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Dokumentenidentifikation DE60312681T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001515623
Titel STIEFEL MIT SCHWEBENDER VERBINDUNG
Anmelder Random Design, Aix en Provence, FR
Erfinder VALAT, Gerard, F-13100 Aix en Provence, FR;
RAGOT, Cedric, F-75011 Paris, FR
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 60312681
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 17.06.2003
EP-Aktenzeichen 037481744
WO-Anmeldetag 17.06.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/FR03/01838
WO-Veröffentlichungsnummer 2004000057
WO-Veröffentlichungsdatum 31.12.2003
EP-Offenlegungsdatum 23.03.2005
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse A43B 5/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schuhartikel, bestimmt für das Ausüben eines Sports. Er zielt darauf ab, die Füße und die Beine eines Benutzers zu schützen.

Er ist insbesondere für das Ausüben von Motorsportarten, spezieller für das Motorradfahren im Gelände, ausgestaltet, bei dem die Füße und die Beine des Benutzers sehr exponiert sind. Jedoch ist er gleichermaßen vorteilhaft beim Motorradfahren auf der Straße, beim Snowboardfahren, beim Mountainbikefahren, beim Jet-Ski-Fahren oder speziell beim Wandern.

Es sind bereits Motocross-Stiefel bekannt, die einen Lederschaft aufweisen, an dem Verstärkungen aus Kunststoff angebracht sind. Die Verstärkungen gewährleisten den Schutz, während das Leder die Verbindung zwischen den Verstärkungen sicherstellt und dabei eine gewisse Geschmeidigkeit zuläßt. Solche Stiefel sind jedoch unbefriedigend, da der Schutz begrenzt ist und die Bewegungsfreiheit reduziert wird.

Dagegen wird in der WO-A-0135781 ein Stiefel offenbart, welcher folgendes aufweist:

  • – eine erste starre Schale, die einen Körper bildet, welcher dafür bestimmt ist, den Fuß eines Benutzers aufzunehmen, und der sich entlang einer Längsrichtung erstreckt,
  • – eine zweite starre Schale, die einen Schaft bildet, welcher dafür bestimmt ist, das Bein des Benutzers aufzunehmen, und der sich im wesentlichen entlang einer Höhenrichtung erstreckt, und
  • – ein Gelenk, welches den Körper mit dem Schaft verbindet, das Drehen des Schafts in Bezug auf den Körper entlang zweier Drehachsen, die im wesentlichen zueinander senkrecht sind, gestattet.

Obgleich jedoch dieser Stiefel mit großem mechanischen Widerstand einen zufriedenstellenden Schutz des Benutzers und aufgrund seines Aufbaus aus kugelförmigen Kappen eine große Härte bei der Führung der Bewegungen sicherstellt, bietet er im Gebrauch einen mittelmäßigen Komfort.

Um diesen Nachteil zu beheben und die Realisierung des Stiefels zu vereinfachen, ohne den Schutz für den Benutzer zu verringern, schlägt die Erfindung vor, daß das Gelenk zusätzlich eine Translationsbewegung der Gelenkachsen in Bezug auf den Körper gestattet, um die Drehachsen des Gelenks im wesentlichen entsprechend den Drehachsen des Fußes in Bezug auf das Bein des Benutzers in Übereinstimmung zu bringen.

So paßt sich der Stiefel an die Morphologie des Benutzers an, stellt eine größere Mobilität und ein Gefühl größerer Geschmeidigkeit bereit und folgt dabei zuverlässiger der Komplexität der Bewegungen des Fußknöchels.

In vorteilhafter Weise weist das Gelenk wenigstens ein elastisch verformbares Element auf, welches darauf abzielt, den Schuhartikel in eine Anfangsposition zurückzubringen.

Der Benutzer verspürt dadurch eine progressive Unterstützung seiner Bewegungen und ein sehr deutliches Gefühl der Hilfe.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung weist das Gelenk zwei elastisch verformbare Elemente auf, die in Bezug auf die Höhenrichtung symmetrisch angeordnet sind und unterschiedliche mechanische Merkmale aufweisen.

So können die Merkmale des Widerstands gegen Verformung genauer auf den Anspruch eines Schutzes für den Benutzer angepaßt werden, insbesondere im Hinblick auf die unvollständige Symmetrie der Verbindung des Kugelgelenks zwischen dem Fuß und dem Bein.

In vorteilhafter Weise weist jedes elastisch verformbare Element wenigstens einen flexiblen Streifen auf, der bei Fehlen einer äußeren Belastung eine gekrümmte Form aufweist. Die Biegearbeit des Streifens erlaubt es, in effektiver Weise gleichzeitig die Drehbewegungen und die Translationsbewegungen zwischen dem Körper und dem Schaft zu kontrollieren.

Ein einfaches und robustes Gelenk mit den vorgenannten Merkmalen ist so aufgebaut, daß jedes elastisch verformbare Element zwei flexible Streifen mit im wesentlichen der Form eines V oder eines U aufweist, so daß jeder flexible Streifen zwei Arme aufweist, von denen jeder ein erstes Ende und ein zweites Ende hat, wobei die ersten Enden jedes flexiblen Streifens miteinander verbunden sind und die zweiten Enden jedes flexiblen Streifens hinsichtlich eines der Arme am Körper und hinsichtlich des anderen der Arme am Schaft miteinander verbunden sind.

Gemäß einem vorteilhaften weiteren Merkmal weist der Schuhartikel darüber hinaus ein elastisch verformbares Material auf, welches sich von dem der Arme unterscheidet und welches sich zwischen den Armen wenigstens einiger der flexiblen Streifen erstreckt.

So wird die Verformung der flexiblen Streifen gedämpft und ist leicht anzupassen, wenn die Merkmale des elastisch verformbaren Materials modifiziert werden. Des weiteren wird dadurch vermieden, daß ein unerwünschtes Element (Kieselsteine, Schmutz, Sand...) zwischen den Armen der flexiblen Streifen eindringt und die mechanischen Eigenschaften des elastisch verformbaren Elements verändert.

Um den Schutz des Benutzers zu vergrößern, weist gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal, bei dem die Höhenrichtung und die Längsrichtung eine mittlere Ebene bestimmen, der Schuhartikel darüber hinaus Anschläge auf, um die Drehamplitude in der mittleren Ebene auf einen Wert zwischen 50 Grad und 60 Grad zu beschränken.

Dadurch können Verletzungen oder Läsionen vermieden werden, wobei gleichzeitig eine große Bewegungsfreiheit ermöglicht wird.

Gemäß einem weiteren Merkmal schlägt die Erfindung vor, daß der Schuhartikel ferner Anschläge aufweist, um die Drehamplitude entlang der Längsrichtung auf einen Wert zwischen 25 Grad und 35 Grad zu beschränken.

Außerdem gestattet gemäß einem anderen vorteilhaften Merkmal der Erfindung das Gelenk eine Verschiebungsbewegung nur entlang der Höhenrichtung.

Die Verschiebungsbewegung der Gelenkachsen in Bezug auf den Körper, selbst wenn sie nur eine kleine Amplitude hat, die in vorteilhafter Weise zwischen 5 Millimeter und 15 Millimeter liegt, stellt dennoch ein Gefühl von Bewegungsfreiheit sicher und hält gleichzeitig in wirkungsvoller Weise den Fußknöchel des Benutzers fest.

Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung noch klarer verständlich, wobei auf die anhängenden Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen:

1 einen Motorradstiefel gemäß der Erfindung in der Ruheposition zeigt,

2 den Stiefel aus 1 in gebeugter Position zeigt,

3 den Stiefel aus 1 in gestreckter Position zeigt,

4 eine Ansicht entlang des Pfeils IV aus 1 ist,

5 eine Schnittansicht entlang des Pfeils V-V aus 1 in der Ruheposition ist,

6 eine Ansicht entsprechend 5 in der nach einwärts gedrehten Position des Stiefels ist,

7 eine Ansicht entsprechend 5 in der nach auswärts gedrehten Position des Stiefels ist.

Die Figuren veranschaulichen einen Stiefel 1, der im unteren Teil einen Körper 2, welcher dafür bestimmt ist, den Fuß eines Benutzers aufzunehmen, im oberen Teil einen Schaft 4, welcher dafür bestimmt ist, das Bein eines Benutzers aufzunehmen, und im mittleren Teil eine Gelenkvorrichtung 6, welche den Schaft 4 mit dem Körper 2 verbindet, aufweist.

Der Körper 2 und der Schaft 4 weisen jeweils eine relativ starre Schale auf, die dafür bestimmt ist, die unteren Extremitäten des Benutzers zu schützen. Diese Schalen können lokal durchbrochen sein. Sie sind für den Komfort des Benutzers innen und gegebenenfalls auch außen gefüttert. Der Körper erstreckt sich entlang einer im wesentlichen horizontalen Längsrichtung 8, wenn der Benutzer seinen Fuß auf einen horizontalen Boden stellt, während sich der Schaft entlang einer im wesentlichen vertikalen Höhenrichtung 10 erstreckt.

Die Längsrichtung 8 und die Höhenrichtung 10 bestimmen eine mittlere Ebene P, die zur Darstellungsebene der 1 bis 3 parallel ist. Der Stiefel weist eine Innenfläche 1a und eine Außenfläche 1b auf, die sich beiderseits der mittleren Ebene P erstrecken.

Der Stiefel 1 weist weiterhin eine Querrichtung 12 auf, die sich im wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung 8 und zur Höhenrichtung 10 erstreckt.

Die Gelenkvorrichtung beinhaltet zwei Aufbauten 14, 14' mit elastisch verformbarer Geometrie, die in Bezug auf die Ebene P im wesentlichen symmetrisch, die eine auf der Innenfläche 1a und die andere auf der Außenfläche 1b, angeordnet sind.

Jeder Aufbau 14, 14' beinhaltet hauptsächlich einen vorderen flexiblen Streifen 16 und einen hinteren flexiblen Streifen 18 (die flexiblen Streifen des Aufbaus 14' sind in den Zeichnungen nicht zu sehen), wobei jeder im wesentlichen in Form von Rippen als V oder U gekrümmt ist. Jeder flexible Streifen weist einen oberen Arm 16a, 18a und einen unteren Arm 16b, 18b auf. Jeder Arm 16a, 16b, 18a, 18b erstreckt sich zwischen jeweils einem ersten Ende 16a1, 16b1, 18a1, 18b1 und jeweils einem zweiten Ende 16a2, 16b2, 18a2, 18b2.

Die ersten Enden 16a1, 16b1 der Arme des vorderen flexiblen Streifens 16 sind in einem vorderen Scheitelbereich 20 miteinander verbunden, was eine Drehung zwischen den oberen Armen 16a und den unteren Armen 16b erlaubt. Die ersten Enden 18a1, 18b1 der Arme des hinteren flexiblen Streifens 18 sind in einem hinteren Scheitelbereich 22 miteinander verbunden, was eine Drehung zwischen den oberen Armen 18a und den unteren Armen 18b erlaubt.

Die zweiten Enden 16bz, 18b2 der unteren Arme sind am Körper 2 befestigt, während die zweiten Enden 16a2, 18a2 der oberen Arme am Schaft 4 befestigt sind.

Die vorderen flexiblen Streifen 16 und die hinteren flexiblen Streifen 18 haben eher die Form eines offenen V, wie gezeigt, wenn die Scheitelbereiche 20, 22 sehr beschränkt sind, oder haben eher die Form eines offenen U, wenn die Bereiche 20, 22 relativ gestreckt sind.

Sie sind in vorteilhafter Weise entgegengesetzt angeordnet, mit anderen Worten symmetrisch in Bezug auf die Höhenrichtung 10. Hier sind sie zueinander geöffnet, derart, daß jeder Aufbau 14 im wesentlichen die Form eines verformbaren Parallelogramms aufweist. Alternativ könnten sie Rücken an Rücken angeordnet sein, derart, daß jeder Aufbau 14 im wesentlichen die Form eines verformbaren >< hat.

Sie weisen ein Modul für die Beugungsfunktion des ausgeübten Sports und für den Körperwiderstand des Benutzers auf.

Die Gelenkvorrichtung 6 weist weiterhin zwei Drehzapfen 24, 26 auf, die sich im wesentlichen entlang der Querrichtung zwischen den vorderen flexiblen Streifen 16 und den hinteren flexiblen Streifen 18 erstrecken. Sie sind am Körper 2 befestigt und gleiten jeweils in einer Nut 28, 30, die im Schaft 4 ausgespart ist. Die Nuten 28, 30 haben jeweils eine längliche Form und erstrecken sich im wesentlichen entlang der Höhenrichtung 10 zwischen einem oberen Ende 28a, 30a und einem unteren Ende 28, 30b, welches in vorteilhafter Weise um ungefähr 10 Millimeter entfernt liegt.

So kontrollieren die Drehzapfen 24, 26 die Verformung der Aufbauten 14, 14' und können entlang einer Höhenrichtung verschoben werden, derart, daß die Aufbauten 14, 14' mit variabler Geometrie so eine schwimmende Gelenkvorrichtung bestimmen, die im wesentlichen auf der Höhe des Fußknöchels beiderseits des Knöchels eines Benutzers gleitend angeordnet sind.

Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, dreht sich bei einer Beugungsbewegung des Knöchels eines Benutzers um die Querrichtung 12 der Schaft 4 um die Drehzapfen 24, 26, die Arme 16a, 16b der vorderen flexiblen Streifen 16 nähern sich durch Verformung der vorderen Scheitelbereiche 20, während sich die Arme 18a, 18b der hinteren flexiblen Streifen 18 durch Verformung der hinteren Scheitelbereiche 22 weg bewegen.

Wie in den 1 und 3 gezeigt ist, verformt sich die Gelenkvorrichtung 6 umgekehrt bei einer Dehnbewegung, die vorderen flexiblen Streifen 16 bewegen sich weg, und die hinteren flexiblen Streifen 18 nähern sich.

Weiterhin drehen sich bei diesen Beuge- und Streckbewegungen die oberen Arme 16a, 18a in Bezug auf den Schaft 4 durch elastische Verformung in die Nähe ihres zweiten Endes 16a2, 18a2, so wie auch die unteren Arme 16b, 18b sich in Bezug auf den Körper 2 durch elastische Verformung in der Nähe ihres zweiten Endes 16b2, 18b2 drehen.

Die Drehzapfen 24, 26 können in einer extremen Beugungsposition in den Nuten 28, 30 gleiten, der Schaft 4 schlägt vorne an den Körper 2 an, und die Drehzapfen 24, 26 kommen in die Nähe des oberen Endes 28a, 30a der Nuten 28, 30, um der Bewegung des Knöchels des Benutzers zu folgen. Folgte man der Beugebewegung, neigten die Drehzapfen 24, 26 dazu, in den Nuten 28, 30 in Richtung ihres unteren Endes zu gleiten. Da eine solche Bewegung für den Benutzer möglicherweise gefährlich ist, weist der Stiefel 1 weiterhin eine hintere Anschlagvorrichtung 32 auf.

Wie in 4 gezeigt ist, weist die hintere Anschlagvorrichtung 32, die darauf abzielt, die Beugebewegung zu begrenzen, einen Zapfen mit verdicktem Kopf 34 auf, der einstückig mit dem Körper 2 ist und in einer länglichen Nut 40 gleitet, die in dem Schaft 4 ausgespart ist. Die äußeren Positionen des Zapfens mit verdicktem Kopf 34, die der maximalen Beugung und der maximalen Streckung entsprechen, sind strichpunktiert in 4 gezeigt.

Wie in 2 gezeigt ist, beträgt die Amplitude &agr;1 der Beugebewegung, welche durch die Gelenkvorrichtung 6 gestattet ist, ungefähr 25 Grad in Bezug auf die in 1 gezeigte Anfangsposition.

In der Position mit extremer Streckung schlägt der Schaft 4 hinten an den Körper 2 an, und die Drehzapfen 24, 26 schlagen an das untere Ende 28b, 30b der Nuten 28, 30 an.

Wie in 3 gezeigt ist, beträgt die Amplitude &agr;2 der Streckbewegung, welche durch die Gelenkvorrichtung 6 gestattet wird, ungefähr 30 Grad in Bezug auf die in 1 gezeigte Anfangsposition.

Die Aufbauten 14, 14' erlauben darüber hinaus durch ihre Geometrie eines Parallelogramms eine seitliche Verformung entlang einer Richtung im wesentlichen parallel zur Längsrichtung 8, um den Fuß des Benutzers in seinen Einwärts- und Auswärtsdrehbewegungen und seinen kombinierten Torsionsbewegungen zu begleiten.

Wie in den 5 und 6 gezeigt ist, nähern sich bei einer Einwärtsdrehbewegung des Fußknöchels eines Benutzers die oberen Arme 16a, 18a durch Verformung der vorderen Scheitelbereiche 20 und der hinteren Scheitelbereiche 22 den unteren Armen 16b, 18b. Des weiteren nähert sich der Drehzapfen 24 dem oberen Ende 28a der Nut 28.

Betreffend den Aufbau 14' bewegen sich umgekehrt die oberen Arme von den unteren Armen durch Verformung der vorderen und hinteren Scheitelbereiche weg. Darüber hinaus nähert sich der Drehzapfen 26 dem unteren Ende 26b der Nut 26.

In der extremen Position der Einwärtsdrehung des Stiefels schlägt der Drehzapfen 24 am oberen Ende 28a der Nut 28 an, und der Drehzapfen 26 schlägt am unteren Ende 26b der Nut 26 an. Die Amplitude der Einwärtsdrehbewegung &thgr;1, welche durch die Gelenkvorrichtung 6 in Bezug auf die in 5 gezeigte Anfangsposition gestattet wird, beträgt ungefähr 15 Grad.

Wie in den 5 und 7 gezeigt ist, bewegen sich umgekehrt bei einer Auswärtsdrehbewegung des Knöchels eines Benutzers die oberen Arme 16a, 18a von den unteren Armen 16b, 18b durch Verformung der vorderen Scheitelbereiche 20 und der hinteren Scheitelbereiche 22 weg. Ferner nähert sich der Drehzapfen 24 dem unteren Ende 28b der Nut 28 an.

Betreffend den Aufbau 14' nähern sich die oberen Arme den unteren Armen durch Verformung der vorderen und hinteren Scheitelbereiche. Weiterhin nähert sich der Drehzapfen 26 dem unteren Ende 26a der Nut 26.

In der extremen Position der Auswärtsdrehung des Stiefels schlägt der Drehzapfen 24 an dem unteren Ende 28b der Nut 28 an, und der Drehzapfen 26 schlägt am oberen Ende 26a der Nut 26 an. Die Amplitude der Auswärtsdrehbewegung &thgr;2, welche durch die Gelenkvorrichtung gestattet wird, beträgt ungefähr 15 Grad in Bezug auf die in 5 gezeigte Anfangsposition.

Die Gelenkvorrichtung 6 beinhaltet weiterhin ein elastisch verformbares Dämpfungsmaterial 36, das sich von dem unterscheidet, welches die flexiblen Streifen 16, 18 bildet. Dieses Dämpfungsmaterial 36 ist zwischen den flexiblen Streifen 16, 18 angeordnet und füllt den Raum aus, der die Arme 16a, 16b; 18a, 18b von den flexiblen Streifen trennt.

Während der Verformung der Aufbauten 14, 14' in Bezug auf die Anfangsposition wird das Dämpfungsmaterial 36 auseinandergezogen oder zusammengedrückt. So übt es eine zunehmende Widerstandskraft aus, durch die der Stoß beim Anschlagen der Gelenkvorrichtung vermieden oder zumindest reduziert wird.

In vorteilhafter Weise sind das Dämpfungsmaterial 36, welches an den Aufbau 14 angrenzt, mit anderen Worten, welches an der Innenfläche 1a angeordnet ist, und das an den Aufbau 14' angrenzende, mit anderen Worten, an der Außenfläche 1b angeordnete Dämpfungsmaterial, verschieden, um ein asymmetrisches Verhalten der Gelenkvorrichtung 6 zu erzielen. Gleichermaßen können die Aufbauten 14, 14' unterschiedliche mechanische Merkmale aufweisen, wie zuvor erwähnt wurde.

Das Material der Aufbauten 14, 14' mit elastisch verformbarer Geometrie besteht in vorteilhafter Weise aus technischen Polymeren, wie Polyamiden oder Polyurethanen. Das Dämpfungsmaterial weist in vorteilhafter Weise schwächere mechanische Widerstandseigenschaften auf. Es kann insbesondere aus Polyurethanschaum hergestellt sein.

Wie gezeigt, werden die Aufbauten 14, 14' durch Formen in einem Stück mit dem Schaft sowie einem Zwischenteil 38, der mit dem zweiten Ende 16b2, 18b2 der unteren Arme 16b, 18b verbunden ist, erhalten. Dieser mittlere Teil 38 ist somit fest an dem Körper 2 angebracht.


Anspruch[de]
Schuhartikel (1 ), bestimmt für das Ausüben eines Sports, insbesondere des Motorradsports, welcher folgendes aufweist:

– eine erste starre Schale, die einen Körper (2) bildet, welcher dafür bestimmt ist, den Fuß eines Benutzers aufzunehmen, und die sich entlang einer Längsrichtung (8) erstreckt,

– eine zweite starre Schale, die einen Schaft (4) bildet, welcher dafür bestimmt ist, das Bein des Benutzers aufzunehmen, und der sich im wesentlichen entlang einer Höhenrichtung (10) erstreckt,

– ein Gelenk (6), welches den Körper mit dem Schaft verbindet, das Drehen des Schafts in Bezug auf den Körper entlang zweier Drehachsen (8, 12), die im wesentlichen zueinander senkrecht sind, gestattet,

dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk darüber hinaus eine Verschiebung der Drehachsen in Bezug auf den Körper gestattet, um die Drehachsen des Gelenks in etwa mit den Drehachsen des Fußes in Bezug auf das Bein des Benutzers in Übereinstimmung zu bringen.
Schuhartikel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk wenigstens ein elastisch verformbares Element (14, 14') aufweist, welches dazu dient, den Schuhartikel wieder in eine Ausgangsposition zurückzubringen. Schuhartikel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuhartikel eine Innenfläche (1a) und eine Außenfläche (1b), die sich beiderseits einer mittleren Ebene (P) erstrecken, die durch die Längsrichtung (8) und die Höhenrichtung (10) bestimmt wird, aufweist, wobei jedes elastisch verformbare Element (14, 14') auf der Innenfläche (1a) oder auf der Außenfläche (1b) des Schuhartikels in etwa in Höhe des Knöchels des Fußes des Benutzers angeordnet ist. Schuhartikel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk zwei elastisch verformbare Elemente (14, 14') aufweist, die in Bezug auf die mittlere Ebene (P) symmetrisch, das eine auf der Innenfläche (1a) und das andere auf der Außenfläche (1b), beiderseits des Fußknöchels des Benutzers angeordnet sind. Schuhartikel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei elastisch verformbaren Elemente (14, 14') unterschiedliche mechanische Merkmale aufweisen. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes elastisch verformbare Element wenigstens einen flexiblen Streifen aufweist, der bei Fehlen einer äußeren Belastung eine gekrümmte Form hat. Schuhartikel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes elastisch verformbare Element zwei flexible Streifen (16, 18) aufweist, die in etwa die Form eines V oder eines U haben, dergestalt, daß jeder flexible Streifen zwei Arme (16a, 16b; 18a, 18b) aufweist, die jeweils ein erstes Ende (16a1, 16b1, 18a1, 18b1) und ein zweites Ende (16a2, 16b2, 18a2, 18b2) aufweisen, wobei die ersten Enden jedes flexiblen Streifens miteinander verbunden sind und die zweiten Enden jedes flexiblen Streifens den einen der Arme (16b, 18b) betreffend mit dem Körper und den anderen der Arme (16a, 18a) betreffend mit dem Schaft verbunden sind. Schuhartikel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß er weiterhin ein elastisch verformbares Material (36) beinhaltet, welches sich von dem der Arme unterscheidet und sich zwischen den Armen wenigstens bestimmter flexibler Streifen erstreckt. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk außerdem wenigstens einen Drehzapfen (24, 26) aufweist, der zwischen dem Körper und dem Schaft angeordnet ist und die Drehung des Schafts in Bezug auf den Körper in einer Querrichtung (12) in etwa senkrecht zur Längsrichtung und der Höhenrichtung führt. Schuhartikel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenrichtung und die Längsrichtung eine mittlere Ebene bestimmen und der Schuhartikel darüber hinaus Anschläge aufweist, um die Drehamplitude (&agr;1, &agr;2) in der mittleren Ebene auf einen Wert zwischen 50 Grad und 60 Grad zu beschränken. Schuhartikel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er darüber hinaus Anschläge aufweist, um die Drehamplitude (&thgr;1, &thgr;2) in Längsrichtung auf einen Wert zwischen 25 Grad und 35 Grad zu beschränken. Schuhartikel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk eine Verschiebung ausschließlich entlang der Höhenrichtung gestattet. Schuhartikel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Gelenkachsen (8, 12) in etwa senkrecht zur Höhenrichtung (10) sind. Schuhartikel nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebungsamplitude der Gelenkachsen in Bezug auf den Körper zwischen 5 Millimetern und 15 Millimetern beträgt.






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