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Dokumentenidentifikation DE102004024792B4 13.12.2007
Titel Kabelverbinder
Anmelder IMS Connector Systems GmbH, 79843 Löffingen, DE
Erfinder Baur, Roland, 78052 Villingen-Schwenningen, DE
Vertreter Patentanwälte Westphal Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen
DE-Anmeldedatum 17.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004024792
Offenlegungstag 15.12.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse H01R 9/05(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01R 43/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Kabelverbinder mit den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Aus "Koaxiale Steckverbinder, Seite 106, IMS CONNECTOR SYSTEMS, Löffingen 2000" sind ein Kabelverbinder sowie ein Verfahren zum Montieren eines Koaxialkabels in einem solchen Kabelverbinder bekannt. 2 zeigt einen Kabelverbinder 1 mit einem kabelseitigen Kabelaufnahmebereich zum Aufnehmen und Montieren eines Kabels 2. Das Kabel 2 weist von innen nach außen einen Kabel-Innenleiter 20, ein Kabel-Dielektrikum 21, einen Kabel-Außenleiter 22 und einen Mantel 23 auf. Der Kabelverbinder 1 weist außerdem einen Verbinder-Innenleiter mit einem Kontaktierungsbereich 13 zum Kontaktieren des Kabel-Innenleiters 20 und einen Verbinder-Außenleiter 10 zum Aufnehmen und Kontaktieren des Kabel-Außenleiters 22 auf. Dargestellt ist außerdem ein elektrisch leitfähiger Einsatzkörper 25 in Form einer Hülse mit einem Kragen 26*, wobei der Einsatzkörper 25 im montierten Zustand teilweise vom Kabel-Außenleiter 22 überzogen angeordnet wird und vom Verbinder-Außenleiter 10 umgeben wird.

Der Verbinder-Innenleiter besteht aus einem länglichen und elektrisch leitfähigen Körper mit einem Crimpbereich zum Einführen des abisolierten Kabel-Innenleiters 20 und zum anschließenden Vercrimpen A3 zum Befestigen dieser aneinander. Am gegenüberliegenden Ende weist der Verbinder-Innenleiter einen Kontaktstift 15 zum Ankoppeln und Kontaktieren eines Innenleiters eines entsprechenden Gegenstücks zum Kabelverbinder auf. Im zentralen Abschnitt ist der Verbinder-Innenleiter von einem Dielektrikum 16 zum dielektrischen Beabstanden des Verbinder-Innenleiters und des Verbinder-Außenleiters 10 umgeben.

Einzelne Verfahrensschritte zum Montieren des Kabels 2 in dem Kabelverbinder 1 sind in der Abbildung von oben nach unten zeitlich aufeinanderfolgend skizziert. In einem ersten Schritt wird ein vorderer Abschnitt der Länge l des Kabels 2 vom Mantel 23 befreit. Außerdem wird der Einsatzkörper 25 über den hinter den vom Mantel 23 befreiten Abschnitt befindlichen Mantel 23 geschoben A1. Der Einsatzkörper 25 wird dabei so ausgerichtet, dass der Kragen 26* sich am kabelseitigen Endabschnitt des Einsatzkörpers 25 befindet. In einem nächsten Schritt A2 wird der Kabel-Außenleiter 22, der durch ein Abschirmungsgeflecht ausgebildet wird, rückseitig bzw. kabelseitig umgebogen und über den Einsatzkörper 25 gelegt. Überstehendes Geflecht wird abgeschnitten, so dass das Geflecht bzw. der Kabel-Außenleiter 22 bis zum Beginn des Kragens 26* reicht.

Anschließend wird der Verbinder-Innenleiter mit dem Kontaktierungsbereich 13 über den abisolierten vorderseitigen Endabschnitt des Kabel-Innenleiters 20 geschoben und auf diesem festgecrimpt A3.

Im nachfolgenden Schritt B wird das Kabel 2 mit dem vorderseitig montierten Verbinder-Innenleiter in den Verbinder-Außenleiter 10 so weit eingeschoben, dass der Einsatzkörper 25 vollständig vom Verbinder-Außenleiter 10 umgeben ist. Abschließend wird der Verbinder-Außenleiter 10 in seinem rückseitigen und als Crimpabschnitt 18 ausgebildeten Bereich, welcher den Einsatzkörper 25 umschließt, gecrimpt C, um das Kabel 2 im Kabelverbinder 1 festzulegen und zugleich den Kabel-Außenleiter 22 mit dem Verbinder-Außenleiter 10 zu kontaktieren.

Eine solche Montageabfolge ist jedoch nachteilhaft aufwändig. Eine ungenaue Länge l, über die der Mantel 23 entfernt wird, führt zu einer falschen Einführtiefe von Verbinder-Innenleiter und/oder Einsatzkörper in den Verbinder-Außenleiter. Nachteilhaft ist außerdem das erforderliche Zurückbiegen des Kabel-Außenleiters 22 über den Einsatzkörper 25, da dafür ein spezieller Bearbeitungsschritt erforderlich ist. Außerdem muss nachteilhafterweise das den Kabel-Außenleiter 22 ausbildende Geflecht auf eine exakte Länge abgeschnitten werden.

Besonders nachteilhaft ist der unebene Randbereich R, welcher im Umbiegungsbereich des Kabel-Außenleiters 22 beim Zurückbiegen über den Einsatzkörper 25 ausgebildet wird. Dieser unebene Rand führt zwangsläufig zu Störungen beim Übertragen von Hochfrequenz-Signalen.

Außerdem nachteilhaft ist die nicht ausreichend weite oder zu weite Einführung des Einsatzkörpers 25 mit dem vorderseitigen und umfangseitigen unebenen Randbereich R hinsichtlich der Einführtiefe in den Verbinder-Außenleiter 10, wodurch ebenfalls ausreichend exakt definierte HF-Verhältnisse (HF: Hochfrequenz) schwer oder gar nicht einstellbar sind.

Als weiterer Stand der Technik werden die EP 0 993 075 A2, die US 5,965,847 und die US 3,383,457 angegeben. Aus den vorgenannten Druckschriften sind jeweils koaxiale Steckverbinder gemäß Oberbegriff des Anspruches 1 bekannt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen hinsichtlich des Aufbaus verbesserten Kabelverbinder vorzuschlagen. Neben einer vereinfachten Montage soll insbesondere auch die Einsetzbarkeit unter HF-Bedingungen verbessert werden.

Diese Aufgabe wird durch einen Kabelverbinder mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Bevorzugt wird entsprechend ein Kabelverbinder mit einem kabelseitigen Kabelaufnahmebereich zum Aufnehmen und Montieren eines Kabels, das von innen nach außen zumindest einen Kabel-Innenleiter, ein Kabel-Dielektrikum und einen Kabel-Außenleiter aufweist, einem Verbinder-Innenleiter mit einem Kontaktierungsbereich zum Kontaktieren des Kabel-Innenleiters, einem Verbinder-Außenleiter zum Aufnehmen und Kontaktieren des Kabel-Außenleiters und einem elektrisch leitfähigen Einsatzkörper, der im montierten Zustand zumindest teilweise vom Kabel-Außenleiter überzogen angeordnet und vom Verbindungs-Außenleiter umgeben wird, wobei der Einsatzkörper derart ausgebildet und angeordnet ist, dass der Kabel-Außenleiter im montierten Zustand vom kabelseitigen Endabschnitt des Einsatzkörpers ausgehend und nur teilweise über den Einsatzkörper führt, wobei der Einsatzkörper einen Anschlag aufweist, der im montierten Zustand vom Kabel-Außenleiter nicht übergriffen wird, und der Verbinder-Außenleiter einen innenseitigen Gegenanschlag aufweist, wobei der Anschlag und der Gegenanschlag einen definierten Kontaktbereich zum Kontaktieren von Kabel-Außenleiter und Verbinder-Außenleiter ausbilden.

Eine solche Anordnung bietet exakt definierte HF-Verhältnisse aufgrund glatter und sauber definierter Übergangsbereiche für den elektrischen Kontakt vom Kabel-Außenleiter zu dem Verbinder-Außenleiter. Durch den Einsatz von Anschlägen wird außerdem die Einschubtiefe des Kabels mit dem aufgesetzten Einsatzkörper in den Verbinder-Außenleiter exakt vorbestimmbar definiert.

Der Kabelverbinder ist beispielsweise als Stecker oder Buchse zum Verlängern oder Anschließen eines Kabels ausgebildet. Der Verbinder-Außenleiter kann in für sich bekannter Art und Weise zugleich als Gehäuse und/oder Abschirmung ausgebildet sein.

Gemäß der bevorzugten Anordnung wird somit der Einsatzkörper vom kabelseitigen Ende des Einsatzkörpers aus von dem Kabel-Außenleiter teilweise übergriffen. Ein Überbiegen des Kabel-Außenleiters vom vorderseitigen bzw. kabelabgewandten Ende des Einsatzkörpers über diesen mit einer rückwärts gerichteten Bewegung ist somit nicht erforderlich. Insbesondere bei einem Kabel-Außenleiter in Form eines in sich verwobenen Drahtgeflechts muss das Drahtgeflecht nur leicht aufgeweitet werden, um den Einsatzkörper zwischen das Kabel-Dielektrikum und das Geflecht ohne größeren Aufwand zwischenschieben zu können. Ein aufwändiges Entflechten des Geflechts, um dieses anschließend in rückwärtiger Richtung über einen Einsatzkörper zurückbiegen zu müssen, entfällt, was sowohl den Gesamtaufbau als auch die Montage vereinfacht. Ein besonders hervorzuhebender Vorteil besteht außerdem darin, dass der Einsatzkörper mit einem glatten, insbesondere umlaufend glatten vorderseitigen Rand ausgebildet werden kann und daher mit einem glatten Rand einen sauber definierten vorderseitigen Übergang zum Verbinder-Außenleiter ausbildet. Dies verbessert die HF-Verhältnisse der Gesamtanordnung deutlich.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand abhängiger Ansprüche.

Bevorzugt wird ein Kabelverbinder, bei dem der Einsatzkörper als im montierten Zustand über das Kabel-Dielektrikum geschobene Crimphülse ausgebildet ist. Zusätzlich zu der Vereinfachung der Montage wird bei dieser Anordnung bzw. einer entsprechenden Verfahrensweise der Einsatzkörper nicht außen über einen Kabelmantel geschoben, sondern nach Entfernen des Kabelmantels und Abheben des Kabel-Außenleiters direkt auf das Dielektrikum des Kabels geschoben. Die Gesamtanordnung ist in diesem Bereich somit um die doppelte Dicke des Kabelmantels dünner, was auch eine Reduzierung des Umfangs des Kabelverbinders insgesamt in diesem Bereich ermöglicht.

Bevorzugt wird ein Kabelverbinder mit einem solchen Anschlag, bei dem der Anschlag als umlaufender Kragen ausgebildet ist. Bevorzugt wird ein Kabelverbinder mit einem solchen Anschlag, bei dem der Anschlag an dem dem kabelseitigen Endabschnitt abgewandten Ende des Einsatzkörpers ausgebildet ist. Solche Anordnungen sorgen für eine weitere Verbesserung der HF-Verhältnisse.

Bevorzugt wird ein Kabelverbinder, bei dem das zu montierende Kabel ein Koaxialkabel mit einer umlaufenden Abschirmung als Kabel-Außenleiter ist.

Bevorzugt wird ein Kabelverbinder, bei dem der Verbinder-Außenleiter einen Crimp-Abschnitt aufweist und im montierten Zustand der Einsatzkörper und der darüber angeordnete Kabel-Außenleiter von dem Crimp-Abschnitt umgeben und festgelegt sind. In für sich bekannter Art und Weise erfolgt somit ein Zusammencrimpen des Crimpabschnitts des Verbinder-Außenleiters zum Festlegen des Kabel-Außenleiters und des Einsatzkörpers sowie des darin aufgenommenen Kabel-Dielektrikums und Kabel-Innenleiters zu einer festen und gut kontaktierten Einheit.

Neben der Möglichkeit des Vercrimpens zum Verbinden von Kabelverbinder und Kabel können natürlich auch andere für sich bekannte Anordnungen und Verfahren verwendet werden, bei denen das Kabel in einen Kabelverbinder eingeführt und beispielsweise mit einer Kabelschellenverbindung fixiert oder fest geschraubt oder gelötet wird. Auch bei solchen Ausführungsformen wird vorteilhaft ausgenutzt, dass durch den Einsatzkörper an seinem vorderseitigen Ende ein definierter Übergang für gute HF-Verhältnisse bereitgestellt ist.

Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Teilschnitt-Ansicht durch einen Kabelverbinder mit eingesetztem Kabel, wobei ein Vercrimpen noch nicht stattgefunden hat, und

2 aufeinanderfolgend Elemente eines Kabelverbinders gemäß dem Stand der Technik und eines Verfahrens zum Montieren eines Kabels in einem solchen Kabelverbinder gemäß dem Stand der Technik.

Wie aus 1 ersichtlich, besteht ein Kabelverbinder 1 aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten. Rein beispielhaft ist ein Kabelverbinder 1 mit einem innenliegenden Kontaktstift 15seinem vorderseitigen Ende ein definierter Übergang für gute HF-Verhältnisse bereitgestellt ist.

Bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem der Kabel-Außenleiter nur teilweise und nicht bis zu einem dem kabelseitigen Endabschnitt des Einsatzkörpers abgewandten Ende des Einsatzkörpers hin über den Einsatzkörper geschoben wird. Dadurch, dass der Kabel-Außenleiter oder im Fall eines Drahtgeflechts einzelne Adern von diesem nicht über das kabelabgewandte Ende des Einsatzkörpers hinausragen, werden sehr gute und exakt definierte HF-Verhältnisse ermöglicht. Auch ein Abschneiden eines überlangen Kabel-Außenleiters kann in der Regel entfallen, insbesondere dann entfallen, wenn der Mantel des Kabels nicht zu weit entfernt wurde.

Bevorzugt wird ein Verfahren, bei dem das Kabel mit dem Einsatzkörper so weit in den Verbinder-Außenleiter eingeführt wird, bis ein vorderseitiger Anschlag des Einsatzkörpers und ein Gegenanschlag des Verbinder-Außenleiters kontaktierend aneinander anliegen. Dies ermöglicht sehr gute HF-Verhältnisse bei zugleich einfacher Montage des Kabels am Kabelverbinder.

Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Teilschnitt-Ansicht durch einen Kabelverbinder mit eingesetztem Kabel, wobei ein Vercrimpen noch nicht stattgefunden hat, und

2 aufeinanderfolgend Elemente eines Kabelverbinders gemäß dem Stand der Technik und eines Verfahrens zum Montieren eines Kabels in einem solchen Kabelverbinder gemäß dem Stand der Technik.

Wie aus 1 ersichtlich, besteht ein Kabelverbinder 1 aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten. Rein beispielhaft ist ein Kabelverbinder 1 mit einem innenliegenden Kontaktstift 15als ein Verbindungsstecker dargestellt. Übertragbar ist das beschriebene Prinzip jedoch auch auf andere Arten von Kabelverbindern 1. Beispielsweise können die dargestellten Komponenten auch von einem eigenständigen zusätzlichen Gehäuse umgeben werden.

Der Kabelverbinder 1 weist ein rückseitiges bzw. kabelseitiges Ende mit einem Kabelaufnahmeabschnitt auf, in welchen ein Kabel 2 eingeführt wird. Das Kabel 2 besteht von innen nach außen aus einem Kabel-Innenleiter 20, einem Kabel-Dielektrikum 21, einem Kabel-Außenleiter 22 und einem Kabelmantel 23. Anstelle eines einzelnen Kabel-Innenleiters 20 können von dem Kabel-Dielektrikum 21 auch mehrere einzelne Kabeladern als eine Vielzahl von Innenleitern aufgenommen sein. Der Kabel-Außenleiter 22 dient bevorzugt als Abschirmung und zur Impedanz-richtigen Leitung der elektromagnetischen Welle und kann in bekannter Art und Weise beispielsweise aus einer metallisierten Folie, einer Metallfolie, einem Metallrohr oder einem Drahtgeflecht ausgebildet sein. Der Kabelmantel 23 kann ggf. auch ganz entfallen, wenn der Kabel-Außenleiter 22 eine ausreichende Festigkeit aufweist.

Der Kabelverbinder 1 besteht im Wesentlichen aus einem Verbinder-Innenleiter 12, einem Verbinder-Außenleiter 10 und einem diese vorzugsweise beabstandenden und elektrisch trennenden Dielektrikum 16. Der Verbinder-Innenleiter 12 weist bei der dargestellten Ausführungsform einen vorderseitigen Kontaktstift 15 zum Kontaktieren eines entsprechenden Gegenelements einer Buchse oder dergleichen auf. Auf der kabelseitigen Seite des Verbinder-Innenleiters 12 ist ein Kontaktierungsbereich 13, 14 zum Kontaktieren des abisolierten Kabel-Innenleiters 20 ausgebildet. Der Kontaktierungsbereich besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer Innenleiter-Aufnahmeöffnung 13, in die vom rückseitigen Ende aus der Kabel-Innenleiter 20 bei der Montage eingeführt wird. Die Fixierung des Kabel-Innenleiters 20 in der Innenleiter-Aufnahmeöffnung 13 erfolgt beispielsweise durch Verschraubung, Crimpung oder Verlötung über z. B. eine Lötöffnung 14, wobei die Lötöffnung 14 vom seitlichen Außenumfang des Verbinder-Innenleiters 12 durch dessen Wandung zu der Innenleiter-Aufnahmeöffnung 13 hindurchfährt.

Gemäß einem ersten Verfahrensschritt A wird somit das Kabel 2 im vorderseitigen Endabschnitt bis auf den Kabel-Innenleiter 20 abisoliert. Nach dem Einführen des Kabel-Innenleiters in die Innenleiter-Aufnahmeöffnung 13 findet eine dauerhafte Kontaktierung statt.

Außerdem wird der Kabelmantel 23, sofern vorhanden, über eine vorgegebene Länge entfernt und der Kabel-Außenleiter 22 vom vorderseitiger. Ende aus vom Kabel-Dielektrikum 21 abgehoben. Nach oder bei dem Abheben des Kabel-Außenleiters 22 von dem Kabel-Dielektrikum 21 wird von der Vorderseite aus zwischen diese ein Einsatzkörper 25 geschoben. Der Einsatzkörper 25 ist vorzugsweise in Form einer Hülse ausgebildet, deren innerer Durchgangskanal dem Außendurchmesser des Dielektrikums entspricht oder vorzugsweise nicht wesentlich größer ist. Anstelle einer Hülse kann beispielsweise aber auch eine vorderseitige Kragenanordnung mit rückseitig bzw. kabelseitig abstehenden Metallstegen oder dergleichen eingesetzt werden.

Zum leichteren Überschieben über das Kabel-Dielektrikum 21 und unter den Kabel-Außenleiter 22, so dass dieser über den Einsatzkörper außenseitig übergeschoben wird, weist der Einsatzkörper 25 am kabelseitigen Endabschnitt 27 vorzugsweise eine Abflachung auf.

Das Kabel 2 mit dem derart daran angeordneten Einsatzkörper 25 wird dann in einem zweiten Verfahrensschritt B vom rückseitigen Ende aus in eine Durchgangsöffnung 11 des Verbinder-Außenleiters 10 eingeführt. Die Durchgangsöffnung 11 in dem Verbinder-Außenleiter 10 verengt sich zum vorderseitigen Ende derart, dass ein Gegenanschlag 17 für das als Anschlag 26 ausgebildete vorderseitige Ende des Einsatzkörpers 25 ausgebildet wird. Neben der Möglichkeit einer kontinuierlichen konischen Verjüngung des Innendurchmessers der Durchgangsöffnung 10 wird dabei ein stufenförmiger Gegenanschlag 17 besonders bevorzugt.

Der Durchmesser und/oder die Breite des Einsatzkörpers 25 sind so ausgebildet, dass beim Einschieben in die Durchgangsöffnung 10 stets bei einer vordefinierten Einschubtiefe durch Anschlag 26 und Gegenanschlag 17 ein automatischer und gut definierter Einführungsstopp bewirkt wird.

Der Einsatzkörper 25 ist aus einem elektrisch leitfähigen Material gefertigt und steht über eine vorzugsweise große seitliche Umfangsfläche mit dem Kabel-Außenleiter 22 in Kontakt. Daher wird Strom zwischen dem Kabel-Außenleiter 22 und dem Verbinder-Außenleiter 10 im Bereich des durch Anschlag 26 und Gegenanschlag 17 gut definierten Punktes bzw. Umfangsbereiches geleitet. Durch eine entsprechend dieser Anordnung glatte Kante im Übergangsbereich zwischen Gegenanschlag 17 und Anschlag 26 wird ein guter Potentialübergang sichergestellt.

Beim Einschieben B der Anordnung aus Kabel 2 mit aufgesetztem Einsatzkörper 25 besteht bei dieser Anordnung außerdem der Vorteil, dass der Kabelinnenleiter 20 mit dem aufgesetzten Verbinder-Innenleiter in eine entsprechende Öffnung des Dielektrikums 16 ausreichend weit eingeschoben werden kann. Im Fall eines nicht ausreichend weit über das Kabel-Dielektrikum 21 in rückseitiger Richtung geschobenen Einsatzkörpers 25 kann das Kabel 2 auch nach dem Anschlagen des Anschlags 26 an dem Gegenanschlag 17 noch ein Stück weiter eingeführt werden, falls dies erforderlich ist. Gemäß bevorzugter Ausführungsform wird ein nachgeschobener Kabel-Außenleiter 22 am zu weiten Vordringen in vorderseitiger Richtung durch einen kragenförmig nach außen abstehend ausgebildeten Anschlag 26 gehindert.

Abschließend wird in einem dritten Montageschritt C das Kabel 2 mit dem Einsatzkörper 25 in dem Außenleiter 10 fixiert. Dies kann auf vielerlei Art und Weise mittels beispielsweise Verschraubung, Verlötung oder Verklebung durchgeführt werden. Bevorzugt wird jedoch eine Crimpverbindung, bei der ein rückseitig als Crimpabschnitt 18 ausgebildeter Abschnitt des Verbinder-Außenleiters 10 gecrimpt wird. Der Crimpabschnitt 18 erstreckt sich dabei vorzugsweise über den Bereich, in den der Einsatzkörper 25 in die Durchgangsöffnung 11 eingeschoben ist. Durch das Crimpen erfolgt eine mechanisch feste Verbindung von Verbinder-Außenleiter 10, Einsatzkörper 25 und dem dazwischen angeordneten Kabel-Außenleiter 22. Außerdem wird die Anordnung aus gecrimptem Verbinder-Außenleiter 10, Kabel-Außenleiter 22 und Einsatzkörper 25 auch nach innen hin gegen das Kabel-Dielektrikum 21 oder im rückseitigen Bereich ggf. gegen den Kabelmantel gepresst, so dass das Kabel 2 als Ganzes fest in dem Kabel-Verbinder 1 aufgenommen wird. Durch das Crimpen entsteht neben der Kontaktierung des Kabel-Außenleiters 22 mit dem außenseitigen Umfang des Einsatzkörpers 25 auch eine elektrische Kontaktierung mit dem Innenumfang des Verbinder-Außenleiters 10.

Durch die Vercrimpung entsteht zusätzlich ein Druck der Anschlagfläche des Gegenanschlags 17 auf die Anschlagfläche des Anschlags 26, was den elektrischen Übergangswiderstand zwischen den Flächen weiter verbessert.

Vorzugsweise wird die Dimensionierung des Einsatzkörpers 25 so an den Verlauf von Durchgangsöffnung 11 und Gegenanschlag 17 des Verbinder-Außenleiters 10 angepasst, dass im stirnseitigen Übergangsbereich des Anschlags 26 und vorzugsweise im Bereich dessen seitlichen Außenumfangs ein guter Kontakt zu den benachbarten Wandungen der Durchgangsöffnung 11 bzw. des Gegenanschlags 17 entsteht.

Umsetzbar ist eine Vielzahl von alternativen Ausführungsformen. Beispielsweise kann das Dielektrikum 16 zum Beabstanden von Verbinder-Innenleiter 12 und Verbinder-Außenleiter 10 entfallen, wenn durch den kragenförmigen Anschlag 26 des Einsatzkörpers 25 eine gute Beabstandung und Positionierung des Verbinder-Innenleiters 12 gegenüber dem Verbinder-Außenleiter 10 im vorderseitigen Bereich sichergestellt ist. Wird hingegen ein Einsatzkörper 25 verwendet, welcher bei einem Vercrimpen nicht verformt wird, so dass das Kabel-Dielektrikum 21 keiner Einspannung unterliegt, ist jedoch das Dielektrikum 16 vorteilhaft mit einer rückseitigen Aufnahmeöffnung zum Einsetzen des Verbinder-Innenleiters 12 ausbildbar, um die Vorschubstrecke des Kabels 2 mit dem vorderseitig angesetzten Verbinder-Innenleiter 12 beim Einsetzen zu begrenzen.

Insbesondere ist eine Vielzahl von Wandungsverläufen sowohl des Einsatzkörpers 25 hinsichtlich seines Außenumfangs als auch des Verbinder-Außenleiters 10 hinsichtlich des Innenumfangs bzw. des Verlaufs seiner Durchgangsöffnung 11 ausführbar. Eine Umsetzung ist für insbesondere alle Steckverbinderversionen vorteilhaft, welche gecrimpt werden. Zusammengefasst wird der Innenleiter gemäß einem bevorzugten Montageverfahren im unmontierten Zustand gelötet und zusammen mit dem innenliegenden Crimphals, welcher durch den Einsatzkörper 25 ausgebildet wird, in den Verbinder-Außenleiter 10, welcher zugleich das Gehäuse ausbilden kann, auf Anschlag eingeschoben. Durch den Anschlag entstehen exakt definierte HF-Verhältnisse, welche genau optimiert werden können. Danach wird das Außengehäuse gecrimpt. Dadurch wird der innenliegende Crimphals in seiner Lage fixiert.

1
Kabelverbinder
10
Verbinder-Außenleiter
11
Durchgangsöffnung in 10
12
Verbinder-Innenleiter
13
Innenleiter-Aufnahmeöffnung
14
Lötöffnung
15
Kontaktstift
16
Dielektrikum zwischen 10 und 12
17
Gegenanschlag in 10, 11
18
Crimpabschnitt von 10
2
Kabel
20
Kabel-Innenleiter
21
Kabel-Dielektrikum
22
Kabel-Außenleiter
23
Kabelmantel
25
Einsatzkörper
26
Anschlag von 25
27
kabelseitiger Endabschnitt von 25


Anspruch[de]
Kabelverbinder (1) mit

– einem kabelseitigen Kabelaufnahmebereich (11) zum Aufnehmen und Montieren eines Kabels (2), das von innen nach außen zumindest einen Kabel-Innenleiter (20), ein Kabel-Dielektrikum (21) und einen Kabel-Außenleiter (22) aufweist,

– einem Verbinder-Innenleiter (12) mit einem Kontaktierungsbereich (13, 14) zum Kontaktieren des Kabel-Innenleiters (20),

– einem Verbinder-Außenleiter (10) zum Aufnehmen und Kontaktieren des Kabel-Außenleiters (22) und

– einem elektrisch leitfähigen Einsatzkörper (25), der im montierten Zustand zumindest teilweise vom Kabel-Außenleiter (22) überzogen angeordnet und vom Verbindungs-Außenleiter (10) umgeben ist, wobei der Einsatzkörper (25) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass der Kabel-Außenleiter (22) im montierten Zustand vom kabelseitigen Endabschnitt (27) des Einsatzkörpers (25) ausgehend und nur teilweise über den Einsatzkörper (25) führt,

dadurch gekennzeichnet, dass

– der Einsatzkörper (25) einen Anschlag (26), der im montierten Zustand vom Kabel-Außenleiter (22) nicht übergriffen wird, aufweist und

– der Verbinder-Außenleiter (10) einen innenseitigen Gegenanschlag (17) aufweist,

– wobei der Anschlag (26) und der Gegenanschlag (17) einen definierten Kontaktbereich zum Kontaktieren von Kabel-Außenleiter (22) und Verbinder-Außenleiter (10) ausbilden.
Kabelverbinder nach Anspruch 1, bei dem der Einsatzkörper (25) als im montierten Zustand über das Kabel-Dielektrikum (21) geschobene Crimphülse ausgebildet ist. Kabelverbinder nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Anschlag (26) als umlaufender Kragen ausgebildet ist. Kabelverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Anschlag (26) an dem dem kabelseitigen Endabschnitt (27) abgewandten Ende des Einsatzkörpers (25) ausgebildet ist. Kabelverbinder nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem das zu montierende Kabel (1) ein Koaxialkabel mit einer umlaufenden Abschirmung als Kabel-Außenleiter (22) ist. Kabelverbinder nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem

– der Verbinder-Außenleiter (10) einen Crimp-Abschnitt (18) aufweist und

– im montierten Zustand der Einsatzkörper (25) und der darüber angeordnete Kabel-Außenleiter (22) von dem Crimp-Abschnitt (18) umgeben und festlegt sind.






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