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Dokumentenidentifikation DE69935365T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000953829
Titel Verfahren zum akustischen Überwachen eines Melkvorganges
Anmelder Maasland N.V., Maassluis, NL
Erfinder Oort, Dick Marius, 3142 LN Maassluis, NL;
van den Berg, Karel, 2971 BR Bleskengraaf, NL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69935365
Vertragsstaaten AT, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IE, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.04.1999
EP-Aktenzeichen 992013300
EP-Offenlegungsdatum 03.11.1999
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse G01H 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A01J 5/007(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen eines Melkvorganges gemäß Anspruch 1.

Mit dem obengenannten Verfahren kann durch Messen mittels eines piezoelektrischen Wandlers in einem Teil des Milchleitungssystems oder in einem Zitzenbecher der Amplituden- und/oder der Intensitätswert des Schalls ermittelt werden, der durch den Luftstrom in dem Zitzenbecher und/oder in dem Milchleitungssystem erzeugt wird, wenn der Zitzenbecher nicht angeschlossen ist und in dem Milchleitungssystem ein Melkvakuum erzeugt wurde, wobei der Amplituden- und/oder der Intensitätswert als Bezugswert und/oder Bezugsmuster aufgezeichnet wird, um davon abzuleiten, ob ein Zitzenbecher ordnungsgemäß an eine Zitze angeschlossen wurde oder nicht. Außerdem kann auf der Basis dieses Grenzwertes ermittelt werden, ob ein Zitzenbecher abrupt von einer Zitze abgekoppelt wird oder nicht ganz ordnungsgemäß an die Zitze angeschlossen wurde, da im ersteren Fall bei der abrupten Abkopplung sofort ein hoher Amplituden- und/oder Intensitätswert auftritt, der annähernd mit dem Grenzwert vergleichbar ist, während im zweiten Fall zwar ein Anstieg der Amplitude beobachtet werden kann, der jedoch nicht so hoch wie der Grenzwert ist.

Die US-A-4 011 838 offenbart eine Melkmaschine mit einem Strömungsgeschwindigkeitssensor.

Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Zitzenbecher mit einem Teil eines Milchleitungssystems, in welchem der erfindungsgemäße Sensor angeordnet ist;

2 eine Schnittansicht des Sensors gemäß 1 und

3 eine Draufsicht in Richtung der Pfeile III-III in 2.

1 zeigt einen Zitzenbecher 1, der mit einer Pulsierleitung 2 und einer Milchleitung 3 versehen ist. In der Milchleitung 3 ist ein Sensor 4 zum Messen der Amplitudendifferenz und/oder des Intensitätswertes des Schalls angeordnet. Der Zitzenbecher 1 kann Teil einer automatischen Melkvorrichtung sein, die einen Melkroboter zum automatischen Anschließen von Zitzenbechern an die Zitzen eines zu melkenden Tieres umfaßt.

2 zeigt eine Schnittansicht des Sensors 4 gemäß 1. Der Sensor 4 umfaßt ein Gehäuse 5, das aus einem Material besteht, das starke schall- und/oder schwingungsdämpfende Eigenschaften hat. Auf beiden Seiten des Gehäuses 5 sind zwei Anschlußstutzen 6 angeordnet, an die die Milchleitung 3 angeschlossen ist. In dem Gehäuse 5 ist ferner eine Leitung 7 angeordnet, durch die die Milch und/oder Reinigungsflüssigkeit und/oder Luft strömen kann. Wie in den 2 und 3 gezeigt, ist in dem Gehäuse 5 außerdem eine zylindrische Ausnehmung 8 ausgebildet, die sich bis nahe der Leitung 7 erstreckt. In der Unterseite des zylindrischen Gehäuses 8 ist eine flüssige oder viskose Schicht 9 angeordnet, die eine gute Leitfähigkeit für Schall und/oder Schwingungen aufweist. Diese Schicht 9 kann beispielsweise aus Vaseline bestehen. Auf der Schicht 9 ist ein Piezo-Sensor 10 angeordnet, der eine runde Messingplatte 11 und einen darauf angeordneten, piezoelektrischen Wandler 12 umfaßt. In diesem Fall ist der piezoelektrische Wandler 12 durch einen Kristall gebildet. Die zylindrische Ausnehmung 8 ist ferner mittels eines Verschlußelements 13 verschlossen, das bei der vorliegenden Ausführungsform als Druckkappe ausgeführt ist. Nahe ihrer Unterseite ist die Druckkappe 13 mit einer Ausnehmung 14 versehen, die so bemessen ist, daß der piezoelektrische Wandler 12 in einer Luftkammer angeordnet ist. Wie in den 2 und 3 gezeigt, umfaßt die Verschlußkappe 13 nahe ihrer Unterseite einen ringförmigen Druckabschnitt 15, mittels dessen die runde Messingplatte 11 auf die Schicht 9 gepreßt werden kann, so daß ein guter Kontakt zwischen der Schicht 9 und der runden Messingplatte 11 hergestellt ist.

In einem der Anschlußstutzen 6 ist ferner ein Strömungsverwirbelungselement 16 angeordnet, mittels dessen die laminare Strömung in zumindest einem Teil der Leitung 7 verwirbelt wird. Bei der vorliegenden Ausführungsform umfaßt das Strömungsverwirbelungselement 16 einen (nicht dargestellten) Temperatur- und/oder Leitfähigkeitssensor.


Anspruch[de]
Verfahren zum akustischen Überwachen eines Melkvorganges, der Töne erzeugt, die durch das Strömen von Milch durch oder aus einem bei diesem Melkvorgang verwendeten Zitzenbecher erzeugt werden, wobei das Verfahren das ständige Messen während des Melkvorganges von Amplitudendifferenzen und/oder Intensitätswerten des Schalls und das Vergleichen der Ergebnisse dieser Messungen mit einem oder mehreren vorgegebenen Grenzwerten, Bezugswerten oder Bezugsmustern sowie ausgehend davon das Ziehen einer oder mehrerer Schlußfolgerungen umfaßt, wobei es sich um Schlußfolgerungen bezüglich des Fortschreitens des Melkvorganges, Schlußfolgerungen bezüglich des Verlaufes des Melkvorganges und Schlußfolgerungen bezüglich des Auftretens von Unregelmäßigkeiten handelt, die während des Verlaufes des Melkvorganges detektiert werden.






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