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Dokumentenidentifikation DE102006025559A1 13.12.2007
Titel Elektromagneteinheit
Anmelder H. Kuhnke GmbH, 23714 Malente, DE
Erfinder Erlhöfer, Horst-Dieter, 23738 Lensahn, DE
Vertreter Vollmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 23554 Lübeck
DE-Anmeldedatum 01.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006025559
Offenlegungstag 13.12.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2007
IPC-Hauptklasse H01F 7/08(2006.01)A, F, I, 20060601, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Elektromagneteinheit, bestehend aus zumindest einem ersten und einem zweiten Elektromagneten mit jeweils zumindest einer bestrombaren Spule, einem durch diese aus einer ersten in eine zweite Endlage bewegbaren Anker und einem Rückstellelement zum Rückstellen des Ankers in die erste Endlage, wobei die Spulen der Elektromagnete unabhängig voneinander bestrombar sind und die Elektromagnete und deren Anker derart miteinander gekoppelt sind, dass der Anker des ersten Elektromagneten bei Bewegung in seine zweite Endlage den Anker des zweiten Elektromagneten in einer Zwischenposition zwischen dessen erster und zweiter Endlage bewegt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Elektromagneteinheit bestehend aus zumindest einem ersten und einem zweiten Elektromagneten.

Eine solche Elektromagneteinheit bestehend aus zwei Elektromagneten ist beispielsweise aus DE 1 589 506 bekannt. Mit dieser Elektromagneteinheit lassen sich durch Bestromen entweder des einen oder des anderen Elektromagneten insgesamt drei Schaltstellungen erzielen, eine eingezogene, eine teilweise ausgefahrene und eine vollständig ausgefahrene Stellung der Betätigungsstange. Beim Abschalten der Bestromung erfolgt das Rückstellen der Anker beider Elektromagneten durch eine externe, an der Betätigungsstange angreifende Kraft.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine derartige Elektromagneteinheit so weiterzubilden, dass sich eine größere Anzahl von Schaltstellungen mit der gleichen Anzahl von Elektromagneten realisieren lässt.

Diese Aufgabe wird durch eine Elektromagneteinheit mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die erfindungsgemäße Elektromagneteinheit besteht aus zumindest einem ersten und einem zweiten Elektromagneten, welche zusammenwirkend miteinander verbunden bzw. zu einer Einheit integriert sind. Dabei weist jeder der Elektromagneten jeweils einen bewegbaren Anker auf. Ferner weist jeder der Elektromagneten zumindest eine bestrombare Spule auf, durch deren Bestromung der zugehörige Anker des Elektromagneten bewegbar ist. Dabei lässt sich durch Bestromen der Spule jedes Elektromagneten der zugehörige Anker dieses Elektromagneten aus einer ersten in eine zweite Endlage bewegen. Solange die Spule bestromt ist, wird dabei der Anker vorzugsweise in der zweiten Endlage gehalten. Um den Anker beim Abschalten der Bestromung der Spule wieder in die erste Endlage zurückbewegen zu können, ist in jedem der Elektromagneten zumindest ein Rückstellelement zum Rückstellen des Ankers in die erste Endlage vorgesehen. Die Elektromagneten sind so ausgebildet, dass sie unabhängig voneinander betätigbar sind, d. h. die Spulen der Elektromagneten können unabhängig voneinander bestromt werden, so dass die Anker der zumindest zwei Elektromagneten unabhängig voneinander in ihre zweite Endlage bewegt werden können, wenn die zugehörige Spule bestromt wird. Dadurch, dass jeder der Elektromagneten auch ein eigenes Rückstellelement aufweist, ist es möglich, dass der Anker jedes Elektromagneten beim Abschalten der Bestromung der zugehörigen Spule bzw. zugehörigen Spulen unabhängig vom Anker des anderen Elektromagneten wieder aus der zweiten Endlage zurück in Richtung der ersten Endlage bewegt werden kann. Vorteilhafterweise wird der Anker durch das Rückstellelement in dieser ersten Endlage gehalten.

Erfindungsgemäß sind jedoch die beiden Elektromagnete und deren Anker in bestimmter Weise miteinander gekoppelt. Diese Kopplung ist so ausgebildet, dass der Anker des ersten Elektromagneten bei Bestromung der Spule dieses Elektromagneten in seine zweite Endlage bewegt wird und dabei den Anker des zweiten Elektromagneten auch bewegt. Dabei erreicht jedoch der Anker des zweiten Elektromagneten, wenn der Anker des ersten Elektromagneten seine zweite Endlage erreicht, nur eine Zwischenposition zwischen seiner ersten und zweiten Endlage. Dies bedeutet, dass durch Bestromen der Spule des ersten Elektromagneten der Anker des zweiten Elektromagneten aus der ersten Endlage in eine Zwischenposition zwischen seiner ersten und seiner zweiten Endlage bewegt werden kann und dort, solange die Spule des ersten Elektromagneten bestromt ist, durch den Anker des ersten Elektromagneten gehalten wird. Wenn die Bestromung der Spule des ersten Elektromagneten abgeschaltet wird, wird der Anker des ersten Elektromagneten durch das Rückstellelement des ersten Elektromagneten in seine erste Endlage zurückbewegt. Gleichzeitig wird der Anker des zweiten Elektromagneten durch dessen Rückstellelement in seine erste Endlage zurückbewegt. Das heißt, bei Bestromung der Spule des ersten Elektromagneten bewegt dessen Anker den Anker des zweiten Elektromagneten gegen die Kraft des Rückstellelementes des zweiten Elektromagneten in die Zwischenposition.

Wenn nun die Spule des zweiten Elektromagneten bestromt wird, wird der Anker des zweiten Elektromagneten gegen die Kraft dessen Rückstellelementes in die zweite Endlage bewegt und dort gehalten, solange die zugehörige Spule des Elektromagneten bestromt ist.

Insgesamt lassen sich bei Kombination von zwei Elektromagneten durch die unabhängige Betätigbarkeit und Rückstellbarkeit der Anker beider Elektromagneten vier Schaltstellungen erreichen. In einer ersten Schaltstellung sind beide Anker, d. h. der Anker des ersten Elektromagneten und der Anker des zweiten Elektromagneten in ihrer ersten Endlage. In einer zweiten Schaltstellung befindet sich der Anker des ersten Elektromagneten in seiner zweiten Endlage und der Anker des zweiten Elektromagneten in der Zwischenposition. In einer dritten Schaltstellung befinden sich die Anker des ersten und des zweiten Elektromagneten jeweils in ihrer zweiten Endlage. In einer vierten Schaltstellung ist die Bestromung der Spule des ersten Elektromagneten abgeschaltet, so dass dessen Anker durch das Rückstellelement in seiner ersten Endlage gehalten wird. Gleichzeitig bleibt die Bestromung der Spule des zweiten Elektromagneten eingeschaltet, so dass dessen Anker in der zweiten Endlage gehalten wird. Es ist somit möglich, in der Position, in welcher sich der Anker des zweiten Elektromagneten in seiner zweiten Endlage befindet, zwei unterschiedliche Schaltstellungen des Ankers des ersten Elektromagneten zu realisieren, da dieser sich in seiner ersten oder in seiner zweiten Endlage je nach Bestromung der zugehörigen Spule befinden kann. Dies wird dadurch möglich, dass der Anker des ersten Elektromagneten durch ein eigenes Rückstellelement unabhängig von dem Anker des zweiten Elektromagneten aus der zweiten in die erste Endlage zurückbewegt werden kann.

Bevorzugt sind die Anker des zumindest einen ersten und zumindest einen zweiten Elektromagneten jeweils linear bewegbar, insbesondere entlang einer gemeinsamen Längsachse linear bewegbar. Das heißt, durch Bestromung der Spule oder durch das zugehörige Rückstellelement bei Abschalten der Bestromung der Spule werden die Anker entlang einer linearen Achse bewegt, wobei vorzugsweise alle Anker entlang derselben Achse bewegbar sind. Es ist jedoch auch möglich, die Anker beispielsweise entlang einer gekrümmten Bahn bewegbar zu führen.

Die Rückstellelemente sind vorzugsweise als Federn, insbesondere als Schraubenfedern ausgebildet. So kann das Rückstellelement z. B. als Druckfeder ausgebildet sein, gegen welche der Anker bei Bestromung der Spule bewegt wird, so dass die Feder gestaucht wird. Das heißt, durch das elektromagnetische Feld, welches von der Spule erzeugt wird, wird die Federkraft überwunden und der Anker gegen die Federkraft bewegt. Durch Abschalten des elektromagnetischen Feldes durch Abschalten der Bestromung der Spule wird die Gegenkraft gegen die gestauchte Druckfeder verringert, so dass diese sich wieder entspannt und den Anker in seine erste Endlage zurückbewegt.

Vorzugsweise sind der zumindest eine erste und der zumindest eine zweite Elektromagnet in einem gemeinsamen Jochelement zu einer Baueinheit verbunden. So bildet die erfindungsgemäße Elektromagneteinheit ein Bauteil, welches mit einer reduzierten Zahl von Einzelteilen montierbar ist.

Weiter bevorzugt weisen die Elektromagneten jeweils ein Kernelement auf, an welchem der Anker des zugehörigen Elektromagneten bei Bestromen von dessen Spule zur Anlage kommt. Auf diese Weise wird eine definierte zweite Endlage für den Anker erreicht. In dieser zweiten Endlage wird der Anker durch das von der Spule erzeugte elektromagnetische Feld an dem Kern in Anlage gehalten. Um eine definierte erste Endlage zu schaffen, ist vorzugsweise eine zweite Anschlagfläche vorgesehen, an welcher der Anker in der ersten Endlage zur Anlage kommt und dort durch die Kraft des Rückstellelementes in Anlage gehalten wird.

Weiter bevorzugt weisen die Elektromagneten jeweils eine Betätigungsstange auf, welche mit dem zugehörigen Anker des Elektromagneten verbunden ist. Die Betätigungsstange ermöglicht es, die Stellbewegung des Ankers vom einen auf den anderen Anker zu übertragen, um diesen in seine Zwischenstellung zu bewegen. Ferner ermöglichen die Betätigungsstangen die Anbindung externer Bauelemente, welche durch die Elektromagneteinheit bewegt bzw. gestellt werden sollen.

Das Kernelement des ersten und/oder des zweiten Elektromagneten weist bevorzugt ein Durchgangsloch in der Bewegungsrichtung des zugehörigen Ankers auf, wobei sich durch das Durchgangsloch jeweils die mit diesem Anker verbundene Betätigungsstange hindurch erstreckt. Auf diese Weise kann die Bewegung des Ankers durch das Kernelement hindurch nach außen übertragen werden, da die Betätigungsstange sich durch das Kernelement hindurch erstreckt. Dabei kann das Durchgangsloch weiter bevorzugt eine Linearführung für die Betätigungsstange bilden. Das Durchgangsloch erstreckt sich daher vorzugsweise entlang der Längsachse, auf der der Anker bewegbar ist.

Zweckmäßigerweise erstreckt sich die Betätigungsstange des ersten Elektromagneten ausgehend von dem Anker des ersten Elektromagneten auf eine Anschlagfläche an dem Anker des zweiten Elektromagneten zu. Dabei weist die Betätigungsstange des ersten Elektromagneten ausgehend von dessen Anker eine Länge auf, welche größer ist als der Abstand zwischen dem Anker des ersten Elektromagneten in seiner zweiten Endlage und der Anschlagfläche des Ankers des zweiten Elektromagneten in dessen erster Endlage. Dies bewirkt, dass, wenn der Anker des ersten Elektromagneten in seine zweite Endlage bewegt wird, die Betätigungsstange dieses Ankers vorzugsweise mit ihrer Stirnseite mit der Anschlagfläche an dem Anker des zweiten Elektromagneten in Kontakt kommt und diesen gegen die Kraft des Rückstellelementes des zweiten Elektromagneten in die Zwischenposition verschiebt. Befindet sich dann der Anker des ersten Elektromagneten in seiner zweiten Endlage, liegt die Betätigungsstange des ersten Elektromagneten weiter an der Anschlagfläche an und bildet für den Anker des zweiten Elektromagneten einen definierten Anschlag, welcher eine definierte Zwischenposition definiert. An diesem Anschlag wird der Anker des zweiten Elektromagneten durch die Kraft des zugehörigen Rückstellelementes in Anlage gehalten. Zwischen dem Anker des zweiten Elektromagneten und der Betätigungsstange des ersten Elektromagneten kann eine Dämpfungsplatte bzw. Dämpfungsscheibe aus einem Gummi oder Elastomermaterial angeordnet sein, welche den Aufschlag der Betätigungsstange auf den Anker dämpft. Somit bildet die Dämpfungsplatte die Anschlagfläche für die Betätigungsstange und überträgt die von dieser ausgeübten Kraft weiter auf den Anker des zweiten Elektromagneten.

Weiter bevorzugt erstreckt sich die Betätigungsstange des ersten Elektromagneten zumindest in der ersten Endlage des zugehörigen Ankers mit einem Ende aus dem Gehäuse der Elektromagneteinheit, beispielsweise aus dem umgebenden Jochelement, nach außen heraus. Dies erleichtert die Anbindung an externe, zu bewegende Bauelemente.

Weiter bevorzugt erstreckt sich die Betätigungsstange des zweiten Elektromagneten zumindest in der Zwischenposition und der zweiten Endlage des zugehörigen Ankers mit einem Ende aus einem Gehäuse der Elektromagneteinheit, beispielsweise dem umgebenden Jochelement nach außen. Auch dies erleichtert die Übertragung der Stellbewegung der Betätigungsstange auf externe Bauelemente.

Besonders bevorzugt erstrecken sich die Betätigungsstangen des ersten und des zweiten Elektromagneten an einander entgegengesetzten Enden aus einem Gehäuse der Elektromagneteinheit, beispielsweise einem umgebenden Jochelement, nach außen. So kann die Stellbewegung des Ankers des ersten Elektromagneten an einem Längsende der Elektromagneteinheit abgegriffen bzw. auf externe Bauelemente übertragen werden. Die Stellbewegung des zweiten Elektromagneten wird am entgegengesetzten Ende, an welchem sich die zugehörige Betätigungsstange nach außen erstreckt, auf externe Bauelemente übertragen bzw. kann dort abgegriffen werden.

Vorzugsweise weist die Elektromagneteinheit zwei Elektromagneten auf. Es ist jedoch auch eine Anordnung mit mehr als zwei, beispielsweise drei Elektromagneten möglich. Durch diese Anordnung können mehrere Zwischenpositionen des Ankers eines der Elektromagneten realisiert werden. So kann beispielsweise der Anker eines dritten Elektromagneten durch Bestromung der Spule eines ersten Elektromagneten in der Weise in eine erste Zwischenposition bewegt werden, dass durch den Anker des ersten Elektromagneten auch der Anker des zweiten Elektromagneten in eine Zwischenposition verschoben wird und dieser dann den Anker des dritten Elektromagneten in seine erste Zwischenposition verschiebt. Das heißt, die drei Anker sind hintereinander angeordnet, so dass der Anker des ersten Elektromagneten auf den zweiten und der Anker des zweiten Elektromagneten auf den Anker des dritten Elektromagneten wirkt. Wenn dann der zweite Elektromagnet durch Bestromen der zugehörigen Spule betätigt wird, kann dessen Anker in eine zweite Endlage bewegt werden, welche den Anker des dritten Elektromagneten in eine zweite Zwischenposition bewegt. Wird dann der dritte Elektromagnet selber durch Bestromen der zugehörigen Spule betätigt, wird der Anker des dritten Elektromagneten in eine zweite Endlage bewegt. Entsprechend kann auch eine Anordnung mit mehr als drei Elektromagneten ausgebildet werden, wobei die Zahl der anfahrbaren Zwischenpositionen erhöht wird. Erfindungsgemäß sind dabei jedoch immer zumindest zwei Elektromagneten mit eigenen Rückstellelementen, vorzugsweise die in der Kette vorderen und hinteren Elektromagnete, mit eigenen Rückstellelementen versehen, so dass der in der Kette vorne liegende erste Elektromagnet, wenn ein in der Kette weiter hinten liegender Elektromagnet bestromt ist, immer durch sein eigenes Rückstellelement in seine erste Endlage zurückbewegt werden kann.

Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben. In diesen zeigt:

1 eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Elektromagneteinheit in einer ersten Schaltstellung,

2 eine Schnittansicht der Elektromagneteinheit gemäß 1 in einer zweiten Schaltstellung,

3 eine Schnittansicht der Elektromagneteinheit gemäß 1 in einer dritten Schaltstellung und

4 eine Schnittansicht der Elektromagneteinheit gemäß 1 in einer vierten Schaltstellung.

Die in den 1 bis 4 gezeigte Elektromagneteinheit weist zwei entlang einer Längsachse X in Reihe hintereinander angeordnete Elektromagneten 2 und 4 auf. Dabei weisen die Elektromagneten 2 und 4 ein gemeinsames Jochelement 6 auf, welches die Elektromagneten 2 und 4 zu einer Baueinheit verbindet. Der Elektromagnet 2 weist einen entlang der Längsachse X linear beweglichen Anker 8 und der Elektromagnet 4 einen entlang der Längsachse X beweglichen Anker 10 auf. Der Anker 8 ist in einer Hülse 12 und der Anker 10 in einer Hülse 14 geführt bzw. angeordnet. Die Hülsen 12 und 14 dienen auch der Aufnahme der Spulen 16 und 18.

Der erste Elektromagnet 2 weist an einem Längsende ein Kernelement bzw. einen Kern 20 auf, an welchem bei Bestromung der Spule 16 der Anker 8 zur Anlage kommen kann. Entsprechend weist der zweite Elektromagnet 4 ein Kernelement bzw. einen Kern 22 auf, an welchem der Anker 10 bei Bestromung der Spule 18 zur Anlage kommen kann. Der Anker 8 ist mit einer Betätigungsstange 24 und der Anker 10 mit einer Betätigungsstange 26 fest verbunden, so dass die Betätigungsstangen 24 und 26 mit den Ankern 8 bzw. 10 entlang der Längsachse X verschiebbar sind. Die Betätigungsstange 24 erstreckt sich durch ein Durchgangsloch 28 durch den Kern 20 hindurch, und die Betätigungsstange 26 erstreckt sich durch ein Durchgangsloch 30 im Kern 22 hindurch. An der der Betätigungsstange 24 zugewandten Stirnseite des Ankers 10 ist ferner eine axial entlang der Längsachse X bewegliche Anschlagplatte 32 in dem zweiten Elektromagneten 4 angeordnet. Die Anschlagplatte 32 bildet ein Dämpfungselement und ist beispielsweise aus einem Elastomermaterial gefertigt. Die Anschlagplatte 32 ist frei beweglich im Inneren der Hülse 14 geführt und kann den Aufschlag des Ankers 10 an dem Kern 20 bzw. den Aufschlag der Betätigungsstange 24 an dem Anker 10 dämpfen und dient darüber hinaus zur Kraftübertragung von der Betätigungsstange 24 auf den Anker 10. Die Anschlagplatte 32 bildet hier somit eine Anschlagfläche für die Betätigungsstange 24.

1 zeigt einen Zustand, in dem sowohl die Spulen 12 als auch die Spule 14 der Elektromagneten 2 und 4 nicht bestromt sind, so dass der Anker 8 des ersten Elektromagneten 2 und der Anker 10 des zweiten Elektromagneten 4 jeweils in einer ersten Endlage beabstandet von den Kernen 20 und 22 gelegen sind. In dieser Position werden die Anker 8 und 10 durch Rückstellelemente 34 und 36 gehalten, wobei jeder der Elektromagneten 2 und 4 jeweils ein Rückstellelement 34, 36 in Form einer Druckfeder aufweist. Das heißt, ein Rückstellelement 34 wirkt auf den Anker 8 und ein Rückstellelement 36 auf den Anker 10.

2 zeigt eine zweite Schaltstellung, in welcher die Spule 16 des ersten Elektromagneten 2 bestromt ist, so dass in dem ersten Elektromagneten 2 ein magnetischer Fluss M1 über das Jochelement 6 erzeugt wird, wodurch der Anker 8 an den Kern 20 angezogen wird, so dass er dort zur Anlage kommt. Durch die Verlagerung des Ankers 28 wird auch die Betätigungsstange 24 entlang der Längsachse X verlagert, so dass deren freies Ende gegen die Anschlagplatte 32 des zweiten Elektromagneten 4 drückt und auch dessen Anker 10 mit in Richtung der Längsachse X verschiebt. Gleichzeitig wird das dem zweiten Elektromagneten 4 abgewandte Längsende der Betätigungsstange 24 in die Elektromagneteinheit eingezogen, d. h. in 2 entlang der Längsachse X nach rechts bewegt. Die in 2 gezeigte Position ist eine Zwischenstellung des Ankers 10 zwischen seinen beiden möglichen Endlagen. Das heißt, in dieser Position ist der Anker 10 noch von dem Kern 22 beabstandet. Dabei wird der Anker 10 durch das Rückstellelement 36 und die von diesem auf den Anker 10 wirkende Rückstellkraft an der Stirnseite der Betätigungsstange 24 in Anlage gehalten, so dass eine definierte Zwischenposition geschaffen ist.

3 zeigt eine Schaltstellung, in welcher sowohl die Spule 16 als auch die Spule 18 bestromt sind, so dass in beiden Elektromagneten 2 und 4 jeweils ein magnetischer Fluss M1 und M2 erzeugt wird, wie durch die gestrichelten Linien in 3 gezeigt. Dadurch wird auch der Anker 10 an den Kern 22 angezogen und kommt dort zur Anlage. Auf diese Weise wird die Betätigungsstange 26 gemeinsam mit dem Anker 10 aus der in 2 gezeigten Zwischenstellung in eine zweite Endlage bewegt, in welcher das freie Ende der Betätigungsstange 26 noch weiter aus dem Gehäuse der Magneteinheit, d. h. im umgebenden Jochelement 6 an der Stirnseite auskragt.

4 zeigt eine vierte mögliche Schaltstellung, in welcher nur die Spule 18 des zweiten Elektromagneten 4 bestromt ist und die Spule 16 unbestromt ist. Das heißt, es besteht nur noch der magnetische Fluss M2 im zweiten Elektromagneten 4, so dass dessen Anker 10 mit der Betätigungsstange 26 in der zweiten ausgefahrenen Endlage gehalten wird. Der Anker 8 ist von dem Kern 20 abgefallen und durch das Rückstellelement 34 in seine erste Endlage bewegt worden, so dass die Betätigungsstange 24 wieder an dem am ersten Elektromagneten 2 gelegenen stirnseitigen Ende aus der Elektromagneteinheit 2 auskragt.

2, 4
Elektromagnete
6
Jochelement
8, 10
Anker
12, 14
Hülse
16, 18
Spulen
20, 22
Kern
24, 26
Betätigungsstange
28, 30
Durchgangslöcher
32
Anschlagplatte
34, 36
Rückstellelemente
M1, M2
magnetischer Fluss
X
Längsachse


Anspruch[de]
Elektromagneteinheit bestehend aus zumindest einem ersten (2) und einem zweiten (4) Elektromagneten mit jeweils zumindest einer bestrombaren Spule (16, 18),

einem durch diese aus einer ersten in eine zweite Endlage bewegbaren Anker (8, 10) und

einem Rückstellelement (34, 36) zum Rückstellen des Ankers (8, 10) in die erste Endlage,

wobei die Spulen (16, 18) der Elektromagnete (2, 4) unabhängig voneinander bestrombar sind und die Elektromagnete (2, 4) und deren Anker (8, 10) derart miteinander gekoppelt sind, dass der Anker (8) des ersten Elektromagneten (2) bei Bewegung in seine zweite Endlage den Anker (10) des zweiten Elektromagneten (4) in einer Zwischenposition zwischen dessen erster und zweiter Endlage bewegt.
Elektromagneteinheit nach Anspruch 1, bei welcher die Anker (8, 10) des ersten und zweiten Elektromagneten (2, 4) linear, vorzugsweise entlang einer gemeinsamen Längsachse (X) bewegbar sind. Elektromagneteinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die Rückstellelemente (34, 36) als Federn, vorzugsweise Schraubenfedern ausgebildet sind. Elektromagneteinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher der erste (2) und zweite (4) Elektromagnet in einem gemeinsamen Jochelement (6) zu einer Baueinheit verbunden sind. Elektromagneteinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die Elektromagnete (2, 4) jeweils ein Kernelement (20, 22) aufweisen, an welchem der Anker (8, 10) des zugehörigen Elektromagneten (2, 4) bei Bestromen dessen Spule (16, 18) zur Anlage kommt. Elektromagneteinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welcher die Elektromagnete (2, 4) jeweils eine mit ihrem zugehörigen Anker (8, 10) verbundene Betätigungsstange (24, 26) aufweisen. Elektromagneteinheit nach Anspruch 5 und 6, bei welcher das Kernelement (20, 22) des ersten (2) und/oder des zweiten (4) Elektromagneten ein Durchgangsloch (28, 30) in der Bewegungsrichtung (X) des zugehörigen Ankers (8, 10) aufweist, durch welches sich die mit diesem Anker (8, 10) verbundene Betätigungsstange (24, 26) hindurchertreckt. Elektromagneteinheit nach Anspruch 6 oder 7, bei welcher die Betätigungsstange (24) des ersten Elektromagneten (2) sich ausgehend von dessen Anker (8) auf eine Anschlagfläche an dem Anker (10) des zweiten Elektromagneten (4) zu erstreckt, wobei die Betätigungsstange (24) ausgehend von dem Anker (8) des ersten Elektromagneten (2) eine Länge aufweist, welche größer ist als der Abstand zwischen dem Anker (8) des ersten Elektromagneten (2) in seiner zweiten Endlage und der Anschlagfläche des Ankers (10) des zweiten Elektromagneten (4) in dessen erster Endlage. Elektromagneteinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei welcher sich die Betätigungsstange (24) des ersten Elektromagneten (2) zumindest in der ersten Endlage des zugehörigen Ankers (8) mit einem Ende aus einem Gehäuse (6) der Elektromagneteinheit nach außen erstreckt. Elektromagneteinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei welchem sich die Betätigungsstange (26) des zweiten Elektromagneten (4) zumindest in der Zwischenposition und der zweiten Endlage des zugehörigen Ankers (10) mit einem Ende aus einem Gehäuse (6) der Elektromagneteinheit nach außen erstreckt. Elektromagneteinheit nach Anspruch 9 und 10, bei welcher sich die Betätigungsstangen (24, 26) des ersten (2) und des zweiten (4) Elektromagneten an einander entgegengesetzten Enden aus einem Gehäuse (6) der Elektromagneteinheit nach außen erstrecken.






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