöhe äußerst gering war, und überdies waren Falten in dem Material nach dem Sitzen vorhanden; das Material war folglich als Sitzpolstermaterial für Bürostühle, Haushaltsstühle, Sitze für Automobile oder Züge, und so weiter, ungeeignet. Die Einzelheiten der Fäden, der physikalischen Eigenschaften des gewebten Materials und der Leistung werden in Tabelle 3 gezeigt.

Das folgende wurde aus den Ergebnissen für die Beispiele und die Vergleichsbeispiele festgestellt. Das gewebte Material in jedem der Beispiele 1C bis 3C war ein gewebtes Material, das einen elastischen Faden, der zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als Schuss und einen Polyesterfaden als Kette verwendet, und für welches Fadenfixierung durch Durchführen trockener Wärmebehandlung durchgeführt wurde, und das derartig gestaltet wurde, dass ST1/ST2 nicht mehr als 5 beträgt. Diese in den Beispielen verwendeten Materialien wiesen geeignete Härte und Einsinkhöhe auf und die Dehnungswiederherstellbarkeit war zufriedenstellend. Überdies war ein Gleitwiderstand vorhanden, war kein Durchscheuern oder Fadenschlupf vorhanden, und das Gefühl beim Sitzen war ausgezeichnet, und deshalb erfüllten diese gewebten Materialien alle der erforderlichen Eigenschaften eines Polstermaterials.

Wie in den Beispielen, war das gewebte Material von Vergleichsbeispiel 1C ein gewebtes Material, das einen elastischen Faden, der zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, als Schuss und einen Polyesterfaden als Kette verwendet, und für welches Fadenfixierung durch Durchführen trockener Wärmebehandlung durchgeführt wurde, aber derartig gestaltet war, dass ST1/ST2 größer als 5 war. Die Einsinkhöhe für dieses Material war etwas hoch und das Gefühl war nicht unbedingt gut. Überdies entstanden Falten während des Sitzens und deshalb wurde festgestellt, dass das Material ungeeignet als Polstermaterial war.

In Vergleichsbeispiel 2C wurde ein Polyesterfaden, sowohl als Kette als auch als Schuss, verwendet und deshalb überstieg die Spannung bei 10 % Dehnung 600 N pro 5 cm Breite, sowohl in der Kettrichtung als auch in der Schussrichtung. Die Einsinkhöhe für dieses Material war äußerst gering und deshalb war das Gefühl äußerst schlecht. Überdies entstanden Falten beim Sitzen und deshalb wurde festgestellt, dass das Material als Polstermaterial ungeeignet ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein elastisches gewebtes oder gestricktes Material, das ausgezeichnete Elastizität und elastische Rückbildungsfähigkeit ohne Fadenschlupf aufweist, und das ideal als Polstermaterial ist, erhalten werden.

Überdies kann gemäß der vorliegenden Erfindung ein elastisches gewebtes oder gestricktes Material, das ausgezeichnete Elastizität und elastische Rückbildungsfähigkeit ohne Fadenschlupf aufweist, kein Gefühl von Klebrigkeit, auch beim Sitzen für eine verlängerte Zeit, ergibt, und das ideal als Polstermaterial ist, erhalten werden.


Anspruch[de]
Elastisches gewebtes oder gestricktes Material, das einen elastischen Faden aufweist, der einen aromatischen Polyester mit einer aromatischen Carbonsäure und einem Glycol als Hauptausgangsmaterialien umfasst, wobei der aromatische Polyester in mindestens einem Teil des elastischen Fadens angeordnet ist, und das die folgenden physikalischen Eigenschaften aufweist:

(1) eine Spannung bei 10%iger Dehnung in einem Bereich von 100 bis 600 N pro 5 cm Breite in mindestens einer Richtung ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung, und einen Dehnungserholungsfaktor bei 15%iger Dehnung von mindestens 75% in der selben Richtung;

(2) ein Verhältnis ST1/ST2 von nicht mehr als 5, wobei ST1 die Spannung bei 10% Dehnung in einer Richtung ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung und ST2 die Spannung bei 10% Dehnung in der anderen Richtung ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung ist, mit der Maßgabe, dass ST1 ≥ ST2; und

(3) einen Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in einem Bereich von 1,0% bis 10% jeweils in der Kettrichtung und der Schussrichtung.
Elastisches gewebtes oder gestricktes Material nach Anspruch 1, das ferner die folgende physikalische Eigenschaft aufweist:

(4) eine Luftdurchlässigkeit beim Durchströmen von Luft bei einem Druck von 125 Pa in einem Bereich von 100 bis 700 cm3/cm2·sec.
Elastisches gewebtes oder gestricktes Material nach Anspruch 1 oder 2, wobei der elastische Faden mindestens zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis umfasst, deren Schmelzpunkte sich um mindestens 30°C unterscheiden, wobei der Schmelzpunkt des Elastomers auf Polyetherester-Basis mit einem niedrigeren Schmelzpunkt mindestens 100°C beträgt. Elastisches gewebtes oder gestricktes Material nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Reißfestigkeit mindestens 250 N pro 5 cm Breite in jeweils der Kettrichtung und der Schussrichtung beträgt. Elastisches gewebtes oder gestricktes Material nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Gleitwiderstand des elastischen Fadens, der das organische synthetische Makromolekül umfasst, mindestens 2 N beträgt. Elastisches gewebtes oder gestricktes Material nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der elastische Faden, der das organische synthetische Makromolekül umfasst, ein Monofilament ist. Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials, umfassend die Schritte:

Durchführen von Anordnen durch Stricken oder Weben mindestens teilweise eines elastischen Fadens, der mindestens zwei Elastomere auf Polyetherester-Basis mit verschiedenen Schmelzpunkten umfasst, um ein gewebtes oder gestricktes Material zu erhalten; und

anschließend Durchführen einer Wärmebehandlung des gewebten oder gestrickten Materials bei einer Temperatur, bei der eine Elastomerkomponente auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt erweicht oder schmilzt, wobei der Vorlauffaktor (engl.: overfeed factor) und der Breitenvariationsfaktor (engl.: width variation factor) in den folgenden Bereichen eingestellt sind: 1,5 ≤ ((SH1) – (Vorlauffaktor)) ≤ 15 1,5 ≤ ((SH2) – (Breitenvariationsfaktor)) ≤ 15 wobei SH1 den Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in der Kettrichtung bedeutet, wenn das gewebte oder gestrickte Material nicht gespannt ist, und SH2 den Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in der Schussrichtung bedeutet, wenn das gewebte oder gestrickte Material nicht gespannt ist;

wobei ein gewebtes oder gestricktes Material mit den folgenden physikalischen Eigenschaften erhalten wird:

(1) eine Spannung bei 10%iger Dehnung in einem Bereich von 100 bis 600 N pro 5 cm Breite, und ein Dehnungserholungsfaktor bei 15%iger Dehnung von mindestens 75% in mindestens einer Richtung ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung,

(2) ein Verhältnis ST1/ST2 von nicht mehr als 5, wobei ST1 die Spannung bei 10% Dehnung in einer Richtung ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung, und ST2 die Spannung bei 10% Dehnung in der anderen Richtung ausgewählt aus der Kettrichtung und der Schussrichtung ist, mit der Maßgabe, dass ST1 ≥ ST2; und

(3) ein Schrumpfungsfaktor beim trockenen Erwärmen bei 180°C in einem Bereich von 1,0% bis 10% jeweils in der Kett- und der Schussrichtung.
Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach Anspruch 7, wobei ein Elastomerharz auf Polyetherester-Basis mit niedrigem Schmelzpunkt durch die Wärmebehandlung an Teilen des gewebten oder gestrickten Materials, wo die Fäden kreuzen, schmilzt und härtet. Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach Anspruch 7 oder 8, wobei der Gehalt an dem elastischen Faden, umfassend die Elastomere auf Polyetherester-Basis, in dem gewebten oder gestrickten Material mindestens 25 Gew.-% beträgt. Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei der elastische Faden, umfassend die Elastomere auf Polyetherester-Basis, eine Kern-Hüllestruktur aufweist, und der Schmelzpunkt eines Elastomers auf Polyetherester-Basis als Kernkomponente mindestens 30°C höher als der Schmelzpunkt eines Elastomers auf Polyetherester-Basis als Hüllekomponente ist. Verfahren zur Herstellung eines elastischen gewebten oder gestrickten Materials nach Anspruch 10, wobei das Gewichtsverhältnis der Kernkomponente zu der Hüllekomponente in einem Bereich von 95:5 bis 30:70 liegt. Sitzpolstermaterial, das das elastische gewebte oder gestrickte Material nach einem der Ansprüche 1 bis 6 verwendet. Sitz, der das Polstermaterial nach Anspruch 12 verwendet.






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