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Dokumentenidentifikation DE60311889T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001593317
Titel Armband, insbesondere für eine Uhr, mit einem eingearbeiteten elektrisch leitenden Element
Anmelder The Swatch Group Management Services AG, Biel, CH
Erfinder Apotheloz, David, 2035 Corcelles, CH;
Oian, Nicolas, 2072 St. Blaise, CH;
Clerc, Nicolas, 2400 Le Locle, CH
Vertreter Sparing · Röhl · Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 60311889
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 15.07.2003
EP-Aktenzeichen 030160519
EP-Offenlegungsdatum 09.11.2005
EP date of grant 14.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse A44C 5/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
TECHNISCHER BEREICH

Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen ein Armband für tragbares elektronisches Instrument, das wenigstens einen ersten Bandteil mit einer Aussenseite und einer Innenseite umfasst, wovon ein Ende dazu vorgesehen ist, an einem Gehäuse des tragbaren elektronischen Instruments befestigt zu werden, wobei dieser erste Bandteil einen zwischen seiner Aussenseite und seiner Innenseite befindlichen elektrischen Leiter umfasst, der eine Leiterplatte mit langgestreckter Form aufweist, die in Längsrichtung in dem ersten Bandteil angeordnet ist. Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren für die Herstellung eines solchen Armbands.

TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND

Armbänder, in denen elektrische Leiter eingebaut sind, sind bereits bekannt. Die Dokumente EP 0 125 930 und EP 0 126 629 beschreiben zum Beispiel ein Armband, das der weiter oben gegebenen allgemeinen Definition entspricht, wobei der im Armband eingebaute elektrische Leiter verwendet wird, um eine elektrische Verbindung mit einem im Armband angeordneten Bauteil (zum Beispiel einer Batterie) sicherzustellen oder um eine Schleifenantenne um das Handgelenk zu bilden. Genauer ist in diesem letzten Fall jeder Bandteil des Armbands mit einem elektrischen Leiter ausgerüstet, wovon ein Ende mit dem Gehäuse des elektronischen Instruments verbunden ist und das andere Ende mit dem entsprechenden Ende des anderen Bandteils über eine Armbandschliessvorrichtung verbunden ist, wobei diese letztere ihrerseits elektrisch leitend ist.

Weitere Beispiele sind bekannt. Das Dokument WO 86/03645 stellt zum Beispiel eine Lösung dar, in der die Armbandschliessvorrichtung vom Typ einer Schnalle mit Zunge oder vom Stecktyp mit einem Steckelement und einem entsprechenden Gegenstück sein kann. Die Dokumente US 5,135,694 und US 5,526,006 stellen eine Lösung dar, in der die Position der Armbandschliessvorrichtung auf einem der Bandteile des Armbands eingestellt werden kann, wobei dieser Bandteil mehrere in Längsrichtung auf der Innenseite des Armbands verteilte Zonen umfasst, in denen der elektrische Leiter freiliegt und mit denen die Armbandschliessvorrichtung elektrisch verbunden ist. Diese Dokumente stellen ebenfalls eine Lösung für die Herstellung des Armbands dar, die darin besteht, auf der Leiterplatte einen oder mehrere Fortsätze vorzusehen, um während eines Vorgangs des Aufgiessens eines Kunststoffs um die Leiterplatte das Festhalten dieser Platte in einer Form zu ermöglichen, wobei dieser oder diese Fortsätze derart vorgesehen sind, dass sie nach dem Übergiessvorgang abgebrochen werden können.

In den obenerwähnten Lösungen ist festzuhalten, dass für die Gewährleistung eines elektrischen Kontakts mit der Leiterplatte, wobei auch eine Längeneinstellung des Armbands ermöglicht wird, Abschnitte dieses Leiters freiliegen, um Kontaktelementen, die auf der Armbandschliessvorrichtung angeordnet sind, zu ermöglichen, direkt auf der Leiterplatte aufzuliegen. Dieser Lösungstyp weist insofern einen Nachteil auf, als die freiliegenden Abschnitte der Leiterplatte schnell oxydieren können und somit eine Verschlechterung der Qualität des elektrischen Kontakts verursachen. Diese Oxidation wird insbesondere durch das Vorhandensein von Schweiss, wenn dieses Armband am Handgelenk getragen wird, beschleunigt. Aus ästhetischem Gesichtspunkt ist dieser Lösungstyp überdies nicht sehr wünschenswert.

Ein weiterer Nachteil dieser Lösungen liegt in der relativ grossen Dicke des Armbands im Bereich der Schliessvorrichtung, da sich in diesem Bereich die beiden Bandteile überlagern. Schliesslich schränkt dieser Lösungstyp die Möglichkeiten für die Ausführung der Armbandschliessvorrichtung ein.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein allgemeines Ziel der vorliegenden Erfindung ist also, eine Lösung vorzuschlagen, die ermöglicht, eine geeignete elektrische Verbindung mit dem im Armband eingebauten elektrischen Leiter sicherzustellen. Man beabsichtigt also insbesondere, eine geeignete elektrische Verbindung mit einer Armbandschliessvorrichtung, die auch leitend ist, sicherzustellen, nämlich insbesondere, um zwei in jedem der Bandteile eingebaute elektrische Leiter miteinander zu verbinden, um einen Schleifenleiter um das Handgelenk des Benutzers zu bilden, der als Schleifenantenne wirken kann.

Die vorliegende Erfindung hat somit ein Armband für tragbares elektronisches Instrument des obenerwähnten Typs zum Gegenstand, dessen Merkmale im Anspruch 1 dargelegt sind.

Die vorliegende Erfindung hat ebenfalls ein Verfahren für die Herstellung eines solchen Armbands zum Gegenstand.

Vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand von den abhängigen Ansprüchen.

Es wird somit vorgeschlagen, wenigstens ein Ohr vorzusehen, das in der Leiterplatte ausgeschnitten ist und längs einer longitudinalen Linie in Richtung zu der Aussen- oder Innenseite des Bandteils umgebogen ist, wobei dieser Bandteil ausserdem wenigstens eine Öffnung umfasst, die transversal zwischen der Aussenseite und der Innenseite des Bandteils angeordnet und so ausgebildet ist, dass ein elektrischer Zugang zu dem wenigstens einen Ohr möglich ist. Vorzugsweise sind mehrere Ohren und Öffnungen in Längsrichtung im Bandteil auf diese Weise angeordnet, um eine Vielzahl von Zonen für den elektrischen Kontakt mit der Leiterplatte zu bilden. So können der Bandteil und sein eingebauter elektrischer Leiter vorteilhaft längs mehrerer transversaler Schneidelinien, die sich zwischen jeder Zone für den elektrischen Kontakt befinden, abgeschnitten werden.

Jede Öffnung, die einen elektrischen Zugang zu einem Ohr ermöglicht, ist vorzugsweise eine Durchgangsöffnung, die so ausgebildet ist, dass sie eine elektrisch leitende Welle aufnehmen kann, die mit dem Ohr in Kontakt gelangt, wobei das Ohr seinerseits mit einer Öffnung für den Durchgang der elektrisch leitenden Welle versehen ist. Diese letzere ist vorteilhaft aus zwei das Ohr einklemmenden Teilen ausgeführt, nämlich vorzugsweise in Form einer Schraube und einer Gegenschraube.

Das oder die so in der Leiterplatte ausgebildeten Ohren können vorteilhaft zwei Funktionen erfüllen. Die erste, wie weiter oben erwähnt, besteht darin, einen Zugang zu der Leiterplatte zu schaffen, um eine elektrische Verbindung mit dieser Platte herzustellen. Die zweite besteht darin, ein Festhalten der Leiterplatte in einer Form während eines Vorgangs des Aufgiessens eines Kunststoffs um die Leiterplatte zu ermöglichen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich klarer aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung, die einzig als nicht einschränkendes Beispiel gegeben ist und durch die beigefügten Zeichnungen illustriert ist, in denen:

die 1a, 1b und 1c eine Seitenansicht, eine Draufsicht auf die Aussenseite bzw. eine perspektivische Ansicht einer Leiterplatte zeigen, die den elektrischen Leiter bildet, der dazu bestimmt ist, in einem Bandteil gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eingebaut zu werden;

die 2a, 2b, 2c und 2d eine Draufsicht auf die Innenseite, eine geschnittene Seitenansicht, eine Draufsicht auf die Aussenseite bzw. eine perspektivische Ansicht eines Bandteils zeigen, in dem die auf den 1a bis 1c illustrierte Leiterplatte eingebaut ist;

die 3a, 3b und 3c eine Schnittansicht, eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht auf die Aussenseite sind, die illustrieren, wie ein elektrischer Kontakt zwischen der Leiterplatte und einer Armbandschliessvorrichtung gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sichergestellt werden kann.

BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

In der Folge der vorliegenden Beschreibung wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beschrieben, in der der im Armband eingebaute Leiter dazu bestimmt ist, als Antennenelement zu wirken. Genauer umfasst das Armband im Rahmen dieses nicht einschränkenden Beispiels zwei identische Bandteile, die jeweils einen gleichen Leiter umfassen, wobei diese beiden Bandteile über eine Armbandschliessvorrichtung aneinander befestigt sind, die ausserdem eine elektrische Verbindung zwischen den beiden Leitern der Bandteile derart sicherstellt, dass ein Schleifenleiter um das Handgelenk gebildet wird, der dafür bestimmt ist, als Schleifenantenne zu wirken. Dieser Antennenkonfigurationstyp in einem Armband ist gut bekannt, und sein Funktionsprinzip wird hier also nicht erläutert. Weitere Informationen über diesen Punkt sind insbesondere in den in der Präambel angeführten Dokumenten zu finden.

Es soll jedoch festgehalten werden, dass die Erfindung nicht auf eine Anwendung als Antenne beschränkt ist. Der im Armband eingebaute Leiter kann somit eine andere Funktion erfüllen, die zum Beispiel darin besteht, einen Bauteil, der auf dem Armband angeordnet ist oder mit dem Armband verbunden werden kann, mit einem anderen elektrischen oder elektronischen Bauteil, der im Gehäuse des tragbaren elektronischen Instruments angeordnet ist, elektrisch zu verbinden.

Die 1a, 1b und 1c zeigen eine Seitenansicht, eine Draufsicht auf die Aussenseite (definitionsgemäss ist die „Aussenseite" als jene Seite definiert, die beim Tragen des Armbands zur Aussenseite des Handgelenks gerichtet ist, im Gegensatz zu der „Innenseite", die jene Seite des Armbands bezeichnet, die beim Tragen des Armbands mit dem Handgelenk in Kontakt ist) bzw. eine perspektivische Ansicht einer mit dem numerischen Bezugszeichen 10 bezeichneten Leiterplatte, die einen elektrischen Leiter bildet, der dazu bestimmt ist, gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einem Bandteil eingebaut zu werden. Diese Leiterplatte 10 ist selbsttragend, d.h., dass sie aus einer Platte aus elektrisch leitendem Werkstoff (zum Beispiel aus Stahl, aus Kupfer, u.s.w.) gebildet ist, die in die geeignete Form ausgeschnitten und umgebogen wird. Diese Leiterplatte 10 weist eine im Wesentlichen rechteckige Form auf, deren Längsachse mit der Längsrichtung des Bandteils übereinstimmt, in dem diese Leiterplatte 10 eingebaut werden soll.

In der bevorzugten Ausführungsform ist ein erstes Ende 10A der Leiterplatte 10 umgebogen und dazu bestimmt, die Verbindung der Platte 10 mit den entsprechenden Bauteilen, die im Gehäuse des tragbaren elektronischen Instruments angeordnet sind, zu ermöglichen. Auf den Figuren ist dieses Gehäuse nicht illustriert. Es genügt zu wissen, dass dieses Gehäuse vorzugsweise eine Konfiguration aufweist, die analog zu derjenigen eines Uhrgehäuses ist, wobei sich das Ende 10A der Leiterplatte 10 somit im Bereich der Befestigungsstelle des Bandteils am Gehäuse befindet.

Die Art un Weise, wie die Leiterplatte 10 im Gehäuse des elektronischen Instruments angeschlossen ist, ist für den Gegenstand der vorliegenden Erfindung nicht entscheidend. Gemäss der hier als nicht einschränkendes Beispiel illustrierten Konfiguration ist das umgebogene Ende 10A der Leiterplatte 10 mit zwei Öffnungen versehen, um über Schrauben die elektrische Verbindung der Leiterplatte 10 mit entsprechenden Bahnen oder Kontaktschellen im Gehäuse des tragbaren elektronischen Instruments sicherzustellen. Es ist noch festzuhalten, dass seitens des Endes 10A der Leiterplatte 10 zwei mit dem numerischen Bezugszeichen 12 bezeichnete Öffnungen vorhanden sind, auf deren Zweckmässigkeit man weiter unten zurückkommt.

Im illustrierten Beispiel ist das andere, mit dem Bezugszeichen 10B bezeichnete Ende der Leiterplatte 10, wie bereits erwähnt, dazu bestimmt, mit einer anderen identischen Leiterplatte, die im anderen Bandteil angeordnet ist, elektrisch verbunden zu werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung interessieren wir uns insbesondere für dieses zweite Ende 10B und für seine Konfiguration.

Auf den 1a bis 1c kann man somit erkennen, dass die Leiterplatte 10 eine Vielzahl von Ohren 20, nämlich in diesem Beispiel elf davon, umfasst, die in Längsrichtung längs der Leiterplatte 10 angeordnet sind. Diese Ohren 20 sind durch Ausschneiden in der Leiterplatte 10 und durch Umbiegen der ausgeschnittenen Abschnitte aus der allgemeinen Ebene der Leiterplatte heraus längs einer Linie ausgeführt, die parallel zu der Längsrichtung des Armbands ist. Wie dies weiter unten näher zu erkennen ist, sind die Ohren 20 also im Wesentlichen senkrecht zu der Innenseite oder zu der Aussenseite des Armbands umgebogen. Im vorliegenden Fall sind diese Ohren 20 zu der Innenseite des Armbands umgebogen.

Wie dies im Folgenden zu erkennen ist, lässt die Vielzahl von Ohren 20 mehrere Grobeinstellungsmöglichkeiten der Länge des Armbands zu, wobei der nicht verwendete Endabschnitt des Armbands abgeschnitten werden kann. Für die Ausführung der Erfindung ist festzuhalten, dass die Leiterplatte 10 äusserstenfalls nur ein einziges Ohr umfassen kann, wobei dann die Länge des Leiters im Armband ein für allemal bestimmt ist. Es könnte somit in Betracht gezogen werden, dass nur ein Bandteil eine Vielzahl von Ohren, wie auf den Figuren illustriert, umfasst und dass der andere Bandteil nur eines davon umfasst.

Es ist verständlich, dass jedes Ohr 20 dazu bestimmt ist, eine elektrische Verbindung mit der Leiterplatte 10 zu ermöglichen. Jedes dieser Ohren 20 definiert somit eine Zone für den elektrischen Kontakt mit der Leiterplatte 10. Auf den 1a bis 1c sind die so definierten elf Kontaktzonen durch die gestrichelten Linien abgegrenzt und mit dem numerischen Bezugszeichen 30 bezeichnet.

Jedes Ohr 20 umfasst vorzugsweise eine Durchgangsöffnung 21, die dazu bestimmt ist, über eine elektrisch leitende Welle, welche transversal im Bandteil zwischen der Innenseite und der Aussenseite des Armbands angeordnet ist, den elektrischen Anschluss der Leiterplatte 10 zu ermöglichen. Diese Öffnungen 21 ermöglichen ausserdem vorteilhaft, die Leiterplatte 10 mittels ihrer Ohren 20 während eines Vorgangs des Aufgiessens eines Kunststoffs um diese Leiterplatte 10 in einer Form festzuhalten. Während des Kunststoffaufgiessvorgangs wird die Leiterplatte 10 nämlich insbesondere mittels eines oder mehrerer der Ohren 20 und über die zwei durch die Öffnungen 12 gebildeten Abstützpunkte in der Form festgehalten. Es empfiehlt sich, diese Abstützpunkte vorzusehen, um sicherzustellen, dass die Leiterplatte 10 während des Übergiessvorgangs richtig in der Form positioniert ist.

Die 2a bis 2d zeigen das allgemeine Aussehen des Bandteils (mit dem numerischen Bezugszeichen 50 bezeichnet) gemäss der bevorzugten Ausführungsform nach dem Aufgiessvorgang um die Leiterplatte 10. Diese Leiterplatte 10 ist auf den 2a und 2b aufgetragen, um ihre Position im Bandteil nach dem Übergiessvorgang zu illustrieren. Die Innenseite und die Aussenseite der Leiterplatte 10 sind somit bis auf den Endabschnitt 10A der Leiterplatte 10, der, wie bereits erwähnt, dazu bestimmt ist, mit den im Gehäuse des tragbaren Instruments angeordneten Bauteilen elektrisch verbunden zu werden, völlig mit dem den Bandteil 50 bildenden Kunststoff überzogen. Man kann erkennen, dass dieses Ende (mit dem Bezugszeichen 50A bezeichnet) des Bandteils 50 derart konfiguriert ist, dass es Mittel für die Befestigung am Gehäuse des tragbaren Instruments aufweist. Es handelt sich hier um zwei Protuberanzen 500, die jeweils mit einer Durchgangsöffnung für den Durchgang einer Schraube versehen sind, die ermöglicht, das Ende 50A des Bandteils 50 und das Gehäuse des elektronischen Instruments fest miteinander zu verbinden. Jedes andere geeignete Befestigungsmittel kann in Betracht gezogen werden.

Die Stellen für den elektrischen Zugang zu der Leiterplatte 10 seitens des anderen Endes 50B des Bandteils 50 sind seitlich auf dem Bandteil ausgebildet. Wie dies auf den 2c und 2d dargestellt ist, kann man somit erkennen, dass eine Vielzahl von Öffnungen 51, die vorzugsweise durchgehend sind, transversal zwischen der Innenseite und der Aussenseite des Bandteils ausgebildet sind, um den Zugang zu jedem der Ohren 20 der Leiterplatte 10 zu ermöglichen.

Auf der Innenseite des Bandteils 50, wie auf den 2a und 2b illustriert, ist eine Gruppe von Rillen und/oder Aussparungen vorgesehen. Vom Ende 50B des Bandteils aus ist somit eine Gruppe von transversalen Rillen 55 ausgebildet, wobei jede dieser Rillen mit den Begrenzungslinien jeder Zone 30 für den elektrischen Kontakt mit der Leiterplatte 10 zusammenfällt. Diese Rillen 55 dienen somit als Markierungen, die ermöglichen, ein Abschneiden des Armbands zwischen jeder für den elektrischen Kontakt bestimmten Zone 30 zu erleichtern. Diese Markierungen können auf der Innenseite und/oder auf der Aussenseite des Bandteils ausgebildet sein. Anstatt rillenförmig zu sein, könnten die Markierungen ferner einfach von geeigneten Eindrücken auf der einen oder der anderen der Seiten des Bandteils 50 gebildet sein.

Die Gruppe von Rillen, die mit dem numerischen Bezugszeichen 56 bezeichnet sind und auf der Innenseite des Bandteils 50 ausgebildet sind, wie dies auf den 2a und 2b illustriert ist, zielt einfach darauf hin, die Biegsamkeit des Bandteils seitens seiner Befestigungsstelle am Gehäuse zu verbessern. Es ist noch festzuhalten, dass auf der Innenseite des Bandteils 50 zudem zwei Öffnungen 52 vorhanden sind, die mit den in der Leiterplatte 10 ausgebildeten Öffnungen 12 zusammenfallen. Diese Öffnungen 52 ergeben sich aus dem Festhalten der Leiterplatte 10 durch die Öffnungen 12 während des Übergiessvorgangs.

Es wird nun kurz auf die 3a bis 3c Bezug genommen, um eine bevorzugte Ausführungsform aufzuzeigen, die ermöglicht, über die Ohren 20 den elektrischen Anschluss der Leiterplatte 10 sicherzustellen. Wie bereits in der Präambel erwähnt, wünscht man insbesondere, die Leiterplatte 10 mit der anderen identischen Leiterplatte, die im anderen Bandteil angeordnet ist, elektrisch zu verbinden, und dies über eine Armbandschliessvorrichtung, die ihrerseits leitend ist. Auf den 3a bis 3c hat man nur einen Teil einer solchen Armbandschliessvorrichtung illustriert, und zwar ein mit dem Bezugszeichen 60 bezeichnetes Element einer herkömmlichen Schliesse. Es kann sich insbesondere um eine Schliesse mit aufklappbarer Schnalle, oder eine ähnliche, handeln.

Wie auf 3a illustriert, weist das Element 60 im Wesentlichen die Form einer Haube aus elektrisch leitendem Werkstoff auf, die mit zwei Seitenwänden 61versehen ist, welche die Ränder des Bandteils 50 teilweise überdecken. Die elektrische Verbindung zwischen dem Element 60 und der Leiterplatte 10 ist durch eine elektrisch leitende Welle gewährleistet, die insgesamt mit dem numerischen Bezugszeichen 80 bezeichnet ist. Diese Welle 80 ist vorzugsweise aus zwei Teilen 81, 82 ausgeführt, um eines der Ohren 20 einzuklemmen. Es handelt sich vorteilhaft um eine Schraube 81 und eine Gegenschraube 82, die fest miteinander verbunden werden können. Im Beispiel der 3a ist die Schraube 81 mit einem Ende mit Aussengewinde 81a ausgerüstet, das derart angeordnet ist, dass es durch die im Ohr 20 ausgebildete Öffnung 21 verläuft und in ein in der Gegenschraube 82 ausgebildetes entsprechendes Innengewinde 82a eingeführt werden kann. Das Ohr 20 wird somit zwischen einer Schulter der Schraube 81 an der Basis des Aussengewindes 81a und dem äussersten Ende der Gegenschraube 82 eingeklemmt, wobei dadurch der elektrische Kontakt mit der Leiterplatte 10 sichergestellt wird. Der elektrische Kontakt mit dem Element 60 der Schliesse wird durch die Auflage der mit den Bezugszeichen 81a und 82b bezeichneten Köpfe der Schraube 81 bzw. der Gegenschraube 82 sichergestellt.

Als Alternative zu der Verwendung einer leitenden Welle 80, die zweiteilig ausgebildet ist, könnte in Betracht gezogen werden, die Schraube 81 direkt in das Ohr 20 zu schrauben, ohne eine Gegenschraube 82 zu verwenden, wobei dann die transversale Öffnung 51 nicht durchgehend sein könnte. Die zweiteilige Ausführung der Welle 80, die ermöglicht, das Ohr 20 einzuklemmen, scheint jedoch besser für die Gewährleistung eines guten elektrischen Kontakts mit der Leiterplatte 10 und dem Element 60 der Schliesse.

Wie bereits weiter oben erwähnt, kann der Bandteil 50 abgeschnitten werden, um seine Länge grob einzustellen. Dieser Abschneidevorgang wird nötigenfalls während eines ersten Anprobierens des elektronischen Instruments und seines Armbands um das Handgelenk ausgeführt. Die geeignete Armbandlänge wird bestimmt, und die überflüssige Armbandlänge wird längs der geeigneten Markierung 55 auf dem Armband abgeschnitten. Das Element 60 der Schliesse wird dann mittels der Welle 80 in geeigneter Position auf dem Armband montiert.

Wie bereits erwähnt, umfasst das Armband vorzugsweise zwei identische Bandteile, deren Leiter über die Armbandschliessvorrichtung miteinander verbunden sind, um einen Schleifenleiter zu bilden, der dazu bestimmt ist, als Schleifenantenne zu wirken. Im Rahmen einer solchen Anwendung ist es besser, sich zu vergewissern, dass die Armbandschliessvorrichtung in einem gleichen Abstand vom Gehäuse des tragbaren elektronischen Instruments angeordnet ist. Dies ermöglicht nämlich, die Auswirkungen eines Kontakts der Schliessvorrichtung mit der Haut des Benutzers auf die Funktionsweise und die Abgleichung der Antenne zu minimieren. Dies ist ferner auch besser für den Tragkomfort. Während der Grobeinstellung der Länge der Bandteile soll also darauf geachtet werden, dass die beiden Bandteile merklich identische Längen nach dem Abschneiden aufweisen.

Im Rahmen einer Verwendung als Antenne ist festzuhalten, dass die Tatsache, dass ein Teil der Leiterplatte 10 abgeschnitten wird, die Abgleichung der Antenne beeinflusst. Dies muss also berücksichtigt werden, um die Antenne auf die gewünschte Frequenz abzugleichen, wobei dies direkt durch einen geeigneten Abstimmkreis in dem mit der Antenne verbundenen Radiofrequenzempfänger ausgeführt werden kann.

Es ist verständlich, dass verschiedene Veränderungen und/oder Verbesserungen, die für den Fachmann eindeutig sind, an der in der vorliegenden Beschreibung beschriebenen Ausführungsform angebracht werden können, ohne über den durch die beigefügten Ansprüche definierten Rahmen der Erfindung hinauszugehen. Insbesondere könnte die elektrische Verbindung der Leiterplatte mit den im Gehäuse des elektronischen Instruments angeordneten Bauteilen auch über ein umgebogenes Ohr, wie beschrieben, ausgeführt werden, wobei dann die den elektrischen Kontakt mit der Leiterplatte sicherstellende elektrisch leitende Welle wie ein Armbandsteg, der denjenigen, die gewöhnlich verwendet werden, ähnlich ist, konfiguriert sein kann. Ferner ist die Erfindung, wie bereits erwähnt, nicht auf ein Armband mit einer Leiterplatte, die als Antennenelement wirkt, beschränkt, sondern schliesst jede Lösung ein, die das Einbauen eines Leiters in einem Armband erfordert.


Anspruch[de]
Armband für tragbares elektronisches Instrument, das wenigstens einen ersten Bandteil (50) mit einer Aussenseite und einer Innenseite umfasst, wovon ein Ende (50A) dazu vorgesehen ist, an einem Gehäuse des tragbaren elektronischen Instruments befestigt zu werden, wobei dieser erste Bandteil (50) einen zwischen seiner Aussenseite und seiner Innenseite befindlichen elektrischen Leiter umfasst, der eine Leiterplatte (10) mit langgestreckter Form aufweist, die in Längsrichtung in dem ersten Bandteil (50) angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (10) wenigstens ein Ohr (20) aufweist, das in ihrer Dicke ausgeschnitten ist und längs einer longitudinalen Linie in Richtung zu der Aussen- oder der Innenseite des ersten Bandteils (50) umgebogen ist,

wobei der erste Bandteil (50) außerdem wenigstens eine Öffnung (51) umfasst, die transversal zwischen der Aussenseite und der Innenseite des ersten Bandteils (50) angeordnet und so ausgebildet ist, dass ein elektrischer Zugang zu dem wenigstens einen Ohr (20) möglich ist.
Armband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Ohren (20) und Öffnungen (51) in Längsrichtung in dem ersten Bandteil angeordnet sind, um eine Vielzahl von Zonen (30) für den elektrischen Kontakt mit der Leiterplatte zu bilden. Armband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bandteil (50) so beschaffen ist, dass er längs mehrerer transversaler Schneidelinien, die sich zwischen jeder Zone (30) für den elektrischen Kontakt befinden, abgeschnitten werden kann. Armband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenseite und/oder die Innenseite des ersten Bandteils (50) mit transversalen Markierungen (55) versehen ist, die auf den Schneidelinien angeordnet sind, um das Abschneiden des ersten Bandteils (50) zu erleichtern. Armband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es einen zweiten Bandteil, der mit dem ersten Bandteil (50) identisch ist, umfasst, wobei der erste und der zweite Bandteil durch eine Armbandschliessvorrichtung miteinander verbunden sind. Armband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (51), die einen elektrischen Zugang zu dem Ohr ermöglicht, eine Durchgangsöffnung ist, die so ausgebildet ist, dass sie eine elektrisch leitende Welle (80) aufnehmen kann, die mit dem Ohr (20) in Kontakt gelangt, wobei das Ohr (20) seinerseits ebenfalls mit einer Öffnung (21) in Kontakt gelangt, wobei das Ohr (20) seinerseits ebenfalls mit einer Öffnung (21) für den Durchgang der elektrisch leitenden Welle (80) versehen ist. Armband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Welle (80) eine Schraube (81) und eine Gegenschraube (82) umfasst, die das Ohr (20) einklemmen. Armband nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende (50B) des ersten Bandteils (50) an einer Armbandschliessvorrichtung (60) befestigt ist und dass diese Armbandschliessvorrichtung (60) mit der Leiterplatte (10) über die elektrisch leitende Welle (80) elektrisch verbunden ist. Armband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (10) ein Antennenelement bildet. Verfahren für die Herstellung eines Armbands nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das einen Übergiessvorgang umfasst, der darin besteht, auf die Leiterplatte (10) einen Kunststoff aufzugiessen, um den ersten Bandteil (50) zu bilden, wobei dieses Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass das wenigstens eine Ohr (20) genutzt wird, um die Leiterplatte (10) während des Übergiessvorgangs in einer Form festzuhalten.






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