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Dokumentenidentifikation DE102004016849B4 13.12.2007
Titel Fahrzeugaufbau eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Dr.Ing.h.c. F. Porsche AG, 70435 Stuttgart, DE
Erfinder Eberle, Wilfried, 89584 Ehingen, DE;
Jahn, Rüdiger, 71229 Leonberg, DE
DE-Anmeldedatum 07.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004016849
Offenlegungstag 03.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62D 25/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrzeugaufbau eines Kraftfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Das Zusammensetzen von Aufbauteilen eines Kraftfahrzeugs, wie beispielsweise von Fahrzeugseitenwandteilen mit Dachquerträgern und einem Dachelement ist aufgrund der Fügevorgänge mit Toleranzen behaftet, die sich durch die Fügevorgänge der Teile summieren können und das maßgenaue Zusammensetzen von weiteren Bauelementen des Fahrzeugaufbaus erschweren.

Aus der DE 197 45 126 C1 ist eine Dachkonstruktion für ein Fahrzeug bekannt, welche eine Seitenwandbeplankung mit einer verbundenen inneren Seitenvand und dazwischen angeordnetem Versteifungsprofil aufweist, wobei die innere Seitenwand mit einem Profilteil des Dachrahmens und das Verstärkungsteil mit der Seitenwandbeplankung mit einem Dachinnenteil verbunden ist. Des Weiteren ist aus der DE 199 15 278 A1 eine Kantenverbindung von zwei Bauteilen, insbesondere zwischen einem Dachblech und einem oberen Seitenteil einer Kraftfahrzeugkarosserie bekannt, wobei die Verbindung über eine Laserlötung erfolgt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Fahrzeugaufbau zu schaffen, der maßgenau mit Mindesttoleranzen zusammensetzbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale beinhaltet der Unteranspruch.

Die durch die Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, dass die zusammenzufügenden Fahrzeugbauteile derart miteinander verbindbar sind, dass die Toleranzen der Fügevorgänge klein gehalten werden können und somit die weiteren angesetzten Bauteile ebenfalls maßgenau zusammenfügbar sind. Dies erfolgt insbesondere dadurch, indem jedes Fahrzeugseitenwandteil jeweils ein Außenwandteil sowie ein oberes und darunter angeordnetes profiliertes. Blechformteil umfasst. Diese Blechformteile bilden einen Träger und sind anschließende Teile eines Dachquerträgers und mit dem Außenwandteil des Fahrzeugseitenwandteiles sowie mit einem an die Blechformteile anschließenden vorderen und hinteren Dachquerträger verbindbar, der aus einer Ober- und Unterschale besteht. Das Zusammenfügen der Teile, wie das gesamte Fahrzeugseitenwandteil mit dem Außenwandteil an den Dachquerträger, erfolgt in vorbestimmten Fügeschritten, so dass die Bautoleranzen minimierbar sind. So werden die Blechformteile mit ihren freien Enden auf die Ober- und Unterschale des Dachquerträgers aufgeschoben und verbunden, wobei das Dachmodul am Außenwandteil der Fahrzeugseitenwand befestigbar ist. Des Weiteren ist das obere Blechformteil des Querträgerteils mit der Oberschale des Querträgers über eine Klebung und das darunter angeordnete Blechformteil des Querträgerteils mit der Unterschale des Querträgers über eine Schweißung verbunden. Ferner wird das Dachmodul mit dem Außenwandteil der Fahrzeugseitenwandteiles über eine Laserlötung verbunden, die an der Längskante des Dachmoduls aufgebracht wird.

Darüber hinaus wird das untere Blechformteil mit der Unterschale des Querträgers über eine Lasersteppnaht fixiert. Durch diese vorgenannten Maßnahmen werden die einzelnen Bauteile des zusammenzufügenden Fahrzeugaufbaus in derartiger vorbestimmter Weise ineinandergelegt, so dass durch entsprechende Fixierungen und Festlegungen die Bautoleranzen der zusammengefügten Bauteile kleingehalten werden können und beispielsweise das Dachmodul genau auf der Seitenwand abschließt und keine Spalten entstehen können.

Die Fügefolge der einzelnen Bauteile sowie die Fixierungen und Festlegungen durch Schweißungen erfolgt in der Weise, dass die Blechformteile in einem ersten Fügevorgang in den Querträger eingeschoben und das obere Blechformteil mit der Oberschale des Dachquerträgers über die Klebung verbunden ist. In einem zweiten Fügevorgang wird das Dachmodul mit seinen Seitenlängskanten über die Laserlötung mit dem Außenwandteil des Fahrzeugseitenwandteiles verbunden, wobei gleichzeitig die Lasernaht zwischen dem Blechformteil und der Unterschale des Dachquerträgers gelegt wird und in einem dritten Fügevorgang wird die Unterschale des Dachquerträgers mit der Seitenwand des weiteren Blechformteils verbunden.

Die Aufgabe der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen

1 einen Querschnitt durch einen vorderen Dachquerträger mit aufgesetztem Dachmodul gem. Linie I-I der 5,

2 einen Querschnitt durch einen hinteren Dachquerträger mit aufgesetztem Dachmodul gem. Linie II-II der 5,

3 eine schaubildliche Darstellung von oben auf einen hinteren Dachquerträger mit verbundenem Seitenwandteil,

4 eine schaubildliche Darstellung von innen auf einen hinteren Dachquerträger mit verbundenem Seitenwandteil und Dachmodul und

5 eine Draufsicht auf das Dachmodul mit verbundenem Seitenwandteil und vorderen und hinteren Dachquerträger.

Die zu verbindende Baugruppe eines Fahrzeugaufbaus besteht aus jeweils einem Fahrzeugseitenwandteil 1 für die linke und rechte Fahrzeugseite, einem jeweils zugeordneten Außenwandteil 2 und einem vorderen und hinteren Dachquerträger 3 und 4 sowie mit den Seitenwandteilen verbundene Blechformteile 5, 6, die als anschließende Teile des Dachquerträgers 3, 4 anzusehen sind und ebenfalls Träger bilden. An den Außenwandteilen 2 ist das Dach 7 aufgelegt befestigt.

Die mit der Fahrzeugseitenwand 1 verbundenen Blechformteile 5, 6 bilden zusammengesetzt Träger-Hohlprofile und sind mit einer oberen Stegwand 5a und einer darunter angeordneten weiteren Stegwand 6a jeweils mit dem Dachquerträger 3, 4 verbunden. Für den vorderen und hinteren Dachquerträger 3, 4 werden für gleiche Bauteile die gleichen Positionsnummern verwendet.

Der Dachquerträger 3 und 4 umfasst jeweils eine Oberschale 3a bzw. 4a und eine Unterschale 3b bzw. 4b, die zu einem Hohlprofil verbunden sind. Mit der Oberschale 3a bzw. 4a des Dachquerträgers 3, 4 ist die obere Stegwand 5a und mit der Unterschale 3b, 4b des Dachquerträgers 3, 4 ist die weitere Stegwand 6a der Blechformteile 5, 6 verbunden.

Die Verbindung der Stegwand 5a des Blechformteils 5 mit der Wandung der Oberschale 3a bzw. 4a erfolgt mittels einer Klebung 10. Eine Fixierung der unteren Stegwand 6a des Blechformteils 6 an der Wandung der Unterschale 3b erfolgt über eine sogenannte Lasersteppnaht 11 und eine Befestigung erfolgt beispielsweise mittels einer MIG-Schweißung 12. Die Verbindung des Dachmoduls 7 bzw. der Dachseitenlängskante mit dem Fahrzeugseitenwandteil 1 bzw. dem Außenwandteil 2 erfolgt mittels einer Laserlötung 13. Die Verbindung des Dachmoduls 7 über die Laserlötung 13 erfolgt gleichzeitig mit der Verbindung der Stegwand 6a des Blechformteiles 6 mit der Unterschale 3b bzw. 4b des Dachquerträgers 3 bzw. 4.

Die Fügefolge der einzelnen Bauteile zur maßgenauen Zusammensetzung dieser Bauteile des Fahrzeugaufbaus wird in nachfolgend aufgeführten Schritten durchgeführt.

Die Blechformteile 5 und 6 werden in einem ersten Fügevorgang in den vorderen sowie in den hintern Dachquerträger 3, 4 eingeschoben, wobei die obere Stegwand 5a des Blechformteils 5 mit der Oberschale 3a, 4a des vorderen und hinteren Querträgers 3, 4 mittels der Klebung 10 verbunden wird. Danach wird in einem zweiten Fügevorgang das Dachmodul 7 mit seinen Seitenlängskanten über die Laserlötung 13 mit dem Außenwandteil 2 des Fahrzeugseitenwandteils 1 und in einem zeitgleichen Vorgang oder nach dieser Laserlötung 13 wird die Stegwand 6a des Blechformteils 6 mit der Unterschale 3b, 4b des vorderen und hintern Dachquerträgers 3, 4 verbunden.


Anspruch[de]
Fahrzeugaufbau eines Kraftfahrzeugs mit Fahrzeugseitenwandteilen (1), die miteinander über einen vorderen und einen hinteren Dachquerträger (3, 4) verbunden sind und ein mit den Seitenwandteilen (1) verbundenes Dachmodul(7) aufweisen wobei das Fahrzeugseitenwandteil (1) jeweils ein Außenwandteil (2) sowie ein oberes und darunter angeordnetes profiliertes Blechformteil mit Stegwänden (5a, 6a) umfasst, das ein anschließendes Teil eines Dachquerträgers (3, 4) ist und welches mit dem Außenwandteil (2) des Fahrzeugseitenwandteils (1) sowie mit einem an die Blechformteile anschließenden vorderen und hinteren Dachquerträger (3, 4), der aus einer Ober- und Unterschale (3a, 4a, 3b, 4b) besteht, verbindbar ist, wobei die Blechformteile mit ihren freien Enden der Stegwände (5a, 6a) auf die Ober- und Unterschale (3a, 4a, 3b, 4b) der Dachquerträger (3, 4) aufschiebbar und mit diesen verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Dachmodul (7) mit dem Außenwandteil (2) des Fahrzeugseitenwandteiles (1) über eine Laserlötung (13) verbunden ist, die an der Längskante des Dachmoduls (7) angeordnet ist und dass das obere Blechformteil (5) mit der Stegwand (5a) jeweils mit der Oberschale (3a, 4a) des Dachquerträgers (3, 4) über eine Klebung (10) und das darunter angeordnete weitere Blechformteil (6) mit der Stegwand (6a) jeweils mit der Unterschale (3b, 4b) des Dachquerträgers (3, 4) über eine Lasersteppnaht (11) fixierbar ist und des weiteren über eine Schweißung (12) verbindbar ist. Fahrzeugaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegwände (5a, 6a) der Blechformteile (5, 6) in einem ersten Fügevorgang in den Dachquerträger (3, 4) eingeschoben und die Stegwand (5a) des oberen Blechformteiles (5) mit der Oberschale (3a, 4a) des Dachquerträgers (3, 4) über die Klebung (10) verbunden ist und in einem zweiten Fügevorgang das Dachmodul (7) mit seinen Seitenkanten über die Laserlötung (13) mit dem Außenwandteil (2) des Fahrzeugseitenwandteils (1) verbunden wird und gleichzeitig die Lasernaht (11) zwischen der Stegwand (6a) des Blechformteiles (6) und der Unterschale (3b, 4b) des Dachquerträgers (3, 4) gelegt wird und in einem dritten Fügevorgang die Unterschale (3b, 4b) des Dachquerträgers (3, 4) mit der Stegwand (6a) des weiteren unteren Blechformteils (6) über die Schweißung (12) verbindbar ist.






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