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Dokumentenidentifikation DE69935582T2 06.12.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001057330
Titel PROGRAMMWIEDERGABEANLAGE
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder MONTIE, Edwin A., NL-5656 AA Eindhoven, NL;
TEN KATE, Warner R., NL-5656 AA Eindhoven, NL;
UITTENBOGAARD, Frank, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 69935582
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.12.1999
EP-Aktenzeichen 999635741
WO-Anmeldetag 14.12.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/EP99/10058
WO-Veröffentlichungsnummer 2000040021
WO-Veröffentlichungsdatum 06.07.2000
EP-Offenlegungsdatum 06.12.2000
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.12.2007
IPC-Hauptklasse H04N 5/782(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Wiedergabe von Programmen, mit Speichermitteln zur Speicherung einer Anzahl gespeicherter Programm.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren zum Wiedergeben von Programmen von einer Vielzahl gespeicherter Programme.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Ein Gerät der eingangs erwähnten Art ist allgemein bekannt. So ist beispielsweise ein Videorecorder imstande, Fernsehprogramme auf einem Videoband oder einer Videodisk zu speichern, und die genannten Programme an einem Fernsehschirm, beispielsweise von einem Fernsehgerät, das mit dem Videorecorder verbunden ist, wiederzugeben. Es sind Fernsehgeräte bekannt, die einen eingebauten Videorecorder haben oder die imstande sind, einen verbundenen Videorecorder zu steuern. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jeden beliebigen derartigen Apparat.

US 5.534.911 beschreibt ein Gerät, mit dessen Hilfe ein Kunde eines Fernsehsystems mit einem virtuellen persönlichen Kanals, der, wenn selektiert, ein Fernsehprogramm entsprechend dem höchstpersönlichen Interesse liefert, ungeachtet in welchen Kanal und zu welcher Zeit das Programm physikalisch gesendet wird. Das Gerät ermöglicht es, dass ein Benutzer über ein persönliches Programmierungsmenü ein Profil definiert, einen persönlichen Programmführer einsieht und auf den persönlichen Kanal zugreift.

EP-A-0 726 574 beschreibt ein Gerät mit einer "Zeitverschiebungswiedergabe" Funktion, d.h. einer Funktion um während der Aufzeichnung eines Programms, das zu der betreffenden zeit gesendet wird, dasselbe Programm vom Anfang an wiederzugeben, während die Aufzeichnung des Programms fortgesetzt wird.

Es ist auch bekannt, eine Tabelle mit Inhalt zu speichern, die Information über die gespeicherten Programme umfasst, die auf einer Sammlung von Videobändern oder Videodisks gespeichert sind. Diese Tabelle kann von einem Benutzer eingesehen werden, wodurch der Benutzer die Möglichkeit erhält, sich ein wiederzugebendes Programm zu wählen, möglicherweise nach Befolgung von Instruktionen um das richtige Band oder die richtige Disk einzugeben. Das Gerät ist dann imstande, den Start des selektierten Programms automatisch zu orten. Trotz derartiger Maßnahmen ist es nach wie vor schwierig für den Benutzer über alle Programme in der Videosammlung im Bilde zu bleiben. Dadurch ist es schwer Programme zu finden, die den Bedürfnissen des Benutzers zu einem bestimmten Zeitpunkt entsprechen.

Es ist daher u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dem Benutzer beim Selektieren wieder zu gebender Programme aus den Speichermitteln behilflich zu sein. Dazu weist das Gerät nach der vorliegenden Erfindung das Kennzeichen auf, dass das Gerät Planungsmittel aufweist, die dazu vorgesehen sind, einen Subsatz der genannten Anzahl gespeicherter Programme zu selektieren und einen Wiedergabeplan des genannten Subsatzes entsprechend einem Benutzerprofil zusammenzustellen, wobei das Gerät dazu vorgesehen ist, die gespeicherten Programme des genannten Subsatzes mit dem genannten Wiedergabeplan wiederzugeben und weiterhin virtuelle Kanalmittel aufweist zum Schaffen eines vom Benutzer selektierbaren virtuellen Kanals zur Wiedergabe der Programme des Wiedergabeplans, wobei durch eine vorher eingestellte Nummer auf den virtuellen Kanal zugegriffen werden kann, wie auf einen normalen Kanal in einem normalen Fernseher, und in einem EPG unter eine Vielzahl von Kanälen sichtbar ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass auf gespeicherte Programme ebenso einfach wie auf gesendete Programme, die von einer Antenne oder einem Kabelnetzwerk empfangen werden, zugegriffen werden kann. Benutzer sind an zuschaubereiten Programmplänen gewohnt, einen für jeden empfangenen Fernsehkanal. Das Gerät nach der vorliegenden Erfindung schlägt dem Benutzer einen ähnlichen Programmplan vor, der nur darin abweicht, dass die Programme aus dem Verzeichnis von einer örtlichen Speicheranordnung erhalten werden. Auf diese Weise könnte ein "Abendprogramm" zusammengestellt werden, das völlig aus gespeicherten Programmen besteht. Das Benutzerprofil könnte einfache Richtlinien enthalten, beispielsweise eine Planung in Reihenfolge von Aufzeichnung. Aber bei einer bevorzugten Ausführungsform sind Aspekte des genannten Benutzerprofils eine Folge von Programmkategorien und/oder einer maximalen Dauer des Wiedergabeplans. So kann beispielsweise das Benutzerprofil spezifizieren, dass der Plan eine Dauer haben soll von etwa drei Stunden, und vorzugsweise mit einem Quiz starten soll, mit einem Film enden soll und weiterhin eine Komödie oder ein Musikprogramm enthalten soll. Derartige Programmkategorieinformation kann zusammen mit den Programmen gespeichert und durch Handcodierung oder durch Verwendung von Information aus dem Internet oder Service-Information von einem digitalen Funkstrom, beispielsweise DVB-SI, erhalten werden. Wenn mehrere Episoden einer Fernsehserie zur Zeit gespeichert werden, könnten die Planungsmittel ihre Seriennummer berücksichtigen und immer diejenige mit der niedrigsten Seriennummer selektieren.

Eine weitere Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass das Gerät weiterhin vom Benutzer betreibbare Editiermittel aufweist zum Ändern des Wiedergabeplans und/oder des Benutzerprofils. Auf diese Weise wird erreicht, dass, wenn dem Benutzer der Wiedergabeplan, wie dieser von den Planungsmitteln vorgeschlagen wird, nicht gefällt, der Benutzer die Möglichkeit hat, die Programm des Plans neu zu gliedern, oder sie durch andere Programme zu ersetzen. Auch kann der Benutzer das Benutzerprofil ändern, d.h. die Regeln, die von den Planungsmitteln angewandt werden zum Zusammenstellen des Wiedergabeplans. Auf diese Weise können Benutzerprofile explizit von dem Benutzer spezifiziert werden. Aber sie können auch mit Hilfe von Schaugewohnheiten erzeugt werden. Prototypische Benutzerprofile können vom Hersteller des Geräts eingebaut oder über einen Kommunikationskanal herunter geladen werden.

Eine weitere Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden Erfindung, das weiterhin Empfangsmittel zum Empfangen von gesendeten Programmen von einer Vielzahl von Kanälen, und Selektionsmittel zum Selektieren eines Subsatzes der genannten gesendeten Programme enthält, weist das Kennzeichen auf, dass die Planungsmittel weiterhin dazu vorgesehen sind, gesendete Programme des genannten Subsatzes von gesendeten Programmen in dem Wiedergabeplan zu enthalten. Auf diese Weise wird erreicht, dass gesendete Programme und gespeicherte Programme beide in den von den Planungsmitteln zusammengestellten Wiedergabeplan eingeschlossen werden können, was es ermöglicht, dass der Wiedergabeplan eine interessante Mischung von aktuellen Programmen und gespeicherten Programmen enthalten kann. Die Selektionsmittel können einen elektronischen Programmführen (EPG) enthalten, der einem Benutzer die Möglichkeit bietet, Sendeprogramme von Hand zu selektieren. Auf alternative Weise sind die Selektionsmittel imstande, gesendete Programme automatisch zu selektieren, und zwar entsprechend in einem Benutzerprofil registrierten Benutzervorzügen.

Im Allgemeinen ergibt das Einschließen gesendeter Programme in den Wiedergabeplan Lücken zwischen diesen Programmen, weil es sein kann, dass sie zu verschiedenen Zeiten über verschiedene Kanäle empfangen werden. Eine bevorzugte Ausführungsform weist das Kennzeichen auf, dass die Planungsmittel weiterhin dazu vorgesehen sind, eine Lücke in dem Wiedergabeplan vor oder hinter einem gesendeten Programm zu füllen, und zwar mit wenigstens einem Teil eines gespeicherten Programms. Da das Gerät die Länge der gespeicherten Programme und die Länge der Lücke kennt, ist es imstande, ein oder mehrere gespeicherte Programme zu selektieren, welche die Lücke füllen, und dem Benutzerprofil möglichst entsprechen. Bei einer weiteren Ausführungsform ist das Gerät nach der vorliegenden Erfindung imstande, die Geschwindigkeit der Wiedergabe eines gespeicherten Programms zu steuern. Durch leichter Steigerung oder Verzögerung der Wiedergabegeschwindigkeit wird es möglich, eine Lücke genau zu füllen, oder besser, eine kleine Pause einer vorbestimmten Länge zwischen den aufeinander folgenden Programmen zu lassen. Auf alternative Weise kann ein gespeichertes Programm für ein gesendetes Programm unterbrochen werden, beispielsweise ein gespeichertes Programm könnte für eine Nachrichtensendung unterbrochen werden.

Eine erweiterte Ausführungsform weist das Kennzeichen auf, dass die Planungsmittel weiterhin dazu vorgesehen sind, eine Überlappung zwischen einem gesendeten Programm des Wiedergabeplans und einem gespeicherten Programm des Wiedergabeplans dadurch zu vermeiden, dass wenigstens ein Teil des gesendeten Programms aufgezeichnet wird, während das gespeicherte Programm wiedergegeben wird, und dass das gesendete Programm nach dem gespeicherten Programm wiedergegeben wird. Geräte, die imstande sind, gleichzeitig ein gesendetes Programm aufzuzeichnen und ein gespeichertes Programm wiederzugeben, sind an sich bekannt, beispielsweise ein Fernseher, der zwei oder mehr Videorecorder steuert, oder ein Videorecorder mit einem schnellen Cache-Speicher, der gleichzeitig Datenspeicherung und -abfrage ermöglicht. Eine derartige Fähigkeit kann von den Planungsmitteln benutzt werden um ein gesendetes Programm zu verschieben bis die Wiedergabe eines gespeicherten Programms endet.

Eine weitere Ausführungsform weist das Kennzeichen auf, dass das Gerät weiterhin virtuelle Kanalmittel aufweist zum Schaffen eines vom Benutzer selektierbaren Kanals zur Wiedergabe der Programme des Wiedergabeplans, wobei das Gerät dazu vorgesehen ist, die Empfangsmittel zu steuern um auf einen Kanal abzustimmen, der zu dem betreffenden Zeitpunkt ein Programm des Wiedergabeplans aussendet und die Speichermittel zu steuern um ein gespeichertes Programm des Wiedergabeplans wiederzugeben. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Benutzer einen virtuellen Kanal selektieren kann, der die Programme des Wiedergabeprogramms aussendet. Der virtuelle Kanal verhält sich wie ein normaler Kanal dem Benutzer gegenüber, folglich kann darauf über einen Vorwahlnummer zugegriffen werden und ist er in einem EPG sichtbar. Nach Selektion des virtuellen Kanals sorgt das Gerät für die automatische Umschaltung zwischen der Abfrage gespeicherter Programme aus den Speichermitteln oder Abstimmung auf die wirklichen Kanäle, welche die Sendungsprogramme des Wiedergabeplans aussenden. Dadurch kann sich der Benutzer die geplanten Programme durch einfache Selektion des virtuellen Kanals ansehen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine Darstellung eines digitalen Fernsehempfängers als Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden Erfindung,

2 eine Darstellung des Prozesses der Zusammenstellung eines persönlichen Programmplans für einen virtuellen Kanal.

BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN

1 zeigt ein Blockschaltbild eines digitalen Fernsehempfängers als eine Ausführungsform des Geräts nach der vorliegenden Erfindung. Digitale Sendungsströme, moduliert auf HF-Signalen, werden durch eine Antenne 1 aus dem Ether empfangen oder auf alternative Weise aus einem Kabelnetzwerk. Die Sendungsströme können beispielsweise entsprechend dem DVB-Standard ("Digital Video Broadcasting") formatiert werden. Ein Tuner 2 umfasst eine standardisierte analoge HF-Empfangsanordnung, die imstande ist, die genannten HF-Signale zu empfangen und eines derselben zu selektieren um dieses zu einem Modulator 3 weiterzuleiten. Welches Signal der Tuner 2 selektiert, ist von den von einer zentralen Verarbeitungseinheit (CPU) empfangenen Steuerdaten abhängig. Der Demodulator 3 verwandelt das analoge Signal in einen digitalen Paketstrom, und zwar auf Basis von Steuersignale, die von der VCP 5 empfangen wurden. Dieser Paketstrom wird danach zu einem Demultiplexer 4 weitergeleitet, der den Paketstrom in elementare Video-, Audio- oder Datenströme zerlegt.

In einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der Paketstrom von dem Demodulator 3 unmittelbar der CPU 5 zugeführt. In dieser Ausführungsform führt die CPU 5 die Aufgaben des Demultiplexers 4 durch, wodurch die Notwendigkeit des Demultiplexers 4 eliminiert wird.

Ein Videoprozessor 8 decodiert den von dem Demultiplexer 4 oder von der CPU 5 empfangenen elementaren Videostrom. In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist der Videoprozessor 8 ein MPEG-2 Decoder; aber jeder beliebige Decoder kann verwendet werden, solange der Decoder imstande ist, mit dem Typ der zum Codieren der Videodaten verwendet wurde, kompatibel ist. Decodierte Videodaten werden danach einem Wiedergabeschirm 9 zugeführt. Ein Audioprozessor 6 decodiert den von dem Demultiplexer 4 empfangenen elementaren Audiostrom. Auch hier kann jeder beliebige Decoder verwendet werden, solange der Decoder mit dem Codierungstyp, verwendet zum Codieren der Audiodaten, kompatibel ist. Decodierte Audiodaten werden danach einem Lautsprechersystem 7 zugeführt.

Der Demultiplexer 4 liefert den elementaren Datenstrom zu der CPU 5. Die CPU 5 umfasst einen oder mehrere Mikroprozessoren, die imstande sind Programminstruktionen durchzuführen, die in einem ROM 12 gespeichert sind. Diese Programminstruktionen umfassen Teile von Softwaremodulen, einschließlich, u. a. eines Befehlsmoduls 13, eines EPG Moduls 14, eines virtuellen Kanalmoduls 15 und eines Planungsmoduls 16. Daten, die von den genannten Softwaremodulen verarbeitet worden sind, beispielsweise DVB-Si Daten und Benutzerprofilinformation, können in einem nicht flüchtigen Speicher 11 gespeichert werden. Das Befehlsmodul 13 ist imstande, Funktionen des Fernsehgeräts zu steuern und Daten zu dem Videoprozessor 8 zu übertragen, die an dem Schirm 9 angeboten werden sollen. Eine Benutzerbefehlseinheit 10 empfängt Benutzerbefehle, beispielsweise über eine (nicht dargestellte) Fernbedienung, und überträgt sie zur Verarbeitung zu dem Befehlsmodul 13. Wenn beispielsweise der Benutzer eine Kanalnummer eingibt, steuert das Befehlsmodul 13 den Tuner 2 und den Demultiplexer 4 derart, dass diese den entsprechenden Sendungsstrom mit den betreffenden Datenpaketen selektieren, und sendet graphische Daten zu dem Videoprozessor 8 um an dem Schirm 9 Rückkopplung zu präsentieren, beispielsweise die voreingestellte Nummer, während der Kanalname einige Sekunden wiedergegeben wird.

Ein digitaler Videorecorder 17 wird von der CPU 5 gesteuert und ist imstande Programme und DVB-SI Daten zu speichern und wiederzugeben. Diese kann in den Fernsehempfänger eingebaut sein, oder sie kann eine einzelne Anordnung sein unter Ansteuerung des Fernsehempfängers.

Das EPG-Modul 14 interpretiert die DVB-SI-Daten, die von dem Demultiplexer 4 empfangen wurden zum Sammeln von Information über die Kanäle, die in den empfangenen Sendungsströmen verfügbar sind und über die für diese Kanäle geplanten Programme. Das EPG-Modul 14 benutzt diese Information zum Erzeugen einer Am-Schirm-Übersicht von Programmen, geplant für die Kanäle in den empfangenen gesendeten Strömen. Es bietet dem Benutzer auch die Möglichkeit, Programme zu selektieren, die er sich anschauen, aufzeichnen oder sich erinnern möchte. Bezugnahmen auf die selektierten Programme werden in dem Speicher 11 gespeichert, auf die durch das virtuelle Kanalmodul 15 zugegriffen werden kann. Das virtuelle Kanalmodul 15 ist imstande, einen oder mehrere virtuellen Kanäle zu schaffen, die genannten selektierten Programme, die in dem Speicher 11 gespeichert sind, betreffend. Die Erzeugung der genannten virtuellen Kanäle erfolgt durch Manipulation der DVB-SI-Tabellen derart, dass das Befehlsmodul 13 und das EPG-Modul 14 automatisch die neuen Kanäle erkennen, wodurch die Notwendigkeit wesentlicher Anpassungen der genannten Module vermieden wird.

Das Planungsmodul 16 ist imstande, einen persönlichen Programmplan für jeden der virtuellen Kanäle zusammenzustellen, der aufgezeichnete Programme und/oder gesendete Programme umfasst. Ein derartiger persönlicher Programmplan kann in Reaktion auf einen benutzerbefehl zusammengestellt werden, oder automatisch auf einer täglichen Basis. Zum Zusammenstellen eines persönlichen Programmplans umfasst das Benutzerprofil des Planungsmoduls 16 weiterhin Richtlinien, die spezifizieren, wie der Plan zusammengestellt werden soll. Derartige Richtlinien können spezifizieren, dass der Programmplan eine bestimmte Dauer haben soll, beispielsweise drei Stunden, und eine Folge bestimmter Programmtypen sein soll, beispielsweise starten mit einem Quiz, enden mit einem Film, und weiterhin eine Komödie oder ein Musikprogramm enthalten soll. Das Planungsmodul 16 ermöglicht, dass viele Sätze mit Richtlinien gespeichert werden, damit en vielen Benutzern oder Umständen passt. Benutzer können mit Hilfe der Benutzerbefehlseinheit 10 derartige Sätze hinzufügen, entfernen oder ändern. Richtlinien können auch von dem Hersteller vorgespeichert sein. Je nach den im Videorecorder 17 und in den empfangenen gesendeten Strömen verfügbaren Programmen, stellt das Planungsmodul 16 einen Plan zusammen, der dem selektierten Satz mit Richtlinien möglichst entspricht. Wenn beispielsweise die Richtlinien vorschreiben, dass der Plan eine Komödien enthalten soll, dass aber weder der Videorecorder 17 noch die gesendeten Ströme eine Komödie liefern, kann das Planungsmodul 16 ein komisches Programm, beispielsweise einen Zeichentrickfilm oder Kabarett planen. Regeln für derartige Anpassungen können von dem Hersteller geliefert werden, durch die Service-Information eines gesendeten Stromes oder von dem Benutzer. Eine derartige Regel kann beispielsweise spezifizieren, dass ein Zeichentrickfilm oder ein Kabarett anstelle einer Komödie geplant werden kann und umgekehrt. Eine andere Richtlinie kann spezifizieren, dass gesendete Programme Priorität haben gegenüber aufgezeichneten Programmen, dies zum Sparen von Speicherkapazität auf dem Videorecorder 17. Die Richtlinien können von einfach bis zu komplex reichen. Sie könnten beispielsweise nur die bevorzugte Startzeit und Endzeit des Programmplans spezifizieren. Der Plan kann dann beispielsweise dadurch zusammengestellt werden, dass die nachfolgenden Schritte durchgeführt werden:

  • – alle gewünschten gesendeten Programme planen (entsprechend den Vorzügen des Benutzers in dem Benutzerprofil) zwischen der Startzeit und der Endzeit.
  • – wenn es zwischen den gesendeten Programmen Überlappungen gibt, sollen Prioritätsbewertungen zugeordnet werden und die Programme mit einer niedrigeren Bewertung sollen zum Aufzeichnen reserviert werden und sie sollen aus dem Programmplan entfernt werden.
  • – wenn Lücken auftreten, sollen aufgezeichnete Programme geplant werden, die in diese Lücken hineinpassen.

Wenn die Richtlinien eine Folge von Programmkategorien spezifizieren, beispielsweise ein Quiz oder eine Show, wonach eine Komödie oder ein Zeichentrickfilm folgt, mit einem nachfolgenden Film, kann der Plan dadurch zusammengestellt werden, dass nacheinander für jede Kategorie ein Programm dieser Kategorie gesucht wird. In erster Instanz wird der EPG der Sendungsprogramme durchsucht. Wenn kein Sendungsprogramm innerhalb einer bestimmten Periode nach dem vorhergehenden Programm des Programmplans startet, wird der Inhalt des Videorecorders 17 untersucht. Wenn ein Programm der gewünschten Kategorie verfügbar ist, wird dieses in die Planung aufgenommen. Sonst wird ein gespeichertes Programm einer beliebigen Kategorie geplant. Je nach den verfügbaren Verarbeitungsmitteln kann der Prozess der Zusammenstellung eines Programmplans viel komplexer sein. So kann beispielsweise der Prozess iterativ sein um einen optimalen Plan mit wenig Lücken zu finden, der den Richtlinien möglicht entspricht. Je nach der Komplexität des Videorecorders 17 sind mehrere Möglichkeiten zum Meistern der Lücken und Überlappungen verfügbar. Wenn der Videorecorder 16 nicht verbunden ist oder keine Speicherkapazität zur Verfügung hat, und wenn es zwischen zwei oder mehr gesendeten Programmen einen Zeitkonflikt gibt, wird der Recorder mit der höchsten Prioritätsbewertung zur Wiedergabe selektiert. Wenn Speicherkapazität verfügbar ist, werden die Programme mit den niedrigeren Bewertungen auf dem Videorecorder 17 aufgezeichnet. Das Planungsmodul 16 verwaltet weiterhin eine Datenbank mit Informationen über die im Videorecorder 17 verfügbaren Programme, beispielsweise die Titel, die Dauer und die Programmkategorie. Wenn es in dem Plan des virtuellen Kanals eine Lücke gibt, sucht das Planungsmodul 16 in der Datenbank nach aufgezeichneten Programmen mit einer Länge, die der Länge der Lücke im Wesentlichen entspricht. Wenn derartige Programme gefunden werden, wird eines derselben für den virtuellen Kanal geplant, die Lücke zu füllen. Auf alternative Weise werden mehrere kürzere aufgezeichnete Programme zum Füllen der Lücke kombiniert, oder ein längeres Programm wird in verschiedene Teile aufgeteilt, die je eine andere Lücke in dem Plan des virtuellen Kanal füllen, beispielsweise vor und nach einer Nachrichtensendung. Das Planungsmodul 16 kann den Videorecorder 17 derart steuern, dass dieser ein Programm mit einer etwas höheren Geschwindigkeit wiedergibt, wenn es etwas zu lang für eine Lücke ist, damit diese Lücke genau gefüllt wird oder eine kleine Pause einer vorbestimmten Länge lassen, beispielsweise 5 Minuten. Auf gleiche Weise kann ein Programm, das etwas zu kurz ist um eine Lücke aufzufüllen, mit einer etwas niedrigeren Geschwindigkeit wiedergegeben werden, damit lange Pausen zwischen Programmen vermieden werden. Wenn der Videorecorder 17 imstande ist, gleichzeitig ein erstes Programm aufzuzeichnen und ein zweites Programm wiederzugeben, kann ein gesendetes Programm in der Zeit verschoben werden, so dass es nur dann startet, wenn die Wiedergabe eines aufgezeichneten Programms geendet hat. Das Planungsmodul 16 ist auf diese Art und Weise imstande, Zeitkonflikte zwischen Programmen zu lösen, die über die empfangenen Sendungsströme gesendet werden, durch Zeitverschiebung der Programme oder durch Einfügung aufgezeichneter Programme.

2 zeigt die Zusammenstellung eines Programmplans für einen virtuellen Kanal CH-V mit Programmen von einem Videorecorder VCR und zwei gesendeten Strömen CH-A und CH-B. Das Programm A1 von CH-A und das Programm B2 von CH-B werden für CH-V geplant, wobei zwischen denselben eine Lücke gelassen wird. Das Programm R3 von dem VCR wird geplant, diese Lücke zu füllen. Da R3 etwas länger ist als die Länge der Lücke, wird die Wiedergabegeschwindigkeit von R3 gesteigert, damit es einige Minuten vor dem Anfang von B2 endet. Das Programm R2 von VCR wird nach B2 geplant, und das Programm A4 von CH-A wird nach R2 geplant, was durch Verschiebung in der Zeit erreicht wird, d.h. Aufzeichnung desselben während R2 von VCR wiedergegeben wird. Wenn R2 endet, startet VVCR die Wiedergabe von A4, während dennoch der Rest von R4 aufgezeichnet wird. Die Wiedergabegeschwindigkeit von A4 wird gesteigert, damit die verlorene Zeit kompensiert wird, so dass das nachfolgende Programm B4 überhaupt nicht mehr in der Zeit verschoben zu werden braucht.

Obschon die vorliegende Erfindung anhand bestimmter illustrativer Ausführungsformen beschrieben worden ist, sind Abwandlungen und Modifikationen im Rahmen des erfinderischen Konzeptes durchaus möglich. Auf diese Weise können beispielsweise die jeweiligen Softwaremodule implementiert und verschiedenartig kombiniert oder aber in verschiedenen Geräten, beispielsweise einer Settopbox oder einem Videorecorder, untergebracht werden. Der Videorecorder 17 kann ein herkömmlicher Video-Kassettenrecorder oder ein optisches Aufzeichnungssystem sein. Das Gerät kann einen schnellen Plattenspeicher enthalten oder verschiedene Lese/Schreibmechanismen zur gleichzeitigen Aufzeichnung und Wiedergabe. Es kann einen automatischen Lademechanismus haben zum Laden austauschbarer Datenträger, wie Videobänder und optischer Platten. Auf alternative Weise kann das Gerät Mitteilungen erzeugen um den Benutzer zu beantragen, Datenträger auszutauschen.

Zusammenfassend bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Gerät zum Wiedergeben von Programmen, wobei dieses Gerät Speichermittel zum Speichern einer Anzahl gespeicherter Programme, beispielsweise einen Fernsehempfänger, der einen Videorecorder aufweist oder diesen steuert. Das Gerät umfasst Planungsmittel zum Zusammenstellen eines persönlichen Wiedergabeplans eines Subsatzes der genannten Anzahl gespeicherter Programme, entsprechend einem Benutzerprofil. Wenn das Gerät auch imstande ist, gesendete Programme zu empfangen, sind die Planungsmittel dazu vorgesehen, die genannten gesendeten Programme in den Wiedergabeplan einzuschließen. Ein vom Benutzer selektierbarer Kanal kann zur leichten Untersuchung und Durchführung des Wiedergabeplans vorgesehen sein.


Anspruch[de]
Gerät zur Wiedergabe von Programmen mit Speichermitteln (17) zur Speicherung einer Anzahl gespeicherter Programme und Planungsmitteln (16), vorgesehen zum Selektieren eines Untersatzes der genannten Anzahl gespeicherter Programme und zum Aufstellen eines Wiedergabeplans des genannten Untersatzes entsprechend einem Benutzerprofil, wobei das Gerät dazu vorgesehen ist, die gespeicherten Programm des genannten Untersatzes entsprechend dem genannten Wiedergabeplan wiederzugeben und weiterhin virtuelle Kanalmittel (15) aufweist zum Schaffen eines vom Benutzer selektierbaren virtuellen Kanals zur Wiedergabe der Programme des Wiedergabeplans, dadurch gekennzeichnet, dass auf den virtuellen Kanal über eine Voreinstellnummer, wie bei einem normalen Kanal in einer normalen Fernsehmode, zugegriffen werden kann und dass der virtuelle Kanal in einem EPF unter einer Vielzahl von Kanälen sichtbar ist. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Aspekte des genannten Benutzerprofils eine Folge von Programmkategorien und/oder einer maximalen Dauer des Wiedergabeplans sind. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät weiterhin vom Benutzer betreibbare Editiermittel aufweist zum Ändern des Wiedergabeplans und/oder des Benutzerprofils. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Gerät weiterhin Empfangsmittel (2) aufweist zum Empfangen von Rundfunkprogrammen für eine Anzahl Kanäle, und Selektionsmittel zum Selektieren eines Untersatzes der genannten Rundfunkprogramme, dadurch gekennzeichnet, dass die Planungsmittel (16) weiterhin dazu vorgesehen sind, Rundfunkprogramme des genannten Untersatzes mit Rundfunkprogrammen in den Wiedergabeplan einzuschließen. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Planungsmittel (16) weiterhin dazu vorgesehen sind, einen Spalt in dem Wiedergabeplan zu füllen, und zwar vor oder nach einem Rundfunkprogramm mit wenigstens einem Teil eines gespeicherten Programms. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Planungsmittel (16) weiterhin dazu vorgesehen sind, die Geschwindigkeit einer Wiedergabe des gespeicherten Programms zu steuern, so dass die Länge der genannten Wiedergabe der Länge des Spaltes im Wesentlichen entspricht. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die Speichermittel imstande sind, gleichzeitig ein Rundfunkprogramm aufzunehmen und ein gespeichertes Programm wiederzugeben, dadurch gekennzeichnet, dass die Planungsmittel (16) weiterhin dazu vorgesehen sind eine Überlappung zwischen einem Rundfunkprogramm des Wiedergabeplans und einem gespeicherten Programm des Wiedergabeplans durch Aufzeichnung wenigstens eines Teils des Rundfunkprogramms, während das gespeicherte Programm wiedergegeben wird, und durch Wiedergabe des Rundfunkprogramms nach dem gespeicherten Programm. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der virtuelle Kanal mehr als einen einzigen virtuellen Kanal umfasst. Verfahren zum Wiedergeben von Programmen aus einer Anzahl gespeicherter Programme (R1, R2, R3), wobei das Verfahren einen Schritt der Zusammensetzung eines Wiedergabeplans eines Untersatzes der genannten Anzahl gespeicherter Programme (R2, R3), einen Schritt der Wiedergabe der gespeicherten Programme des genannten Untersatzes (R2, R3) entsprechend dem genannten Wiedergabeplan, und einen Schritt der Schaffung eines vom Benutzer selektierbaren virtuellen Kanals (CH-V) zur Wiedergabe der geplanten Programme für den Wiedergabeplan umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt der Schaffung eines vom Benutzer selektierbaren virtuellen Kanals (CH-V) das Schaffen eines von dem Benutzer selektierbaren virtuellen Kanals (CH-V) umfasst, auf den durch eine vorbestimmte Nummer zugegriffen werden kann, wie auf einen normalen Kanal in der normalen Fernsehmode, und der in einem EPF unter einer Anzahl Kanäle sichtbar ist. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Verfahren weiterhin einen Schritt des Empfangs von Rundfunkprogrammen (A1-A4, B1-B4) aus einer Anzahl Kanäle (CH-A, CH-B) und einen Schritt der Selektion eines Untersatzes der genannten Rundfunkprogramme (A1, B2, A4, B4), dadurch gekennzeichnet, dass die Planungsmittel weiterhin dazu vorgesehen sind, dass sie Rundfunkprogramme des genannten Untersatzes mit Rundfunkprogrammen (A1, B2, A4, B4) in dem Wiedergabeplan enthalten. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der virtuelle Kanal mehr als einen virtuellen Kanal umfasst.






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