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Dokumentenidentifikation DE102006019557A1 13.12.2007
Titel Personalisierte Verpackungseinheit und Verfahren zur Identifizierung der Verpackungseinheit
Anmelder Karl Knauer KG, 77781 Biberach, DE
Erfinder Dilger, Markus, 77736 Zell, DE;
Heizmann, Thomas, 77781 Biberach, DE
Vertreter Kohler Schmid Möbus Patentanwälte, 70565 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 27.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019557
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse G09F 3/03(2006.01)A, F, I, 20060427, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 25/20(2006.01)A, L, I, 20060427, B, H, DE   B65D 5/44(2006.01)A, L, I, 20060427, B, H, DE   G06K 9/18(2006.01)A, L, I, 20060427, B, H, DE   
Zusammenfassung Auf einer Verpackungseinheit (1) zur Aufnahme eines Produkts ist auf der Verpackungseinheit (1) ein erster Code (2) aufgebracht. Auf der Verpackungseinheit (1) ist mindestens ein zweiter Code (2') vorgesehen, wobei die beiden Codes (2, 2') durch eine Tarnung visuell verschlüsselt und/oder abgedeckt sind. Es besteht ferner eine Zuordnung der Codes (2, 2') zu der mit den Codes (2, 2') versehenen Verpackungseinheit (1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verpackungseinheit zur Aufnahme eines Produkts, wobei auf der Verpackungseinheit ein erster Code aufgebracht ist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Identifizierung der Verpackungseinheit.

Verpackungseinheiten werden in der Regel mit Codes versehen, um Informationen über die Verpackungseinheit selbst oder über das darin befindliche Produkt bereitzustellen. So ist es beispielsweise üblich, Verpackungseinheiten mit Barcodes zu versehen, um Produktinformationen, wie zum Beispiel Verpackungsinhalt, Preis, Herstellerangaben usw. bereitzustellen.

Die Verwendung von Codes ist auch im Zusammenhang mit Prepaid-Telefonkarten bekannt. Die Karten werden hier mit einem verdeckten Code versehen, so dass der Endkunden bei Unversehrtheit der Abdeckung des Codes sichergehen kann, dass der auf der Karte aufgedruckte Code bisher nicht verwendet wurde.

Insbesondere bei Produkten im Hochpreissektor treten immer häufiger Fälschungen der Produkte in Erscheinung welche in Verpackungseinheiten verpackt sind, die den Originalpackungen sowohl im Design als auch im auf der Packung aufgebrachten Informationsgehalt täuschend echt nachempfunden sind. Derartige Plagiate sind meist qualitativ minderwertig und werfen daher ein schlechtes Bild auf den Hersteller des Originalprodukts. Da die meisten Produkte über Zwischenhändler vertrieben werden, also einen mehrstufigen Vertriebsweg durchlaufen, besteht eine erhöhte Gefahr, dass minderwertige Plagiate innerhalb dieses Vertriebswegs eingeschmuggelt werden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Verpackungseinheit vorzuschlagen, die sowohl für den Endkunden als auch für den Zwischenhändler eine erhöhte Sicherheit bezüglich der Zuordnung der Verpackungseinheit und somit auch bezüglich der Zuordnung des in der Verpackungseinheit befindlichen Produkts zu dem Hersteller des Originalprodukts gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass auf der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mindestens ein zweiter Code vorgesehen ist, wobei die Codes durch eine Tarnung visuell verschlüsselt und/oder abgedeckt sind, und dass eine Zuordnung der Codes zu der mit den Codes versehenen Verpackungseinheit existiert.

Das Aufbringen zweier Codes auf die erfindungsgemäße Verpackungseinheit ermöglicht eine mehrstufige Überprüfung der Verpackungseinheit, so dass auch innerhalb eines mehrstufigen Vertriebswegs eine zuverlässige Kontrolle gewährleistet wird. Somit ist eine erhöhte Produktsicherheit gegeben, wodurch das Vertrauen von Händlern und Verbrauchern gegenüber dem Hersteller gestärkt wird. Einer der beiden Codes kann beispielsweise für einen Zwischenhändler, der zweite Code für den Endkunden bestimmt sein.

Um zu kennzeichnen, welche der Codes bereits überprüft wurden, sind die noch nicht überprüften Codes vorzugsweise durch eine Tarnung verdeckt. Es ist jedoch auch denkbar die Codes nicht abzudecken, sondern visuell zu verschlüsseln, also unkenntlich zu machen. Das Entziffern der Codes ist denen vorbehalten, die die Art der Verschlüsselung kennen und die nötigen Hilfsmittel zur Entschlüsselung besitzen. Die visuelle Verschlüsselung beziehungsweise die Abdeckung der Codes kann daher auch dazu dienen, die entsprechenden Codes lediglich einer bestimmten Personengruppe zugänglich zu machen. Die Zuordnung der Codes zum Endkunden beziehungsweise zum Zwischenhändler kann dann beispielsweise über verschiedene Tarnungen der beiden Codes erfolgen. Die Information über die Art der Verschlüsselung und gegebenenfalls über die Stelle, an der der verschlüsselte Code zu finden ist, wird in diesem Fall lediglich einer ausgewählten Personengruppe durch den Hersteller übermittelt. So können beispielsweise die Informationen zum Enttarnen des für den Endkunden bestimmten Codes auf der Verpackung aufgedruckt sein, wohingegen die Informationen zum enttarnenden des für den Zwischenhändler bestimmten Codes dem Zwischenhändler direkt übermittelt werden.

Da die Existenz der visuell verschlüsselten Codes nicht oder nur bei sehr genauer Untersuchung der Verpackungseinheit zu erkennen sind, wird ein Nachahmen der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit erschwert bzw. verhindert.

Aufgrund der Zuordnung der Codes zu der mit den Codes versehenen Verpackungseinheit kann die Verpackungseinheit eindeutig als eine Originalverpackung identifiziert werden. Dies wird vorzugsweise dadurch realisiert, dass jede erfindungsgemäße Verpackungseinheit mit individuellen Codes versehen ist. Hierdurch wird es ermöglicht, eine Registrierung für jede Verpackungseinheit vorzunehmen und somit Duplikate einer bereits registrierten Verpackungseinheit aufzuspüren. Das Nachahmen der Originalverpackung wird dadurch unattraktiv, da die Identifizierung des Plagiats sehr einfach zu realisieren ist.

Mit der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit kann der Kunde sichergehen, dass es sich bei dem erworbenen Produkt um ein Originalprodukt des auf der Verpackungseinheit angegebenen Herstellers handelt.

Die Codes sind vorzugsweise auf der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit aufgedruckt, aufgestanzt, gelasert, eingeprägt oder aufgeklebt. Das Aufbringen der Codes kann somit problemlos und ohne großen Mehraufwand oder zusätzliche Hilfsmittel in den Herstellungsprozess der Verpackungseinheit integriert werden. Es ergibt sich eine besonders einfache und kostengünstige Realisierung eines effektiven Sicherungskonzepts.

Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass die Codes mittels Funkübertragung auf einen in der Verpackungseinheit integrierbaren Datenträger übertragen werden.

Besonders vorteilhaft ist das, wenn zumindest einer der Codes maschinenlesbar ist. Dies erleichtert insbesondere die Überprüfung der Verpackungseinheit durch einen Zwischenhändler, da auf diese Weise eine große Anzahl an Verpackungseinheiten in kurzer Zeit überprüft werden können.

Die Codes sind vorzugsweise durch einen Zufallsgenerator und/oder durch eine Verschlüsselung erzeugt. Insbesondere im Falle einer Erzeugung durch einen Zufallsgenerator wird es sehr schwierig, die Codes zu fälschen, da keine Systematik beziehungsweise Logik in der Erstellung der Codes existiert.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit sind die Codes zudem voneinander unabhängig.

Es kann jedoch vorteilhaft sein, wenn die beiden Codes einander zugeordnet sind. Dies kann beispielsweise innerhalb einer vorzugsweise gesicherten Datenbank des Herstellers erfolgen. Somit kann eine zusätzliche Überprüfung der Echtheit des Produkts beziehungsweise der Verpackungseinheit durch Überprüfung des Codepaares erfolgen.

Insbesondere für Marktanalysen ist es von großem Vorteil, wenn zumindest einer der Codes Informationen über das Produkt und/oder den Produktionsort und/oder das Herstellungsdatum und/oder den belieferten Großhändler und/oder den Vertriebsweg enthält. Die erfindungsgemäße Verpackungseinheit ermöglicht somit neue Möglichkeiten, um an Produktinformationen zu gelangen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein weiterer Code vorgesehen ist, welcher auf dem Produkt selbst aufgebracht ist und dem ersten und/oder dem zweiten Code auf der Verpackungseinheit zugeordnet ist. Auf diese Weise wird eine Verknüpfung des Produkts mit der Verpackungseinheit realisiert, so dass das Originalprodukt eindeutig der Verpackungseinheit zugeordnet werden kann.

Die Tarnung zumindest einer der Codes ist vorzugsweise eine den Code abdeckende, abrubbelbare Schicht.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit sieht vor, dass die Tarnung zumindest einer der Codes eine den Code abdeckende, abziehbare Lasche ist, und dass die Verpackungseinheit zumindest bereichsweise doppelschichtig ausgeführt, wobei die äußere Schicht des doppelschichtigen Bereichs der Verpackungseinheit eine Vertiefung oder Aussparung zum Lösen der abziehbaren Lasche aufweist. Der Code kann somit ohne weitere Hilfsmittel auf einfache Weise freigelegt werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist die Tarnung zumindest einer der Codes eine Moiré-Verschlüsselung. Der so aufgebrachte Code ist auf der Verpackung praktisch "unsichtbar" aufgebracht und kann lediglich mithilfe einer Moiré-Folie sichtbar gemacht werden.

Ebenso kam es vorteilhaft sein, dass die Tarnung zumindest einer der Codes eine Miniaturisierung in Form einer Mikroschrift ist. Auch bei dieser Ausführungsform kann der Code mit bloßem Auge nicht erkannt beziehungsweise entziffert werden.

Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit besteht darin, dass die Tarnung zumindest einer der Codes eine UV-empfindliche Farbe ist, mit der der Code auf der Verpackungseinheit aufgetragen ist.

Vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform, bei der die Tarnung zumindest einer der Codes eine unsichtbaren Farbe ist, mit der der Code auf der Verpackungseinheit aufgetragen ist, und die durch eine Behandlung, insbesondere eine chemische Behandlung, sichtbar gemacht werden kann.

Darüber hinaus ist es möglich als Tarnung zumindest einer der Codes eine Sicherheitsfarbe vorzusehen, mit welcher der entsprechende Code auf der Verpackungseinheit aufgebracht ist, die ausschließlich mit Hilfe einer Maschine detektierbar ist.

Sowohl bei der Moiré-Verschlüsselung als auch bei der Mikroschrift, der UV-empfindlichen Farbe, der unsichtbaren Farbe – sowie der Sicherheitsfarbe ist für einen nicht eingeweihten Laien das Vorhandensein des entsprechend visuell verschlüsselten Codes nicht erkennbar. Derartige visuelle Verschlüsselungen eignen sich daher insbesondere zu Verschlüsselung von Codes für Großhändler, die vom Hersteller die notwendigen Informationen zum Entschlüsseln, also zum Sichtbarmachen der Codes bekommen. Einem Außenstehenden ist es daher nahezu unmöglich, die Verpackungseinheit originalgetreu nachzuahmen.

Um die Produktsicherheit weiter zu erhöhen, ist es vorteilhaft, wenn mindestens ein weiteres Sicherheitsmerkmal vorgesehen ist.

Dabei kann es sich beispielsweise um ein Hologramm handeln. Das Hologramm kann in der Verpackungseinheit integriert, oder als Versiegelung aufgeklebt sein. Darüber hinaus können weitere Sicherheitsmerkmale mit Hilfe der oben genannten oder anderer Tarnungen auf der Verpackungseinheit vorgesehen sein.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Identifizieren einer Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

  • a. Visualisieren und Ablesen zumindest des ersten Codes der Verpackungseinheit des zu identifizierenden Produkts durch einen Kunden;
  • b. Übermitteln des abgelesenen Codes zu einer Datenbank, wobei die Datenbank Informationen über gültige Codes enthält;
  • c. Bearbeiten des übermittelten Codes innerhalb der Datenbank und Erstellen eines Ergebnisses;
  • d. Übermitteln des Ergebnisses der Bearbeitung zu dem Kunden.

Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich insbesondere durch eine einfache, leicht verständliche und sichere Anwendung durch den Kunden aus. Zur Visualisierung der Codes wird je nach Art der Tarnungen der Codes eine abrubbelbare Schicht abgerubbelt, eine vorperforierte Lasche abgezogen, ein vorgegebener Bereich mit UV-Licht bestrahlt, mittels einer Lupe vergrößert und/oder mit einem chemischen Prozess sichtbar gemacht wird.

Vorzugsweise handelt es sich bei der Datenbank um eine gesicherte Datenbank. Es ist jedoch auch denkbar, eine ungesicherte Datenbank zu verwenden. Eine Datenübertragung über zumindest teilweise gesicherte Leitungen durchzuführen ist in jedem Fall von Vorteil.

Das Übermitteln der Codes zu der Datenbank erfolgt vorzugsweise per Internet. Die Übertragung kann über eine separate Abfrageseite oder über die Kundenhomepage, beispielsweise mittels einer gesicherten Verbindung, erfolgen. Es ist jedoch auch denkbar die Übermittlung der Codes beispielsweise per SMS, per Telefon oder mit allen anderen elektronischen Datenübertragungsmöglichkeiten durchzuführen.

Bei einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt bei der Bearbeitung des eingegebenen Codes ein Vergleich mit innerhalb der Datenbank gespeicherten Codes. Als Ergebnis der Bearbeitung wird dem Kunden dann übermittelt, ob eine Übereinstimmung mit in der Datenbank abgelegten Codes existiert.

Bei einer alternativen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens, wird durch die Bearbeitung des durch den Kunden eingegebenen Codes mit Hilfe eines Algorithmus ein Prüfcode als Ergebnis der Bearbeitung erzeugt. In der Datenbank müssen dann lediglich der erste Code sowie der Algorithmus zur Erstellung des Prüfcodes gespeichert sein. Da der Algorithmus zur Erstellung des Prüfcodes im Allgemeinen für eine Vielzahl von Verpackungseinheiten der gleiche ist, kann mithilfe dieser Variante der benötigte Speicherplatz innerhalb der Datenbank reduziert werden. Der Kunde bekommt bei dieser Verfahrensvariante den Prüfcode übermittelt, den er beispielsweise mit dem zweiten oder einem weiteren auf der Verpackungseinheit befindlichen Code vergleichen muss. Bei dem Prüfercode kann es sich jedoch auch lediglich um eine Prüfziffer handeln, die zusätzlich zu den visuell verschlüsselten Codes auf der Verpackungseinheit vermerkt ist.

Als besonders vorteilhaft erweist sich eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der nach Bearbeiten des übermittelten Codes, dieser Code in der Datenbank als "gesperrt" gekennzeichnet wird. Dazu ist es vorteilhaft, zwei voneinander verschiedene Codes vorzusehen. Wird ein bereits als "gesperrt" gekennzeichneter Code von einem anderen Kunden eingeben, so weiß der Hersteller, dass ein Plagiat der entsprechenden Verpackung in Umlauf ist. Auf diese Weise können in den Umlauf gekommene Plagiate ausfindig gemacht und aus dem Verkehr gezogen werden.

Für Marktforschungszwecke und zur Lokalisierung von in den Handel geratenen Plagiaten ist es vorteilhaft, wenn Informationen über den Kunden an die Datenbank übermittelt und zusammen mit den im Code enthaltenen Informationen ausgewertet werden. Durch diese Möglichkeit der Rückverfolgung von Plagiaten wird die Motivation zum Fälschen der erfindungsgemäßen Verpackungseinheiten oder der darin verpackten Produkte verringert.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die weiter aufgeführten Merkmale je für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.

Es zeigen

1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verpackungseinheit im zusammengefalteten Zustand mit zwei durch jeweils eine abziehbare Lasche verdeckte Codes; und

2 einen Zuschnitt einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit, bei der einer der Codes durch eine abrubbelbare Schicht verdeckt ist.

1 zeigt eine Verpackungseinheit 1 im bereits zusammengefalteten Zustand. Auf der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit ist ein erster Code 2 unter einer ersten abziehbaren Lasche 3a und ein zweiter Code unter einer zweiten abziehbaren Lasche 3b aufgebracht. Während der zweite Code von der zweiten Lasche 3b verdeckt ist, ist die erste Lasche 3a bereits teilweise abgezogen, so dass man den ersten Code 2 erkennen kann. Die Verpackungseinheit 1 ist hier zumindest in dem Bereich, in dem die Codes aufgebracht sind, doppelschichtig ausgeführt. In der äußeren Schicht des doppelschichtigen Bereichs der Verpackungseinheit sind Aussparungen 4 vorgesehen, um das Abziehen der Laschen 3a. 3b zu erleichtern.

Die Codes 2 umfassen vorzugsweise alphanumerische Nummern, bei denen keine oder nur eine geringe Verwechslungsgefahr besteht. Es sind jedoch auch andere Schriftzeichen, Bilder und Piktogramme als Codes verwendbar. Vermieden werden sollten Zeichen, die oft verwechselt werden können, wie zum Beispiel O/0/D, I/J, U/V, B/D/8, a/ä usw. Die Erstellung der Codes erfolgt in einer vorzugsweise gesicherten Datenbank. Von hier aus werden die erstellten Codes mithilfe eines verschlüsselten Datentransfers direkt zu der Vorrichtung transferiert, die für die Aufbringung der Codes auf die Zuschnitte der Verpackungseinheiten verantwortlich ist. Im Allgemeinen wird dies die Druckvorrichtung sein, mit der die Zuschnitte ohnehin bedruckt werden. Hierdurch ergibt sich ein besonders wirtschaftlicher Druck im Produktionsprozess ohne zusätzliche Arbeitsgänge.

Neben dem Code 2 kann oder können unter der Lasche 3a weitere Verschlüsselungsmerkmale vorgesehen sein.

Die in 1 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit zeigt darüber hinaus weitere visuell verschlüsselte Bereiche, die sowohl mit Codes als auch mit Logos oder anderen Zeichen versehen sein können. In diesem Zusammenhang können metallempfindliche Farben, Mikroschriften, Moirés, Hologramme, Klebestreifen usw. eingesetzt werden. Beispielhaft sind die Verschlüsselungsmöglichkeiten mit Bezugszeichen 5, 6, 7, 8 versehen.

2 zeigt einen Zuschnitt einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit 1'. Die Verpackungseinheit 1' ist mit zwei Rubbelbereichen 9a, 9b ausgestattet, in denen die Codes aufgebracht sind. Der erste Rubbelbereichen 9a ist bereits freigelegt und zeigt den ersten Code 2. Der zweite Rubbelbereichen 9b ist noch mit einer abrubbelbaren Schicht 10 bedeckt, so dass der zweite Code nicht erkennbar ist.

Insgesamt ergibt sich eine Verpackungseinheit die auf einfache und kostengünstige Weise hergestellt werden kann und trotzdem eine erhöhte Sicherheit bezüglich der Identifizierung der Verpackungseinheit beziehungsweise der darin befindlichen Ware mit dem Originalhersteller gewährleistet. Das Verpackungskonzept erlaubt eine mehrfache und zuverlässige Überprüfung der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit, auch wenn einer der Codes bereits freigelegt ist. Dies ist insbesondere für einen mehrstufigen Vertrieb vorteilhaft. Darüber hinaus können mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens zusätzliche Informationen erhalten werden, so dass beispielsweise ein Zurückverfolgen des Transportwegs sowie die Erstellung von weitläufigen Marktstudien ermöglicht wird.

Auf einer Verpackungseinheit 1 zur Aufnahme eines Produkts ist auf der Verpackungseinheit 1 ein erster Code 2 aufgebracht. Auf der Verpackungseinheit 1 ist mindestens ein zweiter Code 2' vorgesehen, wobei die beiden Codes 2, 2' durch eine Tarnung visuell verschlüsselt und/oder abgedeckt sind. Es besteht ferner eine Zuordnung der Codes 2, 2' zu der mit den Codes 2, 2' versehenen Verpackungseinheit 1.


Anspruch[de]
Verpackungseinheit (1; 1') zur Aufnahme eines Produkts, wobei auf der Verpackungseinheit (1; 1') ein erster Code (2) aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein zweiter Code (2') vorgesehen ist, wobei die Codes (2, 2') durch eine Tarnung visuell verschlüsselt und/oder abgedeckt sind, und dass eine Zuordnung der Codes (2, 2') zu der mit den Codes (2, 2') versehenen Verpackungseinheit (1; 1') existiert. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Codes (2, 2') aufgedruckt, aufgestanzt, gelasert, eingeprägt oder aufgeklebt sind. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Codes (2, 2') mittels Funkübertragung auf einen in der Verpackungseinheit (1; 1') integrierbaren Datenträger übertragen werden. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Codes (2, 2') maschinenlesbar sind. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Codes (2, 2') durch einen Zufallsgenerator und/oder durch eine Verschlüsselung erzeugt sind. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Codes (2, 2') voneinander unabhängig sind. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Codes (2, 2') einander zugeordnet sind. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Codes (2, 2') Informationen über das Produkt und/oder den Produktionsort und/oder das Herstellungsdatum und/oder den belieferten Großhändler und/oder den Vertriebsweg enthält. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Code vorgesehen ist, welcher auf dem Produkt selbst aufgebracht ist und dem ersten und/oder dem zweiten Code (2, 2') auf der Verpackungseinheit (1; 1') zugeordnet ist. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung zumindest einer der Codes (2, 2') eine den Code (2, 2') abdeckende, abrubbelbare Schicht ist. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung zumindest einer der Codes (2, 2') eine den Code (2, 2') abdeckende, abziehbare Lasche (3a, 3b) ist, und dass die Verpackungseinheit (1; 1') zumindest bereichsweise doppelschichtig ausgeführt, wobei die äußere Schicht des doppelschichtigen Bereichs der Verpackungseinheit (1; 1') eine Vertiefung oder Aussparung (4) zum Lösen der abziehbaren Lasche (3a, 3b) aufweist. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung zumindest einer der Codes (2, 2') eine Moiré-Verschlüsselung ist. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung zumindest einer der Codes (2, 2') ein weiteres Verschlüsselungsmerkmal, wie eine Mikroschrift, aufweist. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung zumindest einer der Codes (2, 2') eine UV-empfindliche Farbe ist, mit der der Code (2, 2') mit auf der Verpackungseinheit (1; 1') aufgetragen ist. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung zumindest einer der Codes (2, 2') eine unsichtbaren Farbe, insbesondere eine metallempfindlichen Farbe ist, mit der der Code (2, 2') auf der Verpackungseinheit (1; 1') aufgetragen ist, und die durch eine Behandlung, insbesondere eine chemische Behandlung, sichtbar gemacht werden kann. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tarnung zumindest einer der Codes (2, 2') eine Sicherheitsfarbe ist, die ausschließlich mit Hilfe einer Maschine detektierbar ist. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein weiteres Sicherheitsmerkmal vorgesehen ist. Verpackungseinheit nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Sicherheitsmerkmal ein Hologramm ist. Verfahren zum Identifizieren einer Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

a. Visualisieren und Ablesen zumindest des ersten Codes (2, 2') der Verpackungseinheit (1; 1') des zu identifizierenden Produkts durch einen Kunden;

b. Übermitteln des abgelesenen Codes (2, 2') zu einer Datenbank, wobei die Datenbank Informationen über gültige Codes (2, 2') enthält;

c. Bearbeiten des übermittelten Codes (2, 2') innerhalb der Datenbank und Erstellen eines Ergebnisses;

d. Übermitteln des Ergebnisses der Bearbeitung zu dem Kunden.
Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenbank eine gesicherte Datenbank ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Übermitteln des Codes zu der Datenbank per Internet oder mit allen anderen elektronischen Datenübertragungsmöglichkeiten erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bearbeitung des eingegebenen Codes (2, 2') ein Vergleich mit innerhalb der Datenbank gespeicherten Codes erfolgt Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21 zum Identifizieren einer Verpackungseinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Bearbeitung des eingegebenen Codes (2, 2') mit Hilfe eines Algorithmus ein Prüfcode erzeugt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass nach Bearbeiten des übermittelten Codes (2, 2'), der entsprechende Code in der Datenbank als gesperrt gekennzeichnet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 24 zum Identifizieren einer Verpackungseinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Informationen über den Kunden an die Datenbank übermittelt werden und zusammen mit den im Code enthaltenen Informationen ausgewertet werden.






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