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Dokumentenidentifikation DE102006010006B3 13.12.2007
Titel Lastaufnahmemittel mit Zusatzpratzen für Schrottmulden
Anmelder Wimo Hebetechnik GmbH, 87789 Woringen, DE;
ThyssenKrupp Steel AG, 47166 Duisburg, DE
Erfinder Moraru, Willi, 87700 Memmingen, DE;
Bange, Andreas, 58730 Fröndenberg, DE;
Lüftner, Thomas, 58730 Fröndenberg, DE;
Meeß, Axel, 59514 Welver, DE
Vertreter Heilein, E., Dipl.-Ing.Univ. Dr.rer.pol., Pat.-Anw., 85716 Unterschleißheim
DE-Anmeldedatum 03.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006010006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse B66C 1/28(2006.01)A, F, I, 20060303, B, H, DE
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lastaufnahmemittel, insbesondere Teleskopzange, zum Transportieren schwerer Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc.; mit einem Gehäuse (3); sowie wenigstens zwei Schenkeln (1); wobei jeder Schenkel (1) einen Führungsträger (2) und einen daran angeordneten Tragholm (4) umfasst, welcher im unteren Abschnitt eine die Last aufnehmende erste Pratze (10) aufweist; und wobei wenigstens ein Schenkel (1) mittels seines Führungsträgers (2) im Gehäuse dergestalt gehaltert ist, dass dieser über Antriebsmittel verfahrbar ist.
Das erfindungsgemäße Lastaufnahmemittel zeichnet sich dadurch aus, dass unterhalb der ersten Pratze (10) eine zweite Pratze (20) zum Transport einer Schrottmulde (30) an einem Führungsholm (5) angeordnet ist, welcher im Tragholm (4) zwischen einer ersten Position A und einer zweiten Position B dergestalt vertikal führbar ausgebildet ist, dass in der ersten Position A die zweite Pratze (20) nicht die erste Pratze (10) und in der zweiten Position B die erste Pratze (10) nicht die zweite Pratze (20) bei Aufnahme, Transport und Absetzen einer Last behindert.
Die vorliegende Erfindung stellt erstmals ein geeignetes Lastaufnahmemittel bereit, mit welchem sicher gleichermaßen schwere Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc. als auch sog. Schrottmulden (30) transportiert werden können, ohne dass hierfür benötigte, unterschiedlich ausgestaltete ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Lastaufnahmemittel, insbesondere eine Teleskopzange, zum Transportieren schwerer Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc.; mit einem Gehäuse; sowie wenigstens zwei Schenkeln; wobei jeder Schenkel einen Führungsträger und einen daran angeordneten Tragholm umfasst, welcher im unteren Abschnitt eine die Last aufnehmende Pratze aufweist; und wobei wenigsten ein Schenkel mittels seines Führungsträgers im Gehäuse dergestalt gehaltert ist, dass dieser über Antriebsmittel verfahrbar ist.

Für den sicheren Transport schwerer Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc. bedient man sich in der Praxis beispielsweise aus der DE 42 17 333 C2, der EP 0 802 146 B1, der DE 103 42 063 A1 oder der EP 1 033 342 A2 bekannter, speziell ausgebildeter Lastaufnahmemittel, insbesondere sogenannter Teleskopzangen. Diese weisen gemeinhin ein mit einem Kran verbindbares Zangengehäuse sowie zwei Zangenschenkel auf, wobei die Zangenschenkel einen Führungsträger und einen daran angeordneten Tragholm mit daran starr oder klappbar ausgebildeten Stahlpratzen umfassen, welche die Last in der Regel seitlich untergreifen. Wenigstens ein Zangenschenkel ist mittels seines Führungsträgers dergestalt im Zangengehäuse gehaltert, dass dieser über Antriebsmittel verfahrbar ist. In diesem Zusammenhang spricht man auch von der Teleskopierbarkeit des Zangenschenkels, wovon sich der Name der Zange ableitet. Häufig sind beide Zangenschenkel im Zangengehäuse teleskopierbar gehaltert, womit vorteilhaft ein modularer Zangenaufbau ermöglicht ist. Die Modulbauweise bewirkt, dass die Anzahl von Varianten reduziert wird, was im Sinne des stets angestrebten Gleichteilkonzeptes ist.

Nun konnte beobachtet werden, dass mit den Pratzen derartiger Lastaufnahmemittel auch sog. Schrottmulden transportiert wurden. Dies mag zwar vor dem normalerweise notwendigen und insoweit eingesparten Wechsel des Lastaufnahmemittels verständlich sein, bewirkt ansonsten aber nur Schädigungen an den Pratzen selbst, insbesondere wenn diese beispielsweise mit einem Schonbelag versehenen oder in anderer Weise auf den jeweiligen Lastfall ausgelegt sind. Da speziell an zu hebende Lasten angepasste Pratzen regelmäßig auch nicht mit an den Mulden ausgebildeten Aufnahmeöffnungen korrespondieren, sind derartige Transportversuche nicht zuletzt aus Sicherheitsaspekten bedenklich.

Hier sucht die Erfindung Abhilfe zu schaffen. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein geeignetes Lastaufnahmemittel bereitzustellen, mit welchem gleichermaßen sicher schwere Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc. als auch sog. Schrottmulden transportiert werden können.

Diese Aufgabe wird durch ein Lastaufnahmemittel zum Transportieren schwerer Lasten gemäß den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Ausgehend von gattungsgemäßen Lastaufnahmemitteln zeichnet sich das erfindungsgemäße Lastaufnahmemittel dadurch aus, dass unterhalb der ersten Pratze eine zweite Pratze zum Transport einer Schrottmulde an einem Führungsholm angeordnet ist, welcher im Tragholm zwischen einer ersten Position A und einer zweiten Position B dergestalt vertikal führbar ausgebildet ist, dass in der ersten Position A die zweite Pratze nicht die erste Pratze und in der zweiten Position B die erste Pratze nicht die zweite Pratze bei Aufnahme, Transport und Absetzen einer Last behindert.

Je nach Ausgestaltung oder Zangentyp erfolgt die Vertikalführung des Führungsholms mechanisch, hydraulisch und/oder elektromotorisch.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist die Vertikalführbarkeit des Führungsholms hydraulisch mittels eines nicht angetriebenen doppeltwirkenden Hydraulikzylinders realisiert. Dies hat zum Vorteil, dass ohne weitere Antriebsmittel der Führungsholm allein aufgrund der Schwerkraft aus dem Tragholm herausfahrbar ist, sobald ein Schaltelement diesen freigibt.

Als Schaltelemente zum Herausfahren des Führungsholms aus dem Tragholm haben sich – je nachdem, ob die Vertikalführbarkeit hydraulisch, mechanisch und/oder elektromotorisch erfolgt – insbesondere ein Hydraulikventil, ein manueller Offenhaltehebel oder ein automatischer Offenhalter, welcher auch als Schrittschaltwerk bezeichnet wird, bewährt.

Soweit die Vertikalführbarkeit nicht angetrieben erfolgt, braucht zum Hereinfahren des Führungsholms in den Tragholm der Führungsholm bei geöffnetem Schaltelement lediglich zeitweise auf dem Boden abgesetzt zu werden, so dass sich im Zuge eines weiteren Absenkens des Lastaufnahmemittels der Führungsholm selbstständig in den Tragholm drückt.

Soweit die Vertikalführbarkeit angetrieben erfolgt, was vorteilhaft ggf. Probleme mit sog. Schlaffseil vermeidet, haben sich zum Herein- und Herausfahren des Führungsholms bevorzugt elektrisch betriebene Spindelhubelement oder dergleichen bewährt.

Da in den meisten Anwendungsfällen eine ausgefahrene zweite Pratze bei dem Transport schwerer Lasten mittels der ersten Pratze stören würde, kann die zweite Pratze vorzugsweise vollständig in den Tragholm verfahren werden, so dass in der ersten Position A die zweite Pratze vollständig vom Tragholm umfasst ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist die zweite Pratze insbesondere bezüglich ihrer Aufnahmekontur korrespondierend zu einer in der Schrottmulde ausgebildeten Öffnung ausgebildet, was bei den ersten Pratzen allenfalls zufällig der Fall ist.

Zwecks Abstützung der Mulde ist vorzugsweise benachbart der zweiten Pratze an dieser und/oder am Führungsholm wenigstens einseitig wenigstens ein Adapter angeordnet, wobei hinsichtlich sich gegenüberliegenden Pratzen wenigstens ein Adapter vorzugsweise auf unterschiedlichen Seiten der zweiten Pratzen angeordnet ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt jedoch ist auf beiden Seiten einer zweiten Pratze am Führungsholm je ein Adapter angeordnet, was den sicheren Transport auch einseitig beladener Mulden gestattet.

Insbesondere haben sich Adapter bewährt, welche korrespondierend zu einer an der Mulde ausgebildeten Profilierung ausgebildet sind.

Die Erfindung stellt erstmals ein geeignetes Lastaufnahmemittel bereit, mit welchem sicher gleichermaßen schwere Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc. als auch sog. Schrottmulden transportiert werden können, ohne dass sich die hierfür benötigten, unterschiedlich ausgestalteten Pratzen gegenseitig stören würden.

Zusätzliche Einzelheiten und weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend beispielhaft an Hand zweier sogenannter Teleskop-Coilzangen, auf welche die vorliegende Erfindung jedoch nicht beschränkt ist, und in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung beschrieben.

Darin zeigen schematisch:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer unbeladenen Teleskop-Coilzange zum transportieren schwerer Coils oder Bandringe in einer Vorderansicht;

2 zeigt die Teleskop-Coilzange nach 1 mit ausgefahrenen zweiten Pratzen für den Transport sog. Schrottmulden;

3 das Lastaufnahmemittel nach 1 bzw. 2 in einer Seitenansicht;

4 den Schenkel des Lastaufnahmemittels nach 3 vergrößert in einer Innenansicht;

5 einen vergrößerten perspektivischen Ausschnitt des Aufnahmebereiches einer Schrottmulde;

6 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Teleskop-Coilzange in einer Seitenansicht; und

7 den Schenkel des alternativen Lastaufnahmemittels nach 6 vergrößert in einer Innenansicht.

Bei der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten.

1 zeigt in einer Vorderansicht ein erstes Ausführungsbeispiel einer unbeladenen Teleskop-Coilzange zum transportieren schwerer Coils oder Bandringe. Die Teleskop-Coilzange weist ein mit einem Kran verbindbares Zangengehäuse 3 sowie zwei gegensinnig teleskopierbare Zangenschenkel 1 auf, welche je einen Führungsträger 2 und einen daran angeordneten Tragholm 4 umfassen. Im unteren Bereich auf der Innenseite der Tragholme 4 ist je eine erste Pratze 10 angeordnet, welche zum Transportieren von Coils bzw. Bandringen (nicht dargestellt), insbesondere aus Eisen-, Nichteisenmetallen oder anderen Materialien wie beispielsweise Papier, bestimmt ist.

2 zeigt die Teleskop-Coilzange nach 1 mit ausgefahrenen zweiten Pratzen 20, welche für den Transport sog. Schrottmulden 30 bestimmt sind. Die zweiten Pratzen 20 sind unterhalb der ersten Pratze 10 an einem Führungsholm 5 angeordnet, welcher im Tragholm 4 zwischen einer ersten Position A und einer zweiten Position B dergestalt vertikal führbar ausgebildet ist, dass in der ersten Position A die zweite Pratze 20 nicht die erste Pratze 10 bei Aufnahme, Transport und Absetzen von Coils etc. (nicht dargestellt) und in der zweiten Position B die erste Pratze 10 nicht die zweite Pratze 20 bei Aufnahme, Transport und Absetzen von Schrottmulden 30 behindert. Insbesondere ist die zweite Pratze 20 vollständig in den Tragholm 4 verfahrbar, so dass in der ersten Position A die zweite Pratze 20 vollständig vom Tragholm 10 umfasst ist (siehe 1).

Für die Vertikalführung des Führungsholms 5 im Tragholm 4 kommen mechanische, hydraulische und/oder elektromotorische Systeme in Betracht.

Insbesondere kann die Vertikalführbarkeit des Führungsholms 5 hydraulisch mittels eines nicht angetriebenen doppeltwirkenden Hydraulikzylinders realisiert sein, so dass ohne weitere Antriebsmittel der Führungsholm 5 allein aufgrund der Schwerkraft aus dem Tragholm 4 herausfahrbar ist, sobald ein Schaltelement diesen 5 freigibt.

Als Schaltelemente zum Herausfahren des Führungsholms 5 aus dem Tragholm 4 haben sich – je nachdem, ob die Vertikalführbarkeit hydraulisch, mechanisch und/oder elektromotorisch erfolgt – insbesondere ein Hydraulikventil, ein manueller Offenhaltehebel oder ein automatischer Offenhalter, welcher auch als Schrittschaltwerk bezeichnet wird, bewährt.

Soweit die Vertikalführbarkeit durch ein nicht angetriebenes System realisiert ist, braucht zum Hereinfahren des Führungsholms 5 in den Tragholm 4 der Führungsholm 5 bei geöffnetem Schaltelement lediglich zeitweise auf dem Boden abgesetzt zu werden, so dass sich im Zuge eines weiteren Absenkens des Lastaufnahmemittels der Führungsholm 5 selbstständig in den Tragholm 4 drückt. Die sichere Arretierung des Führungsholms 4 im Tragholm 5 kann anschließend durch einfaches Schließen des Schaltelements erfolgen.

Soweit die Vertikalführbarkeit angetrieben erfolgen soll haben sich zum Herein- und Herausfahren des Führungsholms 5 bevorzugt elektrisch betriebene Spindelhubelement oder dergleichen bewährt.

3 zeigt das Lastaufnahmemittel nach 1 bzw. 2 in einer Seitenansicht; 4 den Schenkel 1 des Lastaufnahmemittels nach 3 vergrößert in einer Innenansicht. Wie schon die ersten Pratzen 10 sind erfindungsgemäß bevorzugt auch die zweiten Pratzen 20 speziell an die zuhebende Last 30 angepasst. Insbesondere sind die zweiten Pratzen 20 korrespondierend zu einer in der Schrottmulde 30 ausgebildeten Aufnahme-Öffnung 31 ausgebildet. Um auch einseitig beladene Mulden 30 sicher transportieren zu können sind bevorzugt am Führungsholm 5 benachbart der zweiten Pratze 20 auf beiden Seiten je ein Adapter 21 angeordnet, welche eine zusätzliche Abstützung im Aufnahmebereich der Schrottmulde 30 gestatten.

Den typischen Aufnahmebereich einer Schrottmulde 30 ist in 5 in einem vergrößerten perspektivischen Ausschnitt dargestellt. Deutlich erkennbar ist, wie die Mulde 30 jeweils seitlich eine ausgebildete Öffnung 31 sowie benachbart zu dieser eine Profilierung aufweist. Die am oberen Rahmen der Mulde 30 angeordnete Profilierung weist (innen) beispielsweise angeschweißte Flacheisen 32 und/oder (außen) angeschweißte Vierkantstäbe 33 auf, die als seitlicher Anschlag für die der zweiten Pratze 20 zugeordneten Stützadapter 21 dienen und vorteilhaft ein Kippen insbesondere einseitig bestückter Mulden 30 während Aufnahme, Transport und Absetzen verhindern.

6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Teleskop-Coilzange in einer Seitenansicht; 7 den Schenkel des alternativen Lastaufnahmemittels nach 6 vergrößert in einer Innenansicht. Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung sind die zweiten Pratzen 20 wiederum unterhalb der ersten Pratze 10 an einem Führungsholm 5 angeordnet, welcher im Tragholm 4 zwischen einer ersten Position A und einer zweiten Position B dergestalt vertikal führbar ausgebildet ist, dass in der ersten Position A die zweite Pratze 20 nicht die erste Pratze 10 bei Aufnahme, Transport und Absetzen von Coils etc. (nicht dargestellt) und in der zweiten Position B die erste Pratze 10 nicht die zweite Pratze 20 bei Aufnahme, Transport und Absetzen von Schrottmulden 30 behindert.

Die Pratze 10 kann – wie im Ausführungsbeispiel nach 1 – starr oder – wie im Fall des zweiten Ausführungsbeispiels – klappbar am Tragholm 4 angeordnet sein. Die Klappbarkeit einer Pratze 10 hat zum Vorteil, dass die Coilzange 1 auch bei engen Platzverhältnissen (z.B. LKW, Waggon und Frachter-Be- und Entladung) eingesetzt werden kann. Die Pratze 10 kann zudem – wie in der älteren Anmeldung DE 10 2005 059 241 beschrieben – drehbar ausgebildet sein.

Wie schon beim ersten Ausführungsbeispiel nach 1 sind die zweiten Pratzen 20 wiederum korrespondierend zu einer in der Schrottmulde 30 ausgebildeten Aufnahme-Öffnung 31 ausgebildet.

Anders als im ersten Ausführungsbeispiel nach 1, bei dem mit den an der Mulde 30 angeschweißte Flacheisen 32 zusammenwirkende Adapter 21 unmittelbar auf dem Führungsholm 5 angeordnet, vorzugsweise aufgeschraubt sind, was deren Wechsel nach Verschleiß erleichtert; sind die beim zweiten Ausführungsbeispiel vorgesehenen Adapter 22 erkennbar dergestalt ausgebildet, dass eine Abstützung über die an der Mulde 30 angeschweißten Vierkantstäben 33 erfolgt. Je nach Anwendungsfall und Zangentyp können so unterschiedlich dimensionierte Führungsholme 5 gleichermaßen zuverlässig der Mulde 30 eine Abstützung bereitstellen.

Im übrigen sei, insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltungsmöglichkeiten der Vertikalführbarkeit des Führungsholms 5 im Tragholm 4, auf die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel verwiesen.

Die Erfindung stellt erstmals ein geeignetes Lastaufnahmemittel bereit, mit welchem sicher gleichermaßen schwere Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc. als auch sog. Schrottmulden 30 transportiert werden können, ohne dass hierfür benötigte, unterschiedlich ausgestaltete Pratzen 10 und 20 sich gegenseitig stören würden.

1
Schenkel eines Lastaufnahmemittels, beispielsweise Coilzange
2
Träger, insb. Führungsträger eines Zangenschenkels 1
3
Gehäuse
4
Tragholm
5
Führungsholm
10
Erste Pratze
20
Zweite Pratze
21
erster Adapter, Stützadapter
22
alternativer Adapter, Stützadapter
30
Schrottmulde
31
in der Schrottmulde 30 seitlich ausgebildete Öffnung
32
an der Schrottmulde 30 angeschweißte Flacheisen
33
an der Schrottmulde 30 angeschweißte Vierkantstäbe
V
Vertikalbewegungen des Führungsholms 5


Anspruch[de]
Lastaufnahmemittel, insbesondere Teleskopzange, zum Transportieren schwerer Lasten wie Coils, Bandringe, Blechpakete, Brammen, Walzen oder Papierrollen etc.; mit

– einem Gehäuse (3); sowie

– wenigstens zwei Schenkeln (1);

– wobei jeder Schenkel (1) einen Führungsträger (2) und einen daran angeordneten Tragholm (4) umfasst, welcher im unteren Abschnitt eine die Last aufnehmende erste Pratze (10) aufweist; und

– wobei wenigstens ein Schenkel (1) mittels seines Führungsträgers (2) im Gehäuse dergestalt gehaltert ist, dass dieser über Antriebsmittel verfahrbar ist;

dadurch gekennzeichnet, dass

– unterhalb der ersten Pratze (10) eine zweite Pratze (20) zum Transport einer Schrottmulde (30) an einem Führungsholm (5) angeordnet ist, welcher im Tragholm (4) zwischen einer ersten Position A und einer zweiten Position B dergestalt vertikal führbar ausgebildet ist, dass in der ersten Position A die zweite Pratze (20) nicht die erste Pratze (10) und in der zweiten Position B die erste Pratze (10) nicht die zweite Pratze (20) bei Aufnahme, Transport und Absetzen einer Last behindert.
Lastaufnahmemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalführbarkeit des Führungsholms (5) mechanisch, hydraulisch und/oder elektromotorisch erfolgt. Lastaufnahmemittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalführbarkeit des Führungsholms (5) hydraulisch mittels eines nicht angetriebenen doppeltwirkenden Hydraulikzylinders erfolgt. Lastaufnahmemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Herausfahren des Führungsholms (5) aus dem Tragholm (4) ein Hydraulikventil, ein manueller Offenhaltehebel oder ein automatischer Offenhalter (Schrittschaltwerk) vorgesehen ist. Lastaufnahmemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Hereinfahren des Führungsholms (5) in den Tragholm (4) der Führungsholm (5) zeitweise auf dem Boden abzusetzen ist. Lastaufnahmemittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Herein- und Herausfahren des Führungsholms (5) ein elektrisch betriebenes Spindelhubelement vorgesehen ist. Lastaufnahmemittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Position A die zweite Pratze (20) vollständig in den Tragholm (4) verfahren ist. Lastaufnahmemittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Pratze (20) korrespondierend zu einer in der Schrottmulde (30) ausgebildeten Öffnung (31) ausgebildet ist. Lastaufnahmemittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart der zweiten Pratze (20) an dieser und/oder am Führungsholm (5) wenigstens einseitig wenigstens ein Adapter (21; 22) zur Abstützung an der Mulde (30) angeordnet ist. Lastaufnahmemittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei sich gegenüberliegenden zweiten Pratzen (20) der Adapter (21; 22) auf unterschiedlichen Seiten der zweiten Pratzen (20) angeordnet ist. Lastaufnahmemittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten einer zweiten Pratze (20) je ein Adapter (21; 22) angeordnet ist. Lastaufnahmemittel nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Adapter (21; 22) korrespondierend zu einer an der Mulde ausgebildeten Profilierung (32; 33) ausgebildet ist/sind.






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