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Dokumentenidentifikation DE60218779T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001264662
Titel Vorrichtung zum Schleifen von einer Rotationsfläche mit einem Polierband, insbesondere zum Innen-Feinstbearbeiten von einer zylindrischen Oberfläche
Anmelder Société des Procédés et Machines Spéciales, Courcouronnes, FR
Erfinder Bonachera, Richard, 94300 Vincennes, FR
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Aktenzeichen 60218779
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 04.06.2002
EP-Aktenzeichen 022913511
EP-Offenlegungsdatum 11.12.2002
EP date of grant 14.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse B24B 35/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B24B 21/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung einer drehsymmetrischen Fläche oder Rotationsfläche eines Teils mittels eines abrasiven Bandes oder Schleifbandes, insbesondere zur Feinstbearbeitung einer zylindrischen Innenfläche mittels eines Schleifbandes, das bei der Bearbeitung in eine Vorwärtsbewegung versetzt wird, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In herkömmlicher Weise wird die Feinstbearbeitung von zylindrischen Innenflächen an Teilen durch Einschleifen bewerkstelligt.

Das Einschleifen ist ein Verfahren zur Endbearbeitung mittels Honen, das nur an schweren und kostspieligen Maschinen bewerkstelligt werden kann. Die Werkzeuge (Honsteine), die an diesen Maschinen verwendet werden, bieten nicht die Flexibilität in dem Sinne, dass jeder Honstein nur für einen bestimmten Durchmesser verwendet werden kann.

Aus all diesen Gründen wird momentan versucht, die inneren Rotationsflächen mittels eines Verfahrens eines sog. „harten Drehens" zu bearbeiten, das zwar sowohl eine gute geometrische Genauigkeit als auch einen guten Zustand der Oberfläche ergibt, das jedoch trotzdem auf der Oberfläche spiral- bzw. schraubenförmige Furchen hinterlässt, die insbesondere auf Gleitflächen störend sind, bei denen sie das „Tragfähigkeitsmaß" oder „Tragverhältnis" reduzieren. Dieses Problem trifft beispielsweise bei den Bohrungen von Zahnrädern von Getrieben auf.

Nun ermöglicht die Feinstbearbeitung mittels eines abrasiven Bandes oder Schleifbandes es, diese Furchen oder Rillen ohne Modifikation der Geometrie der Oberfläche zu verringern, wobei sie außerdem ein weiteres interessantes Ergebnis hervorbringt, das die Steigerung von Druckbeanspruchungen auf der Oberfläche und sogar in der Tiefe betrifft.

Wenn nun die Feinstbearbeitung von inneren Rotationsflächen mit großem Durchmesser mittels eines Schleifbandes keine besonderen Probleme bereitet, gilt dies nicht für innere Rotationsflächen mit geringem Durchmesser, weil der Zugang zu diesen Flächen für die Anwendung eines Schleifbandes schwierig, sogar unmöglich ist.

Somit ergibt die Vorrichtung zur Bearbeitung mittels eines Schleifbandes gemäß der Patentanmeldung FR-A-2 757 793 sehr gute Ergebnisse hinsichtlich der inneren Feinstbearbeitung, wobei jedoch diese Vorrichtung aufgrund Ihres Aufbaus nicht für Rotationsflächen mit geringem Durchmesser verwendet werden kann. Die Vorrichtung gemäß dieser Druckschrift, die ein Schleifband verwendet, das bei der Bearbeitung in eine Vorwärtsbewegung versetzt wird, weist eine Tragplatte, eine Einrichtung zum Andrücken des Schleifbandes gegen die zu bearbeitende Fläche, zwei Führungsscheiben, die zu beiden Seiten der Andruckrolle angeordnet sind, und zwei Umlenkstangen auf, wobei all diese Elemente auf der Tragplatte montiert sind.

Aufgrund dieses Aufbaus lässt sich diese bekannte Vorrichtung weder für Rotationsflächen mit geringem Durchmesser noch für tiefliegende Rotationsflächen verwenden.

Die Druckschrift US-A-2 751 724 beschreibt eine Bandbearbeitungsmaschine, insbesondere für die Verkleidungen einer Schweißnaht einer Innenfläche eines Propellerflügels für ein Flugzeug. Die Maschine weist ein längliches Trägerelement auf, an dessen vorderem Ende ein Kopf fixiert ist, der eine zentrale Öffnung aufweist, die von Kanten begrenzt ist, die sich in einer um 45° geneigten Stellung in Bezug auf den Träger zueinander divergierend in Richtung auf ein vorderes Ende erstrecken. Der Kopf ist mit Bearbeitungsrollen versehen, die nach außen und gegenüber einer zu der zu bearbeitenden Fläche parallelen Achse versetzt angeordnet sind.

Die Druckschrift JP 06 047 660 A beschreibt eine Vorrichtung zur Bearbeitung einer zylindrischen Innenfläche eines Teils, das um die Achse der zylindrischen Innenfläche herum drehend angetrieben wird, während es durch ein Schleifband bearbeitet wird, das von einer Vorratsspule entnommen und auf eine Aufnahmespule wieder aufgewickelt wird.

Die vorliegende Erfindung strebt eine Bearbeitungsvorrichtung gemäß Patentanspruch 1, insbesondere zur Feinstbearbeitung mittels eines abrasiven Bandes bzw. Schleifbandes, an, die in gleicher Weise für drehsymmetrische Innenflächen oder Rotationsinnenflächen mit geringem Durchmesser als auch gegebenenfalls für tiefe drehsymmetrische Flächen oder Rotationsflächen verwendet werden kann.

Die den Erfindungsgegenstand bildende Vorrichtung zur Bearbeitung einer drehsymmetrischen Fläche bzw. Rotationsfläche eines Teils mittels eines abrasiven Bandes bzw. Schleifbandes, insbesondere zur Feinstbearbeitung einer zylindrischen Innenfläche mittels eines abrasiven Bandes oder Schleifbandes, das bei der Bearbeitung in eine Vorwärtsbewegung versetzt wird, weist einen Träger, eine Einrichtung zum Andrücken des Schleifbandes gegen die zu bearbeitende Fläche, wobei die Einrichtung an dem Träger montiert ist und wenigstens eine Andruckfläche in Form eines Zylindersektors mit einer zu der Achse der zu bearbeitenden Fläche parallelen Achse aufweist, sowie Mittel zur Umlenkung des Schleifbandes auf, die von beiden Seiten der Andruckeinrichtung angeordnet sind, um das Schleifband einer Bahn folgen zu lassen, die einen ersten Abschnitt, der parallel zu der Achse der Andruckfläche verläuft, einen zu der Achse der Andruckfläche senkrechten zweiten Abschnitt, der auf der Andruckfläche verläuft, und einen dritten Abschnitt aufweist, der parallel zu der Achse der Andruckfläche verläuft. Der Träger weist einen länglichen Körper in Form eines Stabs auf, der ein proximales Ende für seine freitragende Montage und ein gegenüberliegendes distales Ende aufweist, das dem freien Ende des freitragend montierten länglichen Körpers entspricht. Die Andruckeinrichtung ist an dem Körper an dem distalen Ende des Letzteren derart montiert, dass die Andruckfläche über eine erste Seite des Körpers hinausragt. Die Umlenkmittel weisen zwei Stangen auf, die an dem Körper an dem distalen Ende des Letzteren freitragend derart angeordnet sind, dass sie sich von dem Letzteren aus auf einer zweiten Seite, die der ersten Seite gegenüberliegt, in einer schrägen Weise in Richtung auf das proximale Ende des Körpers des Trägers voneinander entfernen oder außeinanderlaufen.

Aufgrund dieser Ausgestaltung ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung nicht nur in Querrichtung, d.h. senkrecht zu der Achse der zu bearbeitenden Rotationsfläche, sehr platzsparend, was sie zur Bearbeitung von Innenflächen mit geringem Durchmesser geeignet macht, sondern sie kann in gleicher Weise infolge der Länge des von dem Träger auskragenden länglichen Körpers zur Bearbeitung tiefliegender Rotationsflächen verwendet werden.

Beispielsweise eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung ideal für die Feinstbearbeitung von Bohrungen von Zahnrädern von Getrieben.

Vorzugsweise erfährt das abrassive Band oder Schleifband, betrachtet in der Richtung seiner Vorwärtsbewegung, eine Verschiebung bzw. einen Versatz nach außen auf einer der Umlenkstangen, wenn es von dem ersten Abschnitt zu dem zweiten Abschnitt der Bahn übergeht, und eine Verschiebung bzw. einen Versatz nach innen auf der anderen Stange, wenn es von dem zweiten zu dem dritten Abschnitt der Bahn übergeht, wobei die beiden Stangen zueinander divergierend bzw. außeinanderlaufend angeordnet sind.

Diese Vorrichtung stellt eine optimale Führung des Schleifbandes auf den Umlenkstangen sicher.

Je nach Fall kann die Andruckeinrichtung des Schleifbandes ein Rundstück oder einen Rundstift aufweisen, das bzw. der in einer ortsfesten Stellung in einem in dem Körper des Trägers an dem distalen Ende ausgebildeten Sitz derart montiert ist, dass es bzw. er auf der ersten Seite heraustritt.

Gemäß einer Modifikation kann die Andruckeinrichtung zwei Rundstücke oder -stifte aufweisen, die in einer ortsfesten Stellung in zwei zueinander parallelen und voneinander beabstandeten Sitzen, die an dem distalen Ende in dem Körper des Trägers vorgesehen sind, derart montiert sind, dass sie auf der ersten Seite in Form eines Zylindersektors hervortreten, der einem Bogen von weniger als 180°, vorzugsweise weniger als 90° und am meisten bevorzugt von weniger als 45° entspricht.

Das oder jedes Rundstück kann metallisch sein oder kann vorzugsweise aus einem Elastomer, insbesondere einem Elastomer mit einer inneren Shore-Härte von 100, ausgebildet sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform, die eine Reduktion der Reibung des Schleifbandes an der Andruckeinrichtung ermöglicht, kann die Letztere eine Rolle aufweisen, die drehbewegbar an dem Körper des Trägers über die erste Seite vorragend montiert ist.

In diesem Fall kann die Andruckeinrichtung ebenfalls als Abwandlung zwei zueinander parallele und voneinander beabstandete Rollen aufweisen, die an dem Körper des Trägers über die erste Seite vorragend drehbewegbar montiert sind.

Die beiden Umlenkstangen könnten im Prinzip aus einem einzelnen Teil gemeinsam mit dem Körper des Trägers realisiert sein, wobei jedoch aus der Sicht der Herstellung es vorzuziehen ist, dass die Stangen an dem Körper des Trägers angebracht sind, indem sie in zwei Löchern montiert sind, die in dem Körper des Trägers an dem distalen Ende des Letzteren ausgebildet sind. Dennoch können die beiden Umlenkstangen und die Andruckeinrichtung gemäß einer Modifikation auch aus einem einzelnen Teil gemeinsam mit einem Kopf realisiert sein, der an dem Körper des Trägers angebracht ist, wobei dieser Kopf in diesem Fall beispielsweise aus einem Metall oder einem Kunststoff, wie z.B. Polyurethan, gegossen oder gespritzt sein kann.

Vorzugsweise ist das Schleifband derart geführt, dass die beiden Bandteile, die jeweils von den beiden Umlenkstangen zu den beiden Spulen des Schleifbandes (Abwickelspule mit neuem Band, Aufwickelspule mit verbrauchtem Band) laufen, sich in zwei zueinander parallelen Ebenen befinden. Zur Führung der beiden Bandteile weist der Körper des Trägers auf der zweiten Seite wenigstens eine Rille oder eine Nut auf, deren beide zueinander parallele Flanken, die nahe zueinander liegen, auf diese Weise die Führung des Schleifbandes auf dem ersten und dem dritten Abschnitt der Bahn des Bandes sicherstellen.

Um die Führung des Schleifbandes zu verbessern, ist es vorteilhaft, wenigstens in der Nähe des distalen Endes des Körpers des Trägers ein Element vorzusehen, das an dem Körper auf der zweiten Seite derart angebracht ist, dass es die Rille oder Nut bedeckt.

Indem auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, sind hier nachstehend in größeren Einzelheiten mehrere veranschaulichende und keinesfalls beschränkende Ausführungsformen einer Vorrichtung gemäß der Erfindung beschrieben; in den Zeichnungen zeigen:

die 1 eine Rückansicht einer ersten Ausführungsform der Vorrichtung in einer zu bearbeitenden Bohrung;

die 2 eine Seitenansicht derselben Vorrichtung;

die 3 eine Ansicht von unten auf die Vorrichtung, betrachtet in der Richtung des Pfeils III gemäß der 2;

die 4 bis 6 Ansichten einer weiteren Ausführungsform entsprechend den 1 bis 3;

die 7 bis 9 entsprechende Ansichten einer dritten Ausführungsform; und

die 10 bis 12 entsprechende Ansichten einer vierten Ausführungsform.

Die Vorrichtung, wie sie in den 1 bis 3 veranschaulicht ist, ist zur Bearbeitung, insbesondere zur Feinstbearbeitung, einer zylindrischen Innenfläche 1 in einem Teil 2, das während der Bearbeitung drehend angetrieben ist, mit Hilfe eines abrasiven Bandes oder Schleifbandes 3 vorgesehen, das bei der Bearbeitung auf bekannte Weise in eine Vorwärtsbewegung versetzt wird, indem es von einer nicht veranschaulichten Vorratsspule oder Abwickelspule entnommen wird, um auf eine nicht veranschaulichte Aufnahmespule oder Aufwickelspule wieder aufgewickelt zu werden.

Die Vorrichtung weist einen Trägerkörper 4 in Form eines länglichen Stabs auf, der über sein proximales Ende 5 an einem nicht veranschaulichten Element einer Maschine freitragend fixiert ist, das in der Lage ist, dem Träger 4 Bewegungen in zwei zueinander senkrechten Richtungen mitzuteilen, die in der 2 durch den Pfeil H und den Pfeil V gekennzeichnet sind, wobei die Bewegung entsprechend dem Pfeil H senkrecht zu der Längserstreckung des Stabs 4 und die Bewegung entsprechend dem Pfeil V parallel zu der Längserstreckung des Stabs 4 ausgerichtet sind.

Der Stab 4 trägt an seinem distalen Ende 6 eine Andruckeinrichtung 7, die durch ein Rundstück bzw. einen Rundstift gebildet ist, das bzw. der in einem zylindrischen Sitz 8 montiert ist, der in dem Stab 4 von dem distalen Ende 6 aus derart ausgebildet ist, dass der Sitz in Seitenrichtung auf einer Seite 9 des Stabs 4 herauskommt bzw. hervortritt. Ein Zylindersegment von weniger als 180° der Oberfläche des Rundstücks 7 ragt somit über die Seite 9 des Stabs 4 vor, so dass er eine über diese Seite vorstehende Andruckfläche bildet, wie dies vor allem aus 2 ersichtlich ist.

Diese Fläche des Rundstücks 7 dient als eine Fläche zum Andrücken bzw. Anlegen des Schleifbandes 3 gegen die zu bearbeitende Fläche 1, wobei das Band 3 quer auf dieser Fläche des Rundstücks 7 verläuft.

Auf beiden Seiten der Andruckfläche des Rundstücks 7 trägt der Stab 4 zwei Umlenkstangen 10, die freitragend an dem Stab 4 an dem distalen Ende des Letzteren derart angeordnet sind, dass sie auf einer zweiten Seite 11, die der ersten Seite 9 gegenüberliegt, sich voneinander entfernen bzw. auseinanderlaufen. Wie aus 2 ersichtlich, erstrecken sich die Stangen 10 in Bezug auf die Längserstreckung des Stabs 4 in einer um 45° geneigten Weise in Richtung auf das proximale Ende 5 des Stabs 4.

Wie außerdem insbesondere aus 1 ersichtlich, divergieren die beiden Stangen 10 in Bezug aufeinander von dem distalen Ende 6 des Stabs 4 aus. In dem dargestellten Beispiel ist jede Stange 10 um etwa 15° in Bezug auf eine in Längsrichtung verlaufende Mittelebene des Stabs 4 schräggestellt bzw. geneigt angeordnet.

Der Stab 4 weist darüber hinaus auf seiner zweiten Seite 11 eine Rille oder Nut 12 für die beiden Teilstücke des Bandes 3 auf, die sich von den Umlenkstangen 10 aus nach oben in Richtung auf die beiden Spulen des Schleifbandes erstrecken.

Es ist zu beachten, dass das Schleifband 3, dessen beide Teilstücke in der Nut 12 geführt sind, und zwar auf der glatten Seite des Bandes 3 durch parallele Flanken der Nut 12, durch die Stäbe 10 nach außen umgelenkt wird, um in Querrichtung auf der Andruckfläche des Rundstücks 7 zu passieren. Die in unmittelbarer Nähe der Andruckfläche des Rundstücks 7 auf der einen und der anderen Seite der Letzteren angeordneten Stangen 10 stellen eine Fixierung des Schleifbandes 3 in Bezug auf das Rundstück 7 in der Richtung der Längserstreckung des Stabs 4 selbst unter der Einwirkung von Bewegungen sicher, die der Stab 4 in der Richtung des Pfeils V bei der Bearbeitung ausführt.

Schließlich ist in den 1 und 2 zu erkennen, dass an dem Stab 4 auf der Seite 11 ein Element 13 in einer Weise angebracht ist, so dass es die Nut 12 bedeckt und die Führung des Schleifbandes 3 in dieser Nut verbessert. Das Element 13 befindet sich hier in der Nähe und unterhalb des distalen Endes 6 des Stabs 4.

In der Ausführungsform gemäß den 4 bis 6 ist der gleiche allgemeine Aufbau der Vorrichtung mit dem Unterschied wiederzufinden, dass das Rundstück oder der Rundstift 7 durch zwei Rundstücke oder Rundstifte 7a, 7b ersetzt ist, die in zwei zueinander parallelen und voneinander beabstandeten zylindrischen Sitzen 8a, 8b montiert sind, die in dem Stab 4 derart ausgebildet sind, dass sie alle beide auf der Seite 9 herauskommen bzw. hervortreten, und zwar in einer Weise, so dass die beiden Rundstücke 7a, 7b zwei über den Körper 4 vorstehende Andruckflächen für das Schleifband 3 bilden.

Die weiteren Elemente sind in Bezug auf die 1 bis 3 unverändert, und der Platzbedarf in Querrichtung für die Vorrichtung ist praktisch der gleiche, was dieser eine Bearbeitung von Innenflächen 1 mit vergleichbaren Durchmessern, jedoch mit zwei Andruckflächen des Schleifbandes anstelle einer einzigen ermöglicht.

In der Ausführungsform gemäß den 7 bis 9a ist wiederum der gleiche allgemeine Aufbau der Vorrichtung wie in den 1 bis 3 wiederzufinden, mit dem Unterschied, dass das Andruckrundstück, das in einem Sitz des Körpers in Form des Stabs des Trägers fixiert ist, hier durch eine Rolle 14 ersetzt ist, die um eine zu der Längserstreckung des Stabs 4 parallele Achse herum in einem Lager 15 drehbar montiert ist, das auf der Seite 9 des Stabs 4 vorstehend fixiert ist.

In dieser Ausführungsform ist der Platzbedarf in Querrichtung der Vorrichtung vergrößert, was dieser Vorrichtung ermöglicht, nur Flächen 1 mit größerem Durchmesser zu bearbeiten, wobei jedoch die Andruckfläche, die durch die drehbar montierte Rolle 15 gebildet ist, die Reibung, der das Schleifband 3 während der Bearbeitung ausgesetzt ist, reduziert.

Die Ausführungsform gemäß den 10 bis 12 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß den 7 bis 9 durch die Ersetzung der Andruckrolle 14 durch zwei Andruckrollen 14a, die um zu der Längserstreckung des Stabs 4 parallele Achsen in einem Doppellager 15a drehbar montiert sind, das auf der Seite 9 des Stabs 4 fixiert ist, was zwei Flächen zum Andrücken des Schleifbandes 3 gegen die zu bearbeitende Fläche 1 ergibt.

Es ist selbstverständlich, dass die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen lediglich zu veranschaulichenden und keinesfalls beschränkenden Beispielszwecken angegeben worden sind und dass zahlreiche Modifikationen und Veränderungen eingebracht werden können.

So könnten die Rollen 14, 14a, anstelle zylindrisch zu sein, auch gewölbt sein, was ihnen ermöglichen würde, in gleicher Weise konkave drehsymmetrische Innenflächen oder innere Rotationsflächen zu bearbeiten.

Die Divergenz der beiden Umlenkstangen 10 kann insbesondere in Abhängigkeit von dem Durchmesser der Stangen 10 variieren. Die Divergenz der Stangen ist umso kleiner, je weiter der Durchmesser der Stangen reduziert ist, und variiert in gleicher Weise mit der Umlenkung, die das Schleifband auf den Stangen 10 zwischen den Abschnitten des Bandes, die sich in der Nut 12 befinden, und dem Abschnitt, der auf der Andruckeinrichtung 7, 7a oder 14, 14a verläuft, und zwar in der Vorwärtsbewegungsrichtung des Bandes 3 zwischen der Ablenkung nach außen zwischen der Nut 12 und der Andruckeinrichtung auf der stromaufwärts gelegenen Stange 10 und der Ablenkung nach innen zwischen der Andruckeinrichtung und der Nut 12 auf der stromabwärts befindlichen Stange 10, erfährt.

Was die Fläche zum Andrücken des Schleifbandes durch das Rundstück 7 anbetrifft, so sollte bemerkt werden, dass diese Andruckfläche, die durch die Fläche in Form eines Zylindersektors des Rundstücks 7 gebildet ist, der aus dem Körper 4 heraustritt, einem Bogen entspricht, der vorzugsweise kleiner als 90° und insbesondere kleiner als 45° ist.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Bearbeitung einer drehsymmetrischen Fläche eines Teils mit einem Schleifband, insbesondere zur Feinstbearbeitung einer zylindrischen Innenfläche eines Teils, das während der Bearbeitung um die Achse der Fläche in Drehung versetzt wird, mit einem Träger, der dazu bestimmt ist, an einem beweglichen Maschinenelement montiert zu werden, und einen länglichen Körper (4) in Form eines Stabs aufweist, der ein proximales Ende (5) für seine freitragende Montage an dem beweglichen Maschinenelement und ein gegenüberliegendes distales Ende (6) hat, das dem freien Ende des freitragend montierten Körpers entspricht, mit einer Einrichtung zum Andrücken des Schleifbands gegen die zu bearbeitende Fläche, wobei die Einrichtung an dem Körper am distalen Ende dieses Letzteren so montiert ist, dass die Achse ihrer Andruckfläche parallel zur Längserstreckung des stabförmigen Körpers ist, wobei die Andruckeinrichtung mindestens eine Andruckfläche in Form eines Zylindersektors mit einer Achse parallel zur Achse der zu bearbeitenden Fläche und auf einer ersten Seite (9) des Körpers vorstehend aufweist, und mit Mitteln zur Umlenkung des Schleifbands, die zwei auskragende Stangen aufweisen, die zu beiden Seiten der Andruckeinrichtung in einer um 45° zur Achse der Andruckfläche schrägen Position angeordnet sind, um das Schleifband über eine Bahn zu führen, die einen ersten Abschnitt parallel zur Achse der Andruckfläche, einen zweiten Abschnitt lotrecht zur Achse der Andruckfläche, der auf der Andruckfläche zwischen den zwei Umlenkstangen verläuft, und einen dritten Abschnitt parallel zur Achse der Andruckfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifband während der Bearbeitung in eine Vorwärtsbewegung versetzt wird, indem es von einer Vorratsspule entnommen und wieder auf eine Aufnahmespule aufgewickelt wird, dass der erste Abschnitt der Bahn sich zwischen einer der Spulen und einer der Umlenkstangen befindet und der dritte Abschnitt der Bahn sich zwischen der anderen Umlenkstange und der anderen Spule befindet und dass die zwei Umlenkstangen (10) an dem Körper an dessen distalen Ende derart freitragend angeordnet sind, dass sie sich von diesem Letzteren auf einer zweiten, der ersten gegenüberliegenden Seite (11) schräg in Richtung des proximalen Endes (5) des Körpers des Trägers voneinander entfernen, wobei der Körper (8) des Trägers auf der zweiten Seite (11) mindestens eine Rille (12) zur Führung des Schleifbands (3) auf dem ersten und dem dritten Abschnitt der Bahn des Bands und ein an dem Körper angebrachtes Element (13) wenigstens in der Nähe des distalen Endes des Körpers auf der zweiten Seite (11) aufweist, um die Rille (12) zu bedecken, um die Führung des Schleifbands (3) zu verbessern. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifband (3) in Vorwärtsrichtung gesehen, eine Verschiebung nach außen auf einer der Stangen (10) erfährt, indem es von dem ersten Abschnitt zu dem zweiten Abschnitt der Bahn übergeht, und eine Verschiebung nach innen auf der anderen Stange (10) erfährt, indem es von dem zweiten zu dem dritten Abschnitt der Bahn übergeht, und dass die zwei Stangen (10) zueinander divergieren. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckeinrichtung ein Rundstück (7) aufweist, das in ortsfester Stellung in einem in dem Körper (4) des Trägers am distalen Ende (6) ausgebildeten Sitz (8) so montiert ist, dass es auf der ersten Seite (9) hervortritt. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckeinrichtung zwei Rundstücke (7a) aufweist, die in ortsfester Stellung in zwei in dem Körper (4) des Trägers am distalen Ende (6) ausgebildeten zueinander parallelen und beabstandeten Sitzen (8a) so montiert sind, dass sie auf der ersten Seite (9) hervortreten. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundstück (7, 7a) auf der ersten Seite (9) über einen Zylindersektor hervortritt, der einem Bogen von weniger als 180°, vorzugsweise weniger als 90°, und insbesondere weniger als 45° entspricht. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckeinrichtung eine Rolle (14) aufweist, die drehbeweglich an dem Körper (4) des Trägers auf der ersten Seite (9) vorstehend montiert ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckeinrichtung zwei parallele und zueinander beabstandete Rollen (14a) aufweist, die drehbeweglich an dem Körper (4) des Trägers auf der ersten Seite (9) vorstehend montiert sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (10) in zwei Löchern montiert sind, die in dem Körper (4) des Trägers am distalen Ende (6) dieses Körpers ausgebildet sind.






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